CDU Kesternich
Gemeindeverband Simmerath

Über Kesternich bei Wikipedia informieren
Ortsvorsteher

Sascha Schmitz
Schulstraße 15
Kesternich
0170/8617295

sascha_schmitz@
t-online.de
 


 

OV-Vorstand
Vorsitzender
Jürgen Bruckmann
Ringstr. 63
Kesternich
02473/9319051
juergen.bruckmann@
CDUnet.de
Stellv.Vorsitzender
Ulrich Offermann
Bundesstr. 60
Kesternich
02473/4113
ulrich.offermann
@web.de
Geschäftsführer
Stephan Weber
Bruchstr. 12
Simmerath
02473/909490
info-rastephan
weber.de
Beisitzer
Josef Claaßen
Brunnenstr. 22a
Kesternich
02473/5505
Beisitzer
Wolfgang
Jaschkowitz

Kreuzstrasse 28
Kesternich
02473/4253
wolfgang-
jaschkowitz
@gmail.de
Beisitzer
Bernd Mommertz
Straucher-Str. 16a
Kesternich

02473/939217
b-mommertz@
t-online.de
Beisitzer
Sascha Schmitz
Schulstraße 15
Kesternich
0170/8617295

sascha_schmitz@
t-online.de
 
Beisitzer
Ronald Eulitz
Bundesstraße 31
Kesternich

02473/931896
ronald.eulitz@web.de
 
     

Inhalt

Neuer Ortsvorsteher Sascha Schmitz
Abscied Ortsvorsteher Uli Offermann
Mitgliederversammlung 2016
Aus für die Schwalbenschule
Sportzentrum
Transportwagen für den Friedhof
Mitgliederversammlung 2015
Grundschule
Neues Duo für Kesternich
Ortsumgehung noch nicht vom Tisch
Ortsumgehung/Abkürzung-Maarstr.
Schnelleres Internet soll kommen
Ortsumgehung: "Flinte nicht ins Korn werfen"
Schnelleren DSL-Zugang
Ortsumgehung vom Tisch
Ortsumgehung zurückgestuft
Ortsumgehung ausgebremst
Neuer Termin für neue Pläne
Pläne für Umgehung lassen auf sich warten
CDU-würdigt Eigenleistung mit 9000,00 Euro Gemeindemittel
CDU-Jahreshauptversammlung 2011
Die Chance für eine Umgehung jetzt nutzen?
Ortsumgehung kein Bedarf?
Ortsumgehung läuft nicht wie geplant
Sport- und Kulturzentrum
Ortsumgehung Entwurf kommt bald
Sport- und Kulturzentrum, Planung liegt vor
Antrag Ortsvorsteher: Schnelleres Internet
OV-Mitgliederversammlung 13.03.2010
Flyer des OV
Schulstr. UWG zieht Antrag zurück
Ortsumgehung: kaum Neues
Sport- und Kulturzentrum: nächster Schritt
Antrag des OV: Höhenstr. und Wirtschaftswege
Ortsumgehung: neues Gutachten
Ortsumgehung: nimmt Formen an
Ampelanlage Verkehrsberuhigung
Schwalbenschule CDU spendet Außenbank
Ortsumgehung: Offermann: Keine Halbherzige Lösung
Ortsumgehung: Schutz für Mensch und Tier 10.06.2009
Pusteblume: OV übergab eine Sachspende
Kesternich
Erster politischer Spaziergang

Am Sonntag fand der erste politische Spaziergang des CDU Ortsverbandes statt. Mit den beiden Ratsherren Bernd Goffart und Stephan Weber, sowie dem ehemaligen Ortsvorsteher Ulrich Offermann, ging es gut zwei Stunden durch den Ort.


Am Sonntag fand der erste politische Spaziergang des CDU Ortsverbandes statt. Mit den beiden Ratsherren Bernd Goffart und Stephan Weber, sowie dem ehemaligen Ortsvorsteher Ulrich Offermann, ging es gut zwei Stunden durch den Ort. Als sachkundige Gäste konnte der OV Vorsitzende Jürgen Bruckmann, die beiden Ratsherren Ralf Löhr und Helmut Kaulard begrüßen, sowie weitere interessierte Bürger aus Kesternich. Unterwegs wurden Flächennutzungspläne und Bebauungspläne vorgestellt und erläutert. Geplante Neuerungen von Bauvorhaben und schon umgesetzte Baumaßnahmen wurden im Zusammenhang mit den B.-Plänen besprochen.

Der CDU-Ortsverbandsvorsitzende Jürgen Bruckmann erläuterte „Anhand der große auf der Resonanz der Teilnehmer und den gestellten Fragen war es gut, dass so eine Veranstaltung durchgeführt wurde. Alle Fragen konnten so beantwortet werden und so erschlossen sich die Antworten bei den Teilnehmern ein Gesamtbild.“ Beim geselligen Abschied mit einer kleinen Stärkung konnten wir auch unser Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns und Landtagsabgeordnete Axel Wirtz begrüßen, die für Gespräche dann ebenfalls zur Verfügung standen.

 

Zeit für positive Themen in Kesternich

Von: P. St.

22. Dezember 2016

Für Kesternich im Einsatz: Der neue Ortsvorsteher Sascha Schmitz möchte zu einer positiven Entwicklung des Ortes beitragen.
Foto: P. Stollenwerk



Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns überreichte Sascha Schmitz im Kreise der politischen Mitstreiter aus dem Ort die Ernennungsurkunde. Foto: P. Stollenwerk

Ob es Sascha Schmitz einmal als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk empfinden wird, dass er wenige Tage vor dem Fest der Liebe zum Ortsvorsteher von Kesternich gewählt wurde, wird die Zukunft zeigen. Fürs erste bekennt er, „mit großem Respekt“ die neue Herausforderung anzugehen und auf die „Akzeptanz in der Bevölkerung“ zu hoffen.

Nachdem der Simmerather Gemeinderat den 35-Jährigen CDU-Vertreter am 13. Dezember 2016 einstimmig gewählt hatte, erhielt er in der darauffolgenden Woche aus der Hand von Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns offiziell die Ernennungsurkunde zum Ehrenbeamten, denn diese Bezeichnung ist mit der neuen Aufgabe verbunden. Gewählt ist Schmitz bis zum Ende der Wahlperiode im Jahr 2020.

Es sei „ein gutes Zeichen und ein guter Start“, wenn man ein einstimmiges Votum erhalte, meinte Hermanns, der aber auch nicht verschwieg, dass die Aufgabe als Nachfolger von Ulrich Offermann, der 27 Jahre lang Kesternicher Ortsvorsteher war, eine besondere Herausforderung darstelle.

Die ersten Aufgaben für Sascha Schmitz lassen nicht lange auf sich warten. Nach wenigen Tagen im Amt steckt er bereits mittendrin in für Kesternich zukunftsweisenden Themen. Der Ort wird sich 2017 wieder am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ beteiligen, er wurde bereits von einem Bürger auf Verbesserungen beim örtlichen Wanderwegesystem angesprochen und er will sich gemeinsam mit dem Ortskartell (dessen Vorsitzender Sascha Schmitz auch ist) in das Projekt „Dorfkümmerer“ der Leader-Region Eifel einbringen. Bei diesem Projekt geht es unter anderem um Qualifizierungsmaßnahmen für ehrenamtlich tätige Kräfte in Ortsvereinen, um den dörflichen Charakter zu stärken.

Sascha Schmitz, der Geografie an der RWTH Aachen studierte, hat seit April 2016 eine neue berufliche Herausforderung im Leader-Regionalmanagement in Nettersheim angenommen. Hier betreut und begleitet er Projekte für die in der Leader-Region zusammengeschlossenen Kommunen in den Kreisen Euskirchen, Düren und Aachen. Privat und beruflich, sagt Schmitz, sei der Zeitpunkt jetzt ideal gewesen, um das Amt des Ortsvorstehers, für das er schon länger als Kandidat galt, nun auch zu übernehmen.

Sascha Schmitz ist es ein Anliegen, wieder „positive Themen“ für Kesternich in den Blickpunkt zu rücken, nachdem die fast zwei Jahre währende Diskussion um die Schließung der Grundschule Kesternich oftmals heftige Emotionen aufkommen ließ. Die Umsetzung des Sport- und Kulturzentrums und des Dorfgemeinschaftshauses sind für das nächste Jahr anstehende Aufgaben, die dem neuen Ortsvorsteher sicherlich mehr Freude bereiten dürften.

Auch Verbindungsmann

Bei der Überreichung von Ernennungsurkunde und Dienstsiegel, verbunden mit der Vereidigung, ging Bürgermeister Hermanns noch einmal kurz auf das Wesen der Ortsvorstehertätigkeit ein. Der Ortsvorsteher gelte nicht nur als politischer Vertreter des jeweiligen Ortes, sondern könne als Verbindungsmann und Ansprechpartner zwischen Verwaltung und Bevölkerung auch mit der Wahrnehmung von bestimmten Geschäften der laufenden Verwaltung beauftragt werden, wie zum Beispiel der Ausstellung von Lebensbescheinigungen und Leumundszeugnissen. Dieses System habe sich seit 1972, dem Jahr der kommunalen Neugliederung, bestens bewährt. Auch wenn Sascha Schmitz nicht dem Gemeinderat angehört, kann er als Ortsvorsteher in allen politischen Gremien zu Fragen, die Kesternich betreffen, das Wort ergreifen.

Am Ende der kleinen Feierstunde sagten auch die beiden Kesternicher CDU-Ratsvertreter dem neuen Ortsvorsteher ihre Unterstützung zu. Bernd Goffart freute sich auf eine fruchtbare Zusammenarbeit und Stephan Weber meinte, dass mit Sascha Schmitz „der richtige Mann am richtigen Ort zum richtigen Zeitpunkt“ gewählt worden sei.

Quelle: Eifeler Zeitung


„Zuhören und andere nicht schlechtreden“: Ortsvorsteher zieht Bilanz

Von: Peter Stollenwerk

15. Dezember 2016

Als Ortsvorsteher hat Ulrich Offermann in Kesternich in 27 Jahren Spuren hinterlassen. Foto: P. Stollenwerk
Sein Engagement würdigte in der Gemeinderatssitzung in Simmerath auch Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns.

Entscheidungen zu treffen, kann man nicht üben“, sagt Ulrich Offermann. Der 68-Jährige muss es wissen. Seit mehr als 30 Jahren ist er ein Aktivposten in der Simmerather Kommunalpolitik und hat in dieser Richtung ausreichend Erfahrung gesammelt. Jetzt hat er entschieden, „dass für mich der Zeitpunkt gekommen ist, nicht mehr in der Verantwortung stehen zu wollen“.

Diese Entscheidung wolle er selbst. Nach 27-jähriger Tätigkeit als Ortsvorsteher für Kesternich legte er dieses Ehrenamt zum 12. Dezember nieder, nachdem er bereits zuvor die politischen Mitstreiter im CDU-Ortsverband Kesternich über seine Absichten informiert hatte. Als sachkundiger Bürger im Umwelt-, Forst- und Agrarausschuss bleibt er der Kommunalpolitik noch verbunden. Bereits vor zwei Jahren hatte er schon nicht mehr für den Gemeinderat kandidiert.

Als Ulrich Offermann 1989 zum Ortsvorsteher gewählt wurde, ließ die erste zu treffende Entscheidung nicht lange auf sich warten. Es ging damals um die Neugestaltung des Kirchenvorplatzes. Damals gab es noch die kommunale Doppelspitze: Arnold Steins war Gemeindedirektor und Heinrich Karbig Bürgermeister. Der seinerzeit gewählte Gestaltungsvorschlag für den Platz stellt aus Sicht von Ulrich Offermann auch heute noch eine gute Lösung dar.

Andere Entscheidungsfindungen hatten für Kesternich noch weitaus größere Dimensionen; diese haben sein politisches Leben über viele Jahre begleitet und werden wohl auch noch seinen Nachfolger beschäftigen. Möglicherweise, sagt Ulrich Offermann, würden in der Nachbetrachtung „vielleicht einige Entscheidungen anders aussehen“.

Als die hoch emotional geführte Diskussion um die Schließung der Kesternicher Schule ihren Höhepunkt erreichte, war Ulrich Offermann schon nicht mehr Ratsmitglied. Dennoch bedauert er, dass die Schule bald nicht mehr im Dorf sein wird, aber die negative Entwicklung bei den Schülerzahlen wie auch den unzureichenden Gebäudezustand könne man eben nicht wegdiskutieren. Auch hier sei eine Entscheidung getroffen worden, die von der Faktenlage der Gegenwart bestimmt gewesen sei.

Grundsätzlich orientierte sich Ulrich Offermann bei allen Entscheidungen, die sein Heimatdorf betrafen, stets an der Frage: „Wem bringt das etwas?“

Diese Frage wurde sicherlich mehr als einmal hin und her gewälzt bei einem ganz großen Kesternicher Thema, der Umgehungsstraße für den Ort. Auch heute noch prallen Gegner und Befürworter hart aufeinander, wobei für Ulrich Offermann das Projekt schon längst nicht mehr auf der Tagesordnung steht. Die Entscheidungsträger bei den zuständigen Behörden hätten die Umsetzung als nicht realistisch eingestuft, auch wenn verschiedentlich Hoffnungen geweckt worden seien. Die an Spitzentagen gezählten 8400 Fahrzeuge würden die Verkehrsplaner nicht wirklich auf den Plan rufen, weiß Offermann, übrigens selbst Anlieger der viel befahrenen Bundesstraße.

Was ihn bei der Auseinandersetzung über die Umgehungsstraße aber wirklich traurig gestimmt habe, sei die Tatsache, dass die Meinungsverschiedenheiten teilweise dazu geführt hätten, dass Freundschaften und Familienbeziehungen zerstört worden seien. „Ich hoffe, dass sich diese Situation beim Thema Grundschule nicht wiederholt.“

Mitten in der Planungsphase befindet sich ein großes Zukunftsprojekt für Kesternich, der Neubau des Sport- und Kulturzentrums Auf der Höhe mit Kunstrasenplatz, Sporthalle und Vereinshaus. Als ehemaliger Vorsitzender der Dorfgemeinschaftshaus GmbH war Ulrich Offermann zehn Jahre lang eine treibende Kraft dieses „sehr zeitintensiven Projekts“. Nach langen Verhandlungen und Abwägungen hoffe er nun, „dass die Umsetzung näher rückt“.

Die Entscheidung, sich von der politischen Gestaltungsebene zurückzuziehen, reifte bei Ulrich Offermann bereits vor zwei Jahren, vor allem auch ausgelöst durch einen schweren persönlichen Schicksalsschlag, der seinen Blick auf das Leben und ihn als Mensch verändert habe.

Als Ansprechpartner, vor allem für seinen Nachfolger Sascha Schmitz, will Ulrich Offermann auch in Zukunft ein offenes Ohr haben. „Ich helfe auch weiterhin gerne“, sagt er.

Als neuer Kesternicher Ortsvorsteher ist Sascha Schmitz in dieser Woche einstimmig vom Gemeinderat gewählt worden.

Zuvor hatte Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns die Gelegenheit genutzt, um im Kreise der Ratskollegen die politische Lebensleistung von Ulrich Offermann zu würdigen: „Er hielt keine großen Reden, aber wenn er etwas sagte, hatte das Gewicht.“ Hermanns bezeichnete den langjährigen Kesternicher Ortsvorsteher als einen „Großen“, der nun die Simmerather Kommunalpolitik verlasse. Menschen wie Ulrich Offermann, die sich uneigennützig engagierten und bereit seien, im Hintergrund zu arbeiten, seien für die Allgemeinheit unverzichtbar.

Nachdem die Simmerather Volksvertretung mit stehenden Ovationen die Würdigung lautstark unterstützt hatte, blieb Ulrich Offermann seiner bescheidenen Linie treu: Er bedankte sich für die stets gute und faire Zusammenarbeit sowohl mit den Ratskollegen wie auch mit der Gemeindeverwaltung. Offermann: „Die Arbeit hat mir immer Freude gemacht.“

Quelle: Eifeler Zeitung


 
Vorstand CDU-Ortsverband Kesternich 2016

Änderungen im Vorstand der CDU Kesternich

Dem CDU-Ortsverband Kesternich bleibt Ulrich Offermann als stellvertretender Vorsitzender weiterhin erhalten. Bei der zurückliegenden Mitgliederversammlung wurden bei der Vorstandswahl personell die Weichen für die Zukunft gestellt.

Neuer Vorsitzender ist Jürgen Bruckmann, als Geschäftsführer wurde Stephan Weber bestätigt. Neu als Beisitzer gehört jetzt Ronald Eulitz dem Vorstand an. Weitere Beisitzer sind: Josef Claaßen, Wolfgang Jaschkowitz, Bernd Mommertz und Sascha Schmitz.


Antrag gescheitert:
Aus für die Grundschule ist beschlossen

Andreas Gabbert

Original Eifeler Zeitung

Rund 40 interessierte Zuhörer waren in den Sitzungssaal des Simmerather Rathauses gekommen, um die Sondersitzung des Gemeinderates zu verfolgen. Foto: A. Gabbert

Das Aus der Grundschule in Kesternich ist beschlossen. Das ist das Ergebnis einer knapp vierstündigen Sondersitzung des Gemeinderates am Dienstagabend mit mehreren Sitzungsunterbrechungen und einer geheimen Abstimmung.

Die IG Schwalbenschule hatte mehr als 1300 Unterschriften gesammelt, um einen Einwohnerantrag stellen zu können. Nötig gewesen wären etwa 760 Unterschriften. Die IG hatte beantragt, die Grundschule in Kesternich als einen Teilstandort der Grundschule Steckenborn fortzuführen. SPD, FDP, UWG und die CDU-Ratsherren aus Kesternich, Bernd Goffart und Stephan Weber, stimmten für den Antrag. CDU und Grüne sprachen sich dagegen aus. So wurde der Antrag mit einem Stimmenverhältnis von 18:15 abgelehnt.

Lob für Einsatz der IG.

Im April 2015 hatte der Simmerather Gemeinderat mit den Stimmen von CDU und Grünen beschlossen, dass die Kesternicher Schule zum Ende des Schuljahres 2016/17 geschlossen werden soll. Demnach sollen schon in diesem Sommer keine neuen Kinder mehr eingeschult werden. Gleichzeitig wurden den Eltern das Angebot unterbreitet, ihre Kinder an der Grundschule Steckenborn anzumelden.

Rund 40 Zuhörer waren in das Rathaus gekommen, um die Sondersitzung zu verfolgen. Die Türen des Sitzungssaals waren weit geöffnet, davor waren zusätzliche Stühle für die Besucher aufgestellt worden.
Alle Redner lobten den Einsatz der Interessengemeinschaft. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns (CDU) sprach von „einem positiven Zeichen von Demokratie“.

Unabhängig vom Inhalt sei ein solches Engagement nur zu begrüßen. Der Bürgermeister erklärte, es habe nie jemand behauptet, dass der Erhalt der Schule unter allen Bedingungen nicht möglich sei. Pädagogische und organisatorische Aspekte sowie die möglichen Auswirkungen auf andere Schulen würden aber dagegen sprechen. In einer umfangreichen Sitzungsvorlage wurden die Zahlen und Argumente der Verwaltung gegen einen Erhalt der Schule umfangreich erläutert.

Die Vertreter der Interessengemeinschaft hatten Gelegenheit, ihren Einwohnerantrag ausführlich zu begründen und zu erklären. „Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Gründe für die Schließung widerlegt sind“, sagte der Sprecher der IG, Bernd Jestädt. Konsens sei, dass es attraktiv sei vier Grundschulstandorte in der Gemeinde zu haben, dass eine wohnortnahe Beschulung dem demografischen Wandel entgegen wirke, und dass die Schule in Kesternich wertvoll und beliebt sei. „Es geht darum, etwas zu erhalten, weil es gut ist“, sagte Jestädt.

In Kesternich gebe es viele Kinder und es sei mit weiteren Geburten zu rechnen. Außerdem sei die Schule auch für Kinder aus anderen Orten attraktiv. Die rechtlichen Voraussetzungen für den Erhalt seien gegeben. Ein Teilstandort in Kesternich sichere auch den Erhalt der Grundschule in Steckenborn. Sollten die Schülerzahlen in Kesternich sinken, könnten die Kinder immer noch in Steckenborn beschult werden. „Es gibt immer einen Plan B“, betonte Jestädt.„Es ist in Kesternich schwer zu vermitteln, warum für kleine Klassen in Steckenborn in Kesternich die ganze Schule geschlossen werden muss“, sagte Jestädt.

Man habe das Wohl der gesamten Gemeinde im Blick, antwortete der Bürgermeister. Anschließend ließ er Zitate aus öffentlichen Erklärungen der IG an die Wand projizieren, die seiner Meinung nach irreführend oder falsch seien. Im Vergleich zum Vorjahr, als der Gemeinderat im April beschlossen hatte, im Schuljahr 2016/17 keine Eingangsklasse mehr an der Schwalbenschule zu bilden, gebe es nur geringe Änderungen, sagte Hermanns.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende, Christoph Poschen, bewertete die vorgelegten Zahlen anders als die IG. „Wir können bei diesen Zahlen nicht vier Grundschulstandorte aufrechterhalten, so gerne wir das auch machen würden“, sagte Poschen. Kinder aus anderen Orten müssten in Kesternich zur Schule gehen, um nur die Mindestklassengröße sicherzustellen. Wenn in Kesternich nur wenige Kinder beschult würden, bedeute das für den Hauptstandort in Steckenborn eine deutlich größere Zahl an Schülern und wesentlich größere Klassen.

„Ist es wirklich gerecht, nur den Kindern in Kesternich kleine Klassen zu gönnen, den Kindern aus Steckenborn, Strauch, Rurberg und Woffelsbach aber nicht“, fragte Poschen. Richte man gleich große Klassen in Steckenborn und Kesternich ein, dann müssten jedes Jahr zwischen drei und acht Kindern statt nach Steckenborn nach Kesternich zur Schule gehen. Dies führe zu „gewaltigen Unsicherheiten“. Die Schulleitung müsse dann eine Auswahl treffen, das könne zu rechtlichen Klagen der betroffenen Familien führen. Wenn man die durch das Land vorgegebene Klassenrichtzahl beachte, führe ein Teilstandort in Kesternich dazu, dass im Jahr 2017 an der Grundschule in Lammersdorf vier Kinder abgewiesen werden müssten und dort nur eine einzige Klasse mit 29 Schülern gebildet werden könnte.

Ohne einen Teilstandort in Kesternich gäbe es dort aber wie bisher zwei Eingangsklassen. Der Erhalt der Schwalbenschule würde deshalb zu Ungleichbehandlungen und Ungerechtigkeiten gegenüber anderen Eltern und Kindern führen. „Auch wenn unser Herz ja sagen mag, können wir nicht zustimmen“, sagte Poschen.

Der Fraktionsvorsitzende der SPD, Gregor Harzheim, erklärte, da die Eltern in der Wahl der Schule frei seien, könne man keine eindeutigen Prognosen abgeben. Die Planungen des Schulträgers könnten mittelfristig durch einen Teilstandort in Kesternich gesichert werden. Fakt sei aber, dass es Jahrgänge gebe, „in denen Schüler umsortiert werden müssen“. Die SPD stelle fest, dass die Stadt Monschau mit Teilstandorten arbeiten könne. „Was dort mit weniger Kindern möglich ist, müsste hier mit mehr Kindern auch möglich sein“, sagte Harzheim.

Schulamtsdirektorin Renate Katz hatte Gelegenheit, ihre Sichtweise zu verdeutlichen. „Vor dem Hintergrund der Zahlen und der möglichen Auswirkungen wäre ein Teilstandort in Kesternich keine gute Lösung für die Kinder“, sagte sie.

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Klaus Stockschlaeder, sagte, der große Haken sei für ihn die unterschiedliche Klassengröße. „Da habe ich ein Gerechtigkeitsproblem mit“, betonte er.

Hermann-Josef Bongard (FDP) empfand den Beschluss aus dem vergangenen Jahr als „verfrüht und unnötig“. Er sei in seiner Meinung bestärkt worden, dass ein Teilstandort in Kesternich machbar sei.

Claus Brust (UWG) sagte, er könne die Ausführungen der SPD unterschreiben und bis auf Kleinigkeiten auch die der IG. Außerdem erinnerte er die CDU-Fraktion an ihre Wahlversprechen.

Stephan Weber (CDU) vertrat eine andere Auffassung als seine Fraktion und hielt die Argumentation der IG für nachvollziehbar. Auch Bernd Goffart (CDU) erklärte, dass er für den Erhalt der Schwalbenschule stimmen werde. Kesternichs Ortsvorsteher Ulrich Offermann (CDU) sprach von einer Herzensangelegenheit. Mit Blick auf den Einsatz der IG sagte er: „Ich wünschte, es hätte sich gelohnt.“

„Wer denkt an den Willen der Eltern aus Steckenborn, Strauch und Woffelsbach. Sie wollen keine Benachteiligung ihrer Kinder“, sagte Ralph Löhr (CDU). Man müsse an alle denken und nicht einzelne bevorzugen.

Manfred Sawallich (SPD) erklärte, der Standort Steckenborn könne am besten über einen Teilstandort in Kesternich gestärkt werden. Er vermisse Alternativen der Schulamtsdirektorin und damit eine positive Herangehensweise. Norbert Brewer (SPD) zeigte sich überzeugt davon, „dass der Weg der IG noch nicht zu Ende ist“. Es sei ein Fehler gewesen, keine Schulwerkstatt mit offener Diskussion zu veranstalten. Außerdem würden in der Diskussion die Flüchtlinge außer Acht gelassen. Mit einem Standort in Kesternich könne man möglichen Engpässen künftig entgegenwirken.

Nach einer Sitzungsunterbrechung auf Wunsch der SPD brachte Gregor Harzheim die Möglichkeit ins Spiel, den Ratsbeschluss aus dem vergangenen Jahr aufzuheben und eine Schulwerkstatt ins Leben zu rufen.

Christoph Poschen zeigte sich sehr skeptisch. „Was in der Nachbarkommune gelaufen ist, wird glorifiziert“, sagte er. Wenn man mit Leuten aus Höfen spreche, ergebe sich sicherlich ein anderes Bild. Man müsse verlässlich bleiben, eine Aufhebung des Beschlusses sei kein Signal für eine verlässliche Politik. „In Monschau wird schon lange nicht mehr gemacht, was in der Schulwerkstatt beschlossen wurde“, sagte auch Günter Scheidt (CDU).

Nach einer erneuten Sitzungsunterbrechung, diesmal auf Wunsch der Grünen und der CDU, erklärte Poschen, dass man den Beschluss des vergangenen Jahres aufrecht erhalten wolle.
In einer geheimen Abstimmung wurde der Vorschlag der SPD schließlich mit 18 Nein- und 15 Ja-Stimmen abgelehnt. Über den Einwohnerantrag der IG wurde direkt im Anschluss per Handzeichen abgestimmt. Auch er wurde mit 18 Nein- und 15 Ja-Stimmen abgelehnt.

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath-Kesternich

Nach langer Planung:
Frischer Wind für neues Sportzentrum


Von: P. St.

29. Januar 2016



So könnte es aussehen: Wo heute das Festzelt steht, könnte in Zukunft ein schmuckes Sport- und Kulturzentrum zum neuen Treffpunkt für Kesternich werden. Foto: Gemeinde

Schätzungsweise seit zehn Jahren laufen die Planungen für den Bau eines Sport- und Kulturzentrums in Kesternich: Jetzt bietet sich die bisher größte Chance, mit der konkreten Umsetzung des Projektes zu beginnen.

Auf der Kesternicher Höhe, wo bislang lediglich eine befestigte Fläche für die Aufstellung eines Festzeltes hergerichtet wurde, könnte schon im Herbst 2016 mit den Erdarbeiten für den Bau eines Kunstrasenplatzes begonnen werden.

Nachdem in den zurückliegenden Monaten die Kräfte gebündelt und eine neue Konzeption erarbeitet wurde, wurde jetzt der Durchbruch erzielt. In einer dreistündigen nicht öffentlichen Sondersitzung in dieser Woche haben der Struktur- und Hochbauausschuss und der Kultur- und Sportausschuss gemeinsam beschlossen, dem Gemeinderat zu empfehlen, für das Haushaltsjahr 2016 einen Eigenanteil von 70000 Euro und weitere 30000 Euro an Verpflichtungsermächtigungen für das Jahr 2017 einzustellen.

Dass nun Nägel mit Köpfen gemacht werden, ist zu einem wesentlichen Anteil auch einem Sponsor zu verdanken, der einen Beitrag von 200.000 Euro für den Bau eines Kunstrasenplatzes zur Verfügung stellen möchte.

Dass diese namhafte finanzielle Unterstützung von Privatseite eingebracht wurde, hängt damit zusammen, dass nun nicht mehr allein der TSV Kesternich als Projektverantwortlicher auftritt, sondern die Umsetzung des Sport- und Kulturzentrums auf drei starken Säulen steht. Neben dem Sponsor sind dies der SV Nordeifel, der im Jahr 2012 gegründete überörtliche Jugendfußballverein, und die Gemeinde Simmerath.

„Das ist ein entscheidender Unterschied und ein entscheidender Vorteil, um mit dem Projekt in die Umsetzung gehen“, sagte am Freitag Ralf Stollenwerk, der 1. Vorsitzende des TSV Kesternich, als im Simmerather Rathaus die neue Konzeption erläutert wurde. Stollenwerk räumte auch ein, dass der TSV niemals allein den Bau des vermutlich eine halbe Million Euro teuren Kunstrasenplatzes hätte stemmen können.

Der Sportplatz ist nun der erste Schritt beim Sport- und Kulturzentrum, denn am Ortsrand von Kesternich soll mehr entstehen als nur eine Spielfläche mit Umkleidekabinen. Weiter in Planung ist eine Gymnastikhalle für die im TSV Kesternich gegenüber dem Fußball immer stärker werdenden Hallensportarten wie Volleyball und Tischtennis.

Weiterhin in der Planung ist ein Dorfgemeinschaftshaus für die Ortsvereine, federführend vertreten durch die Dorfgemeinschaftshaus GmbH.

Getrennt (und auch im Bedarfsfall verbunden) werden die beiden Gebäudetrakte durch ein Foyer. Ein Zelt kann selbstverständlich auch noch in Verlängerung des Dorfgemeinschaftshauses errichtet werden, um bei größeren Veranstaltungen ausreichend Platz zu schaffen.

Auch Ortsvorsteher Ulrich Offermann hofft nun, dass die Dorfgemeinschaft sich vom aufkommenden frischen Wind für das ehrgeizige Projekt tragen lässt und die Chance für die Konkretisierung ergreift. „Eine solche Chance bietet sich so schnell nicht mehr“, sagte Offermann, der überzeugt ist vom Engagement der Dorfgemeinschaft. Sechs Vereine wollen nach bisherigen Stand das Dorfgemeinschaftshaus als ihr neues Domizil nutzen.

„Die Vereine würden ihr letztes Hemd geben, damit das Projekt verwirklicht wird“, ist der Ortsvorsteher überzeugt. Seinen Optimismus bezieht er auch aus der Tatsache, dass bei Sport- und Kulturzentrum trotz der langen Planungsphase „nie Stillstand“ geherrscht habe. Auch müsse man sehen, dass der Standort nicht nur sehr zentral liege und damit beste Voraussetzungen biete, sondern vor allen Dingen auch „planungsrechtlich abgesichert ist“.

Auch der SV Nordeifel sieht im neuen Kesternicher Kunstrasenplatz eine große Zukunftschance, erläuterten der 1. Vorsitzende Achim Wagemann und Geschäftsführer Josef Dolfen das Engagement des Jugendfußballvereins, unter dessen Dach bisher sechs Vereine aus dem Gemeindegebiet Simmerath gemeinsame Jugendteams stellen. Die SV-Vorstandsvertreter sehen im Vorhaben in Kesternich eine „optimale Ergänzung“ zu den bisherigen vier Spielstätten. Insbesondere ein Kunstrasenplatz biete in den witterungsbedingt schwierigen Zeiten optimale Voraussetzungen.

„Alles spricht für diesen Standort“, zeigt sich Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns überzeugt von der jetzt breiter aufgestellten Konzeption. Deshalb solle man den vorhandenen Elan in Kesternich nutzen. Hermanns erinnerte daran, dass man dank des Sponsorings von den ursprünglichen Plänen eines Naturrasenplatzes Abstand genommen habe. Bei einem Treffen im September 2015 mit 43 Teilnehmern sei dann dank der Kooperation zwischen TSV Kesternich und SV Nordeidel sowie des Engagements der Gemeinde der entscheidende Schritt vollzogen worden.

In diesem Zusammenhang erinnert der Bürgermeister daran, dass mit Schließung der Grundschule Kesternich Mitte 2017 auch die dort untergebrachte Musikvereinigung sowie das Trommler und Pfeiferkorps ihre Probelokale verlieren würden, da die Gemeinde beabsichtige, das Schulgebäude zu veräußern. Daher sehe man sich auch in der Verpflichtung, diesen beiden Vereinen eine neue Unterkunft im Dorfgemeinschaftshaus anzubieten. Er hoffe, dass auch noch die Schützenbruderschaft mit ins Boot genommen werden könne.

In direktem Zusammenhang mit dem Projekt steht auch die Vermarktung des alten Sportplatzes plus Sportheim und Parkplatz. Hier möchte die Gemeinde Simmerath 12000 Quadratmeter als Wohnbaufläche vermarkten.

Außerdem sagte Karl-Heinz Hermanns zu, dass er sich im Sinne der Gleichbehandlung dafür einsetzen wolle, dass die Gemeinde auch das Dorfgemeinschaftshaus finanzielle unterstütze.

Quelle: Eifeler Zeitung/Nachrichten


Simmerath-Kesternich

Ein Transportwagen für den Kesternicher Friedhof

Ein Transportwagen für den Kesternicher Friedhof. Bernd Mommertz, Ulrich Offermann, Sascha Schmitz, Stephan Weber und Jürgen Bruckmann präsentieren stolz das neue Gefährt. Foto: A. Hoffmann

„Etwas Ähnliches hatte ich schon auf anderen Friedhöfen gesehen“, erklärte Ortsvorsteher Ulrich Offermann mit Blick auf die vor ihm stehende „Transport-Karre“, die jetzt auf Initiative des CDU-Ortsverbandes angeschafft wurde.

Das nagelneue grüne Gefährt steht ab sofort am Brunnen auf dem Kesternicher Friedhof für jeden Bürger zur Verfügung, der beispielsweise Graberde oder sonstiges Material im Rahmen der Grabpflege auf den Friedhof schaffen möchte.„Gerade für ältere Leute war das bisher mitunter eine Qual, wenn sie die Materialien vom abgestellten Auto auf dem Parkplatz bis zur Grabstelle schleppen mussten“, ergänzte der Ortsvorsteher. Mit dem grünen Last- und Bollerwagen wird das nun einfacher und leichter. Finanziert wurde das kleine Gefährt vom CDU-Ortsverband, der die bestehende Problematik erkannt hatte.

Der Vorsitzende des Ortsverbandes, Sascha Schmitz, wies zusammen mit Offermann darauf hin, dass der Transportwagen am Friedhofsbrunnen seinen festen Standplatz bekommen soll.„Zudem hoffen wir natürlich, dass das Wägelchen nicht irgendeinem Vandalismus zum Opfer fällt“, bringt Ulrich Offermann die Hoffnung zum Ausdruck, dass das Gefährt viele Jahre unbeschadet übersteht.

Wenn im Winter die private Grabpflege mehr oder weniger ruht, soll der Bollerwagen sicher untergestellt werden.


Simmerath-Kesternich

Schulschließung das beherrschende Thema

Von: ale

29. April 2015



Der neue Vorstand des CDU-Ortsverbands Kesternich (v. li.): Josef Claßen, Bernd Goffart als Gemeindeverbandsvorsitzender, Ulrich Offermann, Jürgen Bruckmann, Wolfgang Jaschkewitz, Manfred Schmitz, Bernd Mommertz, der neue Vorsitzende Sascha Schmitz und Stefan Weber. Foto: Anneliese Lauscher

Wie sich die Schullandschaft zum Nachteil der hiesigen Kinder verändert, das war auch wieder ein heiß diskutiertes Thema bei der Versammlung des Kesternicher CDU-Ortsverbands. In der Gaststätte Jousten hatten sich die Parteifreunde versammelt, um sich über die aktuelle kommunalpolitische Lage zu informieren und einen neuen Vorstand zu wählen.

Ulrich Offermann begrüßte als Vorsitzender die erschienenen Mitglieder, er freute sich, auch den Bürgermeister, Karl-Heinz Hermanns, den stellvertretenden Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck und den Vorsitzenden des Gemeindeverbands der CDU, Bernd Goffart, begrüßen zu können.

Man dürfe heute keine großen Berichte erwarten, sagte der Ortsverbandsvorsitzende. „Ich war in 2014 etwas aus der Bahn geworfen und danke für das Verständnis, wenn ich nicht in der Lage war, Parteiarbeit zu leisten.“ Jeder in Kesternich weiß von dem Schicksalsschlag, der Ulrich Offermann im vorigen Jahr traf, als seine Frau gewaltsam zu Tode kam.

Bernd Goffart übernahm es, die politische Lage in Kesternich zu schildern: Er wies darauf hin, dass man nun im Ort hervorragende Internetverbindungen habe; die sei nur zu bewerkstelligen gewesen, weil die Gemeinde nicht im Nothaushalt sei. Zum Beschluss, die Kesternicher Grundschule zu schließen, und zu den Angriffen, die er seitdem erlebt, erklärte er: „Der ganze komplexe Sachverhalt lässt sich nicht auf zwei Blättern erläutern. Es gibt keine Lösung, die machbar wäre. Um die erforderlichen Zahlen zu erreichen, hätten wir Kinder, die für Steckenborn vorgesehen waren, hierher bekommen müssen. Das macht freiwillig keiner. Ich kann nur betonen: Wenn es eine objektive Alternative gegeben hätte, hätten wir sie aufgegriffen.“

Manche Äußerungen und abfällige Bemerkungen, die ihn seit der Beschlussfassung erreichen, gehen ihm offensichtlich unter die Haut. „Ich habe kein dickes Fell in der Sache. Wenn man mir unterstellt, ich hätte mich nicht hundertprozentig eingesetzt, das tut mir weh“, sagte Bernd Goffart. Ulrich Offermann fügte hinzu: „Meine Geschwister und ich, meine Kinder und meine Enkel sind in diese Schule gegangen; diese Entscheidung hat mich sehr berührt. Aber die Vernunft muss gelten. Ich war im Grunde froh, dass ich nicht mit abstimmen musste.“

Auf die Frage von Manfred Hoch, ob man nicht schon zu dem Zeitpunkt, als die Schule saniert wurde, diese Entwicklung absehen konnte, antwortete der Vorsitzende, dies sei über vier Jahre her, da habe es noch feste Schulbezirke gegeben. Auch der Bürgermeister machte noch einmal deutlich: „Man kann das Thema nicht ausklammern, es bewegt alle im Ort. Tatsache ist, dass wir in den nächsten vier Jahren eine einstellige Anzahl Kinder aus Kesternich einschulen können, zweimal acht und zweimal neun. Auch mit den Kindern aus Hirschrott, Einruhr und Erkensruhr sind es immer noch zu wenig.“

Auf das Heftigste wehrte sich Karl-Heinz Hermanns gegen Vermutungen, die Schule sei aus finanziellen Gründen geschlossen worden: „Was mit dem Schulgebäude passieren wird, weiß jetzt noch keiner. Wir werden gut überlegen, was wir damit machen“, sagte er. Ein Parteifreund meinte, es sei taktisch klüger gewesen, wenn Bernd Goffart mit Nein gestimmt hätte. „Ich wollte es nicht so machen wie die Opposition“, antwortete Goffart, „die sagt beispielsweise Nein zum Haushalt und kann es auch nicht besser.“

Aus der Städteregion berichtete Hans-Josef Hilsenbeck; der Haushalt sei ja nun beschlossen, es sei nichts Neues, dass man auf Entlastung von außen hoffe, also vom Land und vom Bund, damit die sozialen Lasten getragen werden könnten. „Wir werden versuchen, das Berufskolleg weiter zu stärken, die Kinderbetreuung weiter aufrechtzuerhalten und uns für Tourismusförderung einsetzen“, versprach er.

Sascha Schmitz ist Vorsitzender

Als es um die neue Besetzung des Vorstands ging, war der Ortsverband sich rasch einig: Ulrich Offermann, der sich allmählich aus der Kommunalpolitik zurückziehen möchte, schlug Sascha Schmitz als seinen Nachfolger vor. Dieser wurde einstimmig gewählt, Ulrich Offermann bleibt sein Stellvertreter. Manfred Schmitz wurde wieder zum Geschäftsführer gewählt, und als Beisitzer fungieren Wolfgang Jaschkewitz, Bernd Mommertz, Josef Claßen, Stefan Weber und Jürgen Bruckmann. Für den Gemeindeverbandsvorstand schlagen die Kesternicher Parteifreunde Bernd Goffart vor und als Beisitzer Jürgen Bruckmann. Für den Kreisparteitag wurden Sascha Schmitz und Manfred Schmitz vorgeschlagen, als Ersatzkandidaten Bernd Mommertz und Jürgen Bruckmann.

Quelle: Eifeler Zeitung/Nachrichten


Simmerath-Kesternich

Grundschule Kesternich

21.04.2015

Demografischer Wandel und die Auswirkungen des 8. Schulrechtsänderungsgesetzes NRW
erfordern politische Gestaltung

Der Rückgang der Geburtenzahlen
verlangt vom Gemeinderat im Rahmen der gesetzlich vorgegebenen Schülerzahlen je Klasse und Schülerzahlen je Schule zu entscheiden, wie die zukünftige Grundschullandschaft der Gemeinde gestaltet wird.

Zum Schuljahr 2015/16 werden an allen vier Grundschulstandorte Eingangsklassen gebildet, in Simmerath und Lammersdorf jeweils zwei Klassen und in Steckenborn und Kesternich jeweils eine Klasse.

Die zukünftige Gestaltung der Grundschulstruktur wurde im Gemeinderat entschieden.
Für die Grundschule Kesternich gibt es keine realistische Möglichkeit die Schule auf Dauer zu erhalten. In Kesternich gibt es einfach zu wenige Kinder für die Weiterführung der Grundschule. Die Schließung der Grundschule in Kesternich ist daher unvermeidlich.


Klare und verläßliche Schulpolitik der CDU:
1. Zum Schuljahr 2015/16 die letzte Eingangsklasse in Kesternich.
2. Zum Schuljahr 2017/18 Wechsel - Klassen gehen geschlossen von Kesternich nach Steckenborn.
3. Somit dauerhafter Erhalt und Eigenständigkeit der pädagogisch gut geführten und modernisierten Grundschulen: - Simmerath, Lammersdorf und Steckenborn.

Die aktuellen Schülerzahlen der Simmerather Grundschulen

Eingangsklassen der Schuljahre :
Ausgangslage:
Jahrgang
Simmerath
Lammersdorf
Steckenborn
Kesternich
2015 2016 51 2 Klassen 35 2 Klassen 25 1 Klasse 19 1 Klasse
2016 2017 48 2 Klassen 31 2 Klassen 32 2 Klassen 8 aus Kesternich 2 Rurtal = 10
2017 2018 44 2 Klassen 32 2 Klassen 19 1 Klasse 8 aus Kesternich 3 Rurtal = 11
2018 2019 43 2 Klassen 34 2 Klassen 28 1 Klasse 9 aus Kesternich 2 Rurtal = 11
2019 2020 52 2 Klassen 36 2 Klassen 26 1 Klasse 9 aus Kesternich 6 Rurtal = 15
2020 2021 39 2 Klassen 25 1 Klasse 33 2 Klassen 14 aus Kesternich 0 Rurtal = 14

Ab dem Schuljahr 2016/17
alle Kesternicher Schüler, geschlossene Klassen nach Steckenborn
Jahrgang
Simmerath
Lammersdorf
Steckenborn
Kesternich
2015 2016 51 2 Klassen 35 2 Klassen 25 1 Klasse 19 1 Klasse

Ab 2016 Simmerath Lammersdorf Steckenborn
2016 2017 48 2 Klassen 31 2 Klassen 32 + 10 aus Kesternich 42 2 Klassen
2017 2018 44 2 Klassen 32 2 Klassen 19 + 11 aus Kesternich 30 2 Klassen
2018 2019 43 2 Klassen 34 2 Klassen 28 + 11 aus Kesternich 39 2 Klassen
2019 2020 52 2 Klassen 36 2 Klassen 26 + 15 aus Kesternich 41 2 Klassen
2020 2021 39 2 Klassen 25 1 Klasse 33 + 14 aus Kesternich 47 2 Klassen

Simmerath-Kesternich

CDU nominiert ein neues Duo für Kesternich

Bernd Goffart und Stephan Weber treten in den beiden Kesternicher Wahlkreisen als Direktkandidaten für die Kommunalwahl an.
Ulrich Offermann will „nur noch“ als Ortsvorsteher ohne Ratsmandat weiter machen.

Von: ho

16.01.2014

Der Kesternicher CDU-Ortsverband nominierte mit Bernd Goffart (4.v.l.) und Stephan Weber (re.) ihre Kandidaten für die Kommunalwahl. Ulrich Offermann (li.) wird nicht mehr kandidieren, aber weiterhin als Ortsvorsteher tätig sein. Foto: Hoffmann

Es war seine erste Mitgliederversammlung bei den Christdemokraten. Auch wenn man es ihm äußerlich nicht anmerkte, dürfte Stephan Weber, zum Jahresanfang von der UWG zur CDU gewechselt, schon ein wenig angespannt gewesen sein, als er sich am Donnerstagabend auf der Mitgliederversammlung des Kesternicher Ortsverbandes im dortigen Pfarrheim „präsentierte“.

Nachdem die Christdemokraten ihn nach freundlichem Empfang neben Bernd Goffart einstimmig für die beiden Kesternicher Wahlbezirke zur Kommunalwahl nominierten, strahlte auch Weber, der in Kesternich-Unterdorf für den altgedienten Ulrich Offermann ins Rennen um die Wählerstimmen geht.

Offermann (66), der bei den Gemeinderatswahlen nicht mehr antreten wird und „nur“ noch als Ortsvorsteher tätig sein will, begrüßte zu Beginn der Versammlung auch Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns und den stellvertretenden Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck unter den fast zwanzig Anwesenden.

In seinem Rückblick sprach Ulrich Offermann zunächst die Schulsituation in der Gemeinde an, wozu er mit Blick auf die Sekundarschule feststellte: „Es war manchmal nervenaufreibend, aber am Ende hat sich niemand über´s Ohr gehauen gefühlt.“ Bürgermeister Hermanns habe die ganze Angelegenheit mit viel Gespür gemeistert.

„Wer vorher geweint hat, braucht das nun nicht mehr“, merkte Offermann anschließend zum schnellen Internet an, über das Kesternich nun endlich auch verfügt. Weiter wies der CDU-Vorsitzende auf die baldige Bebauung der Höhenstraße und die Planungen am Sportplatzgelände hin. Sorgen bereiteten ihm die brüchigen Linden am Ehrenmal des Dorfplatzes. Hier sei auch aus Gründen der allgemeinen Sicherheit eine Umpflanzung mit Buchen geplant. Wichtig sei ihm auch, dass Kleingewerbe und Handwerk nicht aus dem Ort verschwinden.

Der Gemeindeverbandsvorsitzende Bernd Goffart sprach zunächst das „heiße“ Thema Umgehungsstraße an, wozu es in Kesternich unterschiedliche Meinungen gebe. In dieser Sache müsse man allerdings auch berücksichtigen, dass von Seiten der Landesregierung klar mitgeteilt worden sei: „Wir bauen nicht mehr neu, wir sanieren nur.“ Selbstverständlich, der Wahlkampf hat schließlich begonnen, verwies Goffart auch mit Stolz darauf, dass Simmerath trotz sinkender Schlüsselzuweisungen („von 3,7 auf 1,5 Millionen Euro“) im Gegensatz zu fast allen anderen Kommunen nicht im Nothaushalt sei.
Nicht hinter den Kulissen

Hiernach wollte Goffart festgehalten wissen, dass die Nominierung von Stephan Weber für den Wahlbezirk Kesternich-Unterdorf nicht bereits im vorigen Jahr hinter den Kulissen eingeleitet worden sei. Vielmehr habe der für diesen Wahlbezirk vorgesehene Sascha Schmitz aufgrund seiner beruflichen Situation dem Ortsverband mitgeteilt, dass er aufgrund seiner beruflichen Situation nicht mehr kandidieren wolle. „Dass dann am Jahresanfang der Wechsel von Stephan Weber zur CDU erfolgte, war für uns natürlich ein Glücksfall“, hielt Goffart fest, der Unterstellungen von Claus Brust (UWG) in dieser Sache auf das Schärfste zurück wies.

Sascha Schmitz erläuterte danach nochmals aus seiner Sicht die Dinge und bestätigte die Ausführungen von Goffart. Dank für seine bisherige Arbeit im Ortsverband erhielt Schmitz auch von Bürgermeister Hermanns, der auch die vorgesehene Erdgasversorgung in Kesternich ansprach. Interessenten sollen bis Ende März vom Versorger (EWV/Regionetz) angeschrieben werden und entsprechende Angebote erhalten.
Anbindung der Eifel

Hans-Josef Hilsenbeck sprach hiernach kurz die Bemühungen der Städteregion an. „Unser Ziel für die Eifel ist klar. Bildung steht an vorderster Stelle“, hielt er einleitend fest. Für die weitere Förderung des Berufskollegs und den dort angesiedelten Kfz-Mechanikern und Berufskraftfahrern würden im Haushalt 450.000 Euro für den Bau einer neuen Halle zur Verfügung stehen.

Natürlich ständen auch weiterhin neben einer schnellen Anbindung der Eifel nach Aachen (B 258), die Förderung und der Ausbau des Kita-Bereiches neben der Tourismus- und Vereinsförderung ganz oben auf der Tagesordnung. Hierzu nannte Hilsenbeck als Beispiel, dass es für die Anschaffung eines Rasenmähers 30 Prozent Zuschuss von der Städteregion gebe.

Quelle: Eifeler Zeitung/Nachrichten


Simmerath-Kesternich

15.08.2013

Ohne Einigkeit vor Ort ist eine Umgehung in weiter Ferne

Bis zu 8000 Fahrzeuge rollen innerhalb von 24 Stunden durch Kesternich. Daher bleibt das Thema Umgehungsstraße für die B 266 auch weiterhin aktuell. Foto: P. Stollenwerk

Seit mehr als zehn Jahren ist die Ortsumgehung Kesternich ein Thema, aber auch im Jahr 2013 ist das Projekt noch in weiter Ferne. Dies wurde auch deutlich beim Besuch des SPD-Landtagsabgeordneten Stefan Kämmerling Simmerather Rathaus, der sich verwundert darüber zeigte, dass in dem langem Zeitraum seit 2003 unter dem Strich so wenig Bewegung in der Sache erfolgt ist.

Dabei lieferte der Abgeordnete aus Eschweiler die Begründung gleich selbst hinterher: „Wenn vor Ort keine Einigkeit erzielt wird, dann tut sich das Land sehr schwer“, sagte Kämmerling, der sich trotzdem bemühen möchte, die Maßnahme „in ein positives Licht“ zu stellen.

Ein einheitliches Bild in Kesternich ist dagegen nicht in Sicht. Es gibt zwar eine Bürgerinitiative pro Umgehung, der sich aber die Gegner entgegenstellen, die in einer Umgehung vor allem den Nachteil sehen, dass dann andere Bürger durch den Verkehrslärm der neuen Straße mehr als bisher belastet würden.

Zu Beginn vor zehn Jahren war die Ortsumgehung Kesternich im Bundesverkehrswegeplan noch unter der Kategorie „vordringlicher Bedarf“ eingestuft worden, dann aber vor zwei Jahren in den „nachrangigen Bedarf“ abgestuft worden. Das NRW-Verkehrsministerium hatte die Gemeinde im August 2012 dann wissen lassen, dass die Planungen nun ruhten bis wieder Kapazitäten frei seien. Da das Ministerium gleichzeitig für Jahr 2015 eine Neubewertung bei der Fortschreibung des Bundesverekehrswegeplans ankündigte, hatte der Planungsausschuss im September 2012 beschlossen, die Ortsumgehung Kesternich erneut als Projekt für 2015 anzumelden.

Begründet hat Gemeinde ihren erneuten Vorstoß mit den Erkenntnissen aus der letzten Verkehrszählung aus dem Jahr 2010, die belegten, dass es zu einer Verschärfung der Situation gekommen sei. Das durchschnittliche Verkehrsaufkommen auf der B 266 im Bereich der Ortsdurchfahrt liege in 24 Stunden bei 8074 Fahrzeugen. Dies bedeute eine Zunahme um 10 Prozent gegenüber der Zählung aus dem Jahr 2005. Im Schwerlastverkehr sei sogar eine Zunahme um 40 Prozent festgestellt worden.

In der Sitzung des Regionalrates im Dezember 2012 wurde der Bundesverkehrswegeplan 2015 unter Einziehung der erneuten Meldung der Ortsumgehung Kesternich beschlossen.

Auf dieser Grundlage dieses Plans erstellt das Bundesverkehrsministerium seine Fünfjahrespläne.

Doch unabhängig von diesem Plan verwies Stefan Kämmerling noch einmal die entscheidende Voraussetzung für eine Annäherung an das Projekt: „Wenn man diese Straße will, muss vor Ort Einigkeit herrschen.“

Quelle: Eifeler Zeitung/Nachrichten


Simmerath-Kesternich

08.01.2013

Kesternicher sehen sich bestens aufgestellt

CDU-Jahreshauptversammlung: 2012 war ein arbeitsintensives Jahr, 2013 wird es auch. Neuwahl des Vorstands ohne Überraschung.

Mit in einem Amt personell veränderten Vorstand geht der CDU–Ortsverband Kesternich in eine neue Wahlperiode. Beisitzer Ernst Wilden (links) wurde mit Dank verabschiedet. Foto: Manfred Schmitz

Die Sekundarschule wird kommenden Sommer in Simmerath an den Start gehen, die zeitgemäße Internetverbindung ist mit Riesenschritten auf dem Weg nach Kesternich, die weitere Erschließung des dortigen Gewerbegebietes und Ausdehnung Richtung Strauch steht als dringlicher Posten ganz oben auf der infrastrukturellen Wunschliste Kesternicher Christdemokraten: Diese Themen bestimmten die Hauptversammlung des Kesternicher CDU–Ortsverbandes.

„Not schweißt zusammen“

In der Gaststätte Jousten begrüßte der Vorsitzende, Ulrich Offermann, Dienstagabend ein gutes Dutzend Mitglieder und Gäste, unter ihnen auch Landtagsabgeordneter und Unions–Kreisverbandsvorsitzender Axel Wirtz sowie die Gemeindeverbands-Vorsitzende Ursula Harth. Zwölf Anwesende waren stimmberechtigt. Denn ein Tagesordnungspunkt lautete „Neuwahl des Vorstands“.

„Es war ein äußerst hartes, arbeitsintensives Jahr 2012“, erklärte Offermann in Doppelfunktion auch als Kesternicher Ortsvorsteher rückblickend. Die Zahl der Hauptschüler schrumpfe rapide, deshalb sei die Idee, einen großen Schulverband zu gründen, entstanden. Offermann: „Not schweißt halt zusammen.“ Die in Simmerath anzusiedelnde Sekundarschule (ehemals Hauptschule) wird künftig Jungen und Mädchen ab der bisherigen vierten Klasse aufnehmen, und zwar Absolventen aus Monschau, Roetgen und Simmerath.

Angebot sportlicher Aktivitäten

Alle Simmerather Hauptschüler, ergänzte der Vorsitzende, gingen bis zu ihrem Abschluss am Standort Monschau zum Unterricht. Der Schulstandort Simmerath gewinne „dank energetischer Sanierung deutlich an Wert“, die bereits fertiggestellte Turnhalle, die neue Schwimmhalle und der bald in Angriff zu nehmende Sportplatzneubau seien Indizien für ein verbessertes Angebot sportlicher Aktivitäten und Lebensqualität.

Bis zum Jahresende, schaute Offermann voraus, dürften die Ortschaften Kesternich, Rurberg und Woffelsbach an die in Arbeit befindlichen DSL-Leitungen angeschlossen sein. Vorbereitende Investitionen (Installation von Verteilerkästen, Verlegung von Leitungsleerrohren) seien getätigt.

Die Erweiterung des Kesternicher Gewerbegebietes, monierte Uli Offermann, scheitere bis dato an Naturschutzkriterien: „Die Gemeinde Simmerath hat schon vor Jahren Flächen zwecks Bebauung erworben, darum bitten wir unseren Bürgermeister Karl–Heinz Hermanns, die Planungen im Sinne unseres Anliegens zu ändern.“ Der Wirtschaftsweg zwischen Kesternich und Strauch, beklagte der Vorsitzende, sei in „sehr schlechtem Zustand, wenn die Erweiterung nicht kommt, muss dieser Weg umgehend gründlich saniert werden“. Die Gründung eines Simmerather Jugend-Sportvereins werde seitens des 49 Mitglieder starken CDU–Ortsverbandes begrüßt – diese Initiative stammt schließlich aus Kesternich.

Kritische Prüfung

Der christdemokratische Kreisvorsitzende Axel Wirtz meinte im Hinblick auf die diskutierten Themen, eine Lösung aufgeworfener Probleme sei dann „optimal, wenn sich alle daran beteiligten Parteien und Kommunen darin wiederfinden“. Es sei „vernünftig, dass Monschau wie Simmerath über ein eigenes Schwimmbad verfügt“. Zum geplanten Nordeifel-Pumpspeicherkraftwerk bemerkte der Düsseldorfer Abgeordnete, in kritischer Prüfung aller Argumente seien Risiken und Chancen der Anlage genau abzuwägen: „Eine hundertprozentig stabile Wasserversorgung unserer Bevölkerung darf nicht durch Erreichung anderer Ziele gefährdet werden!“

Wirtz erkannte an, der von Bernd Goffart geleitete, Simmerather Unions-Gemeindeverband leiste „gute Arbeit, und der Kesternicher Ortsverband um Uli Offermann ist bestens aufgestellt, meine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit beiden ist jederzeit gewährleistet“. Bernd Goffart gab dieses Kompliment zurück: „Axel Wirtz hält stets Kontakt zur Basis, das ist für beide Partner enorm wichtig.“ Der Verbandsvorsitzende zeigte sich zufrieden damit, „dass dank CDU–Initiative Simmeraths Sportbetrieb einen Kunstrasenplatz statt Naturrasen erhalten wird“. (M. S.)

Ehrenvolle Verabschiedung von Ernst Wilden

Höhepunkt und Abschluss der Versammlung bildete die Vorstandsneuwahl. Vorsitzender Ulrich Offermann kandidierte erfolgreich um Mandatsverlängerung, ebenfalls sein Stellvertreter Sascha Schmitz.

Auch Geschäftsführer Manfred Schmitz bleibt auf seinem Posten. Im fünfköpfigen Beisitzer-Gremium gab es allerdings eine personelle Veränderung. Ernst Wilden schied nach vierjähriger Tätigkeit aus der Beraterrunde und wurde ehrenvoll verabschiedet. Zu seinem Nachfolger kürten seine Parteifreunde den 51–jährigen Ur–Kesternicher und Junker-Mitarbeiter Josef Claaßen.

Die weiteren Positionen im erweiterten Führungsteam bekleiden unverändert Gertrud Offermann, Michael Frings, Bernd Mommertz und Wolfgang Jaschkowitz.

Quelle: Eifeler Zeitung/Nachrichten


Simmerath-Kesternich

25.09.2012

So gut wie keine Chance für Ortsumgehung Kesternich

Die Realisierung liegt vorerst auf Eis, „bis wieder Kapazitäten frei sind.“ Abkürzung über Maarstraße soll bald ein Ende haben.


Foto: P. Stollenwerk

Einmal mehr wurde über die Ortsumgehung Kesternich diskutiert: Ein Sachstandsbericht lag am Donnerstag dem Tiefbau-, Verkehrs- und Denkmalausschuss der Gemeinde Simmerath vor.

Im Straßenbedarfsplan des Landes NRW ist die Ortsumgehung Kesternich in den nachrangigen Bedarf eingestuft worden; dies bedeutet, dass vorerst daraus nichts werden kann. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns hat im Juli den neuen Landesminister für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr, Michael Groschek, angeschrieben und ihn zu einem Besuch nach Simmerath eingeladen, auch um diese Angelegenheit zu besprechen. Ihm wurde mitgeteilt, dass „die Planung ruht, bis wieder Kapazitäten frei sind“.

Gisela Kampshoff-Enderle (Grüne) betonte, ihre Partei wolle nicht, dass der Plan weiter verfolgt werde. Sie gibt der Realisierung so gut wie keine Chance und weist darauf hin, dass man sich zurzeit sperre, überhaupt andere Lösungen zu suchen. Marc Topp (SPD) stellte den Antrag, den Bürgermeister zu beauftragen, die Parteien in Kesternich an einen Tisch zu bringen, damit ein Konsens erzielt werde. Daraufhin wurde Ulrich Offermann, der Ortsvorsteher von Kesternich, deutlich: „Nie wird einer, dem die Autos drei Meter vor dem Fenster vorbei fahren, nein zur Umgehung sagen. Und nie wird einer ja dazu sagen, der eine Umgehungsstraße direkt neben seinem Grundstück dulden soll.“ Der Ausschuss einigte sich mehrheitlich, die Verwaltung zu beauftragen, vor Fortschreibung des Verkehrswegeplanes Gespräche zu führen, damit die Ortsumgehung Kesternich positiv bewertet wird.

Der Wohnmobilparkplatz in Rurberg soll erweitert werden, neun neue Stellplätze mit Stromanschluss für den ganzen Platz sind anvisiert. Man verspricht sich höhere Einnahmen durch eine stärkere Frequentierung. Ursula Harth (CDU) hält die Maßnahme für dringend erforderlich: „Sie müssen an Wochenenden mal gucken kommen, das ist manchmal eine Katastrophe!“ Der Ausschuss beschloss, Fördermöglichkeiten ausfindig zu machen und den Rat zu beauftragen, über diese Maßnahme (Kosten ca. 100 000 Euro) im Rahmen der Haushaltsplanungen für das Jahr 2013 abschließend zu beraten.

Eine „Abkürzung“ für schlaue Autofahrer wird es in Kesternich demnächst nicht mehr geben. Ulrich Offermann erläuterte, dass nicht wenige Ortskundige den Weg über die Hauptkreuzung mit Ampel scheuen, deshalb in der Maarstraße geradeaus weiterfahren in den Wirtschaftsweg, um von dort aus auf die Straucher Straße zu kommen. Besonders seit dieser Wirtschaftsweg baulich verbessert wurde, ist die Abkürzung noch beliebter geworden. Dies bedeutet für die Anwohner der Maarstraße eine arge Belästigung. Damit ist jetzt Schluss. Der Ausschuss beschloss, dass „möglichst kurzfristig“ Absperrpfosten beschafft und montiert werden sollen. (ale)

Quelle: Eifeler Zeitung/Nachrichten


Simmerath-Kesternich

Ausbau der Breitbandversorgung soll auch
in Kesternich erfolgen

19.09.2012

Seinen Unmut über die fehlende Breitbandversorgung des Ortes Kesternich äußerte der Ortsvorsteher Ulrich Offermann mit deutlichen Worten. Die unbefriedigende Situation ist dem Struktur- und Hochbauausschuss der Gemeinde bekannt, trotzdem wurde um Geduld gebeten.

«Das Internet ist keine Spielerei, jeder braucht es. Wir können doch hier nicht im Tal der Ahnungslosen sein», schimpfte Ulrich Offermann. Ihm stimmten Jens Wunderlich und Siegfried Peeters zu, die aber darauf hinwiesen, dass es auch in Hechelscheid, Rurberg und Woffelsbach ähnlich schlecht um die Geschwindigkeit der Datenübertragung bestellt sei.

Bernd Goffart, der in Kesternich wohnt, betonte, schnelles Internet sei für viele Berufstätige ein Standortfaktor, und eine Übertragung von 700 kbit/s sei indiskutabel. «Wenn ich ein Foto verschicke, dauert es fünf Minuten», berichtete er und warnte: «Jemand der beruflich das Internet braucht, der wird nicht nach Kesternich ziehen. Wir müssen an die Landesregierung gehen.»

Siegfried Lauscher (SPD) äußerte sich verwundert über den Ärger des Kesternicher Ortsvorstehers: Es sei doch alles Nötige in die Wege geleitet, und im Haushalt sei der Eigenanteil der Gemeinde für den Ausbau des Netzes veranschlagt.

Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns informierte, dass er am 4. September bei der Bezirksregierung vor stellig geworden sei; ein «Zuwendungsbescheid» sei für diesen Herbst in Aussicht gestellt worden. Auch dem SPD-Landtagsabgeordneten Stefan Kämmerling habe er in einem Gespräch diese Thematik ans Herz gelegt, dieser sei mit der Problematik vertraut.

André Koll von der Strukturabteilung bestätigte: «Kesternich ist tatsächlich der ärmste Ort in Simmerath, was das Internet angeht. Jedoch war das Gespräch bei der Bezirksregierung wirklich sehr positiv.»

Auf die Frage von Siegfried Peeters, wie lange es denn dann noch dauere, bis wirklich eine zuverlässige Breitbandversorgung gewährleistet sei, antwortete André Koll: «Wenn wir den Zuwendungsbescheid haben, wird ein Kooperationsvertrag abgeschlossen. Und dann ist der Anbieter in der Pflicht und muss spätestens nach zwölf Monaten die Breitbandversorgung gewährleisten.»


Simmerath/Kesternich

10.03.2012

Ortsumgehung:
Flinte nicht ins Korn werfen

Trotz Rückstufung: Trasse soll noch auf den Tisch

Eine Ortsumgehung der B 266 für Kesternich ist politisch gesehen vom Tisch, seitdem die Landesregierung die Prioritätenliste für Straßenbaumaßnahmen neu aufgestellt hat. Dabei wurde die Ortsumgehung Kesternich in den „nachrangigen Bedarf“ zurückgestuft. Aus der Sicht der Landesregierung soll das Verfahren „ruhend gestellt“ und damit abgeschlossen werden.

Mit dieser Regelung aber ist man bei der Gemeinde Simmerath nicht ganz glücklich, weil bereits eine Bürgerbeteiligung terminiert und die Festlegung der Trassenführung durch den Landesbetrieb Straßenbau kurz vor dem Abschluss stand. Die planende Behörde hatte im November des vergangenen Jahres die Planunterlagen bereits nebst Umweltverträglichkeitsstudie und Verkehrsgutachten der Gemeinde zugesandt. Zumindest den Verfahrensschritt des Linienbestimmungsverfahrens solle man noch zu Ende führen, meinte die Verwaltung und erhielt jetzt auch im Tiefbauausschuss Zustimmung für diese Auffassung.

Der Ausschuss beschloss bei seiner Sitzung am Donnerstagabend bei einer Gegenstimme, dass die Gemeinde Simmerath in Gesprächen mit dem NRW-Verkehrsministerium darauf drängen soll, das Linienbestimmungsverfahren für eine Ortsumgehung weiterzuführen und die Einstufung aus dem nachrangigen Bedarf wieder zurückzunehmen. Zudem gelte es auch, das wieder gestiegene Verkehrsaufkommen (s. Box) zu berücksichtigen.

Eine Ortsumgehung für Kesternich sei nach wie vor „sinnvoll und notwendig“, unterstrich Sascha Schlepütz (CDU). Daher sei es auch sinnvoll, eine Darstellung der Trassenführung als Diskussionsgrundlage zu präsentieren. Mit der Rückstufung sei dieser die Grundlage genommen worden.

Nach wie vor bedürfe es einer Ortsumgehung für Kesternich, meinte auch Marc Topp (SPD), der einen Sachstandsbericht über das Verfahren gewünscht hatte.

Reserviert betrachtete Günter Mießen (Grüne) die erneuten Aktivitäten. „Das wäre zugleich der Start für eine neue Diskussionsrunde.“ Dann rede man in fünf bis zehn Jahren noch immer über eine Umgehung, „die nie kommen wird.“ Außerdem blockiere man alternative innerörtliche Lösungen für eine Verkehrsführung.

Bruno Löhrer (CDU) betrachtete es als nicht angebracht, dass die Landesregierung ein Verfahren abrupt abbreche, und auch Ulrich Offermann, der Kesternicher Ortsvorsteher witterte noch Chancen: „Wir sollten beim Thema Ortsumgehung die Flinte noch nicht ins Korn werfen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.“ (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung/Nachrichten

Der Kesternicher Ortsvorsteher witterte noch Chancen:
„ Wir sollten beim Thema Ortsumgehung die Flinte noch nicht ins Korn werfen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.“

Kfz-Verkehr um zehn Prozent zugenommen

Die Notwendigkeit einer Ortsumgehung Kesternich erhielt auch neue Nahrung durch die aktuellen Zählungen des Landesbetriebs Straßenbau aus dem Jahr 2010, die der Simmerather Verwaltung Anfang Februar 2012 vorgelegt wurden. Demnach wurde ein durchschnittliches Aufkommen des Kfz-Verkehrs im 24-Stunden-Durchschnitt von 8074 Fahrzeugen ermittelt (darunter ein Anteil von 5,3 Prozent Schwerlastverkehr).

Im Jahr 2005 wurden an der gleichen Stelle (untere Bundesstraße) 7333 Fahrzeuge (4,2 Prozent Schwerlastanteil) gezählt. Dies bedeutet innerhalb von fünf Jahren eine Zunahme des Kfz-Verkehrs um zehn und eine Zunahme des Schwerlastverkehrs um 40 Prozent.


Simmerath/Kesternich

Kesternich soll schnelleren Internetzugang erhalten

18.01.2012

Die DSL-Versorgung (Internet) in Kesternich soll bessert werden. In der Zeit vom 21. Oktober bis 4. November 2011 wurde eine so genannte Bedarfsanalyse in Kesternich durchgeführt.

Hierzu wurden 702 Fragebögen zum Thema DSL in Kesternich ausgehändigt. 266 Fragebögen (38 Prozent) gingen ausgefüllt bei der Gemeinde Simmerath ein. Dies berichtete jetzt Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns im Rahmen der Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes Kesternich. 91 Prozent der Bürger, die den Fragebogen ausfüllten, wünschten einen DSL-Anschluss von mindestens 2 MBit/s wünschen.

Die Erkundung des örtlichen Breitbandmarktes hat ergeben, dass ohne die Gewährung eines Zuschusses eine flächendeckende Breitbandversorgung in den Ortschaften nicht möglich ist, da sich eine solche Investition für den Anbieter nicht rechnen würde.

Aus diesem Grunde sei die Gemeinde Simmerath bereit, eine Beihilfe zum Ausbau einer leistungsstarken Breitbandversorgung zu gewähren. In der Zeit vom 4. November 2011 bis zum 16. Januar 2012 sei daher ein so genanntes offenes und transparentes Auswahlverfahren durchgeführt worden, berichtete der Bürgermeister weiter. Netzanbieter wurden dabei gebeten, in den problematischen Ortschaften (neben Kesternich lässt auch in Rurberg, Woffelsbach und Hechelscheid die Internetver bindung Wünsche offen) Lösungen zur Breitbandversorgung anzubieten und eine Wirtschaftlichkeitslücke anzugeben. Dabei müsse eine flächendeckende Breitbandversorgung von mindestens 2 Mbit/s garantiert werden. Höhere Übertragungsraten seien ausdrücklich erwünscht.

Nach Eingang entsprechender Angebote von Netzanbietern soll ein Förderantrag zur Inanspruchnahme von GAK-Fördermittel für die Kosten der Wirtschaftlichkeitslücke gestellt werden.

Nach Eingang eines Förderbescheides ist angedacht, einen Auftrag an einen Netzanbieter zu erteilen, der die DSL-Versorgung in Kesternich verbessert.

Der Struktur- und Hochbauausschuss der Gemeinde Simmerath soll in seiner Sitzung am 24. Januar über den Netzausbau in der Ortschaft Kesternich beraten.

Quelle: Eifeler Zeitung/Nachrichten


Simmerath/Kesternich

Letztmalig Karneval mitten im Dorf?

18.01.2012

Ganz langsam nähert man sich in Kesternich der praktischen Umsetzung des Sport- und Kulturzentrums, dessen Lage außerhalb der Ortsbebauung dafür sorgen sollen, dass es kein Konfliktpotenzial mit den Anwohnern mehr gibt.

Bei der Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes Kesternich berichtete Ortsvorsteher Ulrich Offermann über den aktuellen Sachstand der Planungen. Er gehe davon aus, dass in diesem Jahr zum letzten Mal das Karnevalszelt am Sportplatz stehe. Ziel sei es, das neue Gelände so weit herzurichten, dass dort zumindest ein Zelt errichtet werden könne.

«Überrascht vom Umfang des Projektes», das die Dorfgemeinschaftshaus GmbH und federführend der TSV Kesternich planen, zeigte sich der Ortsvorsteher. Dies betreffe in erster Linie auch die Finanzierung, denn «wir bauen auf der grünen Wiese.»

Derzeit befasse man sich mit Erschließungs- und Versorgungsfragen, nachdem der Grunderwerb abgeschlossen sei.

Auch Baumbestattung möglich

Neues gibt es auch auch dem Kesternicher Friedhof, wie Ulrich Offermann berichtete. Hier wird jetzt ein anonymes Grabfeld, auf dem auch eine Sargbestattung möglich ist wie auch eine Baumbestattung angeboten.

Noch einmal aufgreifen möchte der Ortsvorsteher die Dorfwerkstatt, die zuletzt im Rahmen des Wettbewerbs «Unser Dorf hat Zukunft» einige Akzente setzte und unter anderem dazu führte, dass der Heimatverein Kesternich wieder aktiviert wurde. Wünschenswert aus Sicht von Offermann wäre die Herausgabe einer Dorffibel, die auch Gestaltungsvorschläge für die Bürger enthalten könnte.

In Planung ist auch ein so genannter Generationenplatz am Ehrenmal - also ein Spiel- und Aktionsplatz für alle Altersgruppen.

In diesem Zusammenhang berichtete Ernst Wilden als Mitglied des Generationenbeirates über seine Arbeit. Der Beirat sehe seine Aufgabe vor allem darin, den neuen gesellschaftlichen Anforderungen zu begegnen, die durch die demografischen Entwicklung hervorgerufen würden. Auch eine Mitwirkung am Generationenplatz gehöre zu den Aufgaben des Beirates.

Zur Sprache kam bei der Kesternicher CDU-Versammlung auch das im vergangenen Jahr häufiger gestörte Verhältnis zwischen den Nachbarkommunen Simmerath und Monschau. CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Bernd Goffart zeigte sich überzeugt davon, «dass die Gräben zwischen den beiden Kommunen in einigen Jahren kein Thema mehr sein werden.» Bezogen auf die CDU meinte er, dass man in einem «ständigen Kontakt» mit den Parteifreunden aus der Nachbarstadt stehe.

Einen besonderer Moment in der Versammlung stellte die Ehrung von Karl Lutterbach dar. Der langjährige Ortsvorsteher, inzwischen 90 Jahre alt, der mit Ehrefrau Elly an der Versammlung teilnahm, wurde für 50-jährige Mitgliedschaft in der Christlich Demokratischen Union geehrt. Die unter anderem von Bundeskanzlerin Angela Merkel unterzeichnete Urkunde wurde vom CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Bernd Goffart gemeinsam mit Ortsvorsteher Ulrich Offermann überreicht. Karl Lutterbach, geboren 1921, gehörte im vergangenen Jahrhundert zu den prägenden politischen Persönlichkeiten in Kesternich. Er war Ratsvertreter in Rurberg, Kesternich und in der Großgemeinde Simmerath. Die Anwesenden quittierten das herausragende und nachhaltige Wirken des Kommunalpolitikers mit Standing Ovations.

Quelle: Eifeler Zeitung/Nachrichten


Simmerath/Kesternich

Scheitern der Ortsumgehung als neue Chance

17.01.2012

Eine Ortsumgehung der Bundesstraße 266 für Kesternich ist vom Tisch.

Mal mehr, mal weniger: Der Verkehr fließt weiter durch Kesternich. Die Pläne für eine Ortsumgehung werden nicht weiter verfolgt. Foto: P. Stollenwerk

Nachdem die Landesregierung die Maßnahme im Herbst vergangenen Jahres bei der Aktualisierung des Straßenbedarfplans in den nachrangigen Bedarf eingestuft hat, geht man auch in Kesternich davon aus, dass das Projekt keine ernsthaften Chancen mehr auf Realisierung hat.

Das Thema Ortsumgehung stand auch im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes am Montagabend in der Gaststätte Jousten; etwa 20 Parteifreunde beteiligten sich an einer lebhaften Bedatte über diesen Dauerbrenner.

Der stellvertretende Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck hatte zuvor erläutert, dass die Abstufung der Ortsumgehung in den nachrangigen Bedarf auch für den Landesbetrieb Straßenbau als planende Behörde bindend sei. Hilsenbeck räumte ein, dass man in der Bevölkerung Hoffnungen geweckt habe, «die nicht erfüllbar sind.» Es wäre nun unredlich, etwas anderes zu verkünden.

Auch Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns orientierte sich an diesem Sachstand der Neubewertung von Straßenbauprojekten durch die Landesregierung, und nahm Bezug auf ein aktuell geführtes Gespräch mit dem NRW-Verkehrsministerium. Demnach würden «im Normalfall» laufende Arbeiten noch fertiggestellt. Dies würde im Falle der Umgehung Kesternich einen Vorschlag für die Trassenführung (Linienbestimmungsverfahren) bedeuten.

Anschließend werde das Verfahren dann «ruhend gestellt», um Planungskapazitäten einzusparen. Eine Bürgerbeteiligung (für die es laut Bürgermeister Hermanns bereits einen Termin gab) würde dann nicht meht stattfinden. Obwohl noch eine Petition vorliege, wonach die Linienbestimmung für Kesternich abzuschließen sei, tendiere auch die Landesregierung dazu, keine Bürgerneteiligung mehr durchzuführen. Karl-Heinz Hermanns sieht in einer Ortsumgehung aber nach wie vor einen Sinn, wobei es allerdings gelte, die Interessen aller Anwohner zu berücksichtigen.

Bernd Goffart, Kesternicher CDU-Ratsvetreter und Vorsitzender des Gemeindeverbandes, meinte, dass man sich nun der Realtität stellen sollte, denn auf absehbare Zeit werde es keine Ortsumgehung für Kesternich geben. Jetzt sollte man nach alternativen und innerörtlichen Lösungen zur Verkehrsentlastung Ausschau halten. Wie auch der Umgehungsstraße, werde man dabei keiner Lösung zustimmen, «die das Problem nur verlagert.»

Allerdings sah Goffart im Zusammenhang mit der Rückstufung des Projektes auch die Tatsache, dass die Landesregierung ein Projekt zu Lasten des ländlichen Raumes gestrichen habe.

Im Verlauf der Diskussion wiesen Kritiker einer Umgehung darauf hin, dass das Verkehrsaufkommen in Kesternich rückgängig sei. Außerdem sei davon auszugehen, dass eine Umgehungsstraße nicht von 2300 sondern lediglich von 1300 Fahrzeugen täglich benutzt werde.

Ortsvorsteher Ulrich Offermann resumierte, dass trotz der vielen Kontroversen und Meinungsunterschiede um die Ortsumgehung der Dorffriede nicht gefährdet sei. Im übrigen sollte man sich stets im Klaren darüber sein, dass solche Projekte von oben entschieden werden.»

Nicht mehr als Straßenbauprojekte weiter verfolgt werden auch für Pläne für mögliche Ortsumgehungen der B 258 in Konzen/Imgenbroich und Roetgen, zumal in den betroffenen entsprechende Ratsbeschlüsse vorliegen.

Von entscheidender Bedeutung für die Pendler ist dagegen die weitere Ausbauplanung der B 258 von Kalkhäuschen bis zur Autobahnzufahrt Lichtenbusch. Auch auf diesem Stück dürften die Wünsche der Eifeler für eine bessere Anbindung an das Oberzentrum Aachen aber nicht alle in Erfüllung gehen. Stellvertretender Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck berichtete, dass der Mobilitätsausschuss der Stadt Aachen sich gegen einen drei- bzw- vierspurigen Ausbau ausgesprochen habe.

Nach aktueller Sachlage solle der Abschnitt zwischen Kalkhäuschen und Pascalstraße in Oberforstbach unberührt bleiben. Der Landesbetrieb Straßenbau sei stattdessen aufgefordert worden, nach Lösungsmöglichkeiten für den Abschnitt Pascalstraße-Autobahn zu suchen. Hier für Entlastung zu sorgen, müsse das Ziel sein.

«Nicht umsetzbar» ist laut Hilsenbeck derzeit wohl eine Entschärfung der Verkehrssituation in Fringshaus, da die Pläne einer großzügigen Einfädelspur von Lammersdorf gesehen auf die die B 258 bei den belgischen Eigentümern auf kein Entgegenkommen stoßen würde. Aber: «Es wird weiter verhandelt.»

Quelle: Eifeler Zeitung/Nachrichten

Der innerörtliche Verkehr in Kesternich zählt auch

Die Ortsumgehung Kesternich, die bekanntlich nicht weiter verfolgt werden soll, war das dominierende Thema bei der CDU-Mitgliederversammlung (s. oben). Dabei ging es auch um Zahlen, die Gegner einer Ortsumgehung durch eigene Zählungen manifestierten. Demnach würden die Bundesstraße und die Straucher Straße lediglich von 1300 und nicht wie bislang angenommen durch 2300 Fahrzeuge täglich entlastet werden. Die gewissenhaft durchgeführten Messungen werden auch von Fachleuten bestätigt. Der Unterscheid erklärt sich durch die Tatsache, dass der innerörtliche Verkehr differenziert betrachtet wurde, da die Anwohner, die innerhalb der Ortschaft verkehren, die Umgehungsstraße nicht nutzen würden.


Simmerath/Kesternich

Ortsumgehung zurückgestuft

23.09.2011

Die rot-grüne Streichliste bedeutet für viele Menschen ein Ende der Hoffnung auf weniger Verkehr in den Ortschaften.

Die Minderheitsregierung betreibt eine Politik zum Schaden der Menschen in unserem Land. Weniger Lärm und mehr Verkehrssicherheit in den Orten ist ein hohes Gut. Diese Minderheitsregierung will keine Straßen bauen und versteckt sich hinter fadenscheinigen Begründungen:

Die Minderheitsregierung behauptet, die Prioritätensetzung sei notwendig, weil Sie Geld aus dem Straßenneubauetat in den Straßenunterhalt umschichten wolle. Fakt ist, dass sie den Gesamtetat für den Straßenbau massiv kürzt. 2011 gibt Nordrhein-Westfalen 6,5 Millionen Euro weniger für Erhalt und Neubau aus als 2010.

Die rot-grüne Landesregierung hatte bereits im Koalitionsvertrag festgelegt, dass sie Straßen vor allem erhalten und nicht neu bauen will.

Auszug aus dem Koalitionsvertrag:

Vor dem Hintergrund knapper öffentlicher Mittel wollen wir dem Erhalt von Straßen des bestehenden Straßennetzes Priorität einräumen. Insbesondere die Landesstraßen unterliegen wegen zu geringer Aufwendungen einem massiven Instandhaltungsstau. Unser Land verfügt mit den Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen über eines der dichtesten Straßennetze. Es in einem guten Zustand zu erhalten, ist Ziel unserer Politik.


Ab dem Haushaltsjahr 2011 werden wir innerhalb der für die Landesstraßen vorgesehenen Titel die Mittel sukzessive deutlich zugunsten des Straßenerhalts umschichten.


Simmerath/Kesternich

Eifeltourismus wird «ausgebremst»

23.09.2011

Nach den Planungen von Landesverkehrsminister Harry Voigtsberger (SPD) wird die Ortsumgehung Kesternich (B 258) in den nachrangigen Bedarf zurückgestuft.

Mit Unverständnis hat der CDU-Bundestagsabgeordnete Helmut Brandt auf diese Helmut Brandt MdBEntscheidung reagiert.

«Auf der einen Seite will die Landesregierung die touristische Erschließung des Nationalparks Eifel fördern und gibt am Standort Vogelsang zusammen mit dem Bund und EU über 42 Millionen Euro aus, andererseits werden wichtige Verkehrsadern für die touristische Erschließung der Eifel schon früh gekappt», kritisiert der Unionspolitiker.

Wenn es nach Rot-Grün gehen würde, würden keine Mittel mehr in den Straßenbau vor allem in ländlichen Bereich fließen. So werde die Förderung der Tourismusregion Eifel durch die rot-grüne Verkehrspolitik «ausgebremst.»

Der Christdemokrat kündigt an, sich bei Bundesverkehrsmister Ramsauer und im Bundestag dafür einzusetzen, dass diese Vorentscheidung über den Bau der Ortsumgehung Kesternich revidiert wird.

Brandt ruft alle Landtagsabgeordneten der Region auf, Simmerath bei der Realisierung dieses Straßenbauprojektes zu unterstützen. Helmut Brandt: «Klar ist aber, dass die Landesregierung keine Eile hat, dieses Projekt zu realisieren. So werden die Anwohner der bisherigen B 258 durch den weiterhin aufblühenden Tourismus und die rot-grüne Landesregierung unnötig belastet.»

Quelle: Eifeler Zeitung/Nachrichten


Simmerath-Kesternich

31.08.2011

Neuer Termin für neue Pläne
Ortsumgehung Kesternich: Landesbetrieb Straßenbau sagt jetzt Offenlage noch vor den Herbstferien zu. Im Ort gibt es zwei Lager.

Bisher stehen nur Forderungen zum Thema Ortsumgehung Kesternich im Raum: Noch vor den Herbstferien sollen die Pläne des Landesbetriebs vorliegen und eine konstruktive Diskussion erlauben.

Vor Ostern wollte der Landesbetrieb Straßenbau die neuen Pläne für die Ortsumgehung Kesternich vorlegen. Dann bat die Behörde um Aufschub bis zu den Sommerferien, weil die schlechte Personalausstattung im Hause einen früheren Termin nicht zulasse. Daraus wurde aber bekanntlich nichts.

Nun ist der Sommer vorbei, und der Landestrieb hat auf Drängen von Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns („Wir sehen uns weiterhin vertröstet“) zum dritten Mal einen Termin genannt: Noch vor den Herbstferien sollen der interessierten Öffentlichkeit jetzt die Pläne vorgelegt werden. Einmal mehr habe der Landesbetrieb erklärt, dass die Personalprobleme im Hause nach wie vor nicht gelöst seien, was die erneute Verzögerung begründe, so Hermanns.

Die viel diskutierte Ortsumgehung Kesternich war auch das dominierende Thema beim Besuch der grünen Bundestagsabgeordneten Bettina Herlizius im Simmerather Rathaus. Der Diskussionsbedarf war so hoch, dass die anberaumte Besuchszeit der Abgeordneten um knapp eine Stunde verlängert wurde.

Sobald die Ortsumgehungs-Pläne vorliegen, würden diese im Rathaus offengelegt; außerdem werde es umgehend eine Bürgerinformation geben, versprach der Bürgermeister.

Für das weitere Verfahren sei es dann erforderlich, dass der Gemeinderat einen Beschluss fasse.

Wie das Verfahren aus der Sicht von Bettina Herlizius weitergehen sollte, ist eindeutig: Die Abgeordnete sieht „keine verkehrliche Notwendigkeit“ in einer Ortsumgehung Kesternich. Die Verkehrsbelastung sei nicht so extrem, dass ein solch aufwendiges Projekt gerechtfertigt sei. Vielmehr glaube sie, dass durch eine Umgehung insgesamt eine Verschlechterung der Situation eintrete, „weil der Ort dann auch noch von der Rückseite her belastet wird.“

Zudem, so ihre Information, würden durch eine Umgehung nur rund 2300 Fahrzeuge erfasst, die den Ort tatsächlich entlasten würden. (Nach Angaben der Befürworter der Ortsumgehung fahren durchschnittlich 8000 Fahrzeuge täglich durch den Ort). Sie halte es daher für angebrachter, mit dem Landesbetrieb Straßenbau über innerörtliche Lösungen zu verhandeln.

Hier steht Bettina Herlizius aber im Gegensatz zur politischen Mehrheit in Simmerath. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns („Ich kenne auch andere Zahlen“)erinnerte daran, dass man bei den Bürgern im Wort stehe, nach Möglichkeiten zu suchen, um die Ortschaft Kesternich vom Verkehr zu entlasten.

Das derzeit vorliegende Zahlenmaterial, was die Verkehrsbelastung angehe, werde im Zuge der Planung ebenfalls neu bewertet. So müsse beispielsweise auch das zu erwartende steigende Besucheraufkommen in Vogelsang berücksichtigt werden.

Entscheidend für die weitere Diskussion sei jedoch, dass diese auf der Grundlage der aktuellen Planung des Landesbetriebs stattfinde. Dann werde man sehen, „ob die Ortsumgehung verwirklicht wird“.

Klaus Stockschlaeder, Ratsherr für die Grünen aus Simmerath, meinte, dass es das Ziel sein müsse, eine beträchtliche Verbesserung der Verkehrssituation innerhalb der Ortslage Kesternich zu erreichen. Das sei auch mit anderen Mitteln als allein durch eine Ortsumgehung machbar.

Für Bruno Löhrer, CDU-Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat, wird im Zusammenhang mit der Ortsumgehung allerdings noch ein ganz anderes Problem offenkundig.

Er befürchte langfristig negative Auswirkungen auf das Sozialgefüge im Ort, da sich in Kesternich unabhängig zwei Bürgerinitiativen mit vollkommen gegensätzlichen Haltungen gegenüberstehen würden.

Bettina Herlzius, Grüne Bundestagsabgeordnete: „In einer Ortsumgehung Kesternich sehe ich keine verkehrliche Notwendigkeit.“

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath-Kesternich

Pläne für Umgehung Kesternich lassen auf sich warten  

13.07.2011

Während die Bürgerinitiative für den Bau der Umgehungsstraße Kesternich in der vorigen Woche mit einer weiteren Plakataktion die Dringlichkeit des Projektes aus Sicht der Befürworter noch einmal unterstrich, lässt der Landesbetrieb Straßenbau die Bürger nach wie vor im Ungewissen darüber, wie die konkrete Trassenführung für Kesternich einmal aussehen soll.

Auch Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns kann derzeit mit keinem neuen Sachstand dienen, spricht aber mit Blick auf das wachsende Informationsbedürfnis der Bürger von einer «unbefriedigenden Situation.» Andererseits sehe er sich nicht in der Lage, vom Landesbetrieb Straßenbau die Vorlage einer Planung zu erzwingen.

Zunächst war den Bürgern zugesagt worden, dass bereits vor Ostern eine Informationsveranstaltung stattfinden solle. Aufgrund personeller Engpässe ließ der Landesbetrieb Straßenbau aber bereits erkennen, dass dieser Termin nicht eingehalten werden könne. Außerdem, hieß es weiter, wolle man das Ergebnis einer Eingabe der Gegner einer Umgehung an den Petitionsausschuss abwarten. Der Petitionsausschuss hatte bereits vor längerer Zeit wissen lassen, dass die von den Gegner angeführten Kritikpunkte an der Verkehrsplanung im Zuge des Verfahrens allesamt geklärt werden könnten.

Wieder verschoben

Bürgermeister Hermanns betont, dass er in regelmäßigem Kontakt mit dem Landesbetrieb Straßenbau stehe. Erst in der vorigen Woche habe der Leiter der Behörde, Edgar Klein, erneut darauf hingewiesen, dass sich aufgrund der dünnen Personaldecke die Ausarbeitung weiter verzögern werde.

Einen Informationstermin vor den Sommerferien wird es nun mit Sicherheit nicht mehr geben. Danach, zitiert Hermanns den Landesbetrieb, wolle man sich aber nachhaltig bemühen, die Pläne vorzulegen.

Nicht in Zusammenhang mit der geplanten Ortsumgehung stehen zwei schuhkartongroße Metallkästen, die jetzt an Ecke L 166/B 266 und an der L 166 Richtung Rurberg montiert wurden. Hierbei handelt es um Verkehrszählgeräte, die seitens der Städteregion hier vorübergehend montiert wurden. Anlieger aus Kesternich hatten sich über zu hohe Geschwindigkeiten beklagt; zudem sieht man dieses Problem auch in Höhe der Jugendherberge. Dass Gerät misst das Verkehrsaufkommen wie auch die Geschwindigkeiten. Dies dient aber nur statistischen Zwecken, Knöllchen folgen keine.

Quelle: Eifeler Zeitung



Simmerath-Kesternich

Feuerwehrhaus Kesternich

Eigenleistung würdigen

12.04.2011

Zu würdigen ist die Initiative der Feuerwehr Kesternich. In Eigenleistung entsteht der Neubau einer Garage vor dem Feuerwehrhaus in Kesternich mit einem Gesamtaufwand von ca. 20.000,00 Euro.

Die CDU im Bauausschuss der Gemeinde unterstützt den Neubau der Garage mit einem Gemeindeanteil an den Materialkosten von 9.000,00 Euro.

Außerdem wird die Gemeindeverwaltung gebeten, schnellstmöglich die notwendige Baugenehmigung hierfür zu beantragen.


Simmerath-Kesternich

Junge Union braucht dringend Nachwuchs
Ortsverband Kesternich informiert seine Mitglieder

16.03.2011

Der Vorstand des CDU Ortsverbandes Kesternich mit Vorsitzendem Ulrich Offermann wurde bei der Mitgliederversammlung im Amt bestätigt und einstimmig wiedergewählt.
vorne v.l. Manfred Schmitz, Ulrich Offermann, Sascha Schmitz. hinten v.l. Bernd Goffart, Ernst Wilden, Gertrud Offermann, Wolfgang Jaschkowitz, Bernd Mommertz. Foto: Konrelia Breuer

Am Dienstagabend begrüßte der Vorsitzende Ulrich Offermann die Mitglieder des CDU Ortsverbandes zur diesjährigen Ortsverbandssitzung in der Gaststätte Jousten. Sein besonderer Gruß galt Bürgermeister Karl-Heinz Breuer, Gemeindeverbandsvorsitzenden Bernd Goffart und –geschäftsführerin Ursula Harth, sowie den stellvertretenden Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck.

Unter dem Einfluss der Ereignisse in Japan, bat er die Versammlung eine Gedenkminute für die Opfer und Menschen dort einzulegen.

Uli Offermann ist der Meinung: „Wer will schon Atomkraft? Das sind nicht viele, aber irgendwo müssen wir unseren Strom ja herkriegen und da muss man auch schon mal Kompromisse eingehen. Alles ist besser als Atomstrom.“

Gemäß der Tagesordnung wurde der gesamte Vorstand verabschiedet und musste neu gewählt werden. Als Versammlungsleiter wurde Bürgermeister Hermanns bestimmt. Er bedankte sich für die die geleistete Arbeit und betonte das außerordentlich Engagement von Ortsvorsteher und Vorsitzendem Ulrich Offermann. Alle Vorstandsmitglieder stellten sich zur Wahl und wurden jeweils einstimmig wiedergewählt.

Die Vorschläge für den Beisitzer des Gemeindeverbandsvorsitzenden (Sascha Schmitz), die Delegierten für den Kreisparteitag (Sascha Schmitz) und Bernd Goffart, wurden von der Versammlung angenommen und bestätigt.

Offermann berichtete über die Ereignisse in Kesternich. Ein Hauptthema in Kesternich sind die Strassen. Die Gemeindestrassen sind in einem Top-Zustand. Das Thema: Umgehungsstrasse ist schon viel und oft besprochen worden, „es gibt im Moment nichts Neues“, so Offermann, „ich wünsche mir eine vernünftige Lösung, Voraussetzung dafür ist zunächst ein sorgfältige Planung.“

Die Pläne für den Bau des Sport- und Kulturzentrums liegen vor und über den Antrag zum Ausbau der Versorgungsleitungen wird die Gemeinde in Kürze beschließen.

Der alte Friedhof hinter der Kirche wird nach dem baldigen Ablauf der Liegezeiten eingesät und gepflegt. Nach den Unwettern im Winter ist der Emsenbach wieder über seine Ufer getreten und hat Wege mit Schlamm und Geröll überflutet. An einer Dauerhaften Lösung dieses Problems wird gearbeitet. Einige Bürger hatten Beschwerden zur Durchführung der Gullireinigung. Offermann erklärt die Vertragsmodalitäten mit dem Unternehmen und bittet die Mitbürger um mehr Verständnis. Später erklärt Bürgermeister Hermanns zu diesem Thema: „Selbstverständlich kann die Gemeinde solche Verträge ausweiten, dass wird dann teurer und muss im Haushaltsplan auf die Gebühren umgelegt werden. Höhere Koste gehen zu Lasten der Gebühren, die die Bürger zahlen müssen!“

Der Bürgermeister bedankte sich noch einmal für die harmonsiche und konstruktive Zusammenarbeit mit Uli Offermann: „Er ist kein „Lautsprecher“, er kümmert sich um die Belange seiner Kesternicher, auch wenn die Umsetzung schon mal etwas länger dauert, was oft in der Natur der Sache liegt.“ Die genauen Pläne für die Umgehungsstrasse sind in Auftrag gegeben, wenn sie vorliegen, werden sie zeitnah offen gelegt und es wird zu einer Bürgerinformation eingeladen. Einige Mitglieder eröffnen eine Diskussion über den Abstand der angedachten Strasse zur Bebauung – z.B. in der Rurberger Strasse: „Wir sind keine Gegner der Umgehungsstrasse, wir bitten lediglich um eine gerechte Lösung für alle Kesternicher.“ Der Bürgermeister bittet um Toleranz und wünscht sich ebenfalls eine Lösung mit größtmöglicher Akzeptanz. Der Gemeindehaushalt beinhaltet Zuschüsse für die Erweiterung des Feuerwehrhauses, den Ausbau der DSL-Versorgung von Kesternich und die energetische Sanierung der Grundschule.

Sascha Schmitz beginnt seinen Bericht mit den Worten: „Ich kann es nicht schön reden, die Junge Union Simmerath/Monschau hat Probleme. Leider finden wir keine jungen Leute, die bereit sind sich hier zu engagieren. Viele Jugendliche sind bereits eingebunden in Ortsvereine oder durch Ausbildung und Studium zeitlich eingeschränkt.“ Er bittet junge Menschen, die sich für das politische Geschehen in ihren Heimatorten interessieren, sich bei ihm zu informieren (Sascha_Schmitz@t-online.de) Ernst Wilden berichtet, dass er angenehm überascht war, wie viele junge Menschen im Generationenbeirat der Gemeinde zu finden sind.

Bernd Goffart berichtete über den Gemeindeverband, hier hat die Mitgliederwerbung gefruchtet: „Wir haben einige neue Mitglieder und darunter auch jüngere Menschen in den örtlichen Verbänden.“ Er geht auf die Pressmitteilung zum NRW- Haushalt ein, der verfassungswidrig ist. Er bedauert dies und erläutert die Auswirkungen der Landespolitik auf die Gemeinde. Die Schlüsselzuweisungen sind gekürzt und umverteilt worden, zu Gunsten der Städte. Im ländliche Raum mussten die Steuern „schweren Herzens“ erhöht werden um einen Nothaushalt zu verhindern. Die vom Land gekürzte Abwasserhilfe wird im nächsten Jahr wieder zur Erhöhung der Abwassergebühren führen.

Der stellvertretende Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck betont zunächst die Vorteile der Städteregion: Tourismuszuschüsse für den Nationalpark fließen weiter, die Kindergärten werden weiter ausgebaut für die U3 Betreuung und der Ausbau der Ravel Route kommt auch der Region zu Gute.

Er berichtet über die Sitzung im Städteregionsrat,, dort legte der Verfassungsrechtler Professor Oebecke ein Gutachten zur Rechtsgrundlage der Städteregion zur Stadt Aachen vor.

Er bedauert die Differenzen im Rat und ist sich sicher: „Gemeinsam geht es besser, aber wir müssen uns einig werden was wir gemeinsam machen.“ (breu)


Kornelia Breuer
Ihre mobile Fotografin
Auf der Hof 4
52152 Simmerath-Strauch
Telefon: 02473/3765
www.ihrefotografin.de


Simmerath-Kesternich

Ortsumgehung Kesternich:
„Die Chance für eine Umgehung jetzt nutzen“

Kesternichs Ortsvorsteher Ulrich Offermann drängt auf baldige Entscheidung.
Aussagekräftige Pläne für die Trasse müssen auf den Tisch.

Endlich konkrete Pläne für den Bau Umgehungsstraße wünscht sich Kesternichs
Ortsvorsteher Ulrich Offermann, «damit wir wissen, worüber wir reden.»
Foto: P. Stollenwerk

Seit über 15 Jahren spricht man in Kesternich mehr oder weniger konkret über den Bau einer Umgehungsstraße. Diese Situation ist für alle Seiten unbefriedigend, weshalb der Kesternicher Ortsvorsteher Ulrich Offermann jetzt auf eine baldige Entscheidung drängt. Die Position des 63-Jährigen zum Projekt Umgehungsstraße ist unverändert: „Ich bin für eine Umgehungsstraße“, stellt er im Gespräch mit der Lokalredaktion klar, „aber nicht bedingungslos.“ Der Ortsvorsteher hat nämlich, wie auch viele seine Mitbürger, noch Klärungsbedarf, was den genauen Verlauf der Trasse betrifft. Offermann: „Wir brauchen endlich einen konkreten Plan, damit wir wissen, worüber wir reden.“

Die jetzige Diskussionslage im Ort zum Thema Umgehungsstraße ist für Ulrich Offermann wenig zielführend. Einmal sind da die Befürworter der Umgehung, die von 8000 Fahrzeugen pro Tag sprechen, die den Ort belasten, dann ist da das Lager der Gegner, die in einer Umgehung nur Nachteile für die Bevölkerung sehen und zudem das Verkehrsaufkommen deutlich niedriger ansetzen.

Unterschriftenlisten sind für den Ortsvorsteher aber nicht das Maß aller Dinge. Es könne nicht sein, redet Ulrich Offermann den Gegnern ins Gewissen, dass „alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, um von vornherein schon eine Planung zu verhindern.“ Erst eine Planung biete eine seriöse Diskussionsgrundlage.

Die Notwendigkeit einer Umgehung steht für den Ortsvorsteher auch deshalb außer Zweifel, weil das Verkehrsaufkommen im Ort steigen werde. Aus einer negativen demographischen Entwicklung dürfe man keine Rückschlüsse auf sinkendes Verkehrsaufkommen ziehen. Die steigende Attraktivität der Region als Magnet für den Tourismus werde mit Sicherheit erhöhten Straßenverkehr zur Folge haben.

Offermann warnt davor, dass in Kesternich eine mit Roetgen vergleichbare Situation entsteht und die Bürger unter einer permanenten Verkehrsbelastung leiden.

Dabei sieht er sehr wohl die „empfindlichen Punkte“ der relativ ortsnah geplanten Umgehung. Eine dieser kritischen Punkte ist der Bereich Nordstraße/Im Sief, wo die Umgehung in nur etwa 100 Metern Entfernung an der nächstgelegenen Wohnbebauung vorbeiführt. In diesem Bereich erwartet Ulrich Offermann eine für die Bürger nachvollziehbare klare Aussage vom Landesbetrieb Straßenbau als Träger der Maßnahme zum Thema Lärmschutz.

Als schwierig sieht er auch den Bereich Einmündung Rurberger Straße/L 166. Auch hier könnten den Anwohnern durch effektive Schallschutzmaßnahmen die Sorgen genommen. Diese müssten aber einmal konkret dargestellt werden. In diesem Bereich könne seiner Auffassung sogar eine Verbesserung gegenüber der bisherigen Situation eintreten.

Durch eine Umgehung werde zudem auch der Einmündungsbereich Südstraße in die B 266 enorm beruhigt; dazu sei es allerdings Voraussetzung, dass bereits vor dem Ortseingang Kesternich die Trasse der Umgehung aus Richtung Einruhr gesehen rechts in Richtung L 166 geführt werde.

Dass die Forderungen des Naturschutzes zu berücksichtigen sind, steht für den Kesternicher Ortsvorsteher außer Frage. Es lasse sich aber nicht vermeiden, dass vielleicht eine Baumreihe von 20 Metern Breite gefällt werden müsse. Es gebe aber genug Flächen für Ersatzpflanzungen. Offermann: „Das haben die Eifeler schon immer so gemacht.“

Es sei jetzt an der Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen, appelliert er an die Bürger, statt persönlicher Interessen den Nutzen einer Umgehung für die Gesamtbevölkerung im Blick zu behalten: „Warum sollten wir uns sträuben, wenn sich eine solche Chance für Kesternich bietet?“ Offermann fordert das Ende der Kirchturms­politik, erinnert an die Bedeutung einer Umgehungsstraße auch über Kesternich hinaus und erwartet eine „auf die Zukunft ausgerichtete Entscheidung.“

Er wünscht sich einen offenen Dialog mit den Bürgern und Tempo bei der Planung, selbst wenn der Landesbetrieb Straßenbau eine konkrete Planung wieder einmal um einige Monate nach hinten verschoben habe.

Jahrelang sei das Projekt verschleppt worden, bemängelt er, selbst der Bundestagsabgeordnete Achim Großmann habe es in seiner damaligen Funktion als Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium nicht geschafft, den Durchbruch für eine Umgehungsstraße Kesternich zu erreichen.

Ulrich Offermann hat größtes Verständnis dafür, dass die Bürger jetzt eine Entscheidung möchten und der ländliche Bereich nicht einmal mehr vernachlässigt werde. (P. St.)


Simmerath-Kesternich

Ortsumgehung Kesternich:

«Nicht einmal ansatzweise ein Bedarf»


02.02.2011

Die geplante Ortsumgehung Kesternich könnte einen Bruch innerhalb des Dorfes mit sich bringen, gibt es doch bereits zwei Lager, die vehement auf ihren kontroversen Standpunkten beharren.

Auf der einen Seite ist da die Interessengemeinschaft «Pro Umgehungsstraße Kesternich», die eine zügige Inangriffnahme des «lang ersehnten Projektes» fordert auf der anderen Seite ist da die «IG Ortsumgehung Kesternich?», die ein großes Fragezeichen in ihrer Namensbezeichnung trägt und sich mit den Naturschutzverbänden Nabu und Bund zusammengetan hat.

Beide Interessengruppen verweisen auf die Unterstützung von jeweils über 100 Bürgern in Kesternich.

„Trasse auf den Tisch“

Ulrich Offermann Ortsvorsteher Kesternich

Die Ortsumgehung Kesternich scheint nun doch nicht so schnell zu kommen, wie es sich so mancher erhofft hat?

Ulrich Offermann: Das sehe ich auch so. Das Lager der Gegner ist zwar etwas kleiner, aber hat im Augenblick wohl die besseren Argumente.

Wird sich denn der Landesbetrieb Straßenbau überhaupt noch ernsthaft mit dem Projekt beschäftigen, wenn die Meinungen vor Ort so kontrovers sind?

Offermann: Es hängt jetzt viel davon ab, wie der Petitionsausschuss des Landtages entscheidet. Wenn dieser den Argumenten der Gegner folgen sollte, dann wird es mit der Ortsumgehung wohl nichts.

Sehen Sie denn noch eine Möglichkeit, Einigkeit im Ort herzustellen?

Offermann: Es wäre besser und wichtig für alle Beteiligten, wenn die Pläne auf dem Tisch liegen würden und man einmal genau wüsste, wo die Trasse der Umgehung konkret verlaufen soll und welche Lärmschutzmaßnahmen geplant sind. Dann hätte man auch eine seriöse Diskussionsgrundlage. (P. St.)

Die IG der Gegner (die Betonung liegt auf dem Fragezeichen) lud nun zur Pressekonferenz ein und stellte detailliert ihr Anliegen vor. Die IG ist hervorgegangen aus Hauseigentümern, die in der Nähe der geplanten Trasse der Umgehungsstraße wohnen. Sie sehen in einer Ortsumgehung keineswegs die Lösung der Straßenverkehrsprobleme im Ort Kesternich.

«Es entsteht eine Konfrontation mit den Anwohnern, aber auch mit der Natur», so Dr. Manfred Aletsee vom Nabu, der in seinem Bestreben, eine massive Zerstörung der Landschaft zu verhindern, von den IG Mitgliedern unterstützt wird.

Die Frage nach dem Standort

Wichtigste Argumentations-Basis der Umgehungsstraßen-Gegner ist eine Verkehrszählung, die 15 Mitglieder der Interessengemeinschaft am 13. April 2010 vorgenommen haben. Sie haben zu den vier Standorten, die das Planungsbüro für seine Verkehrszählung ausgewählt hatte, noch einen weiteren Stadtort hinzugenommen, nämlich einen Zählpunkt an der Ampel-Kreuzung Straucher Straße/Bundesstraße.

Diesen Standort hält die IG für unerlässlich, weil hier dokumentiert werde, wie viele Fahrzeuge geradewegs durch den Ort fahren, ohne die Straucher Straße zu benutzen, und zwar in beiden Richtungen. Und diese Fahrzeuge würden auch in Zukunft nicht über die Umgehungsstraße fahren, argumentieren die Mitglieder der IG.

Das Gesamtergebnis (und ebenfalls das Ergebnis einer Zählung des Nabu/Bund vom 16. Juni 2009) deckt sich zwar mit den Erhebungen der offiziellen Zählung, doch ist die Aufsplittung sehr interessant: Aus beiden Richtungen - sowohl aus Einruhr und Rurberg als auch aus Simmerath - biegt nur knapp ein Drittel der Fahrzeuge in die Straucher Straße ab.

Wie viele nutzen die Umgehung

«Dies bedeutet aber, dass von den gegenwärtigen etwa 8000 Fahrzeugen pro Tag weniger als 30 Prozent auf eine Ortsumgehung ausweichen würden», folgert die IG. Sie bezeichnet das große Schild am Ortseingang auf der Straucher Straße als «irreführend», denn an dieser Stelle wurden keine 8000 Fahrzeuge gezählt.

«Der Wochenendverkehr ist für eine Zählung belanglos», argumentiert Roswitha Weinberg, Naturschützerin und IG-Mitglied, und macht deutlich, dass die Verkehre zum Rursee, nach Vogelsang und in den Nationalpark nicht als Hauptargument für eine Umgehung gelten können. Für eine Verkehrszählung kommen Normalwerktage in Betracht.

Roswitha Weinberg nennt als Ziel der IG: «Es reicht uns nicht, vertröstet werden, dass die Umgehung nicht so bald in Angriff genommen wird. Wir wollen, dass die ganze Planung vom Tisch kommt.»

Ihre ermittelten Zahlen hat die IG allen mit der Planung der Ortsumgehung befassten Stellen zur Verfügung gestellt. Man weist nachdrücklich darauf hin, dass der innerörtliche Verkehr (nahezu 2000 Fahrzeuge) die Umgehung nicht benutzen werde und zudem die Fahrzeuge aus Richtung Monschau/Simmerath weiterhin geradewegs durch den Ort fahren würden.

Das Fazit der Interessengemeinschaft lautet: «Für die geplante Ortsumgehung besteht nicht einmal ansatzweise ein Bedarf. Diese Umgehungsstraße mit unverhältnismäßig hohen Baukosten von 7,5 Millionen Euro für nur 2300 Fahrzeuge stellt eine erhebliche Verschwendung von Steuermitteln dar.

Zudem ist sie eine massive, völlig unnötige Landschaftszerstörung und wird in Summe daher rechtlich nicht zulässig sein.»

Quelle: Eifeler Zeitung


Umgehung läuft nicht wie geplant
Pläne für Kesternich lassen weiter auf sich warten:
Landesbetrieb Straßenbau geht von einer mindestens dreimonatigen Verzögerung aus.

25.01.2011

Im Januar 2011 hatten viele Kesternicher Bürger auf die Einladung zu einem äußerst spannenden Termin gewartet. Vom Landesbetrieb Straßenbau war angekündigt worden, dass im ersten Monat des neues Jahres die Pläne für den Bau einer Umgehungsstraße Kesternich im Rahmen einer Bürgerinformation vorgestellt werden sollten.

Foto: P. Stollenwerk

Doch weder im Januar noch in den drei kommenden Monaten wird es einen solchen Termin geben. Diesen aktuellen Sachstand gab der Simmerather Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns jetzt in der Sitzung des Gemeinderates bekannt.

Anlass für die Mitteilung war ein Schreiben der Bürgerinitiative Pro Umgehungsstraße Kesternich, worin die Unterzeichner ihrer Hoffnung über einen zügigen Fortgang der Maßnahme Ausdruck geben. Außerdem wurden die Mitglieder des Rates an ihr Wahlversprechen aus dem Jahr 2009 erinnert, dem Bau einer Umgehungsstraße zuzustimmen.

Bürgermeister Hermanns aber musste die Initiative enttäuschen und verwies auf die „aktuelle Zeitschiene“, die ihm auf Anfrage vom Landesbetrieb Straßenbau mitgeteilt worden sei. Demnach sollen die Pläne für Kesternich frühestens bis Ostern fertig gestellt sein. Die Verzögerung, zitierte der Simmerather Bürgermeister den Leiter des Landesbetriebs, Edgar Klein, habe mehrere Ursachen. Da ist einmal die andere Kesternicher Bürgerinitiative, die eine Umgehungsstraße stoppen will. Diese Initiative hat im November 2010 der Gemeinde mitgeteilt, dass man Verfahrensfehler bei der Planung der Umgehungsstraße ausfindig gemacht habe. Aufgrund dieser Eingabe ist nun ein Verfahren beim Petitionsausschuss anhängig. Das Ergebnis dieser Prüfung möchte der Landesbetrieb zunächst einmal abwarten, solange werde auch keine Offenlegung der Pläne erfolgen.

Außerdem ließ der Landesbetrieb wissen, seien auch krankheitsbedingte Ausfälle einiger Mitarbeiter sowie personelle Umstrukturierungen die Ursache dafür, dass die Pläne nicht geplant vorgelegt werden könnten.

Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns konnte die Bürger also nur vertrösten: „Die Sache tritt derzeit auf der Stelle.“

In ihrem Schreiben an den Bürgermeister und die Ratsvertreter hatte die Bürgerinitiative Pro Umgehungsstraße, die nach eigenen Angaben über 120 Haushalte vertritt, noch einmal darauf hingewiesen, dass „die Einwohner von Kesternich seit vielen Jahren unter dem kontinuierlich wachsenden Verkehr durch den Ort leiden.“

Bereits vor 20 Jahren seien die Verkehrszahlen ausreichend gewesen, um eine Umgehungsstraße für Kesternich in Betracht zu ziehen. Jüngste Entwicklungen verlangten nun nach einer schnellen Realisierung dieses Projektes.

Der steigende Rurseetourismus locke ständig mehr Pkw- und vor allem Motorrad-Fahrer an. Durch die Einführung der Lkw-Maut nähmen viele Lkw auf Ihrem Weg zur Autobahn „die Abkürzung“ durch die Eifel „und fahren damit hautnah vorbei an unseren Häusern.“ Weiterhin sei Kesternich das Verkehrsnadelöhr von Belgien, den Niederlanden und dem westlichen Ruhrgebiet zum Nationalpark Eifel. Sämtliche Zugangsrouten und für Motorräder geöffnete Straßen führen letztlich durch Kesternich.

Die offizielle Verkehrszählung des Landesbetriebs Straßenbau aus dem Jahr 2009 und deren Prognosen sprächen von einer Zunahme des jetzigen Verkehrs durch Kesternich um ca. 30 Prozent bis zum Jahr 2025, was eine Belastung von täglich über 10 000 Fahrzeugen bedeute.

Die geplante Ortsumgehung, heißt es in dem von Christoph Keischgens, Dieter Palm, Herbert Steffen und Josef Granrath unterzeichneten Brief, würde laut Straßenbauamt eine 70-prozentige Verkehrsentlastung bewirken „und steht mit den vergleichsweise geringen Baukosten in einem sehr guten Kosten-Nutzen-Verhältnis“. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung


Sport- und Kulturzentrum Kesternich:
Anschluss an die Bundesstraße ist kein Problem mehr

08.12.2010

Der Bebauungsplan für das Sport- und Kulturzentrum in Kesternich kann nun beschlossen werden. Der Landesbetrieb Straßenbau NRW hat einer Anbindung an die Bundesstraße zugestimmt.

Wenn das Sport- und Kulturzentrum in Kesternich gebaut wird, dann wird bei der Bauausführung und bei der Tragwerksplanung berücksichtigt, dass das Plangebiet in der Erdbebenzone 2 mit der Untergrundklasse R (Gebiet mit felsartigem Untergrund) liegt. Auch darauf hat der Geologische Dienst NRW in Krefeld bei der Offenlage des Bebauungsplanes für das Sport- und Kulturzentrum hingewiesen.

Der Simmerather Planungsausschuss hat sich nun mit den Anregungen zum Bebauungsplan befasst. Bruno Löhrer von der CDU zeigte sich überrascht und erfreut, dass der Landesbetrieb Straßenbau NRW doch einer Anbindung des Zentrums an die Bundesstraße 266 zugestimmt habe. Zudem fordert der Landesbetrieb «sichere fußläufige Verbindungen vom Sportzentrum zum Ortsteil Kesternich». Fehlende Gehwegverbindungen muss die Gemeinde noch einrichten. Auch wird im Bereich der Anbindung an die B266 am Ortseingang für eine «gesicherte Querungsmöglichkeit der Bundesstraße für Radfahrer und Fußgänger gesorgt.

Nach der einstimmigen Empfehlung des Planungsausschusses wird der Gemeinderat nun den Bebauungsplan für das Sport- und Kulturzentrum beschließen, die Verwaltung hat zudem den Auftrag, die Schlussbekanntmachung zu fertigen. Damit ist eine wichtige rechtliche Voraussetzung für die Verwirklichung des Projektes gegeben.

Geplant ist der Neubau einer Sporthalle samt Geräteraum und Vereinshaus mit Mehrzweckraum, einer kleinen Gaststätte, Klubraum und Neben räume für die Nutzung der Sporthalle. Im angrenzenden Dorfgemeinschaftshaus sind unter anderem ein großer und ein kleiner Saal samt Bühne, Theke und Probenräume vorgesehen. Träger des Projektes ist der Sportverein TSV und die Dorfgemeinschaftshaus GmbH. Derzeit ist der TSV dabei, die Kosten für das Sportzentrum und den neuen Kunstrasenplatz zu ermitteln.

Quelle: Eifeler Zeitung


17.11.2010

Entwurf für die Ortsumgehung Kesternich
kommt bald

Der Entwurf für die geplante Ortsumgehung Kesternich wird bis zum Ende des Jahres der Gemeinde vorliegen. Im Januar sei dann die Offenlage geplant, berichtete Beigeordneter Roger Nießen im Simmerather Tiefbau- und Verkehrsausschuss.

Der zuständige Landesbetrieb Straßenbau werde den Plan den Bürgern vorstellen, die Bürger können dann Fragen stellen und Anregungen und Bedenken äußern.

Nach der Offenlage werden der zuständige Fachausschuss und danach der Rat über die Anregungen und Bedenken beraten und entscheiden. Dann wird das notwendige Verfahren eingeleitet, damit die Ortsumgehung auch gebaut werden kann. Beigeordneter Nießen informierte den Ausschuss über eine Bürgerinitiative gegen den Bau der Ortsumgehung.

Drei Vertreter der Initiative haben den Bürgermeister jüngst in der Sprechstunde darüber informiert, dass sie in einem Brief an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und an weitere Politiker deutlich gemacht hätten, die Ortsumgehung Kesternich sei nicht erforderlich.

Einzelheiten aus dem Brief an den Bundesverkehrsminister wollte der Beigeordnete nicht nennen, nur soviel: Nach Ansicht der Bürgerinitiative würden durch die Umgehungsstraße nur etwa 2000 Fahrzeuge aus dem Ort herausgehalten. Nach Ansicht der Initiative ist dies wohl zu wenig, um eine Ortsumgehung zu rechtfertigen. Beigeordneter Nießen kündigte an, dass die Eingabe der Bürgerinitiative im Rahmen der Offenlage in das Verfahren aufgenommen werde.

Quelle: Eifeler Zeitung


21.09.2010

Sport- und Kulturzentrum Kesternich
Landesbetrieb Straßenbau kann sich mit Kreisverkehr auf der B 266 nicht anfreunden.
Endgültige Planung liegt vor.

Im November 2008 befasste sich der Simmerather Planungsausschuss erstmals mit den Plänen für das neue Sport- und Kulturzentrum Kesternich. Knapp zwei Jahre später verabschiedete der Ausschuss jetzt die endgültige Planung, außerdem soll die Offenlage erfolgen.

Die Erschließung des Geländes erfolgt über einen vorhandenen Wirtschaftsweg, der vom Friedhof zur B 266 führt und ausgebaut wird. Aus Richtung Strauch wird eine Linksabbiegespur angelegt, da sich der Landesbetrieb Straßenbau nicht mit einem Kreisverkehr anfreunden konnte. Ein Kreisverkehr am Ortseingang, hätte sicherlich noch zur Verkehrsberuhigung in der Ortslage beigetragen“, bedauerte Klaus Stockschlaeder (Grüne) die Entscheidung.

Am nördlichen Ortsrand von Kesternich, etwa 200 Meter vom Friedhof entfernt, liegt das 2,3 Hektar große Plangebiet.

Ausgangspunkt für die Auslagerung des gesamtes Sportplatzkomplexes aus dem Ortskern ist die Tatsache, dass das vorhandene Gelände wegen auslaufender Pachtverträge nicht mehr dauerhaft gesichert ist. Das jetzige Sportplatzgelände soll in Wohngebiet umgewandelt werden.

In Kesternich ist das Interesse am neuen Projekt sehr groß, um den unterschiedlichen Interessen des TSV Kesternich mit seinen Abteilungen gerecht zu werden.

Geplant ist der Neubau eines Sport- und Kulturzentrums mit Turn- und Sporthalle sowie Volleyball- und Fußballfeldern. Träger der Maßnahme ist der TSV und die Dorfgemeinschaftshaus GmbH.

Die neue Sporthalle soll rund 280 Quadratmeter groß werden. Daran angebunden ist ein Geräteraum und ein Vereinshaus. Ziel ist es, die diversen Vereins-Aktivitäten im neuen Zentrum zu bündeln. Im Vereinshaus sollen ein Mehrzweckraum, eine kleine Gaststätte mit Küche und Clubraum im Obergeschoss Platz finden, während im Untergeschoss die erforderlichen Nebenräume für die Nutzung der Sporthalle (Duschen, Umkleide und Toiletten) vorgehalten werden. Im unmittelbar angrenzenden Dorfgemeinschaftshaus sind ein großer und ein kleiner Saal vorgesehen, der bei gemeinsamer Nutzung maximal 340 Sitzplätze umfasst. Ferner sind hier Bühne, Theke sowie Probenräume für Musikvereine und Lagerräume vorgesehen.

Die neu entstehenden Räumlichkeiten sollen nicht nur vom TSV Kesternich sondern auch von anderen ortsansässigen Vereinen genutzt werden. Im Obergeschoss des Sportheim wird etwa eine Schießbahn für den Schützenverein vorgesehen.

Schließlich kann bei Großveranstaltungen im Bereich des Parkplatzes noch ein 15 x 15 Meter großes Festzelt aufgestellt werden. Rund 85 Stellplätze werden direkt am Sport- und Kulturzentrum angelegt. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung



07.08.2010

Schnelles Internet für Kesternich,
Ortsvorsteher Ulrich Offermann bittet um Prüfung

Antrag an den Bürgermeister aufrufen



13.03.2010

Ortsumgehung: Im Sommer kommt es zum Schwur
CDU Kesternich:
Sportzentrum und Pläne für das Dorfgemeinschaftshaus
waren weitere Themen der Mitgliederversammlung

Hans-Josef Hilsenbeck, Bernd Gorffart und Ulrich Offermann berichteten bei der Jahresversammlung
des CDU Ortsverband Kesternich über das politische Geschehen in Ort, Gemeinde und Städteregion Foto: Kornelia Breuer

Ortsvorsteher Ulrich Offermann begrüßte die Anwesenden, unter ihnen auch den stellvertretenden Bürgermeister Bernd Goffart, den ersten stellvertretenden Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck und die Geschäftsführerin des Gemeindeverbandes Ulla Harth.

Der CDU-Ortsverband Kesternich ist sehr aktiv und glücklich über viele interessierte Mitglieder. Das wurde am Donnerstagabend deutlich, als sich zahlreiche Mitglieder zur Jahresversammlung in der Gaststätte Jousten trafen.

Zu den großen Themen für die Ortschaft Kesternich gehörte in den letzten Jahren immer wieder der Straßenbau. Die Fertigstellung der Gemeindestraßen nach dem Kanalbau hat in 2007 begonnen und konnte im letzten Jahr abgeschlossen werden. Zum Dauerbrenner Ortsumgehung der B266 soll der genaue Straßenverlauf noch vor den Sommerferien der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Nach den Ferien wird der Gemeinderat darüber entscheiden. Ebenfalls im Sommer diesen Jahres wird der neue Flächennutzungsplan rechtskräftig. Der Bebauungsplan Nr. 159 –Sportzentrum Kesternich- wurde am Mittwoch der Öffentlichkeit vorgestellt. Auch dieser wird im Sommer seine Rechtskraft erreichen.

Die Baupläne der neuen Sportanlage mit Sportheim und Sporthalle und erste Pläne des Dorfgemeinschaftshauses sind vielen Bürgern ebenfalls seit vergangener Woche bekannt. Offermann ist froh, dass dieses Thema, welches Bürger und Politik schon viele Jahre beschäftigt, jetzt wohl zu einem glücklichen Ende kommt. Er rechnet noch in diesem Jahr mit dem Baubeginn.

Dank der Prognosen für die nächsten sechs Jahre, wird die Grundschule „Schwalbenschule“ für diesen Zeitraum sicher bestehen. „Wir sind stolz auf unsere kleine, feine und vor allem gute Schule“, so Offermann, deutlich wird dies durch die große Spendenbereitschaft für den Förderverein, für einzelne Projekte und den persönlichen Einsatz ehrenamtlicher Helfer.

Die Änderungen des Kindergartengesetzes macht auch den Erhalt des Kindergartens möglich, durch die Betreuung von Kindern unter zwei Jahren, haben auch die kleinen Kindergärten wieder eine Chance.

Ulrich Offermann betont immer wieder, dass viele Kesternicher, unabhängig von einer Parteizugehörigkeit am Wohlergehen ihres Ortes interessiert sind. So kann im Frühjahr das Kreuz am Pfarrer-Denis-Platz wieder aufgestellt werden, es wurde im Laufe des Winters von CDU und Kesternicher Bürgern saniert. „Ich möchte an dieser Stelle allen Bürgern und dem Ortskartell danken, für ihre uneigennützige und kostenlose Hilfe bei vielen Aufgaben zur Dorfverschönerung. Hierbei möchte ich besonders die Pflege der Ruhrbänke rings um Kesternich und das Friedhofskreuz am neuen Friedhof erwähnen“, so der Ortsvorsteher. „Einiges wäre in Zeiten leerer öffentlicher Kassen ohne bürgerschaftliches Engagement nicht mehr möglich. Für diesen Einsatz danken wir allen Helfer.“ Das schreibt der Ortsverband auch in einem Rundbrief „Kesternich aktuell“, der je nach Themenlage in unregelmäßigen Abständen an alle Kesternicher verteilt wird.

Bernd Goffart, in dreifacher Funktion als CDU Gemeinderatsvorsitzender, Ratsmitglied und stellvertretender Bürgermeister informierte über die Arbeit im Gemeinderat, er bedankte sich besonders bei den vielen Wahlhelfern, die den dreifachen Wahlkampf im letzten Jahr unterstützt haben. Im Sommer wird es für diese Helfer und ihre Familien einen Helferabend geben. Ein besonderes Thema im Rat war und ist der Erhalt des Simmerather Krankenhauses. Die Verantwortlichen der Kommunen und der Städteregion, waren sich schon längere Zeit sicher, dass dieses Haus nicht aufgegeben werden kann. Seit Januar ist jetzt klar, dass die Städteregion damit ihre erste Bewährungsprobe in einer für die gesamte Eifel wichtigen Angelegenheit bestanden hat.

Hans-Josef Hilsenbeck, der erste stellvertretende Städteregionsrat berichtet über eine Politik, die erst begonnen hat. Erste Früchte sind aber schon absehbar: Einsparungen von Sach- und Personalkosten können schon ausgewiesen werden, die Förderung der Vereine und somit des Ehrenamtes bleibt ein wichtiges Thema, der Bestand des Krankenhauses ist gesichert, Kindergärten bleiben erhalten und der Tourismus wird weiter gefördert. Der Haushaltsplan der Städteregion wird erst in der nächsten Woche verabschiedet. Hilsenbeck. „Die Haushaltsdebatte wird spannend und dann sind wir in der schwierigen Lage, dem Bürger die komplizierte Finanzsituation zu verdeutlichen.“

Zum Abschluss der Versammlung wies Bernd Goffart noch einmal auf den von Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns initiierte Generationenbeirat hin. Hier bilden 18 Bürger aus drei Altersgruppen ein Gremium, in dem es weniger um Politik, als mehr um die reale Lebenssituation der Menschen geht. Es ist wünschenswert, dass die Mitglieder dieses Gremiums politisch eher unbefangen sind. Die CDU hat Personen vorgeschlagen, die zwar engagiert, aber bisher noch nicht im Rat oder einem Ratsausschuss tätig sind.

Quelle: Eifeler Zeitung


Flyer OV-Kesternich


 

Ulrich Offermann im Seniorenbeirat der Städteregion

15.01.2010

CDU-Ratsherr Ulrich Offermann aus Kesternich wird die Gemeinde Simmerath im Seniorenbeirat der Städteregion Aachen als beratendes Mitglied vertreten. Dies beschloss jetzt der Gemeinderat mehrheitlich.

Ulrich Offermann:
kritisiert Wahlmanöver der UWG

Die UWG zog ihren Antrag zurück

Die UWG Simmerath hatte im August 2009 beantragt, die Schulstraße und die Straße am Sportplatz in Kesternich sollten als Verkehrsberuhigung Drempel oder ähnliche, zum langsam fahren gezwungene Aufbauten erhalten.

Dieses alles nach Fertigstellung der benannten Straßen, und ohne an die Anlieger zu denken, die ständig über diese wenig Erfolg versprechende Aufbauten hoppeln müssen.

Dieses hat der Ortsvorsteher von Kesternich, Ulrich Offermann, schon sofort kritisiert und als reines Wahlkampfmanöver bezeichnet. Er sollte Recht behalten, denn die UWG Simmerath hat Ihren "Wahlkampfantrag", ohne viele Worte, am 01 Dezember 2009 bei der Sitzung des Tiefbau- Verkehrs und Denkmalausschuss wieder zurück genommen.


Vier Geschwindigkeitsanzeigetafeln

RWE hat der Gemeinde den Einsatz von Geschwindigkeitsanzeigetafeln angeboten.

Diese Tafel zeigt die aktuelle Geschwindigkeit des sich nähernden Fahrzeuges mit Leuchtziffern an, speichert die Geschwindigkeit sowie Zahl und Zeitpunkte der Durchfahrten.

Die Erfassung der Verkehrsdaten erfolge anonym und nur zu statistischen Zwecken, versicherte die Verwaltung dem Tiefbau-, Verkehrs- und Denkmalausschuss am Dienstag.

Punkte an denen die Tafel angebracht werden soll: Lammersdorf - B 399 - Hoscheiter Straße/Auf der Harth, Lammersdorf - B 266 - Bergstraße/Auf der Ley, Rollesbroich - K 32 - Dürener Straße/Am Bachhof und Kesternich - B 266 - Bundesstraße/Südstraße.

Fraktionsvorsitzender Bruno Löhrer plädiert für die Aufstellung eines "Starenkastens" an der Monschauer Straße Witzerath /Strauch.


Kesternich

02.12.2009

Kaum Neues zur Ortsumgehung
Kesternich: Variante ist inzwischen in der Umweltverträglichkeitsprüfung

Kesternich. Nicht viel Neues gibt es zum Thema Ortsumgehung Kesternich. Auf der Grundlage eines Behördentermins vor Ort Anfang September ist eine neue Variante im südlichen Bereich der geplanten Trasse am Ortsausgang Richtung Einruhr technisch untersucht worden. Wie Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns dem Tiefbau-, Verkehrs- und Denkmalausschuss mitteilte, ist nach Aussage des Landesbetriebes Straßen NRW die technische Planung der neuen Trassenführung abgeschlossen und dem Gutachter zur ökologischen Prüfung übergeben worden. Die Umweltverträglichkeitsprüfungen soll bis zum Jahresende über die Bühne gehen, so dass im neuen Jahr konkrete Daten vorliegen.

Um Missverständnissen vorzubeugen, betonte Hermanns, nicht die Gemeinde Simmerath trage die Baulast, sondern der Landesbetrieb. Dessen ungeachtet werde die Gemeinde allerdings ihren gesamten Einfluss geltend machen, „um eine Trasse zu verwirklichen, die möglichst vielen Kesternichern dient“. Das bedeute gleichzeitig, dass dort, wo die Trasse „in relativer Nähe“ zur Wohnbebauung verlaufe, ein „möglichst effektiver Schallschutz“ errichtet werden müsse.

Sprecher von SPD und CDU bedauerten, dass die zahlreich erschienenen Kesternicher Bürger ohne große Neuigkeiten wieder nach Hause gehen müssten, sicherten aber jegliche Unterstützung zu. Marc Topp (SPD) versprach, im Frühjahr ein politisches Signal zu setzen und „als Sprachrohr der Bürger“ zu fungieren. Jens Wunderlich (CDU) beruhigte: „Die Bürger brauchen keine Angst zu haben, dass schon irgendetwas festgezurrt ist.“ (ess)

Quelle: Eifeler Zeitung


Kesternich

Nächster Schritt für das Sportzentrum Kesternich

(Mü) | 20.11.2009

Kesternich. Der Planungsausschuss hat einstimmig beschlossen, den Bebauungsplan für das Sportzentrum Kesternich aufzustellen.

Auf dem gut zwei Hektar großen Gelände sollen ein Kunstrasenplatz für die Fußballer sowie ein Volleyballfeld entstehen, dazu ein zweigeschossiges Gebäude mit Gemeinschaftsräumen, das gegenüber der ursprünglichen Planung des Sportvereins ergänzt wurde um einen Raum für eine Schießanlage der Schützen sowie um einen Raum für die Musikvereine. Auf der dem Ort abgewandten Seite des Gebäudes kann ein Zelt aufgebaut werden auf einer Fläche, die auch als Parkplatz genutzt werden kann.

Erschlossen wird das Gelände im Bebauungsplan durch eine sechs Meter breite Straße von der Bundesstraße her auf der Trasse eines Wirtschaftswegs, die auch Begegnungsverkehr möglich sein lässt. Dafür ist allerdings noch Grunderwerb notwendig.

Für CDU die hoffte Bruno Löhrer, dass man nun die Voraussetzungen schaffen könne, dass der Kesternicher Sportverein sein Vorhaben umsetzen könne. Und um weitere Unruhe im Ort zu vermeiden, riet er, die Frage weiterer, alternativer Erschließungen im Plan gar nicht erst anzusprechen. Unterstützt wurde er für die SPD von Manfred Sawallich, denn ein anderer als der hier dargestellte Erschließungsweg sei nicht im Sinne der Bürger.

Dem Sportverein sei klar, betonte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, dass er als Träger der Baumaßnahme auch die nicht unerheblichen Erschließungskosten zu schultern habe. Wie weit die Gemeinde aus Erlösen bei einer anderen Nutzung des ehemaligen Sportplatzes helfen könne, sei nicht abzusehen.

Quelle: Eifeler Zeitung


Kesternich

30.09.2009

Anträge des Ortsvorstehers

Höhenstraße
Wirtschaftswege

 

 


Kesternich

15.09.2009

Eine Hecke als Hürde für die Ortsumgehung
Annäherung an eine Lösung für Kesternich:
Ortsvorsteher sieht auch Enttäuschung bei einigen Anwohnern.
Neues Gutachten wird eingeholt.

Massiver Lärmschutz und fließender Verkehr, der möglichst weit weg ist von der Bebauung: Das sind die wichtigsten Forderungen an die geplante Umgehungsstraße in Kesternich. Ortsvorsteher Ulrich Offermann versicherte, er werde „ständig“ den Lärmschutz einfordern. Er rief die Bürger dazu auf, ebenfalls durch „Bedenken und Anregungen“ auf den Lärmschutz zu drängen.

Die geplante Ortsumgehung für Kesternich war nun abermals Thema im Simmerather Bauausschuss. Bürgermeister Hubert Breuer informierte den Ausschuss und die zahlreichen Zuhörer über das Ergebnis eines Behördentermins Anfang September. Teilgenommen hatten daran unter anderem Achim Großmann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, der Bundestagsabgeordnete Helmut Brandt sowie Edgar Klein und Edgar und Christoph Jansen vom Landesbetrieb Straßenbau NRW, Niederlassung Eifel-Ville, die Untere Landschaftsbehörde, die Kesternicher Ratsvertreter Bernd Goffart und Helmut Keischgens, Bürgermeister Hubert Breuer und Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns.

Quelle: Eifeler Zeitung


Kesternich

Umgehungsstraße nimmt Form an

Bei den Planungen für die Ortsumgehung Kesternich ist man einen großen Schritt weiter gekommen. Ein Behördentermin am Freitag schuf die Voraussetzungen dafür, dass das Verfahren nun die nächste Hürde nehmen. Wie bereits kurz berichtet war zuletzt die Frage strittig, wie der südliche Teil der Umgehung aussehen soll.

Auf allgemeine Ablehnung sowohl im politischen Raum als auch bei der Bevölkerung stieß dabei die im Raum stehende Planung, für das untere Stück der Ortsumgehung von der Einmündung Rurberger Straße bis zur B266 die vorhandene Trasse der Landstraße nach Rurberg zu nutzen. Gegen diese Lösung liefen vor allem die Anwohner des Neubaugebietes Im Dreieck Sturm, für die sich die Situation der Verkehrsbelastung dadurch verschlechtert hätte.

Diese Planung ist jetzt nicht mehr aktuell. Der südliche Teil der Umgehung in Richtung Einruhr soll von der Bebauung ferngehalten werden. Wie weit er von der jetzigen Landstraße entfernt liegen wird, ist noch nicht klar. Zunächst einmal muss ein neues ökologisches Gutachten erstellt werden.

Fest steht aber schon, was mit dem alten Teilstück der Landstraße Richtung Rurberg gesehen soll. Sie soll aufgeschüttet und rekultiviert werden. Die Anwohner im Dreieck kämen dann sowohl in den Genuss eines Lärm- wie auch Sichtschutzes.

«Wir haben die höchst mögliche erreichbare Lösung erzielt», bewertet Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns das Ergebnis des Behördentermins. Daran nahmen die Bundestagsabgeordneten Achim Großmann und Helmut Brandt teil, ferner Edgar Klein, der Leiter des Landesbetriebs Straßenbau mit seinem Dezernenten Christoph Jansen sowie die Untere Landschaftsbehörde des Kreises Aachen und Bürgermeister Hubert Breuer und Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns von der Gemeinde Simmerath und weitere Ortspolitiker.

Quelle: Eifeler-Zeitung

Beharrlichkeit
- ein Ziel ausdauernd und beständig zu verfolgen und
hartnäckig an ihm festzuhalten -

zahlt sich aus!


 

Kesternich

Zum AZ-Bericht der UWG vom 06.08.2009 meldet sich der der Kesternicher Ortsvorsteher Ulrich Offermann:

Stellungnahme des Ortsvorstehers:


Ulrich Offermann

Ampelanlage in Kesternich:
Die Ampelanlage in Kesternich reagiert auf Bedarf der jeweiligen Straßen und auf Höchstgeschwindigkeit. Das letztere ist für die Nachtschaltung von größerer Bedeutung. Im Klartext, wer schneller als 50 km/h über die ersten Kontaktschleifen fährt kommt bei rot an der Ampel zum stehen. Wer 50 km/h und weniger fährt hat grün und darf ungehindert weiterfahren.

Ich habe den Antrag auf Abschaltung der Ampel in der Nacht schon zweimal gestellt, und er wurde immer mit der Begründung abgelehnt, dass nur der zu schnell fahrende Verkehrsteilnehmer bei rot an der Ampel ankommt. Dieses ist richtig, und wurde von der Polizei schon mehrfach nachts getestet. Ich selber habe dieses auch schon getestet und kann diese Aussage der Polizei und des Straßenverkehrsamtes nur bestätigen.

Durch persönliche Beobachtungen kann ich feststellen, "Spätheimkehrer", meist bis 1:00 Uhr stehen häufiger bei rot. "Berufskraftfahrer", meist von 2:00 Uhr bis 5:00 Uhr haben fast immer grün. Hier beweist sich, wer bereit ist Verkehrsregeln einzuhalten, oder auch nicht.

Verkehrsberuhigung in der Schulstraße und
Am Sportplatz:

Kaum sind diese Straßen neu hergerichtet worden, da fällt der UWG, kurz vor der Kommunalwahl ein: "Ein Antrag auf Verkehrsberuhigung stände uns gut". Ich frage mich, wo waren die Experten der UWG als die Straßenpläne der Gemeindestraßen in den Fachausschüssen besprochen wurden.

Es ist unbestritten, dass in diesen beiden Straßen zu viele Autos fahren die keine Berechtigung dafür haben, und zudem die Geschwindigkeitsbegrenzung nicht einhalten. In der Schulstraße sind Gewerbebetriebe die auch durch LKWs beliefert werden. Mehrere Schulbusse müssen diese Straße befahren. Wenn da noch "Drempel" oder andere "Verkehrsberuhigungen" den Straßenverkehr beengen würden, wäre dies mit Sicherheit nicht nur eine Verbesserung, sondern auch eine lästige Behinderung für die Anwohner. Ähnlich ist es Am Sportplatz wo eine Speditionsfirma zu Hause ist.

Sicher kann man zur rechten Zeit über alles reden, aber nicht direkt nach Fertigstellung der Straßen. Die Anlieger müssten auf jeden Fall mit einbezogen werden. Wer möchte schon ständig im Zickzackkurs, und - oder über Drempel hoppsend nach Hause fahren? Die Verkehrberuhigungen wären eventuell anliegerbeitragspflichtig.

Ulrich Offermann, Ortsvorsteher


Schwalbenschule
CDU spendete Außenbank

Die Schwalbenschule in Kesternich (Grundschule) erhielt aus dem Erlös des CDU Getränkestandes vom Simmerather Markt eine Außenbank. Diese Bank wurde, von den Forstarbeitern, im letzten Winter auf dem Forstbetriebshof in Lammersdorf, eigens auf den Bedarf der Schule hergestellt. Die Kosten, 600,- € hat der CDU Gemeindeverband übernommen. Übrigens, es wurde gleichzeitig eine Schablone erstellt, und die Gemeinde hat für nächstes Jahr eine weitere Bank versprochen. Auf dem Foto sehen Sie Kinder der Schwalbenschule mit dem Ortsvorsteher Uli Offermann beim Probesitzen.



Foto: CDU

Kämpfender Ortsvorsteher: Ulrich Offerman

Bei Verkehrsplanung weiter als „bis zur Pensionierung“ denken
Pläne für die Ortsumgehung Kesternich. Ortsvorsteher Ulrich Offermann warnt: „Halbherzige Lösungen sind zu wenig.“

Noch ist über die Trasse für die Ortsumgehung Kesternich nicht das letzte Wort gesprochen, aber als Fazit einer Bürgerinformation der Gemeinde warnte Ortsvorsteher Ulrich Offermann jetzt im Bauausschuss vor „halbherzigen Lösungen.“ Besonders die Pläne für den unteren Teil der Umgehung, die auf der Trasse der L 166 und damit der Nähe zur Wohnbebauung verlaufen soll, ist für Offermann „zu wenig.“ Er habe manchmal den Eindruck, dass „Pläne nur bis zur nächsten Pensionierung“ Gültigkeit hätten. Es gelte aber in die Zukunft zu schauen und dabei auch die gesamte Verkehrssituation Richtung Aachen im Blick zu haben.

Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns sagte wie auch schon bei Bürgerversammlung einen weiteren Behördentermin zu. Bei diesem Ortstermin setze man vor allem auf die Unterstützung durch Staatssekretär Achim Großmann, damit eine für Kesternich verträgliche Lösung gefunden werde.

Günter Mießen (Grüne) äußerte Zweifel an der Aussagekraft von nicht mehr aktuellen Verkehrszählungen. Ziel müsse es sein, „dass von 8000 Fahrzeugen am Tag auch 6000 die Umgehung nutzten. Sonst hat niemand etwas davon.“ Karl-Heinz Hermanns versicherte, dass den Planern aktuelle und aussagekräftige Daten zur Verfügung ständen. (P. St.)

Quelle Text: Eifeler Zeitung


Ortsumgehung Kesternich:
Schutz für Menschen oder bedrohte Tiere?

Von Andreas Gabbert | 10.06.2009

Ein heißes Eisen, das in Kesternich zurzeit diskutiert wird, ist die geplante Ortsumgehung. Insbesondere die Anwohner der viel befahrenen Bundesstraße B266 wünschen sich lieber heute als morgen eine Umgehungsstraße.

Um sich über den Stand der Planungen zu informieren, hatten sich jetzt circa 85 Interessierte zu einer Bürgerinformation in der Aula der Hauptschule Simmerath eingefunden.

Das Ziel der Veranstaltung sei, vor dem regulären Verfahren zu informieren und die Einwände und Vorschläge der Betroffenen zu hören, um sie in alle Schritte einzubeziehen. «Wir spielen da absolut mit offenen Karten», erklärte der Beigeordnete der Gemeinde Simmerath, Karl-Heinz Hermanns.

Der Vertreter der Verwaltung machte deutlich, dass die Gemeinde die Planungen zwar nicht im Detail mitbestimmen könne, dass es aber ohne die Zustimmung der Gemeinde keine Ortsumgehung geben werde. Die Verwaltung sehe in der Umgehung «eine Chance für Kesternich». Es dürfe aber innerhalb des Ortes nicht zu einer Verlagerung der Probleme kommen. «Es muss auch wirklich etwas Positives für die Kesternicher ´rauskommen.»

Eine Variante, die weit um die Ortschaft herum führe, sei für die Bevölkerung sicher die beste Lösung, aber aus ökologischen (Stichwort Feuerfalter) und finanziellen (Brückenbau) Gründen nicht machbar, erläuterte Christoph Jansen von Straßen NRW.

Querverbindung nicht möglich

Nach den Plänen des Landesbetriebs wird die Umgehungsstraße auf der Straucher Straße am Ortseingang beginnen und nördlich der Ortslage verlaufen. Bis auf 100 Meter soll die Trasse im Bereich Im Sief und Nordstraße an die Bebauung heranreichen und schließlich an die Rurberger Straße (L166) angeschlossen werden.

Eine Querverbindung von dort zur Bundesstraße B266 scheint nicht möglich, weil bedrohte Tierarten (Fledermäuse, Vögel) in diesem Bereich gefunden wurden. Wenn es eine Alternative wie die vorhandene L166 gäbe, sei dies «in der Regel ein K.o.-Kriterium», sagte Jansen. Gleichzeitig habe ein Gutachter festgestellt, dass die Belastung für die Anwohner des Knotenpunktes Rurberger/Bundesstraße zumutbar sei. An diesem Punkt ergebe sich für die Anwohner eine Mehrbelastung von 1200 Fahrzeugen pro Tag. Diese Zahl wurde von den Betroffenen angezweifelt, der Verkehr werde sich verdrei- oder vervierfachen, lautete ihre Einschätzung.

Eine Anwohnerin aus der Straucher Straße hatte einen mehrseitigen Vortrag vorbereitet, in dem sie die Gründe ihrer Wohnungswahl und die Folgen einer Umgehungstraße für sie darstellte. In Richtung der Anwohner der Bundesstraße sagte sie, man habe sich bewusst entschieden, dort zu leben, die Verkehrssituation sei nicht neu. «Wenn es eine Ortsumgehung geben sollte, dann möglichst weit weg zum Vorteil aller Kesternicher Bürger, lautete ihr Fazit. Die Reaktionen reichten von Beifall bis zu Kopfschütteln.

Anwohner der Rurberger Straße sprachen von einer Farce, schließlich betrage der Abstand dort lediglich 30 bis 50 Meter. Ein Bürger lud dazu ein, sich die Situation vor Ort auf seinem Balkon anzusehen.

Im Vergleich zu sieben Metern Abstand an der Bundestraße seien 50 Meter schon viel, erklärte Ortsvorsteher Ulrich Offermann. Die meisten Betroffenen an der Bundestraße seien dort geboren und hätten ihre Elternhäuser übernommen und instandgehalten. «Sonst ständen da heute Ruinen», sagte Offermann und betonte, dass man auch an diese Menschen denken müsse. Viel Applaus erntete ein Bürger mit der Aussage, dass zwei Drittel der Einwohner profitieren würden.

«Das Argument des Naturschutzes ist vorgeschoben, in Wahrheit reden wir hier doch über die Kosten», sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Gregor Harzheim. Beim Thema Artenschutz spielten Kosten keine Rolle, hielt Christoph Jansen entgegen.

Harzheim wollte schließlich wissen, welche Behörde für diese Entscheidung verantwortlich sei; die europäische Rechtsprechung jedenfalls ließe den nationalen Regierungen Entscheidungsspielräume. Verantwortlich für die Entscheidung im Sinne des Artenschutzes seien die Landschaftbehörden, antwortete der Vertreter des Landesbetriebs.

Bernd Goffart, CDU-Ratsvertreter aus Kesternich, sah auch eher eine Kostenfrage im Vordergrund. Er zeigte sich froh darüber, «dass hier nicht zwei Gruppen aufeinander treffen», sondern gemeinsam nach einer Lösung gesucht werde. In der Vergangenheit sei in der Eifel «oftmals Unmögliches möglich gemacht» worden. Deshalb könne er sich auch vorstellen, dass etwa ein möglicher Problembaum nicht lange stehen bleiben würde. Man müsse «alle Möglichkeiten nutzen», erklärte Bernd Goffart und bat Gregor Harzheim, seine Verbindungen zu Parteigenosse Achim Großmann im Bundeverkehrsministerium zu nutzen.

Einig waren sich alle Beteiligten, dass der Schutz von Menschen über den Bedürfnissen des Artenschutzes anzusiedeln sei.

Lärmschutz

Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns regte an, eine Gesprächsrunde mit dem Bundesverkehrsministerium, der Bezirksregierung als höhere Landschaftsbehörde, dem Kreis Aachen als untere Landschaftsbehörde, dem Landesbetrieb Straßenbau und der Gemeinde Simmerath zu organisieren, um zu sehen, inwieweit der Artenschutz wirklich ein Hinderungsgrund für eine Weiterführung der Trasse sei. Zum Thema Lärmschutz wollte Christoph Jansen an diesem Abend keine Angaben machen. Dies sei beim derzeitigen Stand der Planungen noch nicht möglich.

Quelle: Eifeler Zeitung



Kindergarten "Pusteblume"

Ortsvorsteher Ulrich Offermann übergab Sachspende

12.05.2009
Der Kindergarten "Pusteblume" in Kesternich hatte einen Besuch vom Ortsvorsteher Ulrich Offermann. Er brachte den Kindern ein Geschenk der CDU Simmerath. Die CDU Simmerath hat die Überschüsse des CDU Getränkestandes der letzten Jahre zusammengelegt und will mit diesem Geld die Kindergarten- und Grundschulkinder in der Gemeinde Simmerath beschenken. Der Überschussbestand hat ergeben, dass jede Kindergartengruppe oder Grudschulklasse ein Geschenk im Wert von € 150,- erhalten wird. Herr Offermann durfte nun den Kindergartenkindern in Kesternich einen großen Karton mit Bausteinen von der CDU Simmerath überbringen. Die Kinder, die mit Ihren Müttern beim Muttertagsfrühstück saßen, waren über dieses Geschenk sehr erfreut und bedankten sich mit einem kräftigen Applaus.

Das Foto zeigt von links Ortsvorsteher Uli Offermann mit den Kindergärtnerinnen Marita Krings und Marlene Kaufmann
und die fröhlichen Kindergartenkinder mit den neuen Bausteinen.





www-cdu-simmerath.de

Die CDU-Simmerath ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich,
die über einen Link erreicht werden.

Datenschutz: Wir versprechen Ihnen, dass wir Ihre persönlichen Daten, die uns möglicherweise per e-mail erreichen, nicht an Dritte weitergeben.


Letzte Änderung: 06-Jun-2017

 © CDU-Simmerath