Presse-Berichte

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Februar 2011

Quelle der Artikel, falls nicht besonders gekennzeichnet, Eifeler Zeitung.
Berichte aus 2008- 2010 finden Sie im Archiv

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Berichte aus der Tagespresse, ungekürzt und unzensiert.
Inhalt/Themen
Februar 2011
Annäherung an neue Schule
Eifelklinik mit Politik
Ab August 2012 ins neue Bad
Spekulationen um Gewerbegebiet
Monschau "Linde Center)
Bund entlastet Städteregion
"Ruinöser Wettbewerb"
Sanierung Hauptschule
Woffelsbach putzt sich heraus
"Raser und Heizer" unerwünscht
Mainacht am Bushof
Umgehung Kesternich
Naturkundliche Bildungsstätte
Computerraum/Hauptschule
Ehrenamtskarte
Ortsumgehung Kesternich
Norbert Roettgen in Aachen

Monschau

Annäherung an neue Schule
Informationsveranstaltung zum Thema Gemeinschaftsschule für die drei Eifelkommunen.
Schülerzahlen würden für einen Versuch reichen.

28.02.2011

Beschlossene Sache ist eine Gemeinschaftsschule für die drei Eifelkommunen Monschau, Roetgen und Simmerath noch nicht, aber die Annäherung an die neue Schulform macht Fortschritte. Gestern abend durfte Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter in der Aula der Elwin-Chris­toffel-Realschule (die ja vielleicht bald Elwin Christoffel-Gemeinschaftsschule heißen könnte) die Ratsvertreter der drei Eifelkommunen, die Schulleiter und rund 60 Zuhörer zu einer weiteren Informationsveranstaltung zum Thema Gemeinschaftsschule begrüßen.

Nach einer umfangreichen Darstellung der aktuellen Schulentwicklung im Hinblick auf die weiterführenden Schulen durch die Projektgruppe „biregio“ wurden einige Fakten rasch klar. Weder der Hauptschule Simmerath noch der Hauptschule Monschau/Roetgen mit jeweils nur 15 Anmeldungen für das kommende Schuljahr ist eine Zukunft beschert; auch eine Zusammenlegung würde daran nichts ändern, weil die Tendenz weg geht von dieser Form der weiterführenden Schule.

Besser steht es da schon um die Realschule, wie von Projektleiter Wolf Krämer-Mandeau deutlich gemacht wurde, aber nur auf den ersten Blick, denn die Realschule habe vor allem deshalb ihre Struktur gefestigt, weil dahinter die Abkehr der Eltern von der Hauptschule stehe.

Handlungsbedarf ist also auf mehreren Ebenen gegeben, selbst wenn der demographische Wandel die Region im NRW-Vergleich nicht so hart trifft.

Ein denkbares Modell wäre eine Gemeinschaftsschule, die in der Klasse fünf und sechs an zwei Standorten (Monschau und Simmerath) und ab der Klasse sieben nur noch in Monschau, dem in der Region etablierten Schulstandort, angeboten würde. Für zwei Standorte reichten die Schülerzahlen definitiv nicht aus, so die Erkenntnisse der Projektgruppe.

Für einen sechs Jahre währenden Schulversuch mit einer Gemeinschaftsschule reichen die Zahlen dagegen definitiv. An der Elwin-Christoffel-Realschule wurden zum Schuljahr 76 Schüler angemeldet, wobei man die je 15 angemeldeten Hauptschüler an den beiden Standorten noch hinzu rechnen müsste.

Für eine Gemeinschaftsschule hatten die Schulleiter auch bereits ein vorläufiges pädagogisches Konzept erarbeitet, das gestern abend ebenfalls erläutert wurde. Die Vorteile einer Gemeinschaftsschule, vom differenzierten Unterricht in den beiden Eingangsklassen bis zur garantierten Chance, nach der Klasse zehn aufs Gymnasium wechseln zu können, wurden aufgezählt, ehe dann in eine intensive Diskussionsrunde eingestiegen wurde. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung



Simmerath

In der Eifelklinik: Belegung und Akzeptanz stimmen
Radiologie steht in Simmerath vor dem Start.
Der Ausbau des Krankenhauses geht weiter. Guter Kontakt mit den Ärzten vor Ort.

28.02.2011

Mit einer derzeitigen Belegungsquote von 85 Prozent ist die Eifelklinik St. Brigida Simmerath sowohl wirtschaftlich wie auch in der Akzeptanz der Bevölkerung gut aufgestellt. Dass die Phase des konstanten Wachstums seit der Übernahme des Artemed-Klinikverbundes vor einem Jahr halben Jahr aber nun schon zur Folge hat, dass man sich auf einen Aufenthalt regelrecht freuen darf, wie Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns folgerte, ist vielleicht etwas zuviel des Guten, gibt aber dennoch ein treffendes Bild von der gelungenen Integration des neues Trägers in der Region wieder.

Dieses positive Bild spiegelte sich gestern auch in der Bewertung der beiden Bundestagsabgeordneten Dr. Rudolf Henke (Aachen) und Helmut Brandt (Alsdorf) wieder, die eine Einladung der Gemeinde Simmerath mit einem Besuch der Klinik verbanden.



Politik trifft Krankenhaus: v. li.: MdB Dr. Rudolf Henke, Artemed-Geschäftsführer Prof. Rainer Saalfeld, MdB Helmut Brandt, Eifelklinik-Geschäftsführer Dr. Sören Eichhorst, Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns und Dr. Ulrich Mauerer (Artemed-Klinikverbund).
Foto: P. Stollenwerk

Die Wertschätzung des Hauses und seine Bedeutung für die gesamte Region wurde auch in der Anwesenheit der Bürgermeister aus den Nachbarkommunen Monschau, Roetgen, Nideggen und Hürtgenwald deutlich, für die Margareta Ritter (Monschau) ebenfalls bestätigen konnte, dass man in der Bevölkerung „sehr deutlich den Aufwind spürt, den dieses Haus ausstrahlt“.

Der Geschäftsführer der Arte­med-Gruppe. Prof. Dr. Rainer Salfeld, betonte einmal mehr, dass die Eifelklinik „ein Haus für die Region“ sei solle, dass die Zuversicht des Patienten stärken und ihm menschliche und seelsorgerische Zuwendung biete.

Das 100 Jahre alte Krankenhaus befindet sich in einem Prozess des Ausbaus, wie Dr. Sören Eichhorst, als Geschäftsführer der Eifelklinik herausstellte. Vor dem Start in Simmerath steht die Einrichtung einer umfassenden Radiologie, die momentan schon an zwei Vormittagen zum Einsatz kommt und den Patienten wie auch den ambulanten Nutzern lange Fahrten nach Aachen ersparen soll.

Als „sehr positiv“ bezeichnete Sören Eichhorst auch den Kontakt mit den niedergelassenen Ärzten in der Region. Dies werde deutlich in persönlichen Besuchen in den Praxen, regelmäßiger Kommunikation und fachlichem Austausch.

Auch MdB Helmut Brandt sah, dass die Artemed-Gruppe für die Region ein tragfähiges Konzept aufgestellt habe, das die Rundum-Versorgung garantiere. Als weiteren positiven Baustein sah er auch die jetzt erfolgte Übernahme des Altenheims Seliger Gerhard durch die Artemed-Gruppe; dadurch könnten Synergieeffekte in vollem Umfang genutzt werden.

Für MdB Rudolf Henke, der auch Vorsitzender Ärztegewerkschaft Marburger Bund ist, gibt es keinen Zweifel daran, dass am Standort Simmerath die stationäre Versorgung sichergestellt sein müsse.

Es müsse nun noch gelingen, genügend Fachkräfte für den ländlichen Raum zu gewinnen. Daher unterstütze er auch die Idee der so genannten Landarzt-Quote, die Medizinstudenten die Möglichkeit biete zu erkennen, dass „die medizinische Versorgung des ländlichen Raumes eine lohnende Aufgabe ist.“ (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung



Simmerath

26.02.2011

Ab August 2012 ins neue Simmerather Sportbad

Gemeinde und Generalunternehmer unterzeichnen Vertrag und stellen Pläne für Schwimmhalle an der Hauptschule vor.
Drei separate Becken und 350 Quadratmeter Wasserfläche.
Örtliches Handwerk soll eingebunden werden.

„Das ist ein guter Tag für Simmerath“, sagte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, als die Gemeinde am Freitagmorgen gemeinsam mit Vertretern des Generalunternehmers den Vertrag für den Bau eines neuen Schwimmbades unterzeichnete. Für knapp 3,9 Millionen Euro wird die Sport Stadia-Net GmbH bis August 2012 an der Walter-Bachmann-Straße ein Hallenbad mit drei Becken und einer Gesamtwasserfläche von 350 Quadratmetern errichten.

Ein bedeutender Tag für die Gemeinde Simmerath: Michael Tockweiler (Sport Stadien-Net GmbH) aus Düsseldorf sowie Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns und der beigeordnete Roger Nießen (v. li.) unterzeichneten den Vertrag für die Neuerrichtung des Simmerather Schwimmbades an der Hauptschule. Foto: H. Schepp

Der Bürgermeister blendete zu Beginn des feierlichen Akts zurück ins Jahr 2009, als erstmals Schäden am Sportbad der Josef-Jansen-Sportstätte festgestellt worden seien, man aber noch gehofft hatte, diese reparieren zu können. „In die auf ein Jahr befristete Nutzung erreichte uns dann im April die Hiobsbotschaft, dass das Bauwerk für eine Sanierung zu sehr beschädigt sei“, berichtete Hermanns.

Und so beschloss der Rat der Gemeinde Simmerath am 13. Juli den Neubau einer Schwimmhalle im Rahmen einer freien Vergabe, budgetiert auf vier Millionen Euro. „Kernpunkt der Ausschreibung war neben dem Budget, dass wir ein Bad für drei Benutzergruppen wollten, nämlich für das Schulschwimmen, die sehr rührige Hansa-Schwimmabteilung mit 200 Aktiven sowie unsere Einwohner und Gäste“, umriss der Bürgermeister die Vorgaben.

Bis zum 12. Januar lagen dann die verbindlichen Angebote vor, aus denen der Rat am 25. Januar die Düsseldorfer Sport Stadia-Net GmbH auswählte und ihr den Millionenauftrag anvertraute.

Deren Geschäftsführer Michael U. Tockweiler sprach von einem „kleinen Schmuckstück“, das man hier „im Rahmen der Vorgaben“ errichten werde. Der Standort in Südwestlage und in unmittelbarer Nachbarschaft zur Hauptschule sei „ideal gewählt“, Eingang und Vorplatz im Osten des Gebäudes lägen direkt am Parkplatz der Hauptschule, der somit auch von den Schwimmhallenbenutzern genutzt werden könne.

Sportplatz noch kein Thema

Die Bauunternehmung Holthausen, ebenfals aus Düsseldorf, wird voraussichtlich im Juli mit den Rohbauarbeiten beginnen und beabsichtigt, „das Gebäude noch im laufenden Jahr zu schließen, um dann 2012 bis August den Innenausbau fertig zu stellen“, so Tockweiler. Beim gesamten Projekt möchte man örtliche Handwerker einbinden, „wenn Preis und Qualität stimmen“, so der Geschäftsführer.

Die Einbindung der heimischen Wirtschaft ist auch für Bürgermeister Hermanns wichtig, der darüber hinaus auf den „Mehrwert“ des neuen Bades gegenüber dem alten verwies: „Wir werden deutlich mehr Wasserfläche und drei Becken haben, die von verschiedenen Gruppen störungsfrei genutzt werden können.“

Zum Fortgang des Ausbaus der Sportanlagen wollte der Verwaltungschef an diesem Tag noch nichts sagen, denn man gehe „Schritt für Schritt“ vor. Der neue Simmerather Sportplatz sei für ihn daher noch kein Thema. (hes)

Drei getrennte Becken und keine Angst vor Schnee

Das neue Sportbad der Gemeinde Simmerath wird an der Walter-Bachmann-Straße auf einer Nettogrundfläche von 1500 Quadratmetern (qm) errichtet.

350 qm Wasserfläche teilen sich auf in ein 10 x 25 Meter großes und 1,80 Meter tiefes Sportbecken (bisher 8 x 20 Meter), ein 75 qm großes Lehrschwimmbecken (6 x 12,50 Meter) mit steigender Wassertiefe von 80 bis 120 Zentimeter sowie ein Kleinkinderbecken (25 qm) mit 15 bis 30 Zentimetern Wasserhöhe.

Alle drei Bereiche sind untereinander einzusehen, aber räumlich getrennt, so dass alle Becken mit unterschiedlichen Temperaturen betrieben werden können.

Geheizt werden Gebäude und Wasserbecken mit Fernwärme.

Im sehr großzügigen Eingangs- und Umkleidebereich finden 110 Umkleideschränke ebenerdig Platz.

Die Stahlbetonkonstruktion mit Mauerwerk und Wärmedämmverbundfassade wird mit einer Dachkonstruktion aus Holz gedeckt, eine Pfosten-Riegel-Fassade aus Aluminium wird das Gesicht der Halle zur Straße hin sein.

Die Dachlast war ein wichtiges Thema bei den Verhandlungen über die Bauvorgaben, dabei werde nach der vorliegenden Planung die Schneelastaufnahme die statischen Vorgaben „bei weitem übersteigen, so dass das Bad auch bei extremen Schneeereignissen seinen Betrieb nicht wird einstellen müssen“, so das Unternehmen.


Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath

„Bewegen uns im Bereich der Spekulation“
Simmerather Planungsausschuss reagiert zurückhaltend auf Einzelhändler-Appell zum Entwicklungskonzept in Imgenbroich

Nachdem eine Gruppe namhafter Simmerather Einzelhändler in einem Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns überreichten Appell massive Sorgen über eine „überdimensionierte“ Entwicklung des Einzelhandels in Imgenbroich zum Ausdruck brachte, erhob die Verwaltung das Thema der geplanten Erweiterung des Gewerbegebietes Imgenbroich auch wegen seiner hohen politischen Bedeutung zum Thema in Planungsausschuss.

Zahlreiche Zuhörer im Ratssaal, darunter viele Simmerather Gewerbetreibende, teilten wohl die Ansicht des Ausschusschussvorsitzenden Gregor Harzheim, dass „dieser Punkt die Gemüter bewegt“. Harzheim wünsche sich dennoch „eine sachliche Diskussion“.

Auch wenn das Klima zwischen den Nachbarkommunen derzeit belastet sei, „sollten wir mehr miteinander statt übereinander reden“.

Der Appell des Vorsitzenden kam an, und auch der vom Ausschuss einstimmig gefasste Beschluss gebot Zurückhaltung: Zu konkreten Ansiedlungen im Bereich Imgenbroich könne keine Aussage getroffen werden, da die erforderlichen Unterlagen der Stadt Monschau noch nicht vorliegen würden. Sollte sich aber abzeichnen, dass sich durch die Planung „erhebliche negative Auswirkungen“ auf den zentralen Ort Simmerath abzeichnen, werde „ein derartiges Ansinnen als nicht zielführend angesehen“, hieß es.

Auch CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer hielt fest, dass man sich derzeit noch im „Bereich der Spekulation“ bewege. Die Angaben der Simmerather Einzelhändler zum Umfang der geplanten Gewerbegebietserweiterung in Imgenbroich seien „nicht verifizierbar und daher schwierig zu beurteilen“. Sollte diese Angaben allerdings zutreffen, dann werde man in Simmerath einer solchen Planung widersprechen. Keine Einwände, so Löhrer, habe man gegen eine „maßvolle Entwicklung in Imgenbroich.“

Norbert Brewer (SPD) appellierte an alle Beteiligten, „den Weg der Gemeinsamkeit zu gehen und gemeinsame Konzepte“ zu entwickeln, sonst sehe er die Gefahr, „dass man irgendwann isoliert ist.“ Den Aufruf zur Gemeinsamkeit unterstrich auch Stephan Weber für die UWG. Sollten die Angaben der Simmerather Geschäftsleute allerdings zutreffen, „dann ist die Planung in Tat überdimensioniert“ und würde eine Existenzbedrohung für die Geschäftswelt in Monschau und Simmerath darstellen.

„Kein Verbrechen“

Ebenfalls die Gemeinsamkeit in den Blickpunkt zu rücken, war die Auffassung von Klaus Stockschlaeder (Grüne). Im übrigen sei es „kein Verbrechen“ der Stadt Monschau, wenn Weideland als Gewerbefläche ausgewiesen werde; nicht anders habe auch die Ansiedlungspolitik in Simmerath ausgesehen.

Schließlich hoffte Uli Offermann (CDU), dass die zahlreichen ausgesprochenen Appelle nicht an „an der Ampel Am Gericht im Winde verwehen“.

Zuvor hatte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns über die Vorberatung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes der Stadt Monschau im Arbeitskreis Städteregionales Einzelhandelskonzeptes (Strikt) berichtet.

In diesem Arbeitskreis habe nicht nur die Gemeinde Simmerath ihre Bedenken geäußert, wenngleich die Simmerath bislang über keine offiziellen Informationen verfüge.

Sobald das Konzept vorliege, werde eine erneute Beratung im Planungsausschuss stattfinden.

Hermanns: Nach Angaben der Simmerather Einzelhändler könnten für den genannten Umfang der geplanten Erweiterung in Imgenbroich (es war die Rede von einem Baumarkt, einem Vollsortimenter und einem Kaufland) Beweise beigebracht werden. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung


Monschau

Werbeflut statt «Linde-Center»

22.02.2011

«Große Pläne hat der Investor für das «Linde-Center» am Kreisverkehr in Imgenbroich in der Schublade.» So stand es am 9. Mai 2008 in unserer Zeitung.

In der Schublade liegen die großen Pläne wohl immer noch, denn getan hat sich an dieser exponierten Stelle am Ortseingang von Imgenbroich und Übergang nach Simmerath herzlich wenig. Der Vorbesitzer hat das Terrain geräumt, ein paar Hinweistafeln und Leuchtreklameschilder des vorherigen Hotel- und Gaststättenbetriebes wurden abgenommen. Das war´s.

Der neue Besitzer dagegen hat bislang nur mit Aktivitäten auf sich aufmerksam gemacht, die nun sogar Thema im Monschauer Planungsausschuss Thema waren.

«Wir haben den Eigentümer des Komplexes angeschrieben und darauf hingewiesen, dass die Flut von Werbeanlagen auf dem Grundstück entfernt werden muss», teilte Bürgermeisterin Margareta Ritter mit.

Laut geltender Gestaltungssatzung der Stadt Monschau dürften Werbeanlagen nur am Ort der Leistung errichtet werden. «Das ist hier nicht der Fall, denn die Werbeanlagen weisen allesamt auf Angebote in der Nachbargemeinde hin», so die Bürgermeisterin.

Auf dem Grundstück der ehemaligen Dorfgaststätte «Zur Linde» stehen mittlerweile zwei Pkw-Anhänger und ein Lkw-Oldtimer mit überdimensionalem Werbeaufdruck. Zusätzlich sind auffällige Werbetafeln des Projektentwicklers am Haus angebracht. «Das macht man nicht», stellte Ritter kurz und bündig fest und kündigte an, den Eigentümer entsprechend «zu sensibilisieren».

Noch ernsthaftes Bauinteresse?

Micha Kreitz (CDU) wollte wissen, ob die Stadt «irgendwelche Signale dafür hat, dass beim neuen Eigentümer noch ein ernsthaftes Bauinteresse» bestünde. Die Antwort der Bürgermeisterin fiel kurz und bündig aus: «Bisher nicht».

Das Grundstück an der Ecke Trierer Straße/Karweg (B258/L246) umfasst eine Größe von 8283 Quadratmetern, die Objektfläche selbst 5769 Quadratmeter. Alle bisher hier stehenden Gebäude, ob alte oder neue, sollten nach der damals beim CDU-Ortsverband Imgenbroich vorgestellten Planung abgerissen werden. «Nur die beiden Lindenbäume am Straßenrand bleiben stehen», hieß es damals.

Die Investitionssumme des transparenten und dreiteilig gegliederten Baukörpers sollte nach den vorgestellten Plänen 6,5 Millionen Euro betragen, aus drei Richtungen werde eine Eingangssitutuation zum Gebäudekomplex geschaffen werden, «um keine Hinterhof-Atmosphäre aufkommen zu lassen», wie die Entwickler damals versprachen.

Genau diese sehen Verwaltung und Politik aber, wenn das Vorzeige-Grundstück weiter zu Werbezwecken missbraucht werden sollte. Und deshalb hofft man auf Einsicht beim neuen Eigentümer - auch, um das nachbarschaftliche Verhältnis zwischen Monschau und Simmerath nicht weiter zu belasten.

Quelle: Eifeler Zeitung


Städteregion/Berlin

Bund entlastet Städteregion um 90 Millionen

Während nach Ansicht des Landtagsabgeordneten und CDU-Kreisparteichefs Axel Wirtz „das NRW-Gemeindefinanzierungsgesetz in der jetzigen Form für den überwiegenden Teil der Kommunen in der Städteregion eine millionenschwere Verschlechterung“ bedeutet, freut sich der Bundestagsabgeordnete und Wirtz-Stellvertreter Helmut Brandt über eine Entlastung aus dem Bund. „Die vollkommene Übernahme der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung von 12,24 Milliarden Euro bis zum Jahr 2015 durch den Bund ist für die regionsangehörigen Städte und Gemeinden ein Lichtblick.“

Heruntergerechnet auf die Städteregion bedeutet dies bis zum Jahr 2015 eine Nettoentlastung von über 90 Millionen Euro: 8,96 Millionen Euro im Jahr 2012, 19,57 Millionen Euro im Jahr 2013, 29,79 Millionen im Jahr 2014 und 31,92 Millionen im Jahr 2015. „Die stetige Forderung des Städte- und Gemeindebundes für eine nachhaltige Entlastung der Kommunen bei den Sozialkosten hat damit einen riesigen Fortschritt erzielt“, meint Wirtz. (red)

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath

Simmerath sieht «ruinösen Wettbewerb»

18.02.2011

Einen «ruinösen Wettbewerb» sehen die Simmerather Geschäftsleute im Bestreben der Stadt Monschau, die Gewerbeflächen zwischen Imgenbroich und Konzen großflächig auszudehnen.

Zehn namhafte Unternehmen haben deshalb einen Appell unterzeichnet, «diese völlig überdimensionierte Planung» zu stoppen.

Überreicht wurde das Schreiben an den Simmerather Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, der die Sorgen der Simmerather Geschäftswelt in vollem Umfang teilt. Auch er befürchtet bei Umsetzung der Planung in Imgenbroich einen «Verdrängungswettbewerb, bei dem es, allein schon vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung nur Verlierer geben wird.»

In Sorge um den Standort Simmerath: Simmerather Geschäftsleute überreichten Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns jetzt einen Appell, der sich gegen die «völlig überdimensionierte Planung» der Gewerbeflächenerweiterung in Imgenbroich wendet. Foto: P. Stollenwerk

Die Simmerather Einzelhändler wenden sich auch an die hiesigen Kommunalpolitiker, «diesem Treiben der Stadt Monschau Einhalt zu gebieten.» Laut Michael Haas, dem Vorsitzenden des Gewerbevereins Simmerath, sei in Imgenbroich eine Erweiterungsfläche vorgesehen, die die bisherige Fläche nahezu verdoppeln würde. Das Angebot gehe damit weit über den Bedarf der Stadt Monschau hinaus und vertrage sich auch nicht mit den Aussagen im regionalen Einzelhandelskonzept.

Die Konzeption der Stadt Monschau sieht vor, gegenüber dem Himo einen Lebensmittel-Vollsortimenter in einer Größenordnung von rund 3000 Quadratmetern Größe anzusiedeln. Die Pläne für ein Gewerbegebiet Imgenbroich-Nord sehen weiterhin großflächigen Einzelhandel in Richtung Konzen sowie «nicht wesentlich störendes Gewerbe» vor.

Vollversorgung der Bürger

Die Simmerather Einzelhändler gehen davon aus, dass auf 50.000 Quadratmetern neu geschaffener Gewerbebaufläche 30.000 Quadratmeter neue Einzelhandelsflächen angesiedelt werden sollen. Derzeit betrage die Gesamt-Gewerbefläche im Stadtgebiet Monschau 20315 Quadratmeter, davon 7800 Quadratmeter in Imgenbroich. Die gesamte Einzelhandelsfläche der Gemeinde Simmerath (einschließlich aller Nebenorte) belaufe sich derzeit auf 28.565 Quadratmeter.

Bereits jetzt binde die Stadt Monschau 104 Prozent der möglichen Kaufkraft in ihrem Stadtgebiet, verfüge also derzeit über eine Vollversorgung ihrer Bürger.

Nun sei beabsichtigt, bisheriges Weideland aufzuwerten und «zu einem Spottpreis von voraussichtlich unter 20 Euro pro Quadratmeter ansiedlungswilligen Einzelhändlern zur Verfügung zu stellen.» Diese Subvention verfolge die Absicht, «den Einzelhandel in der Eifel zu Lasten der Kommunen Simmerath und Roetgen in Imgenbroich zu konzentrieren.»

Eine solche Entwicklung sei «erkennbar nicht auf eine Versorgung der Bürger der Stadt Monschau ausgerichtet, sondern soll die Stadtorte Roetgen und Simmerath schwächen», heißt in dem Appell. Bereits jetzt seien Einzelhändler aus diesen Kommunen auf eine Umsiedlung in das neue «Gigantopia» in Imgenbroich angesprochen worden. Man sieht in den Plänen eine «massive Bedrohung der Existenz der Einzelhändler in Simmerath.»


Monschauer Unternehmer:
Bessere Anbindung nach Aachen unverzichtbar


Arbeitsgemeinschaft Monschauer Unternehmer fordert „vernünftigen“ Ausbau der B 258. Zurückgehende Einwohnerzahlen bedeuten weniger Kaufkraft. Monschau. Vier Spuren auf der Bundesstraße zwischen Monschau und Aachen: Das wäre eine „vernünftige Anbindung“ der Nordeifel an Aachen als Oberzentrum. Für eine „vernünftige Anbindung“ will die AMU sich stark machen, sie will „Einfluss“ nehmen, wo dies möglich ist. Der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Monschauer Unternehmen (AMU) wird sich mit dem Thema „Anbindung nach Aachen“ beschäftigen.
Werner Maaßen (Vorstand Handel) beklagte nun auf der Jahresversammlung der AMU die oftmals hinderlichen Straßenverhältnisse zwischen Monschau und Aachen.

Eine „vernünftige Anbindung“ sei aber „wichtig“, forderte auch Hans-Benno Kaulard, der auf den demographischen Wandel verwies: Nach aktuellen Berechnungen gebe es in Monschau in einigen Jahren 17 Prozent weniger Einwohner, dies bedeute aber auch weniger Kaufkraft und wenige Aufträge für die einmischen Handwerksbetriebe. Es müsse sich künftig lohnen, „in Aachen zu arbeiten und in der Eifel zu wohnen“. Dazu sei aber eine entsprechend ausgebaute Verbindung von Monschau nach Aachen notwendig.Werner Krickel, Vorsitzender der AMU, ist aber sehr skeptisch: „Eine vierspurige Bundesstraße bis Aachen werden wir nicht mehr erleben.“ Dennoch, so die Forderung, müsse die AMU sich mit dem Thema intensiv befassen und „Einfluss nehmen“.


Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath

Dach trägt 150 Zentimeter Schneelast

Kostenrahmen für die Sanierung der Hauptschule Simmerath bisher eingehalten. 75 Prozent Energieeinsparung erzielt.

An der Dauerbaustelle Hauptschule Simmerath läuft bisher alles planmäßig. Der erste Bauabschnitt umfasst die energetische Sanierung der Turnhalle und neigt sich bald dem Ende.

In der zurückliegenden Sitzung des Strukturausschusses berichtete das mit der Generalplanung beauftragte Kölner Architekturbüro Allnoch und Hütt jetzt über den Stand der Dinge.

Vor allem vernahmen die Ausschussmitglieder mit Zufriedenheit, dass der Kostenrahmen für den ersten Bauabschnitt sogar leicht unterschritten worden ist.

An der Sanierung der Zweifach-Turnhalle, wo bereits die ersten Fußballturniere über die Bühne gingen, waren insgesamt 23 Firmen beteiligt, darunter sechs ortsansässige Unternehmen, sechs Firmen aus der näheren Umgebung, fünf Firmen aus einem Umkreis von 100 bis 200 Kilometern und sechs Firmen aus einem Umkreis von 200 bis 800 Kilometern.

Die Dreifachverglasung sowie die 30 Zentimeter starke hochwirksame Wärmedämmung wurden bereits eingebaut. Mit diesen Maßnahmen, berichtete Architekt Klaus Allnoch, sei bereits eine 75-prozentige Energieeinsparung erreicht worden. Mit der Wärmedämmung nimmt man es ganz genau. So wurde die an der Sporthalle befindliche Außentreppe vom Gebäudekörper getrennt, um hier keine Kältebrücke zu schaffen.

Müll vor der Baustelle

Voll des Lobes über die hervorragende Energiebilanz zeigte sich auch Klaus Stockschlaeder (Grüne), doch frage er sich auch, wohin das Holzheizkraftwerk denn demnächst seine Wärme abgeben solle, denn die Gemeinde hat sich vertraglich verpflichtet, die Wärme aus dem benachbarten Biomasse-Heizkraftwerk abzunehmen. Alex Stiel (CDU) war aufgefallen, dass die Fluchtwege noch einige Gefahrenpunkte aufweisen würden. Auch zeigte er sich „schockiert“ darüber, dass sich vor der Baustelle der Müll häufe.

Das Architekturbüro will sich darum kümmern und dazu übergehen, die Müllbeseitigung zu gleichen Anteilen auf die beteiligten Firmen umzurechnen, da man sonst dem Problem nicht Herr werde.

Statisch neu gerechnet wird die Dachkonstruktion des gesamten Gebäudekomplexes der Hauptschule. Ein flachgeneigtes Dach mit zwei bis drei Prozent Gefälle kommt hier zum Tragen. Ein Problem stellt die große frei überspannte Fläche im Bereich der Aula dar. Bei starkem Schneefall musste die Fläche jeweils von Hand geräumt werden, da die bisherige Konstruktion für etwa 100 Kilogramm Schneelast pro Quadratmeter ausgerichtet war. Durch eine Verstärkung der unterbauten Stahlkonstruktion ist künftig eine Schneelast von mindestens 144 Kilo möglich; dies entspricht 150 Zentimeter frisch gefallenen Schnees.

Im nächsten Bauabschnitt widmet man sich dem Neubau der Mensa. Dieser Gebäudeteil befindet sich zwischen Turnhalle und Aula im Bereich der jetzigen Toilettenanlage. Das Architekturbüro präsentierte ein farbenfrohes Konzept, das allgemeine Zustimmung fand. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath-Woffelsbach

In Woffelsbach spielt die Musik

17.02.2011

Der kleine Ort Woffelsbach putzt sich heraus. Wenn sich möglicherweise in den letzten Jahren die Bewohner durch aufwendige Programme in Rurberg oder Einruhr in den Schatten gestellt sahen, so erleben sie jetzt eine Aufbruchstimmung.

« Hier spielt im Jahr 2011 die Musik, was Investitionen angeht», so formulierte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns den Gesamteindruck anlässlich der Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbands Rurberg-Woffelsbach im «Paulushof».

«In Woffelsbach spielt im Jahr 2011 die Musik, was Investitionen angeht», sagte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns nun bei der Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbands Rurberg-Woffelsbach. Foto: H. Schepp

Das Projekt «Blue Spot - Hot Spot», auch Woffelsbachs «Neue Mitte» genannt, das nach Auffassung der Planer eine sinnvolle Neugestaltung der Ortsmitte beinhaltet, geht zielstrebig seinen Weg. Im Herbst 2011 soll mit den Tiefbaumaßnahmen begonnen werden, im nächsten Jahr wird der Beginn der Bauten über der Erde starten.

Die Wartehalle aus Holz am Ortseingang von Woffelsbach wird in den nächsten Wochen durch eine Glaswartehalle ersetzt. Auch für den Kindergarten gibt es gute Nachrichten: Aus dem KonjunkturpaketII werden 113.000 Euro bereitgestellt für die Erneuerung der Fenster und Außentüren, Flachdach und Fassade werden saniert; ein Ruheraum und ein Gruppennebenraum werden angebaut. Ausdrücklich dankte Karl-Heinz Hermanns dem stellvertretenden Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck, der sich «vehement und verlässlich für diesen Kindergarten eingesetzt» habe.

Über die zulässige Höhe der zukünftigen Bebauung am Panoramaweg, im Bereich des jetzigen Gemeindecampingplatzes, ist eine rege Diskussion erfolgt. Der Bürgermeister teilte mit, dass dem Planungsausschuss für seine Sitzung am 22. Februar empfohlen wird, lediglich eine eingeschossige Bebauung zuzulassen.

«Außer den großen Projekten werden aber auch viele kleinere Aufgaben in den Orten übernommen, die nicht ins Auge fallen, die man aber vermissen würde, wenn sie nicht getan würden», führte der Bürgermeister aus. Er dankte den CDU-Mitgliedern für ihr Engagement in den Orten am Rursee.

Gerhard Schmitz, der CDU-Ortsverbandsvorsitzende, teilte mit, dass beide Orte sich am Wettbewerb «Unser Dorf hat Zukunft» beteiligen werden.

Er freue sich, dass man an vielen Stellen erkennen könne, wie private Investoren sich an der Entwicklung der Orte beteiligen. «Es sind neue Ferienwohnungen entstanden mit gutem Standard», fügte er als Beispiel an.

Bei den Neuwahlen des Vorstands erfolgte die Bestätigung für den Vorsitzenden Gerhard Schmitz, seinen Stellvertreter Heiner Jansen und den Geschäftsführer Wolfgang Harth einstimmig. Fünf Beisitzer werden im Vorstand mitarbeiten: Hans Gottfried, Guido Haas, Sander Lutterbach, Reinhold Jansen und Uwe Breda, der sich als „Neuer“ kurz vorstellte; er ist seit sechs Jahren „Wahleifeler“ und seit drei Jahren in der Vogelsang-ip beschäftigt.

Steuererhöhung rechtfertigt

Wenn es am 4. Mai darum geht, einen neuen Gemeindeverbandsvorstand zu wählen, werden die CDU-Mitglieder von Rurberg und Woffelsbach den Vorsitzenden Bernd Goffart unterstützen. Dieser richtete den Fokus auf die Gemeindepolitik und erläuterte noch einmal, dass man im Rat verantwortungsbewusst gehandelt habe, als man schweren Herzens Steuererhöhungen beschlossen habe; damit sei der Nothaushalt abgewendet worden. „Wenn die Sozialleistungen nicht stärker vom Bund übernommen werden, kriegen die Gemeinden den Haushalt nicht in den Griff“, pflichtete ihm Bürgermeister Hermanns zu. Im Hinblick auf das soeben in den Haushalten verteilte „Kampfblatt“ der SPD sagte Bernd Goffart: „Ich halte es für unlauter, was die SPD macht. Die neue Landesregierung hält ihre Verantwortung gegenüber dem ländlichen Raum nicht ein.“

Heiner Jansen, langjähriger Ortsvorsteher von Rurberg, merkte an, dass man bei den Bauarbeiten zum Wanderparkplatz in Rurberg (schräg gegenüber vom Antoniushof) Kosten hätte einsparen können: Die Baufirma hätte sich vorab ein Bild von dem Untergrund machen sollen, dann hätte man festgestellt, dass hier der Boden nicht tragfähig ist und es vermieden, später zusätzlich große Mengen von Mutterboden abzutragen, was zu Mehrkosten von 100 000 Euro geführt hat. (ale)

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath

Nur «Raser und Heizer» sind nicht erwünscht

17.02.2011

«Einige Wellen geschlagen» hat laut Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns eine Resolution der Gemeinde Simmerath gegen den Motorradlärm im Gemeindegebiet.

Diese Resolution ist am 28. September 2010 verabschiedet worden, und hat zum Ziel, «Raser und Heizer» auf den Eifelstraßen zu stoppen. Die Motorradtouristen sind nach wie vor gern gesehene Gäste.

In der zurückliegende Sitzung des Strukturausschusses fasste der Bürgermeister die bislang vorliegenden Reaktionen noch einmal zusammen.

MdB Thomas Rachel aus Düren, der auch parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung ist, hat Unterstützung zugesagt und das Anliegen an das Verkehrsministerium weiter geleitet.

Das Bundesministerium für Verkehr kündigte eine Änderung an, wonach bei «immissionsrelevanten Fahrzeugmanipulationen» ein Erlöschen der Betriebserlaubnis, 135 Euro Geldbuße und drei Punkte in Flensburg folgen. Einer Halterhaftung und Frontkennzeichen steht das Ministerium jedoch skeptisch gegenüber. Außerdem werden verstärkte Anhaltekontrollen empfohlen.

MdB Oliver Krischer aus Düren (gleichzeitig Vorstandsvorsitzender des Fördervereins Nationalpark) sagte volle Unterstützung zu. Zur Zeit werde eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung zu dem Thema erarbeitet. Zum Beginn der nächsten Motorradsaison ist vom Förderverein Nationalpark zudem eine Podiumsdiskussion in Vorbereitung. Auch Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz ist zur Teilnahme eingeladen worden.

Das Wahlkreisbüro von MdB Ulla Schmidt teilte mit, dass man die Resolution vollinhaltlich unterstütze und bereits Kontakt mit NRW-Minister Voigtsberger aufgenommen habe. MdL Armin Laschet sagte für sich und seine Fraktionskollegen Unterstützung in Form einer Kleinen Anfrage an die Landesregierung zu.

Bereits zuvor hatten die Landtagsabgeordneten Rolf Seel (Düren), Klaus Voussem (Euskirchen), Axel Wirtz (Stolberg) und Josef Wirtz (Düren) eine kleine Anfrage an die Landesregierung gerichtet, die inzwischen beantwortet wurde. Die Landesregierung teilt im wesentlichen die in der Resolution dargestellten Missstände und deren negativen Auswirkungen auf Anwohner und Touristen. Sie sieht als geeignete Mittel zur Begegnung bzw. Eindämmung in erster Linie die gezielte Überwachung und eine abschreckende Sanktionierung. Auch sei man bestrebt, im Rahmen von Gesprächen mit Motorradverbänden das Problembewusstsein für den Lärmschutz zu erhöhen.

Die geforderte Reduzierung des zulässigen Dezibelwertes für Kräder auf 70 db(A) sei durch nationale Vorschriften nicht zulässig, da es sich um eine europarechtliche Regelung handele. Seit November 2010 liefen Bemühungen dahingehend, bei der weiteren Behandlung der EU-Verordnung auf eine Reduzierung im Bereich von 2 bis 3 db(A) zu drängen, was faktisch einer Halbierung des Geräuschpegels entspreche.

Die Landesregierung sieht die Einführung von Frontkennzeichen als nicht zielführend, da die Fahrerermittlung durch Helme und Visiere behindert sei.

Der Städte- und Gemeindebund NRW teilt die Einschätzung, dass der Motorradlärm auf kurvenreichen Strecken in landschaftlich reizvollen Gegenden ein erhebliches Problem darstellt. Ferner beabsichtigt er, das Thema im monatlich erscheinenden Verbandsorgan «Städte- und Gemeindetag» zu beleuchten und wird in einer der nächsten Ausgaben hierin Raum für eine Darstellung des Problems aus kommunaler Sicht gewähren.

Außerdem noch unterstützt der Rat der Stadt Baesweiler und der Stadt Alsdorf die Resolution. Der Rat der Stadt Herzogenrath sieht es als zielführender, wenn der Städteregionstag einen solchen Beschluss fassen würde. Der Städteregionstag hat die Resolution am 16. Dezember 2010 verabschiedet.

Keine weiteren Sperrungen

Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns widersprach dem Eindruck, dass die Gemeinde Simmerath ein gänzliches «Vertreiben» aller Biker von den Eifelstraßen verfolge: «Die Initiativen richteten nicht gegen die Biker allgemein sondern ausschließlich gegen die Raser und Heizer wendet, die mit manipulierten Auspuffanlagen und unter Missachtung aller Geschwindigkeitsvorschriften auf Rundkursen neuen Streckenrekorden hinterher fahren.»

Die touristischen Ausflügler auf zwei Rädern, die auch die weitaus überwiegende Zahl der Kradfahrer darstellten, «sind nach wie vor gern gesehene Gäste unserer Region». Auch seien von keiner Seite weitere Straßensperrung für Zweiräder angedacht worden.

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath

Letzte Chance für die Mainacht auf dem Bushof

16.02.2011

Simmerath. Sich nachts in den Wald schleichen, eine junge Birke schlagen, diese mit bunten Bändern dekorieren, um sie anschließend der Angebeteten ans Haus zu stellen - das ist kurz zusammengefasst der Brauch in der Mainacht.

Doch dieser Brauch hat eine massive Veränderung erfahren: Heute wird eine mehrachsige Ladekarre hinter einen Traktor vor der Größe eines Panzers gespannt. Diese Karre ist beladen mit Bierkästen, Schnapsflaschen und riesigen Lautsprecherboxen, die ausreichen, um ein Stadion zu beschallen. Dann geht es am späten Abend auf den Bushof in Simmerath, wo unter unbeschreiblichem Lärm die Alkoholvertilgungsaktion beginnt. Meistens gelingt es dann noch, zu später Stunde, einen viel zu großen Baum an einem viel zu schwachen Regenrohr zu befestigen.

Das Entgegenkommen der Gemeinde, auf dem Bushof Simmerath eine mobile Toilette aufzustellen, wurde in der Mainacht 2010 nicht gerade dankend angenommen. Nach kurzer Zeit lag das Häuschen bereits in der Böschung. Leidtragende waren wieder einmal die Anwohner.
Foto: P. Stollenwerk

Diese in den letzten zehn Jahren zu beobachtende Umkehr des Brauchtums war nun auch ein viel diskutiertes Thema in der Sitzung des Simmerather Strukturausschusses, nachdem sich das Treffen von rund 30 zum Teil von weither angereisten Gruppen auf dem Bushof zu einem regelrechten Wettbewerb entwickelt hat. Für die Anwohner rund um den Bushof hat die Mainacht inzwischen unerträgliche Formen angenommen. Wie zu hören war, sind sogar schon Anwohner für diese Nacht ins Hotel umgezogen, andere mussten sich beschimpfen lassen, von den zahlreichen Hinterlassenschaft auf den Grundstücken ganz zu schweigen.

Die Bereitstellung eines Toilettenhäuschens im vergangenen Jahr (Leihgebühr 230 Euro) brachte ebenso kaum eine Verbesserung wie auch das Aufstellen von Bauzäunen.

Für die Anwohner ist nun das Maß voll und sie fordern mit Nachdruck eine Sperrung des Bushofes in der Mainacht.

Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns zeigt volles Verständnis für die Wünsche der Anwohner. «Die Situation ist in der Tat nicht mehr zumutbar.» Die Gemeinde unterstütze die Brauchtumspflege, «aber die Mainacht am Bushof hat nichts mehr mit Brauchtum zu tun.» Dennoch tendiere die Gemeinde dahin, «es in diesem Jahr noch einmal zu versuchen.» Hermanns kündigte allerdings eine verschärfte Präsenz von Polizei und Kräften des Ordnungsamtes an. Sechs Mitarbeiter des Ordnungsamtes sowie Polizeikräfte würden den ganzen Abend «permanent vor Ort» sein. Sie sollen auf die Einhaltung der Nachtruhe achten und gegebenenfalls die Musikanlagen stilllegen. Der Bereich für die Traktoren wird eingegrenzt, es werden Absperrgitter zu den Grundstücken errichtet, wie auch standfeste Toiletten, nachdem das Toilettenhäuschen im vergangenen Jahr umgestoßen wurde.

Zudem wird die Verwaltung über die Landwirtschaftskammer bzw. die Kreisbauernschaft die Halter von landwirtschaftlichen Zugmaschinen auf den zweckfremden Betrieb der Traktoren in der Mainacht und die damit verbundenen Gefahren hinweisen. Dieser Regelung erteilte auch der Ausschuss einstimmig seine Zustimmung.

Zu einer Schließung des Bushofes wollte sich die Verwaltung noch nicht durchringen, auch vor dem Hintergrund, dass dann eine Verlagerung der Aktivitäten stattfinden würde.

Geloog distanziert sich

«Wir sollten noch einen Versuch starten», meinte auch Christoph Poschen (CDU), um ein Ausweichen auf Privatgelände zu verhindern.

Simmeraths Ortsvorsteher Stefan Haas legte Wert auf die Unterscheidung, das Treffen auf dem Bushof nicht mit der Maifeier des Geloogs am Musikpavillon in Zusammenhang zu stellen. Das Geloog als Veranstalter distanziere sich «von der Loveparade auf dem Bushof, wo es um eine Traktorschau und die höchste Phonzahl geht.»

Als «rechtlich nicht haltbar» bezeichnete Bürgermeister Hermanns den Vorschlag von Egon Kriens (UWG), die Traktorfahrer und Kennzeichen zu erfassen, um Kosten für eventuell entstehende Schäden auf dem Bushof-Gelände kollektiv umzulegen, während sich für Stefan Weber (UWG) die Frage stellte, was die Gemeinde überhaupt noch veranlasse den Platz zur Verfügung zu stellen, wenn es sich ohnehin um keine Brauchtumsveranstaltung mehr handele.

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath-Kesternich

Ortsumgehung Kesternich:
„Die Chance für eine Umgehung jetzt nutzen“

Kesternichs Ortsvorsteher Ulrich Offermann drängt auf baldige Entscheidung.
Aussagekräftige Pläne für die Trasse müssen auf den Tisch.

Endlich konkrete Pläne für den Bau Umgehungsstraße wünscht sich Kesternichs
Ortsvorsteher Ulrich Offermann, «damit wir wissen, worüber wir reden.»
Foto: P. Stollenwerk

Seit über 15 Jahren spricht man in Kesternich mehr oder weniger konkret über den Bau einer Umgehungsstraße. Diese Situation ist für alle Seiten unbefriedigend, weshalb der Kesternicher Ortsvorsteher Ulrich Offermann jetzt auf eine baldige Entscheidung drängt. Die Position des 63-Jährigen zum Projekt Umgehungsstraße ist unverändert: „Ich bin für eine Umgehungsstraße“, stellt er im Gespräch mit der Lokalredaktion klar, „aber nicht bedingungslos.“ Der Ortsvorsteher hat nämlich, wie auch viele seine Mitbürger, noch Klärungsbedarf, was den genauen Verlauf der Trasse betrifft. Offermann: „Wir brauchen endlich einen konkreten Plan, damit wir wissen, worüber wir reden.“

Die jetzige Diskussionslage im Ort zum Thema Umgehungsstraße ist für Ulrich Offermann wenig zielführend. Einmal sind da die Befürworter der Umgehung, die von 8000 Fahrzeugen pro Tag sprechen, die den Ort belasten, dann ist da das Lager der Gegner, die in einer Umgehung nur Nachteile für die Bevölkerung sehen und zudem das Verkehrsaufkommen deutlich niedriger ansetzen.

Unterschriftenlisten sind für den Ortsvorsteher aber nicht das Maß aller Dinge. Es könne nicht sein, redet Ulrich Offermann den Gegnern ins Gewissen, dass „alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, um von vornherein schon eine Planung zu verhindern.“ Erst eine Planung biete eine seriöse Diskussionsgrundlage.

Die Notwendigkeit einer Umgehung steht für den Ortsvorsteher auch deshalb außer Zweifel, weil das Verkehrsaufkommen im Ort steigen werde. Aus einer negativen demographischen Entwicklung dürfe man keine Rückschlüsse auf sinkendes Verkehrsaufkommen ziehen. Die steigende Attraktivität der Region als Magnet für den Tourismus werde mit Sicherheit erhöhten Straßenverkehr zur Folge haben.

Offermann warnt davor, dass in Kesternich eine mit Roetgen vergleichbare Situation entsteht und die Bürger unter einer permanenten Verkehrsbelastung leiden.

Dabei sieht er sehr wohl die „empfindlichen Punkte“ der relativ ortsnah geplanten Umgehung. Eine dieser kritischen Punkte ist der Bereich Nordstraße/Im Sief, wo die Umgehung in nur etwa 100 Metern Entfernung an der nächstgelegenen Wohnbebauung vorbeiführt. In diesem Bereich erwartet Ulrich Offermann eine für die Bürger nachvollziehbare klare Aussage vom Landesbetrieb Straßenbau als Träger der Maßnahme zum Thema Lärmschutz.

Als schwierig sieht er auch den Bereich Einmündung Rurberger Straße/L 166. Auch hier könnten den Anwohnern durch effektive Schallschutzmaßnahmen die Sorgen genommen. Diese müssten aber einmal konkret dargestellt werden. In diesem Bereich könne seiner Auffassung sogar eine Verbesserung gegenüber der bisherigen Situation eintreten.

Durch eine Umgehung werde zudem auch der Einmündungsbereich Südstraße in die B 266 enorm beruhigt; dazu sei es allerdings Voraussetzung, dass bereits vor dem Ortseingang Kesternich die Trasse der Umgehung aus Richtung Einruhr gesehen rechts in Richtung L 166 geführt werde.

Dass die Forderungen des Naturschutzes zu berücksichtigen sind, steht für den Kesternicher Ortsvorsteher außer Frage. Es lasse sich aber nicht vermeiden, dass vielleicht eine Baumreihe von 20 Metern Breite gefällt werden müsse. Es gebe aber genug Flächen für Ersatzpflanzungen. Offermann: „Das haben die Eifeler schon immer so gemacht.“

Es sei jetzt an der Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen, appelliert er an die Bürger, statt persönlicher Interessen den Nutzen einer Umgehung für die Gesamtbevölkerung im Blick zu behalten: „Warum sollten wir uns sträuben, wenn sich eine solche Chance für Kesternich bietet?“ Offermann fordert das Ende der Kirchturms­politik, erinnert an die Bedeutung einer Umgehungsstraße auch über Kesternich hinaus und erwartet eine „auf die Zukunft ausgerichtete Entscheidung.“

Er wünscht sich einen offenen Dialog mit den Bürgern und Tempo bei der Planung, selbst wenn der Landesbetrieb Straßenbau eine konkrete Planung wieder einmal um einige Monate nach hinten verschoben habe.

Jahrelang sei das Projekt verschleppt worden, bemängelt er, selbst der Bundestagsabgeordnete Achim Großmann habe es in seiner damaligen Funktion als Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium nicht geschafft, den Durchbruch für eine Umgehungsstraße Kesternich zu erreichen.

Ulrich Offermann hat größtes Verständnis dafür, dass die Bürger jetzt eine Entscheidung möchten und der ländliche Bereich nicht einmal mehr vernachlässigt werde. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath-Lammersdorf

Die Bildungsstätte als Aushängeschild
Neubau in Lammersdorf wird geprüft. Synergie-Effekte mit dem Bauernmuseum

Einen umfassenden Überblick über die Flora und Fauna in der Nordeifel gibt die naturkundliche Bildungsstätte Nordeifel. Über 100 Exponate sollen dazu dienen, das Naturverständnis zu fördern, so hat es der unlängst verstorbene Oberförster Jürgen Mueller, der Initiator der Bildungsstätte, einmal gesagt.

Viele Jahre war die Sammlung im Flur der Grundschule in Lammersdorf untergebracht. Wegen Baumaßnahmen musste die Ausstellung, zu der auch eine hervorragende Schmetterlingssammlung gehört, vor den Sommerferien 2007 abgebaut werden. Seither wird sie zwischengelagert, lediglich eine Vitrine ist in der Schule verblieben.

Dieser wenig zufrieden stellende Zustand soll nach dem Willen der Gemeinde Simmerath in absehbarer Zeit der Vergangenheit angehören.

Das vor dem Bauernmuseum Lammersdorf liegende Grundstück (li.), das zum Gebiet der Gemeinde Raeren gehört,
ist als Standort für die Naturkundliche Bildungsstätte im Gespräch. Foto: P. Stollenwerk

Geplant ist, in direkter Nachbarschaft zum Bauernmuseum Lammersdorf neue Räumlichkeiten und damit ein weiteres touristisches Aushängeschild für Simmerath zu schaffen. Die Angliederung an das Bauernmuseum würde Synergieeffekte schaffen, zudem wäre die Lage unmittelbar am künftigen Ravel-Radweg ideal.

Während die Gemeinde den Prozess um die grundsätzliche Realisierbarkeit des Projektes bereits eingeleitet hat, herrscht auf politischer Ebene noch keine Einmütigkeit.

Im Rahmen der kürzlich stattgefundenen Haushaltsdebatte ließ CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer keinen Zweifel daran, dass der Bau der naturkundlichen Bildungsstätte neben dem Bauernmuseum eine für das Image der Gemeinde und für Touristen „notwendige Investition“‘ darstelle. Voraussetzung sei allerdings eine entsprechende Zuschussgewährung.

SPD-Fraktionssprecher Gregor Harzheim bezeichnete solche Überlegungen allerdings als „Wunschkonzert“. Er sprach von 250 000 Euro Kosten bei 90 000 Euro Zuschuss. Auch wenn es bedauerlich sei, dass die Sammlung nicht angemessen präsentiert werden könne, dürfe die Gemeinde nicht „umgebremst“ mehr Geld ausgeben als vorhanden sei.

Aus Sicht der Gemeinde Simmerath ist über die Finanzierung noch lange nicht das letzte Wort gesprochen. „Erklärtes Ziel“ sei es, dass die Belastung des Gemeindehaushaltes „so gering wie möglich“ ausfallen soll, erklärt Ulrike Lange-Wiemers, die Referentin von Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns auf Anfrage.

Die Gemeinde habe daher eine Reihe von Kooperationspartnern ins Boot geholt, um innerhalb einer Projektgruppe ein Konzept für die naturkundliche Bildungsstätte zu erarbeiten. Zielgruppen, Didaktik und die Gestaltung der Ausstellung sollen dabei eine Rolle spielen. Mit Hilfe eines Fachplaners soll das Konzept dann verfeinert und die passende Förderkulisse ausgewählt werden. Sowohl das Leader-Programm wie auch eine Interreg-Förderung kommen hier als Möglichkeiten in Betracht. Ulrike Lange-Wiemers: „Die konkrete Synopse der Förderprogramme kann erst nach Erstellung des musealen Konzeptes erfolgen.“

Auch der zunächst einmal erforderliche Grundstückstausch bzw. -ankauf ist abhängig von der Förderkulisse und den entsprechenden Beschlüssen des Fachausschusses.

Das Grundstück liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Raeren, weshalb auch die deutschsprachige Gemeinschaft in Person von Minister Karl-Heinz Lambertz und Tourismusministerin Isabelle Weykmans, die dem Projekt sehr positiv gegenüberstehen, zu den Kooperationspartnern gehören. Eingebunden in die Projektidee sind auch die Städteregion Aachen, die Nachbarkommunen Monschau und Roetgen, der Landesbetrieb Wald und Holz, das Regionalforstamt Jülicher in Person von Jörg Melchior, der die Bildungsstätte seit vielen Jahren betreut, der Verein für Heimatgeschichte und Dorfkultur Lammersdorf als Betreiber des Bauernmuseums, die Rursee-Touristik, die Regio Aachen und der Landschaftsverband Rheinland, der bereits Interesse an der Fortführung der Einrichtung geäußert hat.

Außerschulischer Lernort

Ein weitere Chance der Bildungsstätte in Kombination mit dem Bauernmuseum liegt auch in der Einbindung ins Netzwerk außerschulischer Lernorte. Wenn es mit der Förderung klappt, könnte die Baumaßnahme 2012 umgesetzt werden, ehe dann 2013 die Einrichtung an der Reihe wäre. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath

Neuer Computerraum für die Hauptschule

06.02.2011

„Was lange währt, wird endlich gut“, hatte die Hauptschule Simmerath über ihre Einladung geschrieben. „Lange gewährt“ hatte die Verwirklichung eines eigenen Computerraumes im Schulgebäude. Als dieser Raum jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, konnten sich die Gäste auch davon überzeugen, dass das Langzeit-Projekt in der Tat die Note „gut“, wenn nicht sogar „sehr gut“ verdient. 35 Schüler-Arbeitsplätze, jeder mit einem PC und Internetanschluss ausgestattet, wurden hier eingerichtet.

Ein gelungenes Projekt: Mit gemeinsamen Anstrengungen ist gelungen, an der Hauptschule Simmerath
einen Computerraum mit 35 Schüler-Arbeitsplätzen einzurichten. Foto: P. Stollenwerk

Durch Träger ermuntert

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde erinnerte der stellvertretender Schulleiter Ralf Sieben an die Entstehungsgeschichte des Computerraumes. Als er 2009 an die Hauptschule Simmerath gekommen sei, habe der vorgefundene Raum „nicht meinen Visionen“ entsprochen. Also habe er sich zum Ziel gesetzt, den Raum auf 35 Arbeitsplätze zu erweitern. Ermuntert worden sei er bei diesem Vorhaben durch die Gemeinde Simmerath als Schulträger. Tatkräftige Hilfe bei der Mittelbeschaffung habe der Lions-Club Monschau, aber auch der Förderverein der Schule geleistet. Dazu sei die Simmerather Geschäftswelt mit ins Boot gestiegen, und nicht zuletzt sei auch den Erlös des Flohmarktes eingebracht worden.

Zur Besichtigung des Computerraumes, dessen Einrichtung insgesamt 8000 Euro gekostet hat, waren auch die Sponsoren eingeladen worden, die bei der Ausstattung des Raumes auf vielfältige Weise ihre Kreativität und Arbeitskraft einbrachten. Auch Schul-Hausmeister Dieter Müller und einige Schüler legten sich ins Zeug, um den Computerraum wunschgerecht zu gestalten.

Konrektor Rolf Sieben blickte jetzt mit Stolz auf eine gelungene einjährige Arbeit im Team: „Da haben alle eine hohe Solidarität gezeigt, und zu einem Zusammenwachsen der Schulgemeinschaft ihren Beitrag geleistet.“ Die Nutzbarkeit des Computerraumes sei vielfältig: Lern-Software stehe zur Verfügung, Programmieren könne erlernt werden, und auch bei der Berufswahl könnten sich die Schüler hier gut orientieren.

Das Engagement der Unternehmen würdigte auch Erhard Rüttgers seitens des Kollegiums. Ein guter Nebeneffekt des Projektes sei gewesen, dass im Unterricht eine Konzeption für die Nutzung des Computerraumes erarbeitet worden sei. Rüttgers: „Der Raum soll keine Vorzeigeobjekt sein, sondern stellt ein wichtigen Beitrag zur schulischen Weiterbildung dar.“ Hubert Breuer, der Vorsitzende des Fördervereins, betonte, dass der Verein sich als Partner der Hauptschule sehe, wenngleich die Zukunft des Vereins im Hinblick auf möglicherweise anstehende Veränderungen in der Schullandschaft ungewiss sei.

Schulisches Angebot erhalten

Diesen Gedanken griff auch Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns auf. „Die Hauptschule ist nicht tot“, mahnte er. Wenn man derzeit mit den Nachbarkommunen über Kooperationsmöglichkeiten auf schulischer Ebene diskutiere, dann geschehe dies vor dem Hintergrund, dass in Simmerath auf jeden Fall ein schulisches Angebot in der Sekundarstufe II erhalten bleiben müsse. Dies dokumentiere man auch durch die Tatsache, dass derzeit die energetische Sanierung des Schulgebäudes und der Turnhalle mit 6,7 Millionen Euro, davon 4,5 Millionen Euro Landesmittel, umgesetzt werde

Hermanns bedauerte, dass die Qualität der Hauptschule leider nicht ausreichend zur Kenntnis genommen werde. Gerade die Einrichtung des Computerraumes habe gezeigt, dass die Hauptschule Simmerath „eine moderne und lebendige Schule“ sei, „die von vielen gesellschaftlichen Gruppen getragen wird“. Hermanns lobte auch den positiven Zusammenhalt im Kollegium, insbesondere nach der langfristigen Erkrankung von Schulleiterin Monika Dörfler.

Dann ging es hinein in den neuen Computerraum, wo nicht nur die 35 komfortablen Arbeitsplätze betrachtet werden konnten, sondern auch eine kleine museale Ausstellung zur Geschichte des Computers. Unter anderem kann man hier den legendären Commodore 64 mit Originalverpackung bestaunen. (P. St.)

Computerraum kostete 35 000 Euro
Schon in den 80-er Jahren hielt der Computer Einzug an der Hauptschule Simmerath, womit die Schule in der Region eine Vorreiterrolle übernahm. In großer Runde gefeiert wurde jetzt die offizielle Eröffnung des neuen Computerraumes an der Hauptschule Simmerath. Insgesamt kostete es 35 000 Euro, um den Raum mit 35 Arbeitsplätzen auf den neuesten Stand zu bringen. Ergänzend zur Berichterstattung über die Kosten hieß es, dass die Gemeinde Simmerath als Schulträger 17 000 Euro zur Verfügung gestellt hat, der Förderverein 10 000 Euro und 8000 Euro über Sponsoren finanziert wurden.
 

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath

05.02.2011

Ehrenamtskarte
Anerkennung für das Engagement der Bürger


Auch in der Gemeinde Simmerath wird die Ehrenamtskarte eingeführt. Würdigung des persönliches Einsatzes steht im Vordergrund, aber auch Vergünstigungen sind damit verbunden. Schon 100 NRW-Kommunen dabei.

Dem Ehrenamt verbunden: v. li.: Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, Petra Zwickert vom NRW-Familienministerium, Ehrenamtspreisträgerin Liselotte Rollesbroich, Alex Stiel, Vorsitzender des Sport- und Kulturausschusses und Brigitte Jansen von der Gemeindeverwaltung.Foto: P. Stollenwerk

Ohne das Ehrenamt läuft nicht viel in der Gemeinschaft, doch der Einsatz für die Gesellschaft oder den Zusammenhalt in Vereinen und Gruppen wird allzu gerne als selbstverständlich gesehen. Der hohe Einsatz von Zeit und Zuwendung ist jedoch nicht selbstverständlich und verdient zumindest Anerkennung.

Fünf Stunden pro Woche für die Allgemeinheit

Die Ehrenamtskarte erhält, wer mindestens fünf Stunden pro Woche bzw. 250 Stunden pro Jahr ehrenamtlich ohne Vergütung nachweislich für die Allgemeinheit tätig ist. Auch Tätigkeiten bei verschiedenen Organisationen können zusammengerechnet werden.

Die Ehrenamtskarte besitzt eine Gültigkeitsdauer von drei Jahren und wird auf Antrag von der Gemeindeverwaltung ausgestellt. Im Gemeindegebiet Simmerath werden zudem alle Inhaber der Ehrenkarte zum einmal jährlich stattfindenden Tag des Ehrenamtes eingeladen.

Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um die Ehrenamtskarte bei der Gemeinde Simmerath ist Brigitte Jansen, Tel. 02473/607169,

E-mail:

brigitte.jansen@gemeinde.simmerath.de
 

Aus diesem Grund hat das Land Nordrhein-Westfalen Ende 2008 die Einführung der Ehrenamtskarte gestartet. Die goldene Karte im Scheckkartenformat soll bürgerschaftliches Engagement würdigen, ist aber auch der Schlüssel zu einer Vielzahl von Vergünstigungen. Dem Beispiel zahlreicher anderer Kommunen in NRW folgte jetzt auch die Gemeinde Simmerath.

Das Thema Ehrenamt sei ihm ein „Herzensanliegen“, sagte Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, als er im Rathaus gemeinsam mit Petra Zwickert vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Lands NRW die Vereinbarung zur Einführung der Ehrenamtskarte unterzeichnete. Der Simmerather Sport- und Kulturausschuss hatte dies am 11. Dezember 2010 einvernehmlich beschlossen.

Als Bürgermeister wolle er versuchen, die „Förderung und Würdigung des Ehrenamtes“ noch zu intensivieren, denn das Ehrenamt sei die Voraussetzung dafür, „dass in vielen Orten das Gemeinwesen noch funktioniert“. Hermanns erinnerte an den enorm hohen Organisationsgrad in der 15 500 Einwohner zählenden Gemeinde Simmerath. Zahlreiche Bürger seien Mitglied in mehreren Vereinen. Die Ehrenamtskarte, die demnächst ausgehändigt werden soll, solle in in erster Linie eine Anerkennung darstellen, wenngleich damit auch Vergünstigungen verbunden seien.

Diesen Gedanken stellte auch Petra Zwickert in den Mittelpunkt. Das Ehrenamt bilde „die Grundlage für den sozialen Zusammenhalt.“

Die Ehrenamtskarte sei auch ein Weg, für das Engagement der Bürger einmal „Danke“ zu sagen. Zwei Jahre nach dem Start der Initiative haben bislang 100 der 396 Kommunen in NRW eine Vereinbarung über die Einführung der Karte unterzeichnet. Bislang, berichtete Petra Zwickert weiter, seien 9000 Ehrenamtskarten ausgehändigt worden, und immerhin umfasse die Liste der Vergünstigungen bislang rund 1500 Einrichtungen in NRW.

Ermäßigungen in Hallenbädern, Büchereien, oder Museen sind mit der Ehrenamtskarte möglich; zudem wurde mit dem Landschaftsverband Rheinland ein wichtiger Partner gewonnen, der in allen seinen Einrichtungen (z. B. auch im Freilichtmuseum Kommern) 50 Prozent Nachlass gewährt. Aber auch Unternehmen, Betriebe und Einrichtungen sind aufgerufen, den Besitzern der Ehrenamtskarte Vergünstigungen einzuräumen.

Auch die Privatwirtschaft, machte Petra Zwickert an einem Beispiel deutlich, verfüge über vielfältige Möglichkeiten, das Ehrenamt zu unterstützen. So überrasche ein Blumengeschäft in einer NRW-Kommune die Inhaber der Ehrenamtskarte an ihrem Geburtstag mit einem Blumenstrauß.

Eine Befragung unter 7000 Ehrenamtskartenbesitzern habe ergeben, dass für 90 Prozent die Anerkennung ihres Engagements im Vordergrund stehe; die Karte selbst werde nur etwa einmal pro Monat genutzt. „Die Ehrenamtler sind keine Rabattjäger“, hielt Petra Zwickert fest.

Dies konnte auch Lieselotte Rollesbroich aus Kesternich bestätigen, die für ihr Engagement zuletzt den erstmals verliehenen Ehrenamtspreis des Bürgermeisters beim Simmerather Tag des Ehrenamtes erhielt. „Mir war die Anerkennung wichtiger als ein Scheck.“

Etwas bedauerlich fand es Petra Zwickert, dass einige größere Städte im Land, wie z. B. Köln, Düsseldorf und Aachen, sich noch nicht dem Projekt angeschlossen hätten. In den ländlichen Kommunen laufe das viel umkomplizierter.

Bei der Gemeinde Simmerath hofft man nun, dass aus der Bürgerschaft, den Vereinsvorständen und Ortskartellen Vorschläge eingehen, wer die Ehrenamtskarte erhalten soll (s. Box). (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath-Kesternich

Ortsumgehung Kesternich:
«Nicht einmal ansatzweise ein Bedarf»


02.02.2011

Die geplante Ortsumgehung Kesternich könnte einen Bruch innerhalb des Dorfes mit sich bringen, gibt es doch bereits zwei Lager, die vehement auf ihren kontroversen Standpunkten beharren.

Auf der einen Seite ist da die Interessengemeinschaft «Pro Umgehungsstraße Kesternich», die eine zügige Inangriffnahme des «lang ersehnten Projektes» fordert (wir berichteten), auf der anderen Seite ist da die «IG Ortsumgehung Kesternich?», die ein großes Fragezeichen in ihrer Namensbezeichnung trägt und sich mit den Naturschutzverbänden Nabu und Bund zusammengetan hat.

Beide Interessengruppen verweisen auf die Unterstützung von jeweils über 100 Bürgern in Kesternich.

„Trasse auf den Tisch“

Ulrich Offermann Ortsvorsteher Kesternich

Die Ortsumgehung Kesternich scheint nun doch nicht so schnell zu kommen, wie es sich so mancher erhofft hat?

Ulrich Offermann: Das sehe ich auch so. Das Lager der Gegner ist zwar etwas kleiner, aber hat im Augenblick wohl die besseren Argumente.


Wird sich denn der Landesbetrieb Straßenbau überhaupt noch ernsthaft mit dem Projekt beschäftigen, wenn die Meinungen vor Ort so kontrovers sind?

Offermann: Es hängt jetzt viel davon ab, wie der Petitionsausschuss des Landtages entscheidet. Wenn dieser den Argumenten der Gegner folgen sollte, dann wird es mit der Ortsumgehung wohl nichts.


Sehen Sie denn noch eine Möglichkeit, Einigkeit im Ort herzustellen?

Offermann: Es wäre besser und wichtig für alle Beteiligten, wenn die Pläne auf dem Tisch liegen würden und man einmal genau wüsste, wo die Trasse der Umgehung konkret verlaufen soll und welche Lärmschutzmaßnahmen geplant sind. Dann hätte man auch eine seriöse Diskussionsgrundlage. (P. St.)

Die IG der Gegner (die Betonung liegt auf dem Fragezeichen) lud nun zur Pressekonferenz ein und stellte detailliert ihr Anliegen vor. Die IG ist hervorgegangen aus Hauseigentümern, die in der Nähe der geplanten Trasse der Umgehungsstraße wohnen. Sie sehen in einer Ortsumgehung keineswegs die Lösung der Straßenverkehrsprobleme im Ort Kesternich.

«Es entsteht eine Konfrontation mit den Anwohnern, aber auch mit der Natur», so Dr. Manfred Aletsee vom Nabu, der in seinem Bestreben, eine massive Zerstörung der Landschaft zu verhindern, von den IG Mitgliedern unterstützt wird.

Die Frage nach dem Standort

Wichtigste Argumentations-Basis der Umgehungsstraßen-Gegner ist eine Verkehrszählung, die 15 Mitglieder der Interessengemeinschaft am 13. April 2010 vorgenommen haben. Sie haben zu den vier Standorten, die das Planungsbüro für seine Verkehrszählung ausgewählt hatte, noch einen weiteren Stadtort hinzugenommen, nämlich einen Zählpunkt an der Ampel-Kreuzung Straucher Straße/Bundesstraße.

Diesen Standort hält die IG für unerlässlich, weil hier dokumentiert werde, wie viele Fahrzeuge geradewegs durch den Ort fahren, ohne die Straucher Straße zu benutzen, und zwar in beiden Richtungen. Und diese Fahrzeuge würden auch in Zukunft nicht über die Umgehungsstraße fahren, argumentieren die Mitglieder der IG.

Das Gesamtergebnis (und ebenfalls das Ergebnis einer Zählung des Nabu/Bund vom 16. Juni 2009) deckt sich zwar mit den Erhebungen der offiziellen Zählung, doch ist die Aufsplittung sehr interessant: Aus beiden Richtungen - sowohl aus Einruhr und Rurberg als auch aus Simmerath - biegt nur knapp ein Drittel der Fahrzeuge in die Straucher Straße ab.

Wie viele nutzen die Umgehung

«Dies bedeutet aber, dass von den gegenwärtigen etwa 8000 Fahrzeugen pro Tag weniger als 30 Prozent auf eine Ortsumgehung ausweichen würden», folgert die IG. Sie bezeichnet das große Schild am Ortseingang auf der Straucher Straße als «irreführend», denn an dieser Stelle wurden keine 8000 Fahrzeuge gezählt.

«Der Wochenendverkehr ist für eine Zählung belanglos», argumentiert Roswitha Weinberg, Naturschützerin und IG-Mitglied, und macht deutlich, dass die Verkehre zum Rursee, nach Vogelsang und in den Nationalpark nicht als Hauptargument für eine Umgehung gelten können. Für eine Verkehrszählung kommen Normalwerktage in Betracht.

Roswitha Weinberg nennt als Ziel der IG: «Es reicht uns nicht, vertröstet werden, dass die Umgehung nicht so bald in Angriff genommen wird. Wir wollen, dass die ganze Planung vom Tisch kommt.»

Ihre ermittelten Zahlen hat die IG allen mit der Planung der Ortsumgehung befassten Stellen zur Verfügung gestellt. Man weist nachdrücklich darauf hin, dass der innerörtliche Verkehr (nahezu 2000 Fahrzeuge) die Umgehung nicht benutzen werde und zudem die Fahrzeuge aus Richtung Monschau/Simmerath weiterhin geradewegs durch den Ort fahren würden.

Das Fazit der Interessengemeinschaft lautet: «Für die geplante Ortsumgehung besteht nicht einmal ansatzweise ein Bedarf. Diese Umgehungsstraße mit unverhältnismäßig hohen Baukosten von 7,5 Millionen Euro für nur 2300 Fahrzeuge stellt eine erhebliche Verschwendung von Steuermitteln dar.

Zudem ist sie eine massive, völlig unnötige Landschaftszerstörung und wird in Summe daher rechtlich nicht zulässig sein.»

Quelle: Eifeler Zeitung


Aachen

Doppeltaufe mit Norbert Röttgen
CDU Aachen-Stadt und -Land arbeiten jetzt unter einem Dach

Aachen. Das jüngste Kind steht schon nach einem knappen Monat durchaus auf eigenen Beinen. Norbert Röttgen ließ es sich dennoch nicht nehmen, die feierliche Doppeltaufe im alten und doch neuen Karl-Arnold-Haus an der Martinstraße in Aachen persönlich vorzunehmen. Der Umweltminister und neue NRW-Landeschef der CDU nutzte die Gelegenheit, die Parteifreunde der im Wortsinne ein großes Stück zusammengerückten Kreisverbände Aachen-Stadt und -Land auf weitere, womöglich größere Herausforderungen einzuschwören.

Zusammengerückt: (v.l.) Helmut Brandt (MdB Alsdorf), OB Marcel Philipp, Bürgermeisterin Margrethe Schmeer, Umweltminister Norbert Röttgen, die CDU-Kreisvorsitzenden Axel Wirtz und Armin Laschet, Rudolf Henke (MdB Aachen) und Claudia Cormann. Foto: Michael Jaspers

Seit dem Jahreswechsel agieren die Christdemokraten der Städteregion nämlich tatsächlich unter einem Dach. „Wir freuen uns, dass die Geschäftsstellen der Kreisverbände Aachen-Stadt und -Land die Kräfte einmal mehr im Sinne der Sache bündeln“, sagte der Aachener Parteichef Armin Laschet. Er erinnerte daran, dass das Domizil, das bereits 1971 zum Gedenken an den ersten Ministerpräsidenten des Landes auf seinen heutigen Namen getauft worden war, bereits in den sechziger und siebziger Jahren beide Kreisverbände beherbergt habe, bevor die CDU Aachen-Land 1985 ihre Aktionsplattform in Stolberg bezog. Laschets Amtskollege aus dem ehemaligen Kreis, Axel Wirtz, ließ ebenso wenig Zweifel daran, dass die Rückkehr in die Aachener City keinesfalls nur einen symbolischen Schritt darstelle. „Es hat viel Kraft gekostet, dieses dicke Brett zu bohren“, meinte er vor allem mit Blick auf die Schaffung der Städteregion, die maßgeblich von der CDU auf den Weg gebracht worden sei.

Röttgen lobte den Schulterschluss als vorbildliches Signal an die Parteibasis im ganzen Land. Schließlich gelte es, die großen Aufgaben der Zukunft solidarisch zu meistern. „Wir werden weiter stehen für ein christliches Menschenbild. Wir bleiben die große Volkspartei, die der sozialen Marktwirtschaft ebenso verpflichtet ist wie der gemeinsamen Verantwortung für ein starkes Europa“, sagte Röttgen. (mh)

Quelle: Eifeler Zeitung





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Letzte Änderung: 01-Okt-2011

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