Presse-Berichte

,

 


Dezember 2011

Quelle der Artikel, falls nicht besonders gekennzeichnet, Eifeler Zeitung.
Berichte aus 2008- 2010 finden Sie im Archiv

Monat 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 12

Berichte aus der Tagespresse, ungekürzt und unzensiert.
Inhalt/Themen
Dezember 2011
Kummerkasten Grundschule
Bücherei fördern
Wasserspeicherkraftwerk
Dichtheitsprüfung auf Zeit spielen
Dichtheitsprüfung stoppen
Hauptschüler in Brüssel
Fremdenverkehrsabgabe
Monschau: Linde kein Baumarkt
"Linde" doch Baumarkt?
Kanalgebühr
Regioentsorgung
Ehrenamtstag 2011
H.-J HILSENBECK wird 70zig

Fotomontage

CDU Simmerath
für Wasserspeicherkraftwerk Rur

Wasserspeicherkraftwerk Rur

Deutschland braucht eine sichere und saubere Energieversorgung in der Zukunft, damit der Wirtschaftsstandort und die Lebensqualität sich weiter positiv entwickeln können.

Das geplante Pumpspeicher-kraftwerk Rursee ist ein zukunfts-weisendes Energieprojekt und findet unsere uneingeschränkte Unterstützung. Die Information und Mitwirkung der Bevölkerung ist hierbei unerlässlich.

Bereits heute werden ca. 70% des Stromverbrauchs in der Gemeinde Simmerath regenerativ erzeugt. Bioernergie - Biogasanlagen - Biomasseheizkraftwerk, Windkraft und Photovoltaikanlagen.
Stand 2009 nach einer Erhebung der RWE AG.


Christian Wulff
muss persönlich für Klarheit sorgen



Keine Frage, selbstverständlich bedürfen die Anschuldigungen gegen Christian Wulff der restlosen Aufklärung. Wulff selbst, und nicht seine Anwälte, muss schnellstmöglich für Klarheit sorgen. Er muss persönlich an die Öffentlichkeit gehen, und die Vorgänge aufklären, wenn es nicht schon zu spät ist.

Zwischenzeitlich hat sich Christian Wulff in einer persönlichen Ansprache zu seinem umstrittenen Privatkredit erklärt. Der Bundespräsident bedauerte seinen Umgang mit der Affäre, er hätte früher Details offenlegen müssen.

Häme und Spott der Medien

Journalisten stöbern in Wulff's private Akten

Eine Heerschar von Reportern, neidgetriebene Besserwisser, Spekulanten und sogenannte Experten recherchieren rund um die Uhr.
Das Opfer wird gejagt und mit Häme und Spott überschüttet.

Der Eifer, um verkaufsträchtige Schlagzeilen über mögliche Verfehlungen, stellt alles andere (Wirtschafts/ Finanzkrise) in den Hintergrund.

Das eigentliche Ärgernis ist die Vorverurteilung und die miese Meinungsmache. Die Überheblichkeit, mit der Medienchefs mit absoluten Top-Gehältern auf die Einhaltung von Bescheidenheit gegen "die da oben" pochen und sich moralisch besser fühlen als "die da oben".

H.D.




Simmerath

19.12.2011

Kummerkasten für kleine und größere Sorgen

Von Heiner Schepp | 20.12.2011


«Schade, dass Sie nur einen Tag die Woche da sind», beurteilt Sandra Arnolds, Leiterin der Kalltalschule Lammersdorf, die noch junge Kooperation zwischen der Erziehungsberatungsstelle (EB) Monschau und den Grundschulen.

Seit 2010 ist die Caritas-Einrichtung mit diesem Angebot auch in der Gemeinde Simmerath tätig, nachdem schon seit 2005 die Kinder an den Grundschulen Konzen und Höfen beraten werden.

Michael Leblanc, Leiter der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche in Monschau, berichtete kürzlich im Simmerather Generationenausschuss von den ersten Erfahrungen und der Akzeptanz des Angebots an der Kalltalschule in Lammersdorf und an der Grundschule Steckenborn.

Leblanc stellte den Unterschied zur Schulsozialarbeit heraus, die beispielsweise an den größeren Grundschulen in Simmerath oder Roetgen durch eine feste Stelle geleistet werde: «Die Erziehungsberatung erfolgt zunächst vor Ort und mit einem multidisziplinären Team im Hintergrund», erläuterte der Beratungsstellenleiter und verwies auf die Grundprinzipien des Angebots: Freiwilligkeit, Schweigepflicht und Kostenfreiheit und eine fachlich wie inhaltlich unabhängige Beratung, da der Angebotsträger nicht der Schule angegliedert ist.

Nach der Test- und Einführungsphase des Beratungsangebots läuft die Kooperation mit den beiden Simmerather Schulen nun seit Februar 2011. Während die Kooperation mit den beiden Monschauer Schulen mittlerweile fester Bestandteil der Erziehungsberatungsstelle und unbefristet ist, ist das Angebot in Simmerath bislang bis Januar 2013 befristet, weil die Finanzierung danach noch nicht gesichert ist.

Derzeit finanziert sich die halbe Stelle der Diplom-Sozialpädagogin Nadja Baum durch den Verein zur Förderung der Caritasarbeit im Bistum Aachen (35%), die Caritasgemeinschaftsstiftung (28%) und die Städteregion Aachen (37%). Die Sachkosten und Sachmittel stellen die Beratungsstelle und die jeweilige Schule.

An den Schulen in Steckenborn und Lammersdorf wurde das Projekt nach Vorgesprächen mit der Schulleiterin im Kollegium, in weiteren Schulgremien und schließlich bei Elterabenden und in den Klassen vorgestellt.

Anlaufstelle in den beteiligten Schulen ist ein Briefkasten, in den die Kinder (und auch andere Ratsuchenende der Schulfamilie) einen Zettel mit dem Beratungswunsch einwerfen können. Nadja Baum nimmt dann Kontakt mit den Kindern auf und lädt sie einzeln oder auch in Gruppen zum Gespräch ein. Neben der Kindersprechstunde und Kinderberatung können aber auch LehrerInnen, Eltern und Betreuerinnen der OGS die Sozialpädagogin in Anspruch nehmen.

Michael Leblanc erläuterte den Ablauf der verschiedenen Beratungsgruppen und nannte die Themen, die seit Einrichtung des Angebots an den nunmehr vier Eifeler Grundschulen zur Sprache gekommen sind: «Neben Streit mit anderen Kindern, Schulproblemen und Schulangst oder Problemen mit Lehrern sind das häufig auch Probleme im familiären Umfeld», zählte der Leiter der Beratungsstelle Trennung/Scheidung und Suchtprobleme der Eltern oder Geschwisterstreit und -rivaliät auf. «Auch der Tod oder Suizid(versuch) eines Elternteils oder sexuelle Handlungen wurden in der Beratung bereits thematisiert», berichtete Leblanc.

Die Inanspruchnahme des Angebots ist enorm, wie Michael Leblanc aufzeigte. In Konzen und Höfen werden jährlich rund 450 Kinder einzeln beraten, hinzu kommen bis zu 250 Beratungen in Kleingruppen, 200 Elternanfragen und rund 60 Sitzungen oder Beratungen mit LehrerInnen, Lehrergruppen oder OGS-Betreuerinnen. Auch ein Dutzend Aktionen mit ganzen Klassen hat es im Rahmen der Beratungsarbeit schon in Konzen und Höfen gegeben.

« In Steckenborn und Lammersdorf sind die Zahlen naturgemäß noch niedriger, weil es das Angebot erst seit April 2011 gibt», erläuterte der EB-Leiter die Simmerather Zahlen: In Steckenborn wurden seither 67 Kinder, 16 Elternteile und elf Lehrerinnen einzeln beraten, dazu kamen 41 Kindergruppen und drei Kinderbeobachtungen. In Lammersdorf wurden im gleichen Zeitraum 36 Kinder, 13 Elternteile und vier Lehrerinnen einzeln beraten, dazu kamen 29 Kindergruppen.

Mittels Fragenbogen und Interviews erfolgte in Höfen und Konzen eine Qualitätskontrolle, die ein äußerst positives Ergebnis der Arbeit aufzeigte: Die Beratung wurde von den Hilfesuchenden mit sehr hohen Prozentsätzen als hilfreich und nützlich bewertet, über 90 Prozent der jungen Klienten fühlten sich nach der Beratung gut, nachdem sie vor dem Kontakt nach eigenen Angaben «noch Wut, Angst oder Trauer empfunden» hatten. «Und 97 Prozent der Kinder würden sich bei einem ähnlichen Fall wieder an Frau Baum wenden», freut sich Michael Leblanc über die positive Resonanz. Auch die Lehrerinnen und Betreuerinnen gaben positive Rückmeldungen, berichteten von rückläufigen Störungen im Unterricht und gewachsenem Vertrauen.

« Die Beratung bietet den Schulen Entlastung im Umgang mit Problemen, es sind effektive Kooperationsstrukturen entstanden», zog der Leiter der Familienberatungsstelle ein Fazit der bisherigen Erfahrungen. «Und es werden Kinder und Familien erreicht, die sonst keine Hilfe in Anspruch genommen hätten».

Verlängerung erwünscht

Josef Mohren, Lehrer im Ruhestand, lobte für die CDU das Angebot: «Das ist eine wirklich tolle Sache, vor allem weil hier typische Probleme durch jemanden von außerhalb der Schule gelöst werden». Einmütig befand der Generationen-, Schul- und Sozialausschuss, dass man auf eine Verlängerung dieses Angebots hinwirken müsse. «Denn», so Josef Mohren, «es wäre jammerschade, wenn es wegfällt».

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath

19.12.2011

Bücherei wird gefördert:
Bücher, Aktionen und neue Medien

Mit der Gründung des Fördervereins ist der Grundstein für den nachhaltigen Bestand der Simmerather Gemeindebücherei gelegt, zur Freude aller Beteiligten, wie unser Bild zeigt. Foto: Mira Kleine

Der Förderverein der Gemeindebücherei Simmerath ist am Montagabend nun offiziell ins Leben gerufen worden. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns war es ein Anliegen, die Einrichtung in der Bickerather Straße in die Hände eines motivierten und engagierten Teams zu geben.

In diesem Sinne lud er zu einer Gründungsversammlung ein, in der Ziele und Vereinsorgane festgelegt wurden.

Für einen langfristigen Erhalt der Gemeindebücherei und auch dafür, weiterhin Zuspruch und Interesse aller Leseratten im Umkreis zu gewinnen, ist die Arbeit von Büchereileiterin Rita Plum unerlässlich, sie ist sozusagen «das Herz des Vereins», wie Hermanns meinte. Seit 1. Oktober hat sie als Nachfolgerin von Rita Koerver die Leitung der Bücherei übernommen. Die Kesternicherin ist Diplombibliothekarin mit 25-jähriger Berufserfahrung. Zuletzt war sie in Düren Leiterin der Kinder- und Jugendbibliothek und stellvertretende Leiterin der Stadtbücherei Düren.

Mit ihrer Erfahrung und mit Unterstützung der momentan 23 Vereinsmitglieder sollen nun neue Seiten in der Gemeindebücherei aufgeschlagen werden: Am aufwendigsten ist da sicherlich das große EDV-Projekt, für das alle Medien und Bücher in einer Datenbank elektronisch erfasst werden sollen. «Um hierfür auch vom Land finanzielle Unterstützung zu erhalten, müssen wir bestimmte Voraussetzungen erfüllen, beispielsweise eine wöchentliche Öffnungszeit von 20 Stunden einhalten», erklärte Plum, «das wollen wir leisten.»

Die Internetseite der Gemeindebücherei soll regelmäßig aktualisiert werden, unter anderem mit einem Gedicht des Monats. Aus Erfahrung weiß Rita Plum, dass rund 300 Ausleihen im Monat mehr erzielt werden, wenn neue Bücher und Bestseller angeschafft werden. Der Kontakt zu Kindergärten und Schulen sowie zu Jugendprojekten soll weiterhin intensiviert werden. Auch neue Medien werden in das Programm integriert. So soll ein Computer mit Internetanschluss Besuchern zur Verfügung stehen. Außerdem sind immer wieder kleine Events geplant: Vorlesestunden mit Bücherexperten und Autoren, wie zum Beispiel eine Lesung des Roetgener Kabarettisten Hans Georgi, der am 24. Februar 2012 in der Gemeindebücherei auftreten wird.

Bei der Geburtsstunde eines neuen Vereins bedarf es zunächst einmal der Abarbeitung einer längeren Liste bestimmter Formalien. Bürgermeister Hermanns erklärte präzise und verständlich, was es mit den juristischen Vorschriften auf sich hat. Nachdem die Satzung allgemeinen Zuspruch fand, galt es, die verschiedenen Aufgaben und Funktionen innerhalb des Fördervereins zu besetzen. Einstimmig wurde Dr. Heribert Felten, ehemaliger Schuldirektor der Gemeinschaftshauptschule Simmerath, zum 1. Vorsitzenden des Vereins gewählt.

Hermanns zeigte sich erfreut und sieht der Zusammenarbeit positiv entgegen. 2. Vorsitzender wurde Klaus Stockschlaeder, Bruno Plum wurde zum Geschäftsführer des neuen Vereins ernannt. Den Finanzen des Vereins widmen sich Karin Schmidt als Kassiererin sowie Barbara Lüder und Josef Mohren des Kassenprüfers. Der neue Vereinsvorsitzende Felten ist sich sicher: «Wir werden das gemeinsam super bestehen.»

Damit ist der entscheidende Grundstein gelegt: Die Erhaltung der Bücherei soll ab sofort nicht mehr auf den Schultern einzelner lasten, sondern auf viele Schultern verteilt werden. Einbringen kann sich auch weiterhin jeder. Der Mindestbeitrag für Vereinsmitglieder wurde für unter 18-Jährige auf fünf Euro im Jahr festgelegt, neun Euro für über 18-Jährige und 20 Euro für juristische Personen. Aber auch Helfer, die handwerklich begabt sind (Umräumaktion findet in der ersten Januarwoche statt) oder kreative Ideen für die Bücherei haben, sind immer willkommen.

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath

18.12.2011

Weiterhin ein «hoch attraktiver Standort»

Bis zum Jahr 2019 soll auf dem Gebiet der Gemeinde Simmerath das viertgrößte Wasserspeicherkraftwerk in Deutschland entstehen - das Wasserspeicherkraftwerk Rursee. Die 700 Millionen-Investition wurde vor fünf Monaten erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Zahl der Kritiker ist auch dank der offensiven Informationspolitik überschaubar geblieben, und in der Bevölkerung sieht man dem gigantischen Projekt mit abwartender Spannung entgegen.

Die ersten Hürden auf dem Weg zu diesem Vorzeigeprojekt für erneuerbare Energien sind unterdessen bereits genommen worden. Als «Meilenstein» hatte Dr. Markus Hakes, Projektleiter Wasserspeicherkraftwerke der in Aachen Trianel GmbH, die einstimmigen Beschlüsse der Regionalräte Detmold und Köln zu den Trianel Wasserspeicherkraftwerken in der Eifel und in Ostwestfalen bezeichnet. Beide Regionalräte haben parteiübergreifend Erarbeitungsbeschlüsse zur notwendigen Änderung der Regionalpläne gefasst.

Schon kräftig investiert

Im Kreis Höxter plant Trianel ein Wasserspeicherkraftwerk mit einer Leistung von 390 Megawatt. Nach ersten Abschätzungen betragen die Investitionskosten rund 500 Millionen Euro. Es soll als sogenanntes Schachtkraftwerk errichtet werden; die notwendigen Maschinenräume werden in Brunnenbautechnik errichtet.

Am Standort Simmerath/Rursee ist dagegen ein Kavernenkraftwerk geplant. Dieses Kraftwerk wird im bergmännischen Vortrieb (Kaverne) errichtet. Als Unterbecken dient in der Eifel Deutschlands zweitgrößte Talsperre, der Rurstausee. Das Oberbecken mit einer Wasserfläche von rund 50 Hektar ist im Bereich des heutigen Windparks Strauch- Buhlert in Richtung Schmidt gesehen links der Landstraße 240 geplant. Mit einer Leistung von 640 MW und einer Investitionssumme von über 700 Millionen Euro wäre es das größte Speicherkraftwerk in NRW.

Im ersten Quartal 2012 sollen für beide Standorte die Unterlagen für das Raumordnungsverfahren eingereicht werden. Im Raumordnungsverfahren wird die Vorzugsvariante für die Stromnetzanbindung der Kraftwerke festgelegt. Bisher gibt es im bevölkerungsreichsten Bundesland erst drei Wasserspeicherkraftwerke in Finnentrop, Herdecke und Sundern mit einer Leistung von zusammen rund 300 Megawatt.

Das dritte Trianel Wasserspeicherkraftwerksprojekt am Standort Schmalwasser im Thüringer Wald ist ebenfalls auf gutem Weg. An der Talsperre Schmalwasser im Landkreis Gotha plant Trianel ein Wasserspeicherkraftwerk mit einer Leistung von über 500 Megawatt und einem Investitionsvolumen von über 500 Millionen Euro.

Die Frage der Stromspeicherung ist nach Ansicht führender Experten eine der zentralen Herausforderungen der Energiewende. Wasserspeicherkraftwerke machen zur Zeit 99 Prozent der weltweit installierten Speichertechniken aus. Sie werden benötigt, um die zunehmende, fluktuierende Einspeisung der erneuerbaren Energien in den Stromnetzen auszugleichen.

Noch bevor der Regionalrat bei der Bezirksregierung am vergangenen Freitag der Änderung der Regionalplanung zugestimmt hatte, hatten die verantwortlichen Projektplaner der 1999 gegründeten GmbH, die sich die grenzüberschreitende Kooperation kommunaler Versorgungsunternehmen zum Ziel gesetzt hat, die Mitglieder des Gemeinderates Simmerath in nicht öffentlicher Sitzung über den aktuellen Sachstand informiert.

« Simmerath ist nach wie vor ein hoch attraktiver Standort», sagt Elmar Thyen, Leiter der Trianel Unternehmenskommunikation. In das Prüfverfahren für den Standort Simmerath sein inzwischen bereits eine hohe sechsstellige Summe investiert worden. Als herausragend bezeichnet er die Zusammenarbeit mit den Behörden. Dies gelte auch für den Dialog mit den Bevölkerung. Nachdem Trianel im Juli vor rund 300 Besuchern in Simmerath seine Konzeption vorgestellt hatte verbunden mit dem ausdrücklichen Willen, einen Diskussionsprozess in Gang zu setzen, gingen rund zwei Dutzend Fragen, Anregungen und Bedenken von Bürger ein, von sich, so Thyen, eine Vielzahl erst im Laufe des Verfahrens beantworten ließen.

Ein vielfach angesprochener und mit Bedenken verbundener Punkt ist der Pegelhub des Rursees, da die Funktionsweise des Wasserkraftwerkes eine ständig wechselnde Höhe des Wasserspiegels zur Folge hat, wenn rund 7, 5 Millionen Kubikmeter Wasser aus dem Rursee ins Oberbecken gepumpt werden um dann über einen Druckwasserstollen wird Richtung Tal zu stürzen. In dieser Phase wird die Wasserenergie in Strom umgewandelt. Bei Vollstau würden lediglich drei Prozent des Inhalts für den Betrieb des Kraftwerkes entnommen. Bei sinkendem Wasserstand würde sich dieser prozentuale Anteil entsprechend erhöhen. In einem Trockenjahr wie 2011 können die Pegelschwankungen erheblich sein.

« Es gibt sicherlich Pegelstände, wo sich das Wasserkraftwerk nicht betreiben lässt», steht für Elmar Thyen außer Frage. Dies könne sowohl bei Niedrigwasser wie auch bei Hochwasser der Fall. Das extreme Trockenjahr 2011 mit einem massiven Absinken des Rurseepegels um rund 35 Meter ist für die Projektentwickler bei Trianel hingegen kein Grund zur Beunruhigung. Thyen: «Das kommt statistische alle 20 Jahre vor und ist Teil unserer Planungen.»

Weitere Infoveranstaltung für die Bürger geplant

« Ausdrücklich erwünscht» sind laut Projektentwickler Trianel Anregungen und Wünsche aus der Bevölkerung zum geplanten Wasserspeicherkraftwerk Rursee. Zur Diskussion stellen will dabei auch der Simmerather Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns seinen Vorschlag, das 7,5 Millionen Kubikmeter fassenden Oberbecken auch als Vorratsspeicher zu nutzen, um bei Bedarf den Wasserspiegel des Rursees mit dieser zusätzlichen Reserve auszugleichen.

Der Bürgermeister möchte im Frühjahr zu einer weiteren Bürgerinformationsveranstaltung zum aktuellen Sachstand der Planungen einladen. Karl-Heinz Hermanns: «Das Verfahren soll weiterhin transparent bleiben.»

Quelle: Eifeler Zeitung


Nordeifel

13.12.2011

Eifel-Kommunen wollen auf Zeit spielen
Keine Eile bei der Kanal-Dichtheitsprüfung

Den in Düsseldorf schwelenden Streit um die Dichtigkeitsprüfung bei privaten Abwasserkanälen wollen die Eifel-Kommunen nutzen, um Zeit zu gewinnen. „Es gibt keinen Grund vorauseilend tätig zu werden“, kommentiert Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns die aktuelle Entscheidung des Landesumweltausschusses, die Dichtigkeitsprüfung bei privaten Hausbesitzern auszusetzen.

Weil diese Überprüfung als Maßnahme zum Umweltschutz aber im Landeswassergesetz festgeschrieben ist, hatte Landesumweltminister Johannes Remmel den mit den Stimmen von CDU, FDP und Linken gefassten Beschluss imgehend als „rechtswidrig beanstandet. Eine gesetzlich vorgeschriebene Pflicht könne nicht auf diese Weise verdrängt werden.

Nach Gesetzeslage ist die Dichtheitsprüfung für private Abwasserleitungen bis 2015 nachzuweisen, eine Verlängerung der Frist ist bis 2023 möglich. Weil Remmel nun ein „politisches und rechtliches Chaos“ kommen sieht, möchte er kurzfristig ergänzende Regelungen für die Umsetzung der Dichtheitsprüfung in eine Rechtsverordnung aufnehmen.

„Wir werden jetzt zunächst einmal die Entwicklung auf Landesebene abwarten“, gibt der Simmerather Bürgermeister die Marschrichtung vor. Erst in der vorigen Woche hatte der Tiefbauausschuss beschlossen, dass auf der Grundlage eines differenzierten Zeitplanes bis 2023 die insgesamt 220 Kilometer Kanalleitung überprüft werden sollen.

Ähnlich ist Sachlage auch in Monschau, wo man allerdings schon einen Schritt weiter ist. Hier hatte der Stadtrat bereits Mitte November eine Satzung verabschiedet, die konkret die Zeiträume in den einzelnen Untersuchungsgebieten festlegt. Auch in Monschau hat man von der Möglichkeit der Fristverlängerung bis 2023 Gebrauch gemacht. Nach geltendem Recht ist diese Fristverlängerung möglich, wenn die Kommunen ihre öffentlichen Leitungen erst nach 2015 überprüfen.

„Wir in Monschau sind von der neuen Debatte überrascht worden. Vor Ort gilt es, zusätzliche Belastungen für die Bürger und Bürgerinnen abzuhalten, andererseits haben wir gesetzliche Vorschriften zu beachten“, kommentiert Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter die veränderte Sachlage: „Im Interesse der Bürger und Bürgerinnen warten wir jetzt ab, wie der Landtag beschließt.“

Etwas anders stellt sich die Situation in der Gemeinde Roetgen dar, wo die Dichtheitsprüfung bereits in vollem Umfang läuft. In den Ortsteilen Rott und Mulartshütte und auch in einigen Bereichen in Roetgen hat die Gemeinde ihr Kanäle bereits untersucht und dabei den Bürgern auf freiwilliger Basis angeboten, die Gelegenheit zu nutzen und ebenfalls die Prüfung vorzunehmen. Die Gemeinde plant laut Aussage von Michael Vorpeil vom Tiefbauamt, die Überprüfung bis 2015 abzuschließen. Da im Moment die Kanaluntersuchung witterungsbedingt ohnehin ruhe, werde man jetzt ebenfalls die Entwicklung in Düsseldorf abwarten und dann auf mögliche Auswirkungen der Rechtsverordnung reagieren. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung


Nordeifel

13.12.2011

CDU will Dichtheitsprüfung für private Kanäle stoppen
Antrag für die heutige Sitzung des Landes-Umweltausschusses in Düsseldorf eingereicht. Bundeseinheitliche Regelung abwarten.

Die Landtagsfraktionen von CDU und FDP haben für die heutige Sitzung des Umweltausschusses des Düsseldorfer Landtages beantragt, die landesweite Dichtheitsprüfung von privaten Abwasseranschlüssen mit sofortiger Wirkung auszusetzen.

Das bedeutet, dass seitens des Umweltministeriums die Kommunen nicht weiter aufgefordert werden sollen, die Durchsetzung der Prüfungen bis zu einer bestimmten Jahresfrist zu beschließen. „Die betroffenen Bürgerinnen und Bürger können nicht nachvollziehen, warum nur das Land NRW im Vorgriff auf eine bundeseinheitliche Regelung das Landeswassergesetz erweitern will und Minister Remmel mit den Durchführungsbestimmungen schon jetzt zeitliche und technische verpflichtende Regelungen schafft“, so gestern der Stolberger CDU-Landtagsabgeordnete Axel Wirtz.

Ebenfalls wollten CDU und FDP zum Jahresbeginn einen Gesetzentwurf in den Landtag einbringen, wonach unterstellt werden soll, dass Kanäle grundsätzlich dicht seien und die Kommunen ihrerseits einen begründeten Verdacht auf Undichtigkeit nachweisen müssten. Damit würde die Beweislast zugunsten der Bürgerinnen und Bürger eine Umkehr erfahren. „Dies ist eine absolut bürgerfreundliche Lösung und wird auch dem Umweltgedanken gerecht“, so Axel Wirtz weiter.

Mit dem Aussetzungsantrag hätten die Städte und Gemeinden zunächst die Möglichkeit, die Entscheidung über die Gesetzesvorlage abzuwarten, ohne jetzt „im vorauseilenden Gehorsam den Hauseigentümern Lasten aufzuerlegen“. Axel Wirtz abschließend: „Endlich ist wieder einmal Bewegung in die Diskussion gekommen und es besteht die Chance, dass Nordrhein-Westfalen wie der überwiegende Anteil der Bundesländer hier nicht unnötig die Hauseigentümer belastet.“

Anlässlich der heutigen Umweltausschusssitzung haben auch zahlreiche Bürgerinitiativen Protestaktionen vor dem Düsseldorfer Landtag angekündigt. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

Simmerath

Politik aus nächster Nähe erleben
Simmerather Hauptschüler zu Gast im Europäischen Parlament

12.12.2011

Wie funktioniert das Europäische Parlament? Simmerather Hauptschüler gingen jetzt auf politische Bildungsreise nach Brüssel.

Ungeduldig warten die Abschlussklassen der Gemeinschaftshauptschule Simmerath darauf, mit dem Bus nach Brüssel fahren zu können.

Die Abgeordnete im Europäischen Parlament, Sabine Verheyen (ehemalige Bürgermeisterin von Aachen), hatte die beiden Klassen dorthin zu einem politischen Bildungsbesuch eingeladen.

Die aktuelle Europapolitik war im Unterricht intensiv behandelt worden, doch der Schulleiter Rolf Sieben sieht in der tatsächlichen Konfrontation vor Ort einen noch größeren Lernerfolg.

Offene Fragen sollten von einer so kompetenten und erfahrenen Politikerin wie Frau Verheyen in einem bereitgestellten Sitzungssaal beantwortet werden. Die Schüler sollten durch die eigene Erfahrung sich intensiver mit dem Thema Europa auseinandersetzen. „Die Schüler seien ja richtig gut vorbereitet gewesen“, bemerkte diese abschließend zur Klassenlehrerin Helga Gombert und reagierte damit auch positiv auf das neue politische Bildungskonzept der GHS Simmerath.

Weitere Besuche geplant

Hier sollen die Schüler bereits ab Klasse 8 an die Politik herangeführt werden. So besucht der Jahrgang 8 den Bürgermeister in der Gemeindeverwaltung und der Jahrgang 9 freut sich bereits jetzt auf den im Januar anberaumten Termin bei der Landesregierung in Düsseldorf. Hier wurde den Schülern eine simulierte Plenumssitzung zu einem aktuellen Thema angeboten. Die Schwierigkeit der politischen Entscheidungsfindung soll hier den Jugendlichen näher gebracht werden.

„Ich freue mich schon auf die Bildungsfahrt der Klassen 9“, meinte der Schulleiter Rolf Sieben. Gut, wenn man bei unseren Schülern so Angenehmes mit Nützlichem verbinden kann!“ meint abschließend Herr Wynands, denn neben dem Besuch des Parlamentes besichtigten die Abschlussschüler ein weltbekanntes Wahrzeichen Brüssels, das zu neuem Glanz renovierte Atomium. Auch ein Besuch der schönen, weihnachtlich geschmückten Altstadt Brüssels ist auf jeden Fall eine Reise wert.

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath

Simmerath passt Fremdenverkehrsabgabe an.
105.000 Euro Einnahmen sind eingeplant. Satzung aus Rechtssicherheitgründen überarbeitet.

09.12.2011

Von 12 auf 16 Prozent angehoben wird der Beitragssatz bei der Fremdenverkehrsabgabe 2012 in der Gemeinde Simmerath. Dies beschloss jetzt der Hauptausschuss bei sechs Gegenstimmen. Durch diese Abgabe erzielt die Gemeinde Einnahmen in Höhe von 105.000 Euro.

Die Mittel werden ausschließlich für die Verbesserung der touristischen Infrastruktur verwendet. Hätte die Gemeinde den alten Beitragssatz beibehalten, dann hätte sich lediglich ein Beitragskommen von 78.000 Euro ergeben. Der Messbetrag war im vergangenen Jahr deutlich nach unten korrigiert worden, nachdem die Satzung vollständig überarbeitet wurde. Diese Überarbeitung erforderlich, damit die Gemeinde auf rechtlich sicheren Beinen steht. Demnach wurden die Vorteilssatz so angepasst, dass der Beitragsatz für die direkten Nutznießer des Tourismus höher ausfällt. So trifft die Erhöhung auch in erster Linie die Hotels.

Die Erhöhung sei „unausweichlich“, auch wenn diese für die touristischen Leistungsträger sicherlich nicht angenehm sei, begründete Christoph Poschen (CDU) den neuen Beitragssatz, der von der SPD abgelehnt wurde.

Peter Krins (UWG) brachte die Möglichkeit einer Bettensteuer ins Spiel, die man als weitere Einnahmequelle nicht ausschließen sollte. Auch Bruno Löhrer (CDU) sah die neue Beitragssatzung insgesamt als berechtigt an, da damit die Allgemeinheit von den Investitionskosten für den Tourismus entlastet werde.

In diesem Zusammenhang richtete Siegfried Lauscher (SPD) einen kritischen Blick auf die Arbeit der Rursee-Touristik. Diese müsse sich so aufstellen, dass es zu einen Reduzierung der Kosten für die Einrichtung komme.

Christoph Poschen als Mitglied des Aufsichtsrates der Rursee-Touristik bot allen Kritikern detaillierte Hintergrund-Informationen über die Arbeit der Rursee-Touristik an.

Bürgermeister Hermanns ergänzte diesen Vorschlag noch, indem die Rursee-Touristik im Gemeinderat in Kürze ihre Arbeitsweise einmal erläutern soll. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung


Die Rursee-Touristik leistet hervorragende Arbeit, die zugleich Wirtschaftsförderung bedeutet und Arbeitsplätze schafft.

Die Rursee-Touristik erledigt eine Vielzahl von Aufgaben (Projekte Maßnahmen, Werbung, umfangreiche Öffnungszeiten). Will man den hohen Qualitäts-Standard der Einrichtung beibehalten, führt an der Erhöhung der Strukturhilfe kein Weg vorbei. Die Bedeutung der Rursee-Touristik macht man auch daran fest, dass im Sommer in einem Monat rund 13 000 Besucher das Infocenter in Rurberg aufsuchen.


Monschau

Aus der „Linde“ wird kein Baumarkt
Monschauer Planungsausschuss zeigt sich überrascht von der Bauanfrage eines Simmerather Investors und weist diese zurück

Ein gefragtes Objekt ist das Grundstück „Linde“ in Imgenbroich mit einer Gesamtgröße von 8250 Quadratmetern, doch Baumarkt und Vollsortimenter haben hier keine Chance.

Imgenbroich. Am Grundstück „Linde“ in Imgenbroich am Kreisverkehr haben die vorbereitenden Arbeiten für den Abriss des dortigen Gebäudekomplexes begonnen. Was aus den ehemaligen Stallungen und späteren gastronomischen Betrieb einmal wird, ist noch ungewiss.

Ein jüngster Vorstoß, an diesem markanten Punkt einen Vollsortimentermarkt plus Baumarkt zu errichten, ist jedenfalls schon wieder vom Tisch. Ein entsprechendes Ansinnen wies der Monschauer Planungsausschuss jetzt einstimmig zurück.

Ein Simmerather Investor hatte, unterstützt von einem Projektentwickler aus Monschau, eine Bauvoranfrage gestellt, die beiden Märkte nebeneinander auf dem Eckgrundstück zu errichten. Der Vollsortimenter sollte eine Verkaufsfläche von 1500 Quadratmeter, der Baumarkt 1350 Quadratmeter umfassen. Der Auffassung der Verwaltung, dass es sich hierbei um großflächigen Einzelhandel handele, der nur innerhalb eines Kern- oder Sondergebietes zugelassen werden könne, schloss sich der Ausschuss an. Dies gelte sowohl für den Lebensmittel- wie für den Baumarkt.

„Das ist ein interessantes Angebot“, wertete Heinrich Jansen (CDU) die Initiative aus Simmerath mit einem leicht ironischen Unterton. Das Projekt aber sei an dieser Stelle nicht umsetzbar, „da unsere Planungen in eine andere Richtung gehen.“ Als er hinterfragt habe, wer der Absender der Bauanfrage sei, habe er gedacht: „Bin ich noch im richtigen Film?“

Jansen rief eine nur wenige Monate zurückliegenden Aktion von Simmerather Geschäftsleuten in Erinnerung, die im Frühjahr in der im Gewerbegebiet Imgenbroich geplanten großflächigen Erweiterung einen „ruinösen Wettbewerb“ sahen und sich sogar an den Bürgermeister gewandt hatten mit dem Ziel, die, wie es hieß, „überdimensionierte Planung“ und den „Verdrängungswettbewerb“ zu stoppen. Eine solche Entwicklung, so hatten in einem Schreiben zehn namhafte Simmerather Geschäftsleute zum Ausdruck gebracht, sei „erkennbar nicht auf eine Versorgung der Bürger der Stadt Monschau ausgerichtet“, sondern verfolge das Ziel, die Gewerbestandorte Roetgen und Simmerath zu schwächen.

Dass sich damals die Simmerather Geschäftswelt in ihrem Fortbestand bedroht fühlte, nun aber ausgerechnet einer aus der Reihe der Kritiker hingehe, um in Imgenbroich zu investieren, konnte Heinrich Jansen nicht in Übereinstimmung bringen: „Da stimmt doch etwas nicht!“ Interkommunale Zusammenarbeit stelle er sich jedenfalls anders vor.

Man habe nichts gegen Gewerbeansiedlungen, meinte Gregor Mathar (SPD), doch dem Investor hätte eigentlich bewusst sein müssen, „dass ein solches Vorhaben an dieser Stelle nicht geht.“ Es wäre sinnvoll gewesen, vorher mit der Stadtverwaltung Kontakt aufzunehmen.

Dieses Gespräch habe der Investor sehr wohl gesucht, nahm Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter den Antragsteller in Schutz. Bei diesem Gespräch habe sie deutlich gemacht, dass das Vorhaben nicht nehmigungsfähig sei und den Investor gebeten, den Antrag zurückzustellen, da diese Planungen nicht in den Kontext passten. Wenn der Investor nun dennoch die Bauvoranfrage gestartet habe, habe er möglicherweise damit nur seinen Willen, grundsätzlich zu investieren, dokumentieren wollen, so Ritter. (P. St.)

„Ich habe gedacht: Bin ich noch im richtigen Film?“

Heinrich Jansen zu einer Bauvoranfrage aus Simmerath

Quelle: Eifeler Zeitung


Monschau

16.12.2011

Baumarkt an der „Linde“ geplant
Imgenbroich: Bauantrag bei der Städteregion Aachen gestern eingereicht.

In der Planung schon weitgehend fertig: So könnte der Baumarkt auf dem Grundstück „Linde“ in Imgenbroich einmal aussehen. Animation: Bonafide

Imgenbroich. Wo sich über viele Jahre hinweg die Menschen in der Traditionsgaststätte „Zur Linde“ an der Trierer Straße amüsiert und das gute Essen genossen haben, soll in absehbarer Zeit ein Baumarkt entstehen.

Das hat Projektentwickler Stefan Schepers von der Bonafide GmbH jetzt mitgeteilt. Vor einigen Tagen haben die Abbrucharbeiten auf dem 8250 Quadratmeter großen Eckgrundstück am Kreisverkehr begonnen, das einem Investor aus Simmerath gehört.

2800 Quadratmeter groß

Nach Schepers‘ Worten soll der Baumarkt eine Verkaufsfläche von etwas mehr als 2800 Quadratmetern haben, 70 Parkplätze sollen entstehen, vorraussichtlich 25 Arbeitsplätze geschaffen werden. Das Investitionsvolumen bezifferte Schepers mit zirka sieben Millionen Euro, das eine Projektentwicklungs- und Immobilienfirma zur Verfügung stellt.

Dieser Firma gehört auch der Simmerather Baumarkt-Betreiber Thelen an, der nach Worten von Stefan Schepers in Imgenbroich allerdings nicht alleiniger Investor des Vorhabens ist.

Noch ist das Vorhaben nicht in trockenen Tüchern, so der Projektentwickler weiter. Gestern sei der Bauantrag bei der Städteregion Aachen als Genehmigungsbehörde eingereicht worden.

Außerdem hänge die Realisierung „von rechtlichen, kaufmännischen und technischen Faktoren“ ab, die der Investor nicht alle beeinflussen könne, räumte Schepers gegenüber unserer Zeitung ein.

Dieser Felder würden jetzt so zügig wie möglich bearbeitet, um Klarheit schaffen zu können. Wann dies der Fall sein wird, vermochte Stefan Schepers indes noch nicht zu sagen.

Der Monschauer Planungsausschuss hatte in seiner zurückliegenden Sitzung vor einer Woche eine von Projektentwickler Stefan Schepers eingereichte Bauvoranfrage für die Errichtung eines Vollsortimenters und eines Baumarktes an dieser Stelle zurückgewiesen. Der Vollsortimeter sollte eine Größe von 1500 Quadratmetern, der Baumarkt ca. 1300 Quadratmeter umfassen. Das Ansinnen war mit Begründung abgelehnt worden, dass an dieser Stelle großflächiger Einzehandel nicht erlaubt sei. Ein Baumarkt allein hingegen wäre nicht ausgeschlossen, da der Bebauungsplan eine solche Planung hergebe.

Wunsch aus der Bevölkerung

Danach hatte der Projektentwickler die Planungen den Gegebenheiten angepasst. Mit einem Baumarkt in Imgenbroich, so Stefan Schepers, entspreche man auch den seit Jahren geäußerten Wünschen von Bürgern der Stadt Monschau. (ess)

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath

Die Kanalgebühr klettert wieder

09.12.2011



Die neuen Gebührensätze für das Jahr 2012 in Simmerath: Reduzierte Abwasserhilfe des Landes lässt Kubikmeterpreis um 16 Cent auf 5,30 Euro steigen. Harter Winter macht Straßenreinigung teurer.

Das Leben in Simmerath wird 2012 nicht billiger. Müllgebühren (wir berichteten), Straßenreinigungsgebühren und Abwassergebühren klettern 2012 in die Höhe.

Kanalgebühr: Die effektive Kanalgebühr steigt von bisher 5,14 Euro um 16 Cent auf 5,30 Euro je Kubikmeter. Beim Niederschlagswasser vermindert sich die Verbrauchsgebühr ganz leicht von 53 auf 51 Cent pro Quadratmeter.

Als „unangenehm“ bezeichnete Bruno Löhrer (CDU) bei der Beratung in der Sitzung des Hauptausschusses die Erhöhung der Abwassergebühr, schob aber auch gleich den Grund hinterher. Die Abwasserhilfe des Landes für Kommunen mit mit überdurchschnittlich hohen Abwassergebühren sei von sechs Millionen auf vier Millionen Euro reduziert worden. Nun drohe sogar eine weitere Reduzierung um nochmals zwei Millionen Euro. Daher solle Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns an die Landesregierung appellieren, dass zumindest die vier Millionen Euro Abwasserhilfe für die Kommunen nicht angetastet werden.

Auch Gregor Harzheim (SPD) bezeichnete als „außerordentlich bedauerlich“, dass es nicht gelungen sei, die Höhe der Abwasserbeihilfe beizubehalten.

Karl-Heinz Hermanns rechnete vor, dass mit einer Reduzierung der Beihilfe um weitere zwei Millionen Euro direkt auch eine weitere Erhöhung der Kanalgebühr in Simmerath um 12 Cent verbunden sei. Simmerath erhält aus der Abwasserbeihilfe derzeit 225 000 Euro; im Falle der genannten Reduzierung gäbe es nur noch 110 000 Euro für Simmerath. Der Bürgermeister erkannte mit Blick auf das Gemeindefinanzierungsgesetz insgesamt, dass eine immer stärkere Tendenz erkennbar sei, die Ballungsgebiete zu unterstützen.

Straßenreinigungsgebühr: Großen Schwankungen sind naturgemäß die Straßenreinigungsgebühren unterworfen. Während die Gebühr für die Sommerreinigung mit 34 Cent pro laufenden Meter Straßenfront im Jahr 2012 konstant bleibt, gibt es bei der Winterreinigung einen kräftigen Sprung in die Höhe. Die Gebühr steigt im kommenden Jahr pro Meter Straßenfront von bisher 80 Cent auf 1,16 Euro. Erstmals wird damit auch die Ein Euro-Grenze überschritten. Der bekanntlich strenge und damit arbeitsintensive Winter forderte seinen Preis, müssen doch allein 285 000 Euro Winterdienstkosten durch den Bauhof und Firmeneinsatz vom Gebührenzahler erbracht werden.

Claus Brust (UWG) hielt es für angebracht, „neue Gedanken“ in den Winterdienst einzubringen. So sollte man sich verstärkt auf die Freihaltung der Bürgersteige konzentrieren, gerade im Hinblick auf die älteren Bürger.

Bürgermeister Hermanns sah durchaus den Bedarf an bestimmten Punkten den Winterdienst aus Sicht der Fußgänger zu verbessern, doch gab er zu bedenken, dass eine zusätzliche Reinigung der Gehwege durch die Gemeinde auf die Allgemeinheit abgewälzt werden müsse. „Dann reden wir über noch wesentlich höhere Gebühren.“

Friedhofsgebühren: 160 Beerdigungen gab es im vergangenen Jahr in der Gemeinde Simmerath. Von dieser Größenordnung geht die Gemeinde auch im kommenden Jahr aus, so dass sich insgesamt die Kosten für das Friedhofswesen kaum verändern. Gregor Harzheim aber tat sich „etwas schwer“ mit der Festlegung, dass Bestattungen am Freitagnachmittag höhere Kosten verursachten. Er schlug vor, die Arbeitszeiten flexibler zu gestalten, so dass dieser Zuschlag künftig verzichtbar sei. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns sagte zu, dass man diese Frage noch einmal untersuchen wolle.

Wahlgrab wird günstiger

Hermanns erläuterte zudem noch einige Veränderungen in der Gebührensatzung. Die Gebühren für ein herkömmliches Doppel-Wahlgrab werden von 2990 auf 2500 Euro reduziert. Gleichzeitig stiegt die Gebühr für einen Doppel-Urnenwahlgrab von 880 auf 1430 Euro. Dies sei eine vertretbare Relation. Durch die verstärkt in Anspruch genommenen Urnenbestattungen habe man „eine Annäherung“ erreichen wollen.

Zur Frage nach den deutlich erhöhten Stundenzahlen für die Pflege der Leichenhallen erläuterte die Verwaltung, dass im vergangenen Jahr ein Renovierungsaktion in allen Leichenhallen stattgefunden habe, außerdem seien vor Ort jeweils Reinigungskräfte eingesetzt worden, die sich bei Bedarf um die Reinigung der Leichenhallen kümmerten. (P. St.)


Klärschlamm-Abfuhr wird ein wenig teurer

55 Kleinkläranlagen und 45 geschlossene Gruben befinden sich in der Gemeinde Simmerath noch außerhalb des öffentlichen Kanalnetzes und müssen daher getrennt entsorgt werden. Im Jahr 2012 wird mit einer Abfuhrmenge von 1300 Kubikmeter Fäkalschlamm gerechnet, die den Eigentümern in Rechnung gestellt wird. Im kommenden Jahr, so beschloss es jetzt der Hauptausschuss in der Satzung, wird die Gebühr pro Kubikmeter auf 28 Euro festgelegt (bisher 26,79 Euro).

Quelle: Eifeler Zeitung



Simmerath

Regioentsorgung verrechnet sich

07.12.2011

Empfindlich und verstimmt reagierten die Simmerather Kommunalpolitiker als ihnen in der Sitzung des Hauptausschusses jetzt die aktuellen Abfallgebühren für das JahF 2012 präsentiert wurden.

Steigerungen um bis 15 Prozent schlagen in der Gemeinde Simmerath zu Buche, eine solche Rechnung hätte man den Bürgern in der Vorweihnachtszeit gerne erspart. So kostet die von der überwiegenden Zahl der Haushalte bestellte 60-Liter-Restmülltonne mit Reduzierung für Biotonne oder Eigenkompostierung künftig 151,32 Euro im Jahr gegenüber bisher 132,96 Euro (plus 13,8 Prozent). Unter dem Strich muss ein Minusbetrag von 122.000 Euro im kommenden Jahr über höhere Gebühren aufgefangen werden; darin enthalten sind auch noch die Verluste aus 2009 und 2010. Als Grund für die Steigerung wurden allein die fehlenden Rechenkünste des Entsorgers ausgemacht.

«Die Prognosen der Regioentsorgung waren wohl ein wenig zu optimistisch», ging CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer auf Distanz zum Unternehmen, das zum 1. August 2008 den Zuschlag für die Abfallentsorgung in der Gemeinde Simmerath erhalten hatte. Jetzt droht möglicherweise die Trennung der einst so harmonisch gestarteten Vertragspartner. «Wir müssen darüber diskutieren, ob wir weiterhin dem Zweckverband Regioentsorgung angehören wollen», stellte Löhrer die Vertrauensfrage. Ehe der Vertrag sich automatisch verlängere, «sollten wir uns über eine weitere Mitgliedschaft unterhalten.» Dieser Vorgehensweise schloss der Hauptausschuss dann auch bei zwei Enthaltungen an.

Als «nicht zufriedenstellend» bewertete SPD-Sprecher Gregor Harzheim die Rechnung der Regioentsorgung, zumal die Verbrennungskosten gegenüber dem Vorjahr nicht gestiegen seien. Ganz so hart aber wollte Harzheim mit dem Müllentsorger aus Würselen nicht ins Gericht gehen, liege man trotz der Steigerung doch immer noch unter den Gebühren von 2007. Diesen Gedanken rückte auch Günter Mießen (Grüne) in den Vordergrund. Auch sei keineswegs sicher, ob eine europaweite Ausschreibung für die Abfallentsorgung wirklich günstiger ausfalle.

Keine Überraschung war dagegen für Claus Brust (UWG) die jetzige Entwicklung, habe man doch schon vor dem Wechsel zur Regioentsorgung im Jahr 2007 auf die Euphoriebremse getreten. «Die damals genannten Zahlen waren falsch», ereiferte sich Brust, man sei «belogen» worden. In der Nachbarkommune Monschau seien die Abfallgebühren inzwischen deutlich günstiger. Auch Fraktionskollege Peter Krins fuhr schweres Geschütz auf. Der Regioentsorgung sei es damals nur darum gegangen, «einen Mitbewerber auszustechen.» Das Unternehmen habe sich verkalkuliert, «und das wird auch in Zukunft so bleiben.»

Auch FDP-Sprecher Hermann-Josef Bongard fühlte sich von der Regioentsorgung «etwas hinters Licht geführt.» Man sollte die Entwicklung im Auge behalten und nach den Gesetzen der freien Marktwirtschaft neue Verträge abschließen.

Nach soviel Kritik war es für Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, der sich auch «ein günstigeres Ergebnis für die Bürger» gewünscht hätte, angebracht, «ein paar Fakten klarzustellen». Offenbar habe die Regioentsorgung die «besonderen Schwierigkeiten» bei der Abfallentsorgung in der Nordeifel, wie Topografie und Infrastruktur, unterschätzt. Eine böse Absicht könne man dem Unternehmen aber nicht unterstellen. Den Vergleich mit den Müllgebühren in Monschau relativierte der Bürgermeister.

Zur dortigen Grundgebühr müsse man auch noch den Kilopreis rechnen, so dass es für einen Durchschnittshaushalt kaum einen Unterschied zu den Gebühren in Simmerath gebe. Hermanns: «Wir sollten die Kirche im Dorf lassen.» Auch seien gegenüber 2007 Verbesserungen eingetreten, die weitere Kosten verursacht hätten, wie die Einführung der Papiertonne, die Grünabfall-Sammlung auf dem Recyclinghof und der Erhöhung der gebührenfreien Sperrgutabfuhr von zwei auf sechs Raummeter. Was eine mögliche Vertragskündigung angehe, solle man die Situation «vorurteilsfrei» bewerten.

Die Frage der weiteren Mitgliedschaft im Zweckverband soll Thema der nächsten Sitzung des Umweltausschusses sein. Der fünfjährige Vertrag mit der Regioentsorgung endet im Jahr 2012. Nach zweijähriger Kündigungsfrist wäre ein Ausstieg Simmeraths frühestens Ende 2014 möglich.

Zwischen 13 und 15 Prozent steigen im Jahr 2012 die Abfallgebühren in der Gemeinde Simmerath. Um den gleichen Prozentsatz sinkt wegen gestiegener Anzahl die Gebühr bei der Biotonne.

Die 120 Liter-Biotonne kostet demnächst 45 Euro im Jahr (bisher 51,50 Euro); die 240-Liter-Biotonne 81,48 Euro (95,04 Euro). Die 60-Liter-Restmülltonne mit Reduzierung für Biotonne/Eigenkompostierung kostet bei 14-tägiger Abfuhr künftig 151,32 Euro (132,96 Euro); die 60-Liter-Tonne ohne Reduzierung 205,44 (179,76 Euro). Die 80-Liter-Tonne mit Reduzierung kostet 195,96 Euro (171,72 Euro), die 120-Liter-Tonne mit Reduzierung 294,12 Euro (257,64 Euro). Der 1100-Liter-Container bei 14-tägiger Abfuhr schlägt mit 4653 Euro (4118 Euro) zu Buche.

Gerd Conrads aus Steckenborn schreibt in der Eifeler Zeitung/Nachrichten zum Thema „Regio-Entsorgung verrechnet sich“.

Nach Aussage unserer Kommunalpolitiker ist die Firma Regio-Entsorgung ein zu teures Entsorungsunternehmen. Das sehen wir als Eifeler Müllarbeiter und auch Steuerzahler anders.

Wenn z.B. private Entsorger billiger anbieten, kann das nur auf dem Rücken der Müllarbeiter ausgetragen werden. Das heißt, noch mehr Arbeit und noch weniger Lohn, weil Privatunternehmer auf keinen Fall weniger verdienen werden. Das ist bei der Regio-Entsorgung nicht der Fall. Diese Firma kann nur die tatsächlichen Kosten mit den Kommunen abrechnen.

Wahrscheinlich jeder, der uns Müllarbeiter schon einmal bei der Arbeit gesehen hat, weiß, das wir meistens anstatt Stundenlohn Tempo-Akkordarbeit leisten, bei Wind und Wetter. Das bekommen wir auch bei der Regio-Entsorgung einigermaßen bezahlt, was bei einigen Privatunternehmen noch in Frage gestellt werden muss.

Deshalb würde ich an öffentlichen Unternehmen festhalten, da es dort nur nach Vorschrift geht - zum Schutz der Mitarbeiter. Das sollen sich manche Politiker mal überlegen. Oder sind wir, die Arbeiter, Prügelknaben der Kommunen? Die Regioentsorgung hat uns auch viel Arbeitserleichterung in die Eifel gebracht (z.B. Papiertonnen oder in Roetgen die Restmülltonne auf Rädern).

Die CDU meint:

Sehr geehrter Herr Conrads,
Sozialleistungen und gerechte Entlohnung wurden von uns niemals in Frage gestellt. Diesbezüglich sind wir voll auf Ihrer Seite.


Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath

Ein großer Tag für das Ehrenamt in Simmerath

04.12.2011

Groß war auch in diesem Jahr wieder die Schar jener Simmerather. die für würdig befunden worden waren, am Tag es Ehrenamts für ihre Tätigkeit zum Wohle der Allgemeinheit ausgezeichnet zu werden. Foto: Anneliese Lauscher

In der Tenne in Eicherscheid würdigte die Gemeinde die Verdienste von Bürgern, die sich unentgeltlich und nachhaltig für das Gemeinwohl eingesetzt haben. Die Leistungen waren vielfältig.

Einem «neuen» Ehrenamtler dankte Bürgermeister Hermanns anlässlich der Feierstunde zum Tag des Ehrenamts in Eicherscheid: Dr. Ulrich Albert. Der pensionierte Mediziner hat eine Sprechstunde im Simmerather Rathaus eingerichtet (donnerstags zwischen 15 und 18 Uhr), in der er beispielsweise einem Patienten Erläuterungen zu dessen Befund oder tiefergehende Informationen über Krankheiten geben kann. Nach über 30 Jahren Erfahrung als Arzt bietet er den Menschen etwas an, was sehr wertvoll ist: seine Zeit.

«Ehrenamtspreisträger» aus den elf Ortsteilen von Simmerath waren (über die Ortskartelle) von den Ortsvorstehern vorgeschlagen worden, und diese stellten ihre Kandidaten nun ausführlich vor.

Hans-Josef Hilsenbeck aus Dedenborn war es ein Anliegen, Helmut Kaulard zu ehren: Er präge das Vereinsleben und das dörfliche Leben in Dedenborn; für zahlreiche Verdienste um das Schützenwesen sei ihm bereits das St. Sebastianus-Ehrenkreuz verliehen worden. Der lebendige Kontakt zu dem Ort Wenns im Pitztal sei ihm eine Herzensangelegenheit, große internationale Freundschaftstreffen würden seit 1986 von ihm organisiert, ebenso Jugendzeltlager an der Rur in Dedenborn, teils mit 100 Kindern.

In der Eicherscheider «Tenne» habe Wilfried Huppertz ein Heimspiel, so meinte Günter Scheidt. Er hob dessen Engagement im Sportverein Germania hervor, wo er maßgeblich den Bau des Rasenplatzes vorangetrieben habe. Er gehörte zu den vier Vereinsvorsitzenden, die 1996 den Bau des «Mammutprojekts Tenne» in Angriff genommen und diesen unermüdlich begleitet haben, er kenne jeden Stein und jede Leitung in diesem Haus.

Aus Einruhr stellte Christoph Poschen eine bekannte Persönlichkeit vor: Siegbert Heup, der sich im Orts- und Verkehrsverein seit jeher für den Tourismus engagiert habe, dessen Herz für den Eifelverein schlage. Seit 1966 hat er verschiedene Funktionen im Eifelverein übernommen, er ist zurzeit Vorsitzender der Ortsgruppe Einruhr-Erkensruhr, hat etliche Wanderwege mitgestaltet, so auch im Nationalpark Eifel und auf dem Eifelsteig.

In Kesternich war die Wahl auf Karl Lutterbach gefallen. Ulrich Offermann sagte: «Über ihn könnte man stundenlang nur Gutes erzählen.» Im Sport und in der Politik habe er den Ort mitgeprägt; bei der Neugründung der Schützenbruderschaft sei er 1954 dabei gewesen, er war zweimal Schützenkönig und 1975 Prinz Karneval in Kesternich; bis heute sei er Mitglied in allen Kesternicher Ortsvereinen. Stets sei es seine Leitlinie gewesen, für die Kesternicher Bürger da zu sein.

Robert Johnen stellte den Lammersdorfer Hartmut Kreutz vor: Dieser hat 1965 die Judo- und Ju-Jutsu-Abteilung im TuS Lammersdorf geleitet, aus der später ein eigener Verein hervorging. Als er 1994 eine «Ü-45-Gruppe» im Judo- und Ju-Jutsu-Club gründete, gab er damit wieder einen entscheidenden Impuls für Sportlerinnen aus Lammersdorf und den umliegenden Orten.

Mit Jürgen Siebertz ist nun ein weiterer Lammersdorfer Bürger Ehrenamtspreisträger. Seit Jahren bietet er kostenlose Malkurse für Kinder und Erwachsene an. Sein Engagement in Sachen Heimatgeschichte ist beispielhaft: Das Lammersdorfer Bauernmuseum hat er initiiert, hat zahlreiche Exponate gesammelt. Und er hat sich als Buchautor einen Namen gemacht, sein jüngstes Werk über die Pockenepidemie ist wird zurzeit eifrig diskutiert.

Aus Rollesbroich betrat Marc Topp die Bühne, er nannte seinen Kandidaten ein «Urgestein im Trevvel-Land»: Josef Nießen habe sich in Rollesbroich seit Jahrzehnten unentbehrlich gemacht. Ob bei der Renovierung der Kirchenbänke, dem Neubau des Pfarrheims, der Pflege der Gedenkgrotte im Kalltal - «er kümmert sich». Er sei langjähriges Mitglied im Trommler- und Pfeiferkorps, im Musikverein Harmonie und in der Freiwilligen Feuerwehr.

Heiner Jansen aus Rurberg stellte Erwin Lutterbach vor, den Motor des Bauprojekts «Antoniushof». In der Feuerwehr sei er seit 28 Jahren aktiv, im Rurberger Sportverein habe er einige Ämter bekleidet und sei Gründungsmitglied der Motorsportabteilung. Im November 2007 habe er die Bauleitung beim Antoniushof übernommen. Und in diesem Frühjahr, «als die Helden müde geworden waren», habe er erneut Mitstreiter motiviert, damit auch die Außenanlage schön werden konnte.

In Simmerath kennt ihn jeder: Ortsvorsteher Stefan Haas brachte Erwin Finken mit auf die Bühne. Die Liste seiner Aktivitäten und Verdienste um Simmerath scheint kein Ende zu nehmen: Als Geschäftsführer der Hansa Simmerath, Schriftführer des «Gelooch», Vorsitzender des Ortskartells, Verfasser von zwei Chronikbüchern «weiß er fast alles über die Leute in Simmerath».

In Huppenbroich haben sie einen «Hans Dampf in allen Gassen», das ist Hans Keutgen. Er engagiert sich im Pfarrgemeinderat und im Kirchenvorstand. Sein Wissen über Natur und Geschichte der Eifeldörfer prädestinierte ihn, ein WDR-Team bei Filmaufnahmen zu begleiten. Dem Kapellenverein steht er vor, hier hat er mit dazu beigetragen, dass die schmucke Kapelle von Huppenbroich zu einem Ziel für Wanderer und Ausflügler wurde.

Aus Steckenborn stellte Alex Stiel jemanden vor, dessen «Brust schon kräftig dekoriert ist»: Otto Stollenwerk, ein «Allrounder» im Steckenborner Dorfleben. Für seinen Einsatz für die Mobile Verkehrsschule, seine langjährige aktive Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr, die Mitbegründung des Reit- und Fahrvereins, für seine Blutspenden ist er bereits geehrt worden. Den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland hat ihm Johannes Rau überreicht. Nun kommt der Ehrenteller der Gemeinde Simmerath hinzu.

In Strauch wurde Dieter Schersching ausgewählt. Bruno Löhrer nannte ihn «das Gesicht der BMV». Denn die Musikfreunde kennen ihn als Tubaspieler und langjährigen Geschäftsführer. Insgesamt hat er 57 Jahre lang Musik gemacht, dabei in 35 Jahren Vorstandsarbeit bei der Blasmusikvereinigung unzählige Konzerte und Musikfeste organisiert sowie Konzertreisen in die USA.

In Vertretung des Ortsvorstehers von Woffelsbach war Bruno Nellessen gekommen, der dem Ortskartell vorsteht. Er stellte Guido Haas vor, dessen Leidenschaft die Musik ist und dessen unermüdlicher Einsatz dem Verein «Rurseeklänge Woffelsbach» gilt. Er habe eine positive Entwicklung im Musikverein angeschoben, junge Menschen, auch Mädchen, angeworben und für die Musik begeistert und schließlich sich auch als Handwerker beim «Haus Rurseeklänge» mit aller Kraft eingesetzt.

Ohne Ehrenamt funktioniert die Gesellschaft nicht
Beim Simmerather Ehrenamtstag wurden auch Bürger geehrt, die in Verein, Sport oder Beruf Herausragendes geleistet haben

Der „Simmerather Tag des Ehrenamtes“ wurde in der „Tenne“ ich Eicherscheid in feierlichem Rahmen begangen. Aus allen Ortsteilen Simmeraths hatten sich viele Bürgerinnen und Bürger eingefunden.

Die Strauss-Melodien aus der Operette „Die Fledermaus“, die der Kammermusikkreis Simmerath unter Leitung von Friedhelm Schütz spielte, wurden ein gelungener Willkommensgruß: „Ich lade gern mir Gäste ein“ und der beschwingte Walzer „Mein Herr Marquis“ – da erfreuten die Streicher, Fagott, Bass und E-Piano die Zuhörer.

„Ehrenamtliche Arbeit ist wertvoll, auch wenn sie nichts kostet“, betonte der Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, dem es ein Anliegen ist, das Ehrenamt ins rechte Licht zu rücken und gebührend zu würdigen. „Ohne dieses Engagement und die damit einhergehende Solidarität könnte unsere Gesellschaft nicht existieren“, ist er überzeugt. Zunächst ehrte er Menschen aus Simmerath, die sich durch besondere Leistungen in ihrem Verein hervorgetan haben.

Außergewöhnliche Zuchterfolge haben drei Züchter aus dem Kaninchenzuchtverein Eicherscheid zu verbuchen: Klaus Pelzer aus Huppenbroich wurde Bundessieger bei der Bundes-Rammlerschau in Rheinberg mit der Rasse „Kleinwidder grau-weiß“; Hermann-Josef Meyer aus Eicherscheid wurde Landesmeister bei der Landesverbands-Rammlerschau in Rheinberg mit der Rasse „Chinchilla“. Und Martin Braun aus Simmerath wurde bei der vorgenannten Schau Landesmeister mit der Rasse „kleine blaue Wiener“.

Erfolgreiche Segler

Marion Braun nahm für ihre herausragenden Erfolge im Langlauf eine Ehrung im Empfang: Sie ist NRW-Meisterin im 10-km-Straßenlauf in ihrer Altersklasse; außerdem errang sie den ersten Platz beim Europacup der Ultramarathons. Im Segelsport galt es, Uli Breuer zu ehren: Er ist Mitglied im Yacht-Club Rursee und wurde Dritter bei der Finn Masters Segel-Weltmeisterschaft in Punta Ala, Italien. Seine Frau, Sabine Breuer, gewann die Damenwertung bei dieser Weltmeisterschaft. Werner Schröder aus Woffelsbach wurde im Oktober 2010 Sieger beim Europacup im Trias-Segeln und in diesem Jahr Zweiter im Deutschland-Cup im Trias-Segeln. Ben Uerlichs aus Woffelsbach, Mitglied im Segelsportclub Rursee, ist auf der Elbe in Hamburg Deutscher Jugendmeister im Pirat-Segeln geworden.

Zielsicher ist Rolf Drescher von der St. Johannes-Schützenbruderschaft Lammersdorf, der Diözesanschützenkönig der Diözese Aachen. Rebecca Abel, Mitglied der Hansa-Gemeinschaft Simmerath, belegte in ihrer Altersklasse den ersten und zweiten Platz bei den NRW-Turnmeisterschaften in Solingen, und zwar platzierte sich die vielseitige Sportlerin im Steinstoßen, Geräteturnen, Schleuderballwerfen und in der Leichtathletik.

Dana Bergrath aus Lammersdorf, die beim TSV Bayer 04 Leverkusen trainiert, errang den dritten Platz bei den Deutschen Leichtathletik-Jugendmeisterschaften im Speerwerfen in Jena.

Auf zwei Ingenieure ist die Gemeinde besonders stolz: Der Bürgermeister stellte Andreas und Martin Brust vor, die beim Gründerwettbewerb der Region Aachen den ersten Platz belegten. Sie entwickelten Filter, die Oberschwingungen im Strom herausfiltern und dies preisgünstiger als herkömmliche Filter. (ale)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

Hans-Josef Hilsenbeck
Nie verletztend, aber immer verbindend und vorbildlich»


27.11.2011

Jens Wunderlich und Helmut Etschenberg (links) sowie Karl-Heinz Hermanns und Bernd Goffart (rechts) gratulierten einem Politiker, der sich seit Jahrzehnten für die hiesige Region einsetzt: Hans-Josef Hilsenbeck (Mitte). Mit seiner Gattin Silvia nahm er die vielen Glückwünsche in Empfang. Foto: A. Lauscher

Dedenborn. Wahrscheinlich ist er die bekannteste Persönlichkeit in Dedenborn - am Freitagabend feierte er im Haus Dedenborn seinen 70. Geburtstag: Hans-Josef Hilsenbeck empfing viel Besuch von Freunden und Weggefährten.

Er ist stellvertretender Städteregionsrat, seine Ämter und Funktionen sind Legion, ebenso seine Mitgliedschaften und Beziehungen zu Vereinen. Am Freitag feierte Hilsenbeck mit Parteifreunden, die drei Buchstaben C - D - U bestimmen sein Leben. Seit 1964 ist er Parteimitglied, seit 1979 gehört er dem Rat der Gemeinde Simmerath an, und schon 1984 wurde er in den Kreistag gewählt.

Parteifreunde aus Monschau

Hans-Josef Hilsenbeck begrüßte mit Freude seine Gäste, darunter nahezu alle Ortsvorsteher aus Simmerath, aber auch aus Monschau waren Parteifreunde gekommen. «Ich bin sehr froh, dass meine aktuellen Mitkämpfer mit mir feiern wollen, denn mein warmes Nest, das ist die CDU», bekannte er freimütig. Städteregionsrat Helmut Etschenberg ließ kurz den politischen Werdegang des Jubilars Revue passieren und hob das Engagement des Hans-Josef Hilsenbeck im Tourismusausschuss der Städteregion hervor. «Immer verbindend, nie verletzend», das sei seine Art. «Mit großer Geschicklichkeit erreicht er viel für die Vereine», fuhr Helmut Etschenberg fort. « Er ist ein Mann des Volkes geblieben, ein Politiker mit Vorbildcharakter. Ich bin riesig stolz darauf, dass er mein erster Vertreter ist», schloss der Städteregionsrat.

Jens Wunderlich wandte sich in Vertretung des Fraktionsvorsitzenden an Hans-Josef Hilsenbeck. Er dankte zunächst dafür, dass «er die Jungen von Anfang an mitgenommen hat». Offensichtlich hat Jens Wunderlich auch eine besondere Beobachtungsgabe: Er hatte das Verhalten von Hans-Josef Hilsenbeck während der Debatten im Rat sehr genau studiert und erzählte in humorvoller Weise, wann «der Zeigefinger» kommt. Hans-Josef Hilsenbeck war von Beruf Lehrer...

Karl-Heinz Hermanns, der Bürgermeister der Gemeinde Simmerath, fand ebenfalls Worte des Dankes: Bei seinem zeitaufwendigen Engagement in der Städteregion habe Hans-Josef Hilsenbeck Simmerath nie vergessen. «Danke, dass du mir auch immer wieder mit Rat und Tat zur Seite stehst.»

Bernd Goffart, der Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes, fasste seine Bewunderung in folgende Worte: «Es gibt keinen zweiten Politiker, der die Geschicke Simmeraths so gestaltet, wie Du das machst: Mit Herzblut widmest Du dich den verschiedensten Aufgaben. Ich persönlich habe viel von dir gelernt, Du kannst die Menschen begeistern. Wir sind dir sehr dankbar.»

Von Angela Merkel gezeichnet

Er habe die große Freude, Hans-Josef Hilsenbeck zum Ehrenmitglied der CDU zu ernennen, teilte Bernd Goffart mit und überreichte die von Angela Merkel gezeichnete Urkunde. Für die starke Frau an der Seite des Jubilars, Silvia Hilsenbeck, die ihren Mann stets unterstützt, hatte er als Zeichen des Dankes Blumen mitgebracht.

Quelle: Eifeler Zeitung

 




www-cdu-simmerath.de

ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich,
die über einen Link erreicht werden.

Datenschutz: Wir versprechen Ihnen, dass wir Ihre persönlichen Daten, die uns möglicherweise per e-mail erreichen, nicht an Dritte weitergeben.


Letzte Änderung: 31-Dez-2011

 © CDU-Simmerath