Presse-Berichte

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Januar 2012

Quelle der Artikel, falls nicht besonders gekennzeichnet, Eifeler Zeitung.
Berichte aus 2008- 2011 finden Sie im Archiv

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Berichte aus der Tagespresse, ungekürzt und unzensiert.
Inhalt/Themen
Januar 2012
Jens Wunderlich
Neuer Sportplatz (Konzept)
Neuer Sportplatz
Kesternich schnellers DSL
OV-Kesternich
Ortsumgehung vom Tisch
Huppenbroicher CDU
Ortsumgehung Kesternich
Wir unterstützen Vereine
Kassenkredite



Kommunalpolitisches Handeln setzt Verantwortung und Weitsicht voraus.

Vor zwei Jahren, mit der Ankündigung des Wegfalls der bisherigen Sportstätte, wurde der Hansa ein entsprechender Ersatz angekündigt.

Zwischenzeitlich, insbesondere wegen der demografischen Entwicklung und der leider spürbaren personellen Rückwärtsentwicklung der Fußballmannschaften, ist es doch nur vernünftig und konsequent, dass am Anfang einer Ausgabe von 400.000 Euro eine Bedarfsanalyse steht. So sehen es CDU, FDP, Grüne und UWG.

Anders die SPD:

Einer Bedarfsanalyse wurde nicht zugestimmt !!!
Deren Sprecher erklärt, man wolle schon jetzt, d. h. noch vor dem Ergebnis der Bedarfsanalyse, konsequent an einem neuen Sportplatz festhalten.

Verantwortungsbewußtes Handeln sieht anders aus, so leichtfertig geht man nicht mit 400.000 Euro Gemeindegelder um.

Außerdem ist die technische Prüfung und die Haftungsfrage des vorgelegten Hansa-Konzeptes völlig offen.

Simmerath

Jens Wunderlich: «Fußballvereine müssen Qualität bieten»

27.01.2012

«Fußball ist immer noch die Sportart Nummer eins in Deutschland», sagt Jens Wunderlich aus Huppenbroich. Der 44-jährige, der 37 Jahre lang aktiv Fußball spielte, und dessen sportliche Heimat die Hansa Simmerath war, muss es wissen. Als Beisitzer im Jugendausschuss des Fußballverbandes Mittelrhein (FVM) ist Wunderlich, im Hauptberuf Architekt, ganz nah dran am Tagesgeschäft im Amateurbereich.

Im Leben von Jens Wunderlich dreht sich viel um das Thema Fußball. «Das Leuchten in den Augen der Kinder» ist für ihn die größte Motivation bei der Jugendarbeit im Fußball-Verband Mittelrehin. Foto: P. Stollenwerk

Die aktuelle Diskussion um einen neuen Sportplatz in Simmerrath verfolgt er daher mit großem Interesse und begrüßt gleichzeitig die damit verbundenen Initiativen, dass in der Gemeinde Simmerath inzwischen über die Gründung eines Jugendsportvereins nachgedacht wird, und dass die Fußballvereine sich treffen, um einmal ehrlich den tatsächlichen Bedarf an Sportplätzen in der Zukunft zu definieren.

Für Wunderlich, der augenblicklich in der Sportschule Hennef an einer Qualifizierung zum Vereins-Jugendmanager teilnimmt, steht fest, dass Fusion von Vereinen das Modell der Zukunft ist. «Das wird gar nicht mehr anders gehen.»

6000 Mannschaften in 1200 Vereinen sind derzeit im FVM gemeldet. Die demografische Entwicklung wird dieses Bild bald verändern, und besonderes der ländliche Bereich wird den Bevölkerungsrückgang spüren bzw. spürt ihn schon.

Jens Wunderlich erinnert daran, dass 2001 als der bis dahin eigenständige Fußballkreis Monschau aufgelöst wurde, 110 Jugendmannschaften am Start waren. Heute sind es nur noch 78 Teams - ein Rückgang um 30 Prozent.

Vor gut 10 Jahren habe man im Fußballkreis Monschau noch in allen Altersklassen eigene Staffeln bilden können. Heute spielten noch drei A-Jugendteamas in der Gemeinde Simmerath, neun A-Jugendteams und sechs C-Jugendmannschaften im Altkreis Monschau. Hieran lasse sich erkennen, dass die geburtenstarken Jahrgänge auf dem Rückzug seien.

In der C-Jugend gebe es erfahrungsgemäß auch den ersten Einbruch, da bei den 13- bis 14-Jährigen oft «ein Wechsel der Interessen» stattfinde. Der zweite Einschnitt folge dann nach der A-Jugend, denn nur maximal ein Drittel wechsele zu den Seniorenmannschaften.

Hier müsse man auch die gesellschaftliche Situation der Jugendlichen insgesamt berücksichtigen, die angesichts der Anforderungen bei der Berufsausbildung den hohen Trainingsaufwand scheuten.

Beim FVM würden daher auch verstärkt Konzepte erarbeitet, wie Fußballvereine sich der Zukunft stellen könnten. Hier herrscht bei den Funktionären inzwischen Einigkeit darüber, «dass die Vereine heute Qualität bieten müssen.» Jens Wunderlich: «Wenn gute Trainer vorhanden sind, dann kommen die Spieler von allein.»

Ein weiterer Schwerpunkt sei die Kooperation mit den Schulen, was den Vereinen die Chance biete, Potential zu sichten. Die Vereine seien daher aufgefordert, in die Schulen zu gehen. Es sei auch vor dem Hintergrund wachsender Ganztagsangebote bereits absehbar, dass sich der Vereinssport immer mehr in die Schulen verlagere.

Doch insgesamt, erkennt Jens Wunderlich, sei der rückläufige Trend beim Fußball nicht zu stoppen und lässt die Statistik für sich sprechen. Bei 100 Geburten jährlich in der Gemeinde Simmerath bestehe eine realistische Chance, 50 Prozent der Jungen, also etwa 25 an der Zahl, für den Fußball zu begeistern. Wunderlich: «Das reicht gerade einmal für zwei Mannschaften.» Bei den Mädchen schätze man den Organisationsgrad auf 15 Prozent.

Diese Entwicklung bedeute, «dass wir in spätestens zehn Jahren in der Eifel ein Drittel weniger Mannschaften und ein Drittel weniger Vereine haben werden.»

Mit Blick auf die Gemeinde Simmerath konstatiert Jens Wunderlich, dass inklusive der Ausweichplätze hier 16 Sportplätze vorhanden seien. Vor diesem Hintergrund sei es in der Tat unabdingbar, sich über den langfristigen Bedarf für Sportstätten Gedanken zu machen.

Im Falle der Hansa Simmerath betrachtet Jens Wunderlich, der auch Vorsitzender des Struktur- und Hochbauausschusses der Gemeinde Simmerath ist, übrigens die Idee der Aufwertung des Kleinspielfeldes hinter der Hauptschule für den Trainings- und teilweisen Spielbetrieb aller Mannschaften als sinnvolle Lösung.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

Simmerath

Sportplatzkonzept soll für gesamte Gemeinde aufgestellt werden

25.01.2012

Wir fordern den Sportplatz», hatte der Fußball-Nachwuchs der Hansa Simmerath auf ein Plakat geschrieben und war damit in den Sitzungssaal des Simmerather Rathauses eingezogen, wo der Strukturausschuss über einen Fußballplatz im Zentralort Simmerath debattierte, nachdem das alte Sportplatzgelände in Wohngebiet umgewandelt wird.

Die Kinder mussten ihr Plakat nach freundlicher Aufforderung durch den Ausschussvorsitzenden Jens Wunderlich zwar wieder einrollen, weil die Gemeindeordnung Meinungsäußerungen dieser Art nicht zulässt, aber die Problematik war den Entscheidungsträgern sehr wohl bewusst.

Rund 40 Hansa-Mitglieder, darunter auch Vorsitzender Manfred Abel, verfolgten die einstündige Beratung, die mit der Feststellung endete, das zum jetzigen Zeitpunkt keine Entscheidung über einen Sportplatzneubau in Simmerath getroffen werden kann. Nun soll die Verwaltung mit dem neugegründeten Gemeindesportverband und unter Einbeziehung der Fußballvereine ein Konzept erstellen, das den zukünftig tatsächlich zu erwartenden Bedarf an Sportplätzen definiert.

Bei diesen Überlegungen dürfte dann neben den Wünschen aus Simmerath auch beispielsweise die weitere Planung des Sportzentrums in Kesternich eine Rolle spielen. Die Ergebnisse dieses Arbeitskreises sollen dann die Grundlage für einen Beschluss bilden. Bis dahin muss sich die Hansa-Fußballabteilung also noch gedulden.

Zuvor hatte für die CDU Christoph Poschen ebenfalls festgestellt, dass die Sportplatzfrage für Simmerath «noch nicht entscheidungsreif» sei. Die demografische Entwicklung werde auch beim Fußball spürbar, und die Anzahl der Mannschaften gehe zurück. Die Hansa hat derzeit eine Seniorenmannschaft in der Kreisliga C als Spielgemeinschaft mit Viktoria Huppenbroich gemeldet sowie je eine A-, F- und Bambini-Mannschaft.

Um so mehr, betonte Poschen bedürfe es einer Bedarfsanalyse. «Als Kommunalpolitiker dürfen wir nicht an diesem Bedarf vorbei entscheiden.»

Unbedingt an einem Sportplatz in Simmerath festhalten wollte dagegen die SPD, erst recht nachdem die Hansa einen Alternativvorschlag für einen Sportplatzbau (Naturrasen) eingebracht hat, der 200.000 Euro unter der vorliegenden Berechnung der Verwaltung liegt. Norbert Brewer erinnerte zudem daran, dass der Hansa vor zwei Jahren mit Wegfall der Josef Jansen-Sportstätte ein adäquater Ersatz versprochen worden sei.

Daher wolle man konsequent an einem neuen Sportplatz auf dem Grundstück neben der Leitstelle festhalten. Der Fußballabteilung müsse eine Perspektive für ihre Arbeit eröffnet werden, wolle man ein Auseinderbrechen der Abteilung verhindern.

Für Günter Mießen (Grüne) stand ebenfalls die Bedarfsermittlung im Vordergrund, gelt es doch allen Akteuren gerecht zu werden. Als «nicht entscheidungsreif» sah auch Stephan Weber (UWG) die Sportplatzfrage. Auch die Hansa dürfe sich einer Kooperation nicht verschließen, und bei der zukünftigen Planung sei es auch ganz wichtig, «über den Tellerrand hinauszuschauen.»

Auch für Hermann-Josef Bongard (FDP) galt es, «zusammen mit den Vereinen eine vernünftige Lösung für die gesamte Bevölkerung zu finden.»

Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, der als Alternativvorschlag die Aufwertung des Kleinspielfeldes an der Hauptschule ins Spiel gebracht hatte, stellte fest, dass man der Hansa nichts wegnehmen wolle. Die Gemeinde müsse aber verantwortlich mit den Finanzmitteln haushalten, und weniger als 100 Geburten im Jahr seien ebenfalls eine Tatsache, die bei den zukünftigen Planungen zu berücksichtigen sei. Er strebe eine Lösung an, «mit der die Hansa leben kann.»

Quelle: Eifeler Zeitung

 


Simmerath

Ist ein neuer Sportplatz noch erforderlich?
Die Entscheidung in Simmerath soll auch vor dem Hintergrund des tatsächlichen Bedarfs in der Zukunft getroffen werden

Der alte Sportplatz in Simmerath kann in diesem Jahr noch für den Spielbetrieb genutzt werden: Wo und wie es danach weitergeht, ist derzeit noch ungewiss. Foto: P. Stollenwerk

Die Hansa-Gemeinschaft 1921 Simmerath braucht einen Sportplatz. Das will niemand bestreiten, aber die Frage lautet derzeit, ob dieses Gelände zukünftig auch in Simmerath selbst sein wird. Das bisherige Gelände der Josef Jansen-Sportstätte steht noch ein knappes Jahr lang zur Verfügung, dann ist hier Abpfiff, denn das Areal mit, Sportheim, Schwimmhalle und Turnhalle soll in ein Wohngebiet umgewandelt werden; die neue Schwimmhalle entsteht gerade neben der Hauptschule.

Immer mehr Spielgemeinschaften

Ein neuer Sportplatz für den Zentralort wird aber wohl noch eine Weile auf sich warten lassen, denn die Entscheidung soll auch vor dem Hintergrund getroffen werden, wie hoch der tatsächliche Bedarf an Sportstätten in der Gemeinde Simmerath insgesamt zukünftig sein wird.

Hier sprechen die Zahlen für sich, denn sämtliche Vereine in der Gemeinde Simmerath klagen über rückläufige Mannschaftsmeldungen. Mit anderen Worten: Der Fußballsport im Amateurbereich ist angesichts der demografischen Entwicklung und des veränderten Freizeitverhaltens der Gesellschaft in die Defensive geraten. Spielgemeinschaften im ehemaligen Fußballkreis Monschau sind inzwischen an der Tagesordnung , im Jugendbereich geht die Zahl der Mannschaften kontinuierlich zurück.

Dieses aktuelle Bild in der Simmerather Fußball-Landschaft bestimmte somit auch gestern abend die Diskussion in der Sitzung des Simmerather Strukturausschusses, die auch interessiert von Vertretern der Hansa-Fußballabteilung verfolgt wurde. Obwohl die Abteilung inzwischen einen kostengünstigen Alternativvorschlag für einen Sportplatzneubau in Simmerath auf dem Grundstück neben der Leitstelle vorgelegt hat, wird die Entscheidung noch auf sich warten lassen.

Der Bauvorschlag soll zwar auf seine technische Umsetzung hin geprüft werden, aber mehr noch möchte die Verwaltung unter Einbeziehung des neugegründeten Gemeindesportverbandes Simmerath ein Sportplatz-Konzept für die gesamte Gemeinde Simmerath erstellen, das dem tatsächlichen Bedarf auch langfristig gerecht werden soll.

Mit der Entscheidung, die alte Sportplatzgelände aufzugeben (2010 musste die Schwimmhalle wegen baulicher Mängel geschlossen werden), hatte die Gemeinde in die Finanzplanung für 2013 eine Summe von 400 000 Euro als Zuschuss für einen neuen Kunstrasenplatz bereit gestellt. Bei dieser Summe wurde eine Eigenleistung des Vereins einkalkuliert.

Über die zu erwartenden Gesamtkosten wurde der Hochbauausschuss vor zwei Monaten unterrichtet auf der Grundlage einer Kostenermittlung durch das Ingenieurbüro Lützenberger aus Simmerath. Für einen Kunstrasenplatz plus Flutlichtanlage und Stellplätze errechnete er 660 000 Euro Gesamtkosten; eine Berechnung, die von der Firma Sportstadianet, die derzeit mit einer Budgetierung von vier Millionen Euro das neue Schwimmbad baut, per Schnellprüfung bestätigt wurde.

Daraufhin legte die Hansa-Fußballabteilung auf der Grundlage eines Firmen-Angebotes eine alternative und interessante Kostenberechnung für einen herkömmlichen Naturrasenplatz vor. Bei einer Vereins-Eigenleistung von rund 40 000 Euro könnte der Platz für 290 000 Euro realisiert werden. Gleichzeitig beantragte der Verein einen Zuschuss von 110 000 Euro für ein neues Sportheim.

Seitens der Gemeinde wurde aber darauf hingewiesen, dass bislang für Vereinsheime anderer Vereine maximal einen Zuschuss von 10 000 Euro gewährt wurde. Außerdem hält sie aufgrund der klimatischen Verhältnisse in der Region einen neuen Rasenplatz für wenig sinnvoll, da der Platz erfahrungsgemäß von November bis April nicht genutzt werden könne.

Bei der Diskussion im Ausschuss betonte die Verwaltung noch einmal ihre Zielrichtung, allen Fußballvereinen angemessene Trainings- und Spielmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen, aber auch ihre Verpflichtung, die angespannte Finanzlage der Kommunen zu berücksichtigen. Der Vorschlag der Hansa soll dennoch geprüft werden.

Im Falle Hansa Simmerath hat Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns ebenfalls einen Alternativvorschlag für eine neue Sportstätte unterbreitet, indem er die Nutzung des Tartanplatzes hinter der Sporthalle der Hauptschule ins Spiel gebracht hat. Das Kleinspielfeld mit einer vorhandenen Flutlichtanlage soll als Kunstrasenplatz umgestaltet und auf 42 x 70 Meter erweitert werden. Neben dem Spielfeld schlägt die Gemeinde den Bau eines bezuschussten Sportheimes vor; in der angrenzenden Sporthalle könnten die Dusch- und Umkleideräume genutzt werden. Die Gesamt-Investition schätzt die Gemeinde auf rund 200 000 Euro. In dieser Lösung sieht man ganzjährig „optimale Trainingsbedingungen“ für alle Hansa-Fußballmannschaften, ein „bedarfsgerechtes Angebot“ für die Meisterschaftsspiele der unteren Jugendmannschaften und nicht zuletzt eine Verbesserung für den Schulsport der Hauptschule bzw. einer späteren Sekundarschule. (P. St.)

Immer weniger Mannschaften werden gemeldet

Die Entscheidung für einen Sportplatz-Neubau in Simmerath stellt die Verwaltung auch in einen direkten Zusammenhang zur Gesamtsituation der Fußballvereine in der Gemeinde Simmerath. Hilfreich für die weitere Diskussion ist dabei die aktuelle Statistik des Fußballverbandes Mittelrhein, die den Rückgang von Fußballmannschaften im gesamten Verbandsgebiet bestätigt. Danach sind in der Gemeinde Simmerath derzeit 12 Seniorenmannschaften, acht Jugendmannschaften (die ein großes Spielfeld benötigen), 22 Jugendmannschaften (kleines Spielfeld) und drei Mädchenmannschaften gemeldet.

Der weitere Rückgang aber ist vorprogrammiert. Insgesamt sind derzeit 45 Mannschaften im Gemeindegebiet gemeldet; vor zehn Jahren war es noch 60 Teams.

„Das Kleinspielfeld an der Hauptschule bietet ein bedarfsgerechtes Angebot
für die Meisterschaftsspiele der Jugendmannschaften.“

Karl-Heinz Hermanns, Bürgermeister Simmerath

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath/Kesternich

Kesternich soll schnelleren Internetzugang erhalten

18.01.2012

Die DSL-Versorgung (Internet) in Kesternich soll bessert werden. In der Zeit vom 21. Oktober bis 4. November 2011 wurde eine so genannte Bedarfsanalyse in Kesternich durchgeführt.

Hierzu wurden 702 Fragebögen zum Thema DSL in Kesternich ausgehändigt. 266 Fragebögen (38 Prozent) gingen ausgefüllt bei der Gemeinde Simmerath ein. Dies berichtete jetzt Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns im Rahmen der Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes Kesternich. 91 Prozent der Bürger, die den Fragebogen ausfüllten, wünschten einen DSL-Anschluss von mindestens 2 MBit/s wünschen.

Die Erkundung des örtlichen Breitbandmarktes hat ergeben, dass ohne die Gewährung eines Zuschusses eine flächendeckende Breitbandversorgung in den Ortschaften nicht möglich ist, da sich eine solche Investition für den Anbieter nicht rechnen würde.

Aus diesem Grunde sei die Gemeinde Simmerath bereit, eine Beihilfe zum Ausbau einer leistungsstarken Breitbandversorgung zu gewähren. In der Zeit vom 4. November 2011 bis zum 16. Januar 2012 sei daher ein so genanntes offenes und transparentes Auswahlverfahren durchgeführt worden, berichtete der Bürgermeister weiter. Netzanbieter wurden dabei gebeten, in den problematischen Ortschaften (neben Kesternich lässt auch in Rurberg, Woffelsbach und Hechelscheid die Internetver bindung Wünsche offen) Lösungen zur Breitbandversorgung anzubieten und eine Wirtschaftlichkeitslücke anzugeben. Dabei müsse eine flächendeckende Breitbandversorgung von mindestens 2 Mbit/s garantiert werden. Höhere Übertragungsraten seien ausdrücklich erwünscht.

Nach Eingang entsprechender Angebote von Netzanbietern soll ein Förderantrag zur Inanspruchnahme von GAK-Fördermittel für die Kosten der Wirtschaftlichkeitslücke gestellt werden.

Nach Eingang eines Förderbescheides ist angedacht, einen Auftrag an einen Netzanbieter zu erteilen, der die DSL-Versorgung in Kesternich verbessert.

Der Struktur- und Hochbauausschuss der Gemeinde Simmerath soll in seiner Sitzung am 24. Januar über den Netzausbau in der Ortschaft Kesternich beraten.

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath/Kesternich

Letztmalig Karneval mitten im Dorf?

18.01.2012

Ganz langsam nähert man sich in Kesternich der praktischen Umsetzung des Sport- und Kulturzentrums, dessen Lage außerhalb der Ortsbebauung dafür sorgen sollen, dass es kein Konfliktpotenzial mit den Anwohnern mehr gibt.

Bei der Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes Kesternich berichtete Ortsvorsteher Ulrich Offermann über den aktuellen Sachstand der Planungen. Er gehe davon aus, dass in diesem Jahr zum letzten Mal das Karnevalszelt am Sportplatz stehe. Ziel sei es, das neue Gelände so weit herzurichten, dass dort zumindest ein Zelt errichtet werden könne.

«Überrascht vom Umfang des Projektes», das die Dorfgemeinschaftshaus GmbH und federführend der TSV Kesternich planen, zeigte sich der Ortsvorsteher. Dies betreffe in erster Linie auch die Finanzierung, denn «wir bauen auf der grünen Wiese.»

Derzeit befasse man sich mit Erschließungs- und Versorgungsfragen, nachdem der Grunderwerb abgeschlossen sei.

Auch Baumbestattung möglich

Neues gibt es auch auch dem Kesternicher Friedhof, wie Ulrich Offermann berichtete. Hier wird jetzt ein anonymes Grabfeld, auf dem auch eine Sargbestattung möglich ist wie auch eine Baumbestattung angeboten.

Noch einmal aufgreifen möchte der Ortsvorsteher die Dorfwerkstatt, die zuletzt im Rahmen des Wettbewerbs «Unser Dorf hat Zukunft» einige Akzente setzte und unter anderem dazu führte, dass der Heimatverein Kesternich wieder aktiviert wurde. Wünschenswert aus Sicht von Offermann wäre die Herausgabe einer Dorffibel, die auch Gestaltungsvorschläge für die Bürger enthalten könnte.

In Planung ist auch ein so genannter Generationenplatz am Ehrenmal - also ein Spiel- und Aktionsplatz für alle Altersgruppen.

In diesem Zusammenhang berichtete Ernst Wilden als Mitglied des Generationenbeirates über seine Arbeit. Der Beirat sehe seine Aufgabe vor allem darin, den neuen gesellschaftlichen Anforderungen zu begegnen, die durch die demografischen Entwicklung hervorgerufen würden. Auch eine Mitwirkung am Generationenplatz gehöre zu den Aufgaben des Beirates.

Zur Sprache kam bei der Kesternicher CDU-Versammlung auch das im vergangenen Jahr häufiger gestörte Verhältnis zwischen den Nachbarkommunen Simmerath und Monschau. CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Bernd Goffart zeigte sich überzeugt davon, «dass die Gräben zwischen den beiden Kommunen in einigen Jahren kein Thema mehr sein werden.» Bezogen auf die CDU meinte er, dass man in einem «ständigen Kontakt» mit den Parteifreunden aus der Nachbarstadt stehe.

Einen besonderer Moment in der Versammlung stellte die Ehrung von Karl Lutterbach dar. Der langjährige Ortsvorsteher, inzwischen 90 Jahre alt, der mit Ehrefrau Elly an der Versammlung teilnahm, wurde für 50-jährige Mitgliedschaft in der Christlich Demokratischen Union geehrt. Die unter anderem von Bundeskanzlerin Angela Merkel unterzeichnete Urkunde wurde vom CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Bernd Goffart gemeinsam mit Ortsvorsteher Ulrich Offermann überreicht. Karl Lutterbach, geboren 1921, gehörte im vergangenen Jahrhundert zu den prägenden politischen Persönlichkeiten in Kesternich. Er war Ratsvertreter in Rurberg, Kesternich und in der Großgemeinde Simmerath. Die Anwesenden quittierten das herausragende und nachhaltige Wirken des Kommunalpolitikers mit Standing Ovations.

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath/Kesternich

Scheitern der Ortsumgehung als neue Chance

17.01.2012

Eine Ortsumgehung der Bundesstraße 266 für Kesternich ist vom Tisch.

Mal mehr, mal weniger: Der Verkehr fließt weiter durch Kesternich. Die Pläne für eine Ortsumgehung werden nicht weiter verfolgt. Foto: P. Stollenwerk

Nachdem die Landesregierung die Maßnahme im Herbst vergangenen Jahres bei der Aktualisierung des Straßenbedarfplans in den nachrangigen Bedarf eingestuft hat, geht man auch in Kesternich davon aus, dass das Projekt keine ernsthaften Chancen mehr auf Realisierung hat.

Das Thema Ortsumgehung stand auch im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes am Montagabend in der Gaststätte Jousten; etwa 20 Parteifreunde beteiligten sich an einer lebhaften Bedatte über diesen Dauerbrenner.

Der stellvertretende Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck hatte zuvor erläutert, dass die Abstufung der Ortsumgehung in den nachrangigen Bedarf auch für den Landesbetrieb Straßenbau als planende Behörde bindend sei. Hilsenbeck räumte ein, dass man in der Bevölkerung Hoffnungen geweckt habe, «die nicht erfüllbar sind.» Es wäre nun unredlich, etwas anderes zu verkünden.

Auch Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns orientierte sich an diesem Sachstand der Neubewertung von Straßenbauprojekten durch die Landesregierung, und nahm Bezug auf ein aktuell geführtes Gespräch mit dem NRW-Verkehrsministerium. Demnach würden «im Normalfall» laufende Arbeiten noch fertiggestellt. Dies würde im Falle der Umgehung Kesternich einen Vorschlag für die Trassenführung (Linienbestimmungsverfahren) bedeuten.

Anschließend werde das Verfahren dann «ruhend gestellt», um Planungskapazitäten einzusparen. Eine Bürgerbeteiligung (für die es laut Bürgermeister Hermanns bereits einen Termin gab) würde dann nicht meht stattfinden. Obwohl noch eine Petition vorliege, wonach die Linienbestimmung für Kesternich abzuschließen sei, tendiere auch die Landesregierung dazu, keine Bürgerneteiligung mehr durchzuführen. Karl-Heinz Hermanns sieht in einer Ortsumgehung aber nach wie vor einen Sinn, wobei es allerdings gelte, die Interessen aller Anwohner zu berücksichtigen.

Bernd Goffart, Kesternicher CDU-Ratsvetreter und Vorsitzender des Gemeindeverbandes, meinte, dass man sich nun der Realtität stellen sollte, denn auf absehbare Zeit werde es keine Ortsumgehung für Kesternich geben. Jetzt sollte man nach alternativen und innerörtlichen Lösungen zur Verkehrsentlastung Ausschau halten. Wie auch der Umgehungsstraße, werde man dabei keiner Lösung zustimmen, «die das Problem nur verlagert.»

Allerdings sah Goffart im Zusammenhang mit der Rückstufung des Projektes auch die Tatsache, dass die Landesregierung ein Projekt zu Lasten des ländlichen Raumes gestrichen habe.

Im Verlauf der Diskussion wiesen Kritiker einer Umgehung darauf hin, dass das Verkehrsaufkommen in Kesternich rückgängig sei. Außerdem sei davon auszugehen, dass eine Umgehungsstraße nicht von 2300 sondern lediglich von 1300 Fahrzeugen täglich benutzt werde.

Ortsvorsteher Ulrich Offermann resumierte, dass trotz der vielen Kontroversen und Meinungsunterschiede um die Ortsumgehung der Dorffriede nicht gefährdet sei. Im übrigen sollte man sich stets im Klaren darüber sein, dass solche Projekte von oben entschieden werden.»

Nicht mehr als Straßenbauprojekte weiter verfolgt werden auch für Pläne für mögliche Ortsumgehungen der B 258 in Konzen/Imgenbroich und Roetgen, zumal in den betroffenen entsprechende Ratsbeschlüsse vorliegen.

Von entscheidender Bedeutung für die Pendler ist dagegen die weitere Ausbauplanung der B 258 von Kalkhäuschen bis zur Autobahnzufahrt Lichtenbusch. Auch auf diesem Stück dürften die Wünsche der Eifeler für eine bessere Anbindung an das Oberzentrum Aachen aber nicht alle in Erfüllung gehen. Stellvertretender Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck berichtete, dass der Mobilitätsausschuss der Stadt Aachen sich gegen einen drei- bzw- vierspurigen Ausbau ausgesprochen habe.

Nach aktueller Sachlage solle der Abschnitt zwischen Kalkhäuschen und Pascalstraße in Oberforstbach unberührt bleiben. Der Landesbetrieb Straßenbau sei stattdessen aufgefordert worden, nach Lösungsmöglichkeiten für den Abschnitt Pascalstraße-Autobahn zu suchen. Hier für Entlastung zu sorgen, müsse das Ziel sein.

«Nicht umsetzbar» ist laut Hilsenbeck derzeit wohl eine Entschärfung der Verkehrssituation in Fringshaus, da die Pläne einer großzügigen Einfädelspur von Lammersdorf gesehen auf die die B 258 bei den belgischen Eigentümern auf kein Entgegenkommen stoßen würde. Aber: «Es wird weiter verhandelt.»

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath

12.01.2012

Huppenbroicher CDU nicht zufrieden mit Dorfweiher

Als erster Ortsverband im Simmerather Gemeindeverband starteten Huppenbroichs Christdemokraten mit ihrer Hauptversammlung ins neue kommunale Parteijahr.



Foto. M. Schmitz

Im Gasthaus «Zur alten Post» begrüßte Vorsitzender Jens Wunderlich insgesamt 15 Mitglieder, auswärtige Parteifreunde und Gäste, unter ihnen Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, Ortsvorsteher Stefan Haas und den stellvertretenden Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck. Der Vorsitzende bezifferte den CDU-Mitgliederbestand in Huppenbroich auf 27 Männer und Frauen.

Exakt ein Jahr ist Geschäftsführer Andreas Rumpe im Amt. Er stammt aus dem Ruhrgebiet, lebt seit geraumer Zeit in Huppenbroich, wo er in diesen Tagen unter die Häuslebauer geht. Er hat im Rahmen seiner Unionstätigkeit «Höhen und Tiefen erlebt», wie Rumpe bilanzierte: «Zwischen Simmerath und Monschau herrscht emotional geführter Kleinkrieg! Dafür gibt es sicherlich Gründe, die mir persönlich freilich schwer verständlich sind.» Erschreckend, sei es, diese Querelen innerhalb einer Partei auf engem Raum zu erleben.

Jens Wunderlich erinnerte seine Parteifreunde an bevorstehende und stetig wiederkehrende Termine wie den Umweltatg am 14. April. Im Wettbewerb «Unser Dorf hat Zukunft» hat Huppenbroich im Städteregionswettbewerb 2011 als schönstes Simmerather Gemeindedorf dank Zusammenspiel mit den Ortsvereinen den fünften Platz erreicht. Das zum 25. August geplante Spielplatzfest mit stetig steigender Resonanz in der Bevölkerung, die Pferdesegnung und die Gestaltung des Volkstrauertages sind lokale Highlights, und immer ist die CDU daran beteiligt.»

Wunderlich berichtete, dass er 2011 an 49 Gemeinderats - bzw. Ausschusssitzungen teilgenommen habe, und kündigte einen Wechsel an der Fraktionsspitze des Gemeindeparlamentes an: Bruno Löhrer werde das Amt des Fraktionsvorsitzenden zur Jahresmitte aufgeben.

Heinz-Otto Nickel resümierte seine Eindrücke vom Besuch des jüngsten Kreisparteitages. Kreisvorsitzender Axel Wirtz habe dort ein Plädoyer für die Städteregion gehalten, aber es gebe «gravierende Probleme».

Zu schnell durch den Ort

Ein Dauerthema in Huppenbroich ist die innerörtliche Verkehrsberuhigung. In Huppenbroich gilt Tempo 30 km/h, dennoch werde viel zu schnell gefahren, wurde beklagt, besonders von den Einheimischen! Auch Traktoren seien häufig viel zu flott unterwegs. Daher werden verkehrsberuhigende Maßnahmen gefordert.

Bürgermeister Hermanns wiegelte ab: «Lassen wir die Kirche im Dorf. Sachliche Gespräche und Appelle an die Vernunft der Schnellfahrer erreichen mehr als Gebote und Verbote. Die Menschen zeigen sich einsichtig, wenn man sie mit sachlichen Argumenten überzeugt.»

Ein weiteres Projekt in Huppenbroich ist das Nutzungskonzept Alte Schule (Sacrala). Die Anwesenden waren sich einig, dass dieses Gebäude vielseitig für Huppenbroich nutzbar sei. Der Bürgermeister teilte mit, dass die Gemeinde bis dato 22 000 Euro in Pflege und Sanierung der alten Schule gesteckt habe.

Ein rechtes Ärgernis für die Einwohner Huppenbroichs, so wurde deutlich, ist das unerquickliche Vorhaben «Nacharbeit zur erneuerten Dorfmitte». Die Mängelliste ist lang und Nachbesserungen durch die beauftragte Firma seien unerlässlich». Hans Keutgen hat in dieser leidigen Angelegenheit «schon vor Monaten einen Beschwerdebrief an den Bürgermeister geschrieben. Der ausführende Simmerather Unternehmer war zur Hauptversammlung geladen worden, aber nicht erschienen. Besonders die nach Meinung verärgerter Bürger «völlig unzulänglichen Arbeiten am Dorfweiher» müssten nun dringend korrekt und zufriedenstellend ausgeführt werden. Bürgermeister Hermanns versprach, den beauftragten Unternehmer zum Gespräch ins Rathaus zu laden, um eine für alle beteiligten Parteien befriedigende Lösung durch fachgerechte Nachrüstung und qualitativer Verbesserung einzelner Bauabschnitte und Details zu finden.

Sportplätze bald im Überfluss?

Der Simmerather Sportplatz-Neubau, waren sich die Versammelten einig, sei für Huppenbroich wichtig, denn: «Wir spielen schließlich mit der Hansa in einer Spielgemeinschaft, da sind wir auf gemeinsame Kapazitäten angewiesen!» Friedhelm Hoss freilich relativierte diese These: «In absehbarer Zeit werden nur noch Sport-Zweckgemeinschaften existieren, und Fußballplätze haben wir dann im Überfluss.»

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath

07.01.2012

Warten auf die neuen Pläne

Ortsumgehung Kesternich bleibt auch 2012 der politische Dauerbrenner


Dauermessungen der Städteregion am Ortseingang von Kesternich haben gezeigt, dass in einer guten Sommerwoche rund 20 000 Fahrzeuge durch den Ort fahren – und viele zu schnell sind.

Seit fast einem Jahrzehnt ist sie der Dauerbrenner, wenn es um Ortspolitik in Kesternich geht: die Umgehungsstraße. Vor etwa zwei Jahren sprach Vieles dafür, dass eine Umgehung für den Ort und damit eine Entlastung der an den Hauptverkehrsstraßen lebenden Bürger greifbar nahe war. Nun aber ist auch das Jahr 2011 ins Land gegangen und mit ihm drei weitere genannte Termine, die vom zuständigen Landesbetrieb Straßenbau für ein Vorlegen der Ausbauplanung genannt worden waren. Hieß es zunächst, „bis Ostern“ würden die neuen Pläne vorgelegt, wurden daraus zunächst die Sommerferien und schließlich der Herbst 2011.

Nun hat das Jahr 2012 begonnen, doch die Pläne des Landesbetriebs lassen weiter auf sich warten. „Der zuständige Dezernent beim Landesbetrieb Straßenbau befindet sich noch in Urlaub. Wir hoffen, nächste Woche etwas mehr sagen zu können“, konnte Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns keinen neuen Wasserstand vermelden und wusste auch noch nicht, wie der CDU-Ortsverband Kesternich, der die Umgehung als Topthema für seine Jahreshauptversammlung am 16. Januar angekündigt hat, die Sache dann behandeln wird.

Bei den führenden Parteien besteht weitgehend Einigkeit über eine Zustimmung zur Ortsumgehung, auch wenn die Simmerather SPD in einer Resolution im Oktober betonte, „dass eine Lösung gefunden wird, die das Problem nicht nur von einem Ortsteil auf einen anderen Ortsteil verschiebt“, und die Umgehung auch wirklich eine Umgehung des Ortes sein müsse und einen annehmbaren Kompromiss darstelle, mit dem alle Beteiligten leben könnten.

Nachrangiger Bedarf

Bei der CDU schoss man sich indes auf die rot-grüne Landesregierung ein, die die Ortsumgehung im Spätsommer in den „nachrangigen Bedarf“ zurückgestuft hatte. Während die SPD erläuterte, die Prioritätensetzung sei notwendig, weil man Geld aus dem Straßenneubauetat in den Straßenunterhalt umschichten wolle, sieht die Union hier die grundsätzliche Absicht von Rot-Grün, Straßen nur zu erhalten statt neue zu bauen.

Indes hat die Städteregion nun Zahlen vorgelegt, die Aufschluss über Verkehrsdichte und Temponiveau auf den betroffenen Straßen geben. Bei einer neuntägigen Dauermessung im Juli (mit Wochenende, aber ohne Rurseefest) wurden auf der B 266 in Höhe Haus Nr. 143, also am Ortsausgang Richtung Einruhr, 22 000 Fahrzeuge insgesamt gemessen, die aus dem Ort fuhren und 24 000, die nach Kesternich einfuhren. „Besonders ortsauswärts geben da viele schon Gummi“, kommentierte Detlef Funken eine Verstoßquote von fast 22 Prozent. Ortseinwärts waren es immerhin noch 9,6 prozent, die zu schnell waren.

Geahndet wurde dies bei der Dauermessung übrigens nicht – im Gegensatz zu den immerhin 24 Terminen, zu denen der mobile „Blitzer“ 2011 in Kesternich parkte, dabei 7313 Fahrzeuge zählte und deren 1223 (16,7 Prozent) blitzte.

Etwas gemächlicher, nach Meinung der Anwohner aber immer noch viel zu schnell, fährt man auf der Straucher Straße. Hier wurden – allerdings schon 2010 – in zwei Winterwochen 12 530 Autos ortseinwärts und 13 000 ortsauswärts gezählt. In Höhe der Einmündung „Im Sief“ waren 4,6 Prozent der Fahrer, die nach Kesternich hineinfuhren, zu schnell. Richtung Strauch betrug die Verstoßquote nach Angaben der Städteregion 6,6 Prozent.(hes)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

Simmerath

03.01.2012

Gemeinde Simmerath unterstützt Sport und Kultur

Ausschuss gewährt Vereinszuschüsse für Bewirtschaftungskosten, Anschaffungen und die Ausrichtung von Veranstaltungen.

Ob Musik- oder Sportverein, Schützenbruderschaft oder Karnevalisten – die Vereinsförderung bleibt in der Gemeinde Simmerath Bestandteil der Finanzpolitik.

Die Vereinsförderung hat auch (oder gerade) in Zeiten knapper öffentlicher Kassen in der Gemeinde Simmerath einen hohen Stellenwert. In seiner letzten Sitzung des Jahres hat der Kultur- und Sportausschuss der Gemeinde Simmerath deshalb wieder zahlreiche Beschlüsse gefasst, um die Vereine in ihrer Arbeit finanziell zu unterstützen.

Zu den Bewirtschaftungskosten für die vereinseigenen Sportheime sowie vereinsseitig angepachtetern Sportheime der Gemeinde Simmerath werden seit dem Jahr 2003 folgende Grund- und Aufstockungsbeträge gewährt: Einspartenverein 350 Euro, Mehrspartenverein 700 Euro, Aufstockungsbetrag je Mitglied 1,75 Euro.

Über 15 000 Euro insgesamt

Somit erhalten folgende Vereine Zuschüsse zu den Bewirtschaftungskosten: SC Komet Steckenborn 1429,75 Euro, RSV Hertha Strauch 1239,00 Euro, Rurberger SV 1426,25 Euro, SV Germania Eicherscheid 2217,25 Euro, TSV Kesternich 1891,75 Euro, SV Roland Rollesbroich Rollesbroich 1505 Euro, TuS Lammersdorf 1298,50 Euro, Tennisclub Simmerath 533,75 Euro, Reiterverein Kesternich 589,75 Euro, Reit- und Fahrverein Eicherscheid 792,75 Euro, Segelsportclub Rursee 691,25 Euro, Tennisclub Blau-Weiss Strauch 675,50 Euro, Yachtclub Rursee 831,25 Euro

Die Verwaltung wies darauf hin, dass den Gemeindezuschüssen in Höhe von insgesamt 15 121,75 Euro rund 63 000 Euro an angefallenen Bewirtschaftungskosten gegenüberstehen, die durch die Vereine selber getragen werden.

Zwei jüngere Vereine erhielten Gemeindezuschüsse zu den Mietkosten: Der PBC (Pool-Billard-Club) Nordeifel Simmerath 250 Euro für Räumlichkeiten in der alten Schule Huppenbroich, die Tanzwerkstatt Simmerath 1097,25 Euro für Räumlichkeiten in der ehemaligen Squashhalle Simmerath sowie die Räume in Kesternich, Bundesstraße 11e.

Auch Zuschüsse für Anschaffungen im Jahr 2010 oder 2011 wurden an etliche Vereine gewährt:

- an die Hansa-Gemeinschaft Simmerath zu der Anschaffung von Sportgeräten für die Turnabteilung in Höhe von 300 Euro,

- an den Billard-Club Nordeifel Simmerath für den Billardsport in Höhe von 130 Euro,

- an den SV Germania Eicherscheid zur Anschaffung von Leichtathletik- und Fußballzubehör in Höhe von 300 Euro,

- an den Sportverein TuS Lammersdorf zur Anschaffung von Sportgeräten für die Volleyballabteilung in Höhe von 156 Euro,

- an den SC Komet Steckenborn zur Anschaffung von Fußballtoren in Höhe von 300 Euro,

- an den Reit- und Fahrverein Eicherscheid zur Beschaffung von Hindernisstangen 150 Euro sowie

- an den Segelsportclub Rursee zur Beschaffung eines Segelbootes für die Jugendabteilung 300 Euro.

Auch die Ausrichtung überörtlicher Veranstaltungen honoriert die Gemeinde. So erhielten der Reit- und Fahrverein Eicherscheid für die Durchführung des 40. Sommerturniers 150 Euro und der SV Germania Eicherscheid für die Durchführung des 34. internationalen Volkslaufes und 10. Halbmarathons 2011 150 Euro.

Einen zusätzlichen Gemeindezuschuss in Höhe von 400 Euro gab es für die Hansa-Gemeinschaft Simmerath zur Förderung der Jugendarbeit. Und 300 Euro erhielt der Reit- und Fahrverein Eicherscheid für die Durchführung von Pflegemaßnahmen auf dem Reitplatz in Eicherscheid.

Der Antrag auf einen Zuschsss an den SV Einruhr/Erkensruhr zur Errichtung eines Ballfangzaunes auf dem Sportplatz in Erkensruhr wurde zurückgestellt, da im Haushalt 2011 keine Mittel mehr verfügbar sind. Die Beratung und Beschlussfassung im Kultur- und Sportausschuss wurde in das Jahr 2012 bis zur Genehmigung des Haushaltsplanes 2012 zurückgestellt.

Zwei Anträge abgelehnt

Der SV Roland Rollesbroich beantragte die Gewährung eines Gemeindezuschusses zur Ertüchtigung der Heizungsanlage in den Umkleidekabinen des Sportheimes Rollesbroich. Aufgrund eines Grundsatzbeschlusses können neben der Gewährung eines Gemeindezuschusses zu den Bewirtschaftungskosten von Sportheimen nicht auch noch Unterhaltungskosten bezuschusst werden. Daher musste der Antrag abgelehnt werden. Der TuS Lammersdorf beantragte die Gewährung eines Gemeindezuschusses zum Umbau des Kassenhäuschens in einen Lagerraum für Markierfarbe und Zubehör. Da die Gemeinde Simmerath mangels ausreichender Finanzmittel nicht in der Lage ist, den Vereinen Zuschüsse zur Anschaffung von Markierkalk etc. zu gewähren, musste der Antrag des TuS Lammersdorf aus Gründen der Gleichbehandlung abgelehnt werden.

Auch die Ausrichtung von Karnevalsumzügen wurde seitens der Gemeinde unterstützt. So erhielten die KG Sonnenfunken Simmerath, KG Klev Botze Rollesbroich, Karnevalsfreunde Lammersdorf, der SV Germania Eicherscheid, die KG Ruscher Breybrobbele und die Kiescheflitscher Rurberg-Woffelsbach jeweils 150 Euro für diese Art der Brauchtumspflege.

Große Schützenfeste

Auch die kulturellen Vereine erhielten Unterstützung für überörtliche Veranstaltungen. Jeweils 150 Euro gingen an die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Rurberg für das Gemeindeschützenfest, an die St. Johannes Schützenbruderschaft Lammersdorf für das Diözesanschützenfest, das Trommler- und Pfeiferkorps Strauch für den Erntedankumzug und an die St. Josef Schützenbruderschaft Rollesbroich für das Bezirksschützenfest.

Für die Feier des 650-jährigen Dorfjubiläums erhielten die Ortskartelle Rollesbroich und Strauch jeweils 150 Euro.

Auch die kulturellen Vereine wurden bei diversen Anschaffungen unterstützt. Im einzelnen erhielten die St. Johannes Schützenbruderschaft Simmerath 300 Euro, der Heimatverein Kesternich 158,85 Euro, die Schützenbruderschaft Kesternich 300 Euro, Schützenbruderschaft Dedenborn 144,59 Euro, der Musikverein „Allzeit fröhlich“ Dedenborn 250,23 Euro, die Hansa-Blasmusik Simmerath 300 Euro, das Trommler- und Pfeiferkorps Strauch 300 Euro, der Musikverein „Diana“ Kesternich 116,60 Euro, das Trommler- und Pfeiferkorps Eicherscheid 300 Euro, der Musikverein „Melano” Steckenborn 300 Euro, das Mandolinenorchester Huppenbroich 66,82 Euro, der Musikverein „Harmonie” Rollesbroich 300 Euro, der Musikverein „Rurseeklänge” Woffelsbach 28,59 Euro, das Trommler- und Pfeiferkorps Kesternich 299,45 Euro, der Kammermusikkreis Simmerath 300 Euro und der Musikverein „Heimat-Echo” Steckenborn 154,19 Euro.

Schließlich erhielten auch die kulturellen Vereine ein Zubrot für die Bewirtschaftungskosten von Vereinsheimen – der Musikverein Rurseeklänge Woffelsbach 256 Euro, die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Rurberg 120,25 Euro und der Verein für Heimatgeschichte und Dorfkultur Lammersdorf zu den Bewirtschaftungskosten des Bauernmuseums Lammersdorf 500 Euro.

Einen Gemeindezuschuss in Höhe von 15 000 Euro erhielt die Blasmusikvereinigung Strauch für die Errichtung eines Anbaues zur Schaffung von Probenräumen im Pfarrheim Strauch.

Personenkreis festgelegt

Beim „Simmerather Tag des Ehrenamtes” im Dezember wurden auf Vorschlag der Ortskartelle in der Gemeinde Simmerath Personen für langjährige verdienstvolle Tätigkeit geehrt (wir berichteten). Weiterhin werden Personen für besondere Leistungen im sportlichen oder kulturellen Bereich ausgezeichnet. Der Kultur- und Sportausschuss legte den Personenkreis für diese Ehrungen fest. Die Bewilligungsschreiben an die Vereine wurden im Rahmen des 2. Simmerather Ehrenamtstages an die jeweiligen Vereinsvertreter überreicht. Die Auszahlung der Zuschüsse für das Jahr 2011 erfolgte daraufhin Anfang Dezember.

Quelle: Eifeler Zeitung


 

Städteregion

03.01.2012

Starker Anstieg bei
den Kassenkrediten

Viele Kommunen in NRW müssen immer höhere Kassenkredite – die sind vergleichbar mit dem überzogen Girokonto eines Privathaushaltes – aufnehmen, um ihre Zahlungsfähigkeit zu sichern. Gegenüber dem Jahr 2010 stieg die Summe bis zum 30. September 2011 um 6,7 Prozent auf insgesamt 21,6 Milliarden Euro oder 1208 Euro je Einwohner, wie das statistische Landesamt meldet.

Auch die meisten Kommunen in der Städteregion mussten ihre Kassenkredite deutlich aufstocken – einige liegen bei der Pro-Kopf-Verschuldung deutlich über dem Landesschnitt.

So weisen die Landesstatistiker zum Stichtag für Monschau eine Pro-Kopf-Verschuldung zur Liquiditätssicherung von 2060,28 Euro aus (+ 11,5 Prozent), in Stolberg liegt sie bei 2039,51 Euro (+ 3,3 Prozent), in Alsdorf bei 1607,14 Euro (+ 7,3 Prozent) und in Würselen bei 1408,30 (+9,8 Prozent). Die Zahlen für die übrigen Kommunen: Aachen 864,27 Euro (+ 0,5 Prozent), Baesweiler 258,84 Euro (+ 210.1 Prozent), Eschweiler 1152,01 Euro (+ 35,5 Prozent), Simmerath 419,99 Euro (+ 62 Prozent). Roetgen stieg von 0 Euro Ende 2010 auf 121,24 Euro, während Herzogenrath die Kassenkredite als einzige Kommune zurückfahren konnte - und das auf Null. (red)

Quelle: Eifeler Zeitung





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Letzte Änderung: 04-Apr-2012

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