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Januar - Juni 2010


Quelle der Artikel, falls nicht besonders gekennzeichnet, Eifeler Zeitung.
Berichte aus 2008- 2009 finden Sie im Archiv

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Simmerath

25.06.2010

Es hakt erneut bei den Maltesern

Etschenberg: Zusage bisher nicht eingehalten. Sollte Kardinal Meisner den Verkauf ablehnen, drohen Bürger mit Kirchenaustritten.

Von Ernst Schneiders

Wie die Verwaltung der Städteregion hielten am Donnerstag im Städteregionsausschuss auch die Fraktionen die Forderungen des Erzbistums Köln für „unzumutbar“, im Simmerather St. Brigida-Krankenhaus grundsätzlich auf Abtreibungen sowie alle Empfängnis verhütende oder die Schwangerschaft beendende medizinische Maßnahmen generell zu verzichten. Ob diese Frage überhaupt noch von Belang ist, wird sich erweisen, denn möglicherweise scheitert die Übergabe des Krankenhauses an einer anderen Frage, die der kirchlichen Zusatzversorgung.

Den bisherigen Krankenhausträgern, den Maltesern, war mitgeteilt worden, dass der neue Träger grundsätzlich bereit sei, die Mitarbeiter des Hauses auch weiterhin in der kirchlichen Zusatzversorgung zu versichern. Eine Bürgschaft gegenüber der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse (KZVK) ist vom neuen Träger bereits ausgeschlossen worden. Die Malteser, so steht es in der Verwaltungsvorlage für den Städteregionsausschuss, hätten zugesagt, den neuen Träger von Belastungen freizustellen, die sich aus der Tatsache ergeben, dass Mitarbeiter für einige Jahre im Malteserversorgungswerk versichert waren.

Diese Zusage sollten die Malteser über ein Treuhandkonto langfristig absichern - und sie haben das bisher nicht auf die Reihe bekommen. Denn wie Städteregionsrat Helmut Etschenberg vor dem Ausschuss erklärte, stand bis zum Beginn der Ausschusssitzung die Zusicherung der Malteser noch aus.

Das könnte zu einem Stolperstein werden und die Übergabe zum 1. Juli verhindern. Allerdings geht man im Haus der Städteregion weiterhin davon aus, die Angelegenheit rechtzeitig in trockene Tücher zu bekommen. Entschieden wird nächsten Donnerstag.

Das hofft auch Karl-Heinz Hermanns, Bürgermeister der Gemeinde Simmerath. Er gehe davon aus, dass das Krankenhaus am 1. Juli übergeben und damit „die gesundheitliche Versorgung in der Eifelregion auch langfristig gesichert wird“.

Zur noch ausstehenden Zustimmung des Kölner Erzbischofs Joachim Kardinal Meisner zum Verkauf und zum sich anbahnenden Konflikt mit der Städteregion Aachen in puncto Abtreibungsverbot erklärte Hermanns: „So sehr ich als Bürgermeister der Gemeinde Simmerath nachvollziehen kann, dass Kardinal Meisner aus seiner christlichen Überzeugung heraus gewisse Forderungen erhebt, so sehr hoffe ich, dass seine Forderungen nicht dazu führen, dass die Übertragung des Krankenhauses auf die neue Trägergesellschaft noch im letzten Moment scheitert.“ Zum Teil heftige Reaktionen hat es gegenüber dem Bürgermeister bereits aus der Bevölkerung gegeben, und auch aus seinem Umfeld, so Hermanns, seien ihm ähnliche Meinungsäußerungen von Bürgern zugetragen worden: Nicht wenige, auch bereits ältere Simmerather hätten erklärt, der katholischen Kirche den Rücken kehren zu wollen, sollte der Kardinal den Verkauf des Krankenhauses ablehnen. Der Bürgermeister: „Auch wenn ich nicht so reagieren würde, kann ich die Gefühle dieser Menschen verstehen.“


Am Thema Abtreibung „wird der Vertrag nicht scheitern“
Christoph Heckeley, Pressesprecher des Erzbistums Köln, ist zuversichtlich

25.06.2010

Von Ernst Schneiders

Simmerath. Klar ist noch nichts, und die Sache verspricht spannend zu werden. Joachim Kardinal Meisner hat die Zustimmung zur Übergabe des Simmerather St. Brigida-Krankenhauses von den Maltesern an die Städteregion Aachen beziehungsweise einen weltlichen Krankenhausträger von der Bedingung abhängig gemacht, dass in Simmerath keinerlei Empfängnis verhütende oder die Schwangerschaft beendende medizinische Leistungen erbracht werden dürfen. In einer Vorlage für den Städteregionsausschuss hatte die Verwaltung die Spirale oder die „Pille danach“ als Beispiele genannt und bereits angekündigt, dass man diese Forderung des Kölner Kirchenfürsten als unerfüllbar zurückweisen werde (wir berichteten).

Wie Christoph Heckeley, Pressesprecher des Erzbistums Köln, auf Anfrage unserer Zeitung erklärte, betrachte Joachim Kardinal Meisner Abtreibung nicht als „selbstverständliche medizinische Leistung“. Heckeley: „Kardinal Meisner kann diese Meinung aus seinem katholischen Selbstverständnis heraus absolut nicht teilen.“

Für den Kardinal sei es wichtig, dass das Krankenhaus in Simmerath auch nach der Übergabe an einen weltlichen Träger wie seit mehr als 100 Jahren in seiner katholischen Tradition im Bewusstsein der Menschen und für diese Menschen auch in Zukunft das St. Brigida-Krankenhaus bleibe.

Nicht verhandelbar

Die Bedingung des Kardinals sei in einem Zusatzpapier zum Übergabevertrag festgeschrieben. Heckeley: „Dieses Zusatzpapier ist auch bei der Städteregion Aachen bekannt. Die Gespräche laufen noch. Ich bin sicher, dass der Vertrag daran nicht scheitern wird.“

Auf die Frage, was ihm diese Sicherheit gebe, und ob er Informationen besitze, wonach entweder Kardinal Meisner oder die Städteregion Aachen zum Einlenken bereit sei, erklärte Heckeley, „ein katholisches Krankenhaus dient immer dem Leben“. Dieses zentrale Argument sei für den Kardinal nicht verhandelbar. Dasselbe gelte beispielsweise für das Thema Sterbehilfe, „das Gott sei Dank in diesem Land kein Thema ist“. Auch darüber würde der Kardinal nicht mit sich reden lassen.

Im Haus der Städteregion in Aachen gab es gestern zu diesem Thema auf Anfrage keinen Kommentar. Zunächst wolle man die politische Debatte abwarten, hieß es lediglich.


24.06.2010

„Erzbischof muss kompromissbereit sein“

Mögliches Veto von Joachim Kardinal Meisner nicht der einzige Stolperstein bei der Übergabe des Simmerather Krankenhauses

Günter Schabram:
Dezernat für Soziales und Gesundheit der Städteregion Aachen

Das mögliche Veto des Kölner Erzbischofs Joachim Kardinal Meisner ist entgegen bisheriger Annahme nicht der einzige Stolperstein, der die Übernahme des Simmerather St. Brigida-Krankenhauses durch die Städteregion Aachen bzw. eine Trägergesellschaft von den Maltesern zum 1. Juli verhindern kann. Unser Redakteur Ernst Schneiders hat beim zuständigen Dezernenten der Städteregion Aachen, Günter Schabram, nachgefragt.

Ist die Städteregion überhaupt, und wenn ja, in welchem Umfang, bereit, der Forderung von Kardinal Meisner zu entsprechen, auf Abtreibungen und alle weiteren medizinischen Maßnahmen rund um das Thema Verhütung und Schwangerschaftsabbruch im Simmerather Krankenhaus zu verzichten?

Schabram: Es ist nicht geplant, dass die Städteregion das Krankenhaus Simmerath übernimmt, sondern eine Auffanggesellschaft, die sich aus mehreren Krankenhausträgern bildet, darunter das Medizinische Zentrum der Städteregion, an dem auch die Knappschaft als Gesellschafterin beteiligt ist. Selbst wenn wir als Städteregion wollten, würden wir vom anderen Gesellschafter eine Zustimmung zu den geforderten Bedingungen des Kardinals nicht bekommen.

Wie groß schätzen Sie, Herr Schabram, die Gefahr ein, dass die Übergabe des St. Brigida Krankenhauses am Veto des Kölner Erzbischofs scheitert?

Schabram: Im Moment gibt es nicht nur einen, sondern noch drei Stolpersteine. Zum einen liegt der aufgestellte Wirtschaftsplan beim Wirtschaftsprüfer. Wir erhoffen uns da grünes Licht in dem Sinne, dass bestätigt wird, dass wir in absehbarer Zeit keine roten Zahlen mehr erwirtschaften. Diese Seite müssen und wollen wir noch diese Woche lösen. Die Malteser müssen den Stolperstein der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse bei Seite räumen.

Die Versorgungskasse muss darauf verzichten, dass künftige Zahlungen von einem neuen Träger noch zusätzlich über Bürgschaften abzusichern sind. Das macht kein neuer Träger mit. Stolperstein Nummer drei liegt im Feld des Kölner Erzbischofs.

Ich will mir für die betroffene Bevölkerung in der Eifel und die Beschäftigten des Krankenhauses nicht vorstellen, dass es letztlich an Kardinal Meisner scheitern soll. Aber dazu ist notwendig, dass auch der Erzbischof kompromissbereit ist.

Sollte Kardinal Meisner nicht von seiner Haltung abweichen und die Übergabe des Krankenhauses platzt deshalb, welche Auswirkungen hat das für den Krankenhausbetrieb, die Belegschaft und die Patienten? Wie geht es dann weiter? Hat die Städteregion in diesem Falle noch irgendeinen Einfluss?

Schabram: Sollte der Kölner Erzbischof nicht zustimmen, kann das Krankenhaus nicht verkauft werden. Ob es in dem Fall zur Anmeldung der Insolvenz kommt, liegt in der Hand der Malteser. Auch für diesen schlechtesten aller Fälle bedeutet das nicht unbedingt, dass das Krankenhaus geschlossen wird. Dann hätte bald ein Insolvenzverwalter das Sagen. Unsere Linie bleibt auch für diesen Fall: Wir werden auch weiterhin alles Verantwortbare tun, um das Krankenhaus zu erhalten.


Trifft es folglich zu, dass das Wohl und Wehe des Krankenhauses allein vom Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner abhängt?

Schabram: Nein. Ich habe ja schon ausgeführt, dass es noch andere Stolpersteine gibt. Aber alle müssen bis nächste Woche weggeräumt sein.

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Monschau

24.06.2010

 

" Populistische Selbstdarsteller"
CDU-Fraktion über Kritik an der „IG Schwimmbad“

«Nicht zerreden, sondern vernünftig handeln!», beschreibt Monschaus CDU-Fraktionsvorsitzender Micha Kreitz das Handlungsprinzip bei der Diskussion um die Sanierung des Vennbades in Monschau.

Die Sanierungsarbeiten würden dem Zeitplan entsprechend «nun im Herbst 2010 endlich beginnen können und im Frühjahr 2012 abgeschlossen sein,» heißt es in einer Stellungnahme der Fraktion. Die für die Sanierung maßgeblichen Beschlüsse seien gefällt «auch wenn dies einige Selbstdarsteller der vermeintlichen Bürgerinitiative nicht wahrhaben wollen.»

Kreitz: «Die entsprechenden Entscheidungen wurden in Fachausschüssen und Rat umfänglich, intensiv und öffentlich beraten und bis vor kurzem weitestgehend einvernehmlich getragen, auch wenn nun einige aus SPD und Linkspartei aus purem Opportunismus nichts mehr davon wissen wollen und nun die vermeintliche Bürgerinitiative, die alles andere als politisch neutral ist, zumindest für ihre populistischen Zwecke instrumentalisieren!»

«Wider besseres Wissen»

Geld sparen durch eine gemeinsame Schwimmhalle mit der Gemeinde Simmerath sei eine Idee, «die sich zunächst ganz gut anhört. Leider verliert sie aber - bei vernünftiger, sachlicher Abwägung ihren vermeintlichen Glanz,» hält Kreitz fest und ruft noch einmal die Fakten in Erinnerung: Die Gesamtkosten der Vennbad-Sanierung lägen bei sechs Mio. Euro.

Dazu gebe es Geld des Landes und der Städteregion Aachen in Höhe von vier Millionen Euro. Unterm Strich koste die Sanierung also die Stadt Monschau zwei Mio. Euro. Durch die Anwendung des «Generalübernehmervertrages» würden Mehrkosten ausgeschlossen.

Die Förderbescheide lägen seit Mitte 2009 vor und seien nicht umzuwidmen. «Dies ist juristisch geprüft und von der Bezirksregierung bestätigt, auch wenn die Bürgerinitiative wider besseren Wissen, das Gegenteil behauptet.»

Angebot an Simmerath

Eine neue Schwimmbadkonzeption an neuer Stelle mit der Berücksichtigung des realistischen Stundenbedarfs würde für Monschau nicht zu einer Kostenersparnis führen, eher zum Gegenteil, argumentiert Kreitz. Zudem würde ein solches Projekt würde «den Anspruch unserer Kinder auf Schwimmunterricht für weitere Jahre blockieren».

Die jetzt eingeschulten Grundschulkinder würden nicht mehr schwimmen lernen. Kreitz: «Aus diesem Grund halten wir an dem gemeinsam mit allen Ratsfraktionen einstimmig im Herbst 2009 gefassten Beschluss fest.» Dennoch befürworte man, wenn verbleibende freie Rest-Kapazitäten im Vennbad der Nachbarkommune Simmerath für Schul- und Vereinssport angeboten werde.

Abschließend betont der Monschauer CDU-Fraktionssprecher: «Wir wollen und werden gemeinsame Projekte mit den Nachbarkommunen gerne da durchführen, wo sie inhaltlich und finanziell sinnvoll sind.» Als Beispiele nennt er das Krankenhaus in Simmerath und die weiterführenden Schulen in Monschau. Man sollte daher einstimmig gefasste Beschlüsse nicht durch «Luftschlösser» überstrapazieren. «Dann gehen wir am Ende alle baden - nur nicht im Schwimmbad!»

Der IG Schwimmbad schreibt Kreitz ins Stammbuch, dass es um die Interessen der Bürgerschaft gehe und nicht um «Selbstdarstellung.» Ein wenig mehr Stil und Niveau würde dabei nicht schaden.

Der Bürger habe bereits über die Sanierung des Vennbades entscheiden und zwar durch die bei der letzten Kommunalwahl gewählten Ratsvertreter und nicht durch eine «instrumentalisierte, vermeintliche Bürgerinitiative, die in Wahrheit nichts anderes ist als ein Haufen populistischer Selbstdarsteller.» Kreitz: Wer könne ernsthaft glauben, dass eine Initiative die Bürgerschaft Monschaus vertrete, «wenn sich bei deren Veranstaltungen gerade einmal 30 Bürger aus der gesamten Stadt Monschau einfinden?»

«Kläglicher Auftritt»

Bezogen auf die Fragestunde im Stadtrat schimpft Kreitz: «Wie naiv und anmaßend ist eine solche Bürgerinitiative eigentlich, die sich populistisch profiliert und dann in der Einwohnerfragestunde der Ratssitzung mit kläglichen sechs fragenden Personen auftritt?»


Monschauer Ratsbeschluss maßgebend für Simmerath

Der Monschauer Ratsbeschluss, der Neubau des Vennbades am alten Standort zu errichten, hat die Gemeinde Simmerath in ihren Bemühungen verstärkt, ein eigenes Schwimmbadprojekt auf die Beine zu stellen.

Die Gemeinde wird alles daransetzen und wieder ein Schwimmbad zur Verfügung zu stellen. Fraktionsvorsitzender Bruno Löhrer: Wir brauchen eine Schwimmhalle.


«Keine Umwidmung der Fördergelder möglich»

Der von einigen Beobachtern erwartete öffentlichkeitswirksame Auftritt der Interessengemeinschaft Schwimmbad Nordeifel» in der Ratssitzung am Dienstagabend fand nicht statt.

Zwar wurde seit langer Zeit die Fragestunde für Einwohner noch einmal intensiv genutzt, doch es ging nur um Informationsbedarf. Der Kern der IG, die sich für ein gemeinsames Schwimmbad der beiden Nachbarkommunen Monschau und Simmerath einsetzt, hatte einen größeren Fragenkatalog zusammengestellt, der von der gut präparierten Bürgermeisterin Margareta Ritter ausführlich und sachlich beantwortet wurde.

Bei den Fragen ging es um Betriebs-, Personal- und Folgekosten des Vennbades, die Zahl der Schulschwimmstunden bei sinkenden Schülerzahlen, die Einnahmen durch das Schulschwimmen, die Möglichkeit der Umwidmung von für das Vennbad zusagten Fördergeldern für einen Neubau, die Information der Öffentlichkeit über die Schwimmbadpläne, die Finanzierung der Sanierung und schließlich um die interkommunale Zusammenarbeit.

Die Bürgermeisterin erläuterte, dass die Entgelte aus zuletzt 1920 Schulschwimmstunden im Jahr als größter Einnahmeposten zugrunde gelegt würden. Die vorrangige öffentliche Aufgabe der Stadt bestehe zunächst einmal darin, Schulschwimmen anzubieten. Wenn die Schülerzahl sinke, dann sei es gut denkbar, dass zusätzliche Schwimmstunden angeboten würden. Derzeit werde in den Grundschulen nur eine Stunde pro Monat angeboten.

«Volles Risiko»

Der IG vorliegende Informationen zur Möglichkeit der Umwidmung von Fördergeldern konnte Margareta Ritter nicht bestätigen: «Die Auskunft ist falsch.» Der Stadt liege ein schriftlicher Bescheid vor, dass eine Umwidmung der Fördergelder für einen Neubau anderer Stelle nicht möglich sei. Eine Umwidmung sei allenfalls denkbar für die Sanierung der Sporthalle auf der Haag, da die Fördergelder ursprünglich für diese Maßnahme bewilligt worden seien, sich dann aber durch die Schließung der Schwimmhalle eine neue Priorität ergeben habe.

Andernfalls könne die Stadt nur «volles Risiko» gehen, auf die Fördergelder verzichten und für 2011 hoffen, eventuell Mittel für eine neue Projektierung zu erhalten. Sie sei aber nicht bereit, sich diesem Risiko «im Wettbewerb der Regionen» auszusetzen.

Konkrete Kostenrechnung

Weiterhin erläuterte die Bürgermeisterin, dass die Beschlüsse über die Erteilung des Planungsauftrages in öffentlicher Sitzung erfolgt seien und als Bekanntmachung veröffentlicht worden seien. Für eine neue Schwimmhalle gebe es noch keinem endgültigen Plan. Die bisherigen Entwürfe seien deshalb noch nicht öffentlich gezeigt worden, «um keine Begehrlichkeiten zu wecken.» Deshalb werde man auch erst zu einem späteren Zeitpunkt in die Öffentlichkeit gehen und dabei auch eine konkrete Kostenrechnung vorlegen. Überzeugt zeigte sie sich, «dass es keine bessere Finanzierung» als die jetzige für das Vennbad gebe (zwei Millionen Euro vom Land, zwei Millionen von der Städteregion und zwei Millionen Eigenanteil).

«Hemmnisse auf beiden Seiten»

Zur interkommunalen Zusammenarbeit sagte Ritter, dass diese bereits auf mehreren Ebenen mit der Gemeinde Simmerath stattfinde. Ein gemeinsames Schwimmbad aber müsse sich für beiden Kommunen lohnen. Daher werde noch einmal gerechnet, «aber es gibt Hemmnisse auf beiden Seiten.» So habe man der Gemeinde Simmerath angeboten, das Schul- und Vereinsschwimmen am Standort Monschau wahrzunehmen.

Abschließend ermunterte Margareta Ritter die IG, der Verwaltung nicht «ständig zu misstrauen», und zu bedenken, dass ein neues Schwimmbad sich für die Bürger in Monschau rechnen müsse, «insbesondere bei den Folgekosten.»

Quelle: Eifeler Zeitung


Monschau

22.06.2010

Angemerkt
Meinungsmachern keine Chance

von Peter Stollenwerk, Eifeler Zeitung

Seit vier Wochen ist das Thema Nummer eins in der Eifel die Frage eines gemeinsamen oder getrennten Schwimmbades für Monschau und Simmerath. Die IG Schwimmbad Nordeifel, die ein gemeinsames Projekt auf den Weg bringen möchte, hat mächtig Staub aufgewirbelt, und sich auch schon Feinde gemacht. Die IG musste jetzt feststellen, dass Besucher ihrer Internetseite nicht davor zurückschreckten, die laufende Abstimmung für oder gegen ein gemeinsames Schwimmbad zu manipulieren.

Die überwiegende Anzahl der Seitenbesucher hatte für ein gemeinsames Bad gestimmt, doch dann änderte sich schlagartig das Bild, als innerhalb von zwei Stunden von nur vier IP-Adressen massenweise Stimmen eingingen für den Erhalt des Vennbades. Kurzerhand wurde die Abstimmung von der Seite genommen. Es ist gut, dass die IG so genau auf ein korrektes Ergebnis achtet, denn Manipulationen sind ja bekanntlich in alle Richtungen möglich.

Quelle: Eifeler Zeitung


Monschau

23.06.2010

IG Schwimmbad soll ihre Behauptungen beweisen

Die Monschauer Initiative «Pro Vennbad» möchte Klarheit haben, nachdem die IG Schwimmbad Nordeifel der Monschauer Initiative, die sich für den jetzigen Schwimmhallenstandort einsetzt, vorgeworfen hat, «dass viele Aussagen nicht stimmen».

Dem widerspricht die Initiative «Pro Vennbad» ausdrücklich: «Wir stehen zu allen unseren Aussagen. Von den vielen Aussagen, die angeblich nicht stimmen, hat sich die IG Schwimmbad aber nur mit zwei Punkten inhaltlich auseinandergesetzt,» heißt in einer gestern eingegangenen Stellungnahme.

«Ein Punkt wurde falsch verstanden, denn wir haben in keiner Weise eine Aussage darüber getroffen, welche Schüler zur Zeit mit dem Bus fahren und welche nicht. Wir haben darüber gesprochen, dass es ein Standortvorteil - gerade auch für die Zukunft - ist, wenn eine Schwimmhalle an einem Standort steht, der für alle Schulen fußläufig in angemessener Zeit zu erreichen ist,» stellte die Initiative klar. Unstrittig sei aber, dass bei einem anderen Standort die Realschüler in jedem Fall zusätzlich befördert werden müssten - und das auf Kosten der Stadt Monschau, die dann auch diese zusätzlichen Kosten der Schüler aus anderen Kommunen Jahr für Jahr übernehmen müsste.

Zudem bezeichnet die Initiative «Pro Vennbad» die touristische Anbindung an die Altstadt Monschau als «sehr wichtig». Dies sei auch von beiden Monschauern Herbergsvätern unterstrichen worden. Einen anderen Punkt aber bezeichnet die Initiative als noch wichtiger: Die IG Schwimmbad behaupte, dass die Fördergelder der Bezirksregierung auch für einen anderen Standort umgewidmet werden könnten. Gleiches gelte für die kapitalisierten Zuschüsse der Städteregion.

«Diese Erkenntnisse liegen uns so nicht vor. Im Gegenteil, wir haben ganz andere, gegenteilige Informationen. Wer hat nun Recht?», fragt man sich. Daher ergeht die Bitte an die IG Schwimmbad: «Butter bei die Fische! Bitte sagen Sie uns und der Monschauer Öffentlichkeit, mit wem Sie dies bei der Bezirksregierung und bei der Städteregion abgeklärt haben? Wer eine solche Behauptung aufstellt, die den Aussagen der Stadt Monschau widersprechen, sollte sie auch untermauern können. Wir haben jedenfalls die Sorge, dass es nachher noch dazu kommen könnte, dass Monschau am Ende ganz ohne Schwimmhalle dasteht.»

Quelle: Eifeler Zeitung


Zu spät für ein Bürgerbegehren

Der Verein «Mehr Demokratie», Landesverband NRW, kritisiert die knappe Einreichungsfrist für Bürgerbegehren.

Dabei nimmt der Verband aktuell Bezug auf die Interessengemeinschaft Schwimmbad Nordeifel, die bekanntlich ein gemeinsames Schwimmbad für die Nachbarkommunen Simmerath und Monschau fordert.

«Das Beispiel Monschau macht deutlich, wie unsinnig diese Frist ist», erklärte gestern Landesgeschäftsführer Alexander Slonka in Köln. Obwohl in der Sache noch keine unwiderruflichen Tatsachen geschaffen worden seien, könnten die Bürger den Sanierungsbeschluss nicht mehr per Bürgerbegehren aufheben.

Der Verein fordert deshalb die Streichung der Frist aus der Gemeindeordnung. Mit einem Einwohnerantrag strebt die IG Schwimmbad einen Ratsbürgerentscheid über die Zukunft des örtlichen Schwimmbades an. Noch ist dieser Antrag der IG nicht eingegangen.

Den Weg eines Einwohnerantrags für einen Ratsbürgerentscheid gehe die Bürgerinitiative, weil ein fristgerechtes Bürgerbegehren zum Thema nicht mehr möglich sei, so der der Verein «Mehr Demokratie.»

Drei Monate sind verstrichen

Der Monschauer Rat hatte die Sanierung des Vennbades bereits im September 2009 beschlossen. Ein Bürgerbegehren dagegen hätte binnen drei Monate nach Ratsbeschluss eingereicht werden müssen. Für einen Einwohnerantrag gilt eine entsprechende Frist nicht. Anders als durch ein Bürgerbegehren kann durch solch einen Antrag aber kein Bürgerentscheid herbeigeführt werden. Deshalb soll der Rat nun durch den Einwohnerantrag aufgefordert werden, einen Ratsbürgerentscheid über die Schwimmbad-Frage anzusetzen.

Diesen müsste der Rat mit Zwei-Drittel-Mehrheit beschließen. Beide Kommunen haben derzeit keine funktionierenden Bäder. Während das Vennbad in Monschau saniert werden soll, plant man in Simmerath den Bau eines neuen Bades, wobei parallel beide Kommunen über die Möglichkeit eines gemeinsamen Projektes Gespräche führen.

Durch ein gemeinsames Bad könnten beide Kommunen erhebliche Einsparungen erzielen, behauptet die IG.

Webmaster

 

Quelle: Eifeler Zeitung

Simmerath

22.06.2010

KRANKENHAUS St. Brigida

Kardinal verbietet auch die «Pille danach»

Von Ernst Schneiders

Nur noch einer kann die Übernahme des St. Brigida-Krankenhauses Simmerath zum 1. Juli durch die Städteregion Aachen verhindern: Kölns Erzbischof Joachim Kardinal Meisner. Wegen des Rückfallrechts an die Ordensgemeinschaft der Zellitinnen, die das Krankenhaus 1909 gegründet und bis zur Übergabe
Nur noch einer kann die Übernahme des St. Brigida-Krankenhauses Simmerath zum 1. Juli durch die Städteregion Aachen verhindern: Kölns Erzbischof Joachim Kardinal Meisner
an die Malteser 1997 geführt haben, muss das Erzbistum Köln dem Verkauf zustimmen. Weil das Haus auch unter dem weltlichen Träger Städteregion Aachen weiterhin im Geiste und nach den Buchstaben des Katholizismus geführt werden soll, macht Kardinal Meisner seine Zustimmung von der Verpflichtung der Städteregion abhängig, dass es im St. Brigida-Krankenhaus keine Abtreibungen und keinerlei Maßnahmen geben darf, die einer Schwangerschaft vorbeugen oder die sie beenden, wie das Einsetzen einer Spirale oder die «Pille danach».

Halbjährlicher Rapport

Der Kirchenfürst aus der Domstadt hat dem Vernehmen nach Zustimmung unter der Bedingung signalisiert, dass die Städteregion sich verpflichtet, zur Jahresmitte und zum Jahresende dem Kölner Generalvikariat eine Aufstellung zukommen zu lassen, aus der sich die ärztlichen Maßnahmen im gynäkologischen Bereich unter Wahrung des Datenschutzes ablesen lassen. Diese halbjährliche Dokumentation muss nach dem Willen des Kardinals so abgefasst sein, dass das Generalvikariat «unschwer und eindeutig» feststellen kann, ob der Krankenhausträger seiner Verpflichtung in Sachen Abtreibung nachgekommen ist.

Diese Ausschlussbedingung für Häuser in katholischer Trägerschaft ist üblich, wie Thomas Fortkamp, Geschäftsführer des Katholischen Krankenhausverbandes Deutschland, bereits vor Wochen auf Anfrage unserer Zeitung erklärt hatte: «Das gehört dazu und gehört zum Selbstverständnis der katholischen Kirche.» Selbstverständnis hin oder her, der Konflikt scheint programmiert, denn eine «solche dauerhafte und halbjährlich gegenüber dem Erzbistum Köln nachzuweisende Einschränkung in den medizinischen Leistungen» sei sowohl aus Sicht der Verwaltung als auch aus Sicht des Medizinischen Zentrums der Städteregion «nicht zumutbar», heißt es in der Vorlage des Sozialdezernenten Günter Schabram für den Städteregionsausschuss (vergleichbar dem Hauptausschuss in einer Kommune), der morgen dieses Thema auf dem Tisch hat.

Auch wenn in der Vorlage einige Formulierungen aufgesetzt positiv wirken, scheint die Städteregion dennoch mit den in dieser Vertragsangelegenheit zähen und spröden Maltesern einen gemeinsamen Nenner gefunden zu haben, um das Thema sauber über die Bühne zu bringen. Die neue Trägergesellschaft, zu der außer dem Medizinischen Zentrum der Städteregion noch ein weiterer Krankenhausträger gehören soll, wird bis zum 1. Juli wohl nicht geschäftsfähig sein.

Doch besteht kein Grund zur Sorge, denn die Betriebsführung kann vorübergehend mit einem so genannten Geschäftsbesorgungsvertrag geregelt werden. Entwarnung gibt es auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Alle werden von der Städteregion übernommen, betriebsbedingte Kündigungen wird es nicht geben. Ausnahme: Sechs Mitarbeiter, die dem von den Maltesern verkauften St. Elisabeth-Krankenhaus in Jülich zuzuordnen sind, werden nicht weiterbeschäftigt. Doch fallen auch sie nicht ins Bodenlose. Für eine angemessene Weiterbeschäftigung soll gesorgt werden. Mitarbeiter von Servicegesellschaften wird die Städteregion von den Maltesern nicht übernehmen. Neue Sevicegesellschaften sollen indes gegründet werden, um diejenigen Mitarbeiter übernehmen zu können, die für das Krankenhaus tätig sind.

Eine «Politik der verbrannten Erde» wird es auch nicht geben, denn wie der Vorlage der Verwaltung für den Städteregionsausschuss weiter zu entnehmen ist, herrscht Einvernehmen darüber, dass die Malteser für sämtliche Risiken aus der Vergangenheit haften und nicht der neue Träger. Im Vertragsentwurf ist festgeschrieben, dass die Malteser die Gewährleistung bis zu einer Gesamtsumme von einer Million Euro, befristet bis zum 31. Dezember 2013, übernehmen.

Ab 2014 schwarze Zahlen

Die neue Trägergesellschaft hat sich vorgenommen, «bei Straffung der Organisationsstruktur und Neuausrichtung der medizinischen Konzeption» ab dem Jahr 2014 schwarze Zahlen zu schreiben. Wenn der Kölner Kardinal sie denn lässt.

 

Verwaltung:
Forderungen des Kölner Erzbischofs „nicht zumutbar“

Auch nach der Sitzung des Städteregionsausschusses am morgigen Donnerstag wird es keine Klarheit über die Zukunft des St.-Brigida-Krankenhauses in Simmerath geben. Weil der Businessplan für die Übernahme des Hauses erst kurz vor der Sitzung fertiggestellt worden sei, sei es der Politik nicht zuzumuten, über das Thema zu befinden, meint Städteregionsrat Helmut Etschenberg. So wird der Städteregionstag am 1. Juli über die Fortführung des Hauses befinden, das eine neue Trägergesellschaft von den Maltesern übernehmen soll. Ein Träger soll das Medizinische Zentrum sein, das bereits mit dem Simmerather Krankenhaus kooperiert.

Größter Knackpunkt in den seit Wochen andauernden Verhandlungen dürften inzwischen die Forderungen des Kölner Erzbischofs sein, die aus Sicht der Verwaltung „nicht zumutbar“ sind. So fordert Joachim Kardinal Meisner unter anderem, dass der Käufer in dem Krankenhaus keine Abtreibungen und auch keine sonstigen Maßnahmen mit schwangerschaftsbeendender Wirkung (Einsatz einer Spirale oder die „Pille danach“) vornehmen dürfe. Wegen des „Rückfallrechts“ an die Ordensgemeinschaft der Zellitinnen, die das Krankenhaus 1909 gegründet hatten und den Maltesern 1997 übergeben haben, muss das Erzbistum Köln nun dem Verkauf zustimmen.

Rückt Meisner nicht von seinen Forderungen ab, bleibt das Krankenhaus bei den Maltesern. Finden die wiederum keinen (katholischen) Träger, droht im Ex­tremfall eine Insolvenz. (udo)

 

Webmaster

 

 


Simmerath

18.06.2010

Generationen-, Schul- und Sozialausschuss
UWG-Beiträge mit Unterhaltungswert

Trockener Stoff, Statistiken füllen die Tagesordnung. Es wird vorgetragen, präsentiert und erläutert. Da meldet sich der Sprecher der UWG zu Wort. Meistens verfügt er mit seinen Wortmeldungen über einen ziemlichen Unterhaltungswert.

"Es wäre schön, wenn wir hier nicht längst überholte Zahlen bekämen", protestierte der UWG-Vertreter über den 30. Juni als Stichtag für die Datenerhebung der Flüchtlingszahlen. Aktuelle Statistiken hierüber könne er immer nur der Tageszeitung entnehmen.

Irritation beim Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns "Diese Kritik ist mir unerklärlich". Schließlich sei der Stichtag seit Jahren derselbe, und die Zeitung bekomme ihre Zahlen von niemand anderem als von der Verwaltung.

Des Weiteren warf der UWG-Vertreter der Verwaltung vor, bei der 1,4 Millionen Euro teuren energetischen Sanierung der Grundschule Steckenborn habe die Verwaltung seinerzeit einen Antrag auf Gewährung von Fördergeldern aus dem Konjunkturpaket nicht in Anspruch genommen.

"Zu Beginn der Arbeiten war es gar nicht möglich, solche Fördergelder zu beantragen", stand Bürgermeister Hermanns die Irritation schon wieder ins Gesicht geschrieben. Die gesamte Sanierung habe die Gemeinde deshalb aus eigenen Mitteln finanziert.

Schlecht vorbereitet UWG.
Egal, jedenfalls trugen die Wortmeldungen wenigstens zur Auflockerung der Sitzung bei.

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Simmerath

20.06.2010

Hoher Besuch aus Belgien
Sondersitzung des Simmerather Gemeinderates

Karl-Heinz Lambertz, Ministerpräsident der Deutsch-sprachigen Gemeinschaft Isabelle Weykmans, Ministerin für Kultur, Medien und Tourismus

Der Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG) Belgiens, Karl-Heinz Lambertz, besuchte gemeinsam mit Isabelle Weykmans, Ministerin für Kultur, Medien und Tourismus, die Gemeinde Simmerath. Aus diesem Anlass trat der Gemeinderat am Freitag, 18. Juni, um 19 Uhr zu einer Sondersitzung im Rathaus zusammen.

Die Gäste aus Ostbelgien stellte mit einem Film die DG vor, bevor Städteregionsrat Helmut Etschenberg den Europäischen Verbund für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ) als Weg zu einer europäischen Modellregion präsentiert. Anschließend ging es um grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

DEUTSCHLANDFUNK:
Interview: Ministerpräsident K.-H. Lambertz


Gemeinsamkeit und Unterschiede lernen

(P. St.)

Ein Hauch von internationaler Politik wehte am Freitagabend durch den Sitzungssaal des Simmerather Rathauses. Eine repräsentative Sitzung des Gemeinderates zu ungewohnter Stunde bildete den würdigen Rahmen für den Besuch von Karl-Heinz Lambertz, dem Ministerpräsidenten der Deutschsprachigen Gemeinschaft Ostbelgiens.

Auf gute Zusammenarbeit: Zu Gast bei einer Sondersitzung des Simmerather Gemeinderates war jetzt der ostbelgische Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz mit Tourismus-Ministerin Isabelle Weykmans (Mitte) und Kabinettschef Leo Kreins (re.) Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns und Städteregionsrat Helmut Etschenberg (li.) sehen die Kooperation auf einem guten Weg. Foto: P. Stollenwerk

In der Gemeinde Simmerath hat man erkannt, dass eine verstärkte Kooperation mit dem deutschsprachigen Teil des Nachbarlandes längst überfällig ist. Diesem Vorhaben zog Karl-Heinz Lambertz dann auch gerne den Auftakt der Eupener Kirmes vor, womit dann auch ganz schnell wieder der Bogen von der internationalen Ebene zu den regionalen Prioritäten hergestellt war.

In Begleitung des Ministerpräsidenten befand sich die Ministerin für Kultur, Medien und Tourismus, Isabelle Weykmans sowie Kabinettschef Leo Kreins und Ministeriums-Mitarbeiter Dieter Cladders.

In Anwesenheit der Abteilungsleiter der Simmerather Gemeindeverwaltung, des langjährigen Simmerather Gemeindedirektors Leo Jansen und des zukünftigen Beigeordneten Roger Nießen, rückte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns als Ziel des Treffens die Verbesserung der Beziehungen und der Kommunikation mit den belgischen Nachbarn in den Blickpunkt. Durch grenzüberschreitende Förderprogramme habe man diesen Weg der Kooperation bereits erfolgreich eingeschlagen. Beispielhaft nannte er das EU-Projekt «Blue Sport - Hot Spot» mit einem Gesamt-Volumen von 5,4 Millionen Euro, wovon allein 1,2 Millionen Euro in der Gemeinde Simmerath verbleiben für die Umsetzung der «neuen Mitte» in Woffelsbach, wo ein Jugendferiendorf mit Freizeitlandschaft entstehen soll.

Nachdem Karl-Heinz Hermanns mit Zahlen und Fakten die 15 600 Einwohner-Gemeinde Simmerath vorgestellt hatte, gab Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz kurzweilig und mit souveräner Gelassenheit einen Einblick in das komplizierte politische Gebilde Belgien. «Wir kennen uns schon lange in der Grenzregion, aber wissen wir auch, mit wem wir es zu tun haben?», fragte Lambertz in die Runde. Wichtig sei es, die Unterschiede kennenzulernen, aber auch die Chance zu ergreifen, gemeinsam zu handeln. Auch aus belgischer Sicht biete Deutschland, der große Nachbar im Osten, eine Vielfalt, die vielen Menschen in Belgien noch unbekannt sei.

Auch Tourismus-Ministerin Isabelle Weykmans warb dafür, die Situation der Grenzregion, wirtschaftlich wie touristisch, als Vorteil zu nutzen. Als aktuelles Beispiel nannte sie die Ravel-Route. Den grenzüberschreitenden Fahrradweg mit 350 Kilometer Länge müsse man heute auf die Beine stellen, «wenn wir morgen eine Top-Region sein möchten.» Das 11 Millionen-Euro-Projekt soll in drei Jahren abgeschlossen sein.

«Dieses Treffen war überfällig», freute sich auch Städteregionsrat Helmut Etschenberg über die Initiative zu diesem Austausch. «Auf einer grenzüberschreitenden Plattform müssen wir voneinander lernen», warb Etschenberg für den im vorigen Jahr ins Leben gerufenen Europäischen Verbund für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ), eine Art Zweckverband der Städteregion Aachen, der Parkstad Limburg (Niederlande) und der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens. Dieser Verbund als europäische Modellregion habe zum Ziel, eine verbindliche Grundlage der Zusammenarbeit zu schaffen, die nicht auf Zufällen oder persönlichen Sympathien basiere.

In der Praxis ist die Kooperation mit den Menschen in Ostbelgien bereits auf einem guten Weg, wie Ratsherr Ulrich Offermann deutlich machte: «Die Bevölkerung praktiziert den grenzüberschreitenden Gedanken bereits auf vielen Ebenen.» Dies konnte auch Ratsherr Bruno Löhrer bestätigen: «Das Denken der Menschen in Regionen setzt sich immer mehr durch.»

Nach dem Ende der gut zweistündigen repräsentativen Sondersitzung des Rates bestand dann im Rathaus-Foyer noch Gelegenheit den Austausch-Gedanken in entspannter Runde nachhaltig zu vertiefen.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 



Simmerath/Monschau

16.06.2010

Gemeinsames Schwimmbad vom Tisch?

«Für ein gemeinsames Schwimmbad an zentraler Stelle sind derzeit keine signifikanten Vorteile erkennbar», ließen Bürgermeisterin Margareta Ritter (Monschau) und Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns (Simmerath) als Quintessenz eines eines mehrstündigen Gespräches verlauten, an dem auch die Vereinsvorsitzenden der Hansa Simmerath, Manfred Abel und der Tura Monschau, Klaus Förster, teilnahmen.

Damit sind die Chancen auf ein gemeinsames Projekt gesunken, auch wenn noch einmal gerechnet werden soll. In dem Gespräch wurde vereinbart, dass die ausgetauschten Zahlen kurzfristig konkretisiert werden sollen. Erst dann sei es möglich, «die finanziellen Folgen für die beiden Kommunen vollständig und in allen Facetten bewerten zu können», heißt es weiter in einer gemeinsamen Erklärung. Bei dieser Rechnung gelte es, neben Investitions- und Folgekosten auch Fragen der Zuwendung, Rückzahlungsverpflichtungen und Grunderwerb zu beleuchten.

Quelle: Eifeler Zeitung

 


Monschauer Ratsbeschluss maßgebend

Der Monschauer Ratsbeschluss, der Neubau des Vennbades am alten Standort zu errichten, hat die Gemeinde Simmerath in ihren Bemühungen verstärkt, ein eigenes Schwimmbadprojekt auf die Beine zu stellen.

Die Gemeinde wird alles daransetzen und wieder ein Schwimmbad zur Verfügung zu stellen. Fraktionsvorsitzender Bruno Löhrer: Wir brauchen eine Schwimmhalle.

Simmerath

22.05.2010

Zum Schwimmen jetzt nach Lammersdorf

Lammersdorf. Die Gemeindeverwaltung Simmerath gibt die Öffnungszeiten des Lehrschwimmbeckens in der Grundschule Lammers­dorf, Im Pohl, bekannt, nachdem die Schwimmhalle Simmerath wie mehrfach berichtet infolge von Baumängeln beschlossen worden ist:

Dienstag, 16 bis 21 Uhr Familienbad,
Mittwoch 6.30 bis 8 Uhr Frühschwimmen,
Donnerstag 18 bis 21 Uhr Familienbad,
Freitag 6.30 bis 8 Uhr Frühschwimmen, 18 bis 21 Uhr Familienbad,
Samstag 9.30 bis 12.30 Uhr Familienbad, 14 bis 16 Uhr Familienbad,
Sonntag 8.30 bis 12 Uhr Familienbad.

Die bisherigen Benutzungsentgelte für die Schwimmhalle in Simmerath gelten für den Besuch des Lehrschwimmbeckens Lammers­dorf unverändert weiter. Noch vorhandene Zehnerkarten, welche für den Besuch der Schwimmhalle in Simmerath gekauft worden sind, können für den Besuch des Lehrschwimmbeckens Lammersdorf weiter genutzt werden. Darüber hinaus können noch gültige Zehnerkarten im Lehrschwimmbecken Lammersdorf sowie im Rathaus Simmerath (Zimmer 106) ab kommenden Montag bis Ende Juni, gegen Erstattung des Rest-Geldwertes zurück gegeben werden.

Für den Besuch des Lehrschwimmbeckens Lammersdorf wird informationshalber darauf hingewiesen, dass Parkplätze u.a. auf dem zwischen Grundschule und Kirche liegenden Dorfplatz in ausreichender Zahl vorhanden sind.

Das Lehrschwimmbecken Lammersdorf ist 11,50 Meter lang, 6,50 Meter breit und zwischen 1,20 und 0,30 Meter tief.

Das Lehrschwimmbecken ist auch an den Feiertagen jeweils von 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr geöffnet.

Quelle: Eifeler Zeitung

 




EURO = Teuro ?

 

Gestern in Simmerath:
Ein Rentner beklagt sich über den EURO und präsentiert mir folgende Rechnung:

DM  
Im Jahre 2001 betrug meine monatliche Rente:
2640,00 DM
Die Wohnungsmiete incl. Nebenkosten
-715,00 DM
damals verfügbar:
1925,00 DM
Man konnte sich was leisten und auch noch sparen ......
EURO  
Im Jahre 2010 beträgt meine monatliche Rente:
1.380,00 Euro
Die Wohnungsmiete incl. Nebenkosten ( kleinere Wohnung)

-620,00 Euro

heute verfügbar:
760,00 Euro
Man muss sich sehr einschränken, na ja, dass wissen Sie ja selbst ......
   
Damals konnten wir uns noch einiges erlauben. Heute nicht mehr!
Das Auto mussten wir abschaffen. Außerdem bezogen wir eine kleinere Wohnung.
Damals bei Lidl oder Aldi: für 100,00 DM bekam man ein voll gefüllter Einkaufswagen
Heute bei Lidl oder Aldi: für 50,00 Euro gerade mal ein halb gefüllter Einkaufswagen
Benzin kostete 2001 = 1,95 DM, heute 1,42 Euro
Generell kan man sagen: "Die Einkünfte -Lohn, Rente- hat man genau umgerechnet, alles andere hat sich mehr oder weniger mindestens verdoppelt".

Kann es sein, dass der Rentner recht hat ?

Untersuchung der Universität Freiburg:
Der durchschnittliche Rentenanspruch in Deutschland liegt bei 984 Euro im Monat.
Bei den Beamten liegt der Mittelwert der Pensionsansprüche bei 2570 Euro.

Webmaster

 

 


Simmerath/Lammersdorf

16.06.2010

Richtiger Platz für Obdachlose?
Die Unterkunft Langschoß im Lammersdorfer Wald erfüllt die gesetzlichen Mindestanforderungen, aber die einsame Lage im Wald ist ein Problem. Bisheriges Gebäude in Woffelsbach ist nicht mehr nutzbar.

Hinter Lammersdorf geht die Fahrt in Richtung Stolberg durch ein ziemlich monotones Stück Fichtenwald, ehe nach etwa drei Kilometern eine asphaltierte Zufahrt zum Gelände Langschoß führt. Auf diesem Gelände, besser bekannt als Radarstation, war einst das englische Militär untergebracht, um in Zeiten des Kalten Krieges verdächtige Signale aus dem Luftraum abzufangen. Heute sind in den ehemaligen Militärunterkunft abseits des Ortes die der Gemeinde Simmerath zugewiesenen Flüchtlinge (derzeit 22) untergebracht. Diese empfinden die Lage im Wald als nicht so romantisch wie mancher Außenstehende, denn der Kontakt zur Außenwelt ist hier nur unter erhöhtem Aufwand möglich.

Die isolierte Lage hat schon häufiger zu Diskussionen geführt. Nachdem die Gemeinde nun beabsichtigt, in Langschoß auch die Obdachlosenunterkunft einzurichten, lebte die Diskussion in der zurückliegenden Sitzung des Strukturausschusses noch einmal kurz auf. Dabei herrschte allerdings weitgehend Einigkeit darüber, dass Langschoß von den baulichen Voraussetzungen her absolut nicht zu beanstanden ist, wovon sich der Ausschuss auch bei einer Ortsbesichtigung überzeugte. „Es handelt sich eine vernünftige Unterkunft, die sich mit geringen Mitteln herrichten lässt“, meinte Alex Stiel (CDU). Zudem könne man in Langschoß auf einen hier dauerhaft anwesenden Hausmeister zurückgreifen, der für die Bewohner ein ständiger Ansprechpartner sei.

Die Gemeinde hat für Reparaturarbeiten und die Generalreinigung rund 3000 Euro eingeplant. Diese Mittel, so die Einschätzung von Siegfried Lauscher (SPD), werde bei weitem nicht ausreichen.

Der Umzug nach Langschoß wird für die Obdachlosen erforderlich, weil die bisherige Sammelunterkunft Seestraße in Woffelsbach ab dem 1. August nicht mehr zur Verfügung steht. Für das Haus in Woffelsbach stehen im Haushalt jährlich fast 10 000 Euro an Unterhaltskosten zur Verfügung. Aufgrund der neuen Situation hätten sich auch bereits Bewohner in Eigeninitiative um neue Unterkünfte bemüht, hieß es im Ausschuss.

Für Gregor Harzheim (SPD) stellte sich erneut die grundsätzliche Frage, ob Langschoß wegen der isolierten Lage der richtige Platz für eine Unterbringung sei. Erst nach dieser Debatte sollte man entscheiden, ob hier investiert werde.

Für Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns war es wichtig, dass die gesetzlichen Anforderungen, die an eine Obdachlosen-Unterkunft gestellt würden, auf Langschoß weit mehr als erfüllt seien. Schließlich seien Unterkünfte zuvor von Militärangehörigen genutzt worden. Langschoß sei eine „menschenwürdige Unterkunft; es wird niemand dorthin abgeschoben.“ Außerdem handelte es sich bei den Obdachlosen ausschließlich um Erwachsene ohne Kinder.

Die Mindest-Voraussetzungen würden in der Tat weit übertroffen, hielt auch Klaus Stockschlaeder (Grüne) als Ergebnis der Ortsbesichtigung fest. Die isolierte Lage sei aber dennoch ein Problem: Deshalb möge man bei der Unterbringung darauf achten, dass hier nur Erwachsene untergebracht würden. Bei Familien mit minderjährigen Kindern soll die Gemeinde nach anderen Möglichkeiten suchen.

Hermann-Josef Bongard (FDP) sprach mit Blick auf Langschoß von einer „klaren Verbesserung“, da das Wohngebäude in Woffelsbach nicht mehr nutzbar sei.

Der Ausschuss beschloss dann bei zwei Enthaltungen, dass das Gebäude Langschoß II als Obdachlosenunterkunft hergerichtet werden soll und die Verlegung der betroffenen Personen bis zum 1. August vorzunehmen.

Außerdem will die Verwaltung sich im Falle von obdachlosen Familien darum bemühen, dass für diese eine alternative Unterkunft gesucht wird. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 


Simmerath

14.06.2010

Immobilien werden zur großen Last
Gemeinde Simmerath denkt über anderweitige Nutzungen nicht mehr benötigter Gebäude nach. Hermanns setzt auf die Zukunfts-Werkstätten.

Das ist eine Vision: Im Jahr 2014 feiern die Bürger von Kesternich einen großen Erfolg: Golddorf im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Und das Besondere an diesem Ereignis: Das große Fest wird im Sport- und Kulturzentrum gefeiert – dem neuen Zentrum der Dorfgemeinschaft, das die Vereine und Bürger gemeinsam in großartiger Eigenleistung errichtet haben. Tatsache aber ist: Dieses Sport- und Kulturzentrum, das auf der Kesternicher Agenda neben der Ortsumgehung ganz oben steht, wird „ohne die Vereine und Bürger nichts“. Dies hat Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns unlängst auf dem „Zukunftstag“ sehr deutlich gemacht.

Ein anderes Projekt: Die neue Mitte Woffelsbach. Auch hier ist das Engagement der Bürger gefordert. „Sonst ist das Vorhaben kaum zu realisieren“, sagte der Bürgermeister vor Wochen auf dem „Simmerather Zukunftstag“. Dort hat er auch angekündigt: Die Gemeinde werde künftig nicht mehr in der Lage sein, alle gemeindeeigenen Gebäude zu unterhalten. Folglich müsse die Gemeinde etwa alte Schulen und Gemeinschaftshäuser an die Dorfgemeinschaften abgeben. Bürgermeister Hermanns kündigte Gespräche mit den Ortskartellen und Vereinen an. Er versicherte: Orte, die bereit sind, sich zu engagieren, werden Vorteile haben gegenüber Orten, die sich nicht engagieren.

Mit dem Thema „Übertragung von Gebäuden in andere Trägerschaften“ hat sich nun der der Strukturausschuss des Gemeinderates befasst, allerdings in nichtöffentlicher Sitzung. Auf Nachfrage erläuterte Bürgermeister Hermanns das Thema und das Ergebnis der Beratung im Ausschuss: Die Gemeinde besitze gut 50 Gebäude, die sie „laufend bewirtschaften“ müsse. Dabei brauche die Gemeinde längst nicht alle Häuser, um Pflichtaufgaben (wie Schulen und Kindergärten, aber auch die Unterbringung von Asylbewerbern und Obdachlosen) zu erfüllen.

900 000 Euro jährlich

Für die Unterhaltung von „unbeweglichem Vermögen“ und von „Grundstücken und baulichen Anlagen“ muss die Gemeinde in diesem Jahr mehr als 900 000 Euro aufbringen. Um den Haushalt zu entlasten, sollen etliche Gebäude verkauft werden, andere sollen, wenn möglich, an Vereine bzw. an Ortskartelle übertragen werden.

So ließen sich in Zukunft bei den Unterhaltungskosten Einsparungen erzielen. Die Verwaltung sieht als mögliche Verkaufsobjekte den alten Kindergarten in Strauch, das Haus des Gastes in Einruhr wie die alte Schule in Rurberg sowie die bisherige Obdachlosen-Unterkunft an der Seestraße in Woffelsbach. Der Erlös aus dem Verkauf könnte auch genutzt werden, um die Schulden zu verringern. Der Ausschuss hat die Verwaltung nun beauftragt, die Verkaufsbedingungen für den Kindergarten Strauch und das „Haus des Gastes“ in Erkensruhr und die alte Schule in Rurberg auszuarbeiten.

Andere Häuser könnten, so die Verwaltung, an Vereine und Ortskartelle übertragen werden. Gedacht ist dabei an diese Gebäude: die alten Schulen in Paustenbach, Huppenbroich und Rollesbroich sowie an das Gemeinschaftshaus an der Bachstraße in Eicherscheid.

Die Gemeinde, so hat der Ausschuss entschieden, wird mit den Vereinen, die diese Gebäude bislang nutzen, Kontakt aufnehmen, um „gemeinsam Übernahmemöglichkeiten zu prüfen“. Dabei geht es wohl auch um die Frage, wie diese Gebäude künftig genutzt werden können. Bürgermeister Hermanns denkt dabei auch an die so genannten „Zukunfts-Werkstätten“, die bisher in Eicherscheid, Einruhr, Huppenbroich, Kesternich und Woffelsbach tagten.

Die erste im Jahr 2006 eingerichtete „Zukunftswerkstatt“ in der Gemeinde Simmerath hieß damals noch „Dorf-Werkstatt“ und fand in Eicherscheid statt. Die „Eicherscheider Zukunfts-Werkstatt, die sich bereits mit dem Thema „Gemeinschaftshaus“ befasst hat, wurde damals fachlich vom Kreis Aachen und von der RWTH Aachen (Institut für Städtebau und Landesplanung) begleitet.

Manche Projekte wurden bereits umgesetzt, die Ausweisung einer Langlauf-Loipe, die Stabilisierung der Nahversorgung (Konsum). Die „Zukunfts-Werkstatt ist eine (von Zukunftsforschern wie Robert Jungk) entwickelte und begründete Methode, die Phantasie anzuregen, um mit neuen Ideen Lösungen für gesellschaftliche Probleme zu entwickeln – dazu gehört auch der Komplex: Bürger planen und gestalten die Zukunft ihres Dorfes.

Dorfmuseum im Feuerwehrhaus

Karl-Heinz Hermanns verweist dabei auf ein aktuelles Beispiel: Sobald das neue Gerätehaus der Feuerwehr in Steckenborn fertig ist, wird die Gemeinde das alte Feuerwehrhaus (zunächst für 30 Jahre) an das Ortskartell Steckenborn übertragen. Das Ortskartell will dort ein Dorfmuseum einrichten. Im Herbst wird sich der Strukturausschuss erneut mit dem Thema „Übertragung von Gebäuden“ befassen und über die Gespräche mit den Vereinen und Ortskartellen berichten. (rpa)

Quelle: Eifeler Zeitung

 


Simmerath

10.06.2010

Ärger:
Kein Vergnügen für die Anwohner

(P. St.)

Eine «ruhige Mainacht» wünschen sich in Zukunft die Anwohner im Umfeld des Simmerather Bushofes. Per Unterschriftenliste haben sie sich an die Gemeinde gewandt mit der Bitte, dem Treiben dort ein Ende zu setzen, das ihrer Meinung nach mit Tradition nur noch wenig zu tun hat.

Schon im vorigen Jahr gab es massive Kritik der Bürger, nachdem Gärten und Hecken rund um den Bushof zur Verrichtung der Notdurft aufgesucht worden waren. Daraufhin stellte die Gemeinde diesmal zwei Dixie-Toilettenhäuschen auf, die aber bereits nach kurzer Zeit umgestoßen wurden und so für den eigentlichen Zweck nicht mehr zur Verfügung standen.

In der Sitzung des Simmerather Strukturausschusses brachte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns jetzt das Schreiben der Anwohner zur Kenntnis und bezeichnete den Ärger der Bürger als «verständlich und nachvollziehbar.»

Gemeinde in der Verantwortung

Nach der Sommerpause, lautete sein Vorschlag, sollte man in gemeinsamen Gesprächen mit Bürgern, dem Ortsvorsteher und anderen Beteiligten überlegen, wie dem Problem zu begegnen sei. Keine Alternative ist es dabei aus Sicht des Bürgermeisters, «dass die Gemeinde den Bushof sperrt und sich aus der Verantwortung zieht.» Damit würde man das Problem nur verlagern.


So heruntergekommen wie der Bushof aussieht, ist er eine Schande für unsere Gemeinde.

Überall liegen Glasscherben, Kippen, Kronkorken, Kaugummi, in den Abenstunden und an den Wochenenden trifft man auf alkoholisierte Jugendliche.

Wie kann man das unterbinden bzw. abschaffen? Meiner Meinung nach sollte man überall ein wenig machen. Eltern, Schule und Streetworker sind hier die richtige Adresse. Verbote bringen nicht viel, es werden immer andere Orte gefunden an denen die Jugendlichen alkoholische Getränke zu sich nehmen. Z.B. im Bereich des Musikpavillons. Auch hier Unrat und Glasscherben.

MEINEMEINUNG
Webmaster


Ärger:
Rurberg: Motorräder als Nervensägen

Anwohner aus Rurberg bezeichnen den Lärm an den Wochenenden als „nicht mehr hinnehmbar.“ In Kürze ein Gespräch mit den Behörden. Tourismus und Bürgerinteressen treffen aufeinander.

Seit jeher gehören Motorräder zum Bild der Nordeifel. Besonders an den schönen Wochenenden im Sommer kommen die Zweiräder scharenweise in die Rursee-Region, und man hat den Eindruck, dass es immer mehr werden.

Forderung: Gemeinde sperren

Diesen Eindruck teilen auch Bürger aus Rurberg, die in einem Beschwerdebrief die Gemeinde Simmerath wissen ließen, dass der Motorradlärm „nicht länger hinnehmbar“ sei. In dem Brief, den Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns jetzt dem Strukturausschuss zur Kenntnis brachte, wurde gefordert, dass Simmerather Gemeindegebiet komplett für Motorräder zu sperren. Eine solche radikale Maßnahme, ließ der Bürgermeister gleich durchblicken, komme wohl nicht Betracht, zumal das Problem nicht die Motorradfahrer im allgemeinen seien, sondern jene Zweiradfahrer, „die in den Eifelkurven testen, was ihre Maschinen hergeben.“

Aufgrund der Bürger-Beschwerden werde aber in Kürze eine Zusammenkunft mit Polizei, Landesbetrieb Straßenbau, Ordnungsamt, Straßenverkehrsamt sowie weiteren Behörden stattfinden, um nach Lösungen zu suchen.

Motorradfahren in der Eifel bezeichnete Hermanns als eine Medaille mit zwei Seiten. Vom ADAC werde die Nordeifel komplett als attraktives Gebiet empfohlen, wobei die Interessen des Tourismus und der Bürger in Einklang gebracht werden müssten.

Schwierig ist das bei einer Situation wie sie am vergangenen Wochenende herrschte. „Wie ein Erdbeben!“, wird so mancher Bewohner der Monschauer Altstadt gedacht haben. Anlass war das siebte internationale „Bulldog-Treffen“, zu dem 165 Motorradliebhaber aus Holland, Belgien, Österreich, Deutschland und England angereist waren. Gemeinsam erkundeten die Biker bei insgesamt elf angebotenen Touren Eifel und Ardennen.

In der «Applauskurve» endet der Sonntagsausflug

Rurberg. An der Leitplanke in der Kurve künden Zahlen von fragwürdigen Geschwindigkeitsrekorden. Die Zahl der Verletzten hat niemand notiert. Am Sonntag kam in der «Applauskurve» auf der L166 bei Rurberg wieder einer hinzu.

Den Namen hat die Kurve von einem kleinen Hügel auf einem zugeschütteten ehemaligen Parkplatz, auf dem an schönen Sommertagen die Schlachtenbummel die Geschwindigkeits- und Schräglagenrekorde waghalsiger Zweiradfahrer beklatschen. Ob es am Sonntag auch Applaus gegeben hat, ist nicht überliefert. Eher wohl nicht.

Als Polizei und Rettungsdienste kurz nach 15 Uhr alarmiert wurden und wenig später am Unfallort eintrafen, war möglicherweise mal wieder ein Rekordversuch danebengegangen.

Motorradfreunde des Verunglückten kümmerten sich um den Verletzten und seine erheblich beschädigte Maschine, bevor der Unfallfahrer mit dem Rettungswagen ins Simmerather Krankenhaus eingeliefert wurde.

Über Unfallursache und -hergang konnte die Polizei am Sonntag Nachmittag noch keine Angaben machen. Vermutlich war es wie immer: Nicht angepasste Geschwindigeit.

„Angefangen hat alles mit einem kleinen Forum, in dem sich Interessierte über den seltenen Motorradtyp Yamaha BT 1100 Bulldog austauschen konnten“, erklärt Jörg Gierth, Organisator des Treffens. „Irgendwann ist mir dann die Idee gekommen, ob wir uns nicht mal treffen sollten.

In diesem Jahr hatten sich die Maschinen, von denen europaweit insgesamt nur 4000 Stück verkauft wurden, und ihre Besitzer in Monschau eingefunden, wo sie im Carat-Hotel ihre Unterkunft fanden. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

Simmerath

09.06.2010

Schwimmhallen-Entscheidung dieses Jahr

Planungen in Simmerath laufen zweigleisig: Gespräche mit Monschau über gemeinsamen Standort und eine eigene Konzeption.

Die unter hohem öffentlichen Interesse geführte Diskussion, ob eine gemeinsame Schwimmhalle für die Nachbarkommunen Simmerath und Monschau gebaut wird oder jede Kommune ihre eigene Planung verfolgt, soll keine Endlos-Schleife werden. Noch in diesem Jahr wird eine Entscheidung fallen. Dies kündigte Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns jetzt bei der Sitzung Strukturausschusses an, wo die Schwimmbad-Frage unter Anwesenheit von rund 25 Zuhörern im Rathaus (darunter eine Reihe Vertreter der neugegründeten IG Schwimmbad) intensiv und teilweise kontrovers diskutiert wurde. Bekanntlich sind beiden Schwimmhallen aufgrund von Baumängeln geschlossen.

Zwei Grundstücke ausgesucht

Beschlossen wurden mehrheitlich, gemeinsame Gespräche mit der Stadt Monschau zu führen, wobei die von der SPD beantragte Beteiligung der Faktionen abgelehnt wurde, ebenso wie der Zusatz, dass die Gespräche das vorrangige Ziel einer gemeinsamen Halle verfolgen sollten. Parallel soll die Verwaltung für Simmerath an einer eigenen Konzeption weiter arbeiten und zur nächsten Sitzung einen konkreten Finanzierungsplan vorlegen.

Einigkeit herrschte im Ausschuss darüber, dass die Gemeinde in der Schwimmbad-Frage zweigleisig fährt. Einerseits stehen nächste Woche Gespräche mit der Spitze der Monschauer Stadtverwaltung über die Chancen für ein gemeinsames Projekt an, andererseits legte die Verwaltung dem Ausschuss ein komplettes Konzept für Simmerath vor. Demnach wurde für eine neue Schwimmhalle das Grundstück zwischen den Kleinspielfeldern und dem Lehrparkplatz an der Hauptschule ins Auge gefasst, während der neue Kunstrasenplatz der Hansa neben dem Katastrophenschutzentrum errichtet werden könnte, was von den Interessen des Landschaftsschutzes her am ehesten umsetzbar erscheint.

Schon jetzt ließ der Bürgermeister wissen, dass für einen neuen Sportplatz eine „wesentliche Eigenbeteiligung des Vereins zwingende Voraussetzung“ sei. Diese Bereitschaft zur Mitwirkung hat die Hansa-Gemeinschaft bereits erkennen lassen.

„Es gibt auch jede Menge Argumente für getrennte Schwimmhallen, und es steht noch lange nicht fest, ob eine gemeinsame Halle wirklich die beste Lösung ist.“
Bernd Goffart, CDU-Fraktion Simmerath

Im Augenblick als schwierig betrachtete Alex Stiel (CDU) ein gemeinsames Schwimmbad mit Monschau, da der bestehende Ratsbeschluss, das Vennbad Monschau am vorhandenen Standort energetisch zu sanieren, das Projekt „neutralisiert“. Dennoch solle man die Gespräche mit Monschau fortsetzen, wobei eine finanzielle Beteiligung Simmerath am Vennbad ausgeschlossen sei.

Gregor Harzheim (SPD) appellierte, die Chance der kommunalen Zusammenarbeit zu ergreifen. Die SPD favorisiere eine gemeinsame Halle für Monschau und Simmerath an einem zentralen Ort. Diese Option solle trotz zweigleisiger Planung Vorrang genießen. Er glaube, dass in Monschau „das letzte Wort noch nicht gesprochen“ sei. Ein gemeinsame Halle sei attraktiver für alle Beteiligten, vor allem auch im Hinblick auf die Unterhaltungskosten. Zudem müsse man berücksichtigen, dass sich die Schullandschaft in den nächsten Jahren verändern werde.

Claus Brust (UWG) sah Verwaltung und CDU bereits festgelegt in der Standortfrage für ein neues Schwimmbad. Die Finanzierung als wichtigster Aspekt sei dabei nicht angemessen berücksichtigt worden. Angesichts der intensiven öffentlichen Diskussion sah Brust bereits ein Bürgerbegehren für eine gemeinsame Schwimmhalle nahen. Er frage sich zudem, wieso die baulichen Mängel an der Simmerather Halle nicht früher erkannt worden seien.

Eine gemeinsame Schwimmhalle genießt auch Vorrang bei den Grünen, wie Klaus Stockschlaeder erläuterte. Selbst ein Standort Simmerath sei von der Lage her für die Monschauer Schulen zumutbar.Zur Frage, was man als „akzeptablen Standort“ bezeichnen könne, hatte sich Bernd Goffart (CDU) seine Gedanken gemacht. Von einem Standort am Gericht habe niemand etwas, „da alle fahren müssen.“ Die Schwierigkeit bestehe darin, alle politischen Interessen unter einen Hut zu bringen, denn eine Kommune mit einem eigenen Schwimmbad sei attraktiver. Goffart: „Es gibt auch jede Menge Argumente für getrennte Schwimmhallen.“ Im übrigen stehe noch lange nicht fest, „ob eine gemeinsame Halle wirklich die beste Lösung ist“.

Man möge die „praktische Vernunft abseits territorialer Interessen“ regieren lassen, forderte Stephan Weber (UWG). Es gehe um ein Projekt, dass möglichst allen Interessen gerecht werden solle, „und da drängt sich eine gemeinsame Lösung auf“.

Keine „Alibi-Gespräche“

Für Hermann-Josef Bongard (FDP) steht aber noch keineswegs fest, dass eine gemeinsame Schwimmhalle preiswerter ist. Es gebe „gute Gründe“, die für den Standort Vennbad in Monschau, aber auch für Simmerath sprechen würden. Daher sollte man offen in die Diskussion gehen.

Abschließend hielt Bürgermeister Hermanns fest, dass man keineswegs festgelegt sei, sondern beide Varianten prüfen werde. Er habe nicht die Absicht, mit Monschau „Alibi-Gespräche“ zu führen. Er sehe zwar, dass der Vorschlag für eine gemeinsames Schwimmbad „viel Beifall“ in der Öffentlichkeit auslöse, „aber allein die Fakten zählen“.

Zum baulichen Zustand der 1963 gebauten Schwimmhalle erläuterte der Bürgermeister, dass von fachlicher Seite der Halle stets ein „Top-Zustand“ bescheinigt worden sei. Es habe sich aber im Zuge der Untersuchungen herausgestellt, dass offenbar schon beim Bau der Halle bei der Beton-Dichtigkeit „nicht optimal“ gearbeitet worden sei. (P. St.)

Keine Altlasten und neues Turnhallen-Konzept
Eine Sorge weniger bei der Neuplanung von Schwimm- und Turnhalle hat die Gemeinde Simmerath schon einmal. Das Gelände der Josef Jansen-Sportstätte ist frei von Altlasten, wie aktuelle Bodenproben ergaben. Im diesem Bereich befand sich früher die Simmerather Müllkippe. Sollten Turn- und Schwimmhalle abgerissen werden und der Sportplatz verlegt werden, um das Gebiet in Bauland umzuwandeln, gäbe es aus umwelttechnischer Sicht keine Bedenken. Keine Bedenken hat Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns auch, dass es durch den Wegfall einer Turnhalle einen Engpass bei den Hallen-Kapazitäten geben könnte. Das jetzige Nutzungskonzept sei „völlig überholt“. Hermanns konnte sich sowohl eine Hallenöffnung an Samstagen und Sonntagen vorstellen, wie auch Öffnungszeiten bis 23 Uhr. Auch sei zu prüfen, ob den Fußballern das komplette Winterhalbjahr über Hallenstunden zur Verfügung gestellt werden müssten. „Hier müssen wir flexibler sein.“

Quelle: Eifeler Zeitung

 

Malteser KRANKENHAUS St. Brigida
Die Ära der Malteser geht zu Ende

Kommt es am 15.06.2010 zur Vertragsunterzeichung?
Oder fahren die Malteser St. Brigida gegen den Baum?

09.06.2010

Soll es bei der Übernahme durch die Städteregion zum 1. Juli bleiben, muss der Vertrag dann stehen

Von Ernst Schneiders

Simmerath. Die Malteser im Simmerather St. Brigida-Krankenhaus haben sich reichlich Zeit gelassen mit dem Vertragsentwurf für die Übergabe des Hauses an die Städteregion Aachen. So viel Zeit, dass sogar der Übergabezeitpunkt 1. Juli im Gefahr zu geraten schien. Noch ist dieser Termin nicht in trockenen Tüchern, aber inzwischen sind die Herrschaften um Karl Prinz zu Löwenstein in die Puschen gekommen, denn am Montag wurde mit Vertretern der Städteregion sieben Stunden verhandelt. Über Details des langen Vertragspokers hüllte sich Detlef Funken, Pressesprecher der Städteregion Aachen, gestern in Schweigen. Zu Vertragsinhalten und strittigen Punkten gebe es zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu berichten, so Funken. Nur soviel: Am kommenden Dienstag wird weiter verhandelt. Dieser 15. Juni ist auch Ultimo, soll es mit dem Übergabetermin 1. Juli klappen.

„Optimistische Zuversicht“

Auch wenn es sich um ein Vertragswerk „erheblichen Ausmaßes“ handele, verspüre man im Haus der Städteregion in Aachen „optimistische Zuversicht, die Kurve zu kriegen“, so Funken. Die Städteregion sei jedenfalls nach wie vor brennend interessiert, den Termin 1. Juli einzuhalten, „und die Malteser noch viel mehr, die haben kein Interesse, in die Insolvenz zu fahren“.

Die Städteregion Aachen, so ist es vorgesehen, soll ab 1. Juli das Krankenhaus (ohne das Stift Seliger Gerhard) als Trägerin übernehmen, allerdings nur vorübergehend, um den fortlaufenden Betrieb und damit die Versorgung der Nordeifeler Bevölkerung sicherzustellen.

Im Hintergrund steht bereits ein Konsortium mehrerer anderer Krankenhausträger bereit, die das St. Brigida-Krankenhaus in absehbarer Zeit in gemeinsamer Trägerschaft weiterführen wollen. Auch deren Interesse dürfte es laut Funken sein, dass die Verhandlungen zügig zum Abschluss kommen.

Aus dem Dunstkreis des Krankenhauses wird berichtet, dass die Malteser ein Defizit von mindestens zwei Millionen Euro vor sich herschieben. Das konnte Detlef Funken nicht bestätigen: „Das ist keine der Zahlen, die in unserem Hause genannt worden sind.“ Eine Zahl ist auch Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns nicht bekannt. Allerdings, so der Verwaltungschef, habe Karl Prinz zu Löwenstein auch öffentlich nie einen Hehl daraus gemacht, dass das Krankenhaus jährlich dicke rote Zahlen einfahre.

Im Übrigen setzt Hermanns alles auf die Verhandlungskommission der Städteregion, die mit Städteregionsrat Helmut Etschenberg sowie dessen Dezernenten Axel Hartmann und Günter Schabram „hochkarätig besetzt“ sei. Hermanns: „Ich hoffe sehr, dass es am 15. Juni eine Einigung geben wird.“


16.06.2010

Angemerkt
Ungebrochen optimistisch:
Krankenhaus soll am 1. Juli übergeben werden

von Ernst Schneiders (Eifeler Zeitung)
denkt nach über Verhandlungen und Fristen

Die Vertragsparteien haben (am Dienstag) bis in die späten Abendstunden beraten; weitestgehend abschließend! Mit diesen Worten beginnt die knappe Stellungnahme der Städteregion Aachen zu den Verhandlungen mit den Maltesern über die Vertragsgestaltung zur Übernahme des St. Brigida- Krankenhauses in Simmerath.

Dienstag, 15. Juni, war nach Informationen aus dem Haus der Städteregion Ultimo, sollte der Übergabetermin 1. Juli eingehalten werden können. Dieser Termin ist nach der dürren und unscharfen Erklärung aus dem Hause Etschenberg möglicherweise nicht zu halten.

Städteregionsrat Helmut Etschenberg und seine beiden Dezernenten Axel Hartmann und Günter Schabram haben sich in der Vergangenheit, und das ist kein Geheimnis, mächtig ins Zeug gelegt, um den Übergabetermin 1. Juli zu sichern. Dieses Engagement ist nicht nur von Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns auch öffentlich immer wieder in höchsten Tönen gelobt worden.

Wer bislang nicht oder nicht rechtzeitig funktioniert hat, ist Malteser-Geschäftsführer Karl Prinz zu Löwenstein und dessen Truppe. Das ist auch Tenor der Stellungnahme der Städteregion, auch wenn zu Löwenstein & Co. nicht ausdrücklich erwähnt werden. Im Klartext: Die Malteser-Geschäftsführung pokert jetzt noch um möglichst günstige Konditionen. Fährt die Übergabe vor die Wand, droht den Maltesern die Insolvenz.

Doch zumindest dieses Tal der Tränen scheint durchschritten. „Es zeichnet sich ab, dass die Verwaltung der Städteregion Aachen einen positiven Beschlussvorschlag für den Städteregionsausschuss und den Städteregionstag vorbereiten wird, worin die Politik unter bestimmten Rahmenbedingungen um Zustimmung zur Übernahme gebeten wird“, lässt Pressesprecher Detlef Funken wissen und spricht auf Nachfrage von einer „positiven Perspektive“. Mit anderen Worten: Finale Klarheit gibt es noch nicht und grenzenlose Zuversicht klingt irgendwie auch anders.

Und genau so geht es in den Zeilen aus Aachen weiter: „Bezüglich dieser Rahmenbedingungen wurde zunächst Stillschweigen vereinbart, da sowohl die Malteser eine interne Rückkopplung brauchen als auch der Städteregionsrat die Möglichkeit nutzen möchte, zunächst die Fraktionsspitzen zu informieren, die im Städteregionstag vertreten sind.“

Darüber hinaus müssten die Vertragsentwürfe auf der Basis der Gesprächsergebnisse präzisiert und ergänzt werden. Auch darüber sei zunächst Stillschweigen vereinbart worden.

Allen Hindernissen, die noch aus dem Weg geräumt werden müssen, zum Trotz gibt man sich im Haus der Städteregion ungebrochen optimistisch. Wenn man unter den „bestimmten Rahmenbedingungen“ den Vertrag zum 1. Juli hinbekomme, dann bleibe auch der 1. Juli als Übergabetermin bestehen. Wenn es denn so kommt, werden viele Menschen in der Eifel erleichtert sein. Zweifel bleiben.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

Braunkehlchen legt Ravel-Radweg lahm

Sourbrodt/Kalterherberg

Braunkehlchen
Vennbahntrasse

Wallonische Region hat den Ausbau der Trasse zwischen Kalterherberg und Sourbrodt wegen der seltenen Vogelart abgelehnt.

Für die Städteregion ist noch nicht aller Tage Abend

Verwaltungschef Helmut Etschenberg glaubt an Erfolg des Ravel-Radweges. Temporäre Sperrungen wie im Hohen Venn denkbar.

Nordeifel. Längst nicht aller Tage Abend ist für Städteregionsrat Helmut Etschenberg nach der Entscheidung der Wallonischen Region. Und auch das Ende der ambitionierten Ravel-Route als grenzübergreifendes Vorzeigeprojekt sieht Etschenberg nicht als Drohkulisse aufziehen, „denn wir alle wollen die attraktive Ravel-Route unbedingt umsetzen“.

Etschenberg: „Der Antrag auf Ausnahmeregelung für das Anlegen eines Ravel-Weges durch das Rurtal zwischen Kalterherberg und Sourbrodt wurde zunächst abgelehnt. Diese Entscheidung bedeutet jedoch nicht das Aus der Ravel-Route, zumal auch von der belgischen Seite weitere Lösungen zur Nutzung der vorgesehenen Trasse geprüft werden.“

Die Ravel-Route soll nach Etschenbergs Worten den Projektzielen in der Qualität eines Premium-Radweges ausgebaut und touristisch vermarktet werden. Das bedeute im Wesentlichen einen barrierefreien Ausbau des Weges mit einer Steigung von maximal drei Prozent. Dieser Ausbau müsse auch auf der geplanten Trasse umgesetzt werden, weil ansonsten die Attraktivität des Projektes gefährdet wäre.

„Starkes Interesse“

Teilbereiche der Strecke führten, so Etschenberg weiter, durch schützenswerte Naturgebiete, für die einschlägige EU-Richtlinien zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume von Pflanzen sowie wild lebender Tiere gelten. „An deren Einhaltung haben auch wir in der Städteregion Aachen starkes Interesse.“ Lösungsansätze ergäben sich hierbei durch die Einrichtung von Kompensationsflächen zur ungestörten Brutaufzucht.

In einem Gespräch mit Tourismusministerin Isabelle Weykmans, Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter sowie den Bürgermeistern Karl-Heinz Hermanns aus Simmerath und Manfred Eis aus Roetgen habe unter allen Beteiligten Einigkeit bestanden, dass der Ausbau der Ravel-Route in der geplanten Variante höchste Priorität genieße. Zur Wahrung der Belange des Naturschutzes sei ein unabhängiger Sachverständiger beauftragt worden, sich intensiv und detailliert mit dem Brutverhalten des Braunkehlchens zu beschäftigen. Nach dessen Einschätzung besiedele das Braunkehlchen die Eifel nur im Sommerhalbjahr.

Der brutbedingte Rückzug beginne frühestens in der letzten Aprildekade und erstrecke sich bis in die letzte Maidekade. Die Störempfindlichkeit der Art werde als gering eingeschätzt, außer zur Zeit der Aufzucht, die sich bis Mitte Juli erstrecke. Insofern käme laut Etschenberg in dem Zeitraum von Anfang Mai bis Mitte/Ende Juli eine Sperrung des Radweges in Betracht.

Diese temporären Sperrungen hätten sich in der Vergangenheit im Hohen Venn bewährt. „Deshalb sehe ich hierin eine pragmatische Lösung. Wichtig ist, dass für diese Zeit eine vertretbare Umgehungsmöglichkeit gefunden wird, für die es bereits erste Überlegungen gibt. Sie kann und darf aber keine Dauerlösung sein.“

Von Enttäuschung über den Entscheid aus Belgien möchte Helmut Eschenberg deshalb auch nicht sprechen. Bei EU-Projekten dieser Größenordnung sei allen Beteiligten klar, dass unterschiedliche Belange zu berücksichtigen und in Einklang zu bringen seien. Etschenberg geht davon aus, dass im konstruktiven Austausch mit den Partnern auf beiden Seiten eine Lösung gefunden wird. (ess)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

22.05.2010

Arbeiten am Rathaus

Die energetische Sanierung des Rathauses schreitet voran

 

Was ist ein Beigeordneter ?

Ein Beigeordneter ist Vertreter des Bürgermeisters und für ein oder mehrere Bereiche in der Stadtverwaltung zuständig. Er ist hier dem Bürgermeister beigeordnet, eben ein Beigeordneter, weil der Bürgermeister natürlich nicht alles alleine in die Hand nehmen kann.

Der Rat einer Gemeinde kann einen Beigeordneten auf eine Wahlzeit von 8 Jahren wählen.

Neuer Beigeordneter in Simmerath

Brauchen wir eine Wiederbesetzung der Beigeordnetenstelle? – Oder sollten wir vor dem Hintergrund der Haushaltslage besser darauf verzichten? „Müssen wir vielleicht sogar darauf verzichten?“, lautete die Frage. Die einstimmige Antwort der CDU lautet: Wir brauchen eine Wiederbesetzung der Beigeordnetenstelle. Ja, die Wiederbesetzung macht Sinn. Sie ist in der gegenwärtigen Haushaltssituation verantwortbar. Und sie wird sich bezahlt machen.

Selbstverständich müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein müssen, damit sich diese Wiederbesetzung tatsächlich lohnt. Wir brauchten unbedingt eine Person, mit hervoragender Qualifikation, eine Person die zur Gemeinde und zu den Bürgern passt. Jemand, der Simmerath nicht als Sprosse auf seiner Karriereleiter betrachtet, sondern sich wirklich ernsthaft mit den Problemen und der Zukunft unserer Gemeinde auseinandersetzt.

Ein hochqualifizierter Beigeordneter tut uns gut, einer der mehr leistet als eine Vertretung des Bürgermeisters, wie § 68 der Gemeindeordnung sie vorsieht. Auch die Struktur und Aktivität unserer Verwaltung wird mit einem neuen Beigeordneten noch weiter gewinnen. Da sind wir auf einem guten Weg.

Die vielfältigen Aufgaben des Bürgermeisters und Verwaltungschefs, erfordern die personelle Verstärkung. Die Kooperation mit anderen Kommunen bei der Aufstellung von Förderprojekten gewinnt immer mehr an Bedeutung, was zu zahlreichen Terminen „außer Haus“ führt, wo Simmerath „qualifizierte Präsenz zeigen“ muss.

Letztlich erhalten wir von einem Beigeordneten eine Gegenleistung, die sich bezahlt macht.

Wir sind ganz sicher, dass wir mit dem 37-jährigen Justitiar Roger Nießen die richtige Wahl getroffen haben.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


KRANKENHAUS

Simmerath

28.05.2010

Die CDU-Simmerath
fordert die Malteser unverzüglich zu konstruktiven Verhandlungen auf

Mit dem klaren Bekenntnis zum Krankenhaus Simmerath hat die Städteregion den Fortbestand des Krankenhauses zum 01.07.2010 zugesichert.

Mit den dafür erforderlichen Vertragsverhandlungen kommt man nicht richtig in die Gänge. Offensichtlich liegt es an den Maltesern, die immer wieder mit neuen Problemen aufwarten.

Die Städteregion braucht dringend klare vertragliche Regelungen, um am 1. Juli in Simmerath einsteigen zu können. Auch andere Krankenhaus-Träger, die sich zusammenschließen wollen und Interesse an der Übernahme des Krankenhauses Simmerath zeigen, können nicht länger warten.

Die CDU-Simmerath fordert die Malteser unverzüglich zu konstruktiven Verhandlungen auf.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Monschau/Simmerath

26.05.2010

Schwimmbad:
Nachbarkommunen sollen genau rechnen

Von Peter Stollenwerk

Monschau/Simmerath. Hoch schlugen zeitweise die emotionalen Wellen bei einer Bürgerversammlung, zu der die Interessengemeinschaft «Schwimmbad» ins Hotel Jägersruh nach Konzen eingeladen hatte.

Das Interesse an der Thematik, die momentan die öffentliche Diskussion bestimmt, war groß. Rund 70 Bürger aus Simmerath und Monschau fanden diskutierten knapp zwei Stunden lang.

Die zentrale Frage war, ob die beschlossene Sanierung des Vennbades Monschau am alten Standort Sinn macht oder ob ein gemeinsamer Schwimmbad-Standort mit Simmerath nicht zukunftsweisender ist.

Die Interessengemeinschaft, die sich an diesem Abend nicht näher vorstellte, sah durch die Tatsache, dass nach Monschau jetzt auch das Simmerather Schwimmbad wegen Baufälligkeit geschlossen wurde, «geänderte Voraussetzungen» und die Chance, «andere Lösungen mit der Bevölkerung abzuwägen.»

Nach teils intensiv geführter Diskussion stand am Ende des Abends ein Ergebnis, mit dem unter dem Strich alle zufrieden sein konnten. Die Zeit bis zum geplanten Baubeginn des Vennbades im September
Stark besucht war die Bürgerversammlung der «Interessengemeinschaft Schwimmbad» in Konzen. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob das Vennbad Monschau saniert werden soll oder ein gemeinsames Projekt mit Simmerath sinnvoller ist. Foto: P. Stollenwerk
soll genutzt werden, dass die beiden Kommunen im Gespräch noch einmal genau rechnen, ob ein gemeinsames Schwimmbad machbar ist und wie es um die Folgekosten steht. Am runden Tisch beteiligt werden sollen auch die Schwimmabteilungen der beiden Sportvereine Tura Monschau und Hansa Simmerath sowie die Fraktionsvorsitzenden beider Kommunen.

Eingebracht hatte diesen Vorschlag Werner Krickel von den Monschauer Grünen («Man sollte die Frage auf den Punkt bringen.») Und für Monschau sei die entscheidende Frage, dass der städtische Haushalt nicht mit mehr als zwei Millionen Euro Eigenanteil für einen Schwimmbad-Neubau, der insgesamt sechs Millionen Euro kostet, belastet wird. Das Gespräch mit Simmerath werde dann zeigen, «ob Monschau bei zwei Millionen landet.»

Auch Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter, die der Einladung der Interessengemeinschaft gefolgt war, konnte sich mit diesem Vorschlag anfreunden, betonte aber, dass es bereits Gespräche gegeben habe und die Kämmerer beider Kommunen auch schon gerechnet hätten. Dennoch freue sie sich «auf das Gespräch mit Simmerath, insbesondere über die Frage der Kostenaufteilung.»

Margareta Ritter, die teilweise einen schweren Stand hatte, konzentrierte ihre Argumentation auf die Frage der Folgekosten. Zwar dränge sich in der jetzigen Situation die Frage der Kooperation mit Simmerath auf und es wäre auch möglich, bereits zugesagte Fördergelder umzuwidmen, aber die Kostenbelastung für ein Schwimmbad richte sich proportional nach der Anzahl der erzielten Schülerschwimmstunden, und dies seien im Falle Monschau 1920.

Angesichts der jetzigen Haushaltslage sei man gezwungen, jede Investition unter dem Gesichtspunkt der Folgekosten betrachten. Simmerath sei nach Recht und Gesetz nicht verpflichtet sei, mehr Anteile zu tragen; dies betreffe auch beispielsweise die Schülerfahrtkosten. Alle diesen Kosten würden von Monschau getragen, «und Simmerath beteiligt sich mit keinem Cent», machte Margareta Ritter deutlich. Daher sei ein neuer Schwimmbad-Standort auch für Monschau nicht attraktiv. «Er rechnet sich nicht.»

Landeszuweisungen für Simmerather Schüler fließen nach Monschau

Die CDU Simmerath hat in den Haushaltsplan der Stadt Monschau für das Jahr 2008 geschaut, und einige interessante Zahlen ausfindig gemacht. Demnach besuchen rund 220 Schüler aus Simmerath die städtische Realschule und rund 290 Schüler aus Simmerath das städtische Gymnasium in Monschau.

Für jeden Simmerather Realschüler hat die Stadt Monschau im Jahr 2008 eine Landeszuweisung von rd. 765 Euro und damit insgesamt rd. 170 000 Euro erhalten. Für jeden Simmerather Gymnasiasten gab das Land der Stadt Monschau rd. 815 Euro und damit insgesamt rd. 233 000 Euro. Damit erhielt die Stadt Monschau im Jahr 2008 über 400 000 Euro Landeszuweisung ausschließlich für die Simmerather Schüler.

Sie verwies ferner darauf, dass das Schwimmbad in Monschau bereits seit 18 Monaten geschlossen sei, und sich die Stadt daher auch in einer ganz anderen Zwangslage als Simmerath befinde, wo nach Schließung der Halle immer noch das Lehrschwimmbecken in Lammersdorf zur Verfügung stehe.

Für Monschau stünden sechs Millionen Euro bereit, der politische Beschluss sei gefasst worden, und es seien auch bereits 300.000 Euro an Planungskosten investiert worden.

Margareta Ritter machte auch ihrem Ärger darüber Luft, dass «an Monschau vorbei diskutiert wird und die beiden Kommunen politisch gegeneinander vorgeführt werden.»

Immer wieder Gegenstand der Diskussion war auch das Beispiel des neuen Freizeitbades in Wassenberg, das die SPD Monschau zuletzt mit 4,5 Millionen Baukosten ins Spiel gebracht hatte.

Weder Planung, Erschließung noch Grundstückserwerb sei dabei eingerechnet worden, ließ die Bürgermeisterin Zweifel an der Rechnung aufkommen. Nicht zuletzt sei die ausführende Firma inzwischen auch insolvent.

Monschauer Ratsbeschluss maßgebend

Eingeladen zu der Bürgerversammlung der Interessengemeinschaft Schwimmbad war auch der Simmerather Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns. Er hatte allerdings den Initiatoren seine Teilnahme mit der Begründung abgesagt, dass er nicht in eine interne Monschauer Angelegenheit eingreifen möchte. Maßgebend sei für ihn der Ratsbeschluss in Monschau, wonach der Neubau des Vennbades am alten Standort beschlossen worden sei. Auf der Grundlage dieses Ratsbeschlusses habe die Gemeinde Simmerath ihre Bemühungen verstärkt, ein eigenes Schwimmbadprojekt auf die Beine zu stellen, sagte der Simmerather Bürgermeister auf Nachfrage der Lokalredaktion.

In der nächsten Sitzung des Strukturausschusses am 8. Juni würde die Planung näher vorgestellt.

Quelle: Eifeler Zeitung

«Ein Ratsbeschluss lässt sich rückgängig machen, und man sollte auf die Stimmen der Bürger hören,» griff Dietmar Schütteler, der im Monschauer Stadtrat die Linke vertritt, die Stimmungslage auf, und auch Günter Rasch vom Campingplatz Perlenau forderte dazu auf, «politische Barrieren zu überwinden», wobei der jetzige Standort des Vennbades enorm wichtig für die touristischen Belange sei. «Simmerath hat den Rursee, und Monschau liegt trocken.» Diese Argumentation unterstützte auch Thomas Ritter von der Jugendherberge Hargard: «Der Verlust des Vennbades wäre eine Katastrophe.» Schon jetzt schreibe man «Riesenverluste» wegen der Schließung.

Gregor Mathar von der Monschauer SPD sah es als unbedingt erforderlich an trotz aller Gegensätze, «Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten.» Die Voraussetzungen hätten sich inzwischen geändert und er halte einen Schwimmbadzweckverband zwischen Monschau und Simmerath für denkbar.

Ein gemeinsames Bad für Monschau und Simmerath zwischen 4,5 und fünf Millionen Euro Kosten sah Ingo Braun von der Schwimmabteilung der Hansa Simmerath als machbar an und bezog sich dabei auf einen namentlich genannten Bäder-Fachmann «Man muss es nur wollen.»

Jener zitierte Experte habe den Bauauftrag in Monschau nicht erhalten, relativierte Margareta Ritter diese Aussage.

Am Ende der Versammlung ließ eine Bürgerin dann noch einmal Dampf ab, und sprach von einem «Trauerspiel», was die Kooperation der beiden Kommunen betreffe. «Kinder und Familien sitzen auf dem Trockenen, und Ihr zankt Euch wie die Kesselflicker!»

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

12.05.2010

Außerordentliche Versammlung der Hansa Schwimmabteilung

Gemeinsamkeit macht in der Not stark: Mit rund 250 Teilnehmern war die Turnhalle der Josef-Jansen-Sportstätte gefüllt, als die Schwimmabteilung der Hansa Simmerath zur außerordentlichen Abteilungsversammlung anlässlich der Schwimmhallenschließung eingeladen hatte. Vereinsvorsitzender Manfred Abel moderierte die Veranstaltung.
Foto: P. Stollenwerk

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

22.05.2010

Zum Schwimmen jetzt nach Lammersdorf

Lammersdorf. Die Gemeindeverwaltung Simmerath gibt die Öffnungszeiten des Lehrschwimmbeckens in der Grundschule Lammers­dorf, Im Pohl, bekannt, nachdem die Schwimmhalle Simmerath wie mehrfach berichtet infolge von Baumängeln beschlossen worden ist:

Dienstag, 16 bis 21 Uhr Familienbad,
Mittwoch 6.30 bis 8 Uhr Frühschwimmen,
Donnerstag 18 bis 21 Uhr Familienbad,
Freitag 6.30 bis 8 Uhr Frühschwimmen, 18 bis 21 Uhr Familienbad,
Samstag 9.30 bis 12.30 Uhr Familienbad, 14 bis 16 Uhr Familienbad,
Sonntag 8.30 bis 12 Uhr Familienbad.

Die bisherigen Benutzungsentgelte für die Schwimmhalle in Simmerath gelten für den Besuch des Lehrschwimmbeckens Lammers­dorf unverändert weiter. Noch vorhandene Zehnerkarten, welche für den Besuch der Schwimmhalle in Simmerath gekauft worden sind, können für den Besuch des Lehrschwimmbeckens Lammersdorf weiter genutzt werden. Darüber hinaus können noch gültige Zehnerkarten im Lehrschwimmbecken Lammersdorf sowie im Rathaus Simmerath (Zimmer 106) ab kommenden Montag bis Ende Juni, gegen Erstattung des Rest-Geldwertes zurück gegeben werden.

Für den Besuch des Lehrschwimmbeckens Lammersdorf wird informationshalber darauf hingewiesen, dass Parkplätze u.a. auf dem zwischen Grundschule und Kirche liegenden Dorfplatz in ausreichender Zahl vorhanden sind.

Das Lehrschwimmbecken Lammersdorf ist 11,50 Meter lang, 6,50 Meter breit und zwischen 1,20 und 0,30 Meter tief.

Das Lehrschwimmbecken ist auch an den Feiertagen jeweils von 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr geöffnet.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

Simmerath

22.05.2010

Arbeiten am Rathaus

Die energetische Sanierung des Rathauses schreitet voran

Simmerath

21.05.2010

Josef-Jansen-Sportstätte nicht auslöschen

Im Moment deutet einiges darauf hin, dass die Josef-Jansen-Sportstätte an der Sportplatzstraße in Simmerath bald Geschichte sein wird. Die Sportstätte, die 1977 nach dem Simmerather Bürgermeister und heutigen Ehrenbürger Josef Jansen benannt wurde, umfasst die Turnhalle, die Schwimmhalle und das Sportplatzgelände mit 400 Meter-Bahn und Vereinsheim.

Sind ihre Tage bald gezählt? Die Josef-Jansen-Sportstätte wird möglicherweise aufgelöst; der Namensgeber aber soll nicht in Vergessenheit geraten.
Foto: P. Stollenwerk

Nachdem vor einigen Wochen die Schwimmhalle wegen statischer Mängel geschlossen wurde, und eine Sanierung nicht mehr in Frage kommt, ist das Schicksal der 46 Jahre alten Halle besiegelt.

Derzeit befassen sich Rat und Verwaltung mit einem Modell, die Josef-Jansen-Sportstätte komplett aufzugeben, die Gebäude einzureißen, das Gelände in Bauland umzuwandeln und ein neues Sportzentrum mit Schwimmhalle und Kunstrasenplatz an der Hauptschule zu errichten.

Diese Gedankenspiele haben bereits massiv das Geschichts- und Traditionsbewusstsein einiger Simmerather Bürger aktiviert. Die hohe emotionale Verbindung mit der Sportstätte ist nicht von der Hand zu weisen. «Diese Halle ist unsere zweite Heimat», meinte kürzlich Wolfgang Lützenberger, der Ehrenvorsitzende der Hansa-Gemeinschaft Simmerath.

Dieser Situation möchte auch die Gemeinde Simmerath Rechnung tragen, wie Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns jetzt in der Gemeinderatssitzung zum Ausdruck brachte. Sollte die Josef-Jansen-Sportstätte am jetzigen Standort aufgelöst werden, dann werde man auch überlegen, wie man dem Namensgeber auch in Zukunft weiterhin gerecht werden könne. Hermanns sagte weiter, dass er gerne Vorschläge aus der Bevölkerung entgegennehme.

Zu möglichen Aufgabe der Josef-Jansen-Sportstätte und dem Neubau von Schwimmhalle und Sportplatz hat sich auch die Hansa-Gemeinschaft als Hauptnutzer der Einrichtungen zu Wort gemeldet. In der Sitzung zitierte der Bürgermeister aus einem Schreiben des Hansa-Vorsitzenden Manfred Abel und der Geschäftsführerin Anja Schalloer, die den Wunsch äußern, «in die Planungen einbezogen» zu werden.

Grundsätzlich würde man gerne die jetzige Sportstätte halten. Sollte dies aber nicht möglich sein, wäre man auch bereit, neue Wege mit zu gehen. Dem Vorstand erscheint es wichtig, im Falle einer Neuplanung auch Ersatz für das neue Vereinsheim zu erhalten und weist frühzeitig daraufhin, dass man aus den vielfältigen Problemen durch die zeitgleiche Nutzung der Umkleiden durch Hallen- und Rasensportler lernen sollte.

Für den neuen Sportplatz wünscht sich die Hansa eine Flutlichtanlage am einem neuen Sportplatz, ebenso eine 400-Meter-Bahn, selbst wenn der Betrieb der Leichtathletik-Abteilung derzeit ruhe.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

Simmerath

20.05.2010

„Gemeinde nach vorne bringen“
Mit dem 37-jährigen Justitiar Roger Nießen aus Würselen verfügt die Simmerather Verwaltung ab 1. Juli wieder über einen Beigeordneten

Die Personalstruktur in der Gemeindeverwaltung Simmerath ist ab 1. Juli 2010 wieder in den vertrauten Bahnen: Mit dem 37-jährigen Justitiar Roger Nießen aus Würselen soll dann wieder die zehn Monate lang vakante Stelle des Beigeordneten in der Gemeinde besetzt sein.

In einer Sondersitzung des Gemeinderates am Dienstagabend wurde der Jurist in geheimer Abstimmung für die Dauer von acht Jahren zum zweiten Mann hinter Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns mit einfacher Mehrheit gewählt. Von den 31 Stimmen entfielen 18 auf Roger Nießen, der zuvor von der CDU/FDP-Fraktion vorgeschlagen worden war. Er setzte sich damit gegen Bruno Laschet aus Dedenborn durch. Der Bewerber aus dem eigenen Hause und derzeitige Leiter des Simmerather Bauamtes erhielt 13 Stimmen und war von von Claus Brust (UWG) vorschlagen worden.

Beifall und Blumen

Mit einem Blumenstrauß wird Roger Nießen (li.), der neue Beigeordnete der Gemeinde Simmerath, begrüßt. Nach seiner Wahl gratulierte zunächst Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns seinem künftigen Allgemeinen Vertreter, der am 1. Juli seinen Dienst antritt. Foto: P. Stollenwerk

Nicht in die Entscheidung eingreifen konnte Tobias Römgens aus Baesweiler. Den jungen Mann tröstete Bürgermeister Hermanns mit den Worten, dass dessen berufliche Zukunft gerade erst begonnen habe.

Nach der Wahl gab es Beifall und Blumen für den neuen Beigeordneten, der ebenso wie beiden anderen Bewerber den Wahlvorgang im Sitzungssaal des Rathauses vor Ort verfolgt hatte. Roger Nießen versprach, „sein Bestes zu geben, um die Gemeinde Simmerath nach vorne zu bringen.“ Ebenso hoffe er auch, das Vertrauen derjenigen noch zu gewinnen, „die mich nicht gewählt haben.“

Verstärkung notwendig?

Der Wahl des neuen Beigeordneten in Anwesenheit zahlreicher Zuschauer (darunter eine Reihe Verwaltungsmitarbeiter) vorausgegangen war noch einmal eine kurze Grundsatzdebatte über die Notwendigkeit einer personellen Verstärkung für die Verwaltung. Auch in den interfraktionellen Vorgesprächen hatte man sich nicht auf einen Bewerber einigen können. Unter den insgesamt etwa 15 eingegangenen Bewerbungen waren nur drei übrig geblieben, die die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllten.

Als Justitiar von der Sparkasse ins Rathaus

Roger Nießen, der zum neuen Beigeordneten der Gemeinde Simmerath gewählt wurde, ist 37 Jahre alt, verheiratet, hat zwei Kinder und lebt im Würselener Stadtteil Linden-Neussen.

Derzeit ist Nießen als Justitiar bei der Sparkasse Aachen beschäftigt; seine erste berufliche Station aber war die als Justitiar bei der Kreisverwaltung Heinsberg.

Sein Abitur legte der in Aachen geborene Roger Nießen am Heilig-Geist-Gymnasium in Würselen-Broich ab. In seiner Heimatstadt Würselen fühlt er sich besonders dem Sportverein VfR Linden-Neussen, für den er auch heute noch ab und zu die Fußballschuhe anzieht, verbunden.

Der 37-Jährige verfügt auch bereits über Erfahrungen in der Kommunalpolitik. Für die CDU sitzt er im Aufsichtsrat des städtischen Freizeitbades Aquana sowie im Betriebsausschuss der Stadt Würselen. Außerdem ist er stellvertretender sachkundiger Bürger im Sport- und Kulturausschuss.

An der neuen Aufgabe als Beigeordneter in Simmerath reizt ihn besonders die Vielschichtigkeit der Herausforderungen und „in allen Lebensreichen für die Menschen tätig zu sein.“

Für die SPD-Fraktion wiederholte Gregor Harzheim seine Auffassung, dass man einen Beigeordneten für eine Verwaltung dieser Größenordnung für „nach wie vor nicht erforderlich“ halte. Man respektiere den Mehrheitsbeschluss, sehe aber mehr die Notwendigkeit, die Verwaltung auf der Ebene der Sachbearbeiter zu verstärken. Im übrigen habe sich in den Vorgesprächen keiner der Bewerber „aufgedrängt.“

Als „einen Schritt zurück“ empfand Claus Brust (UWG) die Stellenbesetzung. Die Verwaltung sei aufgefordert Kosten zu sparen, was eine „Umstrukturierung“ voraussetze.

Nicht nachvollziehen konnte CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer die Haltung der SPD. Er bescheinigte Gregor Harzheim als Bürgermeister-Kandidat bei der Kommunalwahl ein „respektables Ergebnis“ erzielt zu haben. Im Falle eines Wahlsieges hätte er bestimmt gerne den Sachverstand eines vorhandenen Beigeordneten in Anspruch genommen. Dies möge man auch dem jetzigen Bürgermeister zugestehen. Seiner Auffassung nach hätten in den Vorgesprächen alle drei Bewerber einen „guten bis hervorragenden Eindruck“ gemacht.

Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, der auch die Gelegenheit nutzte, sich beim bei seinem bisherigen allgemeinen Vertreter, Kämmerer Edmund Kreutz, für stetige Verlässlichkeit und Kompetenz zu bedanken, griff gerne die Anregung von Gregor Harzheim auf, die er bei der Beratung des Stellenplans 2011 in Erinnerung bringen werde. Darüber hinaus machte Hermanns deutlich, dass die vielfältigen Aufgaben als Bürgermeister und Verwaltungschef auch für eine kleine Gemeinde wie Simmerath mit 15 600 Einwohnern personelle Verstärkung erfordere. So gewinne die Kooperation mit anderen Kommunen bei der Aufstellung von Förderprojekten immer mehr an Bedeutung, was zu zahlreichen Terminen „außer Haus“ führe, wo Simmerath „Präsenz zeigen“ müsse.

Edmund Kreutz als Vertreter

Abschließend bedankte sich Karl-Heinz Hermanns auch noch beim Bewerber Bruno Laschet, für dessen Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Der hatte allerdings unmittelbar nach der Wahl bereits den Saal verlassen.

Schnell über die Bühne ging abschließend noch die Wahl eines Vertreters im Falle der Verhinderung des Beigeordneten. Hier fiel die Wahl einstimmig auf Edmund Kreutz. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath/Steckenborn

08.05.2010

Hubert Breuer ist nun Ehrenvorsitzender

CDU-Gemeindeverband Simmerath zieht Jahresbilanz und berichtet über aktuelle Politik.

Löhrer: „Wir brauchen ein Schwimmbad!“

Hubert Breuer wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt
v.l. Hubert Breuer, Geschäftsführerin Ulla Hardt, Vorsitzender Bernd Goffart, Axel Wirtz MdL

Foto:
Kornelia Breuer, Ihre mobile Fotografin, Auf der Hof 4, 52152 Simmerath-Strauch, Telefon: 02473/3765
www.ihrefotografin.de

Steckenborn. Im letzten Jahr hatten die Parteimitglieder und viele Ehrenamtler viel zu tun. Galt es doch, mit guten Wahlkämpfen auf insgesamt drei Wahlen hinzuarbeiten. Sonntag steht die Landtagswahl an. Auf der Mitgliederversammlung des CDU-Gemeindeverbandes Simmerath bat Vorsitzender Bernd Goffart die Mitglieder, möglichst viele Bürger an die Urnen zu bringen. Im Rückblick auf das letzte Jahr musste er feststellen, dass man die Kommunalwahl nicht verloren, aber auch nicht wirklich gewonnen habe. Bei der Suche nach den Ursachen stellte er fest: „Gute Politik alleine reicht nicht aus, um Wahlen zu gewinnen. Man muss sich auch nach außen gut darstellen. Die CDU hat viel getan und erreicht.“

Ein Fest für alle Helfer

Als Dank für die tatkräftige Unterstützung in den Wahlvorbereitungen, wird der Gemeindeverband am 18. September in Kesternich eine Helferfete für alle Helfer mit ihren Familien veranstalten.

Auch Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns dankte den Erschienenen und allen Helfern. In seinem Grußwort beschränkte er sich auf Informationen zur Situation des Simmerather Krankenhaus. In zahlreichen Gesprächen im Städteregionsrat wird nach Lösungen für die Trägerschaft des Krankenhauses gesucht. Am 30. Juni werden die Malteser sich verabschieden, danach wird der Betrieb entweder von einer Trägergesellschaft oder der Städteregion verwaltet. Hermanns ist der Meinung, dass es am ehesten in einem Netzwerk möglich sei, das Krankenhaus in der ländlichen Umgebung zu erhalten.

Mit regelmäßigen Kontakten und Gesprächen mit dem Personal des Krankenhauses ist es dem Bürgermeister und seinen Mitstreitern gelungen, den Bediensteten einen Teil der Sorgen um ihren Arbeitsplatz zu nehmen.

Nach den Vorträgen der Geschäfts- und Kassenberichte kündigte Bernd Goffart die Ehrungen an. Zu ehren sie ein Mann, der seit 1972 Parteimitglied ist, außerdem Ortsvorsteher von Strauch, Gemeinderatsmitglied, Vorsitzender des Gemeindeverbandes, ehrenamtlicher und dann hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde. Das alles vereint in einer Person: Hubert Breuer.

Axel Wirtz, Kreisvorsitzender der CDU, verlas die Laudatio und überreichte Hubert Breuer Urkunde und Ehrennadel. Bernd Goffart und Geschäftsführerin Ulla Hardt gratulierten mit einem Blumenstrauß.

Fraktionsvorsitzender Bruno Löhrer hatte eine Vielfalt von Themen in der Gemeindepolitik zu benennen. Nach der Kommunalwahl hat die CDU genau die Hälfte der Sitze im Gemeinderat, die Zusammenarbeit mit der FDP sei gut. Er bedauert es, dass das Interesse an der Politik bei den Bürgern nachgelassen hat. Trotz des hohen Defizits im Haushalt werde die Gemeinde investieren müssen. Für die Sanierung der Hauptschule und die neue Mitte in Woffelsbach seien Zuschüsse zugesagt.

Zum Thema Schwimmhalle holte Löhrer etwas weiter aus: „Wir brauchen eine Schwimmhalle. Bei den Diskussionen um eine gemeinsame Schwimmhalle mit der Stadt Monschau sei aber Zurückhaltung geboten. Die Idee, ein neues Gebäude an der Hauptschule zu errichten, sei aus wirtschaftlichen und energietechnischen Gründen nicht von der Hand zu weisen. Zuschüsse für die Schwimmhalle sind jedoch zurzeit nicht gegeben.“

Der erste stellvertretende Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck berichtet über die Aktivitäten der Städteregion. Diese ist seit Oktober 2009 in Funktion, was nicht heiße, dass da erst mit der Arbeit begonnen worden sei. „Der Kreis Aachen hat ja vorher auch gearbeitet“, so Hilsenbeck. Umwelt, Kultur, Wirtschaft und Sozialpolitik sind die vorrangigen Themen in den Gremien. Die Förderung des Ehrenamtes wird für sehr wichtig erachtet, ebenso wichtig ist die Kinder- und Familienpolitik. Leider, so Hilsenbeck, belasten die „explodierenden Soziallasten“ die Haushalte, sowohl der Gemeinden, als auch der Städteregion.

Zum Abschluss der Versammlung bat der Vorsitzende die Anwesenden sich von den Plätzen zu erheben. Ein etwa 60 Mann (und wenige Frauen) starker Chor brachte die Nationalhymne zu Gehör. (breu)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath/Woffelsbach

Woffelsbach:
Flaniermeile, Dorfplatz und Picknickwiese bis zum See

(ess) | 29.04.2010

Woffelsbach. Im Zuge des Großprojektes «Neue Mitte Woffelsbach» wird auch die Hauptstraße des Ortes, die Wendelinusstraße, umgestaltet. Der ehemalige Campingplatz wird Parkplatz, und der ufernahe Bereich wird eine Art Dorfplatz mit einer Picknickwiese zur Woffelsbacher Bucht hin.

Dort, wo derzeit die Überreste des Campingplatzes beiseite geräumt werden, soll ein Parkplatz mit 100 Stellplätzen entstehen.

Foto: Ernst Schneiders

Im Tiefbau-, Verkehrs- und Denkmalausschuss der Gemeinde Simmerath stellte das Büro Becker aus Kall am Dienstagabend die Pläne vor, deren Umsetzung rund 900.000 Euro kosten wird. Ziel ist es nach Worten des Planers Bernd Becker, das Wohnumfeld zu verbessern und den Rursee für die Besucher besser erlebbar zu machen. Dieses Ziel soll in zwei Bauabschnitten erreicht werden.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath-Konzen

28.04.2010

Umweltaktion der CDU-Ortsverbände Konzen und Simmerath

Foto: Amelie Thoma

Nach der Premiere im letzten Jahr machten sich jetzt Mitglieder der beiden CDU-Ortsverbände Konzen und Simmerath bei strahlendem Sonnenschein auf den Weg, um die Umgebung beider Orte von Müll zu befreien. Der „Erfolg“ macht indes auch nachdenklich: Der Unrat, den gedankenlose Zeitgenossen in die Natur schmeißen, erreicht bedenkliche Ausmaße. Vor allem die Verpackungen eines Fast-Food Restaurants im Stadtgebiet Monschau machten den Helfern zu schaffen.

Das ist sicher keine Visitenkarte einer Nationalparkregion. Der Vorsitzende des CDU-Orts­verbands Simmerath, Stephan Braun, war dennoch vor allem angesichts der Beteiligung vieler junger Helfer erfreut. Fest steht, dass die Simmerather und Konzener Christdemokraten an der gemeinsamen Aktion festhalten wollen.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

26.04.2010

Nur noch zwei Stunden mit Parkscheibe
Gewerbeverein Simmerath beantragt Änderung. Mehr Sicherheit auf dem Rad-/Gehweg an der Kammerbruchstraße.

Die erlaubte Parkdauer mit Parkscheibe im Ortskern Simmerath soll von bisher drei auf zwei Stunden verkürzt werden. Über einen entsprechenden Antrag des Gewerbevereins Simmerath hat der Verkehrsausschuss in seiner Sitzung am kommenden Dienstag zu beraten.

Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns deutete an, dass die Verwaltung diesem Antrag positiv gegenüberstehe, da in der Regel zwei Stunden für Erledigung von Einkäufen ausreichen würden. Durch die verkürzte Parkzeit sei auch eine höhere Fluktuation von Fahrzeugen garantiert.

Eine andere Veränderung entlang der Hauptstraße in Simmerath ist bereits in dieser Woche vollzogen worden.

Die Schräg-Parkbuchten zwischen Raiffeisenbank und Schröders Eck mit einer Breite von 2,50 Meter waren teilweise zu eng bemessen, wie die Erfahrung vor Ort zeigte.

Nunmehr ist eine neue Markierung aufgetragen worden, die ein komfortableres Ein- und Aussteigen ermöglicht; allerdings sind durch die neue Markierung auch drei Parkplätze verloren gegangen.

Mehr Sicherheit auf der Kammerbruchstraße ist das Ziel einer weiteren neuen Markierung. Der kombinierte Rad/Gehweg wurde nach Gesprächen mit den Anliegern jetzt mit einer durchgezogenen Linie von den Privatgrundstücken abgetrennt.

Damit soll verhindert werden, dass Fahrzeuge im Bereich des Gehweges abgestellt, und dadurch Radfahrer und Fußgänger behindern. Auch wurden entsprechende Symbole aufgetragen, die diesen Bereich deutlicher markieren.

Ausstehende Markierungsarbeiten werden zudem auch noch vor dem Lebensmittelgeschäft in Rollesbroich vorgenommen.

Eine Änderungen strebt die Gemeinde Simmerath bei der Reinigung der Leichenhallen an, teilte Bürgermeister Hermanns weiter mit. Es sollen über kleinere Arbeitsverhältnisse Reinigungskräfte beschäftigt werden, die jeweils vor Ort ein Auge darauf werfen, dass die Leichenhallen in Ordnung sind.

Diese Aufgabe, räumt der Bürgermeister ein, könne nicht von den Mitarbeitern des Bauhofs in dieser Kontinuität geleistet werden. (P. St.)

Verkehrsberuhigung in Rollesbroich

Simmerath. Der Tiefbau-, Verkehrs- und Denkmalausschuss der Gemeinde Simmerath tagt am Dienstag, 27. April, ab 18 Uhr im Sitzungssaal des Simmerather Rathauses. Unter anderem geht es um Verkehrsberuhigung der Dürener Straße in Rollesbroich und um die Änderung der Parkscheibenregelung in Simmerath.

 

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

26.04.2010

Ohne Ehrenamt geht in Simmerath künftig nichts mehr
Podiumsdiskussion über das Zusammenspiel von Bürgern, Vereinen und Handwerksbetrieben beim 1. „Zukunftstag“ der Gemeinde

Simmerath. Ohne die Vereine und die Bürger wird es künftig in der Gemeinde Simmerath keine wesentliche Veränderung und Entwicklung mehr geben, denn die Gemeinde ist dazu finanziell nicht mehr in der Lage. Ohne das bürgerschaftliche Engagement hätte der neue Antoniushof in Rurberg nicht verwirklicht werden können. Und ohne Vereine und Bürger wird aus dem Projekt Sport- und Kulturzentrum Kesternich nichts. Daran lässt Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns keinen Zweifel, wie er nun auf dem Simmerather „Zukunftstag“ deutlich machte. Auch wenn es demnächst konkret um die „neue Mitte Woffelsbach“ geht, wird die Gemeinde auf das Engagement der Bürger angewiesen sein, „sonst ist das Vorhaben kaum noch zu realisieren“, sagte Hermanns.

Die Gemeinde Simmerath besitzt rund 50 Gebäude. „Die Finanzlage ist schlecht“, daher sei die Gemeinde „nicht mehr in der Lage“, alle Gebäude zu unterhalten. Daher müsse geprüft werden, welche Gebäude wie etwa ehemalige Schulen, die Gemeinde abgeben kann – an die Dorfgemeinschaft. Dies ist eines der Ergebnisse der Veranstaltung „Simmerath plus“ – gemeinsam in eine erfolgreiche Zukunft“.

Premiere in der „Tenne“

Der Simmerather „Zukunftstag“ feierte am Freitagabend in der „Tenne“ in Eicherscheid Premiere. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns freute sich über das „rege Interesse“, immerhin waren rund 100 Gäste gekommen: Mitglieder des Gemeinderates, Vertreter der Vereine und gesellschaftlichen Gruppen, interessierte Bürger.

Statt eines Neujahrs-Empfangs wolle er als neuer Bürgermeister eine alternative Veranstaltung begründen, so Hermanns. Dabei werde jedes Jahr ein anderes Thema den Tag und die Diskussion prägen. Zur Premiere ging es um den Wirtschaftsstandort Simmerath. Immerhin gibt es in der Gemeinde rund 1000 Firmen, darunter 150 im Bereich Handwerk und 250 im Handel. In der Gemeinde sind etwa 150 Vereine tätig, dazu kommen noch viele Gruppen, die kirchlich und sozial engagiert sind.

Mittelpunkt stand die Podiumsdiskussion zum Thema „Handwerk-Gemeinde-Ehrenamt“. Sachkundiger Moderator war Dr. Axel Thomas, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft (WFG) in der Städteregion Aachen, seine Gesprächspartner waren neben Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns Erwin Lutterbach (als Vertreter des Ehrenamtes/Antoniushof), Gerhard Leister (als Vertreter des Handwerks), Architekt Achim Niessen (Planer und Bauleiter Antoniushof/Sanierung der Grundschulen Simmerath, Lammersdorf, Steckenborn), Architekt Wilfried Huppertz aus Eicherscheid (als Unternehmer und Vertreter des Ehrenamtes, Tenne, Kunstrasenplatz) und Stephan Sikora, Projektleiter bei der WFG.

Ein eindrucksvolles und großartiges Beispiel für das erfolgreiche Engagement des Ehrenamtes ist die „Tenne“ in Eicherscheid, wie Ortsvorsteher Günter Scheidt und Wilfried Huppertz darlegten: Vier Vereine haben in rund 20 000 Arbeitsstunden den „Traum vom Eigenheim für das ganze Dorf“ verwirklicht, stark engagiert dabei waren auch Eicherscheider Handwerks-Betriebe, die keine Lohnkosten in Rechnung stellten. Günter Scheidt wie auch Achim Niessen machten aufgrund ihrer Erfahrung deutlich: Ehrenamtlich verwirklichte Projekte wie die „Tenne“ und der „Antoniushof“ tragen „neue Motivationen in die Vereine und in die Dorfgemeinschaften hinein“, sie sorgen für „neue Impulse und für neue Ideen und Initiativen“.

„Zweckgemeinschaft“

Nimmt das Ehrenamt dem Handwerk Arbeit und damit Arbeitsplätze weg? Moderator Thomas hatte ausgerechnet: Die 16 000 Stunden ehrenamtliche Arbeit am Antoniushof bedeuten „zehn Mannjahre Beschäftigung im Handwerk“. Gerhard Leister gab dann auch zu: „Es tut manchmal weh, wenn Aufträge an das Ehrenamt verloren gehen.“ Gleichwohl löst die ehrenamtliche Arbeit auch Aufträge an Handwerk und Handel aus. Axel Thomas formulierte dies so: „Ehrenamt und Handwerk sind eine Art Zweckgemeinschaft nach dem Motto: Lieber 50 Prozent vom kleinen Auftrag als 100 Prozent vom Nichts“.

Bürgermeister Hermanns kündigte Gespräche mit den Ortskartellen und Vereinen an und versicherte: Orte, die bereit sind, sich zu engagieren, werden Vorteile haben gegenüber Orten, die sich nicht engagieren. Allerdings, so Hermanns: „Das Ehrenamt soll dabei nicht überfordert werden.“ Dr. Axel Thomas zog nach der gut einstündigen Podiumsdiskussion ein positives Fazit: „Handwerk und Ehrenamt im Zusammenspiel haben eine gute Zukunft. Und in der Gemeinde Simmerath gibt es dafür exzellente Voraussetzungen“. (rpa)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

 

Rathaus bald in neuem Gewand

24.04.2010

Das in den Jahren 1975 und 1976 erbaute Rathaus wird saniert. Der gesamte Dachbereich wie auch die Fassaden weisen nur eine Wärmedämmung von vier Zentimetern auf und vor allem die Fenster im Treppenhaus sind nur mit Einfachverglasung ausgerüstet; auch sonst haben die Fenster allenfalls Doppelverglasung. Dazu sind schon viele Fugen im Blendmauerwerk schadhaft, teilweise brechen Teile der Steine heraus.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

23.04.2010

Was ist mit unserer Schwimmhalle?

Schwimmhalle Simmerath vor der Schließung?

Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Gäste, die am kommenden Wochenende die Schwimmhalle in Simmerath besuchen, möglicherweise für immer die letzten Besucher sein werden.

Was in Monschau bereits Realität ist, droht jetzt auch in Simmerath: Die Schließung der Schwimmhalle aus Gründen der Standsicherheit könnte ganz schnell Wirklichkeit werden.

Wie Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns jetzt mitteilte, haben jüngste Untersuchungen ergeben, dass sich die Schäden am Bauwerk vergrößert haben, nachdem bereits im vergangenen Jahr im Kellerbereich vorsichtshalber eine Stützvorrichtung montiert wurde.

Jetzt steht eine Verlängerung der Betriebserlaubnis auf dem Prüfstand. Wie ernst es um die Bauschäden bestellt wird, werden Kernbohrungen ergeben, die ab kommenden Montag durchgeführt werden.

Aus diesem Grund wird die Schwimmhalle für eine Woche bis einschließlich 1. Mai geschlossen, weil die Bohrungen auch vom Beckeninnern her angesetzt werden müssen.

Jede nachdem wie Betonkernuntersuchungen ausfallen bzw. das Urteil der Statiker, kann ab 2. Mai weiter geschwommen werden oder es droht die sofortige Schließung.

Da der Gemeinde die kritische Situation schon länger bekannt ist, käme das Szenario einer sofortigen Schließung nicht vollkommen überraschend. Für diesen Fall sollen die Schwimmstunden der Schulen in das Lehrschwimmbecken Lammersdorf verlegt werden, und auch die Schwimmabteilung der Hansa Simmerath soll hier ein Ausweichquartier finden.

Die Überlegungen der Verwaltung gehen aber schon weiter. Nachdem der Sanierungsbedarf der in den Jahren 1963/64 errichteten Schwimmhalle voriges Jahr offensichtlich wurde, wurde eine Planvariante erarbeitet, die ein Becken mit 25 Meter-Bahnen (derzeit sind es 8x20 Meter) sowie Schwimm- und Turnhalle im Passivhaus-Standard zu sanieren. Damals wie heute aber wurde schon deutlich, dass der zu erwartende Sanierungsbedarf von 6,5 Millionen Euro von der Gemeinde auf keinen Fall nicht zu finanzieren ist, selbst wenn die maximal zu erwartende Fördersumme von 2,2 Millionen Euro eintreffen würde. Daraufhin hat man in der Verwaltung «sämtliche Denkverbote» beiseite geschoben und Alternativen aufgezeigt.

Heiß diskutiert wird die Variante, die komplette Josef-Jansen-Sportstätte mit Schwimm- und Turnhalle sowie Sportplatz aufzugeben und im Bereich der Hauptschule eine neue Schwimmhalle plus Kunstrasenplatz zu errichten. Möglicherweise könnte auf den Neubau einer Turnhalle ganz verzichtet werden vor allem im Hinblick auf die konkreten Pläne des TSV Kesternich, eine neue Turnhalle zu bauen, die eventuell auch der Allgemeinheit der Verfügung gestellt werden könnte.

Das Gelände der jetzigen Josef-Jansen-Sportstätte mit einer Gesamtgröße von 33000 Quadratmeter könnte dann in Bauland umgewandelt werden, wobei die Veräußerung einen Nettoertrag von 1,5 bis 2,0 Millionen Euro erbringen würde.

Am alternativen Standort Hauptschule würde eine neue Schwimmhalle in Modulbauweise etwa 3,1 Millionen Euro kosten. Vorteilhaft wäre eine Anschlussmöglichkeit an die Nahwärmeversorgung, wobei die durch die Sanierung der Hauptschule eingesparte Energie für die neue Schwimmhalle verwendet werden könnte. Diese aufgezeigten Möglichkeiten wurden inzwischen bereits im Kreise der Fraktionsvorsitzenden vertieft.

Vom Tisch sein dürften damit Gedankenspiele einer gemeinsamen Schwimmhalle für Simmerath und Monschau, selbst wenn Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns und alle fünf Fraktionsvorsitzenden die Gesprächsbereitschaft der Gemeinde Simmerath jetzt noch einmal bekräftigt haben. Als möglichen zentralen Standort für eine gemeinsame Schwimmhalle sieht man dabei nicht nur den Bereich Imgenbroich/Am Gericht sondern auch die Hauptschule Simmerath.

„Monschau und Simmerath auf einem guten Weg“

Thema Schwimmhallen:
Landtagsabgeordneter Axel Wirtz hält beide Projekte für sinnvoll. Schul-Diskussion unabhängig führen.

Der mehrheitliche Wille in den Kommunen sollte maßgebend für strukturelle Entwicklungen sein.

Dieses Prinzip sollte auch bei der jetzigen Diskussion um die Schwimmhallen in Monschau und Simmerath gelten, betonte gestern der CDU-Landtagsabgeordnete Axel Wirtz in einer Stellungnahme, wobei er den Vorstoß der SPD Monschau, die Sanierungspläne in Monschau zu stoppen und sich auf eine gemeinsame Planung mit Simmerath zu konzentrieren, für nicht zielführend hält. „Bei völlig ungeeigneten Objekten und stets zum total falschen Zeitpunkt kommt die SPD mit angeblich sinnvollen Alternativen,“ so Wirtz gestern.

Monschau und Simmerath benötigten mehr Schwimmkapazitäten und mehr damit Wasserfläche, als durch nur ein Bad zur Verfügung gestellt werden könnte. Wirtz: „Wir brauchen die Nähe zu Schulen, um nicht weitere Belastungen bei den Schülerfahrtkosten für die kommunalen Haushalte zu produzieren“.

Zu einem sehr früheren Zeitpunkt habe die Stadt Monschau bereits den Weg zur Landesregierung gesucht und zwei Millionen Euro Zuschüsse erhalten, wie auch die Unterstützung der Städteregion. Wirtz zeigte sich sicher, dass es für die Finanzierung eine Lösung geben werde, „die auch ohne zusätzliche Kredite allen Anliegen, einschließlich denen in den Dörfern, letztendlich gerecht werden wird.“

Die Schulfrage bezeichnet Axel Wirtz als „absolut zentral“ und zeigte sich überzeugt davon, „ dass zwischen der Stadt Monschau und den Gemeinden Roetgen und Simmerath in den nächsten Monaten eine für alle Beteiligten zukunftsfähige Lösung gefunden wird“. Die Schulfrage müsse dabei unabhängig von der Schwimmbaddiskussion geführt werden.

Konsens zeichnet sich ab

Auch in der Gemeinde Simmerath werde man eine kluge Entscheidung hinsichtlich der Schwimmhallenfrage treffen, geht Wirtz auf die aktuellen Planungen ein. Es zeichne sich sogar ein überparteilicher Konsens ab. Die Überlegungen, im Bereich der Hauptschule eine neue Schwimmhalle zu errichten, halte er für „sehr klug und zukunftsgewandt.“

Das Fazit von Axel Wirtz: „Monschau und Simmerath sind auf einem guten Weg, für die Schülerinnen und Schüler, die Vereine und bezogen auf die Folgekosten, optimale Lösungen zu finden.“

 

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Monschau/Simmerath

22.04.2010

Gemeinsame Schwimmhalle ist vom Tisch

Eine gemeinsame Schwimmhalle für Monschau und Simmerath oder für alle drei Nordeifelgemeinden wird es nicht geben. «Wir wollen, dass unsere Kinder schnellstmöglich wieder in Monschau schwimmen lernen können. Dies wird nur möglich sein, wenn wir die Planung wie beschlossen fortsetzen», sagte Georg Kaulen, Altstadt-Ortsvorsteher und CDU-Vertreter im Monschauer Bauausschuss.

 

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

22.04.2010

Handwerk und Ehrenamt sollen in Dialog treten
Mit der Veranstaltung „ Simmerath plus – gemeinsam in eine erfolgreiche Zukunft“ soll der Wirtschaftsstandort Simmerath in den Blickpunkt gerückt werden. Podiumsdiskussion und Musik in der Eicherscheider Tenne.

Simmerath/Eicherscheid. Mit der Veranstaltung „Simmerath plus – gemeinsam in eine erfolgreiche Zukunft“ möchte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns eine einmal jährlich stattfindende Themenreihe etablieren mit dem Ziel, den Wirtschaftsstandort Simmerath zu stärken. Der Auftakt erfolgt am Freitag, 23. April, um 19.30 Uhr in der Tenne in Eicherscheid.

Der Abend mit Musik und einer Podiumsdiskussion steht unter dem Motto „Handwerk - Gemeinde - Ehrenamt.“ Das Zusammenwirken dieser drei Bereiche ist in der Gemeinde Simmerath ein entscheidender Faktor für den Aufbau und Erhalt von sozialer Infrastruktur. Bei der Veranstaltung soll dieses Zusammenwirken exemplarisch an den Beispielen Tenne Eicherscheid, Antoniushof Rurberg und Naturerlebnisbad Einruhr dargestellt werden. In einer Gemeinschaftsleistung von regionalem Handwerk, Gemeinde und bürgerschaftlichem Engagement sind hier Einrichtungen zum Wohl der Allgemeinheit errichtet worden.

Fachleute aus Handwerk, Wirtschaft und Verwaltung werden neben den ehrenamtlich und praktisch tätigen Mitarbeitern vor Ort aus Bürgerschaft und Vereinen im Rahmen einer Podiumsdiskussion das Thema beleuchten. Ein Aspekt bei dieser Diskussion soll auch sein, dass manche Entwicklung im ländlichen Bereich oft nur dank ehrenamtlicher Unterstützung möglich wird, andererseits aber auch Handwerksbetriebe dadurch Aufträge verlieren können.

Zur Premiere von „Simmerath plus – gemeinsam in eine erfolgreiche Zukunft“ hat die Gemeinde rund 250 Einladungsschreiben an Vereine und Handwerker verschickt. Darüber hinaus sind alle Bürger willkommen.

Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns: „Simmerath positioniert sich für die Zukunft, und alle Bürger sind eingeladen, diesen Prozess mit zu begleiten und zu gestalten.“ Ziel der Veranstaltungsreihe sei, in jedem Jahr unterschiedliche Themenfelder aufzugreifen, „die für die kontinuierliche Entwicklung der Gemeinde von Bedeutung sind.“

Statt eines Neujahrsempfangs möchte der Simmerather Bürgermeister unter „Einbeziehung aller gesellschaftlich relevanten Gruppen“ eine neue Veranstaltung etablieren, „die dem Zusammenfinden, dem Austausch sowie der Ideen- und Projektfindung im Sinne einer zukunftsfähigen Entwicklung der Gemeinde Simmerath dienen soll.“ (P. St.)

Podiumsdiskussion mit Handwerkern

Die Premiere der neuen Veranstaltungsreihe der Gemeinde Simmerath „Simmerath plus - gemeinsam in eine erfolgreiche Zukunft“ findet am Freitag, 23. April, in der Tenne Eicherscheid statt. Die musikalische Begleitung wird vom Trommlerkorps Eicherscheid übernommen.

Nach einer Einführung in das Thema des Abend „Handwerk - Gemeinde -Ehrenamt“ durch Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns und einem Grußwort von Eicherscheid Ortsvorsteher Günter Scheidt steht eine Podiumsdiskussion im Mittelpunkt des Abends. Unter der Moderation von Dr. Axel Thomas, dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WfG) der Städteregion Aachen, treten Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, Architekt Achim Nießen, Elektroinstallateurmeister Gerhard Leister, Dipl.-Ing. Erwin Lutterbach, Stefan Sikora (WfG) und Bernhard Pauls (Garten- und Landschaftsbau) in einen Dialog, der auch im Anschluss an den offiziellen Teil in zwangloser Runde fortgesetzt werden kann.

 

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath-Huppenbroich

19.04.2010

Stürme hinterließen Müll in der Natur
CDU-Ortsverband Huppenbroich hatte wieder zum Umwelttag eingeladen

Zum wiederholten Mal trafen sich Mitglieder des CDU-Ortsverbandes Huppenbroich zum sogenannten Umwelttag, um Dorf und Umfeld von Hinterlassenschaften zu befreien, die dort nicht hingehören.

Unterstützt wurden die Vorstandsmitglieder Matthias Schäfer, Friedhelm Hoss und Dieter Kockler durch Wilma Nickel und Wally Kockler. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass das Umweltbewusstsein der Bürger gestiegen ist.

Wo sich in den letzten Jahren noch massiv Abfälle türmten, fand sich heute fast nichts mehr. Feststellen konnte man aber, dass die letzten heftigen Stürme so manche Plastikabdeckungen von hausnahen Schuppen o.ä. weggefegt haben und die Besitzer diese einfach in der Landschaft haben liegen lassen. Gleiches auch bei Plastikabdeckungen aus dem landwirtschaftlichen Bereich, die sich ebenfalls am Waldesrand wieder fanden, wie auch weggeworfener Stacheldrahtzaun in nicht geringem Umfang, der nicht nur den Wildtieren zum Verhängnis werden kann.

Die CDU Huppenbroich kündigte an, „auch weiterhin mit solchen Aktionen für Sauberkeit in und um den Ort sorgen“.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Nordeifel/Düsseldorf

19.04.2010

Abwassergebühren: Verständnis für die Eifeler Sorgen

Gut informiert, verständnisvoll und bereit zu helfen, zeigte sich am Montagnachmittag Innenminister Dr. Ingo Wolf, als eine vierköpfige Delegation aus der Nordeifel den Minister in seinem Düsseldorfer Büro besuchte, um ihm eine gemeinsam verfasste Resolution zur Abwassergebührenhilfe des Landes NRW zu überreichen.

Nach der 30-minütigen Unterredung im Innenministerium nahmen die Kommunalvertreter das gute Gefühl mit, dass Ingo Wolf die Sorgen der ländlichen Kommunen ernst nimmt und diese Sorgen auch an die zuständigen Fachministerien weiterleiten wird.

Die Städte Monschau und Schleiden sowie die Gemeinden Simmerath, Roetgen und Hellenthal leiden seit Jahrzehnten unter den höchsten Abwassergebühren im Land. Wohl nicht zufällig wenige Wochen vor der Landtagswahl lebte dieser Dauerbrenner jetzt wieder auf.

Das Land hat im vergangenen Jahr seine Gebührenhilfe für Kommunen mit überdurchschnittlichen Abwassergebührensätzen von vier auf sechs Millionen aufgestockt. Dies weiß man vor Ort zu schätzen, und daher zielte die Resolution darauf, «dass auch in Zukunft eine Abwassergebührenhilfe in signifikanter Höhe gewährt wird.» Die Voraussetzungen dafür sollten durch eine Änderung des Gemeindefinanzierungsgesetzes erfolgen. Auch wurde auf die Standortnachteile wegen der hohen Gebührenlast hingewiesen.

Die Resolution wurde gemeinsam von Karl-Heinz Hermanns (Bürgermeister der Gemeinde Simmerath), Margareta Ritter (Bürgermeisterin der Stadt Monschau), Ralf Hergarten (Bürgermeister der Stadt Schleiden) und Marion Duisburg, Leiterin des Bauamtes der Gemeinde Hellenthal Ingo Wolf überreicht. Wegen einer organisatorischen Panne war kein Vertreter der Gemeinde Roetgen angereist.

Dem Innenminister, der zuvor viele Jahre Oberkreisdirektor im Kreis Euskirchen war, ist die Thematik keineswegs unbekannt, er weiß aber auch um die Schwierigkeiten, allen Interessen gerecht zu werden. Die Landesregierung, räumte er ein, habe die Kommunen in bisher nicht gekanntem Umfang finanziell unterstützt, wobei die Abwassergebühren-Problematik leider ein System sei, «bei dem der Solidaritätsausgleich nicht funktioniert.»

Die Erhöhung der Abwassergebührenhilfe des Landes, ergänzte Margareta Ritter, sei ein Signal dafür, dass die Anliegen der ländlichen Kommunen beim Land angekommen angekommen seien und das Gemeindefinanzierungsgesetz als Regelungsinstrument funktioniere.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

18.04.2010

Axel Wirtz besucht beim landespolitischen Thementag vier Betriebe in Simmerath

Simmerath. Zu einem „landespolitischen Thementag“ hatte Axel Wirtz nach Simmerath eingeladen; bei seinem Besuch in vier mittelständischen Betrieben am Freitag begleiteten ihn der Bürgermeister, Karl-Heinz Hermanns, und der CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende, Bernd Goffart.

Axel Wirtz aus Stolberg ist Landtagsabgeordneter; er habe sich stets besonders für die Simmerather Bürger und Unternehmer interessiert und deren Anliegen im Landtag vertreten, versicherte er. Und Karl-Heinz Hermanns fügte hinzu, er müsse zwar als Bürgermeister die Neutralität wahren, doch sollte ihm der Hinweis erlaubt sein, dass Axel Wirtz „nachweislich viel für uns getan hat“, denn dass das Land nun eine Abwassergebührenhilfe als Subvention gebe, komme den Simmerather Bürgern zugute, genau mit 50 Cent pro cbm Abwasser.

Nacheinander wurden die Betriebe Schwarz Wärmebehandlungsanlagen, Schlosserei Wilden, Holzfachhandel Scherf und Gebäudereinigung Harzheim besucht. Hier arbeitet zumeist eine Stammbelegschaft aus der hiesigen Region, über 200 Vollzeitbeschäftigte zählt man in diesen Unternehmen.

Axel Wirtz bezeichnete die Gewerbebetriebe als „Rückhalt der Region“, er habe eine hohe Identifikation der Bevölkerung mit den Unternehmen festgestellt. „Die Leute sind sehr motiviert, und die Betriebe drücken ihr Bekenntnis zum Standort aus, indem sie beispielsweise in beachtlichem Maße ausbilden und expandieren.“

In den Räumlichkeiten der Firma Harzheim im Rollesbroicher Gewerbegebiet zeigte sich der Landtagsabgeordnete beeindruckt von der Größe des Unternehmens und dem breit gefächerten Angebot der Leistungen: Von 150 Mitarbeitern sind jeweils ein Drittel Vollzeitkräfte, Teilzeitbeschäftigte und geringfügig Beschäftigte. Die unterschiedlichsten Aufträge zur Gebäude- oder Glasreinigung sowie Außen- und Rasenpflege kommen von Privathaushalten, großen Betrieben, sogar von Firmen aus dem Raum Köln und Bonn. Ute Koll-Harzheim, die Inhaberin, hatte zum Imbiss eingeladen, und die Politiker zogen ein Resumee ihrer Rundfahrt.

Der Wunsch: eine Autobahn

Wenn sie sich etwas wünschen dürften, dann hätten die mittelständischen Betriebe am liebsten eine Autobahn, berichtete Karl-Heinz Hermanns.

Die Nachteile, die durch weniger gute Verkehrsanbindung entstehen, zu minimieren, das sei eine wichtige, ernstzunehmende Aufgabe, betonte Axel Wirtz. Unproblematische und zügige Verkehrsverbindungen seien nicht nur für den Tourismus nötig; er werde sich stark machen für eine Verbesserung, wie schon des öfteren angekündigt.

Zum Thema „Erdgasleitung im Gewerbegebiet Rollesbroich“ hat der Bürgermeister kürzlich zu einem Gespräch eingeladen; nun wird der Gasversorger EWV Einzelheiten klären, und wenn genügend Interesse besteht, können noch vor dem Ausbau der Völlesbruchstraße die nötigen Rohre verlegt werden.

Zum Schluss meinte Axel Wirtz, wenn Firmen expandieren wollten, innovative und zukunftsweisende Schritte unternehmen wollten, müsse man auch in Bezug auf den Naturschutz Verhältnismäßigkeiten wahren. (ale)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Monschau-Eicherscheid

18.04.2010

In der Städteregion Aachen läuft noch nicht alles rund

«Es gibt Anfangsschwierigkeiten», bewertet der stellvertretende Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck die Startphase der Städteregion Aachen.

Auf entsprechende Nachfrage bei der Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes Eicherscheid räumte der CDU-Vertreter aus Dedenborn ein, dass die vorliegenden Zuschussanträge für touristische Einrichtungen in der Eifel sowie langjährigen Zuwendungen an Vereine bisher am Widerstand der Stadt Aachen gescheitert seien. Die Haushaltsmittel stünden zwar bereit, aber noch weigere sich die kreisfreie Stadt Aachen der Kreisordnung zu folgen, wo diese Zuwendungen festgelegt seien.

Hilsenbeck erinnerte an das Selbstverwaltungsrecht und die Ausgleichsfunktion der Kommunen. In der Eifel spiele der Tourismus und das Vereinswesen eine große Rolle, dafür lägen hier die Fallzahlen bei der Sozialhilfe niedriger. Beide Bereiche aber würden über die Städteregionsumlage finanziert. Hilsenbeck: «Dieser Argumentation kann die Stadt Aachen bisher noch nicht folgen.»

Im konkreten Fall Eicherscheid geht es um die beabsichtigte Ausweisung eines sechs Kilometer langen Heckenweges, der 30.000 Euro kosten soll. Die bereit stehenden 15.000 Euro Zuschuss seitens der Städteregion hat der Kultur- und Tourismusausschuss, dessen Vorsitzender Hans-Josef Hilsenbeck ist, bisher noch nicht freigegeben. Ende April, erläuterte Hilsenbeck, seien Gespräche zwischen den Spitzen der Städteregion und der Stadt Aachen terminiert. Er sei «guter Dinge», das es danach zu einer Regelung komme. Eine Einstellung der für die den Tourismus und die Vereine so wichtigen Förderung durch die Städteregion bezeichnete Hilsenbeck als «unvorstellbar.»

Die derzeitige Situation, räumte Hilsenbeck ein, mache auch dem neuen Ehrenamtsbeauftragten der Städteregion, Theo Steinröx, «die Arbeit nicht leichter.»

Ausgezeichnet funktioniere dagegen die Kooperation auf der Ebene der Berufskollegs, freute sich Hilsenbeck auch Positives aus der Arbeit der Städteregion berichten zu können.

Eicherscheids Ortsvorsteher Günter Scheidt erinnerte in diesem Zusammenhang an die Rolle der Vereine in der Gesellschaft. Die Bedeutung der Vereine werde immer größer, gerade vor dem Hintergrund der der stetig steigenden Sozialhilfekosten. Hier würden die Vereine durch ihre Arbeit einen wichtigen Ausgleich leisten.

Zum Thema Heckenweg meinte der Ortsvorsteher, dass es sich dabei um ein Projekt handele, wovon nicht in erster Linie der Ort Eicherscheid sondern «die gesamte Region profitiert.»

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Monschau-Eicherscheid

15.04.2010

Schnelles Internet für Eicherscheid naht
Ortsvorsteher Günter Scheidt zieht Bilanz zahlreicher Aktivitäten. Europäische Dorfkommission kommt am 23. Juni

Dass Eicherscheid über ein lebendiges Dorfleben verfügt, wurde anschaulich deutlich im Bericht von Ortsvorsteher Günter Scheidt im Rahmen der Mitgliederversammlung des jetzt exakt 50 Mitglieder zählenden CDU-Ortsverbandes Eicherscheid in der Tenne. Erfreut zeigte sich Scheidt darüber, dass sich die Verkehrssituation vor dem Kindergarten entspannt habe, seitdem dort eine Warnbake auf der Fahrbahn installiert worden sei, auch wenn immer noch Einzelne ihren Unwillen über diese Maßnahme am Schild ausließen.

Gut gelaufen sei die probeweise Einrichtung einer Loipe in Eicherscheid. Die Beschilderung sei inzwischen eingetroffen, so dass man beabsichtige, die Spur im nächsten Winter auszuweisen.

Kommission kommt am 23. Juni

Gut angenommen wird im Ort auch die durch den Ortsvorsteher eingeräumte Möglichkeit, preisgünstig Heckenpflanzen zu bestellen. Im vergangenen Jahr wurden 700 neue Pflanzen bestellt. In diesem Zusammenhang erging ein Appell an die Bürger, Grünschnitt und Laub nicht in der Landschaft zu entsorgen, insbesondere da die Gemeinde inzwischen eine preiswerte Möglichkeit für die Entsorgung von Laub anbiete.

Erfreut konnte der Ortsvorsteher mitteilen, dass in Eicherscheid bald der Weg für eine schnellere Internetverbindung frei sei. Die DSL-Leitungen würden derzeit durch die Telekom verlegt. Mit Spannung sieht man in Eicherscheid dem europäischen Dorfwettbewerb entgegen. Inzwischen steht fest, sodass die Jury am Mittwoch, 23. Juni, zwischen neun und 13 Uhr den Ort besucht. Schon jetzt rief Günter Scheidt seine Mitbürger auf, sich an der gemeinsamen Busfahrt vom 23. bis 25. September zur Siegerehrung nach Südtirol zu beteiligen.

Als Wunsch für die Zukunft nannte Günter Scheidt einen Radweg zwischen am Gericht und Konzen, der durch die geplante Ravelroute jetzt neue Aktualität erhalten habe.

Auch würde er in seinem Heimatort gerne die Gründung eines Heimatvereins sehen, der sich zum Ziel setze, die Besonderheiten und Traditionen der Ortschaft zu pflegen und zu bewahren. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Monschau-Simmerath

15.04.2010

Zuschuss vom Land auch für gemeinsame Schwimmhalle?
SPD Monschau untermauert ihren Antrag, CDU reserviert, Grüne skeptisch. In Simmerath wird Gesprächsbereitschaft signalisiert.

Das Thema Schwimmhalle bewegt die Gemüter. Und heißer denn je wird öffentlich die Frage diskutiert, warum nicht eine gemeinsame Schwimmhalle für die Nordeifel, zumindest aber für Monschau und Simmerath, möglich ist. Das Monschauer Vennbad ist wegen Einsturzgefahr im Dezember 2008 geschlossen worden.

„Wir haben gehört, dass es vom Land auch für ein solches gemeinsames Projekt durchaus Zuschussgelder geben könnte“, meinte SPD-Sprecher Gregor Mathar am Dienstagabend im Monschauer Hauptausschuss, als es um die Haushaltsberatungen ging und seine Fraktion die Gedankenspiele um eine gemeinsame Halle als Sparvorschlag auflistete. Die Monschauer Sozialdemokraten hatten nach ihrer Haushaltsklausur die Prüfung einer kommunalübergreifenden Schwimmhalle für die Nordeifel konkret als Antrag formuliert und öffentlich gemacht (wir berichteten). Nicht mögliche Zuschüsse waren von verschiedener Seite als Hauptargument gegen eine Gemeinschaftsschwimmhalle genannt worden.

Micha Kreitz wertete die Bemühungen um eine gemeinsame Halle als Abkehr von einem Neubau des Vennbades an der bisherigen Stelle: „Da haben sich einige schon vom Wahlversprechen einer neuen Schwimmhalle für Monschau verabschiedet“, orakelte der CDU-Sprecher.

„Wandel kommt zu spät“

Werner Krickel (Grüne) sieht den neuerlichen Vorstoß für eine „Schwimmhalle Nordeifel“ als „redlich“ an, gibt dem Ansinnen aber kaum eine Chance: „Bei der hohen Zahl alleine von Schulkindern, die hier untergebracht werden müssten, bedürfte es schon einer Doppelschwimmhalle, die dann auch kaum preiswerter werden dürfte“, so Krickel. „Oder bissig formuliert: Der demografische Wandel kommt ein wenig zu spät“, orakelte der Grünen-Chef über erst in einigen Jahren zurückgehende Schülerzahlen. Gleichwohl sei die Idee einer gemeinsamen Schwimmhalle zumindest eine Prüfung wert.

Eine gemeinsame Schwimmhalle für Monschau und Simmerath hatte vor gut einem halben Jahr bereits Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns als Gesprächsofferte eingebracht. Er sei nach wie offen für Gespräche, wenngleich es optimal wäre, wenn beide Kommunen über eine eigene Schwimmhalle verfügen könnten, so Hermanns gestern.

Der Gesprächsbedarf hat sich auch deshalb in Simmerath eingestellt, weil die dortige Schwimmhalle ebenfalls ein Sanierungsfall ist. Im Kellerbereich sind bereits Abstützungmaßnahmen erfolgt. Die Gemeinde besitzt eine statische Genehmigung bis 30. Juni 2010 zum weitere Betrieb des Bades; danach wird ein neues Gutachten erstellt. Karl-Heinz Hermanns: „Wir hoffen, dass wir die Genehmigung zum Betrieb der Schwimmhalle dann für ein weiteres Jahr erhalten.“ (hes/P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Alle Altersklassen im Generationenbeirat
Neues Gremium in Simmerath besetzt

Auch bei uns in Simmerath wird der „demographische Wandel“ in den nächsten Jahren immer deutlicher zu spüren sein. Unsere Gesellschaftsstruktur wird im Durchschnitt immer älter. Es droht die Gefahr, dass sich Alt und Jung weiter voneinander entfernen. Wir wollen die Kommunikation zwischen Jung und Alt fördern, aber auch die Mitwirkung aller Generationen an Entscheidungsprozessen in Simmerath vorantreiben. Wir sind der Ansicht, dass Jung und Alt voneinander profitieren und lernen können und dies auch nutzen sollten. Das Verständnis für die Interessen des jeweils anderen muss gefördert werden, mit dem Ziel, dass sich die Generationen annähern und sich füreinander verantwortlich fühlen.

Auf Vorschlag der CDU-Fraktion gewählte Mitglieder und stellv. Mitglieder:

Mitglieder Stellvertretende Mitglieder
Altersgruppe 16-25 Jahre:
Annika Huppertz, Eicherscheid
Sabrina Schröder, Huppenbroich
Jan Stollenwerk, Rollesbroich
Matthias Scheffen, Rollesbroich
Mario Haas, Witzerath
Jens Alberts, Simmerath
Altersgruppe 26-65 Jahre:
Willi Bünten, Steckenborn
Friedel Strauch, Strauch
Thomas Theißen, Lammersdorf
Bernd Stollenwerk, Simmerath
Wolfgang Gyo, Eicherscheid
Ute Koll-Harzheim, Steckenborn
Altersgruppe über 65 Jahre:
Rolf-Karl Döring, Woffelsbach
Erich Kogel, Simmerath
Prof. Erich Ernst Wilden, Kesternich
Josef Heinen. Eicherscheid
Prof. Erich Westerburg, Eichersch.
Erich Hermanns, Rollesbroich

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Nordeifel

14.04.2010

Wahlplakate bieten Aggressionsfläche

Von Nadine Palm | 13.04.2010

Nordeifel. Am 9. Mai ist es wieder soweit. Dann wählt Nordrhein-Westfalen den Landtag in Düsseldorf neu. Dies ist auch in der Nordeifel nicht zu übersehen. Es gibt kaum eine Straße, wo nicht Laternen oder Bäume mit Wahlplakaten «verschönert» wurden.

Doch meist bleiben diese Wahlplakate nicht lange unversehrt. Auch in der Nordeifel werden häufig Plakate mit Farbe beschmiert oder mit Parolen verunstaltet.

Nazi-Parolen «kein Spaß»

Carsten Mannheims, Geschäftsführer des CDU-Kreisverbandes, hat dafür kein Verständnis: «Ich war auch mal jung und habe Blödsinn gemacht. Aber ich habe keine Wahlplakate mutwillig zerstört», ärgert er sich über die Täter und den Tatbestand der Sachbeschädigung. Mannheims vermutet, dass vor allem Jugendliche für die Beschädigungen verantwortlich sind, da ihm aufgefallen sei, dass es gerade in der Ferienzeit häufiger zu Verschmutzungen der Wahlplakate komme. Keinen Spaß verstehe man da bei Nazi-Parolen.

Dies betont auch Martin Peters, Wahlkampfmanager des Eschweiler SPD-Landtagskandidaten Stefan Kämmerling: «Bei rassistischen Äußerungen, Beleidigungen oder gar Morddrohungen gegen die Politiker verstehen wir absolut keinen Spaß.»

Beide betonen, dass es jedoch fast unmöglich sei, die Täter zu fassen. Nach Erstattung einer «Anzeige gegen Unbekannt» werde das Verfahren meist wieder eingestellt, so CDU-Kreisgeschäftsführer Mannheims.

Der Roetgener FDP-Fraktionsvorsitzende Franz-Josef Zwingmann erstattet in der Regel keine Anzeige. «Wir wollen die Polizei nicht noch zusätzlich belasten», erklärt Zwingmann, selbst Polizeibeamter von Beruf.

Die CDU hat in Monschau, Simmerath und Roetgen zehn Großflächenplakate und mehrere hundert kleine Plakate angebracht. Die Summe, die für den Druck der Plakate, die Miete der Flächen und Ausleihe der Aufstellständer («Wesselmänner») in der Nordeifel gezahlt wurde, belaufe sich auch etwa 5000 Euro, erläutert Carsten Mannheims weiter.

Werner Krickel aus Monschau, der Landtagskandidat der Grünen der Städteregion, hat für eine solch hohe Anzahl von Plakaten kein Verständnis. Im Stadtgebiet Monschau habe man lediglich 16 Plakatständer aufgestellt. In der Gemeinde Simmerath gebe es eine Vereinbarung unter den Parteien in den einzelnen Orten, nur auf den gemeinsam angeschafften Tafeln zu plakatieren. «Das reicht uns völlig aus», unterstreicht Werner Krickel, dass zu viel Wahlwerbung die Bürger störe und auch nach der Wahl am 9. Mai «eine Menge Müll» verursache. Dass Plakate im Wahlkampf zerstört würden, damit müsse man einfach leben, erklärt der Landtagskandidat der Grünen. «Das sind Menschen, die ihre überschüssige Kraft an den Plakaten auslassen.»

Der Roetgener FDP-Fraktionsvorsitzende Franz-Josef Zwingmann stimmt Krickel zu. Er ist sich sicher, dass man so wenig Plakate wie möglich anbringen sollte. «Die finanziellen Mittel sind so gut wie aufgebraucht. Wir schauen auf den nackten Boden der Geldbörsen. Nach dem Wahlmarathon in den letzten zwei Jahren ist nicht mehr viel Geld übrig», erläutert der Liberale die schwierige finanzielle Lage.

Dies treffe bei der Bevölkerung jedoch auch auf Zustimmung, da zu viele Plakate die Menschen stören würden. «Die Leute sind genug informiert. Wie soll man sie auch noch mit Hunderten von Wahlplakaten beeinflussen? Eigentlich hat sich jeder seine Meinung schon gebildet», ist sich Zwingmann sicher.

In der gesamten Städteregion belaufen sich die Kosten für die Werbung der FDP auf 3000 Euro. In den Nordeifeler Kommunen sind vier Großflächen- und 150 kleine FDP-Plakate zu finden.

Die SPD übersteigt mit 15 Großflächen- und etwa 200 kleinen Plakaten diese Zahlen deutlich. Allein 1800 Euro müssen die Sozialdemokraten für das Plakatmaterial in den drei Eifel-Gemeinden zur Verfügung stellen.

«Es wäre schön, wenn es einen Wahlkampf ohne Plakate geben würde, aber das funktioniert einfach nicht», betont CDU-Kreisgeschäftsführer Carsten Mannheims.

Die Großflächenplakate der Parteien werden von einer Firma aufgestellt. Wenn eines dieser Plakate beschädigt wird, kostet der Austausch eines einzigen Plakates 50 Euro. Dabei hat jede Partei ihre eigene Schmerzgrenze, ab wann Plakate zu erneuern sind.

Für SPD-Mann Martin Peters sind «Hasenohren» an den Köpfen der Politiker kein Austauschgrund, während Carsten Mannheims da keinen Spaß versteht: «Wenn wir Hasenohren auf unseren Wahlplakaten wollten, hätten wir sie selbst positionieren können», sagt Mannheims.

Das Ordnungsamt, Ehrenamtler der Ortsverbände, aber auch viele «nette Bürger» würden die Parteien über beschädigte Plakate informieren, die dann so zügig wie möglich ausgetauscht würden.

Mainacht wird gefürchtet

«Nach der Mainacht», befürchtet CDU-Sprecher Mannheims, «werden wir wieder mit vielen Helfern ausrücken müssen, um die Plakate zu erneuern».

Am 9. Mai, wenn NRW gewählt hat, ist die Superwahlphase mit vier Urnengängen innerhalb von zwölf Monaten vorbei und die Politiker können sich wieder um das Kerngeschäft kümmern.

Die Wähler sollten am 9. Mai aber auch einen anderen wichtigen Termin, den Muttertag, nicht vergessen. Wie man beide Termine kombinieren kann, erläuterte bei einer Veranstaltung kürzlich der CDU-Landtagsabgeordnete Axel Wirtz: «Erst der Mutter das Frühstück ans Bett bringen und dann einen Spaziergang zum Wahllokal machen.»

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

 

In der Gemeinde Simmerath gibt es eine Vereinbarung unter den Parteien in den einzelnen Orten, nur auf den gemeinsam angeschafften Tafeln zu plakatieren.

Simmerath-Einruhr

09.04.2010

Tunnel für die Bundesstraße in Einruhr
Auch eine Nahversorgung für das Dorf am See ist in Arbeit. CDU-Ortsverband tagte und ehrte Josef Wolgarten für 40 Jahre.

Die rund zehn Jahre andauernden Investitionen, vor allem in die Infrastruktur, hätten sich längst ausgezahlt, betonte der Einruhrer Ortsvorsteher Christoph Poschen.

Vor der Mitgliederversammlung der Einruhrer Ortsverband der CDU verkündete Poschen, dass im vergangenen Jahr 200 000 Übernachtungen in der Gemeinde gezählt werden konnten. „Mehr als die Hälfte der Übernachtungen fallen auf Einruhr und Erkensruhr“, freute sich der Ortsvorsteher. Deutlich dazu beigetragen, dass so viele Gäste die Region besuchten, hätten Eifelsteig und Wildnistrail.

Auf der Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes Einruhr wurden Josef Wolgarten (5.v.r.) von Christoph Poschen (r.) für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt.

Foto: Sarah Irlenbusch

Wichtig war für die Mitglieder vor allem der neu entwickelte Flächennutzungsplan. Hinfällig sei die angedachte Möglichkeit, hinter dem Tretbecken, in der so genannten Paffenaul, zukünftig Bauland auszuweisen. „Das ist aus Naturschutzgründen nicht möglich“, wusste Poschen. Hingegen seien eine Verlängerung der Römerstraße und eine Bebauung oberhalb des Friedhofes denkbar. „Doch, ob das jemals Bauland wird, muss abgewartete werden“. Dies müsse die Bezirksregierung entscheiden. Wahrscheinlich werde im Sommer der neue Flächennutzungsplan beschlossen. Erst danach könne ein Bebauungsplan entwickelt werden.

Der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ habe deutlich gezeigt, wie wichtig ehrenamtliches Engagement sei, betonte Poschen. Einruhr holte sich auf Landesebene die Silbermedaille. Gleiches gelte für den Neubau der Duschen im Naturfreibad. „Auch hier haben die Vereine zusammen gearbeitet.“ Dank eines Finanzzuschusses von der Städteregion und vor allem vom Marathonverein werde demnächst ein Ruderbootssteg gebaut. Trotz der schlechten finanziellen Lage der Gemeinde seien die Straßen „Auf dem Römer“ und „Heilsteinstraße“ ausgebessert worden. Geplant sei zudem eine Erneuerung der Straße zwischen Erkensruhr und Hirschrott. Allerdings könne hier wahrscheinlich nicht nur die Deckschicht ausgebessert werden, sondern müsse zudem auch der Unterbau erneuert werden.

Ein wichtiger Schritt für den Tourismus sei die geplante Unterführung unter den Hauptstrasse B266. „Wanderer sollen die Straße zukünftig nicht mehr über-, sondern unterqueren“, sagte Poschen. Konkreteres konnte Poschen noch nicht verraten.

Ebenso wichtig für den Ort sei eine örtliche Nahversorgung, die seit eineinhalb Jahren in Einruhr fehle. „Hier muss was gemacht werden.“ Ein entsprechender Projektantrag sei gestellt worden. Zukünftig werde von Fachleuten der Bedarf geprüft. Nur mit Hilfe dieser fachlichen Expertise könnten die Voraussetzungen für die Nahversorgung geklärt werden.

Die ersten Weichen für die Arbeit im Städteregionstag seien gestellt, berichtete der stellvertretende Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck. Geplant sei der Ausbau des Radwegenetzes. Für die Route entlang der Rur zwischen Einruhr und Monschau werde der Wirtschaftsweg zwischen Dedenborn und Pleushütte ausgebaut.

Lobende Worte für Ortsvorsteher Poschen fand neben Hilsenbeck auch Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns: „Er vertritt mit Nachdruck und erfolgreich die Interessen von Einruhr und Erkensruhr.“

Zudem ging der Bürgermeister kurz auf die Zukunft des Simmerather Krankenhauses ein. „Wir sind auf einem guten Weg“, betonte er. Für Ende April sei ein Gespräch mit allen Mitarbeitern geplant. Schon jetzt stehe fest, dass der Betrieb weitergehen und eine gute Lösung in Bezug auf die Trägerschaft gefunden werde.

Anschließend wurde Josef Wolgarten für 40-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. (sas)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

09.04.2010

Bauminister legt selbst Hand an
Lutz Lienenkämper startet die energetische und bauliche Sanierung der Hauptschule Simmerath. Fast sieben Millionen Euro werden investiert.

Unter nicht ganz exakter Einhaltung der Sicherheitsvorschriften am Bau gab gestern NRW-Bauminister Lutz Lienenkämper ganz offiziell den Startschuss für die energetische und bauliche Sanierung der Hauptschule Simmerath nebst Neubau einer Mensa und Sanierung der Turnhalle. Den Vertretern der Gemeinde Simmerath dürfte das kleine Versäumnis ziemlich egal gewesen sein, denn mit der Sanierung des 40 Jahre alten Gebäudekomplexes nimmt man das seit langer Zeit umfangreichste Bauprojekt jetzt konkret in Angriff.

NRW-Bauminister Lutz Lienenkämper (Mitte) griff zum Start der Sanierung der Hauptschule Simmerath ebenso zum Brecheisen wie auch Städteregionsrat Helmut Etschenberg (re.) und Landtagsabgeordneter Axel Wirtz. Links Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns.

Foto: P. Stollenwerk

Ein Zurück gibt es nicht mehr, denn der Minister und seine eifrigen Mitstreiter, Städteregionsrat Helmut Etschenberg und CDU-Landtagsabgeordneter Axel Wirtz, begnügten sich nicht mit dem sonst üblichen ersten Spatenstich sondern legten selbst kräftig Hand an, indem sie zu den Brecheisen griffen und die mit hässlichen Eternit-Platten verkleidete Rückseite des Sanitärtraktes so intensiv bearbeiteten, dass nun aktueller Handlungsbedarf besteht, das einmal begonnene Werk auch zügig fortzusetzen.

Nachdem die Gemeinde Simmerath vor einem halben Jahr den Bewilligungsbescheid zur Sanierung der Hauptschule erhielt, soll nun in Kürze mit der Umsetzung begonnen werden. Obwohl der Bewilligungszeitraum bis 2010 reicht, hat die nach EU-Ausschreibung erfolgreiche Kölner Architektengruppe Allnoch und Hütt das ehrgeizige Ziel vor Augen, die in drei Bauabschnitte unterteilte Maßnahmen bereits bis Ende 2012 über die Bühne zu bringen.

6,7 Millionen Euro beträgt die Investitionssumme; das Land steuert 4,5 Millionen Euro bei. Zunächst wird die Sanierung der Turnhalle und der Neubau der Mensa im rückwärtigen Bereich der Sanitäranlagen in Angriff genommen. Die Sanierung der Schulgebäude folgt in 2011 und 2012 bei laufendem Schulbetrieb.

Die fünf Baukörper in fünf unterschiedlichen Farben werden das bisherige betongrau ablösen. Viel massiver aber ist der Eingriff in den Energiehaushalt, denn durch aufwändige Wärmedämmung ist die Annäherung an ein Null-Energie-Gebäude angestrebt.

Minister Lienenkämper sah in der geplanten Sanierung einen „gelebten Beitrag“ zum Klimaschutz, und auch Städteregionsrat Helmut Etschenberg nahm erfreut die Positionierung der Gemeinde Simmerath zum Thema Klimaschutz zur Kenntnis.

Während die bauliche Seite zur Aufwertung der Hauptschule nun gesichert ist, befindet sich die künftige inhaltliche Konzeption der Einrichtung noch in der Entwicklungsphase. Auch diese Frage, die derzeit noch nicht für alle Seiten befriedigend beantwortet werden kann, wurde beim Ministerbesuch angesprochen.

Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns betonte, dass die Gemeinde Simmerath sich auch weiterhin der Verantwortung stelle, ein Schulangebot der Sekundarstufe I bereitzuhalten. Außerdem würden derzeit intensive Abstimmungsgespräche mit den Nachbarkommunen Monschau und Roetgen geführt, was das künftige Schulangebot in der Nordeifel betreffe. Bis zu den Sommerferien solle eine gemeinsame Konzeption vorgelegt werden, „das die Schule weiterhin attraktiv macht.“

Standort Simmerath gesichert

Auch Lutz Lienenkämper versicherte auf Nachfrage, dass der Schulstandort Simmerath gesichert sei, und es Absicht der Landesregierung sei, das gegliederte Schulsystem zu erhalten. Das Konzept für die Hauptschule sei zudem nicht abhängig von politischen Mehrheiten, sagte er mit Blick auf die bevorstehende Lantagswahl.

Diese Auffassung unterstrich auch MdL Axel Wirtz: „Egal, welche Konzeption für Simmerath zum Tragen kommt. Es geht in erster Linie darum, Schulstandorte zu erhalten.“

Die Hauptschule Simmerath verfügt derzeit über etwa 200 Schüler. Für das neue Schuljahr erfolgten bisher 20 Anmeldungen.

Im Anschluss an den Termin in der Hauptschule hatte Minister Lie­nenkämper dann noch die Gelegenheit, auch andere Seiten der Gemeinde Simmerath beim Besuch des Rurseezentrums und des Nationalparktores Rurberg ken­nenzulernen. (P. St.)

Schwimmhalle die nächste große Baustelle

Neben der Hauptschule ist die Sanierung der Schwimmhalle die zweite große Baustelle in Simmerath. Auch hier ist eine energetische Sanierung dringend geboten. Beim gestrigen Besuch von Bauminister Lutz Lienenkämper in Simmerath stieß Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns mit seinem Vorschlag, die Sanierung der Schwimmhalle als Pilotprojekt im Passivhaus-Standard für NRW umzusetzen, auf offene Ohren. Dies gehe aber nur mit Unterstützung des Landes. Der Landesschwimmverband NRW sei bereits als Partner gewonnen worden.

Der Landtagsabgeordnete Axel Wirtz stellte die Bedeutung des Schul- und Vereinsschwimmens (die Schwimmabteilung der Hansa Simmerath zählt rund 200 Mitglieder) heraus. Auch vor dem Hintergrund der touristischen Infrasstruktur müsse eine Schwimmhalle vorgehalten werden.

Nicht zuletzt sei auch das ehrenamtliche Ehrenamt der Vereine nicht hoch genug zu bewerten, ergänze Ratsherr Bruno Löhrer. Daher müsse man den Verein auch stets funktionierende Sportstätten zur Verfügung stellen.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

Simmerath-Rurberg-Woffelsbach

08.04.2010

Holzhäuser und neue Treppen zum Rursee
Konkrete Gestaltungspläne für die „Neue Mitte“ in Woffelsbach beim CDU-Ortsverband. Kontroverse Debatte um Straßenlampen in der Schilsbachstraße.

Die „Neue Mitte“, zusätzliche Straßenlampen und unzufriedene Camper - diese Themen beschäftigen den CDU-Ortsverband Rurberg-Woffelsbach. Bei seiner Versammlung am Dienstag im Kleinen Seehof wurde den Berichten und Ausblicken auf die Zukunft, aber auch den Diskussionen, viel Raum gegeben.

Für Rurberg, Woffelsbach und die CDU im Einsatz: (V.l.n.r.)Heiner Jansen, Ortsvorsteher von Rurberg, Gerhard Schmitz, Ortsverbandsvorsitzender, Ursula Harth, Ratsfrau, Hans-Josef Hilsenbeck, der Stellvertretende Städteregionsrat, Wolfgang Harth, Geschäftsführer des Ortsverbands, Hans Gottfried, Beisitzer, und Reinhold Jansen, Ortsvorsteher vonWoffelsbach.

Foto: Anneliese Lauscher

Gerhard Schmitz, der Ortsverbandsvorsitzende, begrüßte die Parteifreunde und Ortsvorsteher und auch den Bürgermeister der Gemeinde Simmerath, Karl-Heinz Hermanns, sowie den Stellvertretenden Städteregionsrat Hans Josef Hilsenbeck. In ihrem kurzen Rückblick auf das Wahljahr 2009 zeigte Ursula Harth zwar ihre Zufriedenheit mit dem Wahlergebnis der CDU in den Rurseeorten, doch hatte sie auch eine „erschreckend hohe Zahl der Linkswähler“ festgestellt. „Hier müssen wir noch Überzeugungsarbeit leisten“, forderte sie.

Fördermittel

Dass trotz angespannter Finanzlage in Woffelsbach einige Projekte durchgeführt werden konnten, hob Gerhard Schmitz erleichtert hervor: Ein Teilstück der Wendelinusstraße sei saniert worden und mit dem Ausbau des Kindergartens für Kinder unter drei Jahren werde im Sommer begonnen.

Dem Referat des Bürgermeisters wurde konzentriert zugehört. Er habe früher den Vorwurf gehört: „Die Gemeinde lässt Woffelsbach hängen!“ Nach den zukunftsorientierten und auffälligen Investitionen in Rurberg, wie Rurseezentrum und Antoniushof, werde nun auch Woffelsbach in den Genuss von erheblichen Fördermitteln kommen. Die Neue Mitte, ein ehrgeiziges Projekt im jugend-touristischen Bereich, werde von insgesamt zehn Partnern getragen. Die Fördermittel in Höhe von 1,5 Millionen Euro seien bewilligt. Der Bau von vier Holzhäusern sei geplant, das Herrichten der Uferböschung und des Randwegs, eine Brücke über den Wolfsbach, Errichten eines Kiosk mit behindertengerechter Toilette, Treppen zum See - Karl Heinz Hermanns sieht mit der Umwandlung der Ortsmitte eine Menge Positives auf Woffelsbach zukommen.

„Ab Oktober ist Schluss mit dem Campingplatz“, betonte er. Die Verwunderung darüber und etliche Fragen waren ihm nicht verständlich; die Gemeinde habe sich stets klar ausgedrückt, dass man von Beginn der Arbeiten an hier keine Camper mehr dulden könne. „Inwieweit es Möglichkeiten gibt, de Campern einen anderen Stellplatz anzubieten, das muss man sehen.“ Guido Haas fürchtet, man werde Gäste verlieren. Die verunsicherten Camper seien jetzt schon auf der Suche nach anderen Plätzen.

„Visionen muss man haben“, überschrieb Hans Josef Hilsenbeck seinen Bericht aus der Städteregion und wies auf die Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz und Mobilität. Das viel gelobte Radwegenetz RAVEL dürfe nicht unterbrochen werden, meinte er zur Diskussion um den Schutz des Braunkehlchens im Raum Kalterherberg/Sourbrodt. „Hier muss es eine Möglichkeit der Streckenführung geben“, unterstrich Hilsenbeck.

Mangel an Straßenbeleuchtung

Ob die Städteregion auch ein Erfolgsmodell im Bereich der Finanzwirtschaft werden könne, das müsse sich zeigen.

Dass von dem Defizit von 28 Millionen Euro die Hälfte auf die Städte und Kommunen verteilt werden mussten, sieht er als Notwendigkeit. Die teilweise harsche Kritik werde „zu Unrecht“ geäußert.

An der Förderung der Vereine müsse die Städteregion Aachen festhalten, „denn die Vereine übernehmen gesellschaftspolitische Aufgaben.“

In einem Teil der Schilsbachstraße mangelt es an Straßenbeleuchtung, das monierte ein Anwohner zum wiederholten Mal. „Das ist Außenbezirk“ - mit dieser Antwort wollte er sich nicht zufrieden geben.

„Wir machen das“, bot Hans Gottfried seine Hilfe an, „eine Straßenlampe kostet 130 Euro. Wenn uns der CDU-Ortsverband unterstützen will, das wäre schön.“ Dass es leider so unbürokratisch in unserem Land nicht gehen wird, darauf wies Heiner Jansen hin: „Dann würde eine Flut von Anfragen über uns hereinbrechen.“ (ale)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Nordeifel

31.03.2010

«Himmelsleiter»: Verkehrsfluss soll verbessert werden

(ess)

Mit «großer Verwunderung» hat der CDU-Landtagsabgeordnete Axel Wirtz die Äußerungen von Arnd Meyer vom Landesbetrieb Straßenbau in Aachen zur Kenntnis genommen, wonach sich an der «Himmelsleiter» zwischen Relais Königsberg und Roetgen baulich nichts ändern wird, sieht man einmal von dem diskutierten Brückenbauwerk für den Ravel-Radweg ab.

Axel Wirtz (MdL)
Da habe wohl jemand seine Kompetenzen überschritten, kritisiert Wirtz: «Herr Meyer ist als Projektleiter im Landesbetrieb Straßenbau eingesetzt, und die Äußerungen, die er verbreitet hat, befinden sich außerhalb seiner originären Zuständigkeit. Deshalb ist die Darstellung unvollständig und spiegelt einen falschen Eindruck wider.»

Was den oberen Teil der B258, die «Kleine Himmelsleiter» zwischen Roetgen und Fringshaus, betreffe, hat es nach Worten des Christdemokraten dieser Tage bereits ein Gespräch zwischen dem Leiter des Landesbetriebs Ville-Eifel, Edgar Klein, und dem Ministerpräsidenten der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, Karl-Heinz Lambertz, gegeben, «welches auch positiv verlaufen ist».

Der Staatsvertrag zwischen beiden Ländern bietet laut Wirtz Bewegungsspielraum, so dass es nach einer Abstimmung zwischen dem Landesbetrieb und Raerens Bürgermeister Hans-Dieter Laschet «zu einer deutlichen Verbesserung» am Knotenpunkt Fringshaus kommen werde, der teils auf deutschem., teils auf belgischem Territorium liegt. Denn die Abbiegespur (aus Richtung Lammersdorf) werde in Richtung Roetgen deutlich erweitert. Was die «Mäusetunnel» betreffe «stehen noch Gespräche an». Überdies befinde man sich im Dialog mit der Gemeinde Roetgen, wo in der Ortsdurchfahrt «punktuelle Veränderungen angestrebt» seien.Ebenfalls bestehe bei der Leitung des Landesbetriebes Straßenbau die Absicht, den Verkehrsfluss zwischen Roetgen und Relais Königsberg zu verbessern, betont MdL Wirtz. Allerdings gebe es im Zusammenhang mit der Bundesstraßenbedarfsplanung noch Fragen zu beantworten.

Auf Hochtouren laufen laut Wirtz bereits die Planungen für das «wahre Nadelöhr» der B258 im Bereich Relais Königsberg - Oberforstbach - Lichtenbusch in Fahrtrichtung Aachen. Dort würden die Spurführung der Fahrbahn geändert, Abbiegespuren eingerichtet und Ampeln entfernt.

Quelle: Eifeler Zeitung

AZ-Bericht vom 29.03.2010

«Himmelsleiter»: Hauptschlagader mit Problemzonen

Von Ernst Schneiders | 29.03.2010

Nordeifel. Der Ausbau der so genannten «Kleinen Himmelsleiter» zwischen Roetgen und Fringshaus ist beschlossene Sache. Was genau wird, ob zwei Spuren bergauf, zwei Spuren bergab oder eine Wechselspur in der Mitte, steht indes noch nicht fest.

Fest steht aber, dass die B258, die «Himmelsleiter» zwischen Relais Königsberg und Roetgen, nicht angepackt wird. Dort bleibt alles so wie es ist. Einzige Ausnahme: Der Premiumradweg «Vennbahnroute» wird die «Himmelsleiter» an einer Stelle queren. Dort wird nach aktuellem Sachstand ein Brückenbauwerk favorisiert. Ein ins Gespräch gebrachter Tunnel dürfte sowohl an den Kosten als auch an der angezweifelten Akzeptanz der Radler scheitern.

Insgesamt 16 Querungen

Für Arnd Meyer vom Landesbetrieb Straßenbau in Aachen ist Fakt, dass die Himmelsleiter zwischen Relais Königsberg und Roetgen nicht zur Debatte steht. Die Probleme beginnen für ihn am Ortseingang Roetgen und enden an Fringshaus. Insgesamt an 16 Stellen im Gemeindegebiet quert die alte Vennbahntrasse bestehende Straßen. In den meisten Fällen ist das nach Einschätzung von Fachleuten unproblematisch, an zwei Stellen jedoch dürfte es schwierig werden. Dort nämlich, wo sich Ravel-Radweg und Bundesstraße in der Ortsdurchfahrt in die Quere kommen.

Drängelgitter vorgesehen

Der erste Knackpunkt ist in Höhe des alten Roetgener Bahnhofs, der zweite an der Einmündung Steffensgasse (Seniorenzentrum). An beiden Stellen, so Michael Vorpeil vom Bauamt der Gemeinde Roetgen, sind plangleich mit der Fahrbahn Querungshilfen vorgesehen, mit Aufstellbereichen für Radfahrer mitten auf der Straße zwischen den beiden Fahrbahnen, farblich vom Rest der Umgebung abgesetzt und damit gut erkennbar.

Zu beiden Seiten der Fahrbahn soll es zur Sicherheit der Radler so genannte Drängelgitter geben, ebenfalls farblich abgesetzt, denn das Kreuzen der Bundesstraße ist nicht ungefährlich. Schließlich sind dort pro Jahr rund 7,5 Millionen Fahrzeuge unterwegs.

Darüber hinaus, so der Informationsstand von Arnd Meyer, bleibt die B258 in der Ortsdurchfahrt Roetgen unverändert. Auch von intensivem Lärmschutz sei ihm nichts bekannt. Um die Anwohner der Bundesstraße von Lärm und Feinstaub zu entlasten, biete sich lediglich eine Ortsumgehung an, aber, so Meyer, «die wollen die Roetgener ja nicht».

Mit Belgiern verhandeln

Was sich hinter der Ortsdurchfahrt Richtung Fringshaus tut, vermag der zuständige Planer Christoph Jansen vom Landesbetrieb derzeit nicht genau zu sagen. Es gebe einige Möglichkeiten, aber noch keine endgültige, räumte er ein. Ein gewichtiges Wort habe dabei nämlich die Deutschsprachige Gemeinschaft Ostbelgiens, unter anderem was die Standorte der Bushaltestellen betreffe, zu sprechen.

Denn der Knotenpunkt Fringshaus, an dem es geradeaus nach Konzen und links ab nach Lammersdorf geht, liegt zum Teil auf deutschem, zum Teil auf belgischem Staatsgebiet. Jansen: «Läge er komplett auf deutschem Territorium, wäre das Planen einfacher.»

Beim Landesbetrieb ist man allerdings guter Hoffnung, mit den belgischen Nachbarn zügig und einvernehmlich «zu Potte» zu kommen. Dann wird sich auch entscheiden, ob die Tage der ungeliebten «Mäusetunnel» gezählt sind.

Quelle: Eifeler Zeitung

Quelle: Eifeler Zeitung

 

Monschau

31.03.2010

Hilfeschrei an Bund und Land

Der Weg aus der dramatischen Schuldensituation der Stadt Monschau führt für die CDU nur über eine grundlegende Finanzreform. Dennoch wird es im neuen Haushalt auch vor Ort keine Tabus mehr geben.

Monschau. „Es nützt nichts, wenn wir uns auf kommunaler Ebene die Köpfe einschlagen. Viel wichtiger ist es, mit einer Stimme zu sprechen, wenn es um Hilfe von übergeordneter Stelle geht.“ Alexander Lenders, Parteivorsitzender und Städteregionstagsmitglied der CDU Monschau, ist nicht gerade glücklich über die aktuelle Finanzdebatte. Da werde massive Kritik an der Städteregion geübt, weil diese die Regionsumlage scheinbar „ohne Not“ erhöhe, oder würden erste Ideen für Sparvorschläge vor Ort zerredet, ehe sie überhaupt im politischen Raum diskutiert worden seien.

Noch etliche Termine

Letzteres bezieht Lenders auf die durchgesickerten Überlegungen der CDU, einen „Waldtausch mit Wertausgleich“ vorzunehmen. „Das ist nur eine von vielen Ideen, wie man der dramatischen Finanzsituation Herr werden könnte“, bekräftigt der Fraktionsvorsitzende Micha Kreitz. Die Liste der schmerzhaften Einschnitte werde aber „leider noch deutlich länger“, kündigt Kreitz an, dass es bei der anstehenden Haushaltsdiskussion „noch weit mehr Themen geben wird, an die wir ran müssen“, so der Fraktionschef.

Was das konkret sein wird, wo also die vielzitierten „schmerzhaften Einschnitte“ erfolgen werden, das kann und möchte aber auch die „Regierungspartei“ im Monschauer Stadtrat zum jetzigen Zeitpukt noch nicht öffentlich machen, „weil darüber noch mindestens ein halbes Dutzend Termine verstreichen werden“, wie Micha Kreitz ankündigt: CDU-Fraktionssitzung am 12. April, Hauptausschuss am 13. April, eine ganztägige Haushalts-Klausurtagung der Christdemokraten am 17. April und dazwischen mehrere interfraktionelle Gespräche. „Nach der Klausurtagung werden wir mehr wissen“, ist Kreitz überzeugt.

„Ein Leitfaden bei den Spar­überlegungen wird das »Sieben-Säulen-Programm« sein, das Kämmerer Franz-Karl Boden bei der Haushaltseinbringung vorgetragen hat“, kündigt der CDU-Fraktionssprecher an. „Erweitert um einen achten Punkt, der die Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen betrifft“, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Waltraud Haake. Denn in Bereichen wie Forst, Bauhof, Schulen oder Verwaltung sieht die CDU durchaus großes Sparpotenzial, beispielsweise bei gemeinsamen Anschaffungen für Monschau, Simmerath und Roetgen.

„Wir wollen und werden vor Ort sparen – aber alles wird nichts nützen, wenn nicht Hilfe von Bund und Land kommt“, bekräftigt Alexander Lenders, der die Kritik an der Städteregion für überzogen hält: „Wenn es den Kreis ­Aachen noch geben würde, wäre die Kreisumlage in diesem Jahr höher als die nun anstehende Regionsumlage“, ist Lenders überzeugt. „Denn der Hauptgrund für die erhöhte Umlage ist die massive Belastung durch soziale Aufgaben – und das wäre im Kreis nicht anders gewesen.“ Und deshalb ist für den Vertreter im Städteregionstag die Strategie, das 28-Millionen-Defizit je zur Hälfte mit Umlageeinnahmen und Krediten abzudecken, „absolut richtig“.

Neue Aufgaben

Die Hilfe der Städteregion für ihre gebeutelten Kommunen könne darin liegen, „neue Aufgaben für diese zu übernehmen. „So wie das vorbildlich beim Krankenhaus geschehen ist“, nennt Alexander Lenders ein Beispiel. Und helfen könne und werde die Städteregion mit Städteregionsrat Helmut Etschenberg an der Spitze auch beim gemeinsamen Kampf für eine grundlegende Reform der Gemeindefinanzierung. „Ohne diese kann der Haushaltsausgleich langfristig nicht gelingen“, sagt Micha Kreitz und verweist auf das Konnexitäts­prinzip: Die Kommunen könne neue Aufgaben nur dann übernehmen, wenn sie entsprechend finanziell ausgestattet werden. Geschlossenheit – diese wünscht sich die CDU auch bei den anstehenden Haushaltsgesprächen und schließlich am 27. April bei der Verabschiedung des Haushalts.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


Simmerath

Fuhrtstraße soll vom Schwerverkehr entlastet werden

(P. St.) 21.03.2010

Wenig Akzeptanz in Teilen der Rollesbroicher Bevölkerung hat in der Vergangenheit ein Schweinemastbetrieb mit Biogasanlage im Außenbereich des Ortes gefunden.

Dies liegt vor allem daran, dass die Anwohner der Fuhrtstraße die Leidtragenden der Schwerverkehrs sind, der zum Hof hin und zurück pendelt. Für den Betrieb der Biogasanlage und des Schweinemastbetriebes waren das rund 800 Fahrten pro Jahr. Die bescheidene Ausbaubreite der Fuhrtstraße mit ihren Wegeseitegräben ist für ein solches Verkehrsaufkommen allerdings nicht geeignet, insbesondere wenn sich schwerere Fahrzeuge hier begegnen.

Die Baugenehmigung für den Schweinemastbetrieb ist inzwischen erloschen, die Biogasanlage aber soll als gewerblicher Betrieb im Außenbereich fortgeführt werden.

Im Simmerather Planungsausschuss wurde jetzt darüber beraten, ob die Gemeinde ihr Einvernehmen erteilt. «Das ist nicht so einfach», meinte CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer, denn es gelte nach wie vor darauf zu achten, dass die Anlieger nicht zu sehr belästigt würden. Das Problem Fuhrtstraße bleibt nämlich weiterhin bestehen, wenngleich die Zahl der täglichen Fahrten mit schweren Güllefässern auf 300 pro Jahr absinken würde.

Die Verwaltung will nun ihre Zustimmung davon abhängig machen, ob eine andere Erschließung zum Betrieb gefunden wird und die Fuhrtstraße entlastet wird. Der Vorschlag lautete daher, dass der Betreiber der Biogasanlage die Fahrten zu seinem Betrieb über Wirtschaftswege am Ende der Fuhrtstraße zur Dürener Straße hin sicherstellen soll. Voraussetzung wäre ein Ausbau der vorhandenen Wirtschaftswege, wobei die Gemeinde gegen Kostenerstattung diesen Ausbau vornehmen könne. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns: «So zeigen wir dem Betrieb eine Perspektive auf, statt die Baugenehmigung zu versagen.» Diesen Vorschlag aber bezeichnete Manfred Sawallich (SPD) als «falsches Signal» an den Bauherrn, denn der Ausbau von Wirtschaftswegen sei für den Antragsteller wohl kaum realistisch. Was realistisch sei, betonte Klaus Stockschlaeder (Grüne), liege in der Entscheidung des Bauherrn.

Somit beschloss der Planungsausschuss bei vier Enthaltungen, dass die Gemeinde mit diesem Vorschlag an den Antragsteller herantreten will. Helmut Keischgens (UWG) hatte zuvor noch das Problem des Umweltschutzes angesprochen, schließlich befinde sich die mit Gülle betriebene Biogasanlage im Einzugsbereich der Kalltalsperre. Jürgen Förster von der Bauverwaltung erläuterte, dass diese Frage Teil des Baugenehmigungsverfahrens sei.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


Simmerath

18.03.2010

Die positive Entwicklung der Gemeinde mitgestaltet
Langjährige Simmerather Ratsmitglieder werden in würdigem Rahmen verabschiedet. Brot und Teller als Geschenke.

Rat, Fachausschüsse und Verwaltung stecken zwar schon mittendrin in der politischen Arbeit der im Oktober 2009 begonnenen neuen Legislaturperiode, aber die zum Ende bzw. während der Periode 2004 bis 2009 ausgeschiedenen Ratsmitglieder sollten nicht sang- und klanglos von der politischen Bühne abtreten. Deshalb hatte die Gemeindeverwaltung jetzt zu einem Abschiedstreffen eingeladen.

Nicht die sachlich-kühle Atmosphäre des Sitzungssaals im Rathaus, wie bisher üblich, wurde für diese Veranstaltung gewählt sondern der gemütliche und würdige Rahmen des Restaurants Schröders Eck. Diese Initiative des neuen Bürgermeisters Karl-Heinz Hermanns traf auf gute Resonanz und schnell entwickelte sich eine muntere Gesprächsrunde. Die 13 ausgeschiedenen Ratsmitglieder (zwei hatten sich entschuldigt) waren gemeinsam mit ihren Partnern eingeladen wor den; die Bürgermeister-Stellvertreter Bernd Goffart und Marc Topp sowie Edmund Kreutz allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters komplettierten neben den fünf Fraktionsvorsitzenden die Runde.

Foto: Peter Stollenwerk

Zwischen acht Monaten und 30 Jahren hätten sich die Verabschiedeten in Rat und Ausschüssen für das Wohl der Gemeinde Simmerath eingesetzt, betonte Karl-Heinz Hermanns, der ausgerechnet hatte, dass da 144 Jahre kommunalpolitische Tätigkeit zusammenkommen.

Jedem der Ausgeschiedenen widmete der Bürgermeister einige persönliche Worte, ehe es den Wappenteller der Gemeinde und ein Simmerather Eifelbrot als Abschiedsgeschenk gab.

Wenngleich die Gemeinde derzeit auch mit einem Haushaltsdefizit von 5,1 Millionen Euro leben müsse, sollte diese Tatsache nicht verhindern, dass ehrenamtliche Arbeit zum Wohle der Allgemeinheit in gebührender Form gewürdigt werde. Zwar gebe es eine Aufwandsentschädigung für ehrenamtliche Tätigkeit, die aber in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Aufwand stehe.

Folgende Ratsvertreter (in der Reihenfolge der Dauer ihrer Ratstätigkeit) wurden in der Legislaturperiode 2004 bis 2009 verabschiedet: Caroline Keischgens aus Kesternich (acht Monate); Günter Förster aus Eicherscheid (zwei Jahre, ein Monat); Reimar Linz aus Simmerath (zwei Jahre, zehn Monate); Heribert Vroemen aus Lammersdorf (vier Jahre, vier Monate); Reinhold Jansen aus Woffelsbach (vier Jahre, neun Monate); Guido Nußbaum aus Lammersdorf (fünf Jahre); Christoph Richter aus Simmerath (fünf Jahre); Andreas Hermann aus Simmerath (10 Jahre); Manfred Offermann aus Lammersdorf (10 Jahre); Helmut Keischgens aus Kesternich (10 Jahre); Hannelore Schwalke aus Simmerath (22 Jahre, sieben Monate); Heiner Jansen aus Rurberg (25 Jahre); Josef Heinen aus Eicherscheid (30 Jahre); Hubert Breuer aus Strauch (15 Jahre), der auch ab 1997 ehrenamtlicher und von 1999 bis 2009 erster hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Simmerath war.

Viele der verabschiedeten Ratsvertreter sind aber nicht aus der Welt. Ob als sachkundige Bürger in Fachausschüssen oder als Ortsvorsteher fühlen sie sich weiterhin mit der Kommunalpolitik verbunden. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


Simmerath-Steckenborn

18.03.2010

Auf dem Dach der Grundschule Steckenborn wird Strom produziert
Photovoltaik-Anlage soll jährlich 1600 Euro Einnahmen bringen. Fläche an ein Unternehmen aus Aachen verpachtet.

Das Dach der Grundschule in Steckenborn als kleines Kraftwerk: Die Stawag-Energie GmbH aus Aachen wird auf der rund 1400 Quadratmeter großen Dachfläche eine Photovoltaik-Anlage installieren. Nach den Berechnungen kann diese Anlage im Jahr durchschnittlich 74 000 Kilowatt-Stunden Strom erzeugen.

Die Mindestleistung liegt bei 72 000 kWh, die maximale Leistung bei 80 000 kWh. Abhängig sind die Leistung und damit die Strommenge von der Witterung.

Der Simmerather Struktur- und Hochbauausschuss hat unlängst entschieden, die Dachfläche der Grundschule an die Aachener Firma zu verpachten. Mehrere Unternehmen hatten sich darum beworben, die Fläche anzupachten, um dort eine Photovoltaik-Anlage zu installieren. Der Pachtvertrag gilt für 20 Jahre, die Gemeinde erhält dafür eine garantierte Pachteinnahme von jährlich 1600 Euro. Je nach Jahresertrag kann der jährliche Pachtertrag langfristig auf 2705 Euro steigen. Die Gemeinde geht davon aus, dass die Photovoltaik-Anlage rechtzeitig vor dem 1. Juli in Betrieb gehen kann. Dieser Termin ist wichtig mit Blick darauf, dass das Bundeskabinett das Gesetz über erneuerbare Energien geändert hat, danach soll die Vergütung für Strom aus Photovoltaik-Anlagen um 16 Prozent gesenkt werden. (rpa)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

 


Simmerath

18.03.2010

Beigeordneter soll Bürgermeister Hermanns entlasten
Bei der Debatte im Rat um die Neubesetzung der Stelle stand die SPD allein auf weiter Flur. Dienstantritt schon am 1. Juli.

Allein auf weiter Flur fand sich die SPD-Fraktion wieder, als es um die Neubesetzung der Beigeordnetenstelle ging, die seit der Wahl von Karl-Heinz Hermanns zum Bürgermeister vakant ist.

„Eine Verwaltung dieser Größenordnung kann auch ohne Beigeordneten geführt werden“, machte SPD-Fraktionschef Gregor Harzheim in der Ratssitzung am Donnerstagabend ein Fass auf. Die SPD wolle die Stelle im Stellenplan belassen, aber andere Schwerpunkte setzen, beispielsweise den unübersehbaren zusätzlichen Personalbedarf für die Bearbeitung der Wohngeldanträge befriedigen. Harzheim: „Wir müssen über andere Organisationsstrukturen nachdenken. Der Bürgermeister hat inzwischen eine persönliche Assistentin. Auch deshalb stellt sich die Frage, ob dann noch ein Beigeordneter zur Entlastung des Bürgermeisters her muss.“

Terminflut nimmt zu

Hermanns sah sich zu einer Klarstellung genötigt. Ulrike Lange-Wiemers sei nur zu etwa 20 Prozent seine persönliche Referentin, so der Bürgermeister. Darüber hinaus betreue sie den gesamten Tourismusbereich und kümmere sich um die Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde. Er habe den Anspruch, sich um die Bedürfnisse der Mitarbeiter der Verwaltung zu kümmern und für die Belange der Bürger dazusein. Beides sei aufgrund der Terminflut kaum noch möglich.

Überdies scheide sein allgemeiner Vertreter und Kämmerer Edmund Kreutz im nächsten Frühjahr aus dem aktiven Berufsleben aus. Die Neubesetzung der Beigeordnetenstelle müsse auch vor diesem Hintergrund gesehen werden.

Einen Technischen Beigeordneten, wie eigentlich gewünscht, wird es nicht geben können, weil nach der Gemeindeordnung ein Beigeordneter, wenn er der einzige ist, zum gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienst befähigt sein muss.

Dennoch soll der neue Mann/die neue Frau auf die technischen Bereiche einer Verwaltung spezialisiert sein, während der Bürgermeister weiterhin der zuständige Dezernent für die reinen Verwaltungsbereiche bleibt.

Während die schwarz-gelbe Kooperation sich vorbehaltlos hinter das Anliegen des Bürgermeisters stellte, blieb die Kritik der UWG verhalten.

„Wir können dem Beschlussvorschlag der Verwaltung folgen, aber wir möchten geprüft wissen, ob durch den neuen Beigeordneten und eine Umstrukturierung im Personalbestand mehr Effizienz zu erreichen ist“, forderte Ratsherr Stephan Weber.

Klaus Stockschlaeder von den Grünen gab dem Bürgermeister noch einen guten Rat mit auf den Weg: „Ich hoffe, dass durch den neuen Beigeordneten mehr Ruhe und Gelassenheit einzieht. Ich habe nämlich das Gefühl, alle stehen bei 110 Grad unter Volldampf. Herr Hermanns, Sie werden lernen müssen, Dinge zu delegieren!“

Der/die neue Beigeordnete soll nach Möglichkeit schon am 1. Juli den Dienst antreten. (ess)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


Simmerath

18.03.2010

Beton und das triste Grau bald Vergangenheit
Hauptschule Simmerath wird für 7,2 Millionen Euro umgekrempelt. Sanierungs- und Umbaupläne überzeugten die Politik. Start noch in diesem Jahr.

Rund 7,2 Millionen Euro stehen zur Verfügung, um die Hauptschule Simmerath auf Vordermann zu bringen, die derzeit eher dem Charme der grauen Plattenbauten im real existierenden Sozialismus zu DDR-Zeiten versprüht. Architekt Klaus Allnoch aus Köln formulierte das so: „Da hatte damals jemand viel Beton zur Verfügung.“ Und auch die WC-Anlagen der Schule haben es dem Planer angetan: „Wir haben schon vieles saniert, aber so was hatten wir auch noch nicht.“

„Große Betonwüste“ weicht

Noch Tristesse pur, aber nicht mehr lange.
Auch optisch soll die Hauptschule Simmerath erheblich aufgehübscht werden. Foto: Ernst Schneiders

Alles wird gut: Noch in diesem Jahr soll es mit der Sanierung der Zweifach-Turnhalle und mit dem Neubau der Mensa losgehen, im nächsten Jahr sind die sanitären Anlagen, der Südflügel und Teile des Hauptgebäudes dran, im Jahr 2012 der Rest des Hauptgebäudes und der Nordflügel des heterogenen Komplexes. Nach aktueller Zeitplanung ist noch vor Weihachten 2012 die Baustelle geschlossen und damit ein Jahr Bauzeit eingespart. Die Zeit bis dahin wird, nimmt man einmal die Turnhalle aus, nur mit Beeinträchtigungen des Unterrichts vor sich gehen können. Stau- und Lärmbelästigung ließen sich nicht völlig vermeiden, baten Allnoch und seine Kollegen aus der Planungscrew bereits jetzt um Verständnis. Nach der energetischen und baulichen Sanierung wird von der „großen Betonwüste“ nichts mehr zu sehen sein. Auch das triste Grau ist dann verschwunden und freundliche, bunte Farben bestimmten von außen die Optik der Schule. Die gesamte Betonfassade wird entfernt und durch ein modernes Vollkernmaterial ersetzt. Neben wartungsfreien Aludächern gibt es überall Dreifach-verglasung und Dämmung, die allen Anforderungen ans Energie- sparen gerecht wird. „Alles muss raus“ heißt es in den Klassenräumen für die abgehangenen Decken, um die Speicherfähigkeit der Betondecken besser nutzen zu können. Neue Lüftungsgänge und schallabsorbierende Deckensegel werden eingebaut. Erdberührende Böden werden erneuert, weil, so Allnoch, bestimmte Dämmwerte eingehalten werden müssen. Einige Zahlen: Die Außenwände erhalten eine 32 Zentimeter dicke Dämmung, das Dach eine 40 Zentimeter dicke, die Kellerdecke eine 25 Zentimeter dicke und die Böden, die das Erdreich berühren, werden mit einer vier Zentimeter dicken Vakuumdämmung isoliert.

Essen wird geliefert

Das alles soll die Schule energetisch zu einem Passivhaus machen. Weitere Bausteine dazu sind, so Bauphysiker Oliver Schwinn, Solarthermie, Sonnenluftkollektoren, Fernwärme und Photovoltaik. Thomas Ratmann schließlich, zuständig für die technische Ausstattung, machte den Politikern unter anderem Wärmetauscher, Wärmepumpen und ein neues Beleuchtungssystem nach dem Stand der Technik schmackhaft. Neu hinzu kommt eine Mensa mit mindestens 64 und höchstens 80 Plätzen, wo die Schüler im Zwei-Schicht-Betrieb verköstigt werden können. Auf eine teure Profi-Küche verzichten die Planer, denn das Essen wird angeliefert und der gesamte Spülkram später wieder abgeholt. Neue Räume werden geschaffen, um die Toiletten für Jungen und Mädchen trennen zu können. Auch ist die Aufteilung so angelegt, dass nach dem Umbau des Stuhllagers ein Fassungsvermögen von 200 Personen entsteht. Daher, so Architekt Klaus Allnoch, biete es sich an, die Mensa auch anderweitig zu nutzen, oder sie an Auswärtige zu vermieten. Eine Grünzone mit Terrasse soll den Bereich um die Mensa verschönern. Das Geld ist vorhanden, der Vortrag der Planer war wohl überzeugend. Folglich fiel das Votum der Politik einstimmig aus. (ess)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


StädteRegion

Schwarz-grüner Haushalt verabschiedet

Der Haushalt ist unter Dach und Fach: Die Spitzen der schwarz-grünen Kooperation (v.l.) Peter Timmermanns, Elisabeth Paul, Klaus Dieter Wolf, Ulla Thönnissen und Werner Krickel sind zufrieden mit dem Zahlenwerk, auch wenn es von den anderen Fraktionen gestern abgelehnt wurde. Foto: Roeger

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


Aachen-Simmerath

18.03.2010

Noch keine Lösung gefunden
Städteregionstag gibt aber klares Bekenntnis zum Simmerather Krankenhaus

Simmerath/Aachen. Eine endgültige Lösung für die Zukunft des Simmerather Krankenhauses liegt zwar noch nicht auf dem Tisch. Doch der Städteregionstag hat sich gestern einstimmig zum Krankenhausstandort bekannt und sich mit den Stimmen von CDU, SPD, Grünen, FDP und UWG für eine Übergangslösung ausgesprochen. Das heißt: Weil die Zeit bis zur Übernahme des Hauses vom Malteserorden am 1. Juli langsam knapp wird und die neuen Gesellschafter möglicherweise aus formalen Gründen zu diesem Termin noch nicht tätig werden dürfen, würde in einem solchen Fall die Städteregion für eine Übergangszeit als Gesellschafter aktiv werden.

Dafür hatte der CDU-Landtags­abgeordnete Axel Wirtz zuvor eindringlich geworben: „Es wäre nicht gut, wenn es einen Durchhänger geben würde. Wir brauchen jetzt ein deutliches Zeichen.“ Zudem geht der Chef der Kreis-CDU davon aus, dass „wir in der zweiten Jahreshälfte zu einer endgültigen Lösung“ kommen. Dann dürfte auch die strittige Frage zwischen Städteregion und Stadt Aachen geklärt sein, ob letztere für das Krankenhaus finanziell aufkommen muss.

Städteregionsrat Helmut Et­schenberg zeigt sich froh darüber, dass der Krankenhausbetrieb auch im Falle einer möglichen Vakanz gesichert sei. SPD-Politikerin Martina Rader betonte, dass es für die Mitarbeiter und die Bürger eine langfristige Sicherheit geben müsse. (udo)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


Simmerath-Kesternich

17.03.2010

Sportzentrum Kesternich: Keine Einwände gegen die Planung

(P. St.)

Das neue Sportzentrum Kesternich am Ortsrand nimmt konkrete Formen an. Ein großzügige Sportanlage mit einem Gebäudekomplex, der eine Turnhalle, Umkleiden und einen großen Veranstaltungsraum vereinigt, soll gegenüber dem Friedhof entstehen. Bauherr des Projektes sind der TSV Kesternich und der die Dorfgemeinschaftshaus GmbH.

Auf der grünen Wiese gegenüber dem Friedhof soll das neuen Sport und Kulturzentrum
am Ortsrand von Kesternich entstehen. Foto: P. Stollenwerk

Der TSV sitzt praktisch schon auf gepackten Koffern, und bereits im Herbst könnte der erste Spatenstich erfolgen; dies auch vor dem Hintergrund, dass die Zuweisung von Sportfördermitteln an einen Baubeginn im Jahr 2010 geknüpft ist.

Zur Beschleunigung des Projektes mit einem Gesamtvolumen von schätzungsweise 1,5 Millionen Euro trug auch das Ergebnis der frühzeitigen Behördenbeteiligung bei, das jetzt dem Simmerather Planungsausschuss vorgelegt wurde. «Das gibt ja weniger Probleme als gedacht,» stellte CDU-Sprecher Bruno Löhrer mit leichter Überraschung fest. Man sei erfreut über die positiven Stellungnahmen der Behörden.

Unter dem Strich gab es keine gravierenden Einwände, auch nicht bei der Erschließung des Geländes, was bisher stets als kritischer Punkt galt. «Wir haben das Glück, dass wir von der B266 aus die Erschließung vornehmen können», freut sich auch Ortsvorsteher Ulrich Offermann, dass eine wichtige Hürde für das Projekt genommen wurde.

Aus Richtung Strauch kommend soll der rechts vor dem Ortseingang liegende Wirtschaftsweg als Zufahrt ausgebaut werden. Im gleichen Zuge werden dann Maarstraße und Schulstraße so mit Pollern abgesperrt, dass sich ein Schleichweg als «kleine Ortsumgehung» erst gar nicht einspielen kann.

Im Ausschuss stellte das Planungsbüro Becker die überarbeitete Planung vor, die auch bereits Gegenstand einer Bürgerinformation in der vorigen Woche in Kesternich war. Neben dem Sportplatz wird nun auch noch ein Kleinspielfeld (55x35 Meter) angelegt. Das Volleyballfeld wird entsprechend verschoben.

Neuer Blickfang aber dürfte das Dorfgemeinschaftshaus werden. Hier werden Umkleiden, Sanitär- und Nebenräumen und eine kleine Turnhalle (vergleichbar mit Steckenborn) entstehen. Ein abtrennbarer Veranstaltungsraum wird rund 300 Sitzplätze enthalten. Derzeit laufen die Überlegungen für ein Nutzungskonzept auf Hochtouren. Im Obergeschoss, wo auch Gastronomie zur Verfügung steht, will die Schützenbruderschaft ein neues Domizil finden.

«Die Ortsvereine und ganz Kesternich müssen enorme Eigenleistung erbringen», sieht Ulrich Offermann eine wichtige Voraussetzung für das Projekt. Zur weiteren Finanzierung möchte man ein Sponsering entwickeln und den Kontakt mit der Planungswerkstatt bei der Städteregion Aachen suchen.

Die neuen Sportflächen möchte die Gemeinde Simmerath aus dem Verkauf der bisherigen Plätze an der Straucher Straße finanzieren. Hier soll laut Ortsvorsteher Offermann «eine aufgelockerte Bebauung» entstehen. Zur Veräußerungsmasse gehört auch das Sportheim. Ob es abgerissen wird oder eine neuen Nutzung zugeführt wird, ist noch offen.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


Simmerath

17.03.2010

Die hohen Kanalgebühren sind weiter der Dauerbrenner

(ess)

Nach einem «Ritt quer durch alle Themen» trug sich Landtagsabgeordneter Axel Wirtz in das «Golden Buch» der Gemeinde Simmerath ein. Seinen «Ritt» hatte der Christdemokrat erstmals bei den schwindsüchtigen Finanzen der Kommunen unterbrochen, hervorgerufen durch die enormen Belastungen bei den Sozialausgaben.

CDU-MdL Axel Wirtz (rechts) trägt sich in das «Goldene Buch» der Gemeinde ein,
beobachtet von Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns und Kämmerer Edmund Kreutz (links). Foto: Ernst Schneiders

Die Gemeinde Simmerath mit ihrem 5,1-Millionen-Loch war da ein Paradebeispiel. Dennoch war der wahlkämpfende CDU-Mann «hoffnungsfroh», das «Ruder herumreißen» zu können. Dabei helfen soll den gebeutelten Kommunen eine vom Kabinett in Düsseldorf nach Berliner Vorbild taufrisch eingesetzte Gemeindefinanzkommission.

Dort sollen drei Fachminister und Vertreter der kommunalen Spitzenverbände die Finanzen der Städte und Gemeinden unter die Lupe nehmen, die Standards neu bewerten und, beispielsweise im Bereich der Soziallasten, nachhaltige Lösungen finden.

Eine Lanze für die Städteregion brach Axel Wirtz bei dieser Gelegenheit. die auch unter dem enormen Kostendruck im sozialen Bereich ächzt.

Es sei deshalb «sinnfrei» von der Städteregion zu verlangen, auf einer Erhöhung der Umlage für die Kommunen zu verzichten und stattdessen das erforderliche Geld aus der eigenen Rücklage zu nehmen.

Wenn die Städteregion jetzt an ihr Sparbuch gehe, dann habe sie in den darauffolgenden Jahren ein dickes zusätzliches Problem, orakelte Wirtz: «Probleme gibt es ohnehin schon genug, wenn keine spürbare Entlastung aus Berlin kommt.»

Für Hilfe aus allen politischen Richtungen ist der CDU-Landtags-abgeordnete beim Thema Kanalgebühren dankbar, die besonders in Mittelgebirgsregionen wie der Eifel enorm hoch sind. Ohne ständige finanzielle Hilfe aus Düsseldorf wäre die Belastung noch größer. Deshalb, so Wirtz, fänden «alle demokratischen Aktionen», die das Thema in Düsseldorf warm halten, «ausdrücklich meine Unterstützung».

Die Bürgermeister aus Hellenthal, Schleiden, Simmerath, Roetgen und Monschau wollen möglichst noch vor der Landtagswahl im Mai nach Düsseldorf fahren, um dort dem Fachminister und den Vorsitzenden der Landtagsfraktionen die missliche Situation zu erläutern und auch für die Zukunft auf finanzielle Unterstützung zu drängen. Hermanns: «Ohne geht es auch in Zukunft nicht.»

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


Simmerath-Woffelsbach

13.03.2010

Woffelsbach freut sich auf die neue Mitte
Mittelzusage auf der ITB in Berlin erfreut bekanntgegeben. Im kommenden Herbst soll es am Rurseeufer dann richtig losgehen.

Die Projektpartner des Interreg-Programms zur Förderung des Jugendtourismus freuten sich in Berlin über die Genehmigung der Mittel. Foto: P. Stollenwerk

Drei Jahre lang haben die Bemühungen gedauert, europäische Fördermittel für die Gestaltung der „Neuen Mitte“ in Woffelsbach zu erhalten. Nun ist es endlich soweit. Nachdem die Rurseeorte Einruhr und Rurberg in der Vergangenheit touristisch verstärkt gefördert und herausgeputzt worden, ist nun Woffelsbach an der Reihe.

Der Begleitausschuss der Interreg Euregio Maas-Rhein Eifel-Touristik Agentur NRW e.V. tagte jetzt unter neuem Vorsitz und genehmigte insgesamt neun Projekte mit einem Finanzvolumen von 27,5 Millionen Euro. Die aus der Eifel beteiligten Kommunen nutzten den mehr als würdigen Rahmen der Internationalen Tourismusbörse in Berlin (ITB), um die lang ersehnte Genehmigung der Mittel schon einmal erfreut bekanntzugeben.

„Blue Sport Hot Spot“

Das Projekt läuft unter dem Begriff „Blue Sport Hot Spot“ und fördert neue Tourismuskonzepte mit dem Schwerpunkt Jugendtourismus. Aus der NRW-Eifel sind neben der Gemeinde Simmerath noch Blankenheim und Dahlem beteiligt. Die Projektpartner der Eifel wollen das Gesamtpaket, das zusammen bei 5,3 Millionen Euro liegt, noch zu einem späteren Zeitpunkt detailliert vorstellen.

Das Investitionsvolumen für die neue Mitte Woffelsbach liegt bei rund 1,5 Millionen Euro. Die Planung für Woffelsbach sieht vor, auf dem Gelände des jetzigen Gemeindecampingplatzes am Rufseeufer vier Jugendgästehäuser mit jeweils acht Betten zu errichten. Hinzu kommt ein Gemeinschaftshaus mit Außenanlagen. Die Abwicklung liegt in den Händen der Gemeinde Simmerath; der finanzielle Eigenanteil die Gemeinde liegt bei 20 Prozent.

Das Projekt soll innerhalb von drei Jahren abgewickelt werden. „Wesentliche Bauaktivitäten sind vor dem Herbst nicht zu erwarten“, sagte Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns in Berlin, daher sei der Vertrag mit dem Campingplatz auch noch bis zum Herbst verlängert worden. In die konkrete Planung wird erst eingestiegen, wenn der Förderbescheid vorliegt.

Über die Mittelzuweisung freute sich auch Margareta Ritter. Die heutige Monschauer Bürgermeisterin hatte seinerzeit in ihrer Funktion als Leiterin der Stabsstelle für Wirtschaftsförderung bei der Gemeinde Simmerath das Projekt auf den Weg gebracht. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


Simmerath-Kesternich

13.03.2010

Ortsumgehung: Im Sommer kommt es zum Schwur
CDU Kesternich: Sportzentrum und Pläne für das Dorfgemeinschaftshaus waren weitere Themen der Mitgliederversammlung

Hans-Josef Hilsenbeck, Bernd Gorffart und Ulrich Offermann berichteten bei der Jahresversammlung des CDU Ortsverband Kesternich über das politische Geschehen in Ort, Gemeinde und Städteregion Foto: Kornelia Breuer

Ortsvorsteher Ulrich Offermann begrüßte die Anwesenden, unter ihnen auch den stellvertretenden Bürgermeister Bernd Goffart, den ersten stellvertretenden Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck und die Geschäftsführerin des Gemeindeverbandes Ulla Harth.

Der CDU-Ortsverband Kesternich ist sehr aktiv und glücklich über viele interessierte Mitglieder. Das wurde am Donnerstagabend deutlich, als sich zahlreiche Mitglieder zur Jahresversammlung in der Gaststätte Jousten trafen.

Zu den großen Themen für die Ortschaft Kesternich gehörte in den letzten Jahren immer wieder der Straßenbau. Die Fertigstellung der Gemeindestraßen nach dem Kanalbau hat in 2007 begonnen und konnte im letzten Jahr abgeschlossen werden. Zum Dauerbrenner Ortsumgehung der B266 soll der genaue Straßenverlauf noch vor den Sommerferien der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Nach den Ferien wird der Gemeinderat darüber entscheiden. Ebenfalls im Sommer diesen Jahres wird der neue Flächennutzungsplan rechtskräftig. Der Bebauungsplan Nr. 159 –Sportzentrum Kesternich- wurde am Mittwoch der Öffentlichkeit vorgestellt. Auch dieser wird im Sommer seine Rechtskraft erreichen.

Die Baupläne der neuen Sportanlage mit Sportheim und Sporthalle und erste Pläne des Dorfgemeinschaftshauses sind vielen Bürgern ebenfalls seit vergangener Woche bekannt. Offermann ist froh, dass dieses Thema, welches Bürger und Politik schon viele Jahre beschäftigt, jetzt wohl zu einem glücklichen Ende kommt. Er rechnet noch in diesem Jahr mit dem Baubeginn.

Dank der Prognosen für die nächsten sechs Jahre, wird die Grundschule „Schwalbenschule“ für diesen Zeitraum sicher bestehen. „Wir sind stolz auf unsere kleine, feine und vor allem gute Schule“, so Offermann, deutlich wird dies durch die große Spendenbereitschaft für den Förderverein, für einzelne Projekte und den persönlichen Einsatz ehrenamtlicher Helfer.

Die Änderungen des Kindergartengesetzes macht auch den Erhalt des Kindergartens möglich, durch die Betreuung von Kindern unter zwei Jahren, haben auch die kleinen Kindergärten wieder eine Chance.

Ulrich Offermann betont immer wieder, dass viele Kesternicher, unabhängig von einer Parteizugehörigkeit am Wohlergehen ihres Ortes interessiert sind. So kann im Frühjahr das Kreuz am Pfarrer-Denis-Platz wieder aufgestellt werden, es wurde im Laufe des Winters von CDU und Kesternicher Bürgern saniert. „Ich möchte an dieser Stelle allen Bürgern und dem Ortskartell danken, für ihre uneigennützige und kostenlose Hilfe bei vielen Aufgaben zur Dorfverschönerung. Hierbei möchte ich besonders die Pflege der Ruhrbänke rings um Kesternich und das Friedhofskreuz am neuen Friedhof erwähnen“, so der Ortsvorsteher. „Einiges wäre in Zeiten leerer öffentlicher Kassen ohne bürgerschaftliches Engagement nicht mehr möglich. Für diesen Einsatz danken wir allen Helfer.“ Das schreibt der Ortsverband auch in einem Rundbrief „Kesternich aktuell“, der je nach Themenlage in unregelmäßigen Abständen an alle Kesternicher verteilt wird.

Bernd Goffart, in dreifacher Funktion als CDU Gemeinderatsvorsitzender, Ratsmitglied und stellvertretender Bürgermeister informierte über die Arbeit im Gemeinderat, er bedankte sich besonders bei den vielen Wahlhelfern, die den dreifachen Wahlkampf im letzten Jahr unterstützt haben. Im Sommer wird es für diese Helfer und ihre Familien einen Helferabend geben. Ein besonderes Thema im Rat war und ist der Erhalt des Simmerather Krankenhauses. Die Verantwortlichen der Kommunen und der Städteregion, waren sich schon längere Zeit sicher, dass dieses Haus nicht aufgegeben werden kann. Seit Januar ist jetzt klar, dass die Städteregion damit ihre erste Bewährungsprobe in einer für die gesamte Eifel wichtigen Angelegenheit bestanden hat.

Hans-Josef Hilsenbeck, der erste stellvertretende Städteregionsrat berichtet über eine Politik, die erst begonnen hat. Erste Früchte sind aber schon absehbar: Einsparungen von Sach- und Personalkosten können schon ausgewiesen werden, die Förderung der Vereine und somit des Ehrenamtes bleibt ein wichtiges Thema, der Bestand des Krankenhauses ist gesichert, Kindergärten bleiben erhalten und der Tourismus wird weiter gefördert. Der Haushaltsplan der Städteregion wird erst in der nächsten Woche verabschiedet. Hilsenbeck. „Die Haushaltsdebatte wird spannend und dann sind wir in der schwierigen Lage, dem Bürger die komplizierte Finanzsituation zu verdeutlichen.“

Zum Abschluss der Versammlung wies Bernd Goffart noch einmal auf den von Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns initiierte Generationenbeirat hin. Hier bilden 18 Bürger aus drei Altersgruppen ein Gremium, in dem es weniger um Politik, als mehr um die reale Lebenssituation der Menschen geht. Es ist wünschenswert, dass die Mitglieder dieses Gremiums politisch eher unbefangen sind. Die CDU hat Personen vorgeschlagen, die zwar engagiert, aber bisher noch nicht im Rat oder einem Ratsausschuss tätig sind. (Breu)

Quelle: Eifeler Zeitung

 


StädteRegion

In den Kitas wird Platz geschaffen für unter Dreijährige Städteregion gibt grünes Licht für die dritte Ausbau-Stufe. Allerdings in abgespeckter Version. 2013 Rechtsanspruch auf Betreuung.

Nordeifel/Aachen. Der Kinder- und Jugendhilfeausschuss der Städteregion hat jetzt einstimmig grünes Licht für die dritte Ausbaustufe der U3-Betreuung in der Nordeifel gegeben – jedoch in leicht abgespeckter Form. Sollten ursprünglich fünf Einrichtungen in der Nordeifel gebaut beziehungsweise erweitert werden, sind es nach einer neuerlichen Bedarfsprüfung mit den integrativen Kitas der AWO in Roetgen und der Städteregion in Strauch sowie den katholischen Kindergärten in Lammersdorf und St. Johannes in Simmerath noch vier.

Fast 30 Prozent nehmen einen U3-Platz
Als Punktlandung bezeichnet Jugendamtsleiter Adolf Mainz die Bedarfsplanung für das Kindergartenjahr 2010/11 für die drei- bis sechsjährigen Kinder: „Der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz wird erfüllt.“ 1814 Kinder sind in Baesweiler und den drei Nordeifelkommunen angemeldet worden.

Darüber hinaus wurden in den vier Städten und Gemeinden 460 U3-Kinder angemeldet, was einer Nachfragequote von 29,36 Prozent entspricht. Von den 460 Kindern sind 80 jünger als zwei Jahre, wobei es nur 49 Plätze gibt. Vor diesem Hintergrund will die Verwaltung beim Land eine Förderung von 31 U3-Tagespflegeplätzen beantragen.

Von der Liste gestrichen wurde laut Jugendamtsleiter Adolf Mainz die Erweiterung der städteregionalen Kita am Simmerather Berufskolleg um eine Gruppe. „Es ist schwierig, eine verlässliche Prognose dafür zu erstellen, wie sich der Bedarf entwickelt“, erläuterte Mainz. Und da mit Anbauten und vor allem mit Neubauten auch größere finanzielle Belastungen verbunden sind, will die Verwaltung – wie auch die Politik – Überplanungen vermeiden. Genügend Bedarf sehen Politik und Verwaltung indes für:

- Kita Strauch: Nach dem Ende der witterungsbedingten Verzögerungen soll der Neubau bis Oktober hochgezogen werden. Die Kita bietet bereits seit dem Kindergartenjahr 2009/10 U3-Betreuung und integrative Plätze an – der Neubau soll für diese Angebote geeignete Räume bieten, zusätzliche Gruppen werden nicht geschaffen.

- AWO-Kita Roetgen: Ein barrierefreier Neubau soll die bestehende viergruppige Einrichtung ersetzen und im Juni 2011 bezugsfertig sein. Zusätzlich sollen 24 U3-Plätze für behinderte und nichtbehinderte Kinder geschaffen werden. Das Gebäude wird an die AWO vermietet, zudem gewährt die Städteregion dem Verband einen Zuschuss für die Einrichtungskosten in Höhe von 50 000 Euro.

- Katholische Kita St. Johannes Simmerath: Die Einrichtung wird um eine Gruppe bis Januar 2011 mit zehn U3-Plätzen erweitert. Derzeit wird geprüft, wie die notwendigen Voraussetzungen für einen möglichst viergruppigen Betrieb mit U3-Betreuung geschaffen werden können. Zudem muss geklärt werden, inwieweit ein notwendiger Anbau ohne Zuschüsse der Städteregion erfolgen kann.

- Katholische Kita Lammersdorf: Ein Anbau zur Bestandssicherung von 16 U3-Plätzen ist nötig. Dieser soll im November 2010 fertig sein und wird vom Träger und vom Land finanziert.

Insgesamt investiert die Städteregion, die als Trägerin des Jugendamtes für Baesweiler und auch für die drei Nordeifelkommunen zuständig ist, rund 2,85 Millionen Euro in diesem und im nächsten Jahr in den räumlichen Ausbau der U3-Betreuung. Weitere drei Millionen Euro schießt das Land hinzu.

In Rahmen der ersten beiden Ausbaustufen der U3-Betreuung wurden in der Nordeifel bereits kleinere Um- und Ausbaumaßnahmen an den Kitas in Roetgen (Hauptstraße) und St. Lambertus in Kalterherberg umgesetzt.

Derzeit laufen Arbeiten in den Kitas in Woffelsbachs und Konzen, die Ende des Jahres beendet sein sollen. Der massive Ausbau ist vor dem Hintergrund zu sehen, dass es ab 2013 einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz auch für unter dreijährige Kinder gibt. Der Bund geht von einem Bedarf für 33 Prozent aller U3-Kinder aus. Demnach muss eine entsprechende Anzahl von Plätzen in den Kitas geschaffen werden. (udo)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


Simmerath-Strauch

Kein weiterer Winter im alten Kindergarten-Gebäude
Neubau an der Sonnenstraße soll bis Herbst fertig sein. Platz für die Betreuung unter Dreijähriger und für eine integrative Gruppe.

(rpa) | 10.03.2010

Ende September soll der neue Kindergarten an der Sonnenstraße in Strauch fertig sein. Dieses Ziel nannte Kathrin Koppe von der Städteregion Aachen im Simmerather Struktur- und Hochbauausschuss.

Dort stellte sie die Planung für den Neubau des Kindergartens vor und bestätigte auf Nachfrage aus dem Ausschuss: Es sei Ziel der Städteregion, dass der neue Kindergarten Ende September fertig sei.

Auch auf der Homepage der Städteregion Aachen ist zu lesen: «Es ist vorgesehen, dass der Kindergartenneubau im Herbst 2010 bezogen wird.» Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns begrüßte ausdrücklich das angestrebte Ziel, denn: Der Betrieb des Kindergarten im jetzigen Gebäude sei «ein weiterer Winter nicht zumutbar». Im Vorfeld der Ausschuss-Sitzung waren aus Kreisen der Elternschaft Zweifel daran laut geworden, ob der neue Kindergarten tatsächlich im Herbst bezogen werden könne, wie Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns berichtete.

Auf ihrer Homepage spricht die Städteregion noch von einem vier-gruppigen Kindergarten. Für den Neubau werde «derzeit mit Baukosten von circa 1,2 Millionen Euro gerechnet. Kathrin Koppe stellte im Simmerather Ausschuss für Struktur und Hochbau nun die Planung für einen drei-gruppigen Kindergarten vor.

Dringlichkeitsbeschlüsse

Dabei ist dort Platz (die Brutto-Geschossfläche wird mit 972 Quadratmetern angegeben) für die Betreuung von unter Dreijährigen und für eine integrative Gruppe. Das Grundstück ist insgesamt 2331 Quadratmeter groß, davon werden 1000 Quadratmeter als Spielfläche hergerichtet. Außerdem sollen in dem eingeschossigen Bau Gruppenräume, ein Ruheraum, ein Personaltrakt, Sanitäranlagen und ein Mehrzweckraum, eingerichtet werden.

Vorgesehen sind auch Stellplätze für Kinderwagen, wie Kathrin Koppe erläuterte. Die Ausschreibung ist erfolgt, nun wird das Vergabe-Verfahren vorbereitet. Die Ergebnisse der Ausschreibung werden auch Aufschluss über die tatsächlichen Kosten geben.

Um Zeit zu gewinnen und das gesteckte Ziel zu erreichen, ist die Städteregion bereit, die Aufträge über Dringlichkeitsbeschlüsse zu vergeben. Die Baugenehmigung ist beantragt und mit dem Baubeginn wird für Anfang April gerechnet.

Sicher ist auch dies: Das Gebäude des jetzigen Kindergartens «kann bestehen bleiben», betonte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns. Wie dieses Gebäude künftig allerdings genutzt werden kann, darüber ist bislang noch nicht entschieden, Hermanns versicherte nachdrücklich, in die Entscheidung über die künftige Nutzung würden auch die Bürger von Strauch eingebunden.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


Nordeifel

Alte Vennbahn-Trasse wird zum Radweg

(rpa) | 10.03.2010, 17:25

Eine Radtour auf der alten Trasse der Vennbahn soll zu einem großen Fahrvergnügen werden: Der neue Radweg, die Vennbahn-Route, führt weit ab von Straßen durch eine attraktive Wald- und Wiesenlandschaft, und das bei einer maximalen Steigung von zwei Prozent. Die Vennbahn-Route ist aber auch für Wanderer offen, im Winter kann sie von den Anrainer-Kommunen als Loipe für die Skiläufer hergerichtet werden.

Mit den Bauarbeiten an diesem neuen Radweg soll es bald losgehen, wie Manfred Strang von der Städteregion Aachen im Simmerather Struktur- und Hochbauausschuss ankündigte. Er erläuterte dem Ausschuss den «Stand der Dinge» und nannte das Ziel des Projektes, das insgesamt auf 11,2 Millionen Euro veranschlagt ist: ein Top-Radweg in der «Wanderregion Europa» im Bereich Luxemburg, Holland und Belgien.

Und ein gutes Stück weit, insgesamt 28,5 Kilometer, führt dieser durch die Städteregion Aachen, davon 4,2 km im Bereich der Gemeinde Simmerath und etwa 12 km im Bereich der Stadt Monschau. Mit 130 Kilometern wird die Vennbahn-Route, so Manfred Strang, der «längste Radweg Europas auf einer stillgelegten Bahntrasse».

Derzeit wird die Strecke vermessen, den Auftrag dazu hat das Ingenieur-Büro Roder aus Höfen. Eine Firma aus Euskirchen ist dabei, die Gleise und die Trasse von Gestrüpp und Büschen zu befreien. Die Maschinen dazu waren zuletzt am Bahnhof in Konzen stationiert. Die Arbeiten sollen bis Ende März erledigt sein, sofern das Wetter ein zügiges Arbeiten zulässt.

Der strenge und schneereiche Winter ist der Grund dafür, das die Arbeiten in den vergangenen Wochen vielfach ruhen mussten. Eine andere Firma ist dabei, Schwellen und Schienen abzubauen.

Zunächst sollten die Arbeiten an der Gleisanlage bis Ende März erledigt, nun sollen Gleise und Schwellen bis Ende April abgebaut sein. Dann soll mit den Bauarbeiten begonnen werden - zunächst im nördlichen Bereich zwischen Raeren in Höhe der «Himmelsleiter» an der B 258 und dem Bahnhof in Lammersdorf. Dieses Teilstück ist 13 Kilometer lang. Querungshilfen sind am Grenzweg und im Bereich Kämpchen erforderlich. Im nächsten Jahr soll dann der Radweg zwischen Lammersdorf und Kalterherberg (15,5 km) ausgebaut werden.

Belgisches Hohheitsgebiet

Der Radweg soll, so berichtete Manfred Strang im Ausschuss, zwischen zweieinhalb und drei Meter breit werden. Als Belag ist Asphalt geplant, der Antrag dazu wurde bei den zuständigen belgischen Behörden gestellt.

Die gesamte Trasse der Vennbahn-Route ist und bleibt belgisches Hoheitsgebiet, wie Manfred Strang ausführte. Das Projekt ist insgesamt auf 11,2 Millionen Euro veranschlagt, auf die Städteregion Aachen entfallen dabei 6,38 Millionen Euro. Die 4,2 km lange Strecke im Bereich der Gemeinde Simmerath kostet rund 920.000 Euro, die Gemeinde Simmerath hat sich verpflichtet, anteilige Kosten von etwa 92.000 Euro (10 Prozent) aufzubringen.

Zum Service entlang der Route gehören auch Rastplätze und Info-Tafeln. Dabei wird der Rastplatz am Bahnhof in Lammersdorf, so Manfred Strang, mit Bänken und einem Tisch eher spartanisch ausfallen. Um die Vennbahn-Route zu bewerben und zu vermarkten, wird ein Internet-Portal eingerichtet, vorgesehen sind zudem auch Flyer. Geplant ist ein Einweihungsfest, ein Termin steht allerdings noch nicht fest.

Im Ausschuss zeigten sich die Sprecher der Fraktionen begeistert für den neuen Radweg auf der alten Vennbahntrasse, der auch von Inlineskatern und Rollstuhlfahrern genutzt werden kann. «Das Projekt nützt uns wirklich», ist Hermann-Josef Bongard (FDP) überzeugt, er verwies dabei auf das Bauernmuseum in Lammersdorf als «zentralen Verknüpfungspunkt». Allerdings habe die Gemeinde «noch viel zu tun».

Verbindung zum Rursee

Aufgabe der Gemeinde ist es, so erläuterte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, die Radwege im Gemeindegebiet an die «Vennbahn-Route» anzuschließen, dazu gehöre auch eine Verbindung zum Rursee. «Wir müssen uns noch Gedanken darüber machen, wie das Highlight stärker genutzt werden kann.»

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


StädteRegion

Tarifabschluss: «Müssen mächtig strampeln»

Von Daniel Gerhards 10.03.2010

Die Mitarbeiter der Städteregion werden künftig ein paar Euro mehr auf ihren Gehaltsabrechnungen stehen haben. Um 2,3 Prozent steigen bis August 2011 die Tarife. Zugleich stellt der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes Personaldezernent Axel Hartmann vor schwere Aufgaben.

Axel Hartmann Finanz- und Personaldezernent der Städteregion

Rund 59,7 Millionen Euro sind im Haushalt der Städteregion fürs Personal veranschlagt. Im laufenden Jahr wird der Tarifabschluss die Städteregion circa 470.000 Euro kosten, wobei die höheren Gehälter

über Einsparungen finanziert werden sollen. «Der Tarifvertrag hat dazu geführt, dass wir mächtig strampeln müssen», sagte Hartmann in der Sitzung des Personalausschusses.

Im Stellenplan sind für das laufende Jahr 1160 Stellen vorgesehen. Zu den 758 Planstellen des ehemaligen Kreises kommen wegen der neuen Aufgaben der Verwaltung 388 Stellen hinzu. 30 Stellen werden 2010 im Rahmen des Kinderbildungsgesetzes besetzt. Wegen allgemeinen Mehrbedarfs sind 8,5 neue Stellen nötig. Durch die Fusion von Stadt und Kreis sowie andere organisatorische Maßnahmen werden 24,5 Stellen abgebaut.

Trotz eines allgemeinen Einstellungsstopps bildet die Städteregion weiter aus. Angesichts der Altersstruktur der Mitarbeiter ist das auch nötig. Mit einem Durchschnittsalter von rund 44 Jahren liegt die Städteregion zwar im Bundesdurchschnitt aller Verwaltungen, würde sie nicht einstellen, läge der Schnitt allerdings schon 2015 bei 49 Jahren. Dann wäre ein Drittel der Mitarbeiter zwischen 50 und 65 Jahre alt. Gehen diese Mitarbeiter in den Ruhestand, droht der Verwaltung ein großer Wissensverlust. Daher legt Hartmann Wert auf Personalentwicklung und -rekrutierung.

Kritik von der FDP

Bis auf die FDP stimmten alle Fraktionen dem Stellenplan zu. Christoph Pontzen forderte für die Liberalen ein «richtiges Personalmanagementsystem». FDP-Fraktionschef Georg Helg hatte bereits in der Sitzung des Städteregionsausschusses das Fehlen eines «funktionierenden Controllings in Bezug auf den notwendigen Personalbedarf» bemängelt. Zudem gehen den Liberalen die Einsparungen, die durch die Schaffung der Städteregion entstanden sind, nicht weit genug. Die FDP fordert «eine sofortige pauschale Kürzung der Personalkosten im Jahr 2010 um weitere drei Prozent».

Dem hielt Hartmann entgegen, dass die Verwaltung mit ihren Einsparungen im Bereich Personal- und Sachkosten weit über dem vereinbarten Ziel von drei Prozent (924.000 Euro) liegt: «Die entstandenen Synergieeffekte sparen der Verwaltung zwei Millionen Euro.» Das entspreche 36,5 Vollzeitstellen.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


StädteRegion

09.03.2010

Kulturfestival: Programm nimmt Gestalt an

Von Udo Kals

Das Programm für das Kulturfestival in der Städteregion in diesem Sommer nimmt immer konkretere Formen an: Nach den Zusagen der deutschen Rockband Bela B und von Nina Hagen wird auch der
Roger Willemsen
renommierte Publizist und Autor Roger Willemsen auftreten, wie die Kulturbeauftragte der Städteregion, Dr. Nina Mika-Helfmeier, am Dienstag mitteilte. Dabei gastiert Willemsen im Rahmen des Burgen-Parcours in Baesweiler, der den Auftakt des Festivalsbildet, das vom Kunst- und Kulturzentrum in Monschau sowie von der Stabsstelle für Kultur, Empirische Forschung und Gleichstellung der Städteregion initiiert wird.

Und Mika-Helfmeier betont als deren Leiterin: «Besonders in Zeiten der Wirtschaftskrise ist es wichtig, allen Bürgern weiterhin ein qualitativ hochwertiges Kulturprogramm anzubieten. Das hat bei uns Tradition und wird fortgesetzt.» Und sie unterstreicht: «Alle Veranstaltungen sind kostenlos.»

Was es genau zu sehen und zu hören gibt, steht zwar noch nicht fest. Doch Mika-Helfmeier will die Burgen in Alsdorf, Baesweiler, Herzogenrath und Stolberg neu in Szene setzen in einem Zusammenspiel von lokalen Vereinen, internationalen Compagnien und prominenten Künstlern. «Für jede Burg wird derzeit ein einzigartiges Programm geschrieben. Zudem werden wir jede Burg durch Licht verzaubern», kündigt Mika-Helfmeier an, die auch eine Inszenierung der Kulturhauptstadt Ruhr 2010 in die Region holen will.

Den Auftakt macht Alsdorf am 12. Juni, unter anderem mit Auftritten von Tanzensembles, gefolgt von Herzogenrath am 19. Juni und Stolberg am 3. Juli, wo unter anderem das Peter-Sonntag-Quartett, aber auch Chöre und andere Musiker auftreten werden. Dazwischen findet wahrscheinlich am 25. Juni in Roetgen eine Platzinszenierung mit der Compagnie Gajes statt. Baesweiler bildet am 16. Juli den Abschluss des Parcours´. Neben Willemsen will Mika-Helfmeier auch den Kölner Kabarettisten Jürgen Becker in die Burg holen.

Tags drauf geht es mit Bela B weiter. Wo der Schlagzeuger der Kult-Kombo «Die Ärzte» auftreten wird, ist noch nicht sicher - wobei sich der Standort Würselen konkretisiert. «Merzbrück wäre toll. Doch für ein einziges Konzert wäre der Aufwand schon immens. Es würde mehr Sinn machen, Merzbrück zu einem ständigen Veranstaltungsort zu machen», meint Mika-Helfmeier. Damit lehnt sie sich an die Idee von Uwe Zink an, der als Geschäftsfüherer der Flugplatz-Aachen-Merzbrück GmbH dieses Ziel ebenfalls verfolgt.

Eine Bühne für Nina Hagen hat Mika-Helfmeier indes gefunden: Sie wird am 31. Juli auf dem Eschweiler Markt auftreten, wo vom 30. Juli bis 1. August das Eschweiler Music Festival stattfindet. Für Simmerath plant die Kulturbeauftragte für Ende Juli ein Opernabend in einer Kirche. Und Monschau? «Eigentlich wollte ich Hanna Schygulla. Leider konnten wir den Wunsch der Verwaltungsspitze, einen Star der Volksmusik zu engagieren, nicht erfüllen», sagt Mika-Helfmeier und fügt an: «Jetzt haben wir uns auf einen sehr guten dritten Weg geeinigt: Das von Christian Berg und Konstantin Wecker komponierte Musical Jim Knopf soll im September in Monschau Station machen.» Und Hanna Schygulla soll trotzdem auftreten - wann und wo, werde bald geklärt.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 



Simmerath

09.03.2010

Alle Altersklassen im Generationenbeirat
Neues Gremium in Simmerath besetzt

Simmerath. Zur Stärkung und Unterstützung der Arbeit des Generationen-, Schul- und Sozialausschusses hatte der Simmerather Gemeinderat beschlossen, einen sogenannten Generationenbeirat zu bilden. Das neue Gremium wurde in der jüngsten Ausschusssitzung besetzt. Der Beirat besteht aus insgesamt 18 Personen, die zu je einem Drittel die Altersgruppen 16 bis 25, 26 bis 65 und über 65 Jahre repräsentieren.

Bei ihrem Personalvorschlag legte die CDU-Fraktion Wert auf die Feststellung, dass man für den Beirat bewusst keine Rats- oder Ausschussmitglieder benannt habe, um die Absicht zu unterstützen, dass sich das Gremium auch tatsächlich aus der Bürgerschaft zusammensetzt. Ebenso habe man darauf geachtet, dass aus möglichst vielen Orten der Gemeinde Vertreter benannt würden.

Für die Altersgruppe 16 bis 25 Jahre benannte die CDU: Annika Huppertz (Eicherscheid), Sabrina Schröder (Huppenbroich) und Jan Stollenwerk (Rollesbroich); SPD/UWG/Grüne benannten Katja Klinkhammer (Dedenborn), Tanja Lantin (Simmerath) und Tilo Sief (Steckenborn).

Für die Gruppe 26 bis 65 Jahre benannte die CDU: Willi Bünten (Steckenborn), Friedel Strauch (Strauch) und Thomas Theißen (Lammersdorf); SPD/UWG/Grüne schlugen Stefan Pietsch (Lammersdorf und Franz-Josef Hammelstein (Lammersdorf) vor. Die FDP benannte Eleonore Heckmann.

Für die Gruppe der über 65-Jährigen benannte die CDU: Rolf-Karl Döring (Woffelsbach), Erich Kogel (Simmerath) und Ernst Wilden (Kesternich); SPD/UWG/Grüne benannten Egon Krins (Woffelsbach), Hans Claessen (Dedenborn) und Edgar Titz (Lammersdorf.) (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


Simmerath

04.03.2010

Simmerath stellt sich dem demografischen Wandel

(P. St.)

Die Menschen werden älter, der Anteil junger Menschen an der Bevölkerung geht zurück, und immer weniger junge Menschen werden künftig mit hoch betagten Menschen zusammenleben. Dies ist keine Prognose, sondern die Realität des demografischen Wandels.

Dieser Wandel ist auch in der Gemeinde Simmerath angekommen und zwingt die Kommunen, auf die neue Entwicklung zu reagieren. Erste Ansätze wurden jetzt in der zweiten Sitzung des in Simmerath neugebildeten Generationen-, Schul- und Sozialausschusses diskutiert.

Grundlage ist eine bundesweite Studie der Bertelsmann-Stiftung, in der alle Kommunen auch konkret betrachtet werden. Demnach ist die Gemeinde Simmerath unter dem Demografietyp «Stabile Städte und Gemeinden im ländlichen Räum mit hohen Familienanteil» eingestuft worden.

Das hört sich nicht schlecht an, ist aber kein Anlass, die Hände in den Schoß zu legen. Dies hat man auch in der Gemeinde Simmerath nicht vor; außerdem ist bei der Städteregion eine Arbeitsgruppe eingerichtet worden, an der auch die Gemeinde Simmerath beteiligt ist. Hier soll auch ein Kompendium (eine Art Handbuch) erarbeitet werden, dass den Kommunen als Arbeitsgrundlage dienen soll und «relevante Handlungsfelder» herausarbeitet.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


Nordeifel

04.03.2010

Aktuelle Zahlen des Landesamtes für Statistik:
Auch in der Eifel nimmt die Bevölkerungszahl ab
Die stärksten Rückgänge in Monschau, die geringsten Verluste in Simmerath.

Die Stadt Monschau muss einen deutlichen Verlust hinnehmen: Innerhalb eines Jahres hat die Stadt 116 Bürger verloren, das heißt, sie sind verstorben, weggezogen, vielleicht auch ausgewandert. Durch den Zuzug neuer Bürger und durch die Geburten konnte der Verlust nicht ausgeglichen werden.

Das Statistische Landesamt NRW notierte am 30. Juni 2008 für die Stadt Monschau genau 12 722 Einwohner, ein Jahr später, am 30. Juni 2009 lebten in der Stadt laut Landesamt dann noch 12 606 Menschen, also 116 Einwohner weniger.

Das Landesamt für Statistik hat nun die neuen Daten veröffentlicht, diese Zahlen gelten als „amtliche Bevölkerungszahlen“, die wichtig sind für die so genannten Schlüsselzuweisungen. Für die Zuweisungen des Landes im Rahmen des Finanzausgleichs bzw. des Gemeindefinanzierungsgesetzes ist die Zahl der Einwohner eine wichtige Messzahl.

36 435 Eifel-Bewohner

Wie überall im Lande, so gehen auch in der Eifel die Bevölkerungszahlen zurück. Verluste bei der Einwohnerzahl müssen auch die Nachbar-Kommunen hinnehmen: Roetgen meldet 29 Einwohner weniger und Simmerath einen Rückgang um 13.

Zum Stichtag 30. Juni 2009 zählte die Gemeinde Roetgen 8229 Einwohner und die Gemeinde Simmerath 15 600. Damit hatte die Nordeifel mit Monschau, Simmerath und Roetgen zusammen 36 435 Einwohner.

Ein paar Daten zum Vergleich: Auch die Stadt Aachen hatte Ende Juni 2009 weniger Einwohner als ein Jahr zuvor, nämlich 406. Für Aachen notierte das Landesamt genau 257 529 Einwohner und für den Kreis Aachen 308 532, das sind 1125 weniger als im Jahr zuvor. Ein Plus von 87 Einwohnern kann die Stadt Düren mit 92 833 Einwohnern verbuchen.

Die Eifelkommunen haben seit der Neugliederung 1972 kräftig zugelegt. Die Gemeinde Simmerath zum Beispiel zählte Ende 1972 genau 11 386 Einwohner. Damit hat die Gemeinde bis zum Stichtag 30. Juni 2009 insgesamt 4214 Bürger mehr.

Die Gemeinde Roetgen wird im Jahr 2015 rund 8900 Einwohner haben. Das ist die Prognose im neuen Flächennutzungsplan nach einer Vorausberechnung des Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung. Auch wenn die Gemeinde von Juni 2008 bis Juni 2009 insgesamt 29 Einwohner verloren hat, so ist sie doch auf dem Weg, die Prognose zu erreichen. Als 1971 der erste Flächennutzungsplan aufgestellt wurde, zählte die Gemeinde 5091 Einwohner. Heute hat sie über 3100 Einwohner mehr.

Die Stadt Monschau wird das wegen der Schlüsselzuweisungen angestrebte Ziel von 15 000 Einwohnern wohl in den nächsten Jahren nicht erreichen – trotz der noch reichlich vorhandener Bau gebiete. Vor allem die Nachfrage nach Baugrundstücken auf der Haag ist recht bescheiden. Hier ist Platz für etwa 100 neue Häuser.

Recht erfolgreich war die Stadt aber mit den Neubaugebieten Krähwinkel in Konzen und Steinrötsch in Imgenbroich: Von 1996 bis Ende 2005 ist die Einwohnerzahl in Imgenbroich um 231 gestiegen, Konzen verbuchte in dieser Zeit ein Plus von 198 Einwohnern.

Nach den Angaben des Landesamtes für Statistik hatte die Stadt Monschau am 30. Juni 2009 amtlich 12 606 Einwohner, nach Angaben der Stadt (auf ihrer Homepage www.monschau.de) zählte die Stadt am 30. April 2009 genau 13 276 Einwohner, also 670 Einwohner mehr. (rpa)

Quelle: Eifeler Zeitung

 


Simmerath

03.03.2010

Grundschulen wollen keine Konkurrenz-Situation aufbauen

(P. St.) | 03.03.2010

«Das sieht doch gut aus», meinte Günter Scheidt (CDU) beim Blick auf die Entwicklung der Schülerzahlen an den vier Grundschulen der Gemeinde Simmerath. Die Verwaltung hatte jetzt dem Generationenausschuss detailliertes Zahlenmaterial vorgelegt.

Daraus wurde ersichtlich, dass der Bestand der Grundschulen Simmerath, Lammersdorf, Steckenborn und Kesternich bis 2016 zweifelsfrei gesichert ist, wenn es auch zwischenzeitlich an einzelnen Schulen zu einer Reduzierung von Klassen kommt.

Die Statistik ist relativ verlässlich, selbst wenn sie das Wahlverhalten der Eltern nicht berücksichtigen kann. Bekanntlich wurden zum 1. August 2008 die Schulbezirke aufgelöst, seither haben Eltern die Möglichkeit, ihr Kind an der Grundschule ihrer Wahl in der Gemeinde anzumelden. Von dieser Wahlmöglichkeit aber machen die Eltern in der Gemeinde bisher kaum Gebrauch.

Warum das so ist, erläuterte im Ausschuss Marianna Stiel, Leiterin der Kalltalschule Lammersdorf. Die vier Schulen hätten es stets vermieden, eine Konkurrenzsituation aufzubauen, blickte sie wohl auch auf die Nachbarkommune Monschau, wo viel über pädagogische Konzepte diskutiert wurde und das Wahlverhalten der Eltern Einfluss auf Schulstandorte nahm. Daher, so die Lammersdorfer Schulleiterin, hätten die vier Simmerather Grundschulen auch einen gemeinsamen Infoabend für die Eltern der Erstklässler angeboten.

Trotz der guten Aussichten für Simmeraths Grundschulen geriet die Diskussion zeitweise aus der Spur, weil von Seiten der SPD das Zahlenmaterial als unvollständig kritisiert wurde, da die Kinder mit erhöhtem Förderbedarf nicht erfasst worden seien. Dies sei auch kaum möglich, entgegnete Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, da sich ein Förderbedarf nicht voraussagen lasse. Seitens der Schulen wurde darauf hingewiesen, dass es sich erfahrungsgemäß um eine sehr geringe Zahl handele, und es zudem das Ziel sei, diese Kinder integrativ zu beschulen.

Nicht nur Positives konnte auch Heribert Vroemen an den Schülerzahlen erkennen: «Für die Zukunft sind eindeutig zu wenig Kinder vorhanden.» Daher solle man weiter daran arbeiten, Anreize für junge Familien zu schaffen.»

Am Ende schloss sich der Ausschuss aber der Aufforderung von Bernd Goffart (CDU) an, dass die Bestandssicherung aller vier gemeindlichen Grundschulen die wichtigste Botschaft sei.

Grundschulen können für Zukunft planen
Alle vier Schulen in der Gemeinde Simmerath sind bis zum Jahr 2016 trotz rückläufiger Zahlen in ihrem Bestand gesichert.

Die vier Simmerather Grundschulen Lammersdorf, Simmerath, Steckenborn und Kesternich können für die Zukunft planen. Zwar lässt sich der Rückgang der Schülerzahlen nicht wegdiskutieren, aber die Verluste sind nicht so eklatant als dass einer der vier Standorte gefährdet wäre.

Diese Feststellung konnte am gestrigen Abend auch der Generationen-, Schul- und Sozialausschuss der Gemeinde Simmerath treffen, der sich in seiner zweiten Sitzung mit der Entwicklung der Schülerzahlen in der Gemeinde Simmerath bis zum Schuljahr 2015/2016 beschäftigte.

Im laufenden Schuljahr 2009/2010 besuchen insgesamt 639 Schüler die vier Grundschulen; zum Schuljahr 2015/16 wird die Zahl nach jetzigem Stand der Statistik bei insgesamt 498 Schülern liegen.

Die Verwaltung hat bei ihrer Aufstellung nicht die Auflösung der Schulbezirke zum 1. August 2008 berücksichtigt, die den Eltern bekanntlich die Möglichkeit gibt, eine Grundschule frei zu wählen. Von dieser Wahlmöglichkeit, dies zeigt das Anmeldeverhalten für das kommende Schuljahr, haben die Eltern bislang aber so gut wie keinen Gebrauch gemacht. Die Anmeldungen wurden fast ausnahmslos in den bisherigen Schulbezirken vorgenommen.

Rückgang in Lammersdorf

Nach der Auflistung bleiben die Schülerzahlen in der Gemeinschaftsgrundschule Kesternich und der katholischen Grundschule Simmerath zwischen 2010 und 2016 relativ konstant.

An der Gemeinschaftsgrundschule Lammersdorf zeigt dagegen die Kurve nach unten. Die Zahl von derzeit 191 Schülern wird zum Schuljahr 2015/16 bis auf 125 absinken, was bedeutet, dass auch dann nur noch sechs statt bisher acht Klassen gebildet werden können.

An der Gemeinschaftsgrundschule Steckenborn bleiben die Schülerzahlen zunächst bis zum Schuljahr 2012/13 konstant. Dann erfolgt ein größerer Rückgang, und es kann nur noch eine Eingangsklasse gebildet werden, wobei im Schuljahr 2014/15 die Zweizügigkeit bereits wieder hergestellt werden kann.

Trotz des Rückganges der Schülerzahlen zieht die Verwaltung ein insgesamt positives Fazit. Die Grundschulen Lammersdorf, Simmerath und Steckenborn können vorerst zweizügig fortgeführt werden und in späteren Jahren dann einzügig.

Für die Grundschule Kesternich wird festgestellt, dass die Schülerzahlen bis zum Jahr 2015 für den Fortbestand der Einzügigkeit mit vier Klassen ausreichen. Und noch ein eindeutiges Signal hat die Verwaltung vernommen, dass der Fortbestand der vier Simmerather Grundschulen auch von Seiten der Schulaufsicht außer Frage steht.

Sowohl für die Grundschule Steckenborn als auch für die Grundschule Kesternich ist die Besetzung der jeweils vakanten Schulleiterstelle von der Bezirksregierung ausgeschrieben worden. Für beide Positionen liegen Bewerbungen vor. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


Simmerath

28.02.2010

In Simmerath wird bald öfter gekehrt

(P. St.) | 01.03.2010

Dreimal im Jahr wurden bisher in der Gemeinde Simmerath die Straßen gereinigt. Ab diesem Jahr soll die Kehrmaschine viermal jährlich jene Straßen fegen, die nicht von den Anliegern gereinigt werden.

Dies beschloss jüngst der Tiefbauausschuss der Gemeinde Simmerath. Damit soll ein besserer Reinigungsstandard erzielt werden.

Nach Ende des Winters soll Anfang April die erste Reinigung stattfinden, Mitte Juni nach der Blütezeit die zweite Reinigung, Mitte September die dritte Reinigung und Anfang November die vierte Reinigung. Vier Reinigungen würden die Gemeinde Simmerath rund 6000 Euro kosten.

Die Reinigungskosten würden damit zwar um ein Viertel höher als bisher liegen, aber diese Zusatzkosten (es handelte sich um zwei Cent mehr je Meter Straßenfront) wurden bereits in die Kalkulation für 2010 eingerechnet. Insgesamt wird die Straßenreinigung (plus Winterdienst) in der Gemeinde Simmerath mit mit 80.000 Euro angesetzt

Angeregt wurde, dass die Verwaltung die Reinigungstermine künftig bekannt gibt, damit parkende Autos die Kehrmaschine nicht zu sehr behindern.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


Simmerath

28.02.2010

Lobeshymnen auf Hans-Josef Hilsenbeck

Dedenborn/Hammer. Der Prophet im eigenen Lande gilt - manchmal doch etwas. Dies wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes Dedenborn/Hammer deutlich. Simmeraths
Hans- Josef Hilsenbeck: «Er ist stellvertretender Städtregionsrat und als solcher ein Glücksgriff für seine Heimatorte Dedenborn/ Hammer, die Kommune Simmerath wie die gesamte Nordeifel.»
Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns äußerte das Empfinden, in der Kommune würden die in den kleinen Rurtalorten wie Dedenborn und Hammer unter Unionseinfluss erbrachten, infrastrukturellen Leistungen «nicht immer und überall in vollem Umfang gewürdigt».

Nicht zuletzt deshalb betonte der Bürgermeister klar die Verdienste und politischen Erfolge des Dedenborn-Hammerer Ortsvorstehers Hans- Josef Hilsenbeck: «Er ist stellvertretender Städtregionsrat und als solcher ein Glücksgriff für seine Heimatorte Dedenborn/Hammer, die Kommune Simmerath wie die gesamte Nordeifel.» Hilsenbecks Funktionen verkörperten, so Hermanns, «die Krönung eines verdienstvollen Politikerlebens».

Ortsvorsteher Hilsenbeck seinerseits sparte nicht mit positiver Darstellung der Aktivitäten seines Amtsvorgängers Arno Braun. Dieser verzog nach zehnjähriger Tätigkeit nach Simmerath. Als Erinnerung nahm er einen blauen Kristallvogel mit (Hilsenbeck: «Damit du immer nach Dedenborn zurückflattern kannst» und versprach, «immer in meine Heimat Dedenborn zurückzukehren, um mich dort nach wie vor rege ins Dorfleben einzubringen».

Zum glücklich erreichten Ziel, den Kindergarten Dedenborn auch künftig zu erhalten, stellte Hans-Josef Hilsenbeck rückblickend fest: «Für 2009/10 gab es nur neun Anmeldungen, die Opposition forderte vehement die Schließung der Tagesstätte. Inzwischen verfügt die dauerhaft gesicherte Einrichtung wieder über ein Angebot von 15 Plätzen, 14 Anmeldungen liegen für 2010//11 schon vor.»

Hilsenbeck forderte die Eltern auf, sich von der seit Generationen gehegten Vorstellung zu verabschieden, ein Kindergartenkind müsse mindestens drei Jahre sein: «Heute drängen schon Zweijährige in die Kitas, die Politik muss sich darauf einstellen, dass beide Elternteile berufstätig sind,»Hilsenbeck appellierte daher an die Mütter und Väter, ihre Sprößlinge in altersgemischte Gruppen zu integrieren. Denn kleine Orte wie die im Rurtal hätten nur dann eine Zukunft, «wenn alle Generationen die Chance haben, dort aufzuwachsen und zu leben».

«Ärmel hochkrempeln»

Am Beispiel von Franz- Josef Pleus machte Hilsenbeck fest, «dass Dedenborner und Hammerer zum Allgemeinwohl die Ärmel hochkrempeln und zupacken». Pleus habe seine Wiese in einen Spiel- und Bolzplatz für die Jüngsten zur Verfügung gestellt, Hans Jäger unterdessen wichtige Wirtschaftswege ebenso uneigennützig instand gesetzt. Die Feuerwehr- Gerätehäuser beider Orte seien renoviert worden, ein neuer Übungsraum stehe vor seiner Einweihung. Die innerörtliche Wegweisung solle durch neue, übersichtliche Hinweisschilder verbessert werden und Wanderer und Naturfreunde auch auf gastronomische Angebote aufmerksam machen.

Das Gemeindezentrum werde eine dringend benötigte Bedachung erhalten. Kostenpunkt: 47.000 Euro. Die Brücke zum Campingplatz Hammer, versicherte Hilsenbeck überdies, werde noch in diesem Jahr saniert, zahlreiche marode Buswartehäuschen, «zum Teil 40 Jahre und älter», bedürften gründlicher Renovierung.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


Simmerath

10.02.2010

Ehrenamt rückt stärker in den Blickpunkt

(P. St.)

Simmerath. Seit 25 Jahren ehrt die Gemeinde Simmerath im Zwei-Jahres-Rhythmus Personen, die die im sportlichen und kulturellen Bereich weit über das normale Maß hinausgehende Leistungen erbracht haben. Später wurden bei diesen Ehrungen auch Personen berücksichtigt, die sich jahrzehntelang in ehrenamtlicher Weise in Vereinen und Institutionen eingebracht haben.

Die Ehrung verdienter Bürger in der Gemeinde Simmerath soll nun ab dem Jahr 2010 einen komplett runderneuerten Charakter erhalten. Am Freitag, 3. Dezember soll in neuem Rahmen der «Simmerather Tag des Ehrenamtes» begangen werden. Dieser Tag soll künftig regelmäßig stattfinden, und zwar jeweils am Freitag vor dem 5. Dezember (am 5. Dezember findet jährlich der Internationale Tag des Ehrenamtes statt.

Die Initiative, dem Ehrenamt in der Gemeinde Simmerath ein stärkeres Gewicht zu verleihen, geht von Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns aus, der seine Vorstellungen jetzt dem Ausschuss für Kultur und Sport zur Kenntnis brachte.


Die Ehrenamtskarte NRW kommt

Zahlreiche Gemeinden im ganzen Land haben sie schon. Sie hat die Größe einer Scheckkarte und glänzt golden. Bald ist sie auch bei der Gemeinde Simmerath erhältlich.

Bedingung für den Erhalt dieser Auszeichnung: Mindestens fünf Stunden ehrenamtliche Arbeit pro Woche und seit mindestens zwei Jahren unbezahlter Einsatz für eine Organisation. „So viel Engagement gehört belohnt“, meint die CDU.

Die Ehrenamtskarte bietet zahlreiche Vergünstigungen und gilt landesweit in allen Kommunen, die sich am Projekt „Ehrenamtskarte NRW“ beteiligen.

http://www.ehrensache.nrw.de

«Personen, die sich im sozialen, kulturellen, sportlichen oder sonstigen gesellschaftlich relevanten Bereichen in vorbildlicher Weise langjährig und uneigennützig» für die Allgemeinheit und das Allgemeinwohl eingesetzt haben, sollen beim Simmerather Tag des Ehrenamtes gewürdigt werden, unterstreicht Hermanns seine Intention.

Die geeigneten Personen auszuwählen, ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die in die Kompetenz der Ortskartelle unter Einbeziehung der Ortsvorsteher gelegt werden soll. Die Entscheidung der Ortskartelle ist endgültig, und es soll keine Beratung mehr im Fachausschuss stattfinden.

Insgesamt sollen pro Jahr 13 Personen ausgezeichnet werden. Um die Wertigkeit der Ehrung zu unterstreichen, soll die Zahl der zu ehrenden Personen auf der Grundlage der Einwohnerzahlen der elf Ortschaften in der Gemeinde Simmerath festgelegt werden. Ortschaften bis 2000 Einwohner können eine Person benennen, Ortschaften über 2000 Personen (also Lammersdorf und Simmerath) zwei Personen.

Vorgesehen ist ferner, dass die jeweils zuständigen Ortsvorsteher eine kleine Laudatio halten werden. Die Art der Auszeichnung soll noch konkretisiert werden.

Weiterhin sollen am Tag des Ehrenamtes auch Simmerather Bürger geehrt werden, die im sportlichen oder kulturellen Bereich, aber auch bei Berufswettbewerben durch herausragende Leistungen auf überregionaler Ebene in Erscheinung getreten sind.

Als Besonderheit wird schließlich noch der «Ehrenpreis des Bürgermeisters» aus der Taufe gehoben. Diesen Preis sollen Personen erhalten, die sich in besonderer Weise für die Allgemeinheit einsetzen. Hier soll individuelles Engagement, das häufig von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, ausgezeichnet werden. Menschen, die sich spontan in einer Krisensituation eingesetzt haben, oder auch Betriebe oder Institutionen, die sich besonderer Weise dem Allgemeinwohl verpflichtet fühlen, sind hier die Adressaten. Karl-Heinz Hermanns würde sich über Vorschläge aus der Bevölkerung freuen, die selbstverständlich intern bleiben.

Um dem künftigen Simmerather Tag des Ehrenamtes einen würdigen Rahmen zu verleihen, sollen Vertreter aller Simmerather Vereine zu der Veranstaltung, die auch nicht mehr im Rathaus stattfinden wird, eingeladen werden. Gleichzeitig soll der Tag nämlich auch dazu genutzt werden, um zumindest die größeren kommunalen Zuschüsse an die Vereine zu überreichen.

Unverändert bleibt dagegen die Ehrung verdienter Feuerwehrleute, die nach bewährter Methode am Jahresende stattfinden wird.

Neu ist dagegen die Idee, dass künftig auch verdiente Ratsvertreter ausgezeichnet werden. Für die nächste Sitzung des Gemeinderates möchte die Verwaltung in einer Vorlage ihre Vorstellungen darüber konkretisieren.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

 


Simmerath

23.02.2010

Alle Simmerather Kindergärten im Bestand gesichert

Zu Gast in der Gemeinde Simmerath: Städtregionsrat Helmut Etschenberg (vorne, re.) und sein Team pflegten einen regen Austausch über aktuelle Themen mit Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns (vorne. li.) und seinen Mitarbeitern. Foto: P. Stollenwerk

Weder für die Städteregion Aachen noch für die Kommunen stelle die derzeitige Finanzlage «eine Zukunftsperspektive» dar, machte Städteregionsrat Helmut Etschenberg am Dienstag in Simmerath deutlich. Insbesondere die Kosten für die Jugendhilfe hätten eine Dimension angenommen, «die auf Dauer nicht lokal verkraftet werden kann,» sagte Etschenberg anlässlich eines offiziellen Besuches bei der Gemeinde Simmerath.

Trotz der erdrückenden Finanzlast versicherte er, dass der Kindergarten Strauch wie geplant im Oktober 2010 eröffnet werde könne. In diesem Zusammenhang versicherte Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, dass der Bestand aller Simmerather Kindergärten bis in das nächste Jahr hinein gesichert sei.

Karl-Heinz Hermanns bezeichnete es als eine Ehre, dass Städteregionsrat Helmut Etschenberg seine angekündigte Informationsreise durch die 10 Kommunen der Städteregion in Simmerath begonnen habe. Ein «fachlicher Austausch und die menschliche Annäherung» bestimmten laut Etschenberg den Charakter des freundschaftlich geprägten Besuches, an dem neben den Simmerather Amtsleitern auch das Team der Verwaltungskonferenz der Städteregion teilnahm.

Bezogen auf die Gemeinde Simmerath wurden alle relevanten Themen angesprochen, die auch die Bürger beschäftigen wie z. B. Planungsfortschritt bei der Umgestaltung der B258 zwischen Fringshaus und Aachen. Die Planungsphase sei «angestoßen», berichtete Etschenberg und ab 2011 werde konkret mit dem Umbau zwischen Roetgen und Fringshaus begonnen.

Bergaufwärts werden zwei echte Fahrspuren angelegt, ab Fringshaus soll eine großzügige Einfädelspur für den aus Lammersdorf kommenden Verkehr angelegt werden. Davon verspreche man sich eine wesentliche Entzerrung. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns verwies darauf, dass 70 Prozent der insgesamt 4800 Arbeitnehmer in der Gemeinde Simmerath auspendelten.

In der Finanzpolitik der Städteregion sah der Simmerather Bürgermeister trotz von anderer Seite geäußerter Kritik «einen neuen Umgang» mit den Kommunen. Als faire Lösung bezeichnete er es, dass die Städteregion ihr Haushaltsdefizit zu 50 Prozent aus ihrer Rücklage und zu 50 Prozent aus der kommunalen Umlage bestritten habe.

Dass der Tourismus in der Gemeinde Simmerath eine hohe wirtschaftliche Bedeutung besitzt, wurde nicht nur an der Tatsache deutlich, dass in der Gemeinde erstmals die magische Grenze von 200.000 Übernachtungen im Jahr 2009 geknackt hat. Weitere Attraktionen sollen das Geschäft nun ankurbeln.

So hat die Gemeinde Simmerath einen Antrag gestellt, dass am Infocenter in Rurberg eine Ladestation für Elektro-Fahrräder bezuschusst wird. Hier können Gäste dann Fahrräder leihen, die dank eines unterstützenden Elektromotors das Überwinden der Höhenunterschiede leichter machen. Begeistert von dieser Initiative zeigte sich auch Helmut Etschenberg, der demnächst auch selbst auf eine Elektromobil umsteigen möchte.

Selbstverständlich spielte auch die Zukunft des Krankenhauses Simmerath eine Rolle beim Besuch der Städteregionsspitze. Der stellvertretende Städteregionsrat Axel Hartmann unterstrich das Bekenntnis der Städteregion zum Standort Simmerath, wobei die Form der Trägergesellschaft noch zu definieren sei.

In diesem Zusammenhang erging der Appell von Bürgermeister Hermanns, dass die Städteregion sich auch mit einen konkreten Anteil an der Trägerschaft beteiligen möge. Dies sei ein wichtiges Signal für die Bevölkerung.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


Simmerath

22.02.2010

KRANKENHAUS
Gemeinsam läuft es wie am Schnürchen

Von Ernst Schneiders | 21.02.2010

Vieles wird sich in diesem Jahr am St. Brigida-Krankenhaus in Simmerath ändern. Noch weht die Fahne der Malteser vor dem Portal. Das wird ab dem Sommer anders sein, dann wird das Banner der Städteregion gehisst. Zumindest vorübergehend, denn auch eine Trägergemeinschaft mehrerer anderer Krankenhäuser schwebt noch im Raum.

Doch nicht erst mit dem Abzug der Malteser wird es Änderungen geben. Es hat sie schon gegeben, von den Maltesern im Rahmen der Umstrukturierung des Hauses eingeleitet.

Betroffen im positiven Sinne sind die Zentralambulanz, die Notfallaufnahme, die Intensivstation und der OP-Bereich. Nach einem Umbau liegen diese Bereiche inzwischen auf einer Ebene und garantieren kurze Wege, vor allem auch dann, wenn es um Leben oder Tod gehen.

Die beiden Chefs dieser Abteilungen - Dr. Guido Schneiders (Ambulanz) und Dr. Muhamad Badreddin (Intensiv und Anästhesie) - arbeiten seit Jahresbeginn Hand in Hand. Gemeinsam mit weiteren fünf Ärzten und einem Pflegepersonal von 35 bis 40 Köpfen habe es bislang keinerlei Reibungspunkte gegeben, versichern die beiden Mediziner. Diese Umstrukturierung habe dem Haus gut getan.

Seit 1. Dezember 2009 hat Dr. Guido Schneiders, der aus Aachen stammt und seit zehn Jahren in Simmerath arbeitet, in der Zentralambulanz das Sagen. Am 1. Januar gesellte sich sein Kollege Badreddin hinzu. Der gebürtige Libanese, der aus Aachen kommt, in Konzen zu Hause ist und seit 20 Jahren am Krankenhaus arbeitet, ist bereits seit Jahren Chef der Intensivstation.

„Das Krankenhaus ist seit gut zwei Monaten fast immer voll belegt. Wenn wir keine gute Arbeit leisten, kommt keiner.“

Dr. Guido Schneiders, Krankenhaus Simmerath

Mit Jahresbeginn übernahm er zusätzlich kommissarisch die Leitung der Anästhesie, weil der Chefarzt dieser Abteilung nach der Trennung der Malteser-Krankenhäuser Jülich und Simmerath ans St. Elisabeth-Krankenhaus nach Jülich gewechselt ist.

«Was ich hier mache, ist für mich nicht neu», betonte Dr. Badreddin, «aber es funktioniert gut.» Was sein Kollege aus der Zentralambulanz genau so unterschreiben würde, auch wenn die, fasst man die einzelnen Bereiche zusammen, größte «Abteilung» des Hauses seit geraumer Zeit alle Hände voll zu tun hat.

Dr. Guido Schneiders: «Das gesamte Krankenhaus ist seit gut zwei Monaten fast immer voll belegt.» Nicht akute Operationen mussten schon verschoben werden. Der harte Winter hat ein Übriges getan, denn, so Dr. Badreddin, «wir bekommen jede Menge Knochenbrüche rein, fast täglich».

Die Spannung bleibt

Beide Mediziner freuen sich, dass das Vertrauen der Bevölkerung zurückgekehrt ist. Da sei der Trägerwechsel sicher eine Komponente. Eine andere sei aber nach wie vor die Qualität der medizinischen Versorgung. Dr. Schneiders: «Wenn wir keine gute Arbeit leisten, kommt keiner.» Positiv wirke sich überdies aus, dass die Aufnahme interdisziplinär sei. Früher, so Dr. Schneiders, kam ein Patient mit Bauchschmerzen in die Aufnahme und wusste nicht, ob er zu einem Chirurgen oder zu einem Internisten musste. Das sei heute anders und gebe auch den einweisenden Ärzten die Gewissheit, dass ihre Patienten zügig und gut versorgt würden.

Indes, die Spannung bleibt. Dr. Badreddin: «Warten wir einmal ab, was in diesem Jahr noch alles geschieht.»

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


Simmerath

22.02.2010

Kameraauge hat den Kanal stets unter Kontrolle

(P. St.)

Das Kanalnetz der Gemeinde Simmerath stellt einen beträchtlichen finanziellen Wert dar und ist reines Vermögen für die Gemeinde. Zur Werterhaltung dieses Vermögens dient eine ständige Kontrolle, deren Sinn es ist, Schäden frühzeitig zu erkennen und zu reparieren, ehe gravierende und teure Mängel auftreten, die keinen Aufschub mehr dulden und zudem auch noch deutlich teurer sind.

Außerdem haben die Kommunen die Selbstüberwachungsverordnung des Landes NRW im Nacken, die eine Zustandsüberprüfung vorschreibt. Demnach ist die Gemeinde angehalten, jährlich fünf Prozent des gesamten Kanalnetzes zu überprüfen. Innerhalb von 15 Jahren soll die Gesamt-Untersuchung abgeschlossen sein. Die Gemeinde Simmerath hat mit der zweiten Netzuntersuchung im Jahr 2006 begonnen. Die erstmalige Untersuchung des Kanalnetzes der Kamereaauge erfolgte ab dem Jahr 1990.

Die Verwaltung hat ein Ingenieurbüro beauftragt, dass zwecks Früherkennung von Problemen mit seinen Kameras regelmäßig im Simmerather Kanalnetz unterwegs ist.

In Kürze steht nun die Kanalsanierung in den Ortschaften Rollesbroich und Strauch aufgrund der in den Jahren 2007 und 2008 erfolgten Untersuchung von 17 Kilometer Kanalnetz in Rollesbroich und 13 Kilometer Kanal in Strauch. Die dabei festgestellten gravierenden Mängel wurden bereits beseitigt. Die nicht so massiven Mängel sollen im Jahr 2010 in Rollesbroich und bis zum Jahr 2012 in Strauch saniert werden. Für die Restarbeiten in Rollesbroich stehen im aktuellen Haushalt 43.000 Euro zur Verfügung und für Strauch 100.000 Euro bereit. Weitere 100.000 Euro stehen für Rollesbroich im Jahr 2011 zur Verfügung und noch einmal 50.000 Euro für Strauch im Jahr 2012.

In seiner zurückliegenden Sitzung stimmte der Tiefbauausschuss jetzt diesem Sanierungskonzept zu.

Das mit der Untersuchung und Planung beauftragte Ingenieurbüro Achten & Jansen hat aber bereits die weiteren Schritte im Blick: Im Jahr 2010 erfolgt die Untersuchung in Woffelsbach, anschließend ist Lammersdorf (erster Abschnitt) an der Reihe. In Einruhr und Erkensruhr ist die Untersuchung auf 2011/2012 festgelegt. 2013 folgt Lammersdorf (zweiter Abschnitt), Simmerath ist 2014 an der Reihe. Im Jahr 2017 startet die Untersuchung in Kesternich, Huppenbroich und Eicherscheid sind 2018 vorgesehen, Dedenborn ist 2019 an der Reihe, und Steckenborn, der letzte in der Gemeinde Simmerath kanalisierte Ort, wird ab 2020 untersucht.

Einschließlich der Druckleitungen verfügt die Gemeinde Simmerath über eine Kanalnetz von insgesamt 220 Kilometer Länge, das nach Auskunft des Ingenieurbüros einem Wert von 60 Millionen Euro entspricht.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


Simmerath

19.02.2010

Simmerath jubelt über Tourismus-Zahlen

Simmerath/Monschau. Die Mitarbeiter der Rursee-Touristik sind hoch zufrieden: Denn Simmerath verzeichnet bei den Übernachtungen für das vergangene Jahr im Vergleich zu 2008 ein Plus von 12,5 Prozent auf mehr als 200 000. Neben guten Witterungsverhältnissen an Brückentagen und in den Ferien macht der Geschäftsführer der Rursee-Touristik, Sebastian Lindt, etwa mit Blick auf den Eifelsteig auch die neue Qualität der Freizeitangebote dafür verantwortlich.

Weniger Grund zum Jubeln hat bei einem Minus von 2,8 Prozent auf rund 171 000 Übernachtungen die Monschau-Touristik. Deren Leiterin Bianca Lanio betont, dass „besonders auffällig“ der Rückgang der Gäste aus Belgien sei. Dennoch verzeichne Monschau im früheren Kreisgebiet mit knapp 71 500 weiterhin die höchsten Gästeankünfte (Simmerath: 65 250). Zum Vergleich: Aachen zählte im vergangenen Jahr rund 389 000 Gästeankünfte (minus 2,6 Prozent) und fast 811 000 Übernachtungen (minus 5,6 Prozent). (ess)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


Simmerath-Strauch

17.02.2010

Mehr politisches Engagement gewünscht

CDU Ortsverband Strauch wählt Hubert Breuer zum Geschäftsführer

Vorstand sowie einige Teilnehmer der Mitgliederversammlung Foto: Kornelia Breuer

Strauch. Auch der CDU Ortsverband in Strauch veranstaltet einen politischen Aschermittwoch. Der Vorsitzende Bruno Löhrer hatte für diesen Abend zur Mitgliederversammlung eingeladen.

Neben den erschienen Mitgliedern begrüßte er als Gäste den Gemeindeverbandsvorsitzenden Bernd Goffart und die Geschäftsführerin Ulla Harth, Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns und den 1. stellvertretenden Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck.

Bernd Goffart bedankte sich in seinem Grußwort bei den zahlreichen Helfern, die den Verband tatkräftig beim Wahlkampf unterstützt haben. „Wir waren im letzten Jahr immer wieder damit beschäftigt Wahlen vorzubereiten, das war nur möglich durch die selbstlose Unterstützung vieler ehrenamtlicher Helfer. Diesen Helfern und ihren Familien möchten wir im Sommer mit einer Helferfete danken. Unsere Stärke ist es, dass wir über 600 Mitglieder haben, die in vielen Bereichen in der gemeinde und in den Vereinen ehrenamtlich tätig sind, dadurch ist ein guter Kontakt zur Bevölkerung gewährleistet.“ Goffart ist sich einig mit dem Bürgermeister, dass das Ehrenamt in allen Bereichen geehrt und unterstützt werden muss.

Auch H.J. Hilsenbeck der als 1. stellvertretender Städteregionsrat die Interessen der Eifelregion vertritt, informierte darüber, dass die Zuschüsse für die Vereine, insbesondere für die Jugendarbeit auch seitens der Städteregion erhalten bleiben werden.

Er erklärte: “Die Politik in Aachen hat ja erst begonnen, aber es ist abzusehen, dass die Städteregion wertvoll für die Eifel ist.“ Da der Haushalt erst im März verabschiedet wird und noch viele Gespräche laufen, kann er noch keine konkreten Ergebnisse nennen. Sicher ist jedoch, dass das Krankenhaus erhalten bleibt, bei der Vereinförderung keine Veränderungen anstehen und der Tourismus, insbesondere Vogelsang weiter unterstützt wird.

Der ehemalige Bürgermeister Hubert Breuer freut sich über die positive Entwicklung, er hofft, dass durch den neuen Träger ein frischer Wind in die Krankenhaussituation kommt.

Bruno Löhrer berichtete über die Arbeit im Gemeinderat, auch hier sind die Themen Vereinsarbeit, Jugendförderung, Krankenhaus und Tourismus wichtig. Aber auch die Entwicklung und Sanierung der Hauptschule und der Schwimmhalle werden in der Fraktion besprochen.

Er zeigte sich enttäuscht über den Ausgang der Kommunalwahl. Nicht nur in Strauch ist der Stimmenanteil der CDU in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgegangen.

„Die CDU macht meines Erachtens in Strauch eine gute Politik und auch in der Gemeinde hat die Politik der Partei zu einer Steigerung der Lebensqualität geführt.“

Er bedauert es, dass die Bürger immer weniger Interesse an der Gemeindepolitik zeigen.

Der Ortsverbandsvorstand traf sich im letzten Jahr zu sieben Vorstandsitzungen.

Es wurde der Ausbau des Wirtschaftweges zwischen Steckenborn und Sportplatz beantragt, Die Erweiterungen am Feuerwehrhaus und am Pfarrheim stehen an.

Auf der Durchgangsstrasse wurden die Kanaldeckel angehoben.

Der Städteregionswandertag im Sommer war, trotz des schrecklichen Wetters ein Erfolg.

Bei der vorjährigen Versammlung war der Geschäftsführer Christoph Breuer nur kommissarisch eingesetzt worden. Jetzt konnte die Ortsgruppe mit Hubert Breuer einen neuen Geschäftsführer wählen, Christoph Breuer wurde ebenso einstimmig zum Beisitzer gewählt.

Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns äußerte sich ebenfalls zu den bereits erwähnten Themen, der Haushalt der Gemeinde beinhaltet eine Vielzahl von Maßnahmen zum Wohle der Bürger. Besonders wichtig ist ihm die Förderung des Ehrenamtes: „Ohne Ehrenamtler wäre in unseren Orten nichts los!“ Auch er sieht die Städteregion als Gewinn für die Kommunen: „Wir haben großes Glück, Der Städteregionsrat Helmut Etschenberg behandelt die Kommunen als Partner, nicht als untergeordnete Behörde. So kommt es zu produktiven Gesprächen der 11 Regionsbürgermeister mit dem Rat.“

Beim abschließenden Punkt „Verschiedenes“ schlug Bruno Löhrer vor, im nächsten Jahr einen für alle offenen Ausflug zur Urftseebrücke anzubieten. (breu)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

19.02.2010

Einfädelspur ab Fringshaus
CDU-Landtagsabgeordneter Axel Wirtz spricht sich für „praktische Lösungen“ auf der B 258 aus. Zwei Bergauf-Spuren auf der kleinen Himmelsleiter.

Roetgen. Gestalt annehmen sollten in absehbarer Zeit der Ausbau der B 258 zwischen Fringshaus und Kalkhäuschen sowie im weiteren Verlauf die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse auf der Monschauer Straße bis zur Autobahn. Seit Jahren fordern vor allem die Berufspendler vehement eine Entspannung der Situation, und so stand das Thema B 258 ganz oben auf der Tagesordnung, als der CDU-Landtagsabgeordnete Axel Wirtz jetzt ganz offiziell der Gemeinde Roetgen einen Besuch abstattete.

Demnach sollen in drei Abschnitten auf dem rund 20 Kilometer langen Streckenstück bauliche Veränderungen erfolgen. Eine „echte Vierspurigkeit“ hält Axel Wirtz für unrealistisch, ein solches Verfahren würde mindestens 15 Jahre Planungszeit in Anspruch nehmen; damit aber sei niemandem gedient. Stattdessen berichtet der Abgeordnete von jüngsten Gesprächen mit dem Landesbetrieb Straßenbau, seien „praktische Lösungen“ geboten.

Auf der kleinen Himmelsleiter zwischen Roetgen und Fringshaus sollen die viel kritisierten „Mäusetunnel“ verschwinden und ein dreistreifiger Ausbau erfolgen. Zwei Spuren sollen bergauf eingerichtet werden. Der Einmündungsbereich der B 266, von Lammersdorf kommend, soll großzügiger gestaltet werden. Von Fringshaus hinunter nach Roetgen soll eine „großzügige Einfädelspur“ angelegt werden. Hierzu ist allerdings noch Grunderwerb erforderlich.

Auf der Monschauer Straße zwischen Kalkhäuschen und Oberforstbach ist eine wechselseitige „Zwei-plus-Eins-Lösung“ beschlossene Sache. Jeweils auf den Steigungsstücken soll die Fahrbahn zweispurig ausgebaut werden, ansonsten einspurig. Bis Ende 2013 soll der Ausbau erfolgt sein.

Eine echte Vierspurigkeit wird es nur zwischen dem Autobahnanschluss Lichtenbusch und Oberforstbach/Pascalstraße geben. Dieser Abschnitt wird aber noch auf sich warten lassen: Im Jahr 2011 soll nach Informationen von Axel Wirtz der Vorentwurf fertig sein.

„Das Nadelöhr Roetgen aber wird bleiben“, gibt Bürgermeister Manfred Eis zu bedenken, der auf der Strecke noch einen weiteren kritischen Punkt ausmacht: die Zufahrt zum Gewerbegebiet. An diesem Punkt wäre ein Kreisverkehr, auch im Sinne der Verkehrsberuhigung für den Ortseingang, eine sinnvolle Lösung.

„Visionär wäre eine ampelfreie Roetgener Ortsdurchfahrt“, meint Axel Wirtz.

Schneller gehen soll es auf der Landstraße 238 zwischen Roetgen und Mulartshütte. In der Ortsdurchfahrt Rott ist in diesen Jahr eine Deckenerneuerung vorgesehen, für die der Landesbetrieb 200 000 Euro zur Verfügung stellen möchte. In Höhe der Dreilägerbachtalsperre soll die Fahrbahn ebenfalls erneuert werden. Vor allem ist eine Böschungsabsicherung an der Radwegseite erforderlich Hierfür stehen eine Million Euro zur Verfügung; die schon einmal verschobene Maßnahme soll 2011 in Angriff genommen werden.

Ein Wunsch von Bürgermeister Manfred Eis, entlang der L 238 zwischen Rott und Mulartshütte einen Radweg anzulegen, dürfte aber vorerst Zukunftsmusik bleiben. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

19.02.2010

«Zukunftstag» in Simmerath als neue Frühjahrsoffensive

(P. St.)| 19.02.2010

In der Gemeinde Simmerath soll ab 2010 eine jährlich wiederkehrende Veranstaltung unter dem Arbeitstitel «Zukunft Simmerath 20.. - gemeinsam in eine erfolgreiche Zukunft» etabliert werden. Jeweils im Frühjahr soll eine solche Veranstaltung, die den Blick nach vorne richtet, stattfinden.

Die Premiere wurde auf Freitag, 23. April festgesetzt.

Der Simmerather Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns hatte sich zum Beginn seiner Amtszeit kurz mit dem Gedanken befasst, einen Neujahrsempfang einzurichten, sich dann aber wegen der Vielzahl ähnlicher Veranstaltungen zum Jahresbeginn für einen Zukunftstag im Frühjahr entschieden. Der Kultur- und Sportausschuss unterstützte jetzt die Absicht des Bürgermeisters, sodass dem 1. Zukunftstag nichts mehr im Wege steht.

«Ich möchte alle gesellschaftlich relevanten Gruppen einbeziehen», unterstreicht der Bürgermeister seine Absicht, der den Zukunftstag auch als Ideenbörse und Austauschplattform verstanden wissen möchte. Jeweils mit einem Leitthema soll der Zukunftstag überschreiben werden, der auch in ein kulturelles Rahmenprogramm eingebunden. Fachvorträge, Podiumsdiskussionen und Kontaktgespräche sollen darauf ausgerichtet sein, den Standort Simmerath zu stärken und die Gemeinde zukunftsfähig weiterzuentwickeln.

Den Worten sollen dann auch Taten folgen, denn die Ergebnisse der Veranstaltung sollen nachhaltig verfolgt werden. Daher wurde auch bereits innerhalb der Verwaltung eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich mit Konzeption und Inhalt des Zukunftstages beschäftigt Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns: «Die Verwaltung möchte Anregungen aufgreifen und thematisieren und nicht im Sande versickern lassen.»

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

10.02.2010

Kein Bett mehr frei in Simmerath
Die Städteregion Aachen informierte Mitarbeiter des St. Brigida-Krankenhauses über die aktuelle Entwicklung. Stimmungswechsel durch bevorstehenden Trägerwechsel. Wieder mehr Patienten.

Simmerath. Wenn den rund 190 Mitarbeitern des Simmerather St. Brigida-Krankenhauses an den bevorstehenden Karnevalstagen der Sinn nach Feiern steht, dann sollten sie unbeschwert die Gelegenheit nutzen, denn die momentane Stimmung im Hause scheint dazu angetan. Seitdem eine Woche vor Weihnachten 2009 bekannt geworden ist, dass der Malteserorden als bisheriger Träger des Krankenhauses die Verantwortung an die Städteregion Aachen übertragen werden, ist ein Stimmungswechsel regelrecht spürbar - und das nicht nur bei den Mitarbeitern der über 100 Jahre alten Einrichtung.

„Sehr konstruktiv“

„Im Moment ist im Simmerather Krankenhaus kein Bett mehr frei“, berichtete gestern Dr. Guido Schneiders, Sprecher der Mitarbeitervertretung. Man habe sogar schon aufnahmewillige Patienten vertrösten müssen, weil alle 135 Betten belegt seien - eine Situation, die das Simmerather Krankenhaus seit Jahren nicht mehr gekannt hat.

Ende der vergangenen Woche fand auf Initiative der Städteregion im Krankenhaus eine Informationsveranstaltung für die Mitarbeiter statt. Rund die Hälfte der Beschäftigten nahm daran teil. Neben Städteregionsrat Helmut Etschenberg und Finanzdezernent Axel Hartmann nahmen auch MdL Axel Wirtz und Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns an der Runde teil, deren Sinn darin bestand, die Mitarbeitern über die Sachlage in Zusammenhang mit dem Mitte des Jahres anstehenden Trägerwechsel zu informieren. Dr. Guido Schneiders sprach von einer „sehr konstruktiven“ Veranstaltung, und die Mitarbeiter hätten „ein gutes Gefühl“ mit nach Hause genommen. Er habe bei den Kollegen eine „Aufbruchstimmung“ gesehen, und man sehe dem Trägerwechsel nun „freudig entgegen.“

Auch den wenige Tage vor Weihnachten gekündigten Mitarbeitern der Bäderabteilung im Krankenhaus habe die Informationsveranstaltung wieder neue Hoffnung gegeben, dass sie trotz der erhaltenen Kündigungsschreiben der Malteser ihren Arbeitsplatz nun doch behalten könnten.

Dass das Simmerather Krankenhauses seit einem Monat deutlich gestiegene Belegungszahlen aufweist, führt Dr. Schneiders auf „mehrere Faktoren“ zurück, wobei der anstehende Trägerwechsel ganz bestimmt ein wesentlicher Punkt sei.

Erfreut zeigten sich die Mitarbeiter, dass die Städteregion ihre Informationspolitik fortsetzen möchte. Am 18. März tagt der Städteregionstag, um weitere Beschlüsse im Hinblick auf die konkrete Gestaltung der neuen Trägerschaft zu fassen. Im Anschluss sollen die Mitarbeiter des Simmerather Krankenhauses dann erneut informiert werden. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

05.02.2010

Mensa für die Hauptschule
Aus organisatorischen und pädagogischen Gründen keine Nutzung des BGZ. Anbau erfolgt hinter der Pausenhalle.

Die Hauptschule in Simmerath wird um eine Mensa erweitert. Errichtet wird der Anbau hinter der offenen Pausenhalle im Bereich der Toiletten-Anlagen. Dies hat der Hochbauausschuss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig entschieden. Die Mensa ist notwendig, um auch am Nachmittag den Schulbetrieb zu ermöglichen.

Aus dem „1000-Schulen-Programm“ des Landes erhält die Gemeinde für den Anbau der Mensa einen Zuschuss von 75 000 Euro für die Baumaßnahme und 25 000 Euro für die Einrichtung. Die Gemeinde Simmerath rechnet dabei mit einem Eigenanteil von rund 100 000 Euro.

Aus pädagogischen und organisatorischen Gründen ist es nicht möglich, die Mensa im benachbarten BGZ mitzubenutzen. Die Mensa dort hat 198 Sitzplätze; bei einer Spitzenauslastung werden dort bis zu 450 Essen ausgegeben. Schon aus diesem Grunde ist eine Mitbenutzung der Mensa durch die Hauptschule nicht möglich, wie ein Gespräch der Verwaltung mit der BGZ-Leitung ergeben hat: Ein separater Bereich für die Hauptschüler könne nicht hergerichtet werden, so dass die Jugendlichen der Hauptschule nicht gruppenweise zusammen sitzen können.

Wie die Leitung der Hauptschule so befürwortet auch die Gemeindeverwaltung „aus pädagogischen Gründen“, von Schulleiterin Dörfler dargelegt, den Anbau einer eigenen Mensa für die Hauptschule. „Die pädagogischen Aspekte haben Vorrang vor der Kosteneinsparung“, betonte Christoph Poschen, Sprecher der CDU-Fraktion im Hochbauausschuss. Auch Siegfried Lauscher von der SPD hält eine „eigene Mensa“ für besser.

Nach einem Beschluss des Landtages gilt der Bewilligungsbescheid für die Förderung aus dem „1000-Schulen-Programm“ bis zum 31. Dezember des nächsten Jahres. Dies bedeutet: Für die Planung und den Bau der Mensa hat die Gemeinde ein Jahr mehr Zeit als ursprünglich vorgesehen. Somit kann die Gemeinde das Projekt auch besser mit den anstehenden Sanierungsarbeiten an der Hauptschule abstimmen.

Sporthalle und Computerräume

Um die Hauptschule samt Sporthalle baulich und energetisch zu sanieren, hat das Land NRW der Gemeinde für die Jahre 2009 bis 2013 eine Zuweisung in Höhe von 4,45 Millionen Euro bewilligt, dabei sind die zuwendungsfähigen Aufwendungen auf 6,68 Millionen Euro veranschlagt. Eine Detailplanung für die Maßnahme liegt allerdings noch nicht vor.

Die Gemeinde will laut Haushaltsplan an der Hauptschule zwei Computerräume neu einrichten, dazu gehören 26 PCs einschließlich der Monitore, hinzukommen noch 36 Stühle für die Schüler und ein Stuhl für den Lehrer. Die Kosten dafür sind auf rund 16 500 Euro veranschlagt. (rpa)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

04.02.2010

Grünabfallsammlung feste Einrichtung

Ab April 2010 in Simmerath oder Rollesbroich eine ständige Container-Annahmestelle. Kein Angebot mehr im Rurtal.

Wohin mit dem Grünschnitt? Auf diese Frage der Bürger gibt es ab April 2010 eine Antwort von der Gemeinde Simmerath. Zwar ist wegen der Ausschreibung noch nicht sicher, ob eine ständige Container-Annahmestelle im Gewerbegebiet Rollesbroich oder im Gewerbegebiet Simmerath eingerichtet wird, aber von April bis Mitte November soll das Angebot gelten, da die Probephase im vergangenen Herbst eine gute Akzeptanz erkennen ließ. Diese Regelung beschloss jetzt bei drei Enthaltungen und einer Gegenstimme der Umweltschutz-, Forst- und Agrarausschuss.

Laubsack hat sich bewährt

Im Frühjahr 2009 hatte der Ausschuss sich erstmals mit dem Thema einer regelmäßigen Grünabfallsammlung im Gemeindegebiet beschäftigt. Als Erst-Maßnahme wurde der Laubsack eingeführt, der sich bewährt hat und weiterhin im Angebot verbleibt. Der Laubsack kostet ab diesem Jahr 2,10 Euro (bisher 1,89 Euro) und wird an den Sammelterminen für die Biotonne mitgenommen. Kleine Mengen Grünschnitt werden also direkt an der Haustür abgeholt, was vor allem für Bürger, die keine Transportmöglichkeit besitzen, interessant ist. Von Oktober bis Dezember 2009 wurden insgesamt 251 Laubsäcke erworben.

„Der Bürger produziert keinen Grünschnitt zu den Annahmezeiten der Container, sondern wenn die Witterung es zulässt.“
Ulrich Offermann (CDU) im Umweltschutzausschuss

Unterschiedliche Erfahrungen gab es mit der Container-Grünabfallsammlung, die als Probephase ab Oktober 2009 lief. Für zwei Monate wurde eine Annahmestelle bei der Firma Simmerather Recycling im Gewerbegebiet Rollesbroich eingerichtet, die an sechs Tagen für Anlieferungen zur Verfügung stand; zudem wurde als weitere Annahmestelle im Rurtal wechselweise zwischen Rurberg und Einruhr samstags für drei Stunden ein Container aufgestellt. Rasenschnitt, Heckenschnitt und Laub wurden hier angenommen. Als Annahmegebühr für die Entsorgung wurden je angefangenen Kubikmeter drei Euro berechnet.

65 Tonnen Grünabfall wurden in der Probephase gesammelt. 470 Anlieferungen gab es während der beiden Testmonate im Gewerbegebiet Rollesbroich, aber lediglich 31 Anlieferungen wurden bei den neun Sammelterminen im Rurtal verzeichnet. Ohne die Entsorgungskosten entstand pro Sammeltermin im Rurtal ein Kostenfaktor von 280 Euro (inklusive Personalkosten), was zu einer erheblichen Unterdeckung zu Lasten des allgemeinen Abfallgebührenhaushaltes führte. Daher sei zu überlegen, schlug die Verwaltung vor, ob es Sinn mache, das Angebot im Rurtal aufrecht zu erhalten. Mit ihren ausgedehnten Öffnungszeiten werde die Sammelstelle in Rollesbroich wesentlich besser angenommen.

Bei der Diskussion im Ausschuss wurde auch die Annahme vertreten, dass so mancher Bürger aus dem Rurtal praktisch denkt und in Verbindung mit anderen Erledigungen in Simmerath das Angebot in Rollesbroich nutzt. Ulrich Offermann (CDU): „Der Bürger produziert keinen Grünschnitt zu den Annahmezeiten der Container, sondern wenn die Witterung es zulässt.“

Ab April können Bürger auch die Möglichkeit nutzen, frischen und sortenreinen Rasenschnitt in einen separaten Container anzuliefern, der dann zur einer Biogasanlage in Lammersdorf weiter transportiert wird. Hierfür werden dann nur 1,50 Euro Annahmegebühr pro Kubikmeter berechnet.

Ehe der Ausschuss die neue Regelung, die auf Antrag der CDU bereits nach Möglichkeit ab 1. April gelten soll, verabschiedete, gab es noch einigen Diskussionsbedarf. Während Sascha Schlepütz (CDU) von einem guten Service-Angebot für die Bürger sprach, die ja außerdem nach wie vor die Möglichkeit hätten, Grünschnitt auf dem eigenen Grundstück zu kompostieren, sah Siegfried Lauscher (SPD) im Wegfall der Container-Standorte im Rurtal dort eine Benachteiligung. Außerdem sprach er sich dafür aus, künftig die Container, die ohnehin nur 5000 Euro Einnahmen während der siebenmonatigen Aufstellungszeit erbrächten, kostenfrei aufzustellen; damit könne man auch einen Beitrag zur Reduzierung des wilden Mülls liefern. Auch betrachtete es Lauscher als „äußerst schwierig“, den für eine Biogasanlage geforderten sauberen Rasenschnitt anzuliefern.

Günter Mießen (Grüne) vertrat allerdings die Ansicht, dass die geplante Schwerpunktsammlung Sinn mache, weil damit die Kosten minimiert würden. Sollte sich im Rurtal neuer Bedarf ergeben, könne man das System immer noch umstellen.

Zweiter Container günstig

Diese Auffassung vertrat auch Ulrich Reuter vom Vorstand der Regioentsorgung. Ein zweiter Container für Rasenschnitt lasse sich zudem günstig aufstellen, da Entsorgungskosten gering und die Transportwege kurz seien.

Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns rechnete vor, dass die von Siegfried Lauscher angesprochene Unterdeckung der Grünabfallsammlung in Höhe von 19 000 Euro bei Wegfall der Rurtal-Standorte auf 5000 Euro reduziert werden.

Eine kostenfreie Anlieferung kommt für Hermanns nicht in Frage: Es könne nicht sein, dass Bürger eine 20-prozentige Gebührenreduzierung bei der Restmülltonne im Falle der Eigenkompostierung in Anspruch nähmen, dann aber gleichzeitig die Möglichkeit hätten, ihren Grünabfall kostenfrei am Container abzuliefern.

Der Bürgermeister: „Diese Regelung würde das ganze System in Frage stellen.“ (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath-Steckenborn

Neue Leitung für die Grundschule Steckenborn
Jahresbilanz und aktuelle Themen beim CDU-Ortsverband Steckenborn diskutiert.
Neubau des Feuerwehrgerätehauses und Einrichtung eines Dorfmuseums.

Hans-Josef Hilsenbeck (2.v.r.) überbrachte den Steckenborner Christdemokraten und Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns (rechts) die wichtige Nachricht, dass sich die Städteregion Aachen zum Krankenhausstandort Simmerath einstimmig bekennt und Verantwortung übernehmen will. Foto: van Londen

Steckenborn. Mit einer brandaktuellen und guten Nachricht für die Eifel, traf der stellvertretende Städteregionalrat Hans-Josef Hilsenbeck bei der Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes in Steckenborn ein. Der Städteregionsausschuss hatte sich einstimmig zum Krankenhausstandort Simmerath bekannt (wir berichteten). „Wichtig in diesem Zusammenhang aber ist“, so Hans-Josef Hilsenbeck, „dass die Zukunft des Simmerather St. Brigida Krankenhauses nun eindeutig gesichert ist. Sollte es zu keiner Lösung durch die Krankenhausträger in der Region kommen, dann muss (laut Gesetz) die Städteregion Träger werden.“

Finanzdisziplin angemahnt

Mit dieser guten Nachricht für Simmerath und der umliegenden Region, starteten die Steckenborner Christdemokraten ihre Ortsverbands-Veranstaltung in der Gaststätte Stollenwerk. Ortsverbandsvorsitzender Willi Bünten, konnte neben Hans-Josef Hilsenbeck, Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns und Simmeraths CDU Gemeindeverbands Vorsitzenden Bernd Goffart begrüßen.

Ortsvorsteher Alex Stiel ließ das vergangene Jahr Revue passieren. „Unsere Aufgabe für die Zukunft wird es sein, alle künftigen Aufgaben derart ernsthaft zu disziplinieren, dass uns auch für die kommenden Jahre ein Abrutschen in einen nicht mehr zu beeinflussenden Nothaushalt erspart bleibt“, so der Ortsvorsteher.

Eines der brennendsten Themen sei die Situation der Steckenborner Grundschule. Die Gebäudesanierung konnte Ende des vergangenen Jahres abgeschlossen werden. Der mit 1,01 Millionen Euro angesetzte Kostenrahmen konnte nicht nur eingehalten, sondern sogar um rund 45 000 Euro unterschritten werden. Den Hinweis, dass nun eigentlich nur noch eine neue Schulleitung zum Glück der Schule fehle, konnte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns mit neuen Nachrichten aus dem Rathaus entkräften. „Die Stelle wurde bereits vor zwei Wochen ausgeschrieben. Bislang liegt eine Bewerbung vor.

Alle Mitglieder waren sich jedoch darüber einig, dass die bisherige kommissarische Rektorin, Bettina Fricke, die hauptamtlich die Kath. Grundschule in Simmerath leitet, eine durchweg gute Arbeit leiste.

„Wenn wir es nun noch schaffen, diese schön und homogen gestaltete Schule mit einer kompetenten neuen Schulleitung zu besetzen, können wir dieses Objekt als endgültig gelungen abhaken“, freute sich Alex Stiel.

Weitere Erwähnung fand die Überreichung eines Sachpreises des CDU-Ortsverbandes Steckenborn in Höhe von 300 Euro an den Kindergarten. Es folgten Dankesworte von Bernd Goffart an die vielen Helfer der vergangenen Wahlen. „Wir werden uns bei allen Helfern im Sommer mit einer Grillfete bedanken.“

Ehrgeizige Projekte

In diesem Jahr steht in Steckenborn der Neubau des Feuerwehr-Gerätehauses an. Die Maßnahme umfasst einschließlich Grundstück ein Gesamtvolumen von über einer halben Million Euro. Der Beschluss, das alte Feuerwehrhaus zu einem kleinen Dorfmuseum umzugestalten und somit der dörflichen Nutzung zu zuführen, liegt unterschriftsreif bei der gemeindlichen Strukturabteilung. Wichtigste Intention des Projektes, ist nach Willen der Lokalpolitiker eine verständliche und interessante Präsentation der 500-jährigen Orts-Historie.

Der sich in der Endphase befindliche gemeindliche Flächennutzungsplan, hat sich zwischenzeitlich relativiert. Aufgrund von mehreren Eigentümer-Widersprüchen, wurde der große Mittelbereich „Auf der Höhe/Hechelscheider Straße herausgenommen.

Zu allen anderen in Steckenborn vorgesehenen Bauland-Bereichen gibt es derzeit weder behördliche, noch privaten Widerspruch.

Viele „Baustellen“

Aus dem „Konjunkturpaket II“ steht für Steckenborn eine Bezuschussung von insgesamt 35 299 Euro für ein Kleinspielfeld und die Erneuerung der Ballfangnetze, sowie der vorderen Begrenzungsbarriere am Sportplatz zur Verfügung. Die durch Korrosion stark deformierten Fenster der Leichenhalle, werden derzeit erneuert.

Teilinstandsetzungen diverser Wirtschaftswege rund um Steckenborn sind im Rahmen allgemeiner Unterhaltungsmaßnahmen ebenfalls vorgesehen.

Auch die immer noch vorherrschende Oberflächen-Wasserüberstauung „Auf der Held“ steht auf der Wunschliste des CDU-Ortsverbandes. „Hier besteht nach wie vor akuter Handlungsbedarf“, schwor Alex Stiel auf das Thema ein. (avl)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath-Steckenborn

Die energetische Sanierung soll sich bezahlt machen

(rpa) | 31.01.2010

Steckenborn. Die Grundschule in Steckenborn ist fast wie neu: Für rund 923.000 Euro wurde die Schule saniert und dabei energetisch deutlich verbessert.

Das Ergebnis: Im Jahr verbraucht die Schule nun etwa 7000 Liter Heizöl weniger, das ist eine Ersparnis von 35 Prozent. Bislang waren im Durchschnitt 30.000 Liter Heizöl notwendig, nun kommt die Schule mit 23.000 Liter aus, was den Haushalt der Gemeinde Simmerath etwas entlastet.

Die energetische Sanierung der Grundschule Steckenborn (derzeit etwa 160 Schüler) und der angrenzenden Turnhalle ist eine Erfolgsgeschichte, an der die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Aachen guten Anteil hat, wie Stephan Sikora von der WFG nun im Simmerather Hochbauausschuss berichtete. Die kalkulierten Kosten von 1,01 Millionen Euro konnten durch intensive Verhandlungen und enge Zusammenarbeit mit den Firmen um etwa 87.000 Euro verringert werden. Tatsächlich ausgegeben wurden (aufgrund zusätzlicher Maßnahmen, die zunächst nicht vorauszusehen waren) 965.000 Euro.

Für die Sanierung wurden insgesamt 29 Aufträge vergeben, davon 61 Prozent an Firmen aus dem Gemeindegebiet Simmerath. Dabei, so Stephan Sikora, wurden die Simmerather Firmen nicht extra bevorzugt, sie hatten die besten und wirtschaftlich günstigsten Angebote abgegeben. Ingenieur Achim Nießen, der das Projekt betreut hat, betonte im Ausschuss: «Wir haben in der Gemeinde Simmerath wie in der Eifel überhaupt gute Firmen, die sich stets mit dem Projekt identifizieren.»

Saniert wurden an der Grundschule in Steckenborn unter anderem die Fassaden, die Heizung, das Dach und die Sanitäranlagen. Für die Planung wurden drei Monate benötigt, mit den Bauarbeiten wurde im Juni 2008 begonnen, im November 2009 waren die Arbeiten abgeschlossen - gut einen Monat vor dem vereinbarten Termin.

Im Ausschuss wurde die gute Zusammenarbeit zwischen Ingenieurbüro Achim Nießen, der WFG, der Gemeinde Simmerath und der beauftragten Firmen gelobt.

Auch beim Neubau des Gerätehauses für die Feuerwehr in Steckenborn wird die WFG eingebunden - mit dem hoffentlich gleichen Erfolg wie bei der Sanierung der Grundschule. Laut Haushalt sind die Gesamtkosten auf etwa 600.000 Euro veranschlagt, davon übernimmt die Gemeinde 465.000 Euro sowie 10.000 Euro für das Baumanagement. Bau- und Einrichtungskosten in Höhe von 135.000 Euro werden durch den Feuerwehrverein und von der Löschgruppe in Eigenleistung übernommen.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

Simmerath

Senioren-Union
Senioren-Union muss politisch werden

(dm) | 29.01.2010

«Die Senioren-Union muss politisch werden,» forderte Josef Mohren, Vorsitzender der Senioren-Union in Simmerath, jetzt auf der Jahresversammlung: Die Senioren könnten Wahlen und damit auch die Politik beeinflussen.

Sie gehören zum Vorstand der Senioren-Union im Gemeindeverband Simmerath (von links): Hermann Breuer, Arthur Johnen, Christel Braun, Josef Heinen, Ernst Westerburg, Josef Mohren und Manfred Offermann, aus Krankheitsgründen fehlt Georg Jansen. Foto: dm

Josef Mohren verwies beispielhaft an die nun akut gewordene Zuzahlung von acht Euro an die Krankenkassen. Die Zuzahlung sei wohl «nur ein Einstieg» in weitere Belastungen. Daher habe die Seniorenunion auch in ihr Wahlprogramm zur Kommunalwahl im vergangenen Jahr festgeschrieben, dass die notwendige Sanierung der Staatsfinanzen «einseitig zu Lasten der Rentner und der Kranken erfolgt.»

Gut ein Dutzend Mitglieder der Senioren-Union im Gemeindeverband Simmerath war zur Jahresversammlung gekommen.

Ein wichtiger Punkt der Tagesordnung waren die Wahlen zum Vorstand. Josef Mohren, der seit der Kommunalwahl auch dem Simmerather Gemeinderat angehört, wurde als Vorsitzender für die nächsten beiden Jahre bestätigt, er ist gleichzeitig auch Geschäftsführer der SU. Josef Heinen (Eicherscheid) und Christel Braun (Rollesbroich) gehören dem Vorstand als stellvertretende Vorsitzende an. Als Beisitzer wurden gewählt: Georg Jansen (Simmerath), Arthur Johnen (Strauch), Erich Westerburg (Eicherscheid), Hermann Breuer (Einruhr) und Manfred Offermann (Lammersdorf).

Die Senioren-Union hat die Kandidatur von Karl-Heinz Hermanns für das Bürgermeisteramt engagiert unterstützt und unter anderem über 4000 Briefe an die Senioren-Haushalte verschickt, wofür Hermanns sich auf der Versammlung herzlich bedankte. Josef Mohren: Die SU habe das Wahlergebnis für Karl-Heinz Hermanns zumindest «nicht verschlechtert». Das Ergebnis für die CDU bei der Kommunalwahl 2009 sei insgesamt «nicht gut», er selbst habe mit nur um 40 Prozent der Stimmen ein «ganz schlechtes Ergebnis» erzielt. Die Wahl habe deutlich gemacht, dass die CDU nicht mehr ohne weiteres über die 50 Prozent komme. Ein Problem der CDU sei, «dass wir die jungen Leute nicht mehr bekommen», bedauerte Josef Mohren.

Die Senioren befassten sich auf ihrer Versammlung auch mit kommunalen Themen. Kurze Informationen dazu lieferte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, der berichtete: Der Haushalt der Gemeinde weise ein Minus von 5,1 Millionen Euro auf. «Die Gemeinde selbst kann das Defizit nur ganz unwesentlich beeinflussen», sagte der Bürgermeister. Die Gemeinde müsse mit geringeren Einnahmen bei der Gewerbesteuer (300.000 Euro), bei der Einkommenssteuer (700.000 Euro) und bei den Schlüsselzuweisungen (300.000 Euro) rechnen, dazu steige die Umlage an die Städteregion um 1,1 Millionen auf zusammen rund 9 Millionen Euro. Durch Sparmaßnahmen könne das Defizit nicht kompensiert werden.

Die Hauptschule in Simmerath muss saniert werden. Zu den 4,5 Millionen Fördermitteln muss die Gemeinde noch gut zwei Millionen dazugeben. Der Beschluss darüber, dass Simmerath eine Schule im Sekundarbereich 1 brauche, sei «ohne Gegenstimme» gefasst worden, darin sehe er «eine wichtige Botschaft».

Mehr politischen Einfluss kann die Senioren-Union auch im neuen Generationenbeirat der Gemeinde nehmen, denn dem Beirat werden sechs Personen angehören, die 65 Jahre und älter sind. Das Interesse an der Mitarbeit in diesem Beirat sei bei den Senioren recht groß, freute sich Josef Mohren.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

 

Simmerath-Woffelsbach

29.01.2010

Mehr Platz und weniger Verbrauch im Kindergarten
Simmerather Hochbauausschuss stimmt dem Ausbau und der energetischen Sanierung der Betreuungseinrichtung in Woffelsbach zu

Woffelsbach. Der Kindergarten in Woffelsbach wird energetisch saniert (Fassaden, Fenster und Flachdach), außerdem wird ein neuer Ruheraum für die Betreuung für Kinder unter drei Jahre angebaut. Der Hochbauausschuss der Gemeinde Simmerath hat nun die Verwaltung beauftragt, bei der Städteregion Aachen die Baugenehmigung zu beantragen.

Bereits im Mai des vergangenen Jahres hatte der Bauausschuss entschieden, aus Mitteln des Konjunkturprogramms II einen Betrag von 105 000 Euro zur Verfügung zu stellen, um den Kindergarten zu sanieren und zu erweitern.

Der Landschaftsverband Rheinland hat die Anforderungen an das Raumprogramm für Kindertageseinrichtungen geändert. So ist es notwendig, für die Betreuung der U3-Kinder (unter Dreijährige) einen Ruheraum einzurichten. Für diese Maßnahme erhält die Gemeinde (voraussichtlich) eine weitere Landesförderung von 108 000 Euro, so dass für die Sanierung und den Anbau ein Gesamtbetrag von 213 000 Euro zur Verfügung steht.

Monika Liedtke von der Verwaltung erläuterte im Ausschuss die Pläne, die ein Architekturbüro aus Roetgen ausgearbeitet hat. Danach wird der Kindergarten um einen Ruheraum erweitert, vergrößert wird auch das Büro der Leiterin des Kindergarten; zum Raumangebot gehören ein Gruppenraum, eine Teeküche, ein großer Flur und ein Bereich Dusch/Wickeln. Vorgesehen ist auch eine neue Außentür, die den Zugang zum Garten ermöglicht.

Der Anbau macht die Änderung des Bebauungsplanes erforderlich. Der Ausschuss stimmte dem Vorhaben zu, allerdings unter dem Vorbehalt, dass die Landesmittel in Höhe von 108 000 Euro für die U3-Plätze auch tatsächlich bewilligt werden. Derzeit sind, so Siegfried Lauscher (SPD), die Raumverhältnisse im Kindergarten recht beengt, was sich nach dem Anbau aber ändern werde. Positiv sei, so Siegfried Lauscher und auch CDU-Sprecher Christoph Poschen, dass in Woffelsbach der Kindergarten saniert und erweitert werden könne, ohne dass die Gemeinde selber dafür Geld aufbringen müsse. (dm)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

 

Nordeifel

Ab Juli wird auf der Vennbahntrasse ein Radweg gebaut Gemeinde Simmerath informierte über aktuellen Sachstand zur „Ravel-Radroute“. Restliche Gleise werden im Frühjahr abgebaut.

Die Gleise werden bis Ende März abgebaut, Büsche und Gestrüpp werden entfernt, die Strecke wird vermessen, die Pläne werden ausgearbeitet, der Bauantrag wird gestellt – und dann soll schon im Juli mit den Bauarbeiten begonnen werden: Aus der Trasse der alten Vennbahn wird ein neuer Radweg.

Zunächst wird die 13 Kilometer lange Strecke zwischen der Staatsgrenze im Bereich Roetgen/Raeren und dem Bahnhof in Lammersdorf ausgebaut, die Arbeiten beginnen in Höhe der „Himmelsleiter“ an der B 258. Im nächsten Jahr sollen dann die Arbeiten im Bereich zwischen Lammersdorf und Kalterherberg folgen. Wann aber der neue Radweg durch das Venn eröffnet werden kann, dies ist derzeit noch ungewiss.

160 Tage Bearbeitungszeit

Mit dem Interreg-Projekt „Vennbahn-Route“ hat sich nun auch der Simmerather Strukturausschuss befasst, die Verwaltung informierte über den Stand der Dinge.

Demnach ist das Höfener Ingenieurbüro Roder derzeit dabei, die gesamte Strecke zu vermessen, um dann den Bauantrag für den ersten Streckenabschnitt auszuarbeiten. Die Unterlagen wurden Mitte Januar bei den zuständigen belgischen Behörden eingereicht, da die Trasse der Vennbahn belgisches Hoheitsgebiet ist.

Ein Problem dabei, so erläuterte Baudezernent Uwe Zink von der Städteregion gegenüber der Gemeinde Simmerath, sei die Komplexität der belgischen Behördenstrukturen und der grenzüberschreitende Charakter des Projektes, dies „führe zu Komplikationen“, da die belgische Genehmigungsbehörde eine Bearbeitungszeit von 160 Tagen beanspruche. „Und das wiederum gefährdet den vorgesehenen Zeitplan“, so Uwe Zink. Vor diesem Hintergrund bemühen sich die Projektpartner „in ständigem Kontakt mit der belgischen Genehmigungsbehörde“ darum, die Bearbeitungszeit „deutlich zu verkürzen“.

Anfang Dezember hat der Städteregionsausschuss die Firma Kuhl GmbH aus Euskirchen damit beauftragt, die Bahntrasse freizuschneiden. Von der belgischen Grenze im Bereich Raeren/Roetgen wird sich das Unternehmen nach Süden hin vorarbeiten, die Arbeiten sollen bis Ende Februar abgeschlossen sein. Allerdings ist das Vorhaben von der Witterung abhängig.

Gleisabbau neu ausgeschrieben

Schon vor mehr als einem Jahr wurde mit Freischneidearbeiten begonnen, seither liegen auf weiten Teilen der Trasse Äste und Gebüsch auf den Schienen, mitunter wurden dadurch die „Wanderwege“ neben der Trasse behindert.

Abgebaut werden dann auch die noch vorhandenen Gleise. Ursprünglich sollte der Abbau schon im Sommer des letzten Jahres erfolgt sein. Weil aber der Stahlpreis drastisch gesunken war, hatte das von der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens beauftragte Unternehmen sein Angebot zurückgezogen und weigerte sich, die Arbeiten zum vereinbarten Preis durchzuführen. Vor diesem Hintergrund musste der Abbau der Gleise im Dezember noch einmal ausgeschrieben werden. Nun sollen die Arbeiten an den Gleisanlagen bis Ende März abgeschlossen sein.

Nach Angaben der beteiligten belgischen und deutschen Umweltämter werden Landschaft und Natur im nördlichen Teilabschnitt der Vennbahnroute von der Grenze bis nach Lammersdorf nicht beeinträchtigt, da in diesem Bereich keine Natura 2000- oder FFH-Gebiete tangiert werden. Anders ist dies im südlichen Teilabschnitt zwischen Lammersdorf und Kal­terherberg. Derzeit ist die Landschaftsbehörde der Städteregion dabei, „die kritischen Bereiche“ zu definieren, für die eine Verträglichkeitsstudie erforderlich ist.

Querungen werden ausgestaltet

Die Querungsstellen an den Gemeindestraßen, den Feld- und Wirtschaftswegen müssen ausgestaltet werden, dazu werden demnächst Gespräche mit den Tiefbauämtern der beteiligten Kommunen geführt. In Roetgen ist dies bereits geschehen, da dort mit den Arbeiten begonnen wird. Die Gestaltung der Querungsstellen an klassifizierten Straßen muss mit dem Landesbetrieb Straßenbau abgestimmt werden. Die wohl kritischste Stelle ist dabei die Querung der Himmelsleiter.

Die Gemeinde Simmerath hat sich verpflichtet, für den Aus- und Umbau der Vennbahntrasse zum Radweg anteilige Kosten zu übernehmen, insgesamt knapp 100 000 Euro. Mit der Ravel-Route wird der längste zusammenhängende grenzüberschreitende Radwanderweg auf der stillgelegten Trasse der Vennbahn verwirklicht. Im Gebiet der Städteregion ­Aachen (Roetgen, Simmerath und Monschau) hat der Radweg eine Gesamtlänge von 28,5 Kilometern. (dm)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

Getrennte Abwassergebühr:
Bescheide gehen in die Post

27.01.2010

Die Gemeinde Simmerath weist darauf hin, dass die Korrekturbescheide zur Einführung der Niederschlagswassergebühr für das Abrechnungsjahr 2008 am 29. Januar zusammen mit den Abgabenbescheiden versandt werden.

Insgesamt werden durch die Gemeinde Simmerath im Rahmen dieser Korrektur 5061 Bescheide über den gemeindeeigenen Botendienst versandt, die sich aus 2622 Bescheiden mit der Ausweisung eines Guthabens, 2417 Bescheiden mit der Ausweisung einer Nachforderung und 22 Bescheiden, die betragsmäßig ausgeglichen sind, zusammen setzen.

In ca. 200 Einzelfällen dauert aufgrund der insgesamt hohen Anzahl an zu berichtigenden Daten die gebührentechnische Umstellung derzeit noch an, so dass Mitte Februar mit der vollständigen Anpassung aller Gebührenbescheide an die neue Rechtslage zu rechnen ist, lässt die Verwaltung wissen.

In diesen Korrekturbescheiden werden den Abgabepflichtigen für den bereits durch das RWE abgerechneten Ablesezeitraum des Jahres 2008 die bisher berechneten Kanalbenutzungsgebühren und die gemäß aktueller Gebührensatzung neu zu berechnenden Kanalbenutzungsgebühren mitgeteilt sowie der sich ergebende Differenzbetrag ausgewiesen.

«Keine neue Gebühr»

Über den Differenzbetrag wird dem Bescheid bei einem Guthaben ein in entsprechender Höhe ausgestellter Verrechnungsscheck bzw. bei Nachforderungen ein bereits vorgefertigter Überweisungsträger beigefügt.

Karl-Heinz Hermannns, Bürgermeister der Gemeinde Simmerath, fasst das Ergebnis der Einführung der getrennten Abwassergebühr zusammen: «Die kurz vor dem Abschluss stehende rückwirkende Einführung der getrennten Abwassergebühr hat insgesamt betrachtet bewiesen, dass die Gemeinde entgegen anders lautender Meinungen keine neue Gebühr eingeführt hat, sondern die bestehende Kanalbenutzungsgebühr gerechter aufgeteilt wurde.»

Den durch die Gemeinde zu leistenden Erstattungen in Höhe von ca. 239.000 Euro stehen Nachforderungen von ca. 258.000 Euro gegenüber.

Bei jährlich für die Entwässerung aufzuwendenden Kosten von insgesamt vier Millionen Euro beträgt die sich aus der Korrektur ergebende Differenz lediglich 0,5 Prozent.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

Riesen-Defizit im Haushalt verhindert Einigkeit
Nur mit der Zustimmung von CDU und FDP wird der Etat 2010 der Gemeinde Simmerath getragen. SPD vermisst den Willen zum Umdenken.

16.01.2010

Auf schwachen Füßen steht der Haushaltsplan 2010 der Gemeinde Simmerath. Auch wenn der 33-Millionen-Etat (in den Einnahmen sind aber nur knapp 28 Millionen Euro gedeckt) bereits zeitig zu Beginn des Jahres verabschiedet wurde, ist er alles andere als ein Garant für Stabilität.

An dieser Frage schieden sich auch die Geister bei der gut anderthalbstündigen Haushaltsberatung am Donnerstagabend im Gemeinderat. Das Riesen-Defizit in Höhe von 5,1 Millionen Euro verhinderte eine Zustimmung auf breiter Ebene. Nur mit den Stimmen der CDU-FDP-Kooperation wird der Haushalt 2010 getragen. SPD, UWG und Grüne lehnten den Etat ab, vor allem weil, wie es SPD-Sprecher Gregor Harzheim ausdrückte, „die Bereitschaft zum entschlossenen Umdenken“ nicht erkennbar sei.

Die CDU-Fraktion sah hingegen keine andere Möglichkeit, als mit dem Defizit zu leben, wolle man nicht die zuletzt positive Entwicklung in der Gemeinde Simmerath ausbremsen, betonte Jens Wunderlich für die Mehrheitsfraktion (siehe auch weiteren Bericht auf dieser Seite).

Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns hatte die schwierige finanzielle Lage der Gemeinde Simmerath vor allem mit der allgemein problematischen Finanzausstattung der Kommunen begründet. Von 359 Kommunen in NRW seien momentanen nur noch 35 ohne strukturelles Defizit.

Selbst wenn alle im Simme­rather Rat gemachten Vorschläge umgesetzt würden, könne das Defizit „nicht annähernd“ abgebaut werden.

Was den Gemeindehaushalt enorm belastet, ist die hohe Umlage an die Städteregion Aachen. Allein die sprunghaft gestiegenen Kosten von einer Million Euro im Bereich der Jugendhilfe ließen bei der FDP erneut die Forderung aufkommen, dass die drei Südkreiskommunen ein Jugendamt in Eigenregie führen sollten.

Diesem Wunsch, entgegnete der Bürgermeister, werde man nicht folgen können, da für eine solche Organisationsstruktur derzeit nicht die rechtlichen Voraussetzungen vorhanden seien.

Auch wenn der Simmerather Etat aufgrund seiner finanziellen Enge kaum Möglichkeiten zur Kreativität bietet, wurden einige Änderungsanträge seitens der CDU eingebracht und verabschiedet:

-15 000 Euro für die Internet-Präsentation der Gemeinde Simmerath (das ist die Hälfte der Kosten) sollen nach hinten verschoben werden;


-der Ansatz für die Sanierung der Stüttgesgasse in Lammersdorf soll im kommenden Jahr um 5000 Euro und im folgenden Jahr um 15 000 Euro erhöht werden;


-Ein Betrag von 15 000 Euro wird eingesetzt, um eine durchgreifende Sanierung der Straßen zwischen Erkensruhr und Hirschrott vorzunehmen;


-für die „neue Mitte“ Woffelsbach sollen in diesem Jahr 100 000 Euro, im folgenden Jahr 1,0 Million Euro und 2012 weitere 400 000 Euro bereitgestellt werden;


-der geplante Kreisverkehr Humboldtstraße im Gewerbegebiet Simmerath soll um ein Jahr verschoben werden;

-Verbesserungen sollen an Wirtschaftswegen in Kesternich (16 000 Euro) und Strauch (26 000 Euro) erfolgen.

Abgelehnt wurde hingegen ein Antrag der SPD, die Stelle des Beigeordneten in der Verwaltung in diesem Jahr nicht wieder zu besetzen. Folgen konnte man dagegen dem SPD-Antrag, den Bau des Regenüberlaufbeckens im Gewerbegebiet Simmerath um ein Jahr zu verschieben. Einigkeit herrschte auch darüber, 16 000 Euro für den Bau von Wartehallen Am Gericht und an der Jägerhausstraße in Lammersdorf bereitzustellen.

Beim ausgedienten Sitzmobiliar im Ratssaal kommt es zu einem Kompromiss: So sollen auf Antrag von CDU/FDP zunächst nur die Stühle ausgetauscht werden.

Nicht durch kam schließlich die UWG mit zwei Anträgen, die Investitionskosten generell um 2,5 Prozent zu reduzieren und die Personalkosten der Verwaltung um 2,0 Prozent jährlich zurückzufahren. UWG-Vertreter Stephan Weber meinte, dass eine solche Kostenreduzierung auch ohne Personalkürzungen möglich sein müsste. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns sprach die Erwartung aus, dass man diese Möglichkeiten näher bezeichnen möge. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

Lautlose Alarmierung der Feuerwehr macht Fortschritte

(dm) | 12.01.2010, 16:10

Entsteht ein neues und großes Hotel auf dem Dorfplatz in Simmerath? Das geplante Projekt (120 Zimmer, 240 Betten) ist erst in der Startphase, doch es taucht im Entwurf des Haushaltes 2010 der Gemeinde Simmerath auf unter dem Stichwort «Abgang sonstiger Grundstücke».

Der Etat wird wird in der Ratssitzung am Donnerstag beraten. Der Gesamt-Etat des Haushalts-Entwurfes 2010 umfasst bei den Ausgaben ein Volumen von über 60 Millionen Euro.

Für dieses Haushaltsjahr erwartet die Gemeinde aus dem Verkauf von Grundstücken eine Einnahme von rund 2,15 Millionen Euro. So will die Gemeinde in der Herrberigstraße in Rollesbroich zwei Grundstücke verkaufen, 109.000 Euro sollen sie einbringen. Mit einer Einnahme von 140.000 Euro ist der Verkauf von Grundstücken (zusammen etwa 2000 Quadratmeter groß) im Neubaugebiet «Brommersbach» in Eicherscheid veranschlagt; diese Summe erwartet die Gemeinde auch vom Verkauf von Grundstücken «Im Dreieck» in Kesternich.

Grundstücke «In der Schlad» in Rollesbroich will die Gemeinde an einen Investor verkaufen, der eingeplante Erlös: 321.500 Euro.

Die Gemeinde plant für die nächsten Jahre einige Bauprojekte: So soll im Bereich des Kellereingangs der Förderschule in Eicherscheid im nächsten Jahr für das Schulfahrzeug ein geschlossenes Carport errichtet werden. Die Baukosten sind auf rund 18.000 Euro veranschlagt.

Der Förderschulverband (also die benachbarten Kommunen) sollen dann monatlich eine «angemessene Miete» bezahlen. Einzelheiten müssen jedoch noch mit dem Förderverband geklärt werden. Weitere Projekte: Am Kindergarten in Woffelsbach soll ein Anbau errichtet werden, der zu 100 Prozent aus Mitteln des Konjunkturprogramms II finanziert wird.

Im Feuerwehrgerätehaus in Simmerath soll für etwa 8500 Euro die Toilettenanlage erneuert werden. Die Löschgruppe Strauch hat die Absicht, das Gerätehaus durch einen Anbau zu ergänzen, um dadurch den notwendigen Platz für die sanitären Einrichtungen zu schaffen. Die Baukosten betragen rund 20.000 Euro. Der Baubeginn war bereits für 2009 geplant, er musste aber wegen einer notwendigen Eintragung einer Baulast auf dem Nachbargrundstück verschoben werden. Nun soll der Anbau in diesem Jahr errichtet und fertiggestellt werden.

Neues Gerätehaus

Die Feuerwehr in Steckenborn soll ein neues Gerätehaus erhalten. Die Gesamtkosten dafür sind auf etwa 600.000 Euro veranschlagt, davon übernimmt die Gemeinde einen Anteil von 465.000 Euro sowie 10.000 Euro für das Baumanagement. Der Feuerwehrverein und die Löschgruppe bringen an Bau- und Einrichtungskosten 135.000 Euro auf.

Bislang werden die Löschzüge und Wehrleute bei Einsätzen lautstark über die Sirenen alarmiert. In diesem Jahr soll «in ersten Schritten» die Alarmierung über Digitalfunk erfolgen. So schafft die Gemeinde in diesem Jahr für die Wehrleute 330 digitale Meldeempfänger an, das Stück kostet voraussichtlich gut 330 Euro, so dass insgesamt für die Meldeempfänger um die 100.000 Euro aufzubringen sind.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

 

Simmerath-Eicherscheid

Das Ordnungsamt bittet die Bevölkerung um Mithilfe
Warnbaken am Kindergarten Eicherscheid schon dreimal erneuert

(P. St.) | 07.01.2010

Eicherscheid. Ausdrücklich von den Bürgern gelobt wurde die Gemeinde Simmerath, nachdem sie sich vor etwa einem halben Jahr am Kindergarten Eicherscheid eine Regelung hatte einfallen lassen, die für mehr Sicherheit sorgte, insbesondere dann, wenn die Kinder gebracht und abgeholt werden.

Zwei gelb markierte geschützte Flächen auf beiden Seiten der viel befahrenen Ortsdurchfahrt wurden durch zwei rot-weiße Warnbaken kenntlich gemacht. Die zum Teil unübersichtliche Situation an dieser Stelle verbesserte sich danach eindeutig.

Doch da man es bekanntlich nicht allen recht machen kann, erwiesen sich sich beiden Warnbaken auch als Angriffsfläche. In dieser Woche erneuerte der Simmerather Bauhof innerhalb von nur sechs Monaten nun bereits zum dritten Mal die Warnken, nachdem sie zum dritten Mal entwendet wurden.

Offenbar handelt es sich nach Erkenntnissen des Ordnungsamtes um eine gezielte Aktion. Als der Bauhof seinerzeit die Bodenhülsen in die Fahrbahn einsetzte, um am folgenden Tag die Baken zu montieren, waren die Halterungen über Nacht mit Beton verfüllt worden.

Auch wenn nach Auskunft aller Beteiligten die neue Beschilderung und Markierung eindeutig eine Verbesserung der Situation am Kindergarten bewirkt und für eine spürbare Tempo-Reduzierung gesorgt hat, wurden die Warnbaken danach mehrfach entfernt - und das übrigens nicht mit Gewalt sondern fachgerecht mit Hilfe von Werkzeug.

Das Ordnungsamt bittet die Bevölkerung jetzt um Mithilfe und Beobachtung, um in Zukunft weitere Attacken auf die Schilder abzuwehren, denn immerhin kostet die Erneuerung unter Einrechnung der Arbeitszeit den Steuerzahler jeweils 300 Euro.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

Gewerbeflächen sind schwer zu verkaufen

Wirtschaftskrise und fehlende Autobahnnähe die Gründe: Ein Blick in den Haushalt 2010 der Gemeinde Simmerath: 27,7 Mio. Euro Volumen.

Ob es im neuen Jahr mehr Vergnügen gibt? Vergnügen ist, so definiert es der Duden, Freude, Lust, Spaß, Wonne und Amüsement. Die Gemeinde Simmerath jedenfalls erwartet im nächsten Jahr eine höhere Einnahme aus der Vergnügungssteuer als noch in diesem Jahr - insgesamt 49 500 Euro gegenüber 45 000 Euro. Die Gemeinde muss mit jedem Euro rechnen, daher ist auch die Einnahme aus der so genannten Bagatellsteuer wichtig. Betroffen sind Vergnügungen wie Kirmes oder auch Spielautomaten.

Diese und andere Zahlen sind dem Haushaltsentwurf 2010 der Gemeinde Simmerath zu entnehmen. Verabschiedet werden soll der Etat vom Gemeinderat am 14. Januar.

Schon mehr als die Vergnügungssteuer bringt da die Hundesteuer ein – veranschlagt sind im Entwurf des Haushaltes für das nächste Jahr 87 000 Euro. Das sind jedenfalls mehr Euros als die Grundsteuer A in die Kasse der Gemeinde bringt. Die Grundsteuer A ist mit einem Hebesatz von 290 Prozent für land- und forstwirtschaftliche Betriebe festgesetzt, sie soll im der Gemeinde im kommenden Jahr rund 60 000 Euro einbringen.

Für bebaute und unbebaute Grundstücke (Grundsteuer B) hat die Gemeinde einen Hebesatz von 391 Prozent festgesetzt. Das bedeutet eine Einnahme von etwa 2,3 Millionen Euro.

Eine wichtige Einkommensquelle der Gemeinde ist vor allem auch die Gewerbesteuer, die im kommenden Jahr „bei optimistischer Einschätzung“ drei Millionen Euro einbringen soll. Nach dem vorläufigen Rechnungsergebnis lag die Einnahme im Jahr 2008 bei 3,2 Millionen Euro. Die Gemeinde beklagt in ihrem Vorbericht zum Haushaltsentwurf: Trotz des Angebotes an günstigen Gewerbeflächen sei es wegen der derzeitigen Finanz- und Wirtschaftskrise schwierig, auswärtige Unternehmen in der Gemeinde Simmerath anzusiedeln. Die Gemeinde nennt noch einen weiteren Grund: die ungünstige Anbindung an die Autobahn. Auf jeden Fall hofft die Gemeinde, wie sie in der Finanzplanung veranschlagt, im Jahr 2013 auf 3,7 Millionen Euro Einnahmen aus der Gewerbesteuer.

550 000 Euro Konzessionsabgabe vom RWE
Auf der Einnahmenseite der Gemeinde Simmerath stehen im Haushalt 2010 auch mehr als 550 000 Euro aus der Konzessionsabgabe, die das RWE zu zahlen hat. Die Konzessionsabgabe ist ein privatrechtliches Entgelt dafür, dass Versorgungs- oder Verkehrsunternehmen öffentliche Verkehrsräume über den Gemeingebrauch hinaus benutzen können und ihnen ein Ausschließlichkeitsrecht der wirtschaftlichen Betätigung in dem betreffenden Gebiet eingeräumt wird. Bemessen werden die Konzessionsabgaben als Prozentsatz von den Roheinnahmen der Versorgungsunternehmen – im Fall der Gemeinde Simmerath vom RWE für die Stromversorgung. Bezahlen müssen die Konzessionsabgabe, die die Kommunen als Einnahmen veranschlagen, am Ende die Verbraucher, also die Bürger.

Mehr bringt da schon der Anteil der Gemeinde an der Einkommenssteuer, veranschlagt ist für das nächste Jahr eine Einnahme von rund 4,3 Millionen Euro; im Jahr 2013 sollen es 5,2 Millionen Euro sein. Die Kommunen erhalten bundesweit aus der bei den Bürgern veranlagten Einkommenssteuer einen Anteil von 15 Prozent des Aufkommens. Nach einem Schlüssel, der von den Finanzämtern alle drei Jahre neu errechnet wird, wird das Geld aus der Steuer an die Kommunen verteilt. Für dieses Jahr hat die Gemeinde eine Einnahme von 5,1 Millionen Euro veranschlagt. Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat zur Folge, dass sich das Aufkommen aus der Einkommenssteuer „drastisch verringern wird“, befürchtet der Kämmerer der Gemeinde.

Das Land ist verpflichtet, den Kommunen einen übergemeindlichen Finanzausgleich zu gewähren – das sind dann die so genannten Schlüsselzuweisungen. Im kommenden Jahr rechnet die Gemeinde Simmerath mit einer Einnahme von gut 3,6 Millionen Euro gegenüber 3,87 Millionen Euro in diesem Jahr.

Pacht aus Campingplätzen

Im „Ergebnisplan“ der Gemeinde sind die Einnahmen für das nächste Jahr insgesamt auf 27,7 Millionen veranschlagt. Zu den Einnahmen errechnet die Gemeinde Simmerath aus die Erträge aus Mieten und Pachten. So soll der Campingplatz in Rurberg etwa 18 000 Euro einbringen, der Campingplatz Woffelsbach 30 000 Euro. Die Gemeinde ist am Windpark in Strauch beteiligt, die Pachteinnahmen sind für 2010 auf rund 92 000 Euro veranschlagt.

Zu den Einnahmen gehören auch die Gebühren für die Kanalbenutzung, für die Straßenreinigung, für die Müllentsorgung, aber auch die Beiträge, die die Bürger für Straßenbaumaßnahmen (Anliegerbeiträge) bezahlen müssen.

Darüber und über die großen und ganz kleinen Investitionen der Gemeinde Simmerath im nächsten Jahr werden wir noch berichten. So soll für die Kantine im Rathaus in Simmerath eine neue Spülmaschine abgeschafft werden. Auch soll die die Internet-Präsentation der Gemeinde inhaltlich und technisch überarbeitet werden – veranschlagte Kosten rund 28 000 Euro. (dm)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

 

Berichte aus der Tagespresse, ungekürzt und unzensiert.

Inhalt/Themen
Juni 2010
Krankenhaus
Schwimmbad
Krankenhaus Kardinal
UWG Unterhaltung

Schwimmhalle vom Tisch?

Schwimmstunden Lammersdorf
Teurer EURO
Platz für Obdachlose
Immobilien werden zur Last
Bürger ärgern sich über.....
Schwimmbad
Krankenhaus
Braunkehlchen Ravel-Radweg
Was ist ein Beigeordneter
Mai 2010
Krankenhaus
Schwimmbad Intitiative
Hansa Schwimmabteilung
Schwimmen in Lammersdorf
Sportstätte nicht auslöschen
Neuer Beigeordneter
Hubert Breuer Ehrenvorsitzender
April 2010
Woffelsbach "Neue Mitte"
Umwelttag CDU Simmerath
2 Stunden mit Parkscheibe
Ohne Ehrenamt geht nichts
Rathaus bald in neuem Gewand
Was ist mit unserer Schwimmhalle?
Gemeinsame Schwimmhalle vom Tisch!
Handwerk im Blickpunkt
Umwelttag in Huppenbroich
Abwassergebühr: Verständnis für die Eifeler
Axel Wirtz: Thementag Simmerath
Städteregion: Noch nicht alles Rund
Eicherscheid: schnelles Internet
Generationenausschuss
Thema Wahlplakate
Mitgliedervers. Einruhr
Hauptschule Minister legt Hand an
Mitgliedervers. Woffelsbach
März 2010
Verkehrsfluss Fringshaus
Hilfeschrei an Bund u. Land
Fuhrtstraße entlasten
Verabschiedung ehem. Gemeinderat
Photovoltaik Steckenborn
Beigeordneter Simmerath
Sanierung Hauptschule
Haushalt Städteregion
Bekenntnis zum Krankenhaus
Sportzentrum Kesternich
Axel Wirtz in Simmerath
Neue Mitte Woffelsbach
Ortsumgehung Kesternich
Für Kitas Platz schaffen
Kindergarten Strauch
Vennbahn/Radweg
Tarifabschluß Städteregion
Kulturfestival
Generationenbeirat
Demografischer Wandel
Bevölkerungszahl Eifel
Grundschulen Simmerath
Februar 2010
Es wird öfter gekehrt
Lob für H.-J. Hilsenbeck
Ehrenamt in Simmerath
Kindergärten Simmerath
Krankenhaus belegt
Kameraauge im Kanal
Tourismuszahlen
OV-Strauch-Versammlung
Einfädeln ab Fringshaus
Zukunftstage Simmerath
Kein Bett mehr frei
Mensa für die Hauptschule
Grünabfall
Januar 2010
Versammlung CDU Steckenborn
 Schule Steckenborn
 Senioren-Union
 Kindergarten Woffelsbach
 Radweg Vennbahntrasse
 Abwassergebühr Bescheide
 Haushalt 2010
 Haushaltsentwurf 2010
 Eicherscheid Kindergarten
 Gewerbeflächen



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Letzte Änderung: 10-Jul-2010

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