Presse-Berichte

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April 2011

Quelle der Artikel, falls nicht besonders gekennzeichnet, Eifeler Zeitung.
Berichte aus 2008- 2010 finden Sie im Archiv

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Berichte aus der Tagespresse, ungekürzt und unzensiert.
Inhalt/Themen
April 2011

Vorstand CDU Einruhr-Erkensruhr

Motorrad-Lärm

Bürgerbus für Simmerath?

Probleme beim RAVeL-Radweg

50 Häuser Baugebiet Sportplatz

Neuer Halt an RAVeL-Route

Richtfunk in Gewerbe Rollesbroich

Biogasanlage Rollesbroich

Gemeinsame Trägerschaft

Streit um Gemeinschaftsschule

Feuerwehr Strauch

Simmerath vor dem Bruch mit Monschau

Vorstand CDU Rollesbroich

Vorstand CDU Eicherscheid

Gemeinschaftsschule noch nicht abgeschrieben

Monschau will unsere Fördergelder

Umfrage Gemeinschaftsschule

Langschoss

Vorstand CDU-Simmerath

Gemeinschaftsschule Grüne

Hansa und Sportplatz

Info zur Gemeinschaftsschule

Abwassergebühren Kalkulation

Einruhr-Erkensruhr

28.04.2011

CDU Einruhr: Den Verlust der Hauptschule Simmerath bedauert
Ortsvorsteher Christoph Poschen zum neuen Vorsitzenden des Ortsverbandes gewählt. Sorgen um die finanzielle Situation der Gemeinde Simmerath.

Der CDU – Ortsverband Einruhr/Erkensruhr schließt seine Vorstandsreihen. Christoph Poschen (Vierter von rechts) führte bis dato kommissarisch 48 Parteifreunde, nun wurde er offiziell zu deren Vorsitzendem gewählt. Foto: Manfred Schmitz

Der CDU– Ortsverband Einruhr/Erkensruhr schließt eine lange klaffende Lücke in seiner Führungsriege. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurde Christoph Poschen jetzt im Heilsteinhaus zum Vorsitzenden gewählt, in ein Amt, das er nach dem Rücktritt von Ursula Claßen bereits kommissarisch führte und das er nun neben seinen Aufgaben als Ortsvorsteher beider Dörfer zusätzlich wahrnehmen wird.

Vorstandsneuwahlen bildeten neben Sachstandsberichten den Kern der Tagesordnung. Unter Leitung des Unions-Gemeindeverbandsvorsitzenden Bernd Goffart votierten die acht Stimmberechtigten unter den insgesamt zwölf erschienenen Mitgliedern und Gästen einhellig für den neuen Vorsitzenden. Zu seinem Stellvertreter wurde Heribert Linscheidt gewählt, Michael Wolgarten bleibt für die Geschäftsführung verantwortlich. Das personell verkleinerte Beisitzer-Gremium wird künftig von Karl-Heinz Breuer und Sven Hensen gebildet.

„Turbulente Zeiten“

In seinem Rückblick auf das verflossene Ortsverbandsjahr sprach Poschen von durchlebten „turbulenten Zeiten“. Er skizzierte den Haushalt der Gemeinde Simmerath mit 3,5 Millionen Euro Schulden und beklagte, die Zuweisungen der NRW-Landeregierung begünstigten die großen Städte, während die ländlichen Kommunen finanziell eklatant benachteiligt würden. Allein die Abwassergebühren für die Bürger auf dem Lande stellten für diese hohe Belastungen dar: „Das ist eine ziemliche Sauerei!“ Auch bedauerte es der Sprecher, „dass die Grund– und Gewerbesteuer in der Kommune erhöht werden müssen“.

Infolge rückläufiger Geburten und damit Schülerzahlen, vor allem in der Simmerather Hauptschule, sei diese Bildungseinrichtung auch in Augen vieler Eltern „nicht mehr attraktiv, schade! Denn das wird dem qualitativ gute Angebot der Unterrichtsstätte nicht gerecht“! Die Düsseldorfer Landesregierung propagiere die Gemeinschaftsschule, und dazu sei die Lage der Simmerather Hauptschule wie geschaffen, aber: „Von Monschauer Seite erwirkt, ist der alleinige und sinnvolle Standort Simmerath leider keine Alternative.“

Die Straße Erkensruhr/Hirschrott, forderte der Vorsitzende, bedürfe dringender Sanierung, und zwar nicht nur durch Auftragung einer neuen Fahrbahndecke, auch der Unterbau sei arg defekt. Infolge enger Haushaltsmittel sei erst für 2012/13 mit 200 000 Euro Zuweisungen zu rechnen. Die Gemeinde werde sich vom „Haus des Gastes“ trennen, zwei neue Laternen seien am Hangweg installiert worden. „Endlich“, so Poschen erleichtert, „hat Einruhr eine solide Friedhofsmauer statt eines lange ertragenen Bauzaunes.“

Schließlich, resümierte der Ortsvorsteher, bedürfe die Römerstraße umfassender Erneuerung einschließlich Kanalertüchtigung, „da kommen auf die Gemeinde wie die Bürger hohe Kosten zu“. Eine Informationsveranstaltung zu dieser unerlässlichen Investition solle noch vor den Sommerferien stattfinden.

Bernd Goffart warb bei den Versammelten um hohe Beteiligung an der bevorstehenden Mitgliederversammlung des Gemeindeverbandes ; sie ist auf den 4. Mai in der Eicherscheider Tenne terminiert.

In einem Grußwort lobte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns die „hervorragende Zusammenarbeit der Kommune mit dem Ortsverband Einruhr/Erkensruhr“. Dieses erbauliche Miteinander beruhe nicht zuletzt auf den Aktivitäten Christoph Poschens, „einem der führenden Köpfe unserer Partei.“ Auch würdigte Hermanns die Leistungen des sachkundigen Bürgers Heribert Linscheidt, der sich in einem Arbeitskreis um den Neubau des Simmerather Schwimmbades verdient machte, dessen Rohbau noch in diesem Jahr vollendet sein werde. Die festgeschriebene Gesamtsumme der Investition, versprach der Bürgermeister, werde unterhalb der Vier-Millionen-Euro- Grenze liegen.

Tourismus boomt

Der stellvertretende Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck lobte die im Einruhrer Kindergarten verrichtete gute Arbeit: „Im Juni wird diese erprobte Einrichtung ihr 40- jähriges Bestehen feiern.“ Vom in der Eifel boomenden Tourismusstrom, schätzt Hilsenbeck, dürften auch die Oberseeorte spürbar profitieren. Die Neugestaltung und Erweiterung der Burg Vogelsang, einschließlich Neubaus einer Jugendherberge, werde den Übernachtungsbetrieb am Rursee deutlich steigern: „25 Prozent aller auswärtigen Nordeifel-Besucher wollen vor allem das Highlight Vogelsang erleben.“ Mit Ausbau des Rurufer – Radweges, dem bezuschussten nostalgischen Postkutschenbetrieb und Errichtung neuer Ruhebänke entlang des Wanderweges Einruhr/Dedenborn nannte Hilsenbeck weitere probate und erfolgsträchtige Fremdenverkehrs – Maßnahmen. (M. S.)

Quelle: Eifeler Zeitung


Nordeifel

28.04.2011

Motorrad-«Höllenlärm»: So kann es nicht weitergehen

Der frühe Sommer und der damit verbundene Drang der Menschen, hinaus in die Natur zu eilen, hat in diesem Jahr das Thema Motorradfahren rund um den Rursee schon sehr zeitig mit allen damit verbundenen Begleiterscheinungen ins Bewusstsein gerufen.
Die Proteste von Bevölkerung und Gästen gegen die Lärmbelästigung durch den nach wie steigenden Zweiradverkehr im Nationalpark Eifel sind in den letzten Jahren lauter geworden.

Mit dem Thema Motorradlärm häufig konfrontiert: v. li: Gerhard Ahnert (Nationalpark Eifel),
Karl-Heinz Hermanns (Bürgermeister Simmerath), Moderatorin Daniela Ziemann,
Dieter Steinkamp (Motorradclub Kuhle Wamape) und
Oliver Krischer (Vorsitzender Förderverein Nationalpark. Foto : P. Stollenwerk

Zum Tag des Lärms und aus gegebenen Anlass hatte jetzt der Förderverein Nationalpark Eifel in das Kurhaus nach Gemünd eingeladen, um im Rahmen einer Podiumsdiskussion nach Lösungsansätzen zu suchen. Dieses Unterfangen erwies sich als schwierig, doch dem Fazit von Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns nach dem zweistündigen Dialog konnten alle Beteiligten zustimmen: «So wie es jetzt ist, kann es nicht bleiben.» Zuvor hatte sich eine lebhafte Diskussion entwickelt - vor einer allerdings sehr überschaubaren Anzahl von Gästen.

Einigkeit herrscht auch in einem anderen Punkt: Über 90 Prozent der Motorradfahrer verhalten sich regelgerecht; es geht allein um eine Problemgruppe von schätzungsweise fünf Prozent.

Gerhard Ahnert als Vertreter des Nationalparks Eifel zitierte NRW-Umweltminister Johannes Remmel, der zuletzt gefordert hatte, dass die «bewussten Krachmacher von der Straße müssen.» Der Minister prüft derzeit eine Gesetzesänderung, die Lärmgrenze für Motorräder von derzeit 80 auf 70 dbA herabzusetzen.

In diesem Zusammenhang erinnerte Karl-Heinz Hermanns an eine im Herbst 2010 vom Gemeinderat Simmerath verabschiedete Resolution zum Thema Motorradlärm. Die Beschwerden hätten sich gehäuft, und der neueste Trend sei, dass besonders ambitionierte Motorradfahrer bereits am frühen Sonntagmorgen unterwegs seien, «die dann bis zu zehn Mal die gleiche Strecke fahren, um noch ein paar Sekunden herauszuholen.» Der Simmerather Bürgermeister betonte, dass man als Tourismusgemeinde die Motorradfahrer «herzlich gerne» willkommen heiße, «aber wir wollen keine Heizer und Raser.»

Die Resolution ziele unter anderem auf die Einführung von Frontkennzeichen, Halter-Haftung und höhere Bußgelder.

Oliver Krischer, Bundestagsabgeordneter aus Düren für die Grünen und Vorsitzender des Fördervereins Nationalpark Eifel mahnte die dringend erforderliche Anpassung des Bußgeldkatalogs an. Ein Verwarnungsgeld in Höhe von 15 Euro für bauliche Veränderungen an Motorrädern sei einfach zu wenig, doch leider sei die Anpassung des Bußgeldkatalogs im Jahr 2006 in diesem Punkt ganz einfach vergessen worden. Krischer zeigte sich zuversichtlich, dass er Bundestag einer Gesetzesinitiative folgen werden, das Bußgeld auf 135 Euro plus drei Punkte in Flensburg heraufzusetzen. Krischer: «Wir wollen gegen diejenigen vorgehen, die sich nicht an die Spielregeln halten.»

Nicht so recht mit immer neuen Sanktionen anfreunden konnte sich Dieter Steinkamp als Vertreter des Motorradclubs «Kuhle Wampe». Wichtiger sei aus seiner Sicht Aufklärungsarbeit und eine Image-Veränderung («Laut ist out»). Zudem sei es schwierig «die Leute zu erreichen, die rasen wollen.» Auch sei nur ein geringer Prozentsatz der Motorradfahrer in Clubs organisiert. Nicht zuletzt spiele für Industrie und Kunden «der Sound einer Maschine eine wichtige Rolle.»

Sperrung gar nicht so einfach

«Mit diesem Höllenlärm darf man nicht ein ganzes Tal kaputtmachen», schimpfte ein Bürger aus Rurberg, der davon berichtete, «dass einige Bürger schon ihre Häuser verkauft haben.»

Karl-Heinz Hermanns verwies auf die problematische Rechtslage, «gerichtsfeste Schallmessungen» vorzunehmen, wie auch auf das Problem von Streckensperrungen allein wegen des Lärmfaktors. Die Sperrung der L 128 zwischen Steckenborn und Woffelsbach für Motorräder an Wochenende sei im Jahr 1996 allein wegen der starken Unfallhäufung angeordnet worden.

Deutlich wurde im Laufe der Diskussion aber auch, dass es erforderlich ist, mehrere Wege bei der Lärmbekämpfung zu gehen und es nicht reicht, auf eine Gesetzesänderung zu warten.

Oliver Krischer meinte, man sollte an die Selbst-Disziplinierung der Motorradfahrer appellieren und diesen klar machen, «dass es demnächst in der Eifel schwieriger werden kann, wenn man sich nicht an die Regeln hält.»

Nicht am Podium saß an diesem Abend die Polizei, die aber zumindest hatte wissen lassen, dass es für ihre Arbeit schon äußerst hilfreich wäre, wenn es im gesamten Bereich des Nationalparks Eifel eine einheitliche Geschwindigkeitsbegrenzung gaben würde.

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath

21.04.2011

Bürgerbus für Simmerath?
Bessere Verkehrsanbindung für ältere Menschen

Ein Bürgerbus ist eine Buslinie, die sich in der Regel auf eine bürgerschaftliche Initiative gründet, um Lücken im öffentlichen Personennahverkehr auszugleichen. Auch die jeweils eingesetzten Fahrzeuge werden als Bürgerbus bezeichnet.

Bürgerbusvereine arbeiten ehrenamtlich und finanzieren ihre Leistungen über Fahrgeldeinnahmen, Mitgliedsbeiträge, Spenden und teilweise kommunalen Zuschüssen..

Als Fahrzeuge werden in den meisten Fällen Kleinbusse mit bis zu acht Fahrgastsitzen eingesetzt. Unterhalb der Grenze von neun Fahrgastplätzen kann somit der Erwerb eines Busführerscheins für die meist Fahrer der Busse umgangen werden. Allerdings benötigen alle Fahrer einen Personenbeförderungsschein. Ein weiterer Vorteil von Kleinbussen ist, dass diese relativ wendig sind, so das sie auf Strecken eingesetzt werden können, auf denen größere Busse nicht verkehren können.

Im Verhältnis zum regulären öffentlichem Personenverkehr stellen Bürgerbusse eine Ergänzung dar. Diese kann sich auf die Betriebszeiten beziehen, etwa im Nachtverkehr oder auf das Betriebsgebiet, etwa im dünn besiedelten Raum oder auf schwach nachgefragen Querverbindungen. In dieser Funktion stellen sie Selbsthilfemaßnahmen im Bereich der Mobilität dar.

Quelle: Wikipedia

Der Generationenbeirat der Gemeinde beschäftigte sich in der letzten Sitzung mit diesem Thema. Der Bürgermeister, Karl-Heinz Hermanns begrüßte Herrn Linden, den Vorsitzenden des Vereines Bürgerbus Heimbach e.V. Herr Linden trug seine langjährigen Erfahrungen über die Einrichtung und Unterhaltung eines Bürgerbusses vor.

Gespräch mit der RVE (Regionalverkehr Euregio Maas-Rhein)

Vorgeschlagen wurde ein Gespräch mit der RVE um deren Positionierung zu der möglichen Einrichtung eines Bürgerbusses in Simmerath zu erfahren. Der Termin soll möglichst kurzfristig stattfinden.

Quelle: Eifeler Zeitung


Lammersdorf

Tiefbauausschuss sieht Probleme beim Ravel-Radweg

20.04.2011, 17:25

Befremden löste in Simmeraths Tiefbauausschuss die Mitteilung aus, dass das Straßenverkehrsamt der Städteregion es abgelehnt hatte, so zumindest die Mitteilung der Verwaltung, die Planung für die Verkehrsregelung bei Kreuzungen des Ravel-Radwegs mit Straßen vorzustellen und zu erläutern.
Stattdessen wurde nur auf verschiedene Lösungen für Querungssituationen hingewiesen, die mit den belgischen und luxemburgischen Partnern erarbeitet wurden und über den gesamten Verlauf des «Premium-Radwegs» beibehalten werden sollten.

Zwar ist die Fahrbahn an der Zufahrt zum Kämpchen in Lammersdorf schon vorbereitet für die Aufnahme
einer Schwelle, doch im Simmerather Tiefbauausschuss hielt man wenig davon, hier wie auch am Wiehweg
dem kreuzenden Radweg die Vorfahrt zu geben. Foto: Münker

Danach sollte der Radweg bei der Kreuzung mit klassifizierten Straßen und Gemeindestraßen mit erhöhtem Verkehrsaufkommen vorfahrtrechtlich untergeordnet werden, bei der Kreuzung mit Wirtschaftswegen und Anliegerstraßen sollten die Benutzer des Radwegs das Vorfahrtrecht erhalten. Ergänzend sollten beidseitige Rampen bei den Kreuzungen auf den Anliegerstraßen den Verkehr bremsen.

Der Tiefbauausschuss aber sah in Lammersdorf vor allem bei der Querung des Radwegs mit dem Wiehweg sowie bei der Einfahrt zum Kämpchen erhöhte Unfallgefahr, wenn man den viel befahrenen Straßen das Vorfahrtrecht nehme. Dazu wusste ein Ausschussmitglied, dass im Nachbarland Belgien sogar für Wirtschaftswege das Vorfahrtrecht vorgesehen sei.

Wenig Verständnis hatte man dafür, dass die Radfahrer so von Kreuzung zu Kreuzung mit wechselnden Vorfahrtsituationen rechnen müssten.

Die Radfahrer müssten, wie auch sonst überall, auf die Verkehrsbeschilderung achten, sah Beigeordneter Roger Nießen.

Mit den Stimmen von CDU und FDP stimmte der Ausschuss zwar schließlich der Planung der Städteregion für die vier Kreuzungen in Lammersdorf zu, allerdings mit dem Zusatz, dass diese auch für eventuelle Folgen (Unfälle) verantwortlich sei.

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath


18.04.2011

Sportplatz zu verkaufen
Gemeinde sucht Investor für die Josef-Jansen-Sportstätte in Simmerath. 2,3 Millionen Euro sind als Erlös eingeplant.

Simmerath. Gesucht wird: Ein Investor, der aus dem Sportplatz in Simmerath neues Bauland macht und das Neubaugebiet dann auch vermarktet. Die Verwaltung hat den Auftrag, per Bekanntmachung öffentlich auf die „Verkaufsabsicht der Fläche der bisherigen Josef-Jansen-Sportstätte“ hinzuweisen und Investoren die Möglichkeit zu geben, „Angebote einzureichen“.

Platz für 50 Häuser

Dies hat nun der Struktur- und Hochbauausschuss in seiner jüngsten Sitzung nicht öffentlich beschlossen. Die Gemeinde hat schon vor Monaten entschieden, den alten Sportplatz zwischen Sportplatzstraße und der Lohmühlenstraße aufzugeben und die Fläche ebenso wie den Bereich der jetzigen Schwimm- und Turnhalle als Bauland zu nutzen. Dort ist Platz für rund 50 neue Häuser.

Für den Verkauf des neuen Baugebietes hat der Ausschuss Rahmenbedingungen festgelegt. So darf der Grundstücksbereich nur als „Allgemeines Wohngebiet“ ausgewiesen und genutzt werden. Allerdings muss der Planungsausschuss dies noch in seiner Sitzung am 17. Mai definitiv beschließen. Im allgemeinen Wohngebiet sind Läden, Schank- und Speisewirtschaften, die zur Versorgung des Gebietes dienen, zugelassen, auch sind dort „nicht störende Handwerksbetriebe und Anlagen für Verwaltungen“ erlaubt.

Der Ausschuss hat weiterhin entschieden, dass maximal 25 Prozent der Grundstücke eine Mindestgröße von 400 bis 450 Quadratmeter haben sollen, dies bei einem „ausgewogenen Größenmix“. Mindestens 25 Prozent der Baulandfläche müssen für Grundstücke mit einer Mindestgröße von 650 Quadratmetern vorgesehen werden. Die Restfläche soll in Grundstücke in der Größe von mindestens 450 Quadratmetern parzelliert werden. Außerdem sind für den Bau von Mehrgenerationen-Häusern Flächen vorzusehen. Nach Möglichkeit soll in diesem Baugebiet auch die Fernwärme genutzt werden.

Die Gemeinde hofft, einen kompetenten Investor zu finden, der das Baugebiet erschließt und vermarktet. Bereits im Vorfeld der Entscheidung im Ausschuss haben verschiedene Investoren und Gesellschaften Interesse am Erwerb der Fläche bekundet.

Über die Angebote will der Struktur- und Hochbauausschuss spätestens in seiner Sitzung am 27. September beraten und beschließen. Mit dem Investor soll ein Erschließungsvertrag abgeschlossen werden. Die Gemeinde hat für das nächste Jahr im Finanzplan einen Erlös aus dem Verkauf von etwa 2,3 Millionen Euro vorgesehen. Das Geld wird benötigt, um den Neubau der Schwimmhalle zu finanzieren. (rpa)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

Lammersdorf

Vom Radweg direkt ins Museum:
Neuer Halt an der Ravel-Route


15.04.2011

Aus dem alten Bahnhof in Lammersdorf wird ein Haltepunkt an dem neuen Ravel-Radweg. Im Bereich zwischen dem Kastanienbaum und dem kleinen Stationsgebäude wird ein Rastplatz angelegt.

Das Bahnhofsgebäude soll einem Rastplatz für die Touristen auf der Ravel-Route weichen,
mit Anschluss an das Bauernmuseum. Foto: P. Stollenwerk


Der Strukturausschuss des Gemeinderates hat nun die Verwaltung beauftragt, die Fläche anzupachten und darüber mit der Belgischen Bahngesellschaft SNCB einen Vertrag mit einer Laufzeit von maximal neun Jahren abzuschließen. Geplant ist, das ehemalige Bahnhofsgebäude abzureißen und die Fläche bis zum Kastanienbaum als Rastplatz herzurichten. Die etwa 1000 Quadratmeter große Fläche grenzt direkt an das Grundstück des Bauernmuseums.

Ein weiterer Plan der Gemeinde Simmerath: Auf einem Grundstück neben dem Bauernmuseum soll ein Neubau errichtet werden, um darin die Naturkundliche Bildungsstätte unterzubringen. Das Grundstück gehört der Firma Junker und liegt auf belgischem Hoheitsgebiet der Gemeinde Raeren. Denkbar ist auch, dass die Gemeinde dieses Grundstück gegen ein anderes tauscht.

Förderung einkalkuliert

Im nächsten Jahr soll das Haus dann gebaut werden, die Einrichtung ist für 2013 vorgesehen. Das Projekt ist auf rund 250000 Euro veranschlagt, die Gemeinde rechnet dabei mit eine 50-prozentigen Förderung.

Bislang war die Naturkundliche Bildungsstätte im Flur der Grundschule Lammersdorf untergebracht. Wegen Baumaßnahmen in der Schule musste die naturkundliche Sammlung mit mehr als 250 Exponaten aus der Eifeler Tierwelt ausgelagert werden.

Mit dem Bauernmuseum zusammen würde eine Naturkundliche Bildungsstätte gleich nebenan eine neue Attraktion für Naturfreunde, Touristen und heimatkundlich interessierte Bürger bedeuten. Im Museum erzählen über 3000 Exponate von der harmonischen, aber auch beschwerlichen Lebensweise früherer Generationen. Ausgestellt sind zahlreiche Gerätschaften aus der Zeit der Vorfahren. Für Radfahrer auf der Ravel-Route (das gilt vor allem für Familien und andere Gruppen) regen Bauernmuseum und Naturkundliche Bildungsstätte zu einer Pause auf dem Rastplatz und zu einem Besuch der beiden Einrichtungen an.

Vom Bahnhof in Roetgen bis zum Bahnhof in Lammersdorf ist es auf dem Radweg 8,9 Kilometer weit, bis zum Bahnhof in Konzen ist die Strecke 4,6 Kilometer lang. Das Bahnhofsgebäude in Lammersdorf wurde Mitte der 1950er Jahre abgerissen, seither genügte ein kleines Stationsgebäude, das inzwischen aber total verkommen ist und abgerissen wird, um dann auf der Fläche bis zum Kastanienbaum den Rastplatz einzurichten.

Erster Abschnitt bald fertig

Die Gleise sind längst abgebaut, ein Stück der alten Trasse auf dem Bahnhofsgelände ist bereits geteert. Der 1. Abschnitt der Route von Raeren bis Lammersdorf soll planmäßig Anfang Juni fertig sein, der 2. Abschnitt zwischen Lammersdorf und Kalterherberg (15,5 km) wird derzeit vorbereitet. (rpa)

Quelle: Eifeler Zeitung


Rollesbroich

Richtfunk statt Glasfaser für das Gewerbegebiet
Neue Lösung wird im Mai vorgestellt

Quelle: www.dsl-magazin.de

Richtfunk statt Glasfaser: Die Betriebe im Gewerbe- und Industriegebiet in Rollesbroich sollen Zugang zum „schnellen Internet“ erhalten. Dabei werden als Standard Übertragungsraten von 6 bis 16 Mbit/s angestrebt. Im Einzelfall sollen auch 50 bis 100 Mbit/s möglich sein. Mit der „Verbesserung der Breitband-Infrastruktur“ im Gewerbegebiet Rollesbroich hat sich nun auch der Simmerather Strukturausschuss nicht öffentlich befasst.

Bedarf abgefragt

Im vergangenen November hat die Gemeinde bei den ansässigen Betrieben den Bedarf abgefragt. Das Ergebnis: 85 Prozent der Betriebe, die sich geäußert haben, haben „Bedarf an einem schnelleren Internet-Anschluss“. In einem „Interessen-Bekundungsverfahren“ wurde dann festgestellt, dass „ohne die Gewährung einer Beihilfe eine angemessene Breitbandversorgung im Gewerbe- und Industriegebiet Rollesbroich nicht möglich ist“. In dem offenen Ausschreibungsverfahren sollten Netzanbieter Lösungen zur Breitbandversorgung anbieten. Eine flächendeckende Breitbandversorgung von mindestens 6 Mbit pro Sekunde war Voraussetzung für eine Angebotsabgabe. Übertragungsraten von mehr als 10 Mbit waren ausdrücklich erwünscht.

Nur ein Teilnehmer

Lediglich eine Firma aus dem Stadtgebiet Monschau hat an der Ausschreibung teilgenommen und eine Funklösung angeboten. Ein externes Beratungsbüro hat das Angebot ausgewertet und nun dem Strukturausschuss vorgestellt. Der Ausschuss hat die Verwaltung dann ermächtigt, „den Auftrag zur Schaffung der Breitbandinfrastruktur der angebotenen Funklösung zu erteilen“, erläutert Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns auf Nachfrage. Die Monschauer Firma wird in einer Gesprächsrunde am 5. Mai den Betrieben im Gewerbegebiet Rollesbroich die „Funklösung“ vorstellen. Fördergelder für den Breitbandausbau konnten, so bedauert der Bürgermeister, nicht akquiriert werden, daher hat die Gemeinde einen Betrag im Haushalt 2011 vorgemerkt, um die DSL-Versorgung im Gewerbegebiet Rollesbroich zu verbessern. (rpa)

Quelle: Eifeler Zeitung


Rollesbroich

Neue Zufahrt zur Biogasanlage nur über den Klageweg?
Die Gemeinde Simmerath will verhindern, dass die Rollesbroicher weiter dem an- und abfahrenden Verkehr ausgesetzt sind

Von Christoph Classen

Die Sache mit der Biogasanalage stinkt Manfred Sawallich ganz gewaltig. „Ich finde es unmöglich, was da passiert. Das ist Hohn. Ich bin empört. Es geht eindeutig gegen die Bürger von Rollesbroich“, schimpfte der SPD-Mann in der jüngsten Sitzung des Simmerather Planungsausschusses. Bruno Löhrer (CDU) formulierte es etwas weniger emotional, in der Sache war man sich aber einig: „Es ist nicht in Ordnung, was da läuft“, sagt er.

Foto: P. Stollenwerk

Dabei richtet sich die Kritik der Politik weniger gegen die Rollesbroicher Biogasanlage, sondern vielmehr gegen das Verkehrsaufkommen, das sie verursacht. „Wir haben phasenweise Probleme wegen der sehr intensiven Bestückung der Anlage“, sagte der Vorsitzende des Planungsausschusses, Gregor Harzheim (SPD). Nach seiner Darstellung gebe es über längere Zeiträume gar keine Lieferungsfahrten und dann „bis zu 40 an einem Tag.“

Jürgen Förster vom Simmerather Planungsamt mag diese Zahl auf Anfrage nicht bestätigen. Er sagt allerdings, dass im vorab vorgestellten Verkehrsgutachten von ein bis zwei Fahrzeugen die Rede war, die täglich die Biogasanlage ansteuerten. Da sich der Verkehr aber nicht so verteile, wie prognostiziert, gebe es eben Tage, an denen die Anlage überhaupt keinen Verkehr verursache und Tage, an denen eine Menge Traktoren und Laster dorthin unterwegs seien. Fakt ist jedenfalls: „Es gibt regelmäßig Beschwerden der Anwohner“, sagt Förster. Entlang der Fuhrtstraße ist die Kritik am lautesten, über diese wird die Biogasanlage derzeit nämlich hauptsächlich angesteuert.

Der Planungsausschuss möchte dem ein Ende machen, indem die umliegenden Wirtschaftswege, die über die Landstraße führen, so ausgebaut werden, dass der an- und abfahrende Verkehr zu und von der Biogasanlage zukünftig über diese Strecken fließen kann. „Wir sind derzeit dabei einen Erschließungsvertrag auszuhandeln“, sagt Förster. Erschwerend kommt allerdings hinzu, dass von der Städteregion Aachen bislang stets die Auffassung vertreten wurde, eine Erschließung der Anlage allein über die Fuhrtstraße sei völlig ausreichend. Und weil die Gemeinde Simmerath in diesem Punkt die exakt gegenteilige Meinung vertritt, hat sie der Biogasanlage bislang ihr gemeindliches Einvernehmen verweigert. Die Sache ist einigermaßen kompliziert. Die ursprüngliche Genehmigung für die Biogasanlage galt im Verbund mit einem Schweinemastbetrieb und wurde im Rahmen eines sogenannten „privilegierten Bauverfahrens“ erteilt. Dieser Weg konnte allerdings nur eingeschlagen werden, weil das Vorhaben als landwirtschaftliche Nutzung deklariert worden war.

Separate Genehmigung

Da der Schweinemastbetrieb vor geraumer Zeit selbigen aber eingestellt hat, ist für die Biogasanlage nun eine separate Genehmigung erforderlich – diesmal für eine gewerbliche Nutzung. Der Betreiber hat alle Auflagen erfüllt, es fehlt eben nur noch ein gemeindliches Einvernehmen aus Simmerath.

Die jüngste Sitzung des Planungsausschusses machte deutlich, das man unter den derzeitigen Voraussetzungen wohl nicht gewillt ist, diese zu erteilen. Bei der Städteregion kann man das aber relativ gelassen sehen. „Die kann das fehlende gemeindliche Einvernehmen ersetzen, wenn sie darauf beharrt, dass die Erschließung über die Fuhrtstraße ausreichend ist“, sagt Förster.

„Wir sind letzten Endes die Genehmigungsbehörde“, bestätigt Holger Benend, Pressesprecher der Städteregion. Mit dem Hinweis, dass es in Sachen Biogasanlage um ein laufendes Verfahren gehe, bittet er um Verständnis dafür, dass man es nicht weiter kommentieren möchte. Nur so viel: „Es ist richtig, dass es verschiedene Auffassungen über die Zuwegung gibt“, sagt Benend. Derzeit werde die Sache abgewägt, in einigen Monaten sei mit einer Entscheidung zu rechnen. Benend: „Und wenn die Gemeinde Simmerath dann glaubt, dass das so nicht richtig ist, steht ihr immer noch der Klageweg offen.“

Quelle: Eifeler Zeitung


Monschau

13.04.2011

Gemeinsame Trägerschaft bleibt weiterhin das Ziel
Monschau reicht Antrag auf Gemeinschaftsschule zunächst alleine ein. Die Nähe zum Gymnasium ist das entscheidende Argument für den Standort. Für Simmerath bewilligte Fördergelder bleiben ein Thema.

Die Stadt Monschau wird beim Schulministerium den Antrag zur Genehmigung einer Gemeinschaftsschule einreichen. Standort soll die Elwin-Christoffel-Realschule sein. Dies beschloss am Dienstagabend der Monschauer Stadtrat einstimmig. Im Falle der Genehmigung ist auch die „auslaufende Schließung“ der Hauptschule Monschau-Roetgen und der Elwin-Christoffel-Realschule beschlossene Sache. Formal erfolgt diese Schließung zum 31. Juli 2012. Die bis dahin aufgenommenen Schüler werden aber noch bis zum Ende ihrer Schullaufbahn an der alten Schulform beschult.

Obwohl es zuletzt heftige Wortgefechte zwischen den Nachbarkommunen Monschau und Simmerath um den besseren Standort gab, soll das Ziel weiterhin die gemeinsame Trägerschaft einer Gemeinschaftsschule durch die drei Kommunen Monschau, Roetgen und Simmerath sein.

Zunächst wird Monschau den Antrag allein einreichen, denn ein gemeinsamer Antrag für die Teilnahme am Modellversuch wäre nur bei einer gemeinsamen Trägerschaft möglich. Daher sprach Bürgermeisterin Margareta Ritter auch von einem „zunächst kleinen Schritt“.

Die Hoffnung, dass dem gemeinsam entwickelten Konzept, der gemeinsamen Beratung und dem gemeinsam abgefragten Elternwille nun auch die gemeinsame Trägerschaft statt nur der regionale Konsens folgt, besteht weiter, warb Margareta Ritter für eine Beteiligung von Roetgen und Simmerath: „Das pädagogische Konzept der Gemeinschaftsschule lebt von Inhalten und nicht von Standorten.“

Ein wesentlicher Teil des Konzeptes sei die Kooperation mit dem St. Michael-Gymnasium, was somit auch gegen einen geteilten Standort spreche. Selbst wenn es durchaus Argumente für das 5. und 6. Schuljahr an einem Standort Simmerath gebe, so hätten sich doch 72 Prozent der befragten Eltern für einen alleinigen Standort Monschau ausgesprochen. Über die streitbare Frage, ob für die Sanierung der ebenfalls zur Schließung auslaufenden Hauptschule Simmerath bereit stehende Fördergelder für Monschau umgewidmet werden könnten, ist für Margareta Ritter noch nicht das letzte Wort gesprochen, womit aber kein „feindlicher Angriff“ gemeint sei.

Es gehe an der Gemeinschaftsschule schließlich auch um Simmerather Kinder, und spätestens im zweiten Jahr (2014) brauche man eine Mensa.

Zur Standortfrage meinte die Bürgermeisterin schließlich noch, dass die Gemeinschaftsschule an der Elwin-Christoffel-Realschule, allein schon wegen der vorhandenen Lehrerstruktur starten werden. Denkbar, aber zurzeit noch kein Thema, sei in späterer Zeit ein Wechsel direkt neben das Gymnasium, also ins Hauptschulgebäude.

Auf einen politischen Schlagabtausch verzichteten die Fraktionen bei der Beratung. Alle Sprecher waren voll des Lobes für das pädagogische Konzept der Gemeinschaftsschule, sich einig im Respekt vor dem Elternwillen und der Überzeugung, dass sich der Gedanke einer gemeinsamen Trägerschaft auch noch bei den Nachbarkommunen durchsetzen werde. Davon würden im Ergebnis alle profitieren. (P. St.)


Haushalt Monschau:
Große Einigkeit in armen Zeiten

Etat 2011 mit einem Defizit von 8,4 Millionen Euro wird einstimmig vom Stadtrat verabschiedet. Sparen und investieren.

Nach der einstimmigen Verabschiedung des Hauhaltes 2011 der Stadt Monschau applaudierte der Stadtrat sich zunächst einmal selbst: Die Ursache dafür dürfte weder im Rekord-Defizit von 8,2 Millionen Euro zu suchen sein, noch in der Streitkultur der Etat-Debatte. Vielmehr dürfte es die Erleichterung und Freude darüber gewesen, dass in Zeiten der Armut die Solidarität wächst, oder wie Bürgermeisterin Margareta Ritter es nach einer wenig kontroversen Debatte zusammenfasste: „In der Not hält Monschau zusammen.“

Not bedeutet aber nicht Handlungsunfähigkeit. Trotz eines Haushaltssicherungskonzept werden die Investitionen nicht gestoppt, wenngleich Sparen das oberste Gebot ist.

„‚Den Haushalt konsolidieren und in Zukunft investieren“, überschrieb CDU-Fraktionssprecher Micha Kreitz seine Gedanken zum Etat 2011. Die CDU werde sich auch weiterhin an ihrem Neun-Punkte-Programm zur Haushaltskonsolidierung orientieren, indem man seit Beginn der Legislaturperiode keine Investitionskredite mehr aufgenommen habe. Ein wesentlicher Punkt der Konsolidierung sei die Veräußerung von nicht mehr benötigtem städtischen Grundbesitz. Aktuell gebe bereits zehn Interessensbekundungen für 26 Grundstücke.

Eine wesentliche Stärke des Haushaltes 2011 liegt für Kreitz auch darin, dass die Steuersätze, wie bereits seit 2003, konstant bleiben. Dies sei ein Signal an die Bürger und die heimische Wirtschaft. Hätte man wie andere die Grundsteuer erhöht, wäre man schnell bei einer Belastung 60 Euro pro Haushalt. Kritik übte Kreitz schließlich an der Landesregierung, da der Entwurf des Gemeindefinanzierungsgesetzes für die Stadt Monschau „nur Verschlechterungen“ bringe.

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath/Monschau

13.04.2011

Streit um Gemeinschaftsschule beschäftigt viele Bürger

Nicht immer interessiert und fasziniert die Bürger das kommunalpolitische Tagesgeschäft in der Nordeifel. Die Standort-Diskussion zwischen den Kommunen Monschau und Simmerath um die künftige Gemeinschaftsschule ist derzeit aber das Thema Nummer eins in der Region.

Auch in den Diskussionsforen der Online-Seiten unserer Zeitung spiegelt sich die derzeitige Emotionslage wieder. Der Streit zwischen Monschau und Simmerath reißt alte Gräben wieder auf und schafft neue Barrieren einer künftigen Zusammenarbeit. Dass dabei das eigentliche Thema, nämlich die Schullandschaft in der Nordeifel im Sinne der Kinder und Eltern neu zu gestalten, fast in den Hintergrund tritt, ärgert auch viele Bürger.

«Ich hab schon lange resigniert. Es geht überall in der Politik nur noch um Image, Prestige und das Ego der einzelnen Politiker und schon lange nicht mehr um das Volk», kann man da lesen oder auch: «Wichtig ist, unserem künftigen Kapital - und das sind unsere Kinder - die beste Ausbildungsmöglichkeit zu geben. Wenn diese Parteisoldaten aus Simmerath nicht verstehen (ich bin aus Simmerath), dass es jetzt besser ist, das Geld im Sinne unserer Kinder umzuleiten, sollten wir sie mit Schimpf und Schande aus der Eifel jagen,» ärgert sich ein Bürger.

«Fangt endlich an zu sparen! Fangt endlich an normalen Menschenverstand zu benutzen!», ärgert sich ein anderer Bürger. Die Anregung der Monschauer Bürgermeisterin, zu prüfen, ob eine Umwidmung der Fördermittel für die Hauptschule Simmerath nach Monschau möglich sei, ist nicht für alle ein Grund, die Fassung zu verlieren. «Ich fass´ es nicht. Was poltern die denn rum? Frau Ritter hat doch lediglich im Interesse unserer Kinder angefragt, ob Mittel, die nicht im Kranzbruch benötigt werden, für die gemeinsame neue Gemeinschaftsschule genutzt werden können, und das freiwillig. Was hat das mit dem Tourismus zu tun. Ohne Frau Ritter wäre manches am Rursee so nicht entwickelt worden?»

Dazu heißt es an derer Stelle: «Gehe davon aus, dass Monschau endlich mal Geld aus der Simmerather Ecke dafür sehen will, dass die Simmerather Schüler seit Jahrzehnten auf Kosten von Monschau zu den Monschauer Schulen gekarrt worden sind!»

Immer wieder flammt der Ärger der Bürger über die Kommunalpolitiker auf: «Wacht endlich auf! Ihr erhöht unsere Steuern und verramscht den Sportplatz, um Schule, Schwimmhalle und Turnhalle zu bauen, obwohl nichts davon nötig ist!? Warum das Gezänk mit Monschau? Vertragt Euch endlich mit Monschau!»

Auch von Roetgener Bürgern gibt es Äußerungen zum Thema: «Der Unterschied ist, dass Monschau bereit war, den Elternwillen in jedem Fall zu akzeptieren. Simmerath nur wenn er positiv für Simmerath ausfällt.»

Viele, die sich an der Diskussion glauben, dass der Elternwille nicht ausreichend Berücksichtigung findet: «Warum habt Ihr dann uns Eltern überhaupt gefragt? Wird bei der ganzen Diskussion auch mal an die Kinder gedacht, die ständig die Schule wechseln sollen oder geht es nur um Geld, Gebäude und Prestige?», heißt es.

«Was soll das ganze Geschwafel?», heißt es an anderer Stelle: «Fakt ist doch bei dem ganzen Gezänk, dass die Simmerather Ratsvertreter noch nicht damit zurecht kommen, dass die ehemalige Mitarbeiterin Magga Ritter jetzt in Monschau Bürgermeisterin ist. Es entstehen jetzt Machtkämpfe zwischen Hermanns und Ritter.»

Andere Bürger können die Diskussion nur unter dem Gesichtspunkt bitter Ironie betrachten: «Heute morgen haben Bausoldaten am Gericht mit dem Bau einer Mauer begonnen, Visa für die Reise ins gegnerische Gebiet werden weder in Monschau noch in Simmerath erteilt!»

Quelle: Eifeler Zeitung

Anmerkung:

Die CDU ist offen für jede Kritik und Anregung.
Gerne laden wir jeden Bürger zu einem offenen Gespräch ein.
Allerdings erwarten wir Sachlichkeit und ein gewisses Maß an Fairness.
Anonyme Wortmeldungen - insbesondere von der Gegenseite - werden zwar gerne genutzt, geben uns aber keine Gelegenheit zur sachlichen Aufklärung.


Strauch

Feuerwehr «auf dem Stand der Technik»

Feuerwehr-Gerätehaus in Strauch gestern der Öffentlichkeit vorgestellt.
Gemeinde Simmerath gab Geld, Arbeit in Eigenleistung.

10.04.2011

In der Zeit von März bis Dezember 2010 wurde das Feuerwehr-Gerätehaus in Strauch um einen Mannschaftsraum erweitert und einen separaten Umkleideraum eingerichtet. Bislang hing die Einsatzkleidung noch in der Fahrzeughalle an der Garderobe.
Die Einsatzkräfte mussten sich direkt neben dem Fahrzeug umkleiden. Dies führte aufgrund der Enge zu gefährlichen Situationen beim Aus- und Einfahren der Fahrzeuge. Zudem ist das Umkleiden in der Fahrzeughalle bei laufendem Motor des Fahrzeugs wegen der Diesel-Emissions- bzw. Arbeitsschutzvorschriften nicht mehr zulässig.

Das 50 Jahre alte Feuerwehr-Gerätehaus in Strauch wurde nun um einen Mannschaftsraum erweitert.
Die Löschgruppe Strauch stellte das Feuerwehrgerätehaus gestern im Rahmen eines Tages der offenen Tür der Bevölkerung vor.

Zunächst wurde der neue Mannschaftsraum als Anbau an die Fahrzeughalle errichtet. Dieser Mannschaftsraum bietet auf 34 Quadratmetern Fläche inklusive einer kleinen Kaffeeküche mit Theke mehr Platz als der nun als Umkleideraum genutzte ehemalige Mannschaftsraum an der Straßenseite. Der neue Umkleideraum wurde mit Garderobenschränken mit ausreichend Platz für 25 Personen und einer Dusche eingerichtet.

Die Elektroinstallation wurde in allen Bereichen des Gerätehauses überholt. Mit einem großzügigen Durchbruch zwischen den beiden Fahrzeughallen wurde mehr Platz geschaffen und ein einfacheres Einsteigen in die Fahrzeuge ermöglicht. Für den Mannschaftsraum konnte schließlich noch neues Mobiliar angeschafft werden. Die aktiven Mitglieder der Löschgruppe haben während des Umbaus zirka 1200 Stunden ehrenamtlicher Arbeit zusätzlich zu den «normalen» Ausbildungs-, Übungs- und Einsatzstunden geleistet.

Aus Mitteln des Konjunkturpaketes II wurde für den Mannschaftsraum, den Umkleideraum und die Toiletten eine neue Heizungsanlage finanziert. Die neue Gastherme ersetzt die «in die Jahre gekommenen» Elektroheizkörper, die den Stromverbrauch im Gerätehaus jeden Winter in die Höhe trieben.

Bis auf die Mittel für die Heizungsanlage wurden die Materialkosten sowie Kosten für die Planung und Genehmigung mit einem Budget von 20.000 Euro aus Mitteln der Gemeinde Simmerath finanziert und die Arbeiten in Eigenleistung durch die aktiven Mittglieder der Löschgruppe Strauch sowie einigen Freunden und Gönnern ausgeführt. Der Förderverein beteiligte sich finanziell an der Ausstattung der Kaffeeküche und schaffte einen Kompressor zur Druckluft-Ladeerhaltung der Fahrzeuge an.

Das Gerätehaus der Löschgruppe Strauch wurde 1961 gebaut. 1990 wurde das Gerätehaus um die zweite Fahrzeughalle erweitert, die Heizung, die Elektroinstallation sowie die Sanitären Anlagen erneuert.

Beim damaligen An- bzw. Umbau wurden die Materialkosten ebenfalls von der Gemeinde Simmerath getragen und die Arbeiten in Eigenleistung durch die Löschgruppe erbracht.

Das nun 50 Jahre alte Gerätehaus kann natürlich nicht allen baulichen und technischen Ansprüchen gerecht werden, die an einen Neubau gestellt werden, wie er z.B. gerade im Nachbarort Steckenborn entsteht. Jedoch konnte mit dem neuen Mannschaftsraum und dem separaten Umkleideraum im Rahmen der räumlichen und finanziellen Möglichkeiten eine erhebliche Verbesserung erreicht werden.

Das Feuerwehrgerätehaus der Löschgruppe Strauch befindet sich nun in den wesentlichen Punkten wieder auf dem «Stand der Technik»

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath

Simmerath vor dem Bruch mit Monschau
Die Anregung von Margareta Ritter, bewilligte Fördermittel umzuwidmen, ist für Simmerath „ der Gipfel der Unverschämtheit.“

Für Gesprächsstoff und Zündstoff hat die Anregung der Monschauer Bürgermeisterin Margareta Ritter gesorgt, bei der Bezirksregierung anzufragen, ob eine Reduzierung der bewilligten Landeszuschüsse zur Sanierung der Hauptschule Simmerath denkbar sei und diese frei werdenden Mittel für einen Anbau der geplanten Gemeinschaftsschule in Monschau verwendet werden könnten.

Diese Vorgehensweise der Monschauer Bürgermeisterin hat man in Simmerath „mit Befremden und Unverständnis zur Kenntnis genommen,“ heißt es jetzt in einer gemeinsamen Stellungnahme von Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns und allen fünf Fraktionen des Gemeinderates (CDU, SPD, UWG, Bündnis90/Die Grünen und FDP). Man steht vor dem Bruch mit der Nachbarkommune.

Es stelle schon „einen einmaligen Vorgang“ dar, wenn eine Nachbarkommune, mit der man bisher in vielen Bereichen partnerschaftlich zusammengearbeitet habe, versuche, „bewilligte Fördermittel während einer laufenden Maßnahme streitig zu machen.“

Der „Gipfel der Unverschämtheit“ sei jedoch, dass dieses Ansinnen, ohne vorher mit Simmerath zu sprechen, direkt an die Bezirksregierung herangetragen worden sei „und das einen Tag, nachdem wir die gemeinsame Beantragung einer Gemeinschaftsschule beschlossen hatten.“

Der Gemeinde Simmerath sei mit Bescheid der Bezirksregierung Köln vom 23. September 2009 eine Zuwendung in Höhe von 4 455 000 Euro für die energetische und bauliche Sanierung des Gebäudes der Gemeinschafts-Hauptschule Simmerath mit Zweifach-Sporthalle bewilligt worden. Der erste Bauabschnitt sei nahezu abgeschlossen, einzelne Aufträge für den zweiten Bauabschnitt bereits vergeben.

Der Bewilligungsbescheid enthalte eine Zweckbindungsfrist von 10 bzw. 20 Jahren, wonach die sanierten Gebäudeteile für Zwecke der sozialen Infrastruktur genutzt werden müssten. „Diese Auflage wird die Gemeinde problemlos auch ohne einen Standort als Gemeinschaftsschule erfüllen,“ heißt es in der Stellungnahme weiter.

Auch wird noch einmal betont, „dass der beste Standort für eine Gemeinschaftsschule (an einem Standort mit Beschulung aller Schüler der Klassen 5-10) die jetzige Hauptschule Simmerath wäre“. Hierzu habe die Stadt Monschau jedoch erklärt, diese Möglichkeit bei der Elternbefragung in keinem Fall zuzulassen, da sie einen Alleinstandort Simmerath selbst bei einem mehrheitlichen Votum der Eltern nicht akzeptieren werde: „Der Dank dafür, dass wir diese Haltung zähneknirschend akzeptiert haben, ist nun das Begehren der Stadt Monschau, der Gemeinde Simmerath die Fördermittel für dieses Gebäude streitig zu machen und sie selbst zu vereinnahmen,“ kommt der große Ärger in dem gemeinsamen Schreiben zum Ausdruck.

Durch eine E-Mail von Bürgermeisterin Ritter sei Bürgermeister Hermanns am Tag nach der Simmerather Ratssitzung erstmalig über die Absicht der Stadt Monschau unterrichtet worden, prüfen zu lassen, ob Mittel, die für die Sanierung der Hauptschule Simmerath bewilligt wurden, auf die Gemeinschaftsschule Monschau übertragen werden könnten. „In dieser E-Mail ist anders als im Zeitungsbericht an keiner Stelle die Rede davon, dass dies nur im Falle der Zustimmung Simmeraths in Betracht gezogen wird.“

In Kenntnis des von der Stadt Monschau beauftragten Schulentwicklungplanes sei die Aussage von Bürgermeisterin Ritter, „wonach es in den ersten beiden Jahren keines Anbaus an der Elwin-Christoffel-Schule bedürfe, offensichtlich unwahr. Das Gutachten der Stadt Monschau sagt aus, dass bei Vierzügigkeit 13 Klassen und Fachräume und bei Dreizügigkeit mindestens fünf Klassenräume an der Elwin-Christoffel-Schule fehlen,“ heißt es weiter.

Fraglich erscheint es den Verfassern des Schreibens auch, „ob es vertretbar ist, dass sich eine Stadt mit einem Haushaltsdefizit von 8,4 Mio. Euro in 2011, die sich darüber hinaus im Nothaushalt befindet, einen Schulanbau leisten möchte, wenn hierzu andere Alternativen vorhanden sind.“ .

Abschließend heißt es: „Die Vorgehensweise der Stadt Monschau stellt für uns einen derartig großen Vertrauensverlust dar, dass Simmerath in allen Bereichen so z. B. bei den gemeinsamen Zweckverbänden und beim Tourismus zu entscheiden hat, ob eine weitere Zusammenarbeit mit der Stadt Monschau im Interesse der Simmerather Bevölkerung noch sinnvoll ist.“

Sollte die Stadt Monschau, wie sie es sich in den letzten Monaten stets auf die Fahnen geschrieben habe, „bei einer Gemeinschaftsschule tatsächlich in erster Linie das Kindeswohl im Auge haben, sollte sie von ihrem Ansinnen Abstand nehmen und sich für den für unsere Kinder besten Standort, nämlich den alleinigen Standort in Simmerath, entscheiden.“ (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung


Rollesbroich

CDU Rollesbroich will Neuanfang wagen
Dem wiedergewählten Vorsitzenden Jürgen Braun steht ein neues Team zur Seite. Grundstücke im Gewerbegebiet gefragt.

Rollesbroich. Wenn ausgerechnet im Heimatort des Bürgermeisters der politische Gegner bei der letzten Kommunalwahl ein Topergebnis von 74 Prozent holt, hinterlässt dies normalerweise frustrierende Spuren.

Der CDU-Ortsverband Rollesbroich hat sich verjüngt und neu aufgestellt.Andreas Schaedler (2. v.l.) wurde neuer
Geschäftsführer. Als Beisitzer fungieren u.a. der 19-jährige Matthias Scheffen und der 23-jährige Jan Stollenwerk.
Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns (re.) gratulierte. Foto: Hoffmann

Nicht so jedoch beim CDU-Ortsverband Rollesbroich, der sich bei seiner Mitgliederversammlung im Sportheim des SV Roland am Donnerstagabend hochmotiviert zeigte und mit einem verjüngten Führungsteam Veränderungen herbeiführen will.

Dem wiedergewählten Vorsitzenden Jürgen Braun und dessen Stellvertreter Armin Vohsen steht mit Andreas Schaedler ein neuer Geschäftsführer zur Seite. Manfred Prinz stellte sich nicht mehr zur Wahl.

Als Beisitzer wurden neben Rolf Marx und Tom Theißen auf der Versammlung Jan Stollenwerk (23 Jahre), Matthias Scheffen (19) und Bernd Gülpen gewählt. Gemeindeverbandsvorsitzender Bernd Goffart stellte nach der Wahl erfreut fest: „Das sehe ich schon als Neuaufbruch an.“

Ansonsten waren an diesem Abend aber weder Goffart noch Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns guter Laune, nachdem sie am Morgen aus der Presse (wir berichteten) von der Anregung der Monschauer Bürgermeisterin Margareta Ritter zur Umwidmung der Simmerather Fördergelder für die dortige Hauptschule erfahren hatten. Goffart erwähnte, dass er an diesem Morgen „keinen Kaffee gebraucht“ habe, um wach zu werden.

Sowohl er als auch Karl-Heinz Hermanns deuteten hiernach zurückhaltend den Schulterschluss aller Fraktionen im Simmerather Rat gegen die Monschauer Initiative an.

Erfreuliches war zum Gewerbegebiet Rollesbroich zu erfahren, wo in diesem Jahr bereits vier Grundstücke verkauft wurden und der DSL-Anschluss für die dortigen Firmen vorangetrieben wird. Hermanns wies zudem darauf hin, dass seine Bürgersprechstunde (donnerstags von 16.30 bis 18.30 Uhr) eine sehr gute Resonanz gefunden habe. Auch werde zwischenzeitlich der „Newsletter“ auf der Internetseite der Gemeinde vielfältig genutzt.

Zur Haushaltssituation der Gemeinde und der Anhebung der Grundsteuern hob Bernd Goffart abschließend nochmals hervor, dass diese der jetzigen Landesregierung anzulasten seien, die eine Umverteilung zu Lasten des ländlichen Raums vorgenommen habe.

Die fehlenden 1,4 Millionen Euro mussten durch die Erhöhung der Grundsteuern kompensiert werden, um nicht in einen Nothaushalt zu kommen. Für 2012 müsse man daher wegen einer Reduzierung der Abwassergebührenbeihilfe mit einer Erhöhung der Abwassergebühren von 70 Cent rechnen. (ho)

Quelle: Eifeler Zeitung



Eicherscheid

Den Dorfladen nicht links liegen lassen
Sorge bei der Eicherscheider CDU um nachlassende Kauflust. An vielen Projekten mitgewirkt.
Kritik am Städteregions-Streit.

Eicherscheid. Unser Dorf soll für seine Bewohner (noch) attraktiver werden: Nach dieser Devise präsentierte der CDU-Ortsverband Eicherscheid im Rahmen seiner Hauptversammlung ein breites Spektrum von Maßnahmen zur Strukturverbesserung im Golddorf. Ortsverbandsvorsitzender Michael Huppertz begrüßte rund 20 Mitglieder und Gäste.

Vorstand der CDU Eicherscheid Foto: M. Schmitz

Ortsvorsteher Günter Scheidt reflektierte die Höhepunkte und Aktivitäten im Berichtszeitraum, darunter die Teilnahme am Europäischer Dorferneuerungspreis „mit einem Superergebnis“ und die Sanierung des Gemeinschaftshauses und der Leichtathletik-Anlagen auf dem Sportplatz. Als Nahziele nannte er die innerörtliche Straßensanierung (Am Weiher) sowie die Ausbesserung bzw. Erneuerung von Wirtschaftswegen (Auf der Heide).

Erhebliche Sorge, räumte der Ortsvorsteher ein, bereite ihm die seit längerem prekäre wirtschaftliche Situation der Eicherscheider Konsumgenossenschaft: „Der Laden musste 2010 gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzminus von 6,1 Prozent hinnehmen.“ Ein an die Bürger gerichtetes Rundschreiben soll die Kauflust noch einmal aktivieren. Scheidt: „Wenn jeder Eicherscheider Haushalt im Warenwert von mindestens 20 Euro pro Woche einkauft, kann das Geschäft auch in Zukunft existieren.“

Ortsverbands-Geschäftsführer Frank Förster verwies auf „viele Arbeitstermine in 2010“. Das Fackelrodeln erwies sich als Renner und soll zum Dauerangebot werden, am 29. April findet wieder der Umwelttag mit Dorfsäuberung statt.

Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns kündigte an, der nächste Tag des Ehrenamtes werde in Eicherscheid stattfinden. Er regte an, verdiente Persönlichkeiten zur Ehrung vorzuschlagen. Auf das Thema Schwimmhalle angesprochen, erklärte der Bürgermeister, zwischen der Stadt Monschau und der Gemeinde Simmerath habe es keinen Kompromiss mit dem Ziel eines gemeinsamen Bades geben können. Ein Neubau in Simmerath sei ohne Grundstücksverkauf nicht möglich, die Belastung für den kommunalen Haushalt liege durch die Investition bei unter vier Millionen Euro.

„Die rot-grüne Landesregierung NRW lässt die ländlichen Kommunen im Regen stehen“, kritisierte CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Bernd Goffart. „Die systematische Umschichtung zugunsten der großen Städte bringe Simmerath eine Million weniger an Mittelzuweisungen. Zum Städteregion meinte er: „Wenn der Kampf zwischen Stadt und Städteregion nicht bald aufhört, wäre die Rückkehr zur früheren Kreisstruktur effizienter.“

Von einem leichten aber stetigen Mitgliederschwund berichtete Gemeindeverbands-Geschäftsführerin Ulla Harth. Simmeraths Christdemokraten stellten mit 569 Mitgliedern aber immer noch den größten Verband in der Städteregion. Josef Mohren, Vorsitzender der Simmerather Senioren-Union, verglich: „Im Jahre 2005 wählten noch 58 Prozent der über 60-Jährigen die CDU, jetzt sind es nur noch 40 Prozent.“ Er sehe einen wachsenden Vertrauensverlust der Bevölkerung in die Politik allgemein.“

Den Höhepunkt der Versammlung bildete die Ehrung eines seit 50 Jahre aktiven Eicherscheider Christdemokraten. Arthur Förster (77) erhielt die goldene Ehrennadel. (M. S.)

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath

Gemeinschaftsschule in Simmerath wird noch nicht abgeschrieben

06.04.2011

Aus Sicht der Gemeinde Simmerath ist bei der Standort-Frage einer künftigen Gemeinschaftsschule Nordeifel noch nicht das letzte Wort gesprochen.
Zwar haben sich die Eltern bei einer Befragung mehrheitlich für einen alleinigen Standort Monschau ausgesprochen, aber erst das tatsächliche Anmeldeverhalten der Eltern zum Start des Schulversuchs ab dem Schuljahr 2012/13 werde Fakten schaffen, war die durchgängige Meinung im Gemeinderat.

So beschloss der Rat, angelehnt an einen Vorschlag der CDU, einstimmig, dass Simmerath mit seiner Hauptschule am gemeinsamen Schulversuch «Modellvorhaben Gemeinschaftsschule» mit Monschau und Roetgen teilnimmt. Ferner stellte der Rat fest, dass sich bei der Elternbefragung eine Mehrheit der Simmerather Eltern für zwei Schulstandorte in Monschau und Simmerath ausgesprochen habe. Das Gesamtergebnis der Befragung favorisiere zwar einen alleinigen Standort Monschau, was man auch akzeptiere.

Von einer Beteiligung an der Trägerschaft der Gemeinschaftsschule in Monschau sieht die Gemeinde Simmerath aber «zurzeit» ab, wurde bei drei Gegenstimme (zwei Grüne, eine UWG) beschlossen. Ausdrücklich hieß es aber weiter im Beschluss, dass sich Simmerath sodann an einer Trägerschaft beteiligen werde, wenn entsprechend dem Willen der Simmerather Eltern die Gemeinschaftsschule doch noch an zwei Standorten in Monschau und Simmerath eingerichtet werde.

Die vorausgegangene einstündige Debatte diente der Vergangenheitsbewältigung, richtete aber auch den Blick nach vorne.

So warb Grünen-Fraktionssprecher Klaus Stockschlaeder engagiert dafür, dass sich Simmerath bereits zum jetzigen Zeitpunkt an einer Trägerschaft beteiligen solle, um deutlich zu machen, «dass die Gemeinschaftsschule auch eine Simmerather Schule ist.» Wenn tatsächlich alle 334 Eltern, die für die Einrichtung einer Gesamtschule votiert hätten, dies auch umsetzten, «dann bekommen wir eine sechszügige Schule.» Für einen solchen Fall, prognostizierte Stockschlaeder, «wird Simmerath ohnehin Standort.»

Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns sah die Aussagekraft des Fragebogens zurückhaltender: «Es bleibt abzuwarten, ob das Votum auch später dem tatsächlichen Anmeldeverhalten entspricht.» Dies gelte insbesondere für die Roetgener Schüler. Wichtig sei es allerdings, dass die drei Kommunen gemeinsam den Antrag für die Teilnahme am Schulversuch stellten. «Das hat mehr Gewicht.»

Von einem «erwarteten Ergebnis» der Elternbefragung sprach CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer. Das mehrheitliche Votum der Simmerather Eltern für zwei Schulstandorte gelte es aber zu würdigen, weshalb man erst dann in die Trägerschaft einsteige, wenn Simmerath Teil-Standort der Gemeinschaftsschule werde.

«Simmerath ist nicht gut aus der Sache herausgekommen», blickte Franz-Josef Hammelstein (SPD) auf die Schuldebatte zurück. Man sei von Monschau «eingesackt» worden. «Vielleicht haben wir uns zu früh positioniert.» Für Hammelstein blieb ein «bitterer Nachgeschmack» zurück, insbesondere aufgrund der gemeinsamen Erklärung aller Monschauer Fraktionen, die den Eindruck erweckt habe, als habe man es in Simmerath «mit Lokalpolitikern» zu tun. Der Lammersdorfer Ratsvertreter zeigte sich überzeugt, dass «der Standort Simmerath, auch von den Räumen her, die bessere Lösung» gewesen wäre. Zu befürchten sei, dass am Standort Monschau «langfristig die Schüler fehlen.»

«Von Beginn an», zeigte sich Hermann-Josef Bongard (FDP) enttäuscht, habe Monschau auf dem Standort als Gemeinschaftsschule beharrt, und die Nachbarkommunen seien lediglich eingeladen worden, sich zu beteiligen. Daher sei es folgerichtig, wenn Simmerath derzeit von einer Trägerschaft absehe.

Auch für Ulrich Offermann (CDU) ist Simmerath als Teil-Standort für eine Gemeinschaftsschule noch lange nicht aus dem Rennen, spielte er auf das für eine Gemeinschaftsschule nicht ausreichende Raumangebot an der Elwin-Christoffel-Realschule an. «Die Fakten» des Raumgebotes in Simmerath und Monschau seien auch die Bezirksregierung bekannt. Diese Frage werde bei der Genehmigung und der möglichen Gewährung von Zuschüssen «sicher eine Rolle spielen.»

Quelle: Eifeler Zeitung

Hauptschule: Die Auflösung beginnt

Was mit den bisher sechs Anmeldungen an der Hauptschule Simmerath für das kommende Schuljahr geschieht, ist noch unklar: Fest steht aber, dass der Auflösungsprozess beginnt. Nach dem 31. Juli 2012 werden keine Neuanmeldungen mehr entgegengenommen. Sicher ist auch, dass alle Schüler bis zum Ende ihrer Schullaufbahn an der Hauptschule Simmerath beschult werden, beschloss der Gemeinderat, unabhängig davon, ob zwischenzeitlich eine Gemeinschaftsschule eingerichtet wird.

Quelle: Eifeler Zeitung


Monschau

Monschau will Geld für Simmerather Hauptschule umwidmen

Stadt Monschau fragt bei Bezirksregierung nach, ob noch nicht abgerufene Fördermittel für die Sanierung des Gebäudes in Simmerath der Erweiterung der Elwin-Christoffel-Realschule dienen können.

06.04.2011

Rund 7,5 Millionen Euro sind der Gemeinde Simmerath für die energetische Sanierung ihres Gebäudekomplexes Hauptschule zugesagt worden. Mit der Sanierung der Sporthalle steht der erste Bauabschnitt vor dem Abschluss.

Bevor nun weitere bauliche Maßnahmen am Schulgebäude selbst in Angriff genommen werden sollte, tritt die Nachbarkommune Monschau mit dem Vorschlag auf den Plan, dass geprüft werden solle, «ob für die eventuelle Erweiterung der Elwin-Christoffel-Realschule im Rahmen der Einrichtung einer Gemeinschaftsschule bereits bewilligte, aber noch nicht beauftragte Fördermittel für die Hauptschule Simmerath, umgewidmet werden könnten, soweit die Gemeinde Simmerath dem zustimmt». So formuliert es Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter in einem Schreiben an Regierungspräsidentin Gisela Walsken.

Aus Sicht der Stadt Monschau hat die Elternbefragung zur Einrichtung einer Gemeinschaftsschule für die Kommunen Monschau, Roetgen und Simmerath eine eindeutige Situation ergeben. Die Eltern hatten bei Standortfrage zu zwei Drittel einen alleinigen Schulstandort Monschau favorisiert.

Aus der Sicht von Margareta Ritter «besteht jetzt Klarheit», da sowohl die drei Schulkonferenzen wie auch die Eltern sich eindeutig entschieden hätten. Außerdem sei das positive Votum der Eltern für die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule «ein Riesenschritt.»

Die Frage nach der möglichen Umwidmung der Mittel von Simmerath nach Monschau bezeichnet die Monschauer Bürgermeisterin auf Anfrage der Lokalredaktion als eine logische Folgerung. «Man muss sich fragen, ob das Geld in Simmerath noch richtig angelegt wäre, bevor dies der Bund der Steuerzahler tut.» Unter anderem soll an die Hauptschule Simmerath, deren «beginnende Auflösung» der Rat beschlossen hat, eine Mensa angebaut werden.

Bei einer Unterbringung der Gemeinschaftsschule in der Elwin Christoffel-Realschule Monschau ist laut Margareta Ritter ein «minimaler Ausbau» erforderlich, der eine Million Euro nicht überschreite. In den ersten beiden Jahren bedürfte es überhaupt keiner baulichen Anpassung, erst bei Beginn der Vierzügigkeit sei zusätzlicher Raumbedarf gegeben.

Quelle: Eifeler Zeitung



Monschau

05.04.2011

Neue Schule in Monschau gewünscht
Elternbefragung zur Gemeinschaftsschule ergibt ein klares Votum für die
Teilnahme am Schulversuch und alleinigen Standort Monschau

Monschau. Das ebenso politisch wie auch pädagogisch in den zurückliegenden Wochen heftig diskutierte Thema einer Gemeinschaftsschule Nordeifel kann in wesentlichen Punkten abgehakt werden. Eine in der vorigen Woche vorgenommene Elternbefragung ergibt ein klares Votum für die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule.

Seitens der Stadt Monschau soll umgehend die Teilnahme am NRW-Schulversuch ab dem Schuljahr 2012/13 bei der Bezirksregierung beantragt werden. Die Befragung ergab auch noch in einem anderen Punkt Klarheit: Lässt man die Fragebögen ohne Votum außen vor, dann sprachen sich mehr als zwei Drittel für einen Standort der Gemeinschaftsschule in Monschau aus. 391 Eltern (71,2 Prozent) favorisierten diesen einen Schulstandort, während 158 (28,8 Prozent) sich für einen geteilten Standort der Gemeinschaftsschule in Simmerath (5. und 6. Klasse) bzw. Monschau (Klasse 7-10 aussprachen).

Eine schwierige Runde zur Einrichtung einer Gemeinschaftsschule Nordeifel ist geschafft:
Die Bürgermeister der drei Nordeifel-Kommunen Monschau, Simmerath und Roetgen sowie die pädagogische Arbeitsgruppe stellten
gestern das Ergebnis der Elternbefragung vor.

Die drei Nordeifeler Bürgermeister, Margareta Ritter aus Monschau, Karl-Heinz Hermanns (Simmerath) und Manfred Eis (Roetgen) präsentierten gestern im Monschauer Rathaus im Beisein der Arbeitsgruppe aus Vertretern der weiterführenden Schulen das Ergebnis der Elternbefragung, das die Monschauer Schulverwaltung in Rekordzeit ausgewertet und grafisch dargestellt hatte.

Margareta Ritter freute sich über das deutliche Votum der Eltern, die die Gemeinschaftsschule und deren pädagogisches Konzept als Alternative anerkannt hätten, dies auch vor dem Hintergrund dass die drei Eifelkommunen bis 2017 rund 700 Schüler verlieren würden. Das Interesse an der künftigen Gestaltung der Schullandschaft werde auch dadurch bestätigt, dass fast 90 Prozent der Fragebögen ausgefüllt zurückkamen. Befragt worden waren Eltern, deren Kinder jetzt das zweite und dritte Grundschuljahr besuchen.

So sprachen sich von den insgesamt 611 Beteiligten an der Aktion fast 55 Prozent für eine Gemeinschaftsschule aus, knapp 43 Prozent sprach sich dagegen aus.

Noch differenzierter sollen die Nein-Stimmen betrachtet werden, denn das Eltern-Votum für den Wechsel ihrer Kinder zum Gymnasium wirkt sich im Ergebnis als Stimmen gegen eine Gesamtschule aus.

Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns meinte, man müsse nun abwarten, wieviel Anmeldungen tatsächlich zum übernächsten Schuljahr an einer Gemeinschaftsschule erfolgen würden, „aber die Zahlen sprechen für eine Akzeptanz“. Differenzierter sah er die Standortfrage, da sich von 273 Befragten in der Gemeinde Simmerath eine Mehrheit (137) für zwei Schulstandorte und 104 für einen Standort ausgesprochen hätten (im Stadtgebiet Monschau waren 195 für einen Standort, 9 für zwei Standorte und in Roetgen 92 für einen und 12 für zwei Standorte).

Hermanns: „Das Ergebnis der Elternbefragung wird akzeptiert“, auch wenn er davon überzeugt sei, dass sich mittelfristig ein Teil-Standort in Simmerath positiv auf die Entwicklung der Schülerzahl ausgewirkt hätte. Auch bekräftigte Hermanns noch einmal von Simmerather Seite die Unterstützung für eine Gemeinschaftsschule wie auch die Teilnahme am Schulversuch. Unabhängig davon sei die noch nicht geklärte Frage einer gemeinsamen Trägerschaft zu sehen.

50 Schulen werden genehmigt

Roetgens Bürgermeister Manfred Eis zeigte sich erstaunt über die hohe Beteiligung der Roetgener Eltern an der Fragebogenaktion, zumal bei der Elterninfo das Interesse äußerst gering gewesen sei.

Erleichtert über den ersten gelungenen Schritt auf dem Weg zur Gemeinschaftsschule zeigte sich Peter Groten, Leiter der Elwin-Christoffel-Realschule Monschau für die Arbeitsgruppe: Er sehe im Votum der Eltern „eine Bestätigung für unsere Arbeit, auch wenn die eigentliche Arbeit nun erst folgt“. Positiv sehe er auch die Entscheidung für einen Schul-Standort: „So lässt sich das pädagogische Konzept besser umsetzen.“

Nachdem gestern im Gemeinderat Simmerath sowie kommenden Dienstag in den Räten Monschau und Roetgen das Thema noch einmal diskutiert wird, soll umgehend der Antrag zur Teilnahme am Schulversuch gestellt werden. 50 neue Gemeinschaftsschulen sollen in NRW zugelassen werden. Die Nordeifel möchte dabei sein, auch wenn es ein paar mehr als 50 Bewerbungen gibt. (P. St.)


Was wird nun aus Haupt- und Realschule?

Das deutliche Votum der Eltern für die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule Nordeifel zum Schuljahr 2012/13 bedeutet zugleich auch das nahende Ende von Hauptschule und Realschule. Formal möchte die Stadt Monschau als Träger die Elwin-Christoffel-Realschule und die Hauptschule zum 31. Juli 2012 auflösen. Ab dann gibt es keine Neuaufnahmen mehr. Der Betrieb an den beiden Schulen geht aber dennoch weiter, denn alle Schüler, die an Haupt- oder Realschule eingeschult werden, beenden dort auch ihre schulische Laufbahn, unabhängig von einer parallel laufenden Gemeinschaftsschule.

In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage nach dem Schicksal bei beiden Hauptschulen . Während in Simmerath nur bescheidene fünf Anmeldungen für das kommende Schuljahr eingingen, sind es Monschau immerhin ein Dutzend. Über eine Zusammenlegung der beiden Schulen für die auslaufenden fünf Jahre wird zu einem späteren Zeitpunkt beraten.

Dann ist da noch die Frage der Zukunft des Gebäudekomplexes der Hauptschule Simmerath, dessen Sanierung auf Hochtouren läuft. Über die Verwendung will man in Simmerath ebenfalls zu einem späteren Zeitpunkt sprechen.

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath

Asylanten-Unterkunft Langschoss
« Durch abgelegene Lage keine Integration möglich»


05.04.2011

«Mit Freude» registriert der Katholikenrat Aachen, dass die Sammelunterkunft für Flüchtlinge in Lammersdorf Langschoss Aufmerksamkeit findet.
Weniger erfreut war allerdings die Gemeinde Simmerath nach dem Besucher von Vertretern des Katholikenrates in Langschoß. Bei dem Besuch war die Rede von «Lager» und «schlimmen Zuständen» gewesen. Solche Bezeichnungen hatte die Gemeinde massiv zurückgewiesen.

Keine Kritik am Sozialamt

Nun äußert sich für das Netzwerk Asyl des Katholikenrates Aachen Pfarrer Dr. Herbert Kaefer:

«Bei diesem Besuch ging es nicht um Kritik an Personen - weder am Sozialamt noch am Hausmeister, der geäußerte Kritikpunkt war die abgelegene Lage von Langschoss,» stellt Kaefer klar.

Laut Fahrplan der Linie 86 gebe es nur zweimal täglich eine «normale» Busverbindung nach Lammersdorf-Simmerath, nämlich um 6.56 Uhr und um 18.47 Uhr. Außerdem gebe es um 8.06, um 13.25 und um 14.22 Uhr Busse an Schultagen; letzterer verkehre auch an Ferientagen. Am Wochenende und an Feiertagen gebe es überhaupt keine Busverbindung.

Kaefer: «Ansonsten sind die Bewohner darauf angewiesen, dass der Hausmeister sie fährt - z.B. zu Arztbesuchen, zur Kirche oder zu Einkäufen. Ein junger Iraker berichtete, dass er - obwohl er nicht schulpflichtig war - unbedingt etwas lernen wollte und daher das Berufskolleg in Stolberg besuchte. Dazu musste er morgens zwischen 5 und 6 Uhr zu Fuß losgehen. Hätte er da den Hausmeister beanspruchen können? Heute spricht dieser junge Mann perfekt Deutsch und macht in diesen Tagen sein Fachabitur.»

Fast alle Bewohner von Langschoss würden gern arbeiten, schon um der Langeweile und Tristesse ihres Alltags zu entfliehen. In aller Regel müssten sie bereit sein, Schichtarbeit zu machen. Das würden sie gerne tun - aber wie können sie zur Arbeit kommen?», fragt sich Kaefer.

Würden die Leute arbeiten, spare die Gemeinde Simmerath Kosten, ist Herbert Kaefer überzeugt. Hohe Kosten entstünden auch durch gesundheitliche Probleme wie Depressionen, die manchmal sogar zu Selbstmordversuchen führten. Diese Probleme würden, da ist das Netzwerk Asyl sicher, nicht so oft auftreten, wenn die Bewohner - wie in vielen anderen Orten - zentraler wohnten.

Viele Gemeinden, die auch sparen müssen, hätten auf Gemeinschaftsunterkünfte dieser Art verzichtet.

Zentral ist für das Netzwerk Aysl jedoch die humanitäre Situation: Zur Zeit hielten sich in Langschoss mindestens 15 Erwachsene und fünf Kinder aus acht Nationalitäten mit unterschiedlichen Sprachen regelmäßig auf. «Manche Bewohner haben niemand, mit dem sie sprechen können, da sie weder Deutsch noch Englisch können. Kann jemand sich vorstellen, was es bedeutet, mit niemand über seine Situation sprechen zu können?

Zudem ist durch die abgelegene Lage keine Integration möglich - gerade das wird jedoch immer wieder gefordert.»

Kaefer: «Die Unterbringung in Langschoss abgelegen im Wald empfindet das Netzwerk Asyl «als zutiefst inhuman.»

Dem Sozialausschuss macht Dr. Herbert Kaefer den Vorschlag, er möge sich mit Mitgliedern der Flüchtlingsinitiativen in Langschoss zum Gespräch treffen. «Wir regen an, die Fahrzeuge in Lammersdorf zu parken und zu Fuß nach Langschoss zu gehen. Das wäre zwar in der jetzigen Jahreszeit nicht so beängstigend, wie im Winter bei Dunkelheit und Schnee, könnte aber doch einen eigenen Eindruck von der Lage vermitteln.»

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath

02.04.2011

„Wie kommen wir mit Monschau klar?“
Gemeinschaftsschule auch bei CDU Simmerath im Blickpunkt.
Schwierige Verhandlungen mit der Hansa.

Zwei Themen bestimmten die Diskussionen bei der Mitgliederversammlung der Simmerather CDU: Das Schicksal der Josef-Jansen-Sportstätte, nachdem bei der Jahreshauptversammlung der Hansa die Vereinsführung es abgelehnt hatte, als Träger für den Ersatz-Neubau eines Sportplatzes anzutreten, und die weitere Entwicklung der Schullandschaft in der Nordeifel.

Viel Arbeit zu erledigen: Der wiedergewählteVorstand der Simmerather CDU.
Foto: Dieter Münker

Ortsvorsteher Stefan Haas machte deutlich, dass angesichts der „miserablen Haushaltslage“ der Neubau einer Schwimmhalle nur funktioniere, wenn das Gelände des Sportplatzes zur Finanzierung genutzt werde. Die Gemeinde habe 400 000 Euro für 2013 für den Neubau eines Sportplatzes vorgesehen. Gespräche mit der Hansa seien noch notwendig, vor allem zur Frage, wer für den Ersatz des abzureißenden Sportheims zuständig sei.

Dieses Geld aber reiche nicht, wie Bürgermeister Hermanns unmissverständlich klarstellte, um Sportplatz, Sportheim und Flutlichtanlage zu bauen. Der Verein müsse auch zur Eigenleistung bereit sein.

Als Alternative bleibe, das Gelände der Kleinspielfelder hinter der Hauptschule zu einem „halben“ Fußballplatz mit Kunstrasen umzubauen: Das genüge für den Spielbetrieb des jüngsten Nachwuchses wie auch für den Trainingsbetrieb der Senioren. Das alte Sportplatzgelände soll nach Ausschreibung unter bestimmten Auflagen bezüglich der späteren Gestaltung als Ganzes verkauft werden, und die Gemeinde erwartet als Einnahme zwei Millionen Euro.

Das Problem sei, so später Josef Mohren, dass die Fußballer nur eine unter elf Abteilungen stellten, und den anderen Abteilungen es nur schwer zu vermitteln sei, dass sie für diese eine Abteilung zurückstecken müssten, zumal viele der Mitglieder – etwa bei Schwimmern und Turnern – auch aus den Nachbarortern kämen.

„Gesamtschule ohne gymnasiale Oberstufe“, so beschrieb Josef Mohren die als Versuch startende Gemeinschaftsschule. Nach der Sanierung des Hauptschulgebäudes habe man nun ein Schulgebäude auf dem neuesten Stand, aber die Frage sei: „Wie kommen wir mit Monschau klar, das ist eine ganz schwierige Sache.“ Ziehe eine gemeinsame Gemeinschaftsschule in die Monschauer Realschule, fehlten dort elf Unterrichtsräume und die Mensa: „Es muss gebaut werden.“ Das Land aber, so schätzte er die Lage ein, werde für Schulen im Versuchsstadium keine weiteren Investitionen genehmigen. Wenn aber die Nordeifelgemeinden an diesem auf 50 Schulen beschränkten Versuch nicht teilnehmen könnten, bleibe offen, wohin bei auslaufenden Hauptschulen jene Kinder wechseln könnten, die an Realschule oder Gymnasium scheiterten: „Es wird sicher noch spannend werden.“

Stefan Haas kündigte mit den Betroffenen weitere Gespräche zu einer Übergangs-Umgestaltung des Rathausvorplatzes an; zur Umsetzung der angedachten Neugestaltung fehle das Geld.

Gemeindeverbandsvorsitzender Bernd Goffart betonte, dem Rat sei die Erhöhung der Steuerhebesätze nicht leicht gefallen, aber angesichts um 1,4 Millionen Euro gekürzter Schlüsselzuweisungen hätte auch Simmerath sonst wie Monschau mit einem Nothaushalt und all seinen Einschränkungen wirtschaften müssen.

Aus der Städteregion teilte Hans-Josef Hilsenbeck mit, dass es mit Personaleinsparungen gelungen sei, den Umlagesatz so weit zu senken, dass die Kommunen nicht mehr als im vorigen Jahr zahlen müssten.

Nachdem sich eine Lösung abzeichne, wie der Rurufer-Radweg im Bereich Grünenthal nach Monschau fortgeführt werden könne, bleibe problematisch, wie es mit dem Ravel-Radweg hinter Monschau auf belgischem Gebiet weitergehe. Das Teilstück zwischen Roetgen und Lammersdorf werde im Juni fertiggestellt.

Vorsitzender Stephan Braun hatte eine zufrieden stellende Arbeit im Ortsverband vorgestellt: Offensichtlich hätten die Müllsammelaktionen ein Umdenken bewirkt, so dass man dieses Jahr auf eine erneute Aktion verzichten könne. Die Neuwahlen zum Vorstand wurden zur Wiederwahl: Ortsvorsitzender bleibt Stephan Braun, sein Stellvertreter Günter Kaulen. Geschäftsführer der bislang kommissarisch tätige Hajo Dautzenberg, Beisitzer Richard Abshof, Stephan Greuel, Stefan Haas, Josef Mohren und Manfred Prommenschenkel. (Mü)

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath

02.04.2011

„Standortfrage wichtig aber nicht entscheidend“
Simmerather Grüne zur Gemeinschaftsschule

Bei ihrer Haltung zur Einrichtung einer Gemeinschaftsschule Nordeifel legt die Grünen-Fraktion Simmerath Wert auf die Feststellung, dass bei der Beratung im Schulausschuss Gisela Kampshoff-Enderle nicht gegen eine Kompromisslösung mit zwei Schulstandorten gestimmt habe, sondern lediglich den Passus im Beschlussvorschlag („Sollte das Ergebnis der Elternbefragung keinen Schulstandort in Simmerath zur Folge haben, sieht die Gemeinde von einer Beteiligung an der Trägerschaft der Gemeinschaftsschule in Monschau ab“) abgelehnt habe. Gisela Kampshoff-Enderle: Die Fraktion möchte auch auch für diesen Fall eine gemeinsame Trägerschaft suchen, um die Gemeinschaftsschule für die Region zu stärken.“

Eine Gemeinschaftsschule bedürfe der Unterstützung aller drei Kommunen, um erfolgreich zu sein, heißt es weiter in der Stellungnahme. „Wir Simmerather Grünen wünschen die Gründung dieser Schule, und zwar nicht nur als aus der Not heraus geboren, sondern weil sie ein neues zukunftsweisendes Modell für eine bessere Bildung unserer Kinder ist und eine große Chance für unsere Region. Wir favorisieren diese Schule, durchaus auch mit zwei Standorten oder gar am Standort Simmerath. Letzteres würde unseren Kindern die langen Fahrtzeiten verkürzen.

Sollten sich die Eltern bei der anstehenden Elternbefragung jedoch mehrheitlich gegen eine Schule mit zwei Standorten aussprechen, so werden wir das respektieren, ohne jedoch das übergeordnete Ziel aus den Augen zu verlieren, nämlich als Gemeinde an der Gründung dieser zukunftsweisenden Schule hier in der Nordeifel beteiligt zu sein.“ Man werde sich weiterhin dafür einsetzen, eine gemeinsame Trägerschaft mit Monschau und Roetgen für die Gemeinschaftsschule zu bilden. Die Inhalte könnten in einem nächsten Schritt ausgehandelt werden.

Gisela Kampshoff-Enderle: „Nur eine Gemeinschaftsschule mit großem Rückhalt in der Bevölkerung der gesamten Nordeifel kann erfolgreich sein.“ Die Standortfrage ist wichtig, aber nicht entscheidend.“


Leserbriefe aus der Eifeler Zeitung zur Gemeinschaftsschule

Pädagogisch äußerst nachteilig
Georg Lammerich aus Neuss und Monschau nimmt zu Leserbriefen von Kristina Merten und Hajo Dautzenberg wie folgt Stellung: Fakt ist: Die Gemeinschaftsschule in Blankenheim und Nettersheim hat zwar zwei Standorte, es werden aber an beiden Schulen alle Klassen unterrichtet, von Klasse 5 bis Klasse 10. Eine Verteilung von einzelnen Jahrgangsstufen auf die Standorte findet nicht statt.

Nur so kann sich eine Schulgemeinschaft bilden und können die Schüler der verschiedenen Klassenstufen voneinander profitieren. Klasse 5 bis 7 und 8 bis 10 an zwei Standorten in mehr als zehn Kilometer Entfernung ist pädagogisch und organisatorisch äußert nachteilig. Vielleicht sollte die Politik endlich dazu übergehen, ehrlich gegenüber den Bürgern zu sein, die Fakten offen legen und sie in die Entscheidungsfindung einzubeziehen.

Kinder stehen im Hintergrund
Diana Johnen aus Lammersdorf schreibt über die Informationsveranstaltung zum Thema Gemeinschaftsschule. Ich war am Mittwoch auf der Infoveranstaltung zum Thema „Gemeinschaftsschule“ in Simmerath und war entsetzt über die extrem politische Diskussion der Standortfrage. Leider kam es so rüber, dass für die Politiker das pädagogische Konzept und die Zukunft der Kinder im Hintergrund stehen.

Es wurde an dem Abend die ganze Zeit nur von Entfernungen gesprochen und darüber, dass die Schüler wegen der hohen Entfernung abwandern.

Ich glaube nicht, dass das der einzige Grund ist. Meiner Meinung nach schauen sich Eltern die Schulen ganz genau an und entscheiden sich wegen des Konzepts und der Qualität für die Schule und nicht nur wegen der Entfernung.

Ich denke, wenn das Konzept und „Ruf“ der Schule gut sind, werden auch die Schüler kommen (das beste Beispiel ist doch die St. Ursula Realschule).

Den vier Schulleitern möchte ich noch ein Kompliment aussprechen, dass sie in so kurzer Zeit ein so gutes Konzept erarbeitet haben. Wenn das so umgesetzt wird, glaube ich, ist die Gemeinschaftsschule ein Gewinn für unsere Region.

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath

01.04.2011

Hansa-Kicker fühlen sich ins Abseits gestellt

Von Christoph Classen

Weil die Gemeinde Simmerath den Sportplatz zu Bauland machen möchte, wissen die Fußballer nicht, wo sie fortan spielen sollen. Entscheidend is´ aufm Platz, eine dieser Fußballerwahrheiten, die von der Champions League bis zur Kreisliga Gültigkeit haben. Die Kicker von Hansa Simmerath bilden da keine Ausnahme. Noch.
Denn in absehbarer Zeit droht den Fußballern der Verlust der sprichwörtlichen Grundlage. «Wir stehen hier demnächst ohne Sportplatz», sagt Andreas Hermanns und es klingt, als könne er seine Worte selbst nicht so recht glauben.

Hermanns ist Abteilungsleiter Fußball bei Hansa Simmerath, dem Klub ist er seit mehr als 30 Jahren verbunden. An diesem Abend hat er ins Vereinsheim eingeladen, rund 20 Menschen sind dort, Hermanns spricht sie mit Kameraden an. Sie sitzen zwischen schwarz-weiß Aufnahmen längst vergangener Mannschaften und Vitrinen voller Pokale. Dokumente einer 90-jährigen Klubgeschichte, die Fußballabteilung ist die älteste bei der Hansa Gemeinschaft.

Ihre Zukunft ist ungewiss. Mit jedem Satz, den Hermanns sagt, wird das deutlicher. Die «Kameraden» hören dem Vorsitzenden zu, die Blicke gehen ins Leere, die Arme sind vor der Brust verschränkt oder liegen auf der rot-karierten Plastiktischdecke.

700.000-Euro-Option

Das Problem der Fußballer ist, dass die Gemeinde das Grundstück, auf dem ihr Fußballplatz liegt, zu Bauland machen möchte. «Um die neue Schwimmhalle zu finanzieren», wie Hermann-Josef Koll, zweiter Vorsitzender des Gesamtvereins vermutet. Sie soll nahe der Hauptschule entstehen.

Nun ist es nicht so, dass die Gemeinde den Fußballern den Platz nimmt, ohne ihm die Option für einen neuen zu geben. 400.000 Euro bekommt die Hansa und ein Grundstück hinter dem Katastrophenschutzzentrum und gegenüber der Hauptschule. «Das ist das nasseste, dass ich in Simmerath kenne», kritisiert Koll, damit werde ein Platz an dieser Stelle auch entsprechend teurer.
Für 400.000 Euro bekäme man gerade Mal die reine Spielfläche, wenn überhaupt. «Aber dann haben wir noch keinen Elektroanschluss, keinen Kanal, kein Flutlicht, kein Vereinsheim, keinen Parkplatz», sagt Koll. Insgesamt werde eine neue Anlage wohl 700.000 Euro kosten.

Was im Umkehrschluss bedeutet, dass der Verein mindestens 300.000 Euro selbst beisteuern müsste. Zudem verlange die Gemeinde, dass die Hansa als Bauherr fungiere. Damit fühlt man sich schlichtweg überfordert. «Wir sind ein Sportverein kein Baugewerbe», sagt Koll. Für Verärgerung sorgt auch, dass die Gemeinde sich nicht an vorher vereinbarte Zusagen halte. «Man hat versichert: ´Ihr müsst hier nicht von heute auf morgen weg´», sagt Hermanns. Jetzt aber hieße es, dass die Fußballer bis spätestens November das Feld räumen müssten.

Das möchte Karl-Heinz Hermanns so nicht stehen lassen. Die Fußballer könnten noch bis zum Beginn der kommenden Saison, im Mai/Juni 2012 auf dem gewohnten Platz auflaufen. «Wir wollen bis Ende des Jahres einen Investor für das Grundstück finden», sagte Simmeraths Bürgermeister. Der Verwaltungschef betonte zudem: «Für 400.000 Euro ist es absolut möglich einen Platz an dieser Stelle zu errichten.» Wollten die Hansa Fußballer auch ein Sportheim haben, müssten sie selbst dafür sorgen. Es sei Usus, dass derartige Bauten nicht aus Steuergeldern bezahlt würden.

250 Meter zur Dusche

Außerdem bestünde für die Fußballer auch die Möglichkeit, die 250 Meter entfernten Dusch- und Umkleidekabinen in der Hauptschule zu nutzen. Der Bürgermeister sagte, es sei ihm wichtig, zu einer Lösung zu kommen, mit der alle leben können. Zu diesem Zweck würde er demnächst die Fußballabteilung zum Gespräch ins Rathaus einladen.

Bei der Hansa dürfte dieses Angebot gern angenommen werden. Während es draußen längst dunkel geworden ist, plant man im Vereinsheim aber auch für den Fall, dass es zu keiner einvernehmlichen Lösung kommt. Einen Unterschriftenliste wird ins Gespräch gebracht und eine Protestaktion auf dem Rathausplatz. Es gibt noch viel Klärungsbedarf zwischen den Beteiligten.

Quelle: Eifeler Zeitung



Meinung
Simmerath braucht einen Sportplatz
Gemeinde stellt 400.000 Euro Steuergelder und ein Grundstück zur Verfügung

Ein solide gebauter Kunstrasenplatz der 4. Generation ist für 340.000 Euro zu erstellen. Vielleicht darf es auch ein wesentlich günstigerer Rasenplatz und dazu ein Sportheim sein. In jedem Fall ist Eigenleistung in Form von "Muskelkraft" gefragt!

Die Gemeinde ist als Bauherr an Ausschreibungen und Verfahren gebunden, dagegen kann ein Bauherr Hansa frei entscheiden, Material und Ausführung selbst bestimmen. Und mit 400.000 Euro kann man schon eine Menge machen. Für manch einen eine tolle Herausforderung.

Der Webmaster hat im Internet gestöbert und festgestellt, dass es allerorts, quer durch Deutschland üblich und auch erforderlich ist, dass die Vereine mit anpacken und in eigener Regie arbeiten.
Bitte googlen unter: Sportheim Eigenleistung

Das es geht, haben verschiedene Gruppierungen in unsern Dörfern mehrfach bewiesen. Weshalb soll das in Simmerath nicht funktionieren? Nach meinem Verständnis ist es ein Wesensmerkmal eines Vereins, dass alle mitmachen und anpacken. Und dann wird es auch klappen.«

Mit Sicherheit und etwas guten Willen, wird es auch mit der Hansa-Gemeinschaft zu einer hoffentlich einvernehmlichen Lösung kommen. Zu wünschen wäre es allemal. Nicht zuletzt wegen der sehr aktiven Jugendabteilung. Die Jugend braucht und wird ein Sportplatz bekommen!

Wer die Internetseite der Hansa-Fußball-Abteilung aufruft, stellt fest, dass die Aktivitäten ohnehin (fast ausschließlich) im Jugendbereich liegen.

Schwimmhalle

Nachdem sich die Stadt Monschau für den alten Standort entschieden hat, war klar, Simmerath braucht eine Schwimmhalle. Für unsere Kinder, für die Bürger und Besucher. Aber auch insbesondere für die aktive Hansa-Schwimmabteilung. Wir freuen uns, der Hansa-Schwimmabteilung eine wettkampfähige Schwimmhalle zur Verfügung zu stellen.

Der Webmaster


Simmerath

Gemeinschaftsschule
Von der Standortfrage kaum zu trennen

Gemeinschaftsschule für die Nordeifel: Bei der Infoveranstaltung für Eltern in Simmerath spielte auch die politische Note mit.

Am Montag sind alle schlauer: Dann liegt das Ergebnis der Elternbefragung zur Einrichtung einer Gemeinschaftsschule Nordeifel zum Schuljahr 2012/13 vor. Eine Vielzahl von Fragebögen sind bereits ausgefüllt worden, während andernorts noch Informationsveranstaltungen für Eltern laufen. Die Befragung der Eltern soll nicht nur Aufschluss darüber geben, ob eine Gemeinschaftsschule überhaupt Akzeptanz findet, sondern auch die in den zurückliegenden Wochen heftig diskutierte Standortfrage der neuen Schule klären. Bekanntlich möchte die Stadt Monschau die Gemeinschaftsschule in der Elwin-Christoffel-Realschule ansiedeln, während die Gemeinde Simmerath ihr Hauptschulgebäude ins Gespräch bringt, zumindest als Teil-Standort für das 5. und 6. Schuljahr.

Der Elternwille zählt: Bei der abschließenden Informationsveranstaltung zur Einrichtung einer
Gemeinschaftsschule Nordeifel in der Aula der Hauptschule Simmerath war das Interesse groß.
Foto: P. Stollenwerk

Nachdem in Monschau und Roetgen die Eltern der Grundschüler des zweiten und dritten Schuljahres bereits ins Bild gesetzt wurden, fand nun am Mittwochabend in der Aula der Hauptschule Simmerath die dritte Informationsveranstaltung für Eltern der Gemeinde Simmerath statt. Über zweieinhalb Stunden wurde unter der Moderation von Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns informiert und auch politisiert. Die Information über die pädagogischen Inhalte des so genannten Schulversuchs, der zum übernächsten Schuljahr gestartet werden soll, stand zwar im Mittelpunkt, war aber untrennbar mit der Standortfrage verbunden, die zuletzt die Diskussion überlagerte und auch bei Simmerather Info-Veranstaltung immer wieder aufkochte.

Rund 120 Eltern hatten sich eingefunden; auf dem Podium hatten die Vertreter der Kommunen Simmerath und Monschau sowie die Projektgruppe Gemeinschaftsschule, bestehend aus Vertretern der vier weiterführenden Schulen, Platz genommen.

Die Notwendigkeit einer Veränderung der Schullandschaft, auch in der Nordeifel, wird mit Blick auf die demographische Entwicklung, jedem deutlich. Auf der Grundlage dieser Prognose gab die Stadt Monschau auch einen kommunenübergreifenden Schulentwicklungsplan in Auftrag, der von Andrea Compes von der Monschauer Schulverwaltung erläutert wurde. Dass die Zahl der Grundschüler in den den drei Eifelkommunen Monschau, Simmerath und Roetgen von 2005 (1800 Schüler) bis zum Jahr 2025 auf 1200 zurückgehen wird, ist nicht zu leugnen. Wenn man ferner betrachtet, dass inzwischen 51 Prozent aller Grundschüler zum Gymnasium wechseln, 31 Prozent zur Realschule und nur noch neun Prozent zur Hauptschule, lässt sich daraus ablesen, dass die Eltern die Hauptschule abgewählt haben.

„Handlungsbedarf“ sah auch Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns. Daher habe auch die Schulkonferenz der Hauptschule Simmerath beschlossen, sich dem auf auf sechs Jahre angelegten Schulversuch anzuschließen. Dies allerdings auf der Grundlage des jüngsten Beschlusses der Schulausschusses, der das Hauptschulgebäude wegen seines Raumkonzeptes als geeigneteren Standort für eine Gemeinschaftsschule sehe, zumindest als Teil-Standort. Wichtig für Simmerath sei es, weiterhin ein Schulangebot der Sekundarstufe I vorzuhalten, warb Hermanns um Verständnis. „Das richtet sich nicht gegen Monschau.“ Das Hauptschulgebäude mit insgesamt 46 Klassen- und Fachräumen werde nach erfolgter Sanierung im Sommer 2012 nebst neuer Sporthalle und Schwimmhalle in einem „Top-Zustand“ sein.

Diese räumliche Voraussetzungen würden in Monschau laut des in Auftrag gegebenen biregio-Gutachtens weder an der Realschule noch an der Hauptschule erfüllt. Als weitere Argumente für Simmerath brachte Hermanns eine Entfernungs-Kilometer-Tabelle in Gespräch, die Simmerath als den zentraler gelegenen Standort ausweise, wie auch den Gedanken ein, dass ein Gemeinschafts-Schulstandort Simmerath auch noch für Kinder aus Schmidt und Vossenack interessant sei.

„Wir glauben, dass eine Gemeinschaftsschule mit einem Standort in Simmerath besser angenommen wird.“

Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter betonte, dass der Schritt zur Gemeinschaftsschule „alternativlos“ sei. Er könne aber nur gelingen, wenn man Vertrauen bei den Eltern schaffe. Monschau werde bei entsprechendem Elternwillen auch zwei Standorte mittragen, „auch wenn das pädagogisch schwierig ist.“ Es stelle sich aber die Frage, „ob die Simmerather Eltern sich abwenden, wenn es nur einen Standort Monschau gibt.“ Ihr Wunsch sei es nach wie vor, dass sich Simmerath mit der Hauptschule am Schulversuch beteilige.

Nachdem die Projektgruppe dann ausführlich und detailliert die pädagogischen Grundlagen einer Gemeinschaftsschule dargelegt hatte, schlossen sich zahlreiche Fragen von Eltern an, die Inhalte und Organisation der neuen Schulform betrafen, aber auch die Standortfrage blieb nicht außen vor, ebenso auch die Bedenken nach eventuell zu langen Fahrzeiten für Kinder bei einem Ganztagesbetrieb, der bei einer Gemeinschaftsschule verpflichtend ist. Eine Mutter forderte, dass „Monschau und Simmerath sich einig werden sollen“, ein Vater bezeichnete die Standort-Debatte als „traurig.“

Eine Mutter wollte auch wissen, warum im Fragebogen nicht auch die Alternative eines alleinigen Standortes Simmerath aufgeführt sei. Margareta Ritter: Dies würde eine „Zerschlagung der Realschule Monschau“ bedeuten. Karl-Heinz Hermanns: Rechtlich sei eine solche Lösung zwar möglich, sie werde am Veto-Recht Monschaus scheitern. (P. St.)


Kommentar
Erste Runde vorbei

Gemeinschaftsschule noch lange nicht vom Tisch

Peter Stollenwerk

Das stetige Bemühen, die Diskussion um die Gründung einer Gemeinschaftsschule Nordeifel von der Standortfrage zu trennen, war zu spüren, aber bei der Infoveranstaltung für Eltern in Simmerath in der Aula der Hauptschule verspürte man nicht minder das politische Knistern zwischen den beiden Kommunen Monschau und Simmerath im Rennen um die besseren Argumente. Als infrastruktureller Vorteil, auch im Hinblick auf die demographische Entwicklung, ist ein attraktives Schulangebot für jede Kommune eine Art Lebensversicherung.

Die Standortfrage geht nun in den Endspurt. Das am Montag vorliegende Ergebnis der Elternbefragung wird entscheidende Erkenntnisse bringen, aber das Thema Gemeinschaftsschule hat das Zeug zum Dauerbrenner und ist noch lange nicht vom Tisch. Nur der Gong nach einer kampfbetonten ersten Runde hat geschlagen.

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath

Kalkulation der Abwassergebühren:
Umstellung in Simmerath längst erfolgt

Gemeinde weist Darstellung des Bundes der Steuerzahler zurück

„Eine missverständliche Darstellung“ sieht die Gemeinde Simmerath in einem redaktionellen Beitrag der März-Ausgabe des Wirtschaftsmagazins „Der Steuerzahler“. In diesem Beitrag geht um das Thema der bürgerfreundlichen Kalkulation der Abwassergebühren. Der Autor hatte in diesem Beitrag gesagt, dass in Simmerath die Kalkulation der Abwassergebühr vom höheren Wiederbeschaffungszeitwert ausgehe und zudem vom ungekürzten Anlagevermögen abschreibe. Weiterhin war der Gemeinde Simmerath empfohlen worden, zukünftig die kalkulatorischen Abschreibungen vom gekürzten Anlagevermögen vorzunehmen.

„Unnötige Diskussionen“

„Diese Ausführungen haben bei den Bürgern zu Irritationen und unnötigen neuerlichen Diskussionen über die hohen Abwassergebühren hierzulande geführt,“ schreibt Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns jetzt an das Blatt. Tatsache sei, „dass die Gemeinde Simmerath bereits ab dem Jahre 2007 bei der Berechnung des Abschreibungsaufwandes bei der Abwasserbeseitigung den Anschaffungs-/Herstellungsaufwand zugrunde legt.“ Dies müsse zudem aufgrund früherer Anfragen des Bundes der Steuerzahler auch bekannt sein.

„Rechtlich nicht zulässig“

Würde in NRW vom gekürzten Anlagevermögen abgeschrieben, wie im Beitrag empfohlen, „dann würden die Beiträge und Zuschüsse doppelt gebührenmindernd berücksichtigt, da dies ohnehin bei der Verzinsung vorgeschrieben ist. Dies widerspricht aber jeglichen betriebswirtschaftlichen Grundsätzen. Daher ist Ihre Anregung, zukünftig vom gekürzten Anlagevermögen abzuschreiben, rechtlich nicht zulässig und daher für die Gemeinde Simmerath nicht umsetzbar,“ führt der Bürgermeister weiterhin in einem umfassenden Antwortschreiben aus.

Abschließend weist Hermanns darauf hin, dass die Gemeinde Simmerath „seit Jahren in Anbetracht der enorm hohen Abwassergebühren intensiv bemüht ist, im Rahmen des rechtlich Zulässigen sehr wohl bürgerfreundlich zu kalkulieren.“

So habe sie im Jahre 2007 die Abschreibungsmodalitäten vom Wiederbeschaffungszeitwert auf den Anschaffungswert umgestellt und den kalkulatorischen Zinssatz, dem ein langfristiges Zinsniveau zugrunde zu legen sei, mehrfach reduziert.

Richtigstellung verlangt

Hermanns abschließend: „Ich erwarte, dass Sie in Ihrer nächsten Ausgabe Ihre Ausführungen bezüglich der Abschreibungen vom gekürzten Anlagevermögen richtig stellen, da diese nicht der in NRW geltenden Rechtslage entsprechen und hierdurch den Bürgern suggeriert wird, dass die Gemeinde Simmerath sie unnötig belastet.“ (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung





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Letzte Änderung: 01-Okt-2011

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