Presse-Berichte

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Archiv Jan.- Juni 2009


Quelle der Artikel, falls nicht besonders gekennzeichnet, Eifeler Zeitung.
Berichte aus 2008 finden Sie im Archiv

Monat 01 02 03 04 05 06

Simmerath

Gedanken über eine gemeinsame Schwimmhalle
Interessante Themen bei der CDU Simmerath mit Bürgern diskutiert. Die Bäder in Simmerath und Monschau sind Sanierungsfälle. Freude über Zuschuss.

„Das ist ein interessanter Gedanke“, sinnierte der Landtagsabgeordnete der CDU, Axel Wirtz, im Rahmen der offenen Vorstandssitzung des CDU-Ortsverbandes Simmerath. Sein vorsichtiger Optimismus galt der jüngst in die Öffentlichkeit getragenen Idee, eine gemeinsame Schwimmhalle für Monschau und Simmerath zu schaffen.

Die Besucher erfuhren an diesem Abend taufrisch von dieser neuen Entwicklung, die im Wesentlichen auf einem aus Simmerather Sicht weniger erfreulichen Umstand basiert: Auch die Simmerather Schwimmhalle ist ein Sanierungsfall. Die möglichen Sanierungskosten schätzte der .Beigeordnete der Gemeinde Simmerath und CDU-Bürgermeisterkandidat Karl-Heinz Hermanns auf eine „einen siebenstelligen Betrag“. Trotz dieser „Hiobsbotschaft“ erkannte Hermanns „einen wirklichen guten Tag für Simmerath“. Der Grund: Insgesamt 4,5 Millionen Euro plus bis zu 2,5 Millionen eigener Mittel werden in Simmerath investiert. Der Hauptnutznießer werden die Hauptschule und die angrenzende Sporthalle sein, die umfassend saniert werden. „Wir bekommen quasi eine neue Schule“, kam bei Hermanns fast schon so etwas wie Vorfreude auf.

Der erste Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes, Stephan Braun, freute sich, an diesem sommerlich schönen Abend einen beachtlichen Zuhörerkreis begrüßen zu dürfen. Der Einladung folgte auch der CDU-Landtagsabgeordnete Axel Wirtz, der sich gerne den Fragen der Bürger stellte. Seine Feststellung: „Wir sind die Partei des ländlichen Raums.“ Denn neben den Mitteln aus dem Konjunkturpaket II, die vorwiegend den ländlichen Regionen zugute kämen, habe man auch das Dauerbrenner-Thema Kanalgebühren nicht aus den Augen verloren. Mit der Erhöhung des Landeszuschusses um 50 Cent pro Kubikmeter Abwasser zeigte sich Wirtz nicht zufrieden. „Wir wollen versuchen, noch mehr zu tun“, versprach der Landespolitiker aus Gressenich, der die derzeitig immer noch existenten Gebühren als nach wie vor „viel zu hoch“ einstufte.

„Die Städteregion wäre ohne uns nicht gekommen“, sagte Axel Wirtz, der allerdings ebenso eindeutig forderte: „Wir müssen auch Einsparpotenziale erreichen.“ Bis 2015 sei eine Senkung von 10 Prozent der Kosten angepeilt, die im Rahmen der gemeinsamen Aufgaben der Städteregion anfielen.

Nicht zuletzt sei auch der geplante Ausbau der B 258 ein Beispiel dafür, dass die CDU mit qualifizierten und konstruktiven Koalitionspartnern in Land und Kreis beträchtliches bewegen könne.

Doch Wirtz schüttete auch Wasser in den Wein der Christdemokraten: „Wir haben unsere Stammwählerschaft nicht ausreichend mobilisiert“, meinte er mit Blick auf die Ergebnisse der Europawahl. Also gelte es auch bei den Kommunalwahlen diesem Umstand Rechnung zu tragen, und die eigene Wählerschaft mit viel Engagement „von Tür zu Tür“ zu aktivieren.

CDU-Bürgermeisterkandidat Karl-Heinz Hermanns stellt sich gerne an die Spitze dieser Bewegung: „Ich werde alles in meinen Kräften stehende tun, um einen guten Wahlkampf zu machen.“ Trotz der eklatanten Schäden an der Schwimmhalle freute er sich über die anstehenden Investitionen im Rahmen des Konjunkturpaktes II des Bundes. Sein großer Dank galt Axel Wirtz, ohne dessen Engagement wohl kaum ein solches Volumen an Zuschüssen in die Rursee-Gemeinde geflossen wäre. „Dutzende Anträge aus dem Land sind nicht zum Tragen gekommen“, weiß Hermanns.

Doch auch er motivierte die Parteikollegen: „Wir müssen unsere Leistungen besser `rüberbringen.“ Es sei überaus gefährlich, sich jetzt in Sicherheit zu wiegen, auch wenn die Erfolge der CDU-Mehrheit im Rat außerhalb jeder Diskussion seien.

„Mit mir als Bürgermeister wird diese Entwicklung weitergehen“, versprach der Christdemokrat, der am Beispiel des ehrgeizigen Projektes „Kraremann-Karree“ aufzeigte, dass hier trotz einiger Unkenrufe die Bürgerbeteiligung sehr ernst genommen worden sei. Eine Absenkung der Gebäudehöhe um ein Stockwerk sei ein Ergebnis aus den Einwänden der Bürger gewesen. Sein Aufruf: „Jeder Unternehmer, der in Simmerath investieren will, soll sich an mich wenden.“

„Ich bin zu fairen, ehrlichen und offenen Gesprächen bereit“, sandte Hermanns eine eindeutige Botschaft an die Kollegin Magga Ritter in Monschau in Sachen Schwimmhalle. Dabei sei man auch bei der Festlegung des künftigen Standortes durchaus flexibel.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

Eine Schwimmhalle für Monschau und Simmerath?
Zwischen den beiden Eifelkommunen soll es Kontakte für gemeinsames Projekt geben. Bauliche Probleme auch in Simmerath.

Simmerath/Monschau. Seit 5. Dezember 2008 ist die Schwimmhalle in Monschau wegen Einsturzgefahr geschlossen, und nun läuten auch die Alarmglocken in Simmerath, denn auch in der dortigen Schwimmhalle in der Josef Jansen-Sportstätte zeichnet sich ein umfangreicher, noch nicht näher zu definierender Sanierungsbedarf ab.

Vor diesem Hintergrund soll es nun Überlegungen gaben, ob nicht eine neue gemeinsame Schwimmhalle für die Eifelkommunen auf die Beine gestellt werden kann. In der Sitzung des Simmerather Bauausschusses am vergangenen Donnerstag berichtete Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns jedenfalls von einem ersten Gespräch mit der Monschauer Amtskollegin Margareta Ritter in dieser Angelegenheit. Man habe über die Frage diskutiert, „ob eine gemeinsame Schwimmhalle für beide Kommunen sinnvoll ist.“ In die weiteren Gespräche wolle man auch die Gemeinde Roetgen einbeziehen, so Hermanns weiter.

In der Stadt Monschau geht die Tendenz trotz des hohen Aufwandes nach wie vor dahin, die Schwimmhalle zu sanieren. Im Raum steht derzeit eine Summe von rund sechs Millionen Euro für die Sanierung.

Auf Anfrage der Lokalredaktion erläuterte Margareta Ritter, dass sie grundsätzlich sämtlichen Überlegungen, die die gemeinsame Zukunft der Region im Blick hätten, „lösungsoffen“ gegenüberstehe. Vor allem was den Erhalt des Schulschwimmbetriebes betreffe (hier geht es um 1500 Stunden im Jahr), seien „Synergie-Effekte“ zu begrüßen.

Trotz der Signale aus Simmerath gehe man in Monschau aber weiterhin von einer Sanierung des Monschauer Vennbades aus, vor allem um das Schulschwimmen am dortigen Schulstandort zu erhalten. „Das ist eine hohe Verantwortung.“ Zum Zustand der über 40 Jahre alten Schwimmhalle in Simmerath liegt noch kein belastbares Gutachten über den baulichen und technischen Zustand des Gebäudes vor. Bürgermeister Hubert Breuer zitierte aber einen Experten, der in Zweifel gestellt habe, ob es überhaupt Sinn mache, die Schwimmhalle zu sanieren. Zunächst einmal werden nach einstimmigem Beschluss des Ausschusses aus dem Konjunkturpaket II 50 000 Euro bereitgestellt. Als Sofortmaßnahme müssen im Keller der Schwimmhalle Stützarbeiten erfolgen. Karl-Heinz Hermanns geht nach ersten vorsichtigen Schätzungen von einem Gesamtsanierungsbedarf in siebenstelliger Höhe aus.

Bei den anschließenden Beratungen über die Verwendung der Mittel aus dem Konjunkturpaket II in Höhe von knapp 800 000 Euro wurde die Schwimmhalle daher auch nicht in die Überlegungen mit einbezogen. Karl-Heinz Hermanns: „Wir sind von der Situation in der Schwimmhalle überrollt worden. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

 

Simmerath

Gesetzesänderung fördert Mülltourismus
Monschauer Stadtrat und Simmerather Hauptausschuss verabschieden Resolution gegen Marktöffnung bei der Abfallverbrennung.

Simmerath/Monschau. Mehr Markt und damit mehr Wettbewerb will die Landesregierung in die Abfallwirtschaft bringen. Das heißt im Klartext, dass abweichend vom Abfallwirtschaftsplan des Regierungsbezirks Köln künftig Müll nicht mehr zu einer bestimmten Müllverbrennungsanlage (MVA), in diesem Fall nach Weisweiler, gekarrt werden muss, sondern dorthin transportiert werden darf, wo er am preiswertesten verfeuert wird.

Das wiederum hat im Kreis Heinsberg Überlegungen ausgelöst, den Zweckverband Entsorgungsregion West zu verlassen und sich nach einer kostengünstigeren MVA im Lande umzuschauen. Verlässt der Kreis Heinsberg aber die Entsorgungsregio West, wird für die Stadt Aachen sowie die Kreise Aachen und Düren die Müllverbrennung teurer, die Abfallbeseitgungsgebühren in den Kommunen steigen. Dagegen haben sich die Gemeinde Simmerath und die Stadt Monschau jetzt in Resolutionen gewandt.

FDP und UWG dagegen

Der Resolutionsentwurf, der am Dienstag im Simmerather Hauptausschuss mit Mehrheit beschlossen wurde, spricht von einem „rui­nösen Preiskampf um Müllmengen“ und „neuem Mülltourismus“, während auf der anderen Seite die Umweltstandards leiden würden. Vehementer Protest kam von der FDP. Deren Sprecher Hermann-Josef Bongard wetterte gegen die Verwaltung, die Vorlage sei „äußerst fragwürdig, reine Polemik und von einer objektiven Bewertung der Sachlage so weit entfernt wie die Erde von der Sonne“. Bongard: „Es wird der Eindruck erweckt, dass sich die Büchse der Pandora öffnet und alles Unheil der Welt über die Gemeinde Simmerath hereinbricht. Dem ist nicht so!“ Auch die UWG wollte lieber auf die Marktmechanismen vertrauen als die Abfallwirtschaft weiter zu reglementieren.

Die Mehrheit der Politiker sah die Dinge anders. Anfang der 1980er Jahre habe der damalige Regierungspräsident Antwerpes der Region gegen alle Bedenken eine viel zu große MVA „aufs Auge gedrückt“. Die Anlage sei nun einmal da, und jetzt müsse man mit ihr umgehen. Dazu gehöre auch, für eine vernünftige Auslastung zu sorgen, um die Kosten für alle erträglich zu halten. Deshalb wurde bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung beschlossen, die CDU/FDP-Landesregierung aufzufordern, von den Plänen abzulassen.

Große Einmütigkeit hingegen im Monschauer Stadtrat: Alle Fraktionen stimmten einer Resolution mit vier Punkten zu, die Stunden zuvor auch von der Städteregion einstimmig verabschiedet worden war und in der die Landesregierung aufgefordert wird, die Novelle des Abfallwirtschaftsplans aufzugeben. Werner Krickel (Grüne) bezeichnete es als „sachlich und inhaltlich falsch“, wenn die Landesregierung die feste Zuweisung der „freien“ Kreise zu einer MVA aufhebe. Dass die Abfallkosten dadurch für die verbleibenden Kreise und Städte teurer würden, sei nur ein Punkt. Noch schwerer wiege, dass so der Mülltourismus gefördert werde und die freien Kommunen „ihren Müll zur billigsten und somit wohl auch schlechtesten Verbrennungsanlage“ liefern würden, wie Krickel unkte.

Waltraud Haake (CDU) bezeichnete es als „fatal“, wenn die Bürger, die durch das neue Müllsystem in Monschau Gebühren sparen würden, nun durch eine solche Gesetzeslage doch wieder mehr bezahlen müssten. (ess/hes)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

Simmerath

Getrennte Abwassergebühr spaltet den Rat
Simmerather Politiker ringen um „Gerechtigkeit“. Entscheidung auf die Sitzung nächste Woche vertagt.

Simmerath. Angekündigt war die Beschlussfassung über die getrennte Abwassergebühr in der Gemeinde Simmerath. Am Ende war daraus eher eine Fragestunde geworden – und ein moderater Schlagabtausch zwischen Verwaltung und CDU auf der einen und den Oppositionsfraktionen auf der anderen Seite. Beschlossen wurde am Dienstagabend im Haupt- und Finanzausschuss nichts, auch deshalb, weil die CDU-Mehrheit noch Beratungsbedarf anmeldete. In der Ratssitzung am kommenden Dienstag soll dann „Butter bei die Fische“.

Gewinner und Verlierer

Die den Kommunen von Verwaltungsrichtern auferlegte Trennung der Gebühren für Oberflächenwasser und Schmutzwasser schmeckte keinem der Politiker, vor allem deshalb nicht, weil sich die Abwasserbeseitigung nach derzeitigem Stand der Dinge für die Mehrheit der Simmerather Gebührenzahler wohl verteuern wird.

„Es gibt bei dieser Regelung Gewinner und Verlierer“, stellte Bürgermeister Hubert Breuer fest.

Auf der Suche nach „Gerechtigkeit“ stießen die Politiker aller Fraktionen in der langen Debatte immer wieder an Grenzen. Da ist zum einen die heterogene Kanalisation im Hauptort und in den Dörfern. Hier gibt es das reine Trennsystem, dort gibt es das Mischsystem, wieder anderswo nur das Schmutzwassersystem. Das mache, so die Verwaltung, eine „gerechte“ Verteilung der Gebühren nicht einfach. Auch vor dem Hintergrund, wer „abklemmen“ könne und dürfe, wer nicht, und wer dafür was zu bezahlen habe oder einspare.

Auf der anderen Seite gibt es den Fakt, dass die Gemeinde Simmerath selbst bei der Entsorgung der Oberflächenwässer im öffentlichen Raum künftig wesentlich preisgünstiger wegkommt als bislang. Das wiederum brachte ihr einen Rüffel von Hermann-Josef Bongard (FDP) ein: „Es gibt keinen Königsweg. Nur die Gemeinde verdient daran.“

SPD: Neue Situation

Proteste kamen auch von der SPD. Fraktionschef Gregor Harzheim sprach von einer neuen Situation. Bisher sei man davon ausgegangen, dass sich das Gesamtvolumen der Belastung für die Bürger nicht erhöhe, sondern dass die Gebührenlast lediglich anders verteilt werde. Nunmehr sei aber klar, dass durch den geringeren Anteil de Gemeinde an den Gesamtgebühren der Anteil für die Bürger deutlich größer werde. Das will die SPD verhindern und verlangte eine Senkung der kalkulatorischen Zinsen für das Kanalsystem, um damit die Gebührensteigerung für die Haushalte zu kompensieren.

Claus Brust von der UWG sah indes bereits dunkle Wolken am Horizont aufziehen und zahlreiche Prozesse auf die Gemeinde zukommen, während für CDU-Sprecher Jens Wunderlich die Richtung stimmte, hin zu mehr Gebührengerechtigkeit. (ess)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

Simmerath

Sozialbericht 2008:
33 Asylbewerber leben im Wald

(dm) | 18.06.2009

«Pflegeleistungen wurden in sechs Fällen erbracht.» So mancher Bürger wird für eine Kommune zum «Fall», wenn er ohne die Hilfe von Vater Staat seinen Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten kann, weil sein Einkommen wie die Rente einfach nicht mehr reicht.

An Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch wurden im vergangenen Jahr in der Gemeinde Simmerath netto 348.803 Euro ausgegeben, das sind fast 10.000 Euro mehr als im Jahr davor.

Dem nun vorgelegten Sozialbericht 2008 der Gemeinde Simmerath ist auch zu entnehmen, dass nach dem Gesetz über die Grundsicherung wurden 140.000 Euro an Bürger über 65 Jahre gezahlt; die Leistungen nach diesem Gesetz an Erwerbsgeminderte machten in der Summe rund 158.000 Euro aus. Leistungen aus der Grundsicherung wurden an 69 Bürger gezahlt (Stichtag 30. Juni 2008), davon waren 46 Personen älter als 65 Jahre, 23 Bürger waren erwerbsgemindert.

15 Prozent Rückgang

Mit dem «Sozialbericht» für das Jahr 2008 hat sich nun auch kurz der Simmerather Ausschuss für Jugend und Soziales befasst. «Erfreulich» sei, so CDU-Sprecher Günter Scheidt, dass die Zahl der Asylbewerber in der Gemeinde Simmerath um etwa 15 Prozent zurückgegangen sei. Gleichwohl müsse die Gemeinde für die Asylbewerber mehr als 300.000 aufbringen, vom Land erhält die Gemeinde lediglich 52.000 Euro Zuwendungen für diese Aufgabe.

Die Gemeinde Simmerath ist gesetzlich verpflichtet, die ihr zugewiesenen Flüchtlinge unterzubringen. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 51 Personen, im Jahr zuvor zählte die Gemeinde 60 Flüchtlinge. Der Großteil der Asylbewerber und Flüchtlinge, nämlich 33, lebt derzeit in der Unterkunft «Langschoß», das ist das ehemalige englische Militärlager (Radarstation) im Wald zwischen Lammersdorf und Jägerhaus. 18 Personen sind in gemeindeeigenen Wohnungen in Simmerath und Rurberg untergebracht.

Die Verweildauer der Asylbewerber wird immer länger, stellte Gisela Kampshoff-Enderle im Sozialausschuss fest, sie fragte, ob es da noch «sozial vertretbar» sei, wenn die Asylbewerber «so lange oben auf Langschoß leben» müssten. «Oder gibt es bessere Lösungen?» fragte sie. Monika Johnen, Leiterin des Sozialamtes, versicherte: Familien unter den Flüchtlingen und Asylbewerbern «werden möglichst ortsnah untergebracht».

Heribert Vroemen von der UWG meldete Zweifel an, ob die Asylbewerber, die von der Gemeinde Leistungen erhalten, auch tatsächlich alle stets in der Gemeinde Simmerath wohnen, sein Verdacht: Einige kassieren nur die Leistung. Monika Johnen: Dies werde immer wieder überprüft. Das Fazit von Franz-Josef Hammelstein (SPD) zum Sozialbericht: Das Sozialamt leiste gute Arbeit, «für die Betroffenen wird gut gesorgt».

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

 

Simmerath

Allgemeine Zufriedenheit:
Jugendarbeit der Vereine fördert das soziale Verhalten

Allgemeine Zufriedenheit in Simmerath über den Jugendbericht für 2008. Großes Lob für Streetworkerin Heidi El Hallani.

1,22 Euro: Mit diesem Betrag hat die Gemeinde Simmerath im vergangenen Jahr pauschal die Jugendarbeit der Vereine pro Kopf gefördert. In der Summe machte das 3532 Euro aus.

Neben der Pauschalförderung gab die Gemeinde noch Zuschüsse zu Ferienmaßnahmen, insgesamt 2667 Euro, das entspricht einem Zuschuss von 2,45 Euro pro Kopf. Zusammen hat die Gemeinde damit die Jugendarbeit mit 6200 Euro gefördert.

Beantragt aber hatten die Vereine Zuschüsse von zusammen 7800 Euro. Nach einem Beschluss des Gemeinderates im Jahr 2005 „bedient“ die Gemeinde die Anträge nur zu etwa 81 Prozent. Der Grund dafür war die schwierige Haushaltslage.

Inzwischen arbeitet die Gemeinde nicht mehr mit einem Nothaushalt, daher sollen die Anträge der Vereine künftig wieder „voll ausgezahlt werden“, wie Günter Scheidt für die CDU-Fraktion im Jugend- und Sozialausschuss beantragte. Alle Fraktionen stimmten zu.

Der Kreis Aachen gewährte im vergangenen Jahr weitere Zuschüsse. 3936 Euro gab es für Sportförderung. So hat die Tanzwerkstatt Simmerath 371 Euro für einen Tanzteppich erhalten, der SV Roland Rollesbroich 460 Euro für zwei Jugendtore. Der Kreis Aachen fördert die Jugendarbeit weiterhin, so gab es zum Beispiel im vergangenen Jahr mehr als 22 000 Euro für unterschiedliche Angebote wie Ferienspiele und Anti-Gewalt-Training.

Die Pauschalförderung der Jugendarbeit durch den Kreis machte im vergangenen Jahr in der Gemeinde Simmerath 7304 Euro aus, dazu kamen noch 37 000 Euro für Ferienfreizeiten und Projekte wie das Jugendcafé in Simmerath.

„Hervorragend aufgehoben“

Der Jugendbericht der Verwaltung mache deutlich, wie umfangreich die Jugendarbeit sei, da werde „viel für die Jugendlichen getan“, die Kinder und Jugendlichen seien „hervorragend aufgehoben“, stellte Günter Scheidt lobend fest.

Die Vereine aber sind, so Günter Scheidt, das „Hauptstandbein“ der Jugendarbeit, doch auch in der „offenen Jugendarbeit“ werde „hervorragende Arbeit geleistet“.

Dabei würdigte Scheidt vor allem das große Engagement von Heidi El Hallani.

Sie ist die Streetworkerin für den Bereich Monschau, Simmerath und Roetgen. Im Rahmen ihrer Tätigkeit sucht sie Jugendliche an ihren Treffpunkten und in den Schulen auf, sie ist die Ansprecherpartnerin bei Problemen und Fragen.

Der Jugendbericht 2008 listet auf: In der Gemeinde Simmerath sind 118 Vereine registriert. Bei 3683 gemeldeten Kindern und Jugendlichen bestehen 5693 Mitgliedschaften. Weil nicht alle Vereine auf eine Befragung geantwortet haben, rechnet Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns damit, dass die Zahl der Kinder und Jugendlichen in den Vereinen insgesamt bei „über 6000“ liegt. Dies bedeutet, so Hermanns, dass etwa 80 Prozent der jungen Leute mindestens in zwei Vereinen gemeldet sind.

Die Vereine, so stellt die Verwaltung in ihrem Bericht heraus, gewährleisten eine „vielfältige Angebotspalette“ und damit eine „sinnvolle Möglichkeit der Freizeitgestaltung“. Mehr noch, „die Vereine bieten Kindern und Jugendlichen gesellschaftliche Rahmenbedingungen, die für die meisten Jugendlichen eine Jugendsozialarbeit entbehrlich macht. Gerade die Kontakte innerhalb der Vereine fördern das soziale Engagement“.

Neue Leiterin gesucht

Doch auch Jugendliche, die sich nicht an einen Verein binden wollen, haben gute Möglichkeiten, ihre Freizeit zu gestalten. Für das Jugendcafé (Simmerather Jugendtreff“) im Haus an der Bickerather Straße 1 sucht der Vereins „Jugendaktiv Simmerath“ eine neue pädagogische Leiterin. Am Freizeitangebot des Jugendcafés nehmen regelmäßig etwa 40 junge Menschen im Alter von 13 bis 25 Jahren teil. (dm)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

Kesternich

Ortsumgehung Kesternich:
Schutz für Menschen oder bedrohte Tiere?

Von Andreas Gabbert | 10.06.2009

Ein heißes Eisen, das in Kesternich zurzeit diskutiert wird, ist die geplante Ortsumgehung. Insbesondere die Anwohner der viel befahrenen Bundesstraße B266 wünschen sich lieber heute als morgen eine Umgehungsstraße.

Um sich über den Stand der Planungen zu informieren, hatten sich jetzt circa 85 Interessierte zu einer Bürgerinformation in der Aula der Hauptschule Simmerath eingefunden.

Das Ziel der Veranstaltung sei, vor dem regulären Verfahren zu informieren und die Einwände und Vorschläge der Betroffenen zu hören, um sie in alle Schritte einzubeziehen. «Wir spielen da absolut mit offenen Karten», erklärte der Beigeordnete der Gemeinde Simmerath, Karl-Heinz Hermanns.

Der Vertreter der Verwaltung machte deutlich, dass die Gemeinde die Planungen zwar nicht im Detail mitbestimmen könne, dass es aber ohne die Zustimmung der Gemeinde keine Ortsumgehung geben werde. Die Verwaltung sehe in der Umgehung «eine Chance für Kesternich». Es dürfe aber innerhalb des Ortes nicht zu einer Verlagerung der Probleme kommen. «Es muss auch wirklich etwas Positives für die Kesternicher ´rauskommen.»

Eine Variante, die weit um die Ortschaft herum führe, sei für die Bevölkerung sicher die beste Lösung, aber aus ökologischen (Stichwort Feuerfalter) und finanziellen (Brückenbau) Gründen nicht machbar, erläuterte Christoph Jansen von Straßen NRW.

Querverbindung nicht möglich

Nach den Plänen des Landesbetriebs wird die Umgehungsstraße auf der Straucher Straße am Ortseingang beginnen und nördlich der Ortslage verlaufen. Bis auf 100 Meter soll die Trasse im Bereich Im Sief und Nordstraße an die Bebauung heranreichen und schließlich an die Rurberger Straße (L166) angeschlossen werden.

Eine Querverbindung von dort zur Bundesstraße B266 scheint nicht möglich, weil bedrohte Tierarten (Fledermäuse, Vögel) in diesem Bereich gefunden wurden. Wenn es eine Alternative wie die vorhandene L166 gäbe, sei dies «in der Regel ein K.o.-Kriterium», sagte Jansen. Gleichzeitig habe ein Gutachter festgestellt, dass die Belastung für die Anwohner des Knotenpunktes Rurberger/Bundesstraße zumutbar sei. An diesem Punkt ergebe sich für die Anwohner eine Mehrbelastung von 1200 Fahrzeugen pro Tag. Diese Zahl wurde von den Betroffenen angezweifelt, der Verkehr werde sich verdrei- oder vervierfachen, lautete ihre Einschätzung.

Eine Anwohnerin aus der Straucher Straße hatte einen mehrseitigen Vortrag vorbereitet, in dem sie die Gründe ihrer Wohnungswahl und die Folgen einer Umgehungstraße für sie darstellte. In Richtung der Anwohner der Bundesstraße sagte sie, man habe sich bewusst entschieden, dort zu leben, die Verkehrssituation sei nicht neu. «Wenn es eine Ortsumgehung geben sollte, dann möglichst weit weg zum Vorteil aller Kesternicher Bürger, lautete ihr Fazit. Die Reaktionen reichten von Beifall bis zu Kopfschütteln.

Anwohner der Rurberger Straße sprachen von einer Farce, schließlich betrage der Abstand dort lediglich 30 bis 50 Meter. Ein Bürger lud dazu ein, sich die Situation vor Ort auf seinem Balkon anzusehen.

Im Vergleich zu sieben Metern Abstand an der Bundestraße seien 50 Meter schon viel, erklärte Ortsvorsteher Ulrich Offermann. Die meisten Betroffenen an der Bundestraße seien dort geboren und hätten ihre Elternhäuser übernommen und instandgehalten. «Sonst ständen da heute Ruinen», sagte Offermann und betonte, dass man auch an diese Menschen denken müsse. Viel Applaus erntete ein Bürger mit der Aussage, dass zwei Drittel der Einwohner profitieren würden.

«Das Argument des Naturschutzes ist vorgeschoben, in Wahrheit reden wir hier doch über die Kosten», sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Gregor Harzheim. Beim Thema Artenschutz spielten Kosten keine Rolle, hielt Christoph Jansen entgegen.

Harzheim wollte schließlich wissen, welche Behörde für diese Entscheidung verantwortlich sei; die europäische Rechtsprechung jedenfalls ließe den nationalen Regierungen Entscheidungsspielräume. Verantwortlich für die Entscheidung im Sinne des Artenschutzes seien die Landschaftbehörden, antwortete der Vertreter des Landesbetriebs.

Bernd Goffart, CDU-Ratsvertreter aus Kesternich, sah auch eher eine Kostenfrage im Vordergrund. Er zeigte sich froh darüber, «dass hier nicht zwei Gruppen aufeinander treffen», sondern gemeinsam nach einer Lösung gesucht werde. In der Vergangenheit sei in der Eifel «oftmals Unmögliches möglich gemacht» worden. Deshalb könne er sich auch vorstellen, dass etwa ein möglicher Problembaum nicht lange stehen bleiben würde. Man müsse «alle Möglichkeiten nutzen», erklärte Bernd Goffart und bat Gregor Harzheim, seine Verbindungen zu Parteigenosse Achim Großmann im Bundeverkehrsministerium zu nutzen.

Einig waren sich alle Beteiligten, dass der Schutz von Menschen über den Bedürfnissen des Artenschutzes anzusiedeln sei.

Lärmschutz

Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns regte an, eine Gesprächsrunde mit dem Bundesverkehrsministerium, der Bezirksregierung als höhere Landschaftsbehörde, dem Kreis Aachen als untere Landschaftsbehörde, dem Landesbetrieb Straßenbau und der Gemeinde Simmerath zu organisieren, um zu sehen, inwieweit der Artenschutz wirklich ein Hinderungsgrund für eine Weiterführung der Trasse sei. Zum Thema Lärmschutz wollte Christoph Jansen an diesem Abend keine Angaben machen. Dies sei beim derzeitigen Stand der Planungen noch nicht möglich.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Nordeifel

Europawahl
„Das war kein guter Tag für die CDU in der Eifel“

Der Tag nach der Wahl ist der Tag der Analysen und der kritischen Selbstbetrachtung. Die Lokalredaktion fragte bei Kommunalpolitikern in der Eifel nach.

Alexander Lenders, CDU Monschau: Das war kein guter Tag für die CDU in der Eifel. Mit dem Ergebnis können wir nicht zufrieden sein. Jedes CDU-Ergebnis unter 50 Prozent ist für uns eine Enttäuschung. Das wollen wir zur Kommunalwahl und Bundestagswahl wieder ändern. Mit Magga Ritter und Angela Merkel dürfte uns das gelingen. Man muss aber festhalten, dass wir dennoch alle Wahlkreise direkt gewonnen hätten. Die FDP ist mit ihrer Spitzenkandidatin offenbar auch in der Eifel gut angekommen.

Brigitte Olschewski, SPD Monschau: Wir dürfen zufrieden sein. Die SPD hat in fast allen Orten hinzugewonnen, und die CDU ist im Stadtgebiet erstmals unter 50 Prozent gerutscht. Wir hoffen, dass sich dieser positive Trend auch bei der Kommunalwahl fortsetzt. Für den weiteren Wahlkampf wird uns dieses Ergebnis einen Motivationsschub geben.

Hermann-Josef Bongard, FDP Simmerath: Wir freuen uns über ein wirklich sehr gutes Ergebnis sowohl in Simmerath wie auch im gesamten Kreis Aachen. Darauf kann man schon ein wenig stolz sein, und wir sehen uns ganz klar für die Kommunalwahl im Aufwind. Die SPD hat sich mit ihrer Wahlkampfstrategie, andere zu diffamieren, offenbar geschadet; außerdem kann man nicht jeden Betrieb retten.

Manfred Sawallich, SPD Simmerath: Die leichten Zugewinne in Simmerath sind für uns erfreulich. Wir betrachten das Ergebnis als solides Fundament und sehen darin auch ein positives Signal für die Kommunalwahl und unseren Spitzenkandidaten Gregor Harzheim. Wir sehen uns gut aufgestellt für die Zukunft und möchten im Kommunalwahlkampf daher auch nicht so sehr auf Konfrontation setzen.

Werner Krickel, Grüne Monschau: Wir sind mit dem leicht verbesserten Ergebnis in Monschau sehr zufrieden. Diese Stabilität zeigt, dass die Grünen nun wohl endgültig zu einer ganz normale Alternative für den Wähler geworden sind. Das Ergebnis zeigt uns aber auch, dass noch mehr Potenzial vorhanden ist, und daher bei der Kommunalwahl nun für uns ein drittes Ratsmandat in greifbare Nähe rückt.

Stephan Speitkamp, CDU Roetgen: Die Verluste in Roetgen sind vergleichbar mit den CDU-Verlusten in den beiden anderen Eifelkommunen. Wir hätten uns ein besseres Ergebnis gewünscht, aber wir fühlen uns auch nicht vom Wähler abgestraft. Immerhin hätten wir zwölf von 13 Wahlbezirken noch direkt geholt. Daher besteht kein Grund, in Pessimismus zu verfallen. Jetzt gilt es, für die Kommunalwahl unsere Kandidaten in den Blickpunkt zu rücken.

Dietmar Schütteler, Die Linke: Wir haben unseren Stimmenanteil gut ausgebaut, auch wenn es schwer ist, unsere Wähler für eine Europawahl zu gewinnen. Insgesamt nehmen wir positive Signale für die Kommunalwahl mit.

Manfred Eis, SPD Roetgen: Die SPD Roetgen hat in der gesamten Region den stärksten Zuwachs zu verzeichnen. Dieses Ergebnis gibt uns mächtig Auftrieb. Was mich wundert ist, dass die CDU in den ländlichen Regionen so stark verloren hat. Ich bezweifle, dass der Wähler nur die Europawahl im Blick hatte. Da spielte auch die Kommunalpolitik eine Rolle. Unser Spitzenkandidat Martin Schulz dürfte am positiven Effekt für Roetgen seinen Anteil haben.

Hans-Josef Hilsenbeck, CDU Simmerath: Über das Ausmaß der Verluste bin schon überrascht. Offenbar schlägt beim Wähler die Enttäuschung durch, was sich auch an der mäßigen Wahlbeteiligung zeigt. Jetzt müssen wir das Ergebnis analysieren, um dann mit neuer Motivation in den Kommunalwahlkampf einzusteigen. Wir müssen uns jetzt anstrengen, um als CDU deutlich zu machen, dass wir in den Dörfern die besseren Wege aufzeigen. (P. St.)


In der Eifel ist die SPD bei den Gewinnern

Die Europawahl im Rückblick: Die CDU kann ihr Traumergebnis von 2004 bei weitem nicht halten. Die Liberalen haben auch in der Eifel gut lachen.

Nordeifel. Deutliche Verluste bei der CDU in der Eifel, die sogar über dem Bundesdurchschnitt liegen und Zugewinne bei der SPD, was ebenfalls dem Trend entgegenläuft: So stellt sich das Ergebnis der Europawahl in der Eifel dar. Der große Gewinner ist auch in den drei Südkreiskommunen die FDP, und die Grünen stabilisieren ihre Position.

In Simmerath baute die CDU um 10,2 Prozent ab, in Roetgen lagen die Verluste bei 11,6 Prozent, und in Monschau gab es gar einen kleinen Absturz in Höhe 13,3 Prozent.

Über die 50 Prozent-Marke

Dass die CDU nicht mehr ihr riesiges Ergebnis von 2004 würde wiederholen können, war klar, denn die zurückliegende Wahl ist schließlich noch als Anti-Schröder-Wahl in Erinnerung.

Wenn aber die CDU in Simmerath und Monschau unter die 50 Prozent-Marke fällt und damit wohl zwei Drittel-Mehrheiten in weite Ferne gerückt sind, dann stellt sich leichte Alarmstimmung ein, denn damit ist eine magische Marke geknackt worden. Und das für CDU-Ansprüche in der Eifel schwache Ergebnis (wie 33,7 in Imgenbroich oder nur 31,4 Prozent in Paustenbach) lassen erkennen, dass die Region nicht so ganz fest in CDU-Hand ist. Tröstlich bleibt für die nach wie vor unangefochten stärkste Partei aber, dass sie mit den Ergebnissen der Europawahl in Simmerath und Monschau alle Wahlbezirke und in Roetgen bis auf eine Ausnahme alle Wahlbezirke direkt gewonnen hätte. Über 60 Prozent liegen lediglich Rohren, Dedenborn und Einruhr.

Was das absolut enttäuschenden Abschneiden der SPD auf Bundesebene betrifft, ist Roetgen eine rühmliche Ausnahme. Hier haben die Sozialdemokraten kleinen Grund die Köpfe hangen zu lassen, denn eine Steigerung um 6,2 Prozent bedeutet den höchsten Zugewinn in der Region Aachen, Heinsberg und Düren, wo die Sozialdemokraten ja allgemeine leicht zulegten. Das höchste Einzelergebnis erzielte die CDU innerhalb der drei Südkreiskommunen übrigens mit 66,7 Prozent in Widdau.

Ihr höchstes Eifel-Ergebnis erzielte die SPD in einem Roetgener Bezirk mit 33,8 Prozent. Über 30 Prozent erzielt die SPD auch noch in weiteren Roetgener Bezirken, ansonsten gelingt dies nur noch in Lammersdorf-Südwest.

Die FDP erzielt ihr bestes Eifel-Ergebnis in Simmerath mit 12,7 Prozent, aber auch in den beiden Nachbarkommunen schneidet man locker zweistellig ab. Ihr höchstes Eifelergebnis erzielt die FDP übrigens in Hammer mit 25 Prozent. Da reichten genau sieben Stimmen für dieses fantastische Ergebnis.

Die Grünen sind am wenigsten von den Schwankungen berührt. Trotz knapp drei Prozent Verlust sind sie mit 17,3 Prozent in der Hochburg Roetgen nach wie vor eine mit bestimmende Kraft, und mit 33,8 Prozent erzielten sie in einem Roetgener Bezirk das höchstes Ergebnis innerhalb der Eifelkommunen.

Und was ist mit den anderen? Die Linke lässt nicht nur in der Stadt Monschau aufhorchen und kann immerhin 208 Stimmen auf sich vereinigen. Damit bleibt sie diesmal noch knapp unter der Fünf-Prozent-Marke. Auch in Roetgen legen die Linken beachtlich zu, indem die ihren Stimmenanteil gegenüber 2004 um mehr als verdreifachen, wie auch in Simmerath.

Die zahlreichen kleinen Parteien, insgesamt waren 31 Bewerber am Start, erzielten unterschiedliche Sympathien, und jeder kann für sich selbst beurteilen, ob 131 Stimmen für die Tierschutzpartei in den drei Eifelgemeinden, insgesamt 88 Stimmen für Republikaner oder vereinzelte Stimmen für andere versplitterte Interessenvereinigungen, bedeutsam sind.

In einem Punkt aber dürften sich alle politischen Vertreter einig sein: Die überall gestiegene Wahlbeteiligung in den Eifelgemeinden (Roetgen sogar über 55,5 Prozent) ist ein positives Signal, aber auch hier gibt es ein paar Ausreißer, die zudenken geben. Dass in Simmerath-Nord mit Witzerath nur 28,8 Prozent der Wahlberechtigten antraten, kann sicherlich nicht nur mit den Belastungen durch den Frühjahrsmarkt erklärt werden. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Einruhr

Erleichterung: „Nationalpark tut uns gut“
Die Übergabe der Wanderraststation in Einruhr war verbunden mit einem Rückblick auf fünf Jahre Nationalpark Eifel. Am Anfang stand auch Skepsis.

03.06.2009

Am Tag des ersten kleinen Jubiläums, das der Nationalpark Eifel feiern kann, überwog natürlich die Feierstimmung, aber auch fünf Jahre nach der Gründung darf man daran erinnern, dass durchaus ein paar Steine aus dem Weg geräumt werden mussten, ehe die Verordnung für das Großschutzgebiet erlassen werden konnte.

Ein Schluck Heilsteinwasser: Bürgermeister Hubert Breuer, Beigeordneter und CDU Bürgermeisterkandidat Karl-Heinz Hermanns, Minister für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen Eckhard Uhlenberg, re. Axel Wirtz MdL

Foto: P. Stollenwerk

Der Rückblick auf durchweg fünf gute Jahre und der Ausblick auf noch viele weitere Jahrzehnte, wo die Natur einmal ganz sich selbst überlassen werden soll, bestimmten am gestrigen Mittwoch eine Feierstunde unter freiem Himmel im Heilsteinhaus Einruhr. Das kleine Nationalpark-Jubiläum war auch ein idealer Anlass, um die soeben fertig gestellte Wanderraststation ihrer Bestimmung zu übergeben, ebenso den am gleichen Ort untergebrachten Nationalpark-Infopunkt. Dass morgen auch noch eine Briefmarke zum Nationalpark Eifel erscheint, rundet die Feierstimmung ab.

Die Wanderraststation, die täglich von 10 bis 17 Uhr benutzt werden kann, erweitert nicht nur die Infrastruktur des Heilsteinhauses, sondern soll auch Wanderern Gelegenheit bieten, sich auszuruhen, sich umzukleiden oder sich am Kaminfeuer zu wärmen.

Auch NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg war anlässlich des dreifachen Anlasses nach Einruhr gekommen – und das aus voller Überzeugung. Wer wandert schon – wie kürzlich Uhlenberg – zwei Tage am Stück bei anhaltendem Regen quer durch den Nationalpark Eifel? Also weiß der Minister, wovon er redet, wenn er erwähnt, dass der Nationalpark geeignet sei, die „Faszination Wildnis hautnah zu erleben“.

Wie bedeutsam der Nationalpark für die gesamte Region ist, machte Uhlenberg am Besucheraufzukommen deutlich. So geht eine Studie davon aus, das im Jahr 2007 rund 450 000 Menschen den Nationalpark Eifel besuchten und der Gesamt-Umsatz der Touristen bei 8,7 Millionen Euro lag. Umgerechnet entspreche diese einer Zahl von 256 Arbeitsplätzen. Wesentlich zum Image des Nationalparks trugen laut Uhlenberg die Ranger und deren von den Besuchern hoch geschätzte Führungen bei. Ihnen galt ein besonderer Dank des Ministers.

„Beste Idee der letzten Jahre“

Zuvor hatte Simmeraths Bürgermeister Hubert Breuer die rund 100 Gäste im Innenhof des Heilsteinhauses begrüßt und die Nationalparkgründung als „die beste Idee der letzten Jahre“ bezeichnet. Der Nationalpark Eifel habe einen „unwahrscheinlichen Schub für die gesamte Region“ ausgelöst.

Einruhrs Ortsvorsteher Christoph Poschen stellte fest, dass der Nationalpark-Infopunkt und die die Wanderstation geradezu beispielhaft die aufstrebende Entwicklung der Region und des Ortes Einruhr dokumentierten, was in direktem Zusammenhang mit dem fünfjährigen Bestehen des Nationalparks Eifel stehe.

Poschen räumte ein, dass man der Nationalpark-Idee zunächst reserviert gegenüber gestanden habe, und die Befürchtung exisitierte, ob man nach Abzug des Militärs nun „vom Regen in die Traufe“ komme. Heute aber könne man mit Erleichterung feststellen: „Der Nationalpark tut uns gut.“ Unter dem Strich sei es schlechthin die beste Idee der vergangenen Jahre gewesen.

Hennig Walter, der Leiter des Nationalparkforstamtes, wusste sehr wohl, dass fünf Jahre Nationalpark „für die Natur nur ein Wimpernschlag sind“. Der Nationalpark befinde sich noch in der Entwicklung, „und wir müssen noch etwas an der Natur arbeiten“. Dies sei ein spannender Prozess, und erst in etwa 30 Jahren könne sich der Mensch als „gestaltendes Element“ zurückziehen. Nach diesem Zeitraum rechne man damit, dass man bereits 87 Prozent der Fläche in die natürliche Entwicklung zurückgeben könne. 40 Prozent des 110 Quadratkilometer großen Schutzgebietes seien bereits der Natur überlassen worden.

Rückblickend auf die Gründungstage des Nationalparks Eifel stellte Walter fest: „Damals hat die gesamte Region an einem Strick gezogen, und das auch noch in die gleiche Richtung.“ (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Eicherscheid

Tempo 30 und ein Zebrastreifen für das Golddorf
Offene Vorstandssitzung des CDU-Ortsverbands Eicherscheid. Entsorgung von Grünabfällen, Konjunkturpaket, Voltaikanlagen und Bebauungsplan thematisiert.

29. Mai 2009

Für ein Stück Transparenz in der aktuellen Tagespolitik sorgte jetzt der Eicherscheider CDU-Ortsverband; er lud die Golddorfbevölkerung zu einer offenen Vorstandssitzung ein. Im Pfarrheim begrüßte Vorsitzender Michael Huppertz rund 20 Gäste, mehr als die Hälfte von ihnen Vorstandsangehörige und Unions- Funktionsträger, darunter auch Karl-Heinz Hermanns, Anwärter auf das Simmerather Bürgermeisteramt, der Dedenborner Kreistagsabgeordnete Hans-Josef Hilsenbeck und Eicherscheids Ortsvorsteher Günter Scheidt.

Fünf Themen standen zur Diskussion. Nach kontroversem Meinungsaustausch der Anwesenden beschlossen diese, der Gemeinderat möge die Einrichtung einer rund 150 Meter langen Tempo- 30-Zone in Höhe des Kindergartens an der Hauptstraße beantragen.

Ein kritischer Punkt in Eicherscheid: Der CDU-Ortsverband beantragt die Einrichtung einer Tempo 30-Zone vor dem Kindergarten „Brummkreisel“. Foto: Manfred Schmitz

Eine solche Initiative war bereits vor mehr als zehn Jahren gescheitert; sogar der damalige Eicherscheider Pfarrer, Heribert Lennartz, hatte im Gottesdienst einen Aufruf besorgter Eltern mit dem Appell zur Geschwindigkeitsbegrenzung verlesen, um die Sicherheit der Kindergarten- Schützlinge auf ihrem Hin- und Rückweg zu gewährleisten. Gezielte Beobachtungen ergaben seinerseits freilich, dass manche der Antrag stellenden Mütter und Väter zu allzu schnellen Dorfflitzern wurden, sobald sie ihre Sprösslinge mit dem Auto an der Tagesstätte abgesetzt hatten. Diesmal machten Limit-Skeptiker unter den Anwesenden deutlich, die Parkplatzsituation rund um den Kindergarten sei zuweilen mehr als abenteuerlich und damit gefährlicher als Tempo 50 : „Oft wird sogar die Feuerwehrzufahrt von Pkw versperrt.“

In diesem Zusammenhang wurde auch der Sinn einer möglichen Querungshilfe (Zebrastreifen) in Erwägung gezogen und ein Begehren der Anwohner am „Fingert“ geschildert, die sich die Anbringung eines Spiegels wünschen, um die Gefahr im Mündungsbereich ihres Weges in die Hauptstraße zu minimieren.

Zum Komplex Entsorgung von Grünabfällen, Heckenschnitt und Laub kündigte Beigeordneter KarlHeinz Hermanns an, ab kommendem Herbst würden den Bürgern in einem Pilotprojekt 80 Liter fassende, verrottbare Zellstoffsäcke zur Verfügung gestellt, die – mit welkem Blattwerk gefüllt – vor den Grundstücken deponiert, dort abgeholt und entsorgt werden sollen. Kostenpunkt für die Nutzer: 1,89 Euro pro Riesentüte. Hermanns sagte, für die umweltverträgliche Beseitigung von Grünabfällen (Grasmahd) und holzhaltigem Heckenschnitt liefen auf kommunaler Ebene Lösungsversuche, „die technisch machbar, für die Bürger vertretbar und bezahlbar sein müssen“. Zudem verwies Hermanns auf die Erlaubnis, zu gewissen Zeiten (zwei Stunden täglich) organischen Grünabfall zu verbrennen.

480 000 Euro stehen der Gemeinde Simmerath zur Verbesserung ihrer Bildungseinrichtungen wie Schulen und Kindergärten zur Verfügung; weitere 811 000 Euro wurden aus dem Konjunkturpaket II zugunsten infrastruktureller Maßnahmen bewilligt. Ortsvorsteher Scheidt regte an, den Eicherscheider Anteil dieser Summen beispielsweise zur Sanierung des Gemeinschaftshauses zu verwenden und den Tourismus zu fördern. So sei ein reizvoller Heckenweg rund um Eicherscheid mit Hinweis auf Sehenswürdigkeiten und Nordeifeler Traditionen (Darstellung landwirtschaftlicher Berufe) wünschenswert. Überdies, regte Scheidt an, könnte der Sportverein Germania seine Leichtathletik-Anlage sanieren. Das idyllische „Gässchen“, Verbindung von Kirche zum Spiel- und Freizeitgelände Holzsattlerplatz, lasse sich zum beschaulichen Spazierweg ausbauen.

Gute Kunde hatte Hans-Josef Hilsenbeck für seine Zuhörer. Er berichtete, die Eicherscheider dürften sich auf einen beschleunigten Internetzugang freuen; eine entsprechende Zusage der Telekom liege vor. Breitbandversorgung mittels Glasfaserkabeln werde die Anschlussdichte für die Ortschaften Eicherscheid, Huppenbroich, Hammer und Teile Lammersdorfs nun rasch realisieren.

Eine von der Raiffeisenbank und den Kommunen Simmerath und Roetgen zu gründende Genossenschaft bereite die Installation von energiefördernden Photovoltaikanlagen vor. Mit Einlagen von mindestens 5000 Euro können sich private Anteilseigner beteiligen. Die Gesellschaft möchte große Dachflächen von gemeindeeigenen Gebäuden (Schulen zum Beispiel), Bauernhöfen oder Gewerbebetrieben zwecks Gewinnung und Nutzung von Sonnenenergie anpachten: „Wir wünschen uns eine breite Bürgerbeteiligung“ (Hermanns).

Punkt fünf der Tagesordnung widmete sich der Aufstellung bzw. Änderung des Flächennutzungs- und Bebauungsplan des Dorfes und seiner Weiterentwicklung. Betroffen sind Areale und Parzellen im Sportplatzbereich, an der Breitestraße und zum Belgenbach. Karl-Heinz Hermanns kündigte an, der jetzt amtierende Gemeinderat möchte die modifizierte Planung noch in dieser Legislaturperiode, sie endet am 20. Oktober, beschließen.

Dies geschehe im harmonischen Miteinander mit den Bürgern; Beratungen mit ihrer Beteiligung fanden bereits zu Jahresbeginn statt, eine weitere Sitzung stehe bevor. (M. S.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

Kraremann-Karree: «Vertrauen in den Standort Simmerath»

21.05.2009

Die Baumaßnahme hat sich bereits seit längerer Zeit angekündigt - am Dienstag nun gab es offiziell den ersten Spatenstich am Simmerather Karemann-Karree, für das ein Jahr Bauzeit eingeplant ist. Das neue Geschäfts- und Wohnhaus entsteht an der Robert Koch-Straße.

Hierfür wird etwa die Hälfte der vorhandenen öffentlichen Parkflächen in Anspruch genommen. Mit der Übergabe eines neuen Parkplatzes an der Quadfliegstraße wurde Ersatz für die rund 70 wegfallenden Stellflächen geschaffen.

Baubeginn war am Dienstag ganz offiziell am Kraremann-Karree in Simmerath. Planer Axel Contrael, Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns und Projektentwickler Stephan Schepers (vorne v. li.) griffen zum Spaten. Foto: Ralf Huppertz

«Nachdem die Kanalarbeiten fertig gestellt sind, steht einem pünktlichen Baubeginn nichts mehr im Wege», freute sich Stefan Schepers, der Initiator des Projektes. Der pünktliche Baustart sei für ihn sowie für die Investoren besonders wichtig, schließlich habe man den Mietern der Gewerbeflächen im Erdgeschoss Übergabetermine im Frühjahr des nächsten Jahres vertraglich zugesichert.

Die schnelle Umsetzung des Projektes von der Idee über die Vorplanung und der Entwicklung des Bebauungsplans sei der guten Zusammenarbeit zwischen Investor, Projektentwickler und Gemeinde zuzuschreiben. «Die Gemeinde hat uns in allen Gesichtspunkten unterstützt. So macht Projektentwicklung Spaß», lobte Schepers vor allem den Einsatz von Bürgermeister Breuer und des Beigeordneten Karl-Heinz Hermanns.

Neben etwa 30 neuen Arbeitsplätzen, die durch das Gewerbe im Erdgeschoss entstehen, wird durch die darüber liegenden Wohnungen auch das Wohnraumangebot im Zentrum von Simmerath erweitert.

Die Gesamtvolumen des Projektes, das die Simo GmbH, die als Bauherrin auftritt, in den Standort investiert hat, beläuft sich auf ca. 5,2 Millionen Euro. Diese große Investition zeige vor allem, «wie viel Vertrauen dem Standort Simmerath entgegen gebracht wird, betont Stefan Schepers.

Das Angebot an öffentlichen Parkplätzen im Zentrum wird im Zuge der Errichtung des Kraremann-Karrees in der Summe verbessert. Von den bisher 150 Parkplätzen an der Robert-Koch-Straße werden zwar viele wegfallen, dafür aber ist der erwähnte Ersatz an Quadfliegstraße mit 80 Stellplätzen in unmittelbarer Nähe zum Krankenhaus entstanden. Nach Fertigstellung des Kraremann-Karrees werden der Öffentlichkeit somit insgesamt 154 Stellplätze zur Verfügung stehen, weitere 20 Tiefgaragenstellplätze sind für die Nutzung durch die Wohnungseigentümer der neuen Eigentumswohnungen vorgesehen.

Von den 23 geplanten Wohnungen im Gebäudekomplex sind bereits sechs verkauft, vier weitere Beurkundungen stehen unmittelbar bevor.

Der Simmerather Beigeordnete Karl-Heinz Hermanns freute sich über die Schaffung weiterer ortsnaher Arbeitsplätze, die Schaffung von zentral gelegenem Wohnraum und die «Optimierung der Einkaufsmöglichkeiten.»

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

Monschauer Schulen profitieren vom Wahlkampf in Simmerath
CDU-Ortsverband Simmerath spendet an Realschulen und Gymnasium

21.05.2009

Monschau. Außergewöhnliche Wege hat die Simmerather CDU im Wahlkampf eingeschlagen. Der Vorstand des Ortsverbandes und der Bürgermeisterkandidat der CDU, Karl-Heinz Hermanns waren jetzt nach Monschau gekommen, um den Fördervereinen der Elwin-Christoffel-Realschule, der St. Ursula Mädchenrealschule und des St. Michael Gymnasiums je 500 Euro zu überreichen.

„Nichts Ehrenrühriges“

„Natürlich ist das Wahlkampf, aber ein sinnvoller“, erklärte Hermanns. Wahlkampf bedeute die Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner, im Falle der CDU aber auch Einsatz für Kinder. Daran sei „nichts Ehrenrühriges“. Man wolle zeigen, dass man sich bewusst sei, dass viele Kinder aus der Gemeinde Simmerath Monschauer Schulen besuchten. Gleichzeitig wolle man sich für die in den Schulen geleistete Arbeit bedanken und ein Zeichen setzen, dass man als Region denken müsse. In der Gemeinde Simmerath hätten alle Parteien beschlossen, die Plakatflächen für den Wahlkampf zu begrenzen. Dadurch seien Einsparungen möglich gewesen, die der CDU-Ortsverband nun an die Schulen weiterleite, erklärte Bernd Goffart, der CDU-Gemeindeverbands-Vorsitzende.

Als „gute Idee“ bezeichnete der Direktor der Elwin-Christoffel-Realschule, Peter Groten, die Aktion. „Wir wissen alle, dass ohne die Fördervereine vieles nicht machbar wäre“, sagte Groten. Sie arbeiteten meist im Stillen, bewirkten aber viel. Das St. Michael Gymnasium will das Geld in neue Sitzgelegenheiten investieren, die ECR möchte die Sozialarbeit in der Schule stärken und die Mädchenrealschule will damit die Einrichtung des Informatikraumes erweitern.

Doch nicht nur die Monschauer Schulen sollen profitieren, auch das Gymnasium in Vossenack und die Kindergärten in der Gemeinde Simmerath sollen eine Spende erhalten.

Keine Zusammenlegung

Hermanns erklärte, dass man in Zukunft verstärkt regional denken und handeln müsse. „Das macht Sinn.“ Eine Zusammenlegung der Hauptschulen der beiden Kommunen sei allerdings ebenso wenig ein Thema, wie eine eigene Realschule für die Gemeinde Simmerath. (ag)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

Den ersten Schritt für das Kraremann-Karree vollzogen
Neuer Parkplatz hinter dem Krankenhaus Simmerath für Verkehr freigegeben

19.05.2009

Es wäre nicht unpassend gewesen, den neuen Parkplatz an der Simmerather Quadfliegstraße mit dem offiziellen Durchtrennen eines Absperrbandes zu eröffnen, aber das hätte manchem Autofahrer vorübergehend die Möglichkeit genommen, das neue Areal bereits zu nutzen. Also brachte Projektentwickler Stefan Schepers einen Besen mit, der symbolisch zur Übergabe des neuen Platzes an Simmeraths Bürgermeister Hubert Breuer und Karl-Josef Müller vom Tiefbauamt überreicht wurde.

80 Pkw-Plätze sind auf dem ehemals verwilderten Grundstück in Top-Lage entstanden. Von hier aus ist ein direkter Zugang zu Altenheim und St. Brigida-Krankenhaus möglich. Der Weg zum Krankenhaus ist für Mitarbeiter und Besucher übrigens kürzer als von den Parkplätzen an der Robert-Koch-Straße aus. Der neue Parkplatz bietet zudem weiter Vorteile: Man kann ihn zeitlich unbegrenzt nutzen und eine Bundesstraße muss auch nicht überquert werden.

Gestern wurde der Parkplatz seiner Bestimmung übergeben, und neue Hinweisschilder an der Hauptstraße werden auch den Ortsunkundigen hierhin führen.

Schon vor 30 Jahren sei diese in Privatbesitz befindliche Fläche als Parkplatz ausgewiesen worden. „Nun sind wir froh, dass die Entwicklung so gekommen ist“, freute sich der Bürgermeister.

Für Projektentwickler Stefan Schepers (Simo GmbH) ist mit dem Parkplatzbau der erste Baustein für das Kraremann-Karree gelegt worden. Der erste Spatenstich des Geschäftshauses, das auf dem bisherigen Parkplatz an der Robert Koch-Straße geplant ist, soll in Kürze erfolgen. Zurzeit werden die Kanalarbeiten vorgenommen. Für die hier wegfallenden Parkplätze musste auf Kosten des Investors Ersatz geschaffen werden; so sah es die Vereinbarung mit der Gemeinde vor. In nur sechs Monaten Bauzeit ist der neue Parkplatz mit einem Kostenvolumen von 200 000 Euro entstanden.

Trotz des Bauprojekts Kraremann-Karree bleibt etwa die Hälfte der Parkplätze (in neuer Anordnung) erhalten. 72 Plätze werden weiter für für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben, wenn auch mit zeitlicher Begrenzung (zwei Stunden). Hinzu kommen noch 24 Stellplätze in der Tiefgarage, die zu den Geschäften und Wohnungen gehören. Stefan Schepers: „Damit werden wir dem Wunsch der Kundschaft gerecht, die mit dem Auto bis vors Geschäft fahren möchte.“ (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

Landet Monschaus Müll in Simmerather Tonnen?
Umweltausschuss kritisiert die neue Abfall-Kalkulation der Nachbarstadt und fürchtet Nachteile für die Gemeinde

19.05.2009

Wohin entsorgen die Bürger der Stadt Monschau ihren Müll? Zum Teil vielleicht in der Gemeinde Simmerath? Die Sorge darüber wurde nun im Simmerather Umweltausschuss zumindest unterschwellig laut. Die Kalkulation der Müllgebühr müsse eine „solide Grundlage haben“, mahnte Alex Stiel, Sprecher der CDU-Fraktion im Umweltausschuss. Eine Kalkulation ohne „solide Grundlage“ sei eine „gefährliche Sache“, sagte Stiel, der sich dann „über die Kalkulation in Monschau sehr wunderte“.

In der Zeitung hatte Alex Stiel gelesen, beim Restmüll gehe die Stadt Monschau in der Kalkulation der Gebühr von einem Gewicht von etwa 50 Kilogramm je Bürger aus. (Seit Beginn des Monates Mai wird in der Stadt Monschau der Müll in jeder Mülltonne gewogen und dann nach Gewicht abgerechnet).

Die Grundgebühr für ein 60-Liter-Gefäß wurde in Monschau auf 38,80 Euro festgesetzt. Im vergangenen Jahr lag die Gebühr für ein 50-Liter-Gefäß bei fast 160 Euro. Zur neuen Grundgebühr von 38,80 Euro kommt noch eine Gebühr von 28 Cent je Kilo Müll, wobei in den aktuellen Gebührenbescheiden von einer Müllmenge von 60 Kilo je Bürger ausgegangen wird, was einer Gebühr von 33,60 Euro entspricht.

Aus der Statistik, die Abfallberater Georg Kleinen nun für Simmerath vorstellte, waren auch die Zahlen aus der Stadt Monschau (wie von allen Kommunen im Kreis Aachen) aufgelistet. Danach war in Monschau im vergangenen Jahr eine Restmüll-Menge von rund 140 Kilo je Bürger angefallen. „Wie ist es möglich, dass nun je Bürger mit 90 Kilo weniger Restmüll kalkuliert wird?“, lautete die Frage im Simmerather Umweltausschuss, zu der Abfallberater Georg Kleinen sich nicht äußern wollte. „Wo geht der Rest des Restmülls hin?“ Die Sorge in Simmerath: Ein Teil des Mülls der Bürger aus Monschau könnte irgendwie in den Tonnen von Bürgern der Gemeinde Simmerath landen.

122 Kilo pro Einwohner

Je Bürger in der Gemeinde Simmerath notierte der Abfallberater für das Jahr 2008 an Hausmüll 122 Kilo, das sind 7,6 Kilo je Einwohner weniger als im Jahr zuvor. „Die Bürger wissen, dass gutes Sortieren Vorteile bringt“, freute sich Alex Stiel über den Rückgang beim kommunalen Hausmüll, der zusammen 1904 Tonnen auf die Wage brachte, das sind 35,7 Prozent des gesamten Müllaufkommens in der Gemeinde. An Wertstoffen wurden 2302 Tonnen entsorgt, darunter 1299 Tonnen Papier und 370 Tonnen Glas. Der Sperrmüll hatte ein Gewicht von 261 Tonnen (380 Tonnen im Jahr zuvor). Beim Hausmüll liegt der Durchschnitt im Kreis Aachen bei 134 Tonnen, damit liegt die Gemeinde Simmerath mit 122 Tonnen zwölf Tonnen unter dem Kreisdurchschnitt.

Alle Müll-Fraktionen zusammen betrachtet, hat im vergangenen Jahr jeder Simmerather Bürger (15 613 Einwohner) 341,6 Kilo Müll gemacht.

Noch ein paar Zahlen aus der Statistik für die Gemeinde Simmerath: Je Bürger wurden 83,2 Kilo Altpapier entsorgt (der Kreisdurchschnitt liegt bei 77,6 kg); an Altglas kamen in den Containern 370 Tonnen zusammen, das entspricht einer Menge von 23,7 Kilo je Bürger.

Die Verwaltung beklagt abermals, dass einige Container-Standorte in der Gemeinde erheblich verschmutzt sind, weil dort widerrechtlich Müll abgelagert wird. Die Personal- und Entsorgungskosten des wilden Mülls müssen die Bürger insgesamt über die Müllgebühr bezahlen.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

Neues Angebot
Simmerath bietet ab Herbst den Laubsack an

15.05.2009

Ein neues Angebot der Gemeinde an ihre Bürger, die künftig das Laub aus den Hecken und von den Bäumen entsorgen können: Erstmals im Herbst bietet Simmerath den Bürgern Laubsäcke an - für 1,89 Euro das Stück.

Jeder Sack kann etwa 80 Liter Laub fassen, was ungefähr einem Gewicht von 17 Kilo entspricht. Die Bürger stellen die gefüllten (verrottbaren) Laubsäcke an die Straße, dort werden sie dann von der Regioentsorgung abgeholt und in ein Kompostierwerk gebracht.

Geplant sind zunächst drei Abhol-Termine im Herbst. Das Angebot der Gemeinde ist freiwillig, niemand wird gezwungen, Laubsäcke zu kaufen und das Laub darin zu entsorgen. Die Bürger können das Laub weiter selbst kompostieren oder verbrennen.

Mit dem Thema «Sammlung und Verwertung von Grünschnitt» hat sich nun abermals der Simmerather Umweltausschuss befasst und einstimmig entschieden, «als ersten Schritt» die Sammlung von Laub über Laubsäcke anzubieten.

Weitere Themen, mit denen der Ausschuss und die Gemeinde sich demnächst erneut befassen werden: die Entsorgung von Rasen- und von Heckenschnitt sowie von Astreisig. «Eine Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen wäre hier denkbar», betonte Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns.

Im Vorfeld der Sitzung hatte die Verwaltung erörtert, wie die örtliche Bio-Anlage und das Heizkraftwerk in Simmerath bei der Entsorgung eingebunden werden können. Der Betreiber der Biogas-Anlage ist bereit, Rasenschnitt kostenlos anzunehmen und zu nutzen.

Der Rasenschnitt muss aber sortenrein und frisch (höchstens eine Woche alt) sein, denn nur frischer Rasenschnitt ist energiereich. Zudem darf der Schnitt nicht mit Laub und anderen Gartenabfällen vermischt sein.

Um die Anforderung «frisch und sortenrein» zu gewährleisten, sei eine «personalintensive Kontrolle bei der Annahme» notwendig, so die Verwaltung, die betont: Notwendig würde dann eine wöchentliche Sammlung, die aber «zusätzliche Kosten» verursacht.

Somit ist das Thema Rasenschnitt zunächst erledigt. Dies gilt vorerst auch für den Heckenschnitt und das Astreisig.

Die Biogas-Anlage und auch das Heizkraftwerk können Laub nicht verwerten, hier ist nur eine Kompostierung möglich. Die Verwaltung hatte für die Laubentsorgung zwei Modelle ausgearbeitet.

Zum einen eine flächendeckende Laubsammlung, dabei soll jeder Grundstückseigentümer fünf Laubsäcke erhalten, die Kosten würden den Bürgern über die Müllgebühr in Rechnung gestellt.

Der Ausschuss entschied sich für das andere Modell: Die Bürger erhalten die Möglichkeit, auf «freiwilliger Basis» Laubsäcke zu kaufen, zu füllen und für die Abfuhr an die Straße zu stellen.

Die Anzahl der Säcke, die ein Bürger für 1,89 Euro kaufen kann, wird dabei nicht festgelegt, sagte Alex Stiel für die CDU-Fraktion, die in der Laub-Entsorgung einen «ersten Schritt» sieht und zum Jahresende dann Bilanz ziehen will.

Die Entsorgung von Rasen- und Heckenschnitt müsse «noch überdacht» werden, sagte Alex Stiel- auch wegen der Kosten.

Beigeordneter Hermanns erklärte, die Gemeinde sei gegen «einen Schnellschuss» und wolle eine «bürgerfreundliche und bezahlbare Lösung».

Auch Robert Velz (SPD) sieht in der Laub-Entsorgung einen ersten Schritt. Er meldete aber Bedenken an: Die Verwaltung kalkuliere mit einem Bedarf von 20.000 Laubsäcken, das sei zu hoch, zumal es an «jedem dritten Haus noch eine Feuerstelle» gebe.

Die Verwaltung versicherte, dass die Anzahl der Säcke kaum Auswirkungen auf die Kalkulation habe (37.800 Euro für Säcke, Abfuhr, Entsorgung).

Martin Schiefer von den Grünen stimmte der Entsorgung auf freiwilliger Basis zwar zu, die Grünen hätten aber lieber eine flächendeckende Entsorgung. Schiefer bezweifelt die Akzeptanz des freiwilligen Angebotes, weil die Bürger «aktiv» werden müssen, um sich die Laubsäcke zu besorgen. Es wäre besser, so Schiefer, die Säcke kostenlos an die Bürger zu verteilen und dann über die Müllgebühr abzurechnen.

Auch Hannelore Schwalke (FDP) hat Zweifel am Erfolg des Angebotes, vor allem, «weil die Bürger daran gewöhnt sind, das Laub in den Wald zu kippen». Gleichwohl stimmte sie dafür, die «Laubentsorgung ein Jahr lang auf freiwilliger Basis zu probieren».

Martin Schiefer wies auf das System in der Stadt Monschau hin, die einmal in der Woche in den einzelnen Orten an zentraler Stelle Container aufstellen lasse, dort können die Bürger dann ihr Grünabfälle wie Laub, Rasen- und Heckenschnitt entsorgen. Die Kosten dafür werden über die allgemeine Müllgebühr abgerechnet. Das Container-System findet bei den Bürgern der Stadt großen Zuspruch. Durch die Grün-Container werden auch noch Arbeitsplätze geschaffen, denn betreut werden die Standorte vom Sozialwerk der Eifeler Christen. Beigeordneter Hermanns versicherte, gegenüber den Nachbar-Kommunen Monschau und Roetgen beim Thema Grünabfall-Entsorgung gesprächsbereit zu sein.

Quelle: Eifeler Zeitung

 
Simmerath

Friedhöfe
Wandel auf den Friedhöfen jetzt in die Wege leiten

14.05.2009

Auf den Friedhöfen in der Region ist vieles anderes geworden. Die Bestattungsart ist in einem Wandel begriffen. Vor allem die hohen Friedhofsgebühren sind es wohl, die diese Veränderungen begünstigen.

Die Simmerather CDU-Fraktion hat nun beantragt, eine Neugestaltung der Friedhofssatzung und der Friedhofsgebührenordnung auf den Weg zu bringen. «Nach unserem Empfinden sollte die in der Bevölkerung entstandene Diskussion über die Verfahrensregelungen auf den Friedhöfen in den politischen Gremien der Gemeinde aufgegriffen werden,» heißt es in einem Schreiben an den Bürgermeister.

Geklärt werden soll, wie sich die hohen Beerdigungsgebühren auf die Bestattungsart auswirken. «Um einen solchen Einfluss zu vermeiden, sollten die Gebühren für Erd- und Urnenbestattungen angeglichen werden, wobei allerdings die zusätzlichen Kosten der Leichenverbrennungen berücksichtigt werden müssen,» bringt die CDU schon konkrete Vorstellungen ein.

Die Befürchtung vieler älteren Mitbürger, dass nach ihrem Tode die bisher übliche Grabpflege nicht mehr gewährleistet ist, wird auch aufgegriffen. «Diese Befürchtungen werden vielfach mit fehlender Nachkommenschaft bzw. mit dem Wegzug der Kinder, aber auch damit begründet, dass von künftigen Generationen nicht erwartet wird, dass sie die bisher übliche Grabpflege weiterhin übernehmen,» heißt es weiter in dem Schreiben.

Desweiteren wünscht die CDU eine Regelung zur Beilegung von Urnen in bereits belegte Gräbern. Dies ist bisher nach Friedhofssatzung nicht möglich.

Auch soll die Möglichkeit zum Erwerb von Wahlgräbern zu jeder Zeit, also unabhängig von einer anstehenden Bestattung, ermöglicht werden.

Vor dem Beschluss die Bürger hören
Die CDU-Fraktion beantragt zum sensiblen Thema der Friedhofsgestaltung und der künftigen Beerdigungskultur abweichend von dem normalen Ablauf, dass nach Beratung des Themas in den Fachausschüssen und vor der endgültigen Beschlussfassung im Gemeinderat eine Bürgerversammlung vorgesehen wird, bei der allen Bürgern die Möglichkeit eingeräumt werden soll, sich zu dem Thema zu äußern und eigene Vorschläge zu machen.

Die CDU-Fraktion hat zunächst parteiintern den Gemeindeverband Simmerath der Seniorenunion gebeten, sich mit der Friedhofssatzung zu beschäftigen und Vorschläge für Änderungen zu unterbreiten. Die Seniorenunion ist dieser Bitte nachgekommen und hat an drei Terminen eingehend erforderliche Änderungen zur Friedhofssatzung beraten.

Entsprechend dem Ergebnis dieser Beratungen unterbreitet die CDU-Fraktion den Vorschlag, dass auf allen Friedhöfen der Gemeinde Simmerath neben den traditionellen Erd- und Urnengräbern als Bestattungsform auch zusammenhängende Gräbergruppen (ca. 8 Gräber) als Erd- oder Urnengräber ausgewiesen werden, deren Oberfläche mit Rasen, der von der Gemeinde gemäht wird, eingesät ist. Für das Gräberfeld einer Gruppe soll ein gemeinsamer Gedenkstein aufgestellt werden, an dem Platten mit den Namen der in dem Gräberfeld beerdigten Verstorbenen angebracht sind.

Auf diesem Feld kann auch anonym beerdigt werden, in diesem Falle bleibt die Platte am gemeinsamen Grabstein unbeschriftet. Blumen und Kränze sind nur direkt am Gedenkstein erlaubt. Da die Lage der einzelnen Gräber nicht mehr erkennbar sein würde, wäre Ausweisung anonymer Grabflächen dann nicht mehr erforderlich.

Außerdem macht die CDU-Fraktion den Vorschlag, dass künftig an einer Stelle auf jedem Friedhof öffentlich lesbar die Namen der Verstorbenen, deren Gräber nach Ablauf der Ruhefrist aufgehoben wurden, vermerkt werden.

Vor dem Beschluss die Bürger hören

Die CDU-Fraktion Simmerath beantragt zum sensiblen Thema der Friedhofsgestaltung und der künftigen Beerdigungskultur abweichend von dem normalen Ablauf, dass nach Beratung des Themas in den Fachausschüssen und vor der endgültigen Beschlussfassung im Gemeinderat eine Bürgerversammlung vorgesehen wird, bei der allen Bürgern die Möglichkeit eingeräumt werden soll, sich zu dem Thema zu äußern und eigene Vorschläge zu machen.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


Verkehrssituation im Gewerbegebiet wird kritischer
Im Kreuzungsbereich In den Bremen/Humboldtstraße wird ein Kreisverkehr angelegt. Verkehrserhebung vorgesehen.

14.05.2009

Ein zweites Mal befasste sich nun der Strukturausschuss mit einem Antrag der CDU zur Verbesserung der Verkehrssituation im Simmerather Gewerbegebiet. Konkret ging es dabei um zwei neuralgische Punkte.

Sicherer Fußgängerüberweg

Zum einen wird dem zuständigen Bauausschuss empfohlen, bei den anstehenden Kanalarbeiten in der Straße In den Bremen an der Einmündung in die Witzerather Straße einen sicheren, barrierefreien Fußgängerüberweg herzustellen. Dann wird die Verwaltung beauftragt alle sensiblen Kreuzungsbereiche von der Verkehrskommission überprüfen zu lassen.

Einen Schritt weiter ist man da schon bei der Einmündung der Humboldtstraße in die Straße In den Bremen. Der Verkehrsingenieur des Kreises hält es für möglich, dass hier ohne weiteren Grunderwerb und ohne Nutzung der Fußgängerwege ein Kreisverkehr mit einem Radius von acht Metern angelegt wird, also mit einem ausreichend großen Durchmesser von 16 Metern.

40 000 bis 80 000 Euro

Diese Fläche würde ausreichen, dass neben dem wegen des Schwerlastverkehrs als überfahrbar zu gestaltenden Randbereich ein Innenbereich überhöht gestaltet wird, um ein Durchqueren des Kreisels zu verhindern.

Die Kosten wurden auf 40 000 bis 80 000 Euro geschätzt, die im Haushalt für 2010 eingeplant werden müssten.

Die Polizei hat Kreuzung inzwischen als Unfallhäufungspunkt ausgemacht und sieht hier Handlungsbedarf.

Vorher aber schon sollte im Gewerbegebiet mit geschätzten Kosten von 8000 Euro eine Verkehrserhebung durchgeführt werden, um eine fundierte Verkehrsplanung zu ermöglichen. Dabei war man sich im Ausschuss klar darüber, dass die Entwicklung im Gewerbegebiet (siehe Kraremann-Karree) noch nicht abgeschlossen ist.

Dennoch empfahl der Strukturausschuss schon, nach eine positiven Beurteilung des Bauvorhabens durch die Unfallkommission, den Kreisverkehr baulich umzusetzen. Die weiteren Einzelheiten werden dann im zuständigen Bauausschuss beraten. Dabei sollen auch die Gewerbetriebe in diesem Bereich zu Gehör kommen. (Mü)

Quelle: Eifeler Zeitung

 


Bauen und sanieren für die Bildung
Mit Konjunkturprogramm will Simmerath Kindergärten sanieren. Infrastrukturmaßnahmen müssen noch warten.

12.05.2009

1,3 Millionen Euro (484 000 Euro für den Bereich Bildung und 811 000 Euro für den Schwerpunkt Infrastruktur) stehen der Gemeinde Simmerath aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung zur Verfügung. Im Bauausschuss herrschte Einigkeit darüber, dass die Mittel für die Bereiche Bildung und Infrastruktur verwendet werden sollen. Noch aber schränkt der Gesetzgeber die Verwendung der Mittel ein. Daher ist eine Änderung des Grundgesetzes (vermutlich Juli 2009) in Aussicht gestellt, wonach die Flexibilität ausgedehnt werden soll. So kümmert man sich in Simmerath zunächst einmal um den Investitionsschwerpunkt Bildung, wo 484 000 Euro zur Verfügung stehen. Diese Mittel sollen für für die Sanierung der Kindergärten in Woffelsbach, Einruhr und Rurberg verwendet werden. Weitere Mittel sollen für die energetische Sanierung der Grundschule Kesternich und des Schullandheimes Paustenbach vorgesehen werden.

Im Kindergarten Woffelsbach sollen rund 105 000 Euro investiert werden, insbesondere für Fenster, Türen, Flachdachsanierung und den Anbau eines Ruheraumes.

Im Kindergarten Rurberg sollen 90 000 investiert werden für Fenster, Türen, Wärmedämmung und die Verbesserung der Toilettenanlagen.

Für den Kindergarten Einruhr stehen 40 000 Euro zur Verfügung für Wärmedämmung und Verbesserungen im Eingangsbereich.

An der Grundschule Kesternich sind Investitionen in Höhe von 80 000 Euro vorgesehen. Diese sollen verwendet für die Dämmung des Dachbereiches im Neubau und die Verbesserungen der Toilettenanlage.

Beim Schullandheim Paustenbach sollen 100 000 Euro insbesondere für die Weiterentwicklung der behindertengerechten Ausstattung eingesetzt werden.

So kommt man auf eine Gesamtsumme von 415 000 Euro. 70 000 Euro sind aus dem Förderschwerpunkt Bildung somit noch übrig. Diese Mittel sollen als Reserve dienen, falls eine der genannten Maßnahmen sich als umfangreicher als geplant erweisen sollte.

Als „etwas zu knapp kalkuliert“ erschien Marc Topp (SPD) die Investitionen an der Grundschule Kesternich. Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns teilte dazu mit, dass bei Bedarf auf die Reservemittel zugegriffen werden könne.

Der große Anteil der Mittel aus dem Konjunkturprogramm (800 000 Euro), der für Infrastrukturmaßnahmen zur Verfügung steht, noch zur Verfügung steht, soll vorerst auf Eis gelegt werden bis die Gesetzesänderungen beschlossene Sache ist und Planungssicherheit herrscht. Dennoch hat Verwaltung bereits einige Investitionsschwerpunkte im Blick. Der ländliche Wegebau soll von den Mitteln profitieren, aber ebenso sinnvoll wird die Sanierung des Gebäudes Bickerather Straße 1 in Simmerath wie auch die Sanierung der Schwimmhalle Simmerath betrachtet. Weitere Maßnahmenvorschläge aus den Orten sind erwünscht, denn noch ist nichts beschlossen.

Einen überraschenden Vorschlag stellte Heribert Vroemen (UWG) zur Diskussion. Vor dem Hintergrund, dass das Vennbad in Monschau wegen baulicher Mängel geschlossen sei, sollte man darüber nachdenken, ob die beiden Nachbarkommunen Simmerath und Monschau nicht Am Gericht gemeinsam eine neue Schwimmhalle bauen sollten. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 


Strauch

Statt Sanierung:
Glücksfall für Strauch: Kreis baut neuen Kindergarten

12.05.2009

Eine Renovierung erscheint nicht mehr wirtschaftlich. Für das Altgebäude gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten suchen.

Eigentlich sollte der Kindergarten Strauch, der im alten Schulgebäude an der Sonnenstraße untergebracht ist, aus Mitteln des Konjunkturpaketes II saniert werden. Dann aber kam alles anderes, was sich als Glücksfall für Strauch erwiesen hat. Nachdem ein Fachbüro den Sanierungsaufwand ermittelt hatte, wurde schnell klar, dass die Gemeinde Simmerath trotz finanzieller Hilfe den Sanierungsaufwand von rund zwei Millionen Euro nicht tragen kann. In weiteren Gesprächen eröffnete der Kreis als Träger der Einrichtung die Möglichkeit, in Eigenregie ein neues Kindergartengebäude zu errichten. Diese Möglichkeit ist inzwischen Wirklichkeit, was auch der Simmerather Bauausschuss erfreut zur Kenntnis nahm. Es stehen nur noch die Beschlüsse von Kreisjugenhilfeausschuss in (Sitzung am 27. Mai) und Kreisausschuss (28. Mai) aus. Der Gemeinde würden durch das Gebäude keine Kosten mehr entstehen, lediglich die Mietzahlungen des Kreises entfällt zukünftig.

Während der Neubauphase kann der Betrieb im vorhandenen Gebäude fortgeführt werden; die Feuchtigkeitsschäden werden provisorisch durch einen Lüfter behoben. Das Außengelände wird auch weiterhin ausreichend groß sein.

Für die zukünftige Nutzung des Altbaus eröffnet sich eine weitere Chance für Strauch. Gemeinsam mit dem Ortskartell, dem Ortsvorsteher und den Vereinen soll nach Lösungsmöglichkeiten gesucht werden. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

Rathaus wird transparenter und bürgerfreundlicher

08.05.2009

Simmerath. Das Simmerather Rathaus, ein architektonisches Vorzeigeobjekt nach der kommunalen Neugliederung wird den Charme der 70er Jahre teilweise einbüßen. Der Eingangsbereich der Gemeindeverwaltung soll komplett umgebaut werden.

Mehr Transparenz und Bürgernähe lautet das Ziel der Maßnahme. Außerdem sollen mit der Umgestaltung für den Bürger und die Mitarbeiter der Verwaltung die Wege kürzer werden.

Bei der Beratung im Simmerather Bauausschuss wurde die bauliche Anpassung des Eingangsbereiches an zeitgemäße Formen der Kommunikation zwischen Bürger und Behörde ausdrücklich begrüßt, selbst wenn die Gesamtkosten in Höhe von 75.000 Euro doch für so manches Stirnrunzeln sorgten.

«Der Eingangsbereich ist die Visitenkarten des Rathauses», warb Innenarchitektin Ute Frauenkron, die auch die Nationalparktore in der Region gestaltet hat, für eine dringend notwendige Modernisierung. Es sei nicht mehr Stand der Dinge, wenn der Bürger im Eingangsbereich auf einen Mitarbeiter in einem Glaskasten treffe. Die neue transparente Gestaltung im Eingangsbereich hat zur Folge, dass der Glaskasten mit Guck- und Sprechloch abgebaut wird.

Das derzeit nicht mehr genutzte Büro der Stabsstelle (linker Hand vom Eingang) soll der künftige Empfangsbereich werden. Die geschlossene Wand wird entfernt und durch eine automatische Glasschiebetür ersetzt, die aber während der Öffnungszeiten des Rathauses durchweg offen bleiben soll. Der Kunde wird also demnächst automatisch in diesen offenen Bereich an einen Counter (Schalter) geführt. Hier trifft er direkt auf einen Ansprechpartner, und es können Geschäfte der einfachen Verwaltung erledigt werden. Im Herbst soll mit dem Umbau begonnen werden.

Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns erläuterte, dass durch die Einrichtung von zwei zusätzlichen Gebührenkassen im Einwohnermelde- und Standesamt schon jetzt mehr Bürgerfreundlichkeit geschaffen worden sei.

Alex Stiel (CDU) begrüßte es, dass «keine halben Sachen» gemacht würden, auch wenn der Umbau recht teuer sei, und auch Marc Topp (SPD) freute es, dass man im Rathaus «Abschied vom Glaskasten» nehme.

«Für die Bürger ist das ein Glückstag», stimmte auch Heribert Vroemen (UWG) in den Chor der Zustimmung ein, zumal seine Fraktion damit den Antrag auf Einrichtung eines Bürgerbüros verwirklicht sehe.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Strauch

07.05.2009

Funkmast
Mobilfunkmast: Gespräch mit O2 abwarten

Schnell abgehandelt hatte der Landschaftsbeirat beim Kreis Aachen das Thema Mobilfunkmast in Strauch, wo der Beirat über eine Befreiung zu beraten hatte. Es ging dabei um die Frage des Eingriffs in die Landschaft. Der Punkt wurde vertagt, da seitens des Betreibers O2 Signale gesendet wurden, dass zunächst noch von der Gemeinde Simmerath angeregte Gespräche über den Standort der Anlage geführt werden sollen.

Diesem Ergebnis wollte der Landschaftsbeirat man nicht vorgreifen. Die Gemeinde Simmerath hatte ihr Einvernehmen zuvor nicht erteilt. Gegen den geplanten 40 Meter hohen Mast am Sportplatz gibt es erheblichen Widerstand aus der Bevölkerung. Über 500 Unterschriften, die auch mögliche gesundheitliche Gefährdungen thematisieren, wurden gesammelt. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Strauch

Kommentar
Errichtung des Sendemastes ein Geschäft der laufenden Verwaltung?

05.05.2009

Entscheidung steht bevor
Peter Stollenwerk über geplanten Standort Strauch

Kaum irgendwo wird der Standort von Sendemasten so kontrovers und emotional wie in der Nordeifel diskutiert. Über das Thema sollen schon Familien im Streit auseinandergegangen sein.

Aktuell wird in den politischen Gremien über die Errichtung einer Basisstation für das Mobilnetz, „Telefonica O2“ beraten. Der Mobilfunkbetreiber möchte am Sportplatz Strauch einen knapp 40 Meter hohe Sendemast errichten.

Der Planungsausschuss der Gemeinde Simmerath hat nach schwieriger Abwägung sein Einvernehmen nicht erteilt, auch wohl, weil man aus politischem Anstand heraus über 500 Unterschriften, die den Standort an dieser Stelle ablehnen, nicht übergehen wollte.

Nun ist der Kreis Aachen als Baugenehmigungsbehörde in der Verantwortung. Hier betrachtet man den Bauantrag des Mobilfunkbetreibers wohl eher als Geschäft der laufenden Verwaltung. Dieser Eindruck drängt sich jedenfalls auf, wenn man die Verwaltungsvorlage zur heutigen Sitzung des Landschaftsbeirates studiert. Das beim Kreis Aachen angesiedelte beratende Gremium hat über die „Erteilung einer Befreiung“ seine Stellungnahme anzugeben. Die Kreisverwaltung macht dem Beirat seine Entscheidung überaus leicht, denn sie empfiehlt, der Befreiung zuzustimmen und liefert dazu noch eine Reihe befürwortender Argumente. Der in Gitterbauweise zu errichtende Mast füge sich in das Landschaftsbild ein, es würden standortgerechte Bäume und Sträucher am Fuße des Mastes gepflanzt, die Bodenversiegelung sei nur gering, eine bereits vorhandene Baumreihe sorge für zusätzliche Abschirmung und außerdem sei das Gelände bereits durch vorhandene Windkraftanlagen, Überlandleitungen und Flutlichtmasten des Sportplatzes überprägt.

Ja dann ist ja alles klar, zumal ja auch noch der bauliche Eingriff ins Landschaftsschutzgebiet kompensiert wird. Und wie! Eine mit Fichten bestandene Fläche im Tiefenbachtal wird abgeholzt und einen standortgerechten Laubwald überführt. Da freut sich aber die Natur. Was für ein ökologischer Gewinn! Mit dem Abholzen von Fichten kann man in der Eifel also richtig Ökopunkte sammeln.

Doch zurück nach Strauch: Es gibt hier nicht wenige Bürger, die sich weniger um das Landschaftsbild sorgen als vielmehr um mögliche gesundheitliche Gefahren und dem Wertverlust von Grundbesitz, den ein benachbarter Sendemast auslösen kann. Davon steht übrigens nichts in der Vorlage.

Der Antragsteller O2 steht baurechtlich auf der sicheren Seite, nur beim Thema Landschaftsschutz könnte man den Hebel ansetzen.

Der Landschaftsbeirat ist ein unabhängiges Gremium, sund es gibt genügend Beispiele, wo er bei Eingriffen in die Landschaft äußerst empfindlich reagiert hat. Warum sollte er seinen Spielraum nicht ausnutzen?

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Rurberg

Besuch: Wolfgang Bosbach
Gefeierte Premiere in Simmerath

Wolfgang Bosbach, der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Bundestagsfraktion, begeistert die Eifeler Parteifreunde.

Foto: Peter Stollenwerk

Rurberg. „Ich bin zum ersten Mal in meinem Leben in Simmerath“, bekannte Wolfgang Bosbach, seit dem Jahr 2000 stellvertretender Vorsitzender der CDU-Bundestagsfraktion in Berlin. Dem 56-jährigen aus Bergisch-Gladbach dürfte sein Montagabendbesuch am Rursee wohl nicht nur wegen der schönen Aussicht in guter Erinnerung bleiben, denn bis zum letzten Satz lauschten die Parteifreunde ebenso konzentriert wie begeistert dem rhetorisch gewandten und mitreißenden Redner Bosbach.

Vor rund 200 Gästen im noch nicht ganz fertig gestellten Antoniushof verzichtete der 56-Jährige auf stramme Parteiverlautbarungen, stattdessen startete er ohne vorbereitetes Redekonzept zu einem schwungvollen Orientierungslauf durch Geschichte, Gesellschaft und Politik, angereichert mit Anekdoten und feinen Attacken.

Auf Einladung des Simmerather CDU-Bürgermeister-Kandidaten hatte Wolfgang Bosbach nach leicht abenteuerlicher Fahrt mit etwas Verspätung den Weg an den Rurberger Badesee gefunden.

Die anhaltende Wirtschafts- und Finanzkrise bildete auch für den CDU-Politiker den Einstieg in seinen Exkurs. Hier schloss er sich sich allerdings nicht der depressiven Grundstimmung im Lande an, sondern gab ein wenig praktische Lebenshilfe, wie man auch mit Optimismus das Dasein in der Talsohle betrachten kann. Er könne keine „Bürgerkriegsähnlichen Zustände“ erkennen, sondern erinnerte an große Gemeinschaftsleistungen in Krisenzeiten wie zu Beginn der Gründung der Bundesrepublik Deutschland oder in der Phase der Wiedervereinigung. Bosbach: „Tägliches Jammern bringt uns nicht weiter.“ Und: „2009 ist nicht 1929.“

Von Überalterung in der Gesellschaft wollte Bosbach nichts wissen, das Problem sei die Überjüngung. Er machte den Zuhörern bewusst, dass Kinder in unserer Gesellschaft „auch eine Freude und ein Reichtum an sich sind“. Da war der Bogen zum Simmerather Krankenhaus natürlich schnell geschlagen: „Für die Auslastung der gynäkologischen Abteilung sind sie allerdings selbst zuständig“, aktivierte er seine Parteifreunde.

Gespannt lauschten die Gäste auch den transparent dargestellten Ausführungen zum Finanzsystem Amerikas und den Gründen für dessen Zusammenbruch. Wolfgang Bosbach räumte mit einem fundamentalen Irrtum auf: „Geld arbeitet nicht, die Menschen arbeiten.“

Erwartungsgemäß nur der eigenen Partei traut Bosbach die Bewältigung der Krise zu in Erinnerung daran, „dass die wirklich wichtigen Entscheidungen nach dem Krieg von der CDU getroffen wurden – und das immer gegen den erbitterten Widerstand der SPD“. Den Sozialismus hält Bosbach, seit 37 Jahren CDU-Parteimitglied, für ein Auslaufmodell: „An den Sozialismus glaubt man nur noch an drei Stellen auf der Welt: in Kuba, in Nordkorea und im Bundesvorstand der Jungsozialisten.“

Die CDU müsse noch konsequenter für eine mittelstandsfreundliche Politik eintreten und darauf achten, dass der durchschnittliche Arbeitnehmer „nicht zu kurz kommt“.

Mit lang anhaltendem Beifall quittierten die Parteifreunde in Rurberg die in klarer Sprache vorgetragenen Ausführungen von MdB Wolfgang Bosbach, den Karl-Heinz Hermanns schon in naher Zukunft auf dem Posten des Innenministers sieht. Auch der Simmerather Bürgermeister-Kandidat hatte sich vom Optimismus anstecken lassen.

Vor der Veranstaltung hatte ein einsamer Demonstrant aus Monschau auf dem Parkplatz kurzzeitig für Aufmerksamkeit gesorgt, der auf einem Transparent einige Gäste des Abends scharf attackierte. Es kam auch zu einem Kurz-Dialog mit Wolfgang Bosbach, der den Fall kannte, aber dem nicht müde werdenden Einzelkämpfer zum Umdenken riet: „Mit ihrer Art des Vorgehens tun Sie Ihrem Anliegen keinen Gefallen.“ (P. St.)


Karl-Heinz Hermanns:
„Große Geschlossenheit zeichnet uns aus“

Die positive Grundstimmung bei der Veranstaltung mit CDU-MdB Wolfgang Bosbach in Rurberg nahm auch der Simmerather CDU-Bürgermeisterkandidat Karl-Heinz Hermanns auf, um anhand der Kandidaten für die Kommunalparlamente deutlich zu machen, dass die Partei im Kommunalwahljahr gut aufgestellt sei. Das große Plus der CDU Simmerath sei deren große Geschlossenheit „um die uns die Opposition beneidet“. Falsch sei die Annahme, dass die CDU als Mehrheitspartei es nicht nötig habe, auf unterschiedliche Interessengruppen eingehen zu müssen: In der Fraktion werde zu allen entscheidenden Punkten „intensiv und oft auch kontrovers, diskutiert“. Hier dürfe jeder seiner Meinung äußern.

Verstärkt werden solle in Zukunft die Zusammenarbeit der drei Eifelkommunen Simmerath, Monschau und Roetgen, was „sinnvoll und zwingend notwendig“ sei.


Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Lammersdorf

Die Olchis und der Beigeordnete
Karl-Heinz Hermanns liest am Tag des Buches vor. Spende für Grundschule.

Lammersdorf. Ein kleiner Junge wusste Bescheid: „Olchis spielen gerne im Schlamm und essen viel Müll.“ Und was die Jungen und Mädchen noch erfuhren: Olchis hören, dass Regenwürmer rülpsen und Ameisen husten.

Mit Karl-Heinz Hermanns kamen die Olchis, das sind kleine grüne Wesen, in den Kindergarten St. Johannes in Lammersdorf. Für Hermanns, Beigeordneter der Gemeinde Simmerath, war der internationale „Tag des Buches“ ein guter Grund, den katholischen Kindergarten zu besuchen und den Kindern dort eine Geschichte vorzulesen.

Die scheidende Kindergartenleiterin Maria Lennartz (hinten, 2. v. re.) mit Nachfolgerin Yvonne Hamacher, Vorleser Karl-Heinz Hermanns im Kreis der Kinder und Vertretern der CDU Simmerath. Foto: Palm

Ein weiterer Grund des Besuches: Der CDU-Ortsverband, vertreten durch Ortsvorsteher Manfred Offermann, Sascha Schleepütz und Marco Scherner, brachte dem Kindergarten ein Geschenk: drei große Spiegel, jeweils etwa 1,50 Meter mal 1,20 Meter groß. Die Spiegel werden im Foyer des Kindergartens angebracht.

Über das Geschenk freute sich Kindergarten-Leiterin Maria Lennartz sehr, „ein lang gehegter Wunsch“ habe sich nun erfüllt. Der Kindergarten St. Johannes, inzwischen als Familienzentrum etabliert und zertifiziert, hat für die Kinder auch Tanz- und Turngruppen eingerichtet. Wenn die Kinder nun vor den Spiegeln turnen oder tanzen, dann sehen sie sich selbst, was der Selbstkontrolle (Bewegungsab­lauf) dient, wie Maria Lennartz erläutert.

„Was zum Lesen“, das ist ein Buch, definierten die Kinder am „Tag des Buches“. „Da stehen Wörter drin, die zu einer Geschichte werden können“, erläuterte Karl-Heinz Hermanns den Kindern, die dann aufmerksam zuhörten, als der „Stellvertreter des Bürgermeisters im Rathaus“ eine Geschichte von den „Olchis“ erzählte. Die „Olchis“ sind eine Buchreihe des Kinderbuchautors und Illustrators Erhard Dietl. Die Jungen und Mädchen, die da im Kreis um den Geschichten-Erzähler Karl-Heinz Hermanns saßen, hatten ihre Freude an den schrulligen Figuren der Olchi-Familie.

Derzeit werden im St. Johannes-Kindergarten in Lammersdorf 70 Jungen und Mädchen (ab 2 Jahren) in drei Gruppen betreut, dabei kommen etliche Kinder aus den umliegenden Orten. Die Kinder werden „individuell und mit Weitblick gefördert“. Zum Angebot gehört ein vielseitiges Programm für die Kinder, für die Eltern und für die Eltern gemeinsam mit den Kindern wie das Zeltlager der Väter und Kinder Mitte Mai.

Tag der offenen Tür

Wer das Familienzentrum, die Möglichkeiten und Angebote dort näher kennenlernen will, der ist am 10. Mai herzlich zum „Tag der offenen Tür“ (11 bis 17 Uhr) willkommen. Zum Programm gehört dann auch eine Ausstellung aus den Projekt-Werkstätten, die über die Arbeit der Kinder und der Erzieherinnen berichtet. (np)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Südkreis

Axel Wirtz
Die CDU im Südkreis schickt wieder Axel Wirtz ins Rennen

Von Silvia Kurth | 26.04.2009

Eschweiler. Mehr kann sich ein Abgeordneter für seine erneute Nominierung kaum wünschen als es der Stolberger Axel Wirtz am Freitagabend in der Vertreterversammlung des CDU-Kreisverbandes Kreis Aachen erlebte:

Mit 110 von 114 abgegebenen Stimmen - bei einer Enthaltung - wählten ihn die Delegierten aus den Stadt- und Gemeindeverbänden Eschweiler, Stolberg, Monschau, Roetgen und Simmerath zum Kandidaten für die Landtagswahl 2010 im «Südkreis», der offiziell Landtagswahlkreis 4 Kreis Aachen II heißt.

Wieder für eine Landtagswahl nominiert: Axel Wirtz (Mitte), der Kreisvorsitzende der CDU, hatte nach dem überzeugenden Wahlergebnis allen Grund zum Strahlen. Der Bundestagsabgeordnete Helmut Brandt (rechts) als Wahlleiter und der Spitzenkandidat für das Amt des Städteregionsrates, Kreisdirektor Helmut Etschenberg, freuten sich mit ihm. Foto: Silvia Kurth

Es war eine Demonstration der Geschlossenheit für den Kreisvorsitzenden, der seit 1999 im Düsseldorfer Landtag ist. Nicht nur aus den eigenen Reihen, sondern auch aus der Aachener CDU in Person des dortigen Kreisvorsitzenden Armin Laschet.

Der Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration hatte auf dem Weg von Düsseldorf nach Duisburg eigens einen kleinen Umweg über Eschweiler gemacht, um die Kreis-Aachener auf den Wahlmarathon 2009/2010 einzustimmen. Die Europawahl im Juni, die Kommunalwahlen im August und die Bundestagswahl im September markieren 2009. «Das Superwahljahr ist nicht erledigt, wenn die drei Wahlen vorbei sind», schwor Laschet die Partei darauf ein, dass sie einen langen Atem brauchen wird, bis - voraussichtlich im Mai 2010 - der Landtag gewählt wird.

Dass die CDU im Kreis Aachen frühzeitig ihre Kandidaten in Stellung bringt (im Nordkreis wurde am Samstag Reimund Billmann aus Herzogenrath nominiert), mag auch an einer Neuerung im Wahlsystem liegen. Zum ersten Mal haben die Bürger bei einer Landtagswahl wie bei der Bundestagswahl zwei Stimmen: eine für den Direktkandidaten, die zweite für eine Partei. Deshalb gilt: «Es wird bei der Wahl viel mehr darauf ankommen, als Persönlichkeit zu wirken», gab Laschet den Kreiskollegen mit in den Wahlkampf.

Armin Laschet, von den Oppositionsparteien wegen seines Kinderbildungsgesetzes (Kibiz) viel gescholten, konnte bei seiner Stippvisite auch ein wenig Balsam tanken, als Kreisdirektor Helmut Etschenberg, CDU-Spitzenkandidat für das Amt des Städteregionsrates, dazu «ein klares Wort» sprach: «Kibiz ist ein hervorragendes Gesetz zur frühkindlichen Förderung.»

«Wir müssen Antworten geben auf die gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahre», verteidigte auch Axel Wirtz das Kinderbildungsgesetz, durch das die Zahl der Betreuungsplätze für unter Dreijährige auf 86.000 verfünffacht worden sei. «Es ist geradezu pharisäerhaft, wenn die roten Bürgermeister über Kibiz wettern.» Diese gesellschaftspolitische Aufgabe könne aber nicht nur Sache des Landes sein, sondern müsse auch von den Kommunen mitgetragen werden.

«Ungerechtigkeit»

Im Galopp flog Wirtz in seiner Bilanz durch die Landespolitik und ihren Nutzen für seinen Wahlkreis, zum Beispiel den Ausbau der Euregiobahn von Weisweiler nach Langerwehe nennend oder die Rettung des Simmerather Krankenhauses: «Wir haben die Malteser zum Jagen getragen. Es wäre den anderen nicht gelungen.»

Nach wie vor bleibt für ihn viel zu tun, Stichwort Kanalgebühren, bei denen es zwischen den gebeutelten Eifelkommunen und dem Rest des Kreises «unvorstellbare Unterschiede» gibt: «Wir müssen uns um diese Ungerechtigkeit kümmern.»

Und dafür gaben ihm die Parteifreunde das von Helmut Etschenberg gewünschte «Signal der Geschlossenheit» mit auf den Weg.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Eicherscheid

Förderschule
„Die Förderschule wird keineswegs vernachlässigt“

Zweckverband der vier Eifelgemeinden und des Kreises erhöht Etat
auf 610 000 Euro. Unterrichtsmittel können angeschafft werden.

Die Förderschule in Eicherscheid braucht unbedingt neue Materialien für die Experimente im Physik- und Chemieunterricht. Für neue Lehr- und Unterrichtsmittel kann die Schule in diesem Jahr rund 18 700 Euro ausgeben. Um den Schulhof weiter auszugestalten, sollen neue Spielgeräte wie Basketballkörbe, Fußball-Tore und Klettergeräte angeschafft werden. Die Finanzierung des Vorhabens ist durch den Haushalt 2009 gesichert.

Die Verbandsversammlung des Förderschulverbandes hat den Haushalt nun einstimmig und ohne Diskussion beschlossen. Die Einnahmen und Ausgaben sind jeweils auf 610 300 Euro festgeschrieben. Der Gesamtfinanzplan sieht Ausgaben von 632 700 Euro vor. Positiv ist auch dies: Der Förderschulverband hat keine Schulden, wie im Haushalt ausdrücklich festgestellt wird.

Die Verwaltung hat den Haushalt eng mit der Schulleitung abgestimmt, versicherte Simmeraths Bürgermeister Hubert Breuer als Vorsteher des Schulverbandes, zu dem die Gemeinden Simmerath, Roetgen und Hürtgenwald gehören sowie die Stadt Monschau. Die Schule leiste „wertvolle Arbeit“, auch sei die Förderschule pädagogisch und organisatorisch gut aufgestellt und ausgerüstet.

Schulleiter Robert Knauff versicherte in der Versammlung: Die Förderschule mit derzeit 122 Kindern und Jugendlichen fühle sich vom Schulträger „außerordentlich gut“ gefördert und unterstützt, dafür sei man „sehr dankbar“.

Verbandsvorsteher Hubert Breuer und Schulleiter Robert Knauff widersprachen heftig einer negativen Darstellung in der Öffentlichkeit (ein Artikel in einem Wochenblatt) in Bezug auf die Förderung durch das Konjunkturprogramm. Das Geld reiche einfach nicht, um alle öffentlichen und privaten Gebäude energetisch zu sanieren und aufzurüsten, sagte der Bürgermeister.

Günter Scheidt, Vorsitzender der Verbandsversammlung, machte deutlich, dass die Förderschule keineswegs vernachlässigt werde: Im Jahr 2002 hatte der Haushalt des Verbandes ein Volumen von 480 000 Euro, neuerdings sind es mehr als 610 000 Euro. Aufgebracht wird der größte Teil der Einnahmen durch die Mitgliedsgemeinden über die Verbandsumlage, insgesamt 474 600 Euro. Die Umlage der jeweiligen Kommune: Hürtgenwald zahlt 6 427 Euro, die Stadt Monschau bringt 144 921 Euro ein, die Gemeinde Simmerath 195 922 Euro und die Gemeinde Roetgen 69 520 Euro. Der Kreis Aachen unterstützt die Förderschule in diesem und im nächsten Jahr mit rund 108 000 Euro. Zu den Einnahmen gehören auch die Mieten für den Altbau wie für den Erweiterungsbau: Die Gebäude der Förderschule gehören der Gemeinde Simmerath, die an Mieteinnahmen fast 107 000 Euro veranschlagt hat. Dazu kommt noch eine jährliche Pacht von 18 Euro, dafür überlässt die Gemeinde der Schule ein Grundstück für einen Schulgarten.

Beförderung ein dicker Batzen

Zu den Ausgaben gehören vor allem auch die Personalkosten, die mit fast 146 000 Euro veranschlagt sind. So beschäftigt die Förderschule unter anderem neben der Schulsekretärin und dem Hausmeister auch eine Sozialarbeiterin und Kräfte für die Essenausgabe der Ganztagsschule. Die Verwaltungsarbeiten werden von der Gemeinde Simmerath erledigt.

Mit zu den größten Ausgaben gehören die Kosten für die Schülerbeförderung, die mit 201 000 Euro notiert sind. Weitere Ausgaben: 26 000 Euro für Wärme (Heizung) und 8 200 Euro für den Strom.

Dringend notwendig war es, für die Förderschule einen Kleinbus anzuschaffen. Die Kosten von rund 16 000 Euro wurden zu 100 Prozent über Sponsoren finanziert. Die Ausgaben für Versicherung und Steuer sind auf 1 300 Euro veranschlagt, die übrigen Betriebskosten werden vom Förderverein der Schule getragen. (dm)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

 

Rollesbroich

Dürener Straße wird saniert
Auf der Dürener Straße soll es bald wieder glatt laufen

22.04.2009

Rollesbroich. Die Väter des Erfolges werden die Frage des Erstgeburtsrechtes wohl noch ausdiskutieren müssen, aber für die Rollesbroicher Bürger ist das Ergebnis wichtig: Die L160 im Bereich der Ortsdurchfahrt wird nun also doch kurzfristig ausgebaut.

Teilweise erneuert wird die Ortsdurchfahrt Rollesbroich: Überbringer der frohen Nachricht war gestern CDU-Landtagsabgeordneter Axel Wirtz (Mitte, li.). Mit ihm freuten sich auch die Rollesbroicher Kommunalwahlkandidaten Horst Jansen (re.) und Jürgen Braun (li). Auch Alfred Sebastian vom Landesbetrieb Straßenbau (2. v. re.) und Kreistagsabgeordneter Hans-Josef Hilsenbeck waren beim Ortstermin vertreten. Foto: P. Stollenwerk

Die stark sanierungsbedürftige Dürener Straße wird trotz ausgereizter finanzieller Mittel noch in diesem Sommer auf einer Teilstrecke von 500 Metern zwischen den Einmündungen Fuhrtstraße und und Konertzweg eine neue Fahrbahndecke erhalten.

Wie mehrfach berichtet, hatte es zuletzt um die Ausbau-Frage einen ausgewachsenen politischen Streit gegeben, wer denn als wichtigster Antreiber der Maßnahme gelten darf und wie es tatsächlich um die Ausbau-Priorität der Straße steht.

Klartext redete vor Ort jetzt CDU-Landtagsabgeordneter Axel Wirtz, und meinte zunächst an die Adresse des Rollesbroicher Ortsvorsteher Marc Topp (SPD), dass nicht jeder, der viele rede, «auch viel sagt». Wirtz spricht von «ungeprüften Aussagen.» Möglicherweise sei im Fall der L160 Rollesbroich gar Karneval mit Kommunalpolitik verwechselt worden.

Es habe «zu keinem Zeitpunkt» eine politische Beratung über die Einstufung der L160 gegeben. Im Regionalrat seien lediglich «Arbeitslisten» der Landesstraßenbauverwaltungen kursiert. Diese hätten zwar auch die L160 enthalten, aber in der Beschlussfassung seien dann andere «noch schlechtere Straßen» im Lande priorisiert worden. Auch wundert sich Wirtz, dass SPD-Städteregions-Kandidat Uwe Zink sich so für die L160 so stark mache. Der Dezernent des Kreises Aachen möge sich besser um die Kreisstraße kümmern.

Da sich in Folge des strengen Winters die Schäden aber an der Ortsdurchfahrt Rollesbroich verstärkt hätten, habe sich der Landesbetrieb Straßenbau zur einer Teilsanierung als Sofortmaßnahme entschieden. Dass die politische Diskussion um den Ausbau der Maßnahme ein wenig nachgeholfen hat, wollen die Beteiligten nicht von der Hand verweisen. In diesem Zusammenhang verweist Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns auf sein Februar-Schreiben an den Landesbetrieb Straßenbau, in dem er die Dringlichkeit einer umgehenden Sanierung herausgestellt habe.

Nun ist es soweit: Für die Maßnahme stehen 35.000 Euro für das genannte Teilstück zur Verfügung. Insgesamt ist die vorgesehene Ausbaustrecke zwischen Kreuzung und Kreisverkehr 970 Meter lang. Der Restausbau wird vom Landesbetrieb für die Prioritätenliste 2010 angemeldet.

In diesem Zusammenhang lobt Wirtz die „praxisbezogene Zusammenarbeit“ mit dem Landesbetrieb Straßenbau. Deren Vertreter beim gestrigen Ortstermin in Rollesbroich, Alfred Sebastian, erläutert, dass die Finanzierung „hausintern“ möglich geworden sei, da neben den Maßnahme-gebundenen Ausbaumitteln noch Gelder vorhanden seien, die punktuell für dingliche Maßnahmen eingesetzt werden könnten.

Für Karl-Heinz Hermanns ist am Ende das Ergebnis entscheidend: „Für die Anwohner und Verkehrsteilnehmer ist eine Verbesserung erreicht worden.“ (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


Strauch

Statt Sanierung:
Neuer Kindergartenbau für Strauch

21.04.2009

Strauch. Dass der Straucher Kreiskindergarten in der Sonnenstraße dringend sanierungsbedürftig ist, steht außer Zweifel; zeitweise müssen der Pausenhalle sogar Eimer aufgestellt werden, um durchdringende Feuchtigkeit aufzufangen.

Nur noch für kurze Zeit bleibt der Kindergarten Strauch an seinem alten Platz. Nach den Sommerferien startet der Neubau. Foto: P. Stollenwerk

Nun zeichnet sich eine große Chance für Strauch ab, da ein neues Kindergartengebäude errichtet werden soll. Auf dem vorhandenen Grundstück ist ausreichend Platz vorhanden.

Die Nutzung des alten Gebäudes ist noch offen. Als Bauherr tritt der Kreis Aachen auf, der zunächst geprüft hatte, was eine Sanierung des vorhandenen Kindergartengebäudes kosten würde. Nachdem sich die Prognose auf nahezu zwei Millionen Euro hin bewegte, kam man schnell zu dem Entschluss, einen Neubau in Angriff zu nehmen, der um einige hunderttausend Euro preiswerter ausfallen dürfte.

Für die Gemeinde Simmerath ist diese Entscheidung des Kreises ein doppelter Gewinn, wie CDU-Fraktionsvorsitzender Bruno Löhrer, zugleich auch Straucher Ortsvorsteher, freudig vorrechnet. Aus den zugewiesenen Mitteln des Konjunkturprogramms II der Bundesregierung hatte die Gemeinde 484000 Euro für die Kindergartensanierung in Strauch schon fest eingeplant. Diese Mittel werden nun wieder frei und können an anderen Schulen oder Kindergärten zum Einsatz kommen.

Im Kindergarten Strauch sind derzeit drei Gruppen untergebracht. Das Angebot aber soll erweitert um eine integrative Gruppe und eine Gruppe für unter Dreijährige. Für die Zeit des Neubaus, der nach den Sommerferien starten sollen, bleiben Kinder noch im alten Gebäude.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


Rollesbroich

Ortsdurchfahrt -L160-
Ortstermin in Rollesbroich

21.04.2009

Verstärkt in den Blickpunkt gerückt ist die sanierungsbedürftige Ortsdurchfahrt Rollesbroich. Die L160 ist in einem miserablem Zustand, aber Geld für einen Ausbau steht nicht zur Verfügung, und auch auf der Prioritätenliste des Landes taucht die Straße nicht auf.

Sehen auch in Zukunft die CDU in Simmerath als die bestimmende politische Kraft: Parteivorsitzender Bernd Goffart, Bürgermeister-Kandidat Karl-Heinz Hermanns, Kreistagsabgeordneter Hans-Josef Hilsenbeck und Fraktionsvorsitzender Bruno Löhrer (v. li.). Foto: P. Stollenwerk

CDU-Landtagsabgeordneter Axel Wirtz und der Landesbetrieb Straßenbau wollen heute das weitere Vorgehen erläutern.

Seitens der CDU Simmerath nimmt man nun mit Verwunderung zur Kenntnis, dass der Rollesbroicher Ortsvorsteher und SPD-Kandidat Marc Topp für sich reklamiert, sich in besonderem Maße für den Ausbau der Ortsdurchfahrt einzusetzen.

CDU-Bürgermeisterkandidat Karl-Heinz Hermanns verweist jedoch darauf, dass die CDU Rollesbroich bereits in Wahlprogramm 2004 den Ausbau der L 160 gefordert habe, was sich auch schwarz auf weiß nachlesen lässt. Hermanns: „Der Ausbau steht bei uns bereits seit fünf Jahren auf der Tagesordnung.

“Nun scheint Bewegung in die Angelegenheit zu kommen. Am heutigen Mittwoch findet gemeinsam mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Axel Wirtz und dem Landesbetrieb Straßenbetrieb ein Ortstermin in Rollesbroich statt, wo eine konkrete Aussage zum weiteren Vorgehen erwartet wird.

Karl-Heinz Hermanns erläutert, dass er kürzlich in seiner Funktion als Beigeordneter der Gemeinde Simmerath dringend auf die Notwendigkeit des Straßenausbaus hingewiesen habe. Wenn schon kein Komplettausbau erfolgen könne, so hoffe man doch darauf, dass zumindest „kurzfristig und punktuell“ Abhilfe geschaffen wird.

Näheres soll wie gesagt heute mitgeteilt werden.

Hans-Josef Hilsenbeck, Mitglied der Verkehrskommission beim Regionalrat, wundert sich ebenso wie Ronald Borning, der für die CDU Mitglied im Regionalrat ist, darüber, woher Marc Topp die Information nimmt, dass die L 160 zunächst auf der Ausbau-Prioritärenliste des Regionalrates gestanden habe, dann jedoch wieder herausgenommen worden sei.

Hilsenbeck versichert: „Die L 160 war noch nie hochrangig eingestuft.“ Für den enormen Bedarf im Lande an Ausbaumaßnahmen sei ganz einfach zu wenig Geld vorhanden. Dies sei ein Versäumnis der früheren rot-grünen Landesregierung, die die Mittel auf ein so niedriges Niveau gedrückt habe, dass es zu einem „riesigen Investitionsstau“ gekommen sei. Nun sei die Situation entstanden, dass viele marode Straßen im Lande eine höhere Priorität als die Straßen in der Eifel genießen würden.

Diese Auffassung unterstützt auch Bruno Löhrer, Fraktionssprecher CDU Simmerath. Man habe selbstverständlich nichts dagegen einzuwenden, wenn sich auch die SPD für die L 160 stark mache, „wenn es der Sache dient“. Überall in der Gemeinde Simmerath stelle man erhebliche Mängel an Landstraßen fest, so auch in Eicherscheid, Strauch und zwischen Dedenborn und Hammer. Das Problem aber: „Es ist einfach zu wenig Geld da.“ (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 


Parksünder lassen Kasse klingeln
Gemeinde Simmerath veröffentlicht Statistik. 145 000 Euro durch Parkscheine. Hinzu kommen die Buß- und Verwarnungsgelder in Höhe von 33 147 Euro. 23 Parkscheinautomaten stehen zur Verfügung.

17.04.2009

Simmerath. Das Parkverhalten der Autofahrer hat sich wieder verschlechtert: 2491 „Knöllchen“ wurden im vergangenen Jahr im Gemeindegebiet Simmerath verteilt, 334 mehr als im Jahr zuvor. Im Jahr 2004 wurden sogar 2856 Autofahrer gebührenpflichtig verwarnt.

224 Autofahrer haben im vergangenen Jahr die angebotene Verwarnung nicht angenommen, gegen sie wurde dann eine Geldbuße festgesetzt. Dank der Falschparker hat die Gemeinde an Buß- und Verwarnungsgeld im vergangenen Jahr 33 147 Euro eingenommen.

765 Hunde gemeldet

Der Parkraum in den Rurseeorten wird bewirtschaftet, wie es so schön heißt, dies bedeutet: Zahlreiche Parkplätze in Einruhr, Rurberg und Woffelsbach sind gebührenpflichtig,

23 Parkscheinautomaten stehen dafür bereit, die Parkgebühr brachte dann fast 145 000 Euro in die Gemeindekasse, wie die Verwaltung in ihrer neuen Statistik berichtet.

Die Straßenverkehrsangelegenheiten gehören zum Aufgabengebiet des Ordnungsamtes. Dazu gehört auch dies: 75 Bürger mussten aufgefordert werden, überhängende Äste an ihren Grundstücken zu beseitigen, da sie den Verkehr auf den Geh- und Wirtschaftswegen behinderten.

Auch für Hunde ist das Ordnungsamt zuständig. Immerhin waren Anfang 2008 bei der Gemeinde 765 steuerlich gemeldet, sie haben zusammen 86 776 Euro an Hundesteuer in die Gemeindekasse eingebracht. In den Kategorien „Gefährlicher Hund“ und „Großer Hund“ haben im vergangenen Jahr insgesamt 114 Bürger die Haltung eines Hundes angezeigt. Beim Ordnungsamt gingen zehn Anzeigen wegen „unsachgemäßer Hundehaltung“ ein, dabei fühlten sich die betroffenen Bürger durch freilaufende Hunde bedroht.

Hilfe für Obdachlose

Das Ordnungsamt muss sich auch, wenn nötig, um Obdachlose kümmern. So waren im vergangenen Jahr neun Personen in sechs Haushalten wegen Obdachlosigkeit untergebracht, weil ihre bisherigen Wohnungen aus sozialen Gründen nicht mehr zur Verfügung standen. Die Gemeinde hat im Haus an der Seestraße in Woffelsbach eine Unterkunft für Obdachlose eingerichtet.

Die Einweisung von hilfsbedürftigen Personen in eine geschlossene Anstalt gehört ebenfalls zu den Aufgaben der Ordnungsbehörde. Im vergangenen Jahr mussten elf Personen zu ihrem eigenen Schutz und/oder zum Schutz der Allgemeinheit in eine geschlossene Anstalt eingewiesen werden. (dm)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

 


Mobilfunkmast geht den Bürgern auf die Nerven

Von Ernst Schneiders | 03.04.2009

Steckenborn/Strauch. Wie gefährlich ist ein Mobilfunkmast? Geht dessen Strahlung langfristig an die Gesundheit? Seit Jahren streiten sich die Gelehrten. Die Verunsicherung der Menschen ist oft groß. Dennoch werden immer mehr dieser Masten in die Landschaft gepflanzt.

Gegen ein solches Vorhaben in Strauch formiert sich mittlerweile vehementer Widerstand in der Bevölkerung. Dort soll in unmittelbarer Nähe zur Wohnbebauung und zum Kindergarten ein 40 Meter hoher Mast errichtet werden.

Die Gemeinde Simmerath hat Ende März dem Vorhaben das «Einvernehmen versagt», wie es im Bürokratendeutsch heißt. Will sagen: Der Planungsausschuss der Gemeinde ist mit dem Vorhaben an dieser Stelle nicht einverstanden. Allerdings ist diese Ablehnung eher ein politisches Signal als eine bindende Entscheidung. Denn das Errichten eines Mobilfunkmastes ist ein so genanntes privilegiertes Vorhaben und darf sogar im Außenbereich umgesetzt werden.

Nicht viel ausrichten

Voraussetzung ist, dass der potenzielle Betreiber einen vorgeschriebenen Prüfungskatalog ohne Beanstandungen abgearbeitet hat. Dann kann die Gemeinde Simmerath nicht viel ausrichten, und auch der Kreis Aachen nicht, an den sich Bürger aus Strauch und Steckenborn mittlerweile hilfesuchend gewandt haben.

Zu den bereits 45 vorliegenden Unterschriften sind unter der Woche 448 hinzugekommen. Die besorgten Bürger haben Landrat Carl Meulenbergh und Umweltdezernent Uwe Zink ihre Bedenken mitgeteilt. Vor allem die mögliche Gesundheitsgefährdung wird ins Feld geführt.

In einem Brief an den Landrat heißt es unter anderem, auch wenn die mögliche Gesundheitsgefährung nach der bisherigen Rechtsprechung nicht als Argument gegen den Bau von Mobilfunkmasten zugelassen werde, so sei die Befürchtung, dass die Dauerbestrahlung gesundheitliche Spätfolgen auslösen könne, nicht von der Hand zu weisen.

Leukämie und Hirntumore

Wie das Umweltinstitut München betone, lieferten Untersuchungen im Hochfrequenzbereich ernst zu nehmende Hinweise auf ein erhöhtes Krebsrisiko, ein Risiko vor allem von Leukämie und Hirntumoren. Überdies verschandele ein Mobilfunkmast an dieser Stelle das Landschaftsbild, schreibt Peter Esser im Namen der Bürger aus Strauch und Steckenborn.

Ähnlich äußern sich Alice und Walter Koll in einem Schreiben an Uwe Zink. Auch sie verweisen auf die «schädlichen Umwelteinwirkungen» und die möglichen Spätfolgen für die Gesundheit. Und auch sie beklagen die unvertretbare Beeinträchtigung des Landschaftsbildes an dieser Stelle.

Wie der Gemeinde, so sind auch dem Kreis Aachen weitgehend die Hände gebunden, wie Dezernent Uwe Zink unserer Zeitung bestätigte. Sollte der Betreiber die Vorgaben in allen Punkten erfüllen, dann gebe es rechtlich keine Möglichkeit, ihm die Genehmigung zu verweigern. Das hat der Gesetzgeber klar geregelt.

Moralischer Aspekt

Das heißt mit anderen Worten, Gemeinde Simmerath und Kreisverwaltung Aachen können wegen der Nähe zu einem Kindergarten höchstens mit dem moralischen Aspekt punkten und den Betreiber freundlich bitten, einen anderen Standort auszuwählen oder sich möglicherweise mit dem Betreiber eines anderen, bereits existierenden Mastes zusammenzutun und diese Anlage gemeinsam zu nutzen. Lehnt er das ab, darf er seinen Mast an der vorgesehenen Stelle errichten.

Geprüft wird im Kreishaus noch die landschaftsplanerische Komponente, wie Uwe Zink erläuterte. Da gibt es für den Betreiber Vorgaben und Grenzen, was dazu führen kann, dass der Landschaftsbeirat des Kreises Aachen die Sache kippt. Dann kommt das Thema zwangsläufig in den Kreisausschuss, und dort werden die Karten möglicherweise neu gemischt ...

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

 


Ärger um Sitzungsgeld für die UWG

01.04.2009

Um einen Betrag von genau 952 Euro diskutierte der Simmerather Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung am längsten: Es ging um Sitzungsgelder für die UWG-Fraktion, die diese zu spät beantragt hatte.

Nach einer Änderung der Hauptsatzung aus dem Frühjahr hätten die Anwesenheitslisten der Fraktionssitzungen bis zum 15. Dezember vorgelegt werden müssen; darauf war dann in einer Hauptausschusssitzung kurz zuvor noch einmal hingewiesen worden, worauf dann auch der zu diesem Zeitpunkt amtierende Fraktionssprecher Helmut Keischgens die Anwesenheitslisten für das zweite Halbjahr mit einem Tag Verspätung am 16. Dezember einreichte.

Im ersten Halbjahr aber war noch Heribert Vroemen Fraktionssprecher gewesen, und offensichtlich hatte es in der Fraktion Kommunikationsprobleme gegeben, denn dieser erschien erst am 22. Dezember mit den Anwesenheitslisten der Fraktionssitzungen aus dem ersten Halbjahr.

Nun aber wollte die Verwaltung die ausstehenden Gelder nicht mehr ohne Rückendeckung durch den Rat auszahlen.

«Ich habe das verpennt, ich gelobe Besserung», entschuldigte sich zwar Heribert Vroemen, doch damit war die Sache nicht vom Tisch.

Bruno Löhrer erinnerte für die CDU daran, dass Zuschüsse an die Vereine in der Vergangenheit verfallen seien, wenn sie nicht rechtzeitig abgerufen wurden.

Zudem wollte er wissen, was denn Gregor Harzheim als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses dazu sage, wenn der Rat hier gegen seine Satzung die Auszahlung der Gelder beschließe. Dieser blieb schweigsam.

Claus Brust erinnerte daran, dass auch in einem anderen Fall früher trotz verspätet vorliegender Anwesenheitslisten die Sitzungsgelder ausgezahlt worden seien.

Doch damals habe der Fall anders gelegen, erinnerte sich - gut vorbereitete - Bürgermeister Hubert Breuer: Die FDP habe glaubhaft versichert, die Anwesenheitslisten im Fraktionszimmer rechtzeitig hinterlegt zu haben, die Verwaltung ebenso glaubhaft, sie nicht gefunden zu haben: «Bis heute konnte nicht geklärt werden, was geschehen ist,» ergänzte Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns.

Er könne nicht verstehen, weshalb die UWG überhaupt einen solchen Antrag auf nachträgliche Auszahlung gestellt habe, meinte Bernd Goffart, «wegen der verheerenden Außenwirkung, dann heißt es doch gleich wieder, im Rat wird gemauschelt».

Und da für den Antrag der UWG bei den anderen Fraktionen Unterstützung nicht in Sicht war, bat die Fraktion um eine kurze Sitzungsunterbrechung, zog nach interner Beratung ihren Antrag zurück.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


Mobilfunkmast
Die Gemeinde will am Sendemast rütteln
Erneutem Antrag für die Errichtung eines Mobilfunkmastes am Sportplatz Strauch das gemeindliche Einvernehmen versagt

26.03.2009

Strauch/Steckenborn. Noch keineswegs in der Schublade verschwunden ist der Antrag, am Sportplatz Strauch eine Basisstation für das Mobilfunknetz zu errichten. Vor gut zwei Jahren scheiterte ein Mobilfunkbetreiber mit seinem Vorhaben, in einer Ecke des Sportplatzes einen Mast zu errichten, und auch diesmal stößt der Antragsteller auf Schwierigkeiten. Wieder will die Gemeinde am geplanten knapp 40 Meter hohen Sendemast rütteln.

Lebhafte Diskussion

Nach einstündiger Diskussion im Simmerather Planungsausschuss unter Anwesenheit zahlreicher Zuhörer versagte der Ausschuss einstimmig die Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens für das Vorhaben. Dabei hatte die lebhafte Diskussion zunächst einmal ein anderes Bild ergeben. Die CDU-Fraktion hatte überhaupt keinen Spielraum gesehen, das Einvernehmen zu versagen, da es sich um ein privilegiertes Vorhaben handele und keine planungsrechtlichen Gründe dagegen sprechen würden. Fraktionssprecher Bruno Löhrer: „Auch wir sind an Rechtsvorschriften gebunden. Die Gemeinde hat keinen Grund, ihr Einvernehmen zu verweigern. Das wäre Willkür.“ Auch in schwierigen Fällen dürfe sich Gemeinde nicht außerhalb von Recht und Gesetz stellen. Unabhängig davon aber betonte Löhrer, dass es auch aus seiner Sicht geeignetere Standorte gebe.

Aus der Sicht des Antragstellers stellt sich die Situation diesmal etwas anders dar. Die Gemeinde als Eigentümer des Sportplatzes hatte beim ersten Antrag im Jahr 2006 die Entscheidung in der Hand. Nun aber hat der Antragsteller ein Wiesengrundstück in der Nähe erworben.

Baugenehmigungsbehörde ist der Kreis Aachen, der die Gemeinde Simmerath um eine Stellungnahme gebeten hat. Bruno Löhrer: Selbst wenn die Gemeinde die Zustimmung verweigere, könnten der Kreis oder übergeordnete Behörden durchaus anders entscheiden. Dazu gebe es entsprechende Gerichtsurteile. Löhrer sah sogar mögliche Entschädigungsforderungen auf die Gemeinde zukommen.

„Etwas anders“ sah FDP-Sprecher Hermann-Josef Bongard die Angelegenheit. Es sei dem Planungsausschuss unbenommen, eine klare Willenskundgebung abzugeben. Es gelte auch den Belangen der Bevölkerung Rechnung zu tragen. Bongard sah „eine große Unruhe“ in der Bevölkerung und forderte 500 Meter Mindestabstand eines Sendemastes von der Bebauung.

In der Tat gibt es Unruhe in der Bevölkerung. Dem Ausschuss lagen mehrere Einwände von Bürgern vor, unter anderem auch eine Unterschriftenliste von 45 „betroffenen Bürgern“ aus Steckenborn, die „mit Erschrecken“ zur Kenntnis genommen hatten, dass erneut ein Antrag zur Errichtung eines Sendemastes vorliege. Die Gegner sprechen von möglichen Gesundheitsgefährdungen und von nicht vertretbaren Eingriffen in das Landschaftsbild. Die Errichtung von Mobilfunkmasten in unmittelbarer Nähe der Wohnbebauung lehne man grundsätzlich ab. In Ostbelgien gelte ein Mindestabstand von 1200 Metern.

Alternativ schlugen die Bürger die Windkraftanlagen im Buhlert als Standort für eine Mobilfunkstation vor.

Der Planungsausschuss sollte sich seiner Verantwortung bewusst sein und sich nicht scheuen, das Einvernehmen der Gemeinde zu versagen, forderte Ausschussvorsitzender Gregor Harzheim.

Alex Stiel (CDU) sah die Privilegierung des Vorhabens außer Zweifel, ihn störe allerdings, dass der Antragsteller keine Auskunft über die vorhandene Netzdichte erteile, sonst könne man vielleicht auch über Alternativen reden. Außerdem müsse man definitiv wissen, ob durch den Mast zwischen Strauch und Steckenborn dann auch alle Bereiche von Steckenborn versorgt würden.

Diese Auffassung unterstützte auch UWG-Sprecher Helmut Keischgens. Es wäre wichtig, einen Überblick über Funklöcher zu gewinnen, um den Bedarf an weiteren Basisstationen beurteilen zu können.

Otto Jungbluth (SPD) sprach von einer „Gewissensfrage“, und Klaus Stockschlaeder (Grüne) vertrat die Auffassung, dass auch die Gesundheit von öffentlichem Belang sei, und nicht der Bürger in der Beweispflicht sei, ob von Mobilfunkmasten Gesundheitsgefahren ausgingen.

Nach einer Sitzungsunterbrechung verkündete CDU-Sprecher Bruno Löhrer dann unter dem Beifall der Zuhörer, dass man das gemeindliche Einvernehmen nicht erteilen wolle. Die Verwaltung wurde beauftragt, mit dem Betreiber nach Alternativen zu suchen und Informationen über die Netzplanung einzuholen. Löhrer: „Wir können die Bedenken der Bevölkerung nicht übergehen“, wohl wissend, dass unkalkulierbar Risiken auf die Gemeinde zukämen, falls der Antragsteller den Klageweg beschreite. (P. St.)

Kommentar
Zum Wohl der Bürger

CDU zeigt beim Sendemast Strauch Flexibilität

Peter Stollenwerk

Einen außergewöhnlichen Verlauf nahm die Sitzung des Simmerather Planungsausschusses, bei dem es um die die „Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens“ für die Aufstellung eines Sendemastes am Sportplatz in Strauch ging.

Schon fest war die CDU darauf eingeschworen, zuzustimmen, weil die Gemeinde rechtlich ohnehin keinen Spielraum besitze. Doch dann folgte in der Diskussion die Kehrtwende. Diese Flexibilität der dominanten Mehrheitspartei erntete nicht nicht nur den spontanen Beifall der Zuhörer; es war eine kluge Entscheidung, sich gerade im Kommunalwahljahr auf die wesentliche und ureigene Aufgabe als Volksvertreter zu besinnen, nämlich zum Wohle des Bürgers zu arbeiten, selbst wenn die Diskussion um Für und Wider eines Sendemastes von vielen Emotionen begleitet wird und sich der Ausschuss mit der Versagung des Einvernehmens auf juristisch unsicheres Gelände begibt.

Dass die CDU umschwenkte, verdient Anerkennung. Diese Anerkennung aber gehört auch SPD, UWG, Grünen und FDP, die eine Reihe von guten Argumenten in die Diskussion geworfen haben, die auch die Mehrheitspartei wohl nicht einfach ignorieren konnte.


Sichtschutz soll nicht höher werden

Simmerath. Maßnahmen zum Sichtschutz, wie sie der Bebauungsplan zulässt, reichen einem Bürger in Simmerath offenbar nicht aus, weshalb er jetzt die Änderung des Bebauungsplans Nr. 113 in der Bruchbendstraße beantragte mit dem Ziel, auch höhere Einfriedungen „zum Schutz der Privatsphäre“ zuzulassen. Zugelassen sind derzeit bis zu 50 Zentimeter hohe massive Einfriedungen, auf die ein Maschendraht- oder Spriegelzaun bis 1,50 Meter Höhe aufgebaut werden darf.

Der Antragsteller aber sprach von 1,80 bis zwei Meter hohen Sichtschutzwänden. Im Simmerather Planungsausschuss erkannte CDU-Sprecher Bruno Löhrer darin einen „Einzelwunsch“. Daher sei eine Bebauungsplanänderung nicht erforderlich, die der Ausschuss auch folglich ablehnte.

Mehrfach wurde im Ausschuss betont, dass massive Sichtschutzwände in Wohngebieten nicht gewünscht seien. „Ortstypisch“ sei es, die Grundstücke mit Hecken einzufrieden.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

 


15 Simmerather Teilnehmer
Europäischer Kongress in Eupen stellte Fragen und suchte nach Antworten
Welche Zukunft für Senioren?

17.03.2009

Rund 300 Interessierte folgten dem Aufruf der Seniorensektionen von CD&V, CDH und CSP. Weitere Partner waren die Europäische Volkspartei (EVP) sowie christliche Organisationen aus Belgien, Luxemburg, Deutschland und den Niederlanden. Schließlich gehörte auch die Stadt Eupen zu den Mitveranstaltern. Redebeiträge, Diskussionsrunden und die Verabschiedung einer Resolution gehörten zu dem breit gefächerten Programm im Eupener Jünglingshaus. Ursprünglich sollten auch die CD&V-Präsidentin Marianne Thyssen und CDH-Chefin Joëlle Milquet an dem Treffen teilnehmen - beide sagten aber kurzfristig ab.

Prominente Gäste

An prominenten Gästen fehlte es dennoch nicht: So hielt der ehemalige Premierminister Jean-Luc Dehaene, der am 7. Juni zum Kampf der Titanen gegen Guy Verhofstadt bei den Europawahlen antreten wird, ein flammendes Plädoyer für die EU und ihren wichtigen Einfluss auf die Seniorenpolitik. Außerdem kamen Staatssekretär Melchior Wathelet, der ehemalige deutsche Politiker Bernhard Worms, der heute als Präsident der Europäischen Senioren-Union fungiert, oder auch CDH-Senatorin Anne Delvaux zu Wort.

Im Mittelpunkt der Debatten, an denen auch der Kelmiser EU-Abgeordnete Mathieu Grosch teilnahm, standen Fragen nach den Herausforderungen für die Senioren im 21. Jahrhundert.

Wir leben in einer alternden Welt. Doch während sich die meisten Menschen darüber freuen, dass sie selbst und ihre Angehörigen eine höhere Lebenserwartung haben, wird auf der gesellschaftlichen Ebene genau dieselbe Entwicklung für vielfältige negative Trends verantwortlich gemacht. Vielfältige Probleme, die sich aus diesem demographischen Faktor ergeben, wurden deshalb erörtert.

Elisabeth Dispaux-Cornil, Präsidentin der Europakommission der CDH-Senioren, stellte das Thema Armut in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen, während Andre Van Houtte, Vizepräsident der CD&V-Senioren, einen stärkeren Nachdruck der EU auf die soziale Agenda forderte.

» Wir hoffen, dass den Senioren in der Gesellschaft bei der belgischen EU-Ratspräsidentschaft 2010 ein ganz besonderer Platz eingeräumt wird«, sagte Van Houtte. Als Vertreter der CSP-Senioren stellte Georges Locht schließlich ganz konkrete Fragen an Dehaene und sprach den Ex-Premier auf Probleme im Gesundheitssektor an, die sich im Grenzraum ergeben.

Keine Homogenität

Für die Stadt Eupen ergriff der Erste Schöffe Patrick Meyer das Wort. Altwerden und sich dabei wohlfühlen, der Erhalt der Selbständigkeit, der Selbstbestimmtheit und der größtmöglichen Unabhängigkeit sei im Interesse aller, sagte der CSP-Mandatar.

» Eine gute Seniorenpolitik zeichnet sich nicht zuletzt dadurch aus, dass sie zielgruppengerichtet ist. Denn 'die Senioren' sind natürlich keine homogene Gruppe. Für alle diese Gruppen sollten nach Möglichkeit maßgeschneiderte Angebote geschaffen werden«, erklärte Patrick Meyer zum Abschluss.

Nachgefragt: »Europa verdient ein Dankeschön«

Beim Senioren-Kongress christdemokratischer Parteien am Dienstag in Eupen wurde über viele Dinge diskutiert. Das Grenz-Echo bat drei Redner um eine Einschätzung, welche Rolle Europa bei der Ausrichtung einer künftigen Seniorenpolitik spielen könnte.

Jean-Luc Dehaene, ehemaliger Premier:
» Es ist eine verkehrte Vorstellung, dass es in Europa ein Demokratiedefizit gibt und in der EU die liberale Wirtschaftspolitik promotet wird, in der soziale Regeln keine Rolle mehr spielen. Der EU kommt eine wichtige Rolle in sozialen Angelegenheiten und bei der Gesundheitspolitik zu. Wir haben allerdings mit dem Problem zu kämpfen, dass die Gesetzgebung über soziale Angelegenheiten nur mit Einstimmigkeit verändert werden kann. Dies hat zur Folge, dass viele Prozesse sehr schleppend voran kommen. Nicht vergessen sollte man darüber hinaus, dass Soziales in weiten Teilen eine nationale Zuständigkeit ist und die Kompetenzen der EU damit sehr beschränkt sind. Europa muss dafür sorgen, dass Ältere eine wichtige Funktion in unserer Gesellschaft erhalten und nicht an den Rand gedrängt werden. Und die EU tut bereits viele Dinge, um ihnen zu helfen. Ein Beispiel sind die Vorgaben, die Staatsschuld zurückfahren, was letztlich zur Folge hat, dass genug für die Pensionskassen übrig bleibt. Außerdem bewirkt die EU vieles im Kampf gegen Diskriminierung.«

Melchior Wathelet, Staatssekretär:
» Die verschiedenen christdemokratischen Parteien haben sich in Eupen getroffen, um über die Frage zu debattieren, wie Senioren besser in unsere Gesellschaft integriert werden können. Es besteht tatsächlich die Gefahr, dass ihr Schicksal in den Hintergrund gerät, wenn die öffentliche Debatte sich vor allem um die europäischen Herausforderungen in der Wirtschaftskrise oder der Umweltpolitik dreht. Auf diese Fragen müssen wir europäische Antworten finden. So brauchen wir im Umgang mit den älteren Menschen Mindeststandards, um den Wohlstand der Senioren garantieren zu können. Die Unterschiede zwischen einzelnen Nationalstaaten müssen dabei abgebaut werden. Wenn es immer mehr Ältere und weniger Geburten gibt, sollten wir auch mehr Ältere in den Arbeitsmarkt integrieren, so wie es die Lissabon-Strategie vorschreibt. Dies ist die einzige Lösung, damit alle Kosten, die sich aus dem Renten- und Gesundheitssystem ergeben, bezahlbar bleiben.«

Bernhard Worms, Präsident der Europäischen Senioren-Union:
» Das Ziel unserer Arbeit in der Europäischen Senioren-Union ist, dass Jung und Alt sich treffen und die Probleme, die vor uns liegen, gemeinsam lösen. Was hier in Eupen entstanden ist, war ein Leuchtturm in dieser Richtung. Wir haben vereinbart, uns beim Auf- und Ausbau einer sozialen Sicherung auf das zu stützen, was unsere Väter erarbeitet haben. Dies bedeutet: umlagefinanzierte Rente, aber auch der betriebliche Aufbau einer Altersversorgung. Das private Element muss als Drittes berücksichtigt werden. Das kann natürlich nur der, der auch etwas übrig hat, um eine private Lebensversicherung anzulegen. Natürlich empfinden Senioren in Zeiten der Krise eine gewisse Sorge. Jedoch bringen wir unsere Lebenserfahrung mit. Unsere Eltern und Großeltern haben Krisen und die Inflationen nach den Weltkriegen erlebt. Wir wissen darüber hinaus, wer sich im christlichen und wirtschaftlichen Sinne nicht an die Regeln hält, gerät ins Verderben. Deshalb lautet unsere Botschaft: 'Kehret um!'. Für die Euroskeptiker habe ich kein Verständnis, denn es gibt viele Beispiele dafür, wie uns Europa geholfen hat, nicht allein nur bei der Friedenssicherung. Der britische Premier Brown hat zuletzt erklärt, dass er sich den Euro als Währung für sein Land wünscht. Der Euro ist ein absoluter Garant dafür, dass die Kaufkraft unserer Währung nicht manipuliert werden kann. Allein deshalb verdient Europa ein Dankeschön.«  (sc)


Quelle: Grenzecho Eupen

 

 


„Wir wissen, was in Simmerath los ist“
CDU-Gemeindeverband Simmerath bestätigt Bernd Goffart als Vorsitzenden. Vereinbarung über Wahlkampf-Plakatierung.

21.03.2009

Steckenborn. Zum Wahlmarathon hatten sich die Mitglieder aus den elf Simmerather CDU-Ortsverbände im Saal Stollenwerk in Steckenborn getroffen. Zuerst wurden die 32 Vertreter und nochmals 32 Ersatzvertreter des Gemeindeverbands für die Versammlung zur Nominierung des Direktkandidaten bei der Landtagswahl gewählt. Diese Delegierten können dann ebenfalls auf Landesebene an der Versammlung teilnehmen, die die Reserveliste für die Landtagswahl aufstellt.

Und zum Ende der Versammlung wurden dann nochmals Delegierte gewählt, 19 diesmal und ebenso viele Ersatzdelegierte für die CDU-Kreisparteitage 2009 und 2010.

Foto: Eifeler Zeitung

Der wiedergewählte Vorstand der Simmerather CDU mit (sitzend von links) Guido Nußbaum, Bruno Laschet, Ursula Harth, Ute Koll-Harzheim und dem Vorsitzenden Bernd Goffart, stehend die Beisitzer. Foto: Dieter Münker

Um einiges einfacher ging es dann zu als ein neuer Gemeindeverbands-Vorstand für die nächsten zwei Jahre gewählt wurde: Die bisherigen Amtsinhaber wurden ohne Gegenkandidaten wiedergewählt. Dennoch erhielten sie von den 77 stimmberechtigten Mitgliedern unterschiedlich viele Stimmen (s. Box).

Axel Wirtz, Landtagsabgeordneter und voraussichtlich wiederum Kandidat für den Landtag, hatte sich entschuldigen lassen: Ein ähnliches Wahlprogramm hatte am gleichen Abend sein heimatlicher CDU-Stadtverband in Stolberg zu bewältigen.

In seinem Rechenschaftsbericht hatte Vorsitzender Bernd Goffart unter Hinweis auf die vielen vom Vorstand besuchten Versammlungen in den elf Ortsverbänden auch die Stärke der Simmerather CDU gesehen. Sie seien die Quelle der Informationen mit denen die Fraktion im Rat erfolgreiche Politik gestalte: „Wir wissen, was in Simmerath los ist, wo die Bürger der Schuh drückt.“ Deshalb gehe die Simmerather CDU nicht nur mit einem starken Bürgermeister-Kandidaten Karl-Heinz Hermanns in den Wahlkampf, sondern auch mit einem starken Team aus erfahrenen und jungen engagierten Kandidaten.

Vorwürfe an SPD-Kandidat

Dem Bürgermeisterkandidaten der SPD warf er vor, dass er als Bürgermeister nicht halten könne, was er jetzt als Kandidat verspreche. Bruno Laschet verwies als Schatzmeister auf eine für die kommenden Wahlkämpfe wohl gefüllte Kasse. Beschlossen wurde von den Mitgliedern, die rund 6000 Euro Erlös aus den Marktveranstaltungen wiederum den Kindergärten zur Verfügung zu stellen.

Bernd Goffart wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Parteivorsitzenden erneut vereinbart hätten, nur auf den Parteien gemeinschaftlich gehörenden Stellwänden zu plakatieren. Und er bat die CDU-Mitglieder eindringlich, sich an diese Vereinbarung zu halten.

Während die Stimmzettel zur Wahl der Beisitzer ausgezählt wurde, wagte Bürgermeisterkandidat Karl-Heinz-Hermanns einen Blick in die nahe Zukunft, auf Wirtschaftskrise und Konjunkturpakete. So würden Mittel für die auf 7,5 Millionen Euro teuren Arbeiten an der Hauptschule beantragt. Mit Hilfe aus dem Konjunkturpaket und Eigenmittel solle auch der Kindergarten Strauch für rund 484 000 Euro wärmetechnisch auf neuesten Stand gebracht werden. 800 000 Euro würden aus den Konjunkturpaketen für Maßnahmen der Infrastruktur nach Simmerath fließen. Und da damit nicht alle Wünsche aus den Orten erfüllt werden könnten, bereite die Verwaltung für die Entscheidung im Rat eine Vorschlagsliste vor.

Hans Josef Hilsenbeck, Kandidat der CDU für den Städteregionstag, wies auf die vielfältigen Impulse hin, die von diesem großen Kommunalverband zu erwarten seien, wobei er insbesondere die Kindergärten und die Berufskollegs erwähnte, denn die Förderung der Kinder könne nicht früh genug beginnen.

Gerade in der Eifel brauche die Jugend ortsnah alle Möglichkeiten, um fit zu werden für die Arbeitswelt. Gute Chancen sah er für eine bessere Verkehrsanbindung, wie der Ausbau der angestrebte Ausbau der Breitbandverkabelung im Zusammenwirten der Kreise Aachen, Düren und Euskirchen schon auf einem gute Weg sei. Wichtig sei aber, dass man die Interessen der Eifel geschlossen vertrete, sonst könne man in der Städteregion nicht erfolgreich Politik machen. (Mü)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


Einruhr möchte Kurort werden
Wasser aus der Heilsteinquelle soll mehr als nur ein Geheimtipp sein. Die Rursee-Touristik steht in den Startlöchern für die neue Saison.

21.03.2009

Einruhr. Das Wasser aus der Heil­steinquelle steckt voller Energie, es ist gesund, völlig kostenlos und gut für den Magen. Einst wurde das Wasser sogar an der preußischen Königstafel getrunken. Karin Birkhoff von der Rursee-Touristik erzählt: Wohl eher durch Zufall hatte ein Mann das gerötete Ekzem (Neurodermitis ?) an seinem Arm mit kühlem Wasser aus der Heilsteinquelle beträufelt. Etliche Tage später waren Rötung und Ekzem deutlich weniger geworden. Medizinisch ist dies nicht belegt, sagt Karin Birkhoff.

Foto: Eifeler Zeitung

Das Wasser aus der Heilsteinquelle ist gut, gesund und völlig kostenlos. Sie wollen mit dem Wasser und dem Zapfbrunnen im Hof des Heilsteinhauses künftig stärker für Einruhr und den Rursee werben: Cornelia Freuen, Sebastian Lindt und Karin Birkhoff (von links) von der Rursee-Touristik.

Dies gilt auch für den Mann, dessen „Magen-Probleme“ nach dem Genuss von Wasser aus dem Zapfbrunnen im Hof des Heilsteinhauses stark nachgelassen haben. „Einige Leute schwören auf das Wasser aus der Heilsteinquelle“, das längst „zum Geheimtipp“ geworden ist, sagt Karin Birkhoff, sie betont dabei: „Allerdings darf das Wasser nicht als Heilwasser bezeichnet werden“. Gleichwohl hat sie einen Traum: Das „gute und energiereiche Wasser“ aus der Heilsteinquelle soll helfen, dass Einruhr „irgendwann“ als Kurort anerkannt wird.

Auf jeden Fall wollen Karin Birkhoff und die Rursee-Touristik erreichen, dass die Heilsteinquelle mit dem Zapfbrunnen im Hof des Heilsteinhauses touristisch wieder mehr ins Bewusstsein kommt, auch soll das Wasser wieder stärker als Attraktion „vermarktet“ werden. Dies kann auch geschehen vom 19. bis 21. Juni, wenn das Sommerfest in Einruhr rund um das Heilsteinhaus gefeiert (samt dem 8. Euregio-Mountain-Bike-Cup) wird.

Für Einruhr stehen in diesem Jahr weitere Events auf dem Terminkalender der Rursee-Touristik, wie der Genießer-Wandertag am 24. Mai, der Pfingst-Trödelmarkt vom 30. Mai bis zum 1. Juni, das Pflaumenfest am 20. September, eine Kunstausstellung vom 16. bis 30. August im Heilsteinhaus und das Jubiläum der Postkutsche, die übrigens am 31. Mai in die neue Saison startet.

In den Sommermonaten gehört die „Diligence“ unbedingt zum Straßenbild zwischen Einruhr und Erkensruhr. Seit nunmehr 40 Jahren ist die Kutsche touristisch unterwegs, genau seit dem 29. August 1969. Das Jubiläum soll entsprechend gefeiert werden, sagt Karin Birkhoff.

Der Genießer-Wandertag ist längst zu einem kleinen Highlight am Rursee geworden, im vergangenen Jahr wurden allein in Einruhr rund 750 Teilnehmer gezählt (etwa 500 Gäste waren es beim Genießer-Wandertag im Herbst in Rurberg.

Die Rursee-Touristik, so erläutert Geschäftsführer Sebastian Lindt, hat wiederum kompetente Partner für den Wandertag gewinnen können. Die Rursee-Touristik ist derzeit dabei, die neue Saison vorzubereiten. Dazu gehört auch, so Sebastian Lindt, ein neuer Gastronomieführer, der Ende März vorliegen wird. Offiziell eröffnet wird die Saison Ende März mit der „Schlemmertour“ (wir berichteten).

Völlig neu gestaltet wird auch der Veranstaltungskalender, der zum ersten Mal ab April gilt. Jede der vier Jahreszeiten hat eine Auflage von 10 000 Stück. Gastführer und Veranstaltungskalender wollen auch dafür werben: Am Rursee können die Gäste wohnen und in der Gemeinde einkaufen.

Das Rurseefest (vom 16. bis 19. Juli) attraktiver zu machen, gehört auch zu den Zielen der Rursee-Touristik in diesem Jahr. Im Angebot ist wiederum das Drachenboot-Rennen, eingerichtet wird in Rurberg ein „Kulinarischer Markt“ (mit Spezialitäten aus der Region), unterstützt wird dieser Markt von der Initiative „Marke Eifel“. In Woffelsbach gibt es (besonders für Kinder und Familien) einen „Drachen- und Feuermarkt“.

In diesem Jahr, so Sebastian Lindt, gibt es immer wieder „gute Gründe“, an den Rursee zu fahren. Dazu gehören im Sommer auch die neu gestalteten „Sonntagskonzerte“ mit den Musikvereinen, das „Straßentheater“ am 26. Juni in Rurberg, der Rursee-Marathon Anfang November, die Freibäder in Einruhr und Rurberg und die Wander-Landschaft rund um den Rursee. (dm)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


Energie aus der Region für die Region.
Erneuerbare Energien auf dem Vormarsch

400 000 Euro fließen in die Eifel nach erfolgreicher Teilnahme an Bundeswettbewerb.

18.03.2009

Kreis Aachen. Die Eifel erhält rund 400 000 Euro für das Projekt „Bioenergieregion Eifel“. Das hat Kreisdirektor Etschenberg jetzt mitgeteilt. „Damit wird das herausragende Engagement der Eifel, belohnt. Das Projekt steht neben den hervorragenden wirtschaftlichen Perspektiven auch für einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz,“ so Etschenberg.

Konstruktive Zusammenarbeit

Mit dem Konzept „Bioenergieregion Eifel“ haben die drei benachbarten Leader-Regionen „Eifel“ in Nordrhein-Westfalen sowie „Bitburg-Prüm“ und „Vulkaneifel“ in Rheinland-Pfalz gemeinsam erfolgreich am Bundeswettbewerb „Bioenergie-Regionen“ teilgenommen. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz stellt nun 400 000 Euro für den Aufbau eines Bioenergie-Netzwerkes zur Verfügung. Grundlage für die Bewerbung war die konstruktive Zusammenarbeit der Regionen unter dem Dach der Zukunftsinitiative Eifel.

Kreisdirektor Helmut Etschenberg freut sich über den Zuschlag, zeige dieser doch einmal mehr die Konkurrenzfähigkeit der Eifel im Wettbewerb der Regionen.

„Der nachhaltige Ausbau von alternativen Energiequellen bietet darüber hinaus einen hervorragenden Beitrag zum Klimaschutz. Dies wiederum wirkt sich auch positiv auf die touristischen Konzepte der Eifel aus“, betont der langjährige Vorsitzende der Eifel-Tourismus-Gesellschaft.

Insgesamt hatten sich 210 Regionen mit einer Ideenskizze am Auswahlverfahren des Wettbewerbs beteiligt. Eine unabhängige Fachjury hat aus diesen die Gewinner-Regionen ausgewählt. Insbesondere war von Bedeutung, ob die Umsetzung des jeweiligen Konzeptes regionale Wertschöpfung unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien generieren kann.

Nunmehr steht fest, dass die Eifel sich durchsetzen konnte und eine von 25 Siegerregionen ist, die Fördermittel für die Umsetzung ihrer Konzepte erhält.

Schwerpunkte des Entwicklungskonzeptes „Bioenergie Eifel“ sind die Entwicklung von regionalen Wertschöpfungspartnerschaften in den Bereichen Energieholz, Biogaseffizienz und Biomassehöfen sowie die Vernetzung der lokalen Akteure der Eifel. Die langfristige Vision ist der Umbau der Energieversorgung in der Mittelgebirgsregion Eifel auf erneuerbare Energien. Daher sollen die Aktivitäten in ein Gesamtkonzept zum Klimaschutz sowie zum Stoff- und Ressourcenmanagement in der Eifel eingebettet werden.

„Die Preisträger haben mit ihren Konzepten gezeigt, wie man beispielhaft die energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe voranbringen kann. Energie aus der Region für die Region ist das Grundkonzept. Mit dem Anstoß für nachhaltige Bioenergie-Strukturen wird der Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten und Wirtschaftskreisläufe unterstützt,“ so die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Ilse Aigner, anlässlich der Juryentscheidung in Berlin.

Hubert Breuer: Über 50 Akteure

Hubert Breuer, Bürgermeister der Gemeinde Simmerath und Vorsitzender der Lokalen Leader-Aktionsgruppe (LAG) „Eifel“ hob die hervorragende gebietsübergreifende Zusammenarbeit der Lokalen Aktionsgruppen über die Landesgrenze hinaus hervor: „Kommunen, Landkreise, Verbände und Unternehmen, insgesamt über 50 Akteure, haben bei der Erstellung der Bewerbung vorbildlich zusammengearbeitet.“ (pka)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

 


Geld aus dem Konjunkturpaket:
Kindergarten Strauch muss saniert werden

05.03.2009

Der Experte wählte drastische Worte: „Der Kindergarten in Strauch fällt fast auseinander“, beschrieb Hermann Dulle vom Fachbüro Vika den Zustand des Gebäudes an der Sonnenstraße. Der Ingenieur hat das Kindergartengebäude bauphysikalisch, energetisch und räumlich begutachtet und ein Sanierungskonzept erstellt; Zahlen, was eine Sanierung kosten würde, wurden jetzt im Simmerather Bauausschuss noch nicht genannt, zumal die Höhe der Kosten vom Ausmaß der Sanierung abhängt. Auch stellt sich die Frage, ob der Kindergarten räumlich erweitert werden sollte, da durch die Einrichtung einer weiteren U3-Betreuungsgruppe (Kinder unter drei Jahre) zusätzlicher Raumbedarf absehbar ist.

Da das Gebäude zudem vor allem energetisch meilenweit von derzeitigen Standards und Verbrauchswerten entfernt ist, hat die Verwaltung vorgeschlagen, es bei der Verteilung der Mittel aus dem Konjunkturpaket II mit oberster Priorität zu behandeln. Zuvor werde man aber „intensiv mit dem Kreis Aachen als Träger der Einrichtung diskutieren“, kündigte Bürgermeister Hubert Breuer an.

Alex Stiel (CDU) sagte, bei der Verteilung der Mittel aus dem Konjunkturpaket II sei „noch etwas Zurückhaltung angebracht“, zumal es in der Gemeinde „sicher noch viele andere sinnvolle Einsatzmöglichkeiten“ gebe. Der Bürgermeister bestätigte: „Die Liste der Wünsche wird größer sein als die Mittel.“

Alex Stiel regte an, in die Gespräche auch die Kindergartenleitung und die BMV einzubeziehen; die nicht gerade positive Raumsituation der Vereine in Strauch sei ja hinlänglich bekannt.

Klarheit über die gute Million

In der nächsten Bauausschusssitzung soll die Sanierung des Kindergartens erneut behandelt werden. Und bis dahin soll auch Klarheit herrschen, was mit den 1,295 Millionen Euro – 484 062 Euro mit Schwerpunkt Bildung, 811 179 Euro für Infratsruktur – in der Gemeinde Simmerath passiert. (hes)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


Gemeinschaftshauptschule
Sieben-Millionen-Projekt im Kranzbruch

(hes) | 27.02.2009

Gemeinde Simmerath beantragt für die energetische und gebäudetechnische Sanierung der Hauptschule hohe Fördermittel.

Simmerath. Die Volksvertreter mussten erst einmal schlucken: Runde sieben Millionen Euro dürfte es kosten, die Gemeinschaftshauptschule Simmerath energetisch und gebäudetechnisch zu sanieren und in einen zeitgemäßen Zustand zu versetzen. Diese Zahl nannte nun Hermann Dulle vom Fach-Ingenieurbüro Vika im Simmerather Bau- und Denkmalausschuss.

Dass an dem fast 40 Jahre alten Gebäudekomplex etwas getan werden muss, dessen war man sich im Bauausschuss noch bewusst; die Dimension überraschte die Politiker dann aber doch.

Fassaden, Dach, Haustechnik

Fassaden, Dach, Haustechnik – das 4450 Quadratmeter große Schulgebäude wie auch die 1900 Quadratmeter große Turnhalle sind gnadenlos überaltert, verschlingen mit 100 Kilowattstunden je Quadratmeter (kWh/m 2) große Energiemengen. „Und dieser Energiebedarf wird sich beim angedachten Ausbau zum Ganztagbetrieb noch erhöhen“, so der Ingenieur. Normal wären für eine Schuler dieser Bauzeit (1970/71) 78 kWh/m 2, energetischer Standard für 2009 sind 50 kWh/m 2. Schon dieser Standard für das laufende Jahr würde im Falle der GHS Simmerath eine Verbrauchsreduzierung um 50 Prozent bedeuten, doch der Anspruch ist noch weit höher, Hermann Dulle: „Ab 2012 gilt für öffentliche Gebäude der Passivhaus-Standard und dieser verlangt einen Verbrauch von 15 kWh/m 2.“

Investitionspakt, Konjunkturpaket II oder „1000-Schulen-­Programm“?
Für die energetische Sanierung der Hauptschule gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten, die sich aber gegenseitig ausschließen.

Die Simmerather Verwaltung favorisiert Fördermittel aus dem „Investitionspakt zur energetischen Erneuerung von sozialer In­frastruktur“, der mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket I der Bundesregierung aufgestockt wurde und für den Regierungsbezirk Köln 33 bis 35 Millionen Euro vorsieht. Hieraus würde die Maßnahme Simmerath zu zwei Drittel gefördert, der Antrag muss bis 31. März gestellt sein.

Aus dem Konjunkturpaket II könnte die Gemeinde Simmerath maximal 484 000 Euro für die ­Sanierung der Hauptschule Simmerath frei, also ohne Zuschuss­antrag, verwenden (Investitionsschwerpunkt Bildung), wird diese Mittel aber wohl eher für die ­Sanierung des Kindergartens Strauch (Bericht folgt) einsetzen.

Aus dem sogenannten „1000-Schulen-­Programm“ soll der Bau einer Mensa für den geplanten Ganztagsbetrieb an der Hauptschule Simmerath finanziert werden. Auf einen Zuschuss aus diesem Topf müsste man allerdings verzichten, wenn es Fördermittel aus dem erstgenannten Investitionspakt gibt. (hes)

Wie eine solche Einsparung im Falle Simmerath zu erreichen ist, listete der Mann vom Fachbüro auf: 1. Energetische Ertüchtigung der Gebäudehülle durch Dämmung von Außenfassade, Dach und Boden sowie Erneuerung der Fenster; 2. Einbau einer Lüftungsanlage zur hygienischen Lufterneuerung und hocheffizienter Wärmerückgewinnung; 3. Austausch der Beleuchtung durch hocheffiziente Leuchtmittel mit intelligenter Steuerung (Präsenzmelder). Alleine diese Maßnahmen sind mit 3,8 Millionen Euro veranschlagt, wenn man den Standard 2009 ansetzt; die Mehrkosten für den Passivhaus-Standard liegen mit 4,2 Millionen Euro lediglich um 400 000 Euro höher. In der Summe mit der sonstigen Bestandssicherung (rund 2,8 Millionen Euro) addieren sich die Gesamtkosten für ein sinnvolles Sanierungskonzept auf exakt sieben Millionen Euro.

„Haben Sie mal durchgerechnet, was es kosten würde, die Schule neu zu bauen?“ wollte Ausschuss-Vorsitzender Josef Heinen durchaus ernst gemeint wissen. Doch bei kalkulierten Kosten von 1800 Euro je Quadratmeter bei einem Neubau würde eine neue Hauptschule in den jetzigen Ausmaßen rund elf Millionen Euro kosten, „und da sind die Abrisskosten noch nicht dabei“, so der Ingenieur.

Stattdessen ist nun die Frage, welchen Zuschusstopf die Gemeinde anzapft (siehe Box), wie viel es daraus gibt und wie man den verbleibenden Eigenanteil von mindestens einem Drittel stämmt – das wären bei sieben Millionen Euro Gesamtkosten immer noch schlappe 2,5 Millionen Euro.

Nicht nur deshalb waren die Fraktionen im Bauausschuss zunächst uneins. Bei einer Einsparung von nur 20 000 Euro im Jahr sei die Kosten-Nutzen-Relation „nicht darstellbar“, meinte Hermann-Josef Bongard (FDP) und wunderte sich, dass das weit größere Monschauer Gymnasium für ein Drittel der Kosten energetisch saniert werde. Helmut Keischgens (UWG) mochte die Neubau-Variante noch nicht von der Hand weisen: „Schließlich hat die Schule von einst 600 Schülern heute nur noch gut ein Drittel, könnte also kleiner gebaut werden“, so Keischgens.

SPD-Sprecher Gregor Harzheim hatte wohl die jüngst diskutierten Fusionen mit Schulen der Nachbarkommunen im Hinterkopf, als er orakelte: „Vielleicht gibt es ja noch ganz andere Lösungen.“

Passivhaus-Variante beantragt

Alex Stiel beantragte für die CDU, dennoch, den Förderantrag mit dem Ziel einer Sanierung nach Passivhaus-Standard zu stellen und dann „mal zu sehen, was wir bekommen“. Diesem Vorschlag schlossen sich alle Fraktionen schließlich an – mit Ausnahme der UWG, die mit dem Zuschussantrag die Sanierung schon für beschlossene Sache hält. (hes)

 

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


Nach Einzelgesprächen Einigkeit in Einruhr
Simmerather Planungsausschuss beschließt Änderung des Bebauungsplanes für den Ortskern

Einruhr. Hohe Wellen hatte am Obersee die Absicht der Gemeinde Simmerath geschlagen, den Bebauungsplan für den Ortskern Einruhr zu ändern, mit dem Ziel, die dorftypische Bebauung zu sichern. Auslöser für die Planänderung war, dass insbesondere im Bereich Hostertberg in der Vergangenheit einige Wohngebäude mit beträchtlichen Ausmaßen entstanden waren. Nachdem nun weitere Bauvoranfragen in diese Richtung zielten, wollte man mit der Planänderungen dieser Entwicklung zuvorkommen. So wurde fürs erste eine Veränderungssperre erlassen. Nun verabschiedete der Simmerather Planungsausschuss einstimmig die Änderung des Bebauungsplanes, sodass das Verfahren in die Offenlage gehen kann.

Sowohl bei einer Bürgerversammlung in Einruhr wie auch in nachfolgenden Einzelgesprächen der Verwaltung mit Betroffenen waren die strittigen Fragen geklärt worden, obwohl ein friedlicher Abschluss des Verfahrens zeitweise aussichtslos erschien.

Dass auf diese Weise Einvernehmen erzielt worden sei, freute auch CDU-Sprecher Bruno Löhrer, der Wert auf die Feststellung legte, dass „ausländerfeindliche Tendenzen“ bei dem Verfahren keine Rolle gespielt hätten. In der teilweise emotional geführten Debatte im Vorfeld hatte es solche Äußerungen gegeben, da unter unter anderem ein Bauherr russischer Herkunft einen Bauantrag für ein recht groß dimensioniertes Gebäude eingereicht hatte. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


Ortsumgehung Kesternich:
Artenschutz verhindert die Ideallösung

(hes) | 18.02.2009

Simmerath. Die Ortsumgehung Kesternich ist zum Greifen nah. Vor über 50 Zuhörern hat Manfred Jansen vom Landesbetrieb Straßenbau am Dienstag dem Simmerather Bauausschuss die dritte und bislang beste Trasse der nördlichen Umgehung vorgestellt und eine Realisierung ab 2013 in Aussicht gestellt.

Einziger Haken: Eine Anbindung an die B266 nach Einruhr scheint aus Gründen des Artenschutzes nicht realisierbar, stattdessen würde das Teilstück der Landstraße 166 entlang des Baugebiets «Im Dreieck» und der Rurberger Straße mit geschätzten 1200 Fahrzeugen täglich mehr belastet. Aus diesem Grund konnte der Bauausschuss sich am Dienstag nach 90-minütiger Diskussion noch nicht dazu durchringen, der «Trassenvariante 1c» zuzustimmen.

Umgehungsstraßen sind in der Eifel seit Jahrzehnten ein beliebtes Thema für Bürger, Politiker und Verwaltungen. Realisiert aber wurde letztendlich seit Jahren keine einzige Ortsumgehung, nicht in Roetgen, nicht in Konzen, Imgenbroich oder in Höfen. Die Umgehungsstraße für das vor allem an Ausflugswochenenden von einer Blechlawine «gesegnete» Kesternich aber scheint nun so nah wie nie zuvor.

Im Jahr 2025 rund 10 000 Autos und Lkw’s täglich weniger in Kesternich

Nach Zählungen und Berechnungen des Landesbetriebs Straßenbau befahren derzeit täglich 4500 Fahrzeuge die Straucher Straße und 7100 die Ortsdurchfahrt. Die Prognose erwartet bis zum Jahr 2025 einen Anstieg auf rund 6300 bzw. 8600 Fahrzeuge.

Die geplante Nordumgehung würde die beiden Kesternicher Einfallstraßen (gemessen an der Prognose für 2025) um 6200 Fahrzeuge (Ortsdurchfart B266) bzw. 3800 Fahrzeuge (Straucher Straße) entlasten. Sie würde allerdings das Teilstück von der Einmündung der Umgehungsstraße in die L166 bis zum Anschluss B266 mit 1200 Autos täglich zusätzlich belasten.

Das weitere Verfahren: Gibt Simmerath sein Ok zur Trassenvariante 1c, geht es 2010 in das sogenannte Linienabstimmungsverfahren und circa 2011 in das rund zweijährige Baurechtsverfahren. Ab 2013 könnte die Straße, zu der auch eine 60 Meter lange Brücke über das Naturschutzgebiet im Quellgebiet des Weidenbachs und zwei Kreisverkehre gehören, dann gebaut werden.

Die geplante Umgehung wird rund 7,5 Millionen Euro kosten und steht damit, so der Landesbetrieb, „bei einer Verkehrsentlastung von 70 Prozent innerorts in einem guten Kosten-/Nutzen-Verhältnis“.

Quelle: Eifeler Zeitung

Der Landesbetrieb Straßenbau hat eine Trasse fernab der Bebauung gefunden und ist willens, dass Millionenprojekt in Angriff zu nehmen. Für die - auch dort vorhandenen - umweltrelevanten Bedenken liegen Lösungen parat, und «auch der Kreis Aachen zeigt sich überaus kooperativ», wie am Dienstag im Bauausschuss betont wurde.

Lärmschutz auch ohne Gesetz

Die künftige Umgehungsstraße beginnt auf der Straucher Straße am Ortseingang von Kesternich aus Richtung Strauch und verläuft nördlich der Ortslage. Im Bereich der Straßen Im Sief und Nordstraße kommt die Trasse bis auf 100 Meter an die Bebauung heran, liegt ansonsten aber weit weg von den Wohnhäusern.

Manfred Jansen erläuterte, dass man wegen dieser großen Entfernung gesetzlich nicht gezwungen sei, für Lärmschutz zu sorgen. «Da wir aber in weiten Teilen der Trasse nichts in Sachen Lärmschutz machen müssen, könnte man den Überschuss für Lärmschutzmaßnahmen im Bereich Sief/Nordstraße bzw. Rurberger Straße/Dreieck nutzen», stellte Jansen in Aussicht.

«Darauf möchten wir auch Wert legen», bat Kesternichs Ortsvorsteher Ulrich Offermann, darum, den Lärm- und Anwohnerschutz auch bei der nun großen Entfernung nicht außer Acht zu lassen.

Besonders wichtig ist der Anwohnerschutz ihm wie auch allen anderen Sprechern im Bauausschuss aber für den südöstlichen Teil des Dorfes: «Es kann nicht sein, dass wir die einen im Ort entlasten und die anderen belasten», forderte er mit Nachdruck, in weiteren Gesprächen auf eine direkte Anbindung an die B266 zu drängen.

Für hörbaren Unmut sorgte die Begründung, warum die zusätzliche Querverbindung zur B266 nicht umsetzbar erscheint. «Biologen und Umweltbehörden haben in diesem Bereich mehrere Tierarten nachgewiesen, die vom Aussterben bedroht sind», erläuterte Manfred Jansen. Und dies sei nach aller Erfahrung, die man beim Landesbetrieb habe, ein «K.o.-Argument» für ein Bauvorhaben, wenn es eine Alternative gebe. «Und in diesem Bereich gibt es eine Alternative, nämlich die vorhandene L166», so Jansen.

Die Art «Menschen» schützen

Dennoch brachte im Bauausschuss niemand Verständnis für den Artenschutzgedanken auf: «Wir sollten erst einmal an die Art ÈMenschÇ denken, ehe wir andere Arten schützen», ereiferte sich Ulrich Offermann (CDU), und auch sein Fraktionskollege Bernd Goffart wunderte sich, «dass da außer einer kleinen Hecke doch nichts steht».

Gregor Harzheim (SPD) wunderte sich, dass die Umweltbedenken auf der Nordumgehung ausräumbar seien, die Anbindung im südöstlichen Bereich aber eben daran scheitere. «Schließlich wird auf der Nordumgehung sogar eine Brücke über ein Naturschutzgebiet gebaut», so Harzheim. Manfred Jansen aber stellte heraus, «dass es dort eben keine alternative Trasse gibt» und Paragraph 4a des Landesumweltgesetzes NW ein solches Vorhaben nur dann verbiete, wenn es keine Alternativmöglichkeit gebe («Verschlechterungsverbot»).

«Wenn wir das jetzige Teilstück der L166 zurückbauen und quasi der Natur zurückgeben, müsste doch eine Lösung möglich sein», rangen Bernd Goffart und Jens Wunderlich (CDU) nach einer Lösung, doch Manfred Jansen blieb bei seiner Einschätzung, die, wie er versicherte, nicht seine persönliche Meinung widergebe: «Aufgrund des hohen Stellenwerts, den der Artenschutz in unserer Gesetzgebung genießt, sehe ich keinerlei Chance auf eine Realisierung».

Auch UWG, FDP und Grüne stimmten schließlich der Anregung von Ulrich Offermann zu, die Thematik in einer Bürgerversammlung in Kesternich noch einmal öffentlich zu diskutieren. Der Ortsvorsteher: «Wir sind nicht dagegen, dass in Kesternich etwas passiert. Aber wir brauchen 100 Prozent und nicht 75.»

Kommentiert
Lieber den Spatz in der Hand

Heiner Schepp

zur Ortsumgehung in Kesternich

6200 Autos weniger auf der Bundesstraße, 3800 Fahrzeuge weniger auf der Straucher Straße – und das Tag für Tag. Das ist eine ganze Menge, das bedeutet weniger Lärm und bessere Luft dort, wo viele Kesternicher wohnen. Natürlich gibt es auch Gegenargumente – wegfallende Kundschaft für die Geschäfte im Ort, Millionen Steuergelder, die die neue Straße kostet, und die Landschaft, die verloren geht und neu versiegelt werden muss.

Dennoch überwiegen die Argumente für eine Ortsumgehung Kesternich, und diese ist so greifbar nah wie noch keine andere der viel diskutierten Umgehungsstraßen in der Nordeifel.

Die Kesternicher Politiker, so wurde am Dienstag deutlich, wollen aber die ganze Lösung, sie wollen eine neue Anbindung an die Straße nach Einruhr und keine Mehrbelastung der Häuser an der Rurberger Straße und Im Dreieck. Da aber meldet sich der Umweltschutz, an dem schon so manche Umgehungsstraße, oft auch zu Recht, gescheitert ist: Goldammer, Fledermäuse und andere vom Aussterben bedrohte Tierarten würden von diesem neuen Teilstück verscheucht, sind Biologen sicher. Dennoch sollte noch einmal genau geprüft und darum gerungen werden, die Ideallösung zu erreichen, fordern nicht nur die Ortspolitiker.

Man sollte dieses letzte Teilstück aber nicht zum Anlass nehmen, die ganze Sache scheitern zu lassen. Oder auf den konkreten Kesternicher Fall bezogen: Lieber der Spatz in der Hand, als die Goldammer auf dem Dach . . .

h.schepp@zeitungsverlag-aachen.de


Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


Akzeptanz für große Reithalle in der Nachbarschaft vorhanden?
Vorhaben in Rollesbroich: Vor der Genehmigung möchte die Gemeinde zunächst die Meinung der Anwohner hören

Rollesbroich. Die beantragte Änderung des Bebauungsplanes in der Steinrötschstraße in Rollesbroich ist vorerst vom Simmerather Planungsausschuss zurückgestellt worden. Hier hat ein Grundstückseigentümer den Bau eines überdachten Reitplatzes für private Zwecke beantragt. Von der Außenwirkung unterscheidet sich das 20 x 40 Meter große Vorhaben allerdings kaum von einer Reithalle, wie aus den Antragsunterlagen ersichtlich wird.

Die Verwaltung kommt in einer ersten Prüfung zur der Auffassung, dass das Bauvorhaben aufgrund seiner Größe nicht „ortsüblich“ sei. Diese Auffassung teilte auch der Planungsausschuss nach einer Ortsbesichtigung.

Horst Jansen, sachkundiger Bürger im Ausschuss hatte einen Antrag eingereicht, die Entscheidung über die Aufstellung eines Bebauungsplanes vorerst zurückzustellen. Bis zur nächsten Sitzung des Planungsausschuss, die am 24. März stattfindet, soll mit den Anwohnern besprochen werden, welche Haltung sie zu dem Bauwerk einnehmen. Diesem Vorschlag folgte auch der Ausschuss.

Manfred Sawallich (SPD) erkannte ein „etwas voluminöses Bauwerk“, während Bruno Löhrer (CDU) mahnte, „gut zu überlegen“, ob man einem solchem Vorhaben zustimme, da eine Genehmigung eventuell „Auswirkungen auf das gesamte Gemeindegebiet“ haben könnte. Wenn man in Rollesbroich ein solches Objekt gestatte, könne man es andernorts wohl nur schwer ablehnen. Diese Gefahr sah allerdings Fraktionskollege Hans-Josef Hilsenbeck nicht heraufziehen: „Jeder Bauantrag muss dorftypisch betrachtet werden.“ (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

Dorfzentrum bleibt unter der Lärmgrenze
Das schalltechnische Gutachten für das geplante Sport- und Kulturzentrum Kesternich räumt Bedenken aus. Detaillierte Untersuchung.

Kesternich. Vom geplanten Dorfzentrum Kesternich gehen keine Lärmbelastungen aus, die die Grenzwerte überschreiten. Das ist das Ergebnis eines schalltechnischen Prognose-Gutachtens, das kürzlich im Planungsausschuss der Gemeinde Simmerath vorgestellt wurde. Das Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplans für das Dorfzentrum am Ortsrand in der Nähe des Friedhofs kann somit fortgeführt werden.

Auch den Verkehr berücksichtigt

Vorsicht ist besser als Nachsicht, hatte sich wohl die Verwaltung gedacht, und daher ein zweites schalltechnisches Prognosegutachten in Auftrag gegeben, um alle Bedenken auszuräumen. In diesem zweiten Gutachten sollte konkretisiert werden, wie es um die Immissionen des Dorfgemeinschaftshauses, des Sportheims und der Sporthalle steht. Außerdem sollte das Gutachten den an- und abfahrenden Verkehr unter Berücksichtigung aller drei Zu­fahrtsmöglichkeiten zum Sport- und Kulturzentrum untersuchen. Auf dem Gelände sind etwa 130 Parkplätze vorgesehen.

Die Erkenntnisse des Gutachters nach der detaillierten Untersuchung: Sowohl tagsüber als auch zur Nachtzeit liegt die Lärmausbreitung des an- und abfahrenden Verkehrs unter dem zulässigen Grenzwert. Das Gleiche gilt für den laufenden Sportbetrieb. Ebenso werden die zulässigen Lärmwerte unterschritten, wenn im Dorfgemeinschaftshaus eine Veranstaltung mit Musikbeschallung stattfindet. Selbst von einem Festzelt ginge ein Lärmpegel aus, der die zulässige Lärmbelastung unterschreitet, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Zeltbenutzung nicht über zehn Tage im Jahr hinaus stattfindet.

Vorab untersucht wurden auch die drei Zufahrtsmöglichkeiten zum Dorfzentrum über Schulstraße, Maarstraße und einen Wirtschaftsweg, der zur Bundesstraße führt. Letztere Zufahrtsmöglichkeit würde aber erst dann interessant, wenn die neue Umgehungsstraße aus der Bundesstraße in Kesternich eine untergeordnete Straße machen würde. Erst dann dürfte eine Anbindung erfolgen.

Laut Gutachter bleiben die beiden anderen Zufahrten trotz zunehmenden Verkehrs ebenfalls unter den zulässigen Werten, so dass der Fachmann als Fazit festhielt, dass das Projekt Sport- und Kulturzentrum Kesternich mit den Forderungen des Emissionsschutzgesetzes vereinbar sei. So be­schloss auch der Planungsausschuss einstimmig, das Planverfahren fortzusetzen, da aus schalltechnischer Sicht keine Hindernisse im Wege stehen. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

Für Unterstand einen neuen Standort suchen

Kesternich. Nicht genehmigt wurde vom Simmerather Planungsausschuss der Antrag auf den Bau eines Unterstandes für die Unterbringung von landwirtschaftlichen Geräten und Rindern in Kesternich. Wegen der exponierten Lage soll der Antragsteller nun einen Alternativ-Standort vorschlagen. Der Unterstand ist ein ausgewachsener Schuppen von 25 x 9 Meter Grundfläche und 4,50 Meter Höhe.

Als Standort für den Unterstand ist eine Wiese an der B 266, Ortsausfahrt Kesternich in Richtung Einruhr im Bereich der Abzweigung nach Rurberg vorgeschlagen worden.

Die Verwaltung gab zu bedenken, dass der Unterstand an dieser Stelle nicht nur gut sichtbar sei, sondern auch mit einer möglichen Trassenvariante der Ortsumgehung Kesternich kollidiere. Ehe die endgültige Trassenführung nicht feststehe, sollte man daher davon absehen, eventuell neue Hindernisse zu schaffen. Daher sprach sich der Ausschuss gegen das Vorhaben aus und empfahl dem Antragsteller, einen Alternativ-Standort zu suchen. (P. St.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

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Kompromisse im Kraremann-Karree
Weg ist frei für den Neubau von zwei Geschäftshäusern auf den Parkplätzen an der Robert-Koch-Straße in Simmerath

Ein großes Bauprojekt im Ortskern Simmerath wirft seine Schatten voraus. Im Mai/Juni soll mit dem Neubau von zwei großen Geschäftshäusern auf den Parkplätzen an der Robert Koch-Straße in Simmerath begonnen werden.

Der Planungsausschuss beschloss jetzt bei zwei Nein-Stimmen (UWG) und einer Enthaltung die Aufstellung eines Bebauungsplans für das so genannte „Kraremann-Karree“. Zuvor muss die Gemeinde, die das Grundstück verkauft, noch die Entwässerungssituation auf der Fläche verändern. Vor allem aber muss vor Baubeginn der Ersatzplatz an der Quadfliegstraße zur Verfügung stehen. Die Kosten für die Herrichtung dieses Platzes wird der Investor übernehmen. Weil durch das Projekt an der Robert Koch-Straße von den hier 120 vorhandenen Parkplätzen ca. 50 Plätze wegfallen, soll in der Nähe des Krankenhauses ein Ausgleich geschaffen werden.

Schneller als von manchem erwartet, kann das Kraremann-Karree nun Gestalt annehmen, denn nach weiteren von der Verwaltung angeregten Gesprächen mit den Anwohnern „konnte über die strittigen Punkte weitgehend Einvernehmen erzielt werden“, berichtete Bürgermeister Hubert Breuer in der Sitzung.

„Das Kraremann-Karree ist ein wichtiger Baustein für die weitere Entwicklung in Simmerath und die Verbesserung der Einkaufsvielfalt.“
Bruno Löhrer, CDU-Fraktionssprecher

Die mit der Interessengemeinschaft Kammerbruchstraße erzielten Kompromisse (hier ging es unterem anderem um Lärmbelästigung, die Lage der neuen Gebäude und Bestandsschutz) beschleunigten zwar das Verfahren, sorgten beim Ausschussvorsitzenden Gregor Harzheim aber auch für Verstimmung, weil der Ausschuss über diese aktuelle Entwicklung offiziell nicht im Bilde war. Der Bürgermeister wies darauf hin, dass die Aktivitäten der Verwaltung außerhalb des offiziellen Verfahrens anzusiedeln seien. Ziel der Gespräche sei es gewesen, Einvernehmen mit den Anwohnern zu erzielen, statt sich auf langwierige juristische Auseinandersetzungen einzulassen.

Thema des Gespräches mit der IG Kammerbruchstraße in der vorigen Woche war auch ein schalltechnisches Gutachten. Das Ergebnis: Sowohl beim Vorschlag der Gemeinde, was die Gebäudeanordnung betrifft, wie auch beim Alternativvorschlag der IG, wurden die zulässigen Grenzwerte eingehalten, berichtete Jürgen Förster von der Verwaltung. Der Gutachter empfahl, den Gemeinde-Vorschlag vorzuziehen, da bei der IG-Alternative die Dezibelwerte teilweise sogar höher lagen.

Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns berichtete über die weiteren Ergebnisse des Gespräches mit den Anliegern. Die 70 vor den Gebäuden verbleibenden Parkplätze werden – obwohl dann in Privatbesitz – weiterhin der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Notariell abgesichert ist eine Durchfahrt zwischen den beiden Baukörpern. Außerdem hat sich der Investor bereit erklärt, vom zunächst geplanten Umfang der Gebäude Abstand zu nehmen und diese um ein Stockwerk zu reduzieren.

Kein Einvernehmen erzielte man mit der IG allerdings in der Frage, was die Positionierung der beiden Gebäude betrifft. Die Anordnung ist für den Investor nicht verhandelbar, da er sonst seine Gesamt-Konzeption gefährdet sieht. Zu dessen Verpflichtungen gehört es auch, für die künftigen Hausbewohner eine Tiefgarage zu bauen.

Kritisch stand die UWG der Investition gegenüber. Fraktionssprecher Helmut Keischgens sah in der Reduzierung der Parkplätze einen „gravierenden Einfluss“ auf die Situation im Zentrum, wobei die Parkplätze am Krankenhaus keinen adäquaten Ersatz darstellten. Claus Brust vermisste ein „langfristiges Konzept“ für die künftige Entwicklung Simmeraths und fragte sich zudem: „Wo ist die Kaufkraft für immer neue Geschäfte?“

CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer sah das Kraremann-Karree als wichtigen Baustein für die „weitere Entwicklung in Simmerath und die Verbesserung der Einkaufsvielfalt“. Diese Meinung teilte auch Manfred Sawallich (SPD).

In die neuen Geschäftshäuser soll unter anderem ein 500 Quadratmeter großes Intersport-Geschäft Einzug halten. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


Riesen-Windrad wird nicht gewünscht
Weder im Gewerbegebiet Rollesbroich noch am Alternativ-Standort Am Gericht eine Chance

Ein Riesen-Windrad in der Gemeinde Simmerath wird es nicht geben. Der Simmerather Planungsausschuss erteilte jetzt dem Antragsteller Enercon eine klare Absage.

Bereits im Herbst war über den Antrag diskutiert worden, nachdem Enercon beantragt hatte, im Gewerbegebiet Rollesbroich ein 200 Meter hohes Windrad zu errichten. Das vom Antragsteller daraufhin verlangte Gutachten machte aber deutlich, dass ein Windrad dieser Größe am gewünschten Standort wohl nicht zu realisieren ist, da 1500 Meter Abstand zur Bebauung eingehalten werden müssen. An Sonn- und Feiertagen bzw. zwischen 22 und 6 Uhr müsste die Leistung des Windrades zurückgefahren werden. Unter diesen Umständen aber wäre die Investition nicht mehr wirtschaftlich.

Also wurde der Standort Rollesbroich verworfen, und Enercon tischte der Gemeinde Simmerath einen Alternativvorschlag im Bereich Am Gericht, nahe der Abzweigung nach Huppenbroich, auf. Doch auch hier kann sich die Gemeinde mit einem Riesen-Rad nicht anfreunden, auch weil der Standort am Rande eines FFH-Gebietes liegt. Hier wären mindestens 200 Meter Abstand einzuhalten. Außerdem berichtete die Verwaltung am Alternativ-Standort nur von Windgeschwindigkeiten in der dritthöchsten Klasse.

Im übrigen wolle man nicht die Voraussetzungen für einen dritten Windenergie-Standort in der Gemeinde (bisher Strauch und Lammersdorf) schaffen.

Da nützen auch die Mahnungen von Klaus Stockschlaeder (Grüne) nichts, der mit grundsätzlichen Erwägungen zur Klimapolitik an die Verantwortung der Gemeinde Simmerath appellierte, einen Beitrag zur Nutzung regenerativer Energien zu leisten. Er erinnerte an Belastungen, die Bürger zum Beispiel durch den Braunkohletagebau oder Atommüllendlager zu tragen hätten. Da stehe auch die Gemeinde in der Pflicht, wenn man es ernst meine mit alternativen Energien. Der alternative Standort sei „optimal“ und das große Windrad erzeuge soviel Energie wie die beiden bisherigen Windparks zusammen.

Jens Wunderlich (CDU) meinte, dass man sich durchaus der Verantwortung bewusst sei, aber eine solche Riesenanlage finde keinen Rückhalt in der Bevölkerung. Er sprach von einer inzwischen „negativen Haltung“ der Bürger zu den Windrädern in Lammersdorf. Die Gemeinde unterstütze auf vielfache Weise den Ausbau regenerativer Energie, aber man habe auch „eine Verantwortung gegenüber dem Landschaftsbild“. Für eine 200 Meter Anlage werde man in der Bevölkerung keine Akzeptanz finden.

Bereits Beitrag geleistet

Simmerath habe bereits einen beachtlichen Beitrag geleistet, machte auch Manfred Sawallich (SPD) deutlich, da inzwischen mehr regenerative Energie produziert werde als die Gemeinde selbst verbrauche. Auch Claus Brust (UWG) betonte, dass man nicht gegen Windenergie sei, aber „wir müssen auch die Landschaft im Blick behalten“.

Adolf Oberthür (FDP) überraschte den Ausschuss mit der Feststellung, dass er zwar Kommanditist des Windparks Strauch sei, er aber dennoch „nichts von Windkraft hält“, weil es zu große Schwankungen bei der ins Netz eingespeisten Energie gebe. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


Feuerwehr wechselt die Straßenseite
Löschgruppe Steckenborn baut neues Gerätehaus

12.02.2009

Das alte Feuerwehrgerätehaus in Steckenborn (li.) ist zu klein geworden. Die Löschgruppe wechselt nun die Straßenseite, um sich in einem leerstehenden Fachwerkhaus (re.) ein neues Domizil zu errichten. Foto: P. Stollenwerk (Eifeler Zeitung)

Steckenborn. Für die Feuerwehr in Steckenborn wird ein neues Gerätehaus gebaut. Das notwendige Grundstück dafür wird die Gemeinde Simmerath nun kaufen. Dies hat der Strukturausschuss in seiner jüngsten Sitzung entschieden. Die Gemeinde wird das Grundstück erwerben, das dem jetzigen Gerätehaus schräg gegenüberliegt. Für den Erwerb des Grundstückes mit einem leerstehenden Fachwerkhaus sind im Entwurf des Haushaltes 2009 insgesamt 60 000 Euro vorgemerkt.

Für die Planung des neuen Gerätehauses und für „vorbereitende Maßnahmen“ sind im Entwurf des Haushaltes 10 000 Euro veranschlagt. Im Rahmen der Planung werden dann auch die Kosten für das neue Gerätehaus ermittelt. Um vielleicht schon Ende des Jahres mit den Bauarbeiten beginnen zu können, will die Gemeinde im Haushalt eine Verpflichtungsermächtigung von 50 000 Euro festschreiben.

Für den Neubau des Gerätehauses gibt es zwei Gründe: Der Kreis Aachen wird in Steckenborn einen „Gerätewagen-Messtechnik“ stationieren. Das Fahrzeug passt in seiner Größe aber nicht in das vorhandene Gerätehaus. Zudem wird die Steckenborner Wehr in einigen Jahren mit einem neuen Löschfahrzeug ausgerüstet. Auch dafür ist das alte Gerätehaus zu klein.

Die Wehrleute werden sich mit einem großen Maß an Eigenleistung am Neubau beteiligen. Das bisherige Gerätehaus wird in eine andere Trägerschaft übergeben. Über eine mögliche Nutzung will die Gemeinde mit der Steckenborner Bürgerschaft sprechen. (dm)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


CDU-Antrag:
Jugendfeten finden vielleicht im Gewerbegebiet Rollesbroich statt

11.02.2009

Gesucht wird ein Investor, der bereit ist, «Räumlichkeiten» als Treffpunkt für die Jugend zu bauen und zu betreiben. Das notwendige Grundstück für diese «Räumlichkeiten» stellt die Gemeinde Simmerath zur Verfügung, und zwar im hinteren Bereich der Siemensstraße im Gewerbegebiet in Rollesbroich.

In diesen «Räumlichkeiten» sollen Jugendliche dann ihre Feten feiern und Discos abhalten können.

Mit diesem Thema hat sich nun auch der Strukturausschuss beschäftigt, Anlass dazu war ein Antrag der CDU-Fraktion: Die Gemeinde solle im Gewerbe- und Industriegebiet Rollesbroich ein Grundstück bereitstellen, auf dem dann ein «Gebäude zur Durchführung von Veranstaltungen für Jugendliche» errichtet werden könne.

In der Gemeinde Simmerath wie in der Nordeifel überhaupt gebe es immer weniger Räume für Feten und andere Veranstaltungen für Jugendliche, beklagt die CDU-Fraktion, die Folge: «Unsere Jugendlichen müssen immer öfter weite Fahrten nach Aachen und darüber hinaus zurücklegen, um Veranstaltungen für Jugendliche besuchen zu können.»

Karl-Heinz Hermanns, Beigeordneter und CDU-Bürgermeisterkandidat, hatte unlängst auf einer Parteiversammlung versichert, «massiv in die Zukunft» der Kinder und Jugendlichen investieren zu wollen. Dazu gehöre dann auch ein Gebäude für Jugendfeten. Für die CDU-Fraktion ist aber klar, dass «ein Verein oder ein Privatmann» dieses Gebäude errichten soll. Ziel sei es, so die Fraktion in ihrem Antrag, den Jugendlichen «neue, dauerhafte Möglichkeiten zum Besuch von Feten» zu bieten.

Dass für die Jugendlichen «etwas» geschaffen werden muss, das will auch die SPD, wie Marlis Titz nun im Strukturausschuss betonte. Die SPD aber setzt Bedingungen: Der neue Antoniushof in Rurberg und die «Tenne» in Eicherscheid seien «interessant» für Jugendveranstaltungen, beide Einrichtungen müssten aber die Chance haben, sich selbst zu tragen. Zudem sei fraglich, ob für eine weitere Einrichtung ein Investor zu finden sei.

Die Gemeinde Simmerath, so entgegnete Beigeordneter Hermanns, müsse aber deutlich machen, dass sie für eine weitere Einrichtung ein Grundstück zur Verfügung stellen wolle, sonst sei es nicht möglich, einen Investor zu suchen und zu finden.

Hermanns betonte: Die Gemeinde selbst werde keine Halle bauen, sie habe aber die «Pflicht, eine Grundvoraussetzung» für eine weitere Jugendeinrichtung zu schaffen. Erst nach einem entsprechenden Beschluss des Ausschusses könne die Verwaltung tätig werden und «Ausschau nach konkreten Investoren» halten.

Heribert Vroemen von der UWG plädierte dafür, die neue Einrichtung, wenn sie denn geschaffen werden könne, «allen Bürgern in der Gemeinde zugänglich zu machen», also auch Erwachsenen. Für sie, so regte er an, könnten dort zum Beispiel «Filme gezeigt» werden.

Notwendig sei jedoch eine «vernünftige Busverbindung». Ralph Löhr (CDU) warnte davor, schon jetzt Einzelheiten festzulegen, dies müsse «dem Investor überlassen werden», der Ausschuss könne jedoch «ein Zeichen setzten, etwas für die Jugendlichen tun zu wollen».

Schließlich stimmte der Strukturausschuss dem Antrag zu, für den Bau von «Räumlichkeiten» im Gewerbegebiet in Rollesbroich ein Grundstück zur Verfügung zu stellen.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


„Das Krankenhaus ist die wichtigste Einrichtung in Simmerath“
CDU-Bürgermeister-Kandidat Karl-Heinz Hermanns zu den Schwerpunkten seiner Politik. Reserveliste aufgestellt Kandidaten für Wahlbezirke gewählt.

06.02.2009

Eicherscheid. „Heute ist ein wichtiger Tag für die CDU Simmerath, gilt es doch, Frauen und Männer zu nominieren, die maßgeblich Verantwortung für die Zukunftsgestaltung der Gemeinde Simmerath in den nächsten fünf Jahren tragen“, stimmte CDU-Bürgermeister-Kandidat Karl-Heinz Hermanns seine Parteifreunde auf den Kommunalwahlkampf ein. Anlass war die Vertreterversammlung des CDU-Gemeindeverbandes Simmerath in Eicherscheid, deren wichtigste Aufgabe es war, die Direktkandidaten und die Bewerber der Reserveliste zu bestimmen.

Spannende Personalentscheidungen waren dabei nicht zu erwarten, denn die einzelnen Ortsverbände hatten ihre Kandidaten bereits gewählt. Vielleicht war auch das der Grund dafür, dass von den 124 Delegierten nur 97 den Weg in die Tenne angetreten hatten.

Foto: P.Stollenwerk (Eifeler Zeitung)

Bernd Goffart, Vorsitzender des 575 Mitglieder starken CDU-Gemeindeverbandes Simmerath, freute sich, dass man eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Leute habe aufstellen können.

Bei den anschließenden Wahlgängen gab es dann auch keine Gegenstimmen, lediglich einer bzw. zwei Stimmzettel waren ungültig.

Karl-Heinz Hermanns widmete sich ausführlich seinen kommunalpolitischen Schwerpunkten. Das Krankenhaus und dessen Fortbestand wertete er als die „wichtigste Einrichtung in Simmerath.“ Für die Zukunftsfähigkeit des Hauses werde er kämpfen und dabei weder schwierige Gespräche noch unkonventionelle Wege scheuen.

Zum Thema Krankenhaus mahnte später CDU-Städteregionsrat-Kandidat, Kreisdirektor Helmut Etschenberg, an, dass Management und Führung des Hauses nun mit Tempo und Arbeitseinsatz die für die dauerhafte Sicherung des Krankenhauses nun eröffneten Chancen auch ergreifen sollten.

Karl-Heinz Hermanns ging auch auf die weitere Ortskerngestaltung in Simmerath ein. Das geplante Kraremann-Karree erhalte seine volle Unterstützung, weil es unter anderem durch die Ansiedlung eines 500 Quadratmeter großen Intersport-Geschäftes die Attraktivität Simmeraths als Einkaufsort weiter erhöhe. Im kommenden Jahr sei geplant, den Rathausvorplatz neu zu gestalten und damit aufzuwerten. Der Bereich vor der Stadtresidenz biete sich als Flaniermeile an, und der gesamte Platz solle autofrei bleiben.

Den demographischen Veränderungen möchte Hermanns unter anderem durch eine seniorengerechte Infrastruktur Rechnung tragen. Auch beabsichtige er, erstmalig in Simmerath einen Generationenausschuss einzurichten. Diesem Gremium sollten junge und ältere Menschen angehören.

Für „angebracht und notwendig“ hält es Karl-Heinz Hermanns, ehrenamtliche Arbeit in der Gemeinde zu würdigen. Dies beziehe sich sowohl auf den Personenkreis wie auch die Art und Weise der Ehrung. Ohne ehrenamtliches Engagement seien viele Maßnahmen in der Vergangenheit nicht machbar gewesen.

Im touristischen Bereich gelte es, die begonnenen Maßnahmen fortzusetzen, sei es die neue Mitte in Woffelsbach oder der grenzüberschreitende Radweg auf der Vennbahntrasse. Diese gelte auch für die Schaffung weiterer notwendiger Parkmöglichkeiten. Das Programm Parkplätze am Nationalpark sei inzwischen genehmigt worden und könne umgehend in Angriff genommen werden.

Bei der geplanten Ortsumgehung Kesternich dürfe eine neue Trasse nicht einseitig zu Lasten anderer Bürger gehen. Daher müsse eine für alle Bürger vertretbare Lösung gefunden werden. Auch eine Ortsumgehung müsse thematisiert werden, falls unter Einbeziehung der Bürger eine vertretbare Trassenführung gefunden werde.

Für die Verkehrsanbindung nach Aachen müsse der vollständige vierspurige Ausbau zwischen Fringshaus und Roetgen sowie zwischen Roetgen und Aachen ernsthaft geprüft werden. Für die Ortslage Roetgen gelte es, intelligente Lösungen zu finden.

Kein Bürgerbüro

Mit dem von der UWG Simmerath geforderten Bürgerbüro im Rathaus konnte sich Karl-Heinz Hermanns nicht anfreunden. Wartezeiten in der Simmerather Verwaltung seien die Ausnahme, was in einem Bürgerbüro nicht garantiert werde könne. Wohl sei daran gedacht, einzelne Dienstleistungen in einem neu gestalteten Eingangsbereich zu konzentrieren, um den Bürgern Wege zu ersparen.

Außerdem plädierte Hermanns dafür, zur Verbesserung des Bürgerservices' die Öffnungszeiten des Rathauses an einem Tag in der Woche über 18 Uhr hinaus auszudehnen. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

CDU kritisiert Wahlkampf-Stil des SPD-Kandidaten

„SPD-Kandidat spielt bewusst mit Emotionen“

Simmeraths CDU-Fraktionsssprecher Bruno Löhrer fordert SPD-Bewerber Gregor Harzheim auf, „pauschale Verunglimpfungen“ zurückzunehmen.

Eicherscheid. Als ein „bewusstes Spiel mit Emotionen“ bezeichnete jetzt Simmeraths CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer den Wahlkampfstil des SPD-Bürgermeisterkandidaten Gregor Harzheim. „Offensichtlich fühlt er sich als kleiner Obama“, setzte sich Löhrer beim Parteitag der CDU Sim-

merath in der Eicherscheider Tenne ausführlich mit dem sozialdemokratischen Herausforderer auseinander. Der SPD-Kandidat werbe mit seiner Unabhängigkeit und Offenheit und verspreche die „Allmacht der Seilschaften“ zu ersetzen. Auch werfe er den bisherigen Bürgermeistern vor, dass diese nicht zum Wohl der Gemeinde, sondern zum Wohle einer Partei gearbeitet hätten. Bruno Löhrer forderte Harzheim auf, diese „Pauschalen Verunglimpfungen“ der bisherigen Amtsträger zurückzunehmen, wenn er diese nicht konkret belegen könne. Der SPD-Kandidat müsse wissen, „wie erfolgreich die bisherigen Bürgermeister für das Wohl der Gemeinde gearbeitet haben.“ Traurig sei es, wenn der politische Gegner dies „wider besseres Wissen“ nicht zugeben könne. Schaue man dagegen einmal konkret auf das Handlungsprogramm der SPD, erkenne man „eine Abschrift unserer Vorstellungen“, meinte der CDU-Fraktionssprecher. Außerdem war Löhrer aufgefallen, dass Harzheim die eigene Partei bei seinen Vorstellungen nicht erwähne. Offenbar wolle man sich „vom schlechten Image der SPD“ absetzen.

In der Frage der Schulfinanzierung habe Harzheim den Simmerather Kostenanteil für das Vossenacker Gymnasium mit der Diskussion um die Finanzierung der Monschauer Schulen vermischt und damit bewusst oder in Unkenntnis „Äpfel mit Birnen“ verglichen. Hier handele es sich um einen völlig anderen Sachverhalt.

Löhrer gab Harzheim schließlich mit auf den Weg, zu bedenken, dass ein Bürgermeister nicht allein bestimmen könne sondern in wichtigen Fragen die Meinung der Ratsmehrheit umsetzen müsse. Harzheim könne somit zwar „freischwebend alles versprechen“, aber nicht umsetzen, falls er „wider alle Erwartungen“ gewählt würde. Die Wähler würden erkennen, dass ein solch schwacher Bürgermeister „für unsere Gemeinde nicht zu verantworten ist“. Nur der CDU-Kandidat Karl-Heinz Hermanns und eine starke CDU-Mehrheit böten die Gewähr für eine kontinuierlich weiterentwickelte Politik zum Wohle der Gemeinde Simmerath.

Die eigenen Kandidaten bereitete Löhrer auf eine „schwierige Aufgabe“ im neuen Gemeinderat vor. Als „bestimmende Mehrheit“, deren Beschlüsse auch umgesetzt würden, müsse man mit der Situation leben, dass andere Fraktionen machmal „utopische Forderungen“ aufstellen in dem Wissen, dass diese ohnehin nicht umgesetzt würden.

Bruno Löhrer nannte als Ziel der Kommunalwahl 2009 mindestens das Ergebnis von 2004 also 57 Prozent Wählerstimmen und 18 Ratssitze zu erreichen.

Löhrer zog eine positive Bilanz der zurückliegende Wahlperiode. Unter Bürgermeister Hubert Breuer habe die Gemeinde Simmerath mit Unterstützung der CDU-Mehrheit „enorme Fortschritte“ gemacht. Der Wohnwert sei deutlich verbessert worden und die Herstellung gleicher Lebensbedingungen gegenüber dem städtischen Bereich erreicht worden. Mit dem neuen Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns soll nun das Gemeindeschiff mit Sachverstand und Weitblick auf Kurs gehalten werden. Man brauche keinen Redenschwinger oder Repräsentanten, sondern einen handlungsfähigen Gemeindevorsteher und einen Verwaltungsfachmann. Dieses Anforderungsprofil erfülle Karl-Heinz Hermanns. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung


Thema Schulfinanzen:
« Es spricht nichts dagegen, wenn alles beim Alten bleibt»

06.02.2009, 14:11

Eicherscheid. Beim Gipfeltreffen der drei Eifeler Bürgermeister in dieser Woche wurde zwar vereinbart, dass die jüngst entfachte Diskussion um die Schulstandorte und die Schulfinanzierung nicht hochgekocht werden soll und man gemeinsame regionale Ziele nicht aus den Augen verlieren soll, aber die Thematik wird im Wahlkampf wohl nur schwer beherrschbar sein.

Auch beim Parteitag des CDU-Gemeindeverbandes Simmerath am Donnerstagabend in der Tenne in Eicherscheid griff CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer die Streitfrage vor den rund 100 Delegierten noch einmal auf, und stellte klar, dass die CDU Simmerath nicht gefordert habe, dass die städtische Realschule aus Monschau nach Simmerath verlegt werden soll.

Löhrer: «Wir haben nichts dagegen, wenn die bisherige Schullandschaft bei den weiterführenden Schulen so erhalten bleibt.» Auch sei es gerechtfertigt und in Ordnung wenn Monschau sich «Schulstadt» nenne.

Wohl aber habe die CDU Simmerath etwas dagegen, «wenn wir als Schmarotzer dargestellt werden, die auf Kosten anderer Gemeinden leben!»

Mit dem Vorstoß (Einrichtung eines Schulzweckverbandes) habe man nur die tatsächlichen Verhältnisse klarstellen und deutlich machen wollen, dass man nur dann bereit sei, sich freiwillig an der Schulfinanzierung zu beteiligen, «wenn wir auch an der Trägerschaft der Schulen beteiligt werden und eine der Schulen zum Standort Simmerath wechselt.» Noch einmal betonte Löhrer: «Es spricht aber nichts dagegen, wenn alles beim Alten bleibt.»

Nicht amüsiert war Löhrer über eine Reaktion des Roetgener Bürgermeisters. Es bedürfe in der Frage der Schulfinanzierung schon gar nicht «eines ironischen Kommentars des Herrn Eis, der anscheinend überhaupt nicht kapiert hat, worum es geht,» ärgerte sich Bruno Löhrer.

Wie die Schulfinanzierung in der Praxis funktioniere, zeige deutlich das neue Konjunkturprogramm II, das Mittel für die Sanierung und Ausstattung der Schulen auf der Grundlage der Schülerzahlen verteile. Hierfür erhalte Simmerath 484.000 Euro, Monschau aber 1,33 Millionen Euro, also fast das Dreifache wegen der hohen Schülerzahlen, wobei auch die Simmerather Schüler eingerechnet seien.

Dies sei auch so in Ordnung,, betonte Löhrer, da Monschau auch die entsprechenden Kosten tragen müsse; dies habe aber nichts mit «Simmerather Schmarotzertum» zu tun.

Quelle: Eifeler Zeitung


3,7 Millionen Euro für Bildung und Infrastruktur
Konjunkturpaket II: Fast zwei Millionen für Monschau, 1,3 Millionen für Simmerath. Nur Roetgen hatte auf deutlich mehr gehofft.

04.02.2009

Nordeifel. Zahltag auch für die Kommunen in der Nordeifel: Mehr als 3,7 Millionen Euro sollen aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung über das Land NRW in die Gemeinden Simmerath und Roetgen sowie die Stadt Monschau fließen. Das Geld muss in erster Linie für Bildung und Infrastruktur ausgegeben werden, kurzfristig sollen dazu Aufträge erteilt werden.

Eigenanteil gefordert?

Ob die Kommunen, wie sonst bei Zuschüssen üblich, einen Eigenanteil tragen müssen, steht derzeit noch nicht fest – wie ohnehin die Rahmenbedingungen noch abzustecken sind. „Wir wissen eigentlich neben der Zuschussumme nur, was wir nicht mit dem Geld machen dürfen“, meinte Monschaus Bürgermeister Theo Steinröx am Mittwoch. Für Kanalbaumaßnahmen, das Stopfen von Haushaltslöchern und das Finanzieren bereits veranschlagter oder begonnener Maßnahmen ist das Geld aus Berlin nicht gedacht.

Deutlich wird beim Blick auf die Zuschusshöhe, dass die struktur- und finanzschwachen Gemeinden bei diesem Programm auf der Gewinnerseite stehen, während beispielsweise die Gemeinde Roetgen, die oft mit ihrer guten Finanzlage strahlt, diesmal schlechter wegkommt. Roetgens Bürgermeister Eis hatte denn auch die dreifache Summe erwartet. „Wir haben gehofft, Einzelanträge für die verschiedenen Projekte einreichen zu können und mit mehr Geld gerechnet“, musste Eis zugeben. „Da sich die Vergabe der Mittel aus dem Konjunkturpaket aber an den Richtlinien zur Vergabe von Bildungs- und Investitionspauschalen sowie an den Schlüsselzuweisungen für Kommunen orientiert (Anmerkung der Redaktion: Einwohnerzahl, Schülerzahl, Fläche, Zahl der Arbeitslosen, Finanzkraft der Kommune), haben wir weit weniger Mittel erhalten als beispielsweise die Stadt Monschau“, erklärte Eis.

Dabei kommt Monschau allerdings auch aufgrund seiner hohen Schülerzahl in den Genuss der höchsten Summe aller drei Nordeifelkommunen. „Letztlich werden damit auch unsere Bemühungen als Schulstadt honoriert“, freute sich Bürgermeister Steinröx. Das gilt übrigens auch für die Gemeinde Hürtgenwald, die vor allem dank des Franziskus-Gymnasiums alleine eine Dreiviertelmillion im Bereich Bildung überwiesen bekommt und diese auch am „FGV“ verstärkt aufwenden wird (siehe auch Umfrage).

Schnelles Handeln

Gemeinsam ist allen Nordeifelkommunen, dass nun schnelles Handeln angesagt ist. Damit die Konjunktur erst gar nicht zum Erlahmen kommt und im Frühjahr aufschwingt, wird es Fristen für die Erteilung und Abwicklung für Aufträge geben. „Wir werden die entsprechenden Ausschüsse noch im Februar zu Sondersitzungen einberufen und mit der Politik über die Vergabe der Mittel diskutieren“, kündigte Theo Steinröx an. In Simmerath wird der Bauausschuss bereits am 17. Februar über die Vergabe der Gelder beraten, auch in Roetgen wird man wohl noch diesen Monat aktiv, wie Bürgermeister Eis ankündigte.

Über noch größeren Geldsegen durfte man sich übrigens in den südlichen Eifelgemeinden freuen: Nach Schleiden fließen 2,54 Millionen Euro, nach Mechernich sogar 3,21 Millionen Euro. Kall kassiert 1,34 Millionen Euro, eher enttäuscht war man hingegen in Hellenthal (900 000). (hes/ag)

Quelle: Eifeler Zeitung

 


Neue Variante für Kesternichs Ortsumgehung

02.02.2009

Zwischen ortsferner und ortsnaher Trasse einen Mittelweg finden. Vorschlag wird im Bauausschuss zur Diskussion gestellt. Offene Briefe im Umlauf.

Tendenz steigend: Das Verkehrsaufkommen auf der Bundesstraße in Kesternich (Foto) und der Straucher Straße wird aller Wahrscheinlichkeit nach ansteigen. Die Notwendigkeit einer Umgehungsstraße steht bei der überwiegenden Anzahl der Kesternicher Bürger außer Zweifel. Foto: P. Stollenwerk

Quelle: Eifeler Zeitung

Kesternich. Die Frage, ob die Verkehrsproblematik in Kesternich dauerhaft gelöst werden kann, nähert sich der Beantwortung. In der nächsten Sitzung des Simmerather Bauausschusses soll eine weitere Trassen-Variante für die Ortsumgehung vorgestellt werden, die als Mittelweg zwischen den beiden bisher zur Diskussion stehenden Lösungsvorschlägen die unterschiedlichen Interessen berücksichtigen soll.

Mit den beteiligten Behörden und Entscheidungsträgern seien zuletzt „intensive Gespräche“ geführt worden, berichtet Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns von der Simmerather Verwaltung. Ziel der Verhandlungen sei eine Lösung, „die für alle Kesternicher Bürger verträglich und vertretbar“ sei. Diese Voraussetzungen soll eine neue dritte Variante für die Ortsumgehung erfüllen, die in der öffentlichen Sitzung des Bauausschusses am 17. Februar zur Diskussion gestellt wird. Diese dritte Variante, so viel zeichnet sich bereits ab, soll sich in etwa 100 Meter Entfernung zur Ortsbebauung befinden.

Keine Chance auf Verwirklichung gibt es mehr für die anfangs vorgestellte ortsferne Variante mit einem das Weidenbachtal überspannenden Brückenbauwerk von 270 Meter Länge. Hier sind die Hürden des Landschaftsschutzes einfach nicht zu überwinden. Ebenso wenig umsetzbar ist auch die ortsnahe Variante, wo die Umgehung auf bis zu 45 Meter an die vorhandene Bebauung heranrücken würde.

Bei der nun in Rede stehenden Mittellösung stehe man in regem Austausch mit dem Landesbetrieb Straßenbau und dem Bundesverkehrsministerium in Person von Staatssekretär Achim Großmann, erläutert Karl-Heinz Hermanns, der hofft, dass mit der weiteren Alternative die ohne Zweifel starke Verkehrsbelastung für die Anwohner der Bundesstraße und der Straucher Straße reduziert werde. Der Simmerather Beigeordnete setzt auf breiten Konsens und darauf, dass die Chance genutzt wird. Sollte nämlich jetzt die Akte geschlossen werden, „dann wird es mit Sicherheit auf Jahrzehnte keine Ortsumgehung Kesternich mehr geben.“

Dass die Ortsumgehung Kesternich realisiert wird, ist auch das Interesse von Mony und Christoph Keischgens, die die „Bewegung“ Umgehungsstraße Kesternich vertreten. Die beiden Anwohner der Bundesstraße haben an etwa 240 Haushalte im Ort in der vorigen Woche ein Flugblatt verteilt, worin sie die „verkehrsgeplagten“ Kesternicher Haushalte an der Bundesstraße und Straucher Straße ansprechen und die Mitbürger dazu auffordern, ihre Meinung zu einer Umgehungsstraße schriftlich zum Ausdruck zu bringen. Die eingegangenen Anregungen wolle man dann dem Bürgermeister überreichen. „Es ist an der Zeit, dass für die Umgehungsstraße gekämpft wird“, fordern die Absender des Rundbriefes die Mitbürger auf, Flagge zu zeigen. Auch größere Aktionen wie eine öffentliche Kundgebung „analog zur Krankenhausdemo“ wolle man nicht ausschließen.

Die Rückantworten der Bürger auf das emotionshaltige Schreiben sind bislang überschaubar, räumt Christoph Keischgens ein. Ich hatte mehr Reaktionen erwartete“, sagt er. Allerdings wolle man noch bis Ende Februar abwarten. Ihm gehe es vor allem darum, „dass die Bürger wachgerüttelt werden“. Denn offenbar sei das Thema Umgehungsstraße im Moment „leider wieder eingeschlafen“.

„Dorfgemeinschaft gefährdet“

Zumindest eine Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Umgehend erreichte die Kesternicher Bürger ein offener Brief, der sich an Monika und Christoph Keischgens wendet und von den den beiden direkt gewählten Ratsvertretern „aller Kesternicher“, Ortsvorsteher Ulrich Offermann und Bernd Goffart, unterzeichnet ist. Sie erkennen in der Hauswurfsendung vor allem „Vermutungen, Falschaussagen, und reißerischen Sprachgebrauch“. Die Art und Weise eines solchen Schreiben „gefährdet unsere hervorragende Dorfgemeinschaft“. In dem offenen Brief legen die beiden Ratsvertreter Wert auf die Feststellung, dass „nichts eingeschlafen“ sei, sondern eine dritte Variante für eine Ortsumgehung mit Nachdruck geprüft werde. Man rät den Briefschreibern dringend davon ab, eine Demo zum Thema Umgehungsstraße zu organisieren. Damit würde man Kesternich „in zwei Lager spalten und das gesamte Dorfleben zerstören“. Stattdessen ergeht die Aufforderung an die Absender, „konstruktiv an der Realisierung der Umgehungsstraße mitzuarbeiten“. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung


Krankenhaus
Neue Angst

Mit neuer Angst um ihr Krankenhaus wurde in der Bevölkerung die Nachricht aufgenommen, dass am Malteser- Krankenhaus 33 Stellen bis zum Ende des Jahres abgebaut werden sollen.

Die Reduzierung von 144 auf 111 Arbeitsplätze macht 30 Prozent der Belegschaft aus.

Diesen Schritt hatte man seitens des Krankenhauses bereits im Dezember den Fraktionsvorsitzenden der im Simmerather Rat vertretenen Parteien mitgeteilt.

Begründet wurde der Arbeitsplatzabbau mit dem Scheitern der Realisierung einer Neurologischen Rehabilitation im Krankenhaus.

Karl Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender der Geschäftsführung der MTG Malteser Trägergesellschaft GmbH, hatte bereits nach dem Scheitern angekündigt: » Diese Entwicklung trifft uns sehr hart, weil ein Stellenabbau von rund 35 Vollarbeitsplätzen unvermeidbar wird.« Gestern Abend beschäftigte sich auch das Komitee zur Rettung des Simmerather Krankenhauses mit der Problematik.

Quelle: WochenSpiegel vom 29.01.2009

Gegendarstellung:

Zur Berichterstattung, dass die Fraktionsvorsitzenden der im Gemeinderat vertretenen Parteien im Dezember 2008 über den Stellenabbau informiert wurden, erklärt der Fraktionsvorsitzende der CDU, Bruno Löhrer:

"In meiner Eigenschaft als Fraktionsvorsitzender der CDU habe ich eine solche Mitteilung nicht erhalten. Daher ist es falsch, sollte man aus der Meldung den Schluss ziehen, dass ich bzw. die CDU-Fraktion die Stellenstreichung akzeptieren".

Quelle: WochenSpiegel


Komitee: Malteser-Krankenhaus ist auf einem guten Weg

29.01.2009

Simmerath. Nach einer kurzen Pause zum Jahreswechsel trafen sich die Mitglieder des Komitees «Rettet das Simmerather Krankenhaus», um die aktuelle Situation an St. Brigida zu besprechen und die Marschrichtung für die kommenden zwei Jahre festzulegen.

Hauptziel ist nach einer Mitteilung der Komitees nach wie vor, das Krankenhaus in seinem bestehenden Leistungsspektrum, inklusive der Geburtshilfe, zu erhalten und zwar auch dann, wenn keine finanzielle Unterstützung mehr vom den Kreis Aachen und den Kommunen erfolgt.

Die Voraussetzungen dafür seien nach Aussagen der Malteser-Trägergesellschaft so gut wie noch nie seit der Übernahme des Hauses vor gut elf Jahren, berichtet das Komitee. Die «überaus erfreuliche Entwicklung der Geburtenzahlen» in Simmerath spreche für das große Vertrauen, das dem Krankenhaus und seinem Personal entgegengebracht werde.

In diesem Jahr sei man optimistisch, die Marke von 300 Geburten zu erreichen. Letzteres unterstreiche nach Einschätzung des Komitees noch einmal die Bedeutung der Demonstration im Jahre 2008. «Ohne das Engagement der Bevölkerung wäre die Geburtenstation geschlossen worden,» ist man beim Komitee überzeugt.

Die Auslastung des Krankenhauses insgesamt sei zuzeit sehr hoch. Die Menschen in der Eifel nutzten also auch alle anderen noch verbliebenen Abteilungen «ihres» Krankenhaus. Die Voraussetzungen seien demnach in der Tat zur Zeit sehr vielversprechend.

Daher fordert das Komitee «Rettet das Simmerather Krankenhaus» vor Ablauf der Unterstützung durch Kreis und Kommunen ein tragfähiges Konzept der Malteser-Trägergesellschaft, welches gewährleiste, dass die jetzigen Leistungen auch aus eigener Kraft dauerhaft erbracht werden können.

Quelle: Eifeler Zeitung


„Unsere Heimat muss bezahlbar bleiben“

Monschau und Simmerath haben in den zurückliegenden zehn Jahren rund 47 Millionen Euro in die Abwasserbeseitigung gesteckt.

30.01.2009

Die Abwasserkonferenz in Monschau machte den enormen finanziellen Aufwand der Eifelkommunen für die Abwasserbeseitigung deutlich

Monschau. Zahlen lügen nicht: Die finanziellen Anstrengungen, die die beiden Eifelkommunen Monschau und Simmerath vor allem in den zurückliegenden 10 Jahren in die Abwasserreinigung investiert haben, sind enorm. Kompakt und kompetent zusammengefasst wurde diese Fakten gestern bei der Abwasserkonferenz in Monschau.

Eingeladen zur der dreistündigen Fachtagung im Rathaus hatte Monschaus Bürgermeister Theo Steinröx, der mehrfach das Hauptanliegen der Veranstaltung in Erinnerung rief: „Unsere Heimat muss für die Bürger bezahlbar bleiben“, forderte Steinröx, der zu Beginn darauf hinwies, dass nach Aussagen des Wasserverbandes Eifel-Rur die hohen Investitionen in den vergangenen Jahren zur erheblichen Verbesserung der Wassergüte geführt hätten.

Auslöser der Konferenz war eine überschaubare abwassertechnische Streitfrage zwischen Kreis Aachen und Stadt Monschau, wo es um die bakterielle Belastung des Trinkwassers geht, die durch den in die Perlenbachtalsperre mündenden Überlauf des Schwanenweihers in Höfen ausgelöst wird. Dieser konkrete Fall wurde zwar nicht näher beleuchtet, dafür aber um so mehr die abwassertechnischen Leistungen der beiden Eifelkommunen, die sich in anderen Dimensionen bewegen.

In diesem Zusammenhang stellte sich nicht nur für den Monschauer Bürgermeister sondern auch für nachfolgende Referenten die Frage, wie es um die Verhältnismäßigkeit von weiteren geforderten Auflagen steht und inwieweit man diese dem Bürger, dem Gebührenzahler also, noch zumuten kann.

350 Kilometer Kanalnetz durchziehen inzwischen die Dörfer der Nordeifel; Simmerath hat einen Anschlussgrad von 99 Prozent, Monschau von 98 Prozent erreicht.

Besonders in den zurückliegenden Jahren ging es Schlag auf Schlag, wie Bruno Laschet, Leiter des Bauamtes der Gemeinde Simmerath, in seinem Referat deutlich machte. So wurden in den vergangenen fünf Jahren nicht weniger als 25 Millionen Euro in die Abwasserreinigung investiert. In sechs Orten wurde in einem Kraftakt für 5000 Einwohner das öffentliche Kanalnetz verlegt, gleichzeitig wurden bestehende Kanäle saniert.

Kaum anders ist die Situation in der Stadt Monschau, wo zwischen 1996 und 2007 insgesamt 14,3 Millionen Euro in den Abwasserbereich investiert wurden, wie Bauamtsleiter Reinhold Thönnessen und Michael Bongard vom Bauamt der Stadt Monschau ausführten.

Gerade bei den drei soeben abgeschlossenen Maßnahmen stellte sich dabei die Frage der Verhältnismäßigkeit, denn rechnet man einmal die 1,3 Millionen Euro Bauvolumen für die Kanlisierung von 41 Haushalten in Widdau um, dann kommt man auf 35 000 Euro pro Hausanschluss. Und auch die Kanalisierung der lediglich 17 Haushalte in der Siedlung Ruitzhof schlug mit 400 000 Euro zu Buche. Immerhin einen Trost gab es hier für die Stadt Monschau. Bei diesen beiden Maßnahmen, wie auch bei der Restkanalisation in Mützenich kam man in den Genuss von 50 Prozent Landeszuschüssen. Die jahrelange Weigerung der Stadt, die genannten Bereiche noch zu kanalisieren, war unter dem Strich von Erfolg gekrönt.

Die erhebliche Verbesserung der Gewässergüte war auch für Simmeraths Bürgermeister Hubert Breuer der entscheidende Faktor; dies sei auch vom Regierungspräsidenten anerkannt worden. Um so bedauerlicher sei es auch deshalb, dass die Untere Wasserbehörde des Kreises bei der Abwasserkonferenz nicht vertreten sei. Der Schutz des Trinkwasser dürfe keine astronomischen Summen verschlingen, und es mache auch wenig Sinn, wenn „ein sauberes Gewässer noch künstlich verbessert werden soll“.

Bei allen künftigen Maßnahmen gelte es, verstärkt das Verursacherprinzip im Blick zu behalten. Wenn es um die Entwässerung klassifizierter Straße gehe, dann sei zum Beispiel der Straßenbaulastträger gefragt.

Dass die Kommunen Monschau und Simmerath vor allem seit Beginn des neuen Jahrtausends ihre Hausaufgaben gemacht haben, konnte auch Prof. Dr. Wolfgang Firk, Vorstand des Wasserverbandes Eifel-Rur, bestätigen, wie auch als weiterer Referent der Abwasserkonferenz, Derk Buchsteiner, der technische Leiter des Wasserversorgungszweckverbandes Perlenbach. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung


Personal gewählt, die Mehrheit im Blick
Die CDU stellt sich auf. Kreisparteichef Axel Wirtz sieht „riesige Chance, die Zukunft der Städteregion gestalten zu können“.

Von Jutta Geese

Alsdorf. Die Christdemokraten aus Stadt und Kreis Aachen sind gerüstet für die Wahlen zum Städteregionstag: Nachdem sie bereits im November mit Kreisdirektor Helmut Etschenberg ihren Spitzenkandidaten für die Position des Städteregionsrates nominiert hatten, wählten sie jetzt in der Alsdorfer Stadthalle ihre 36 Bewerber um ein Direktmandat (siehe Infobox) sowie die Kandidaten für die Reserveliste. Letztere führt Helmut Etschenberg an, gefolgt von Axel Wirtz, Rolf Einmahl, Klaus Dieter Wolf, Sonja Rothe und Sibylle Lorz-Leonhardt auf den Plätzen zwei bis sechs.

Leider sei es nicht gelungen, das Frauenquorum von einem Drittel bei der Kandidatenaufstellung zu erreichen, bedauerte Aachens Parteichef Armin Laschet zu Beginn der Kandidatenkür. Dafür aber hätten alle sechs Direktkandidatinnen einen Platz unter den ersten 13 auf der Reserveliste. Die Chance, die Frauenquote zu erhöhen, vergaben die 193 anwesenden Delegierten im Laufe der Wahlversammlung bei der einzigen Kampfabstimmung: Für den Wahlbezirk 22 (Aachen-Zentrum/St. Jakob) kandidierte Brigitte Klinkhammer gegen den von den beiden Kreisvorständen vorgeschlagenen Franz-Josef Plum. Doch die 45-Jährige, die erst seit drei Jahren Mitglied in der CDU ist, verlor mit 43 zu 125 Stimmen gegen den 62-jährigen Fraktionsgeschäftsführer der Aachener CDU-Ratsfraktion. Alle anderen Kandidaten wurden jeweils mit deutlicher Mehrheit gewählt.

„Wir haben die riesige Chance, als Sieger aus dieser Wahl hervorzugehen und die Zukunft der Städteregion zu gestalten“, hatte Axel Wirtz, Parteichef im Kreis Aachen und Landtagsabgeordneter, die Delegierten auf den bevorstehenden Wahlkampf eingestimmt. Und NRW-Generationenminister Laschet erinnerte daran, dass es stets die CDU gewesen sei, die Neues auf den Weg gebracht habe, auf Bundes- und Landesebene ebenso wie jetzt mit Gründung der Städteregion auf kommunaler Ebene. „Wir wollen, dass die CDU so stark wird, dass ohne uns in der Städteregion keiner regieren kann“, gab er das Ziel vor. Und dazu braucht sie „begeisterte Abgeordnete, die die Bürger vom Mehrwert der Städteregion überzeugen“, mahnte Landrat Carl Meulenbergh, dem Laschet für seinen unermüdlichen Einsatz für die Städteregion dankte. Meulenbergh erinnerte daran, dass in den vergangenen Jahren manch Hindernis aus dem Weg geräumt werden musste. Dabei „waren manche aktiv, andere immerhin ein gutes Publikum“. Und er forderte seine Parteifreunde auf: „Machen wir aus Zuschauern begeisterte Beteiligte.“

Ein solcher war stets Marcel Philipp, derzeit Vize-Vorsitzender der Zweckverbandsversammlung der Städteregion. Jetzt kandidiert er für das Amt des Aachener Oberbürgermeisters, wird im künftigen Städteregionstag nicht vertreten sein. Aber, betonte er: „Ich bin stolz darauf, in dieser vorbereitenden Phase ein Stück weit mit Wegbereiter für die Städteregion zu sein.“ Und er sei überzeugt davon, dass es richtig sei, die Zusammenarbeit von Stadt und Kreis in dieser Form auszubauen.

Quelle: Eifeler Zeitung


Ein kleiner Schmetterling sorgt für große Probleme

(P. St.) | 26.01.2009, 16:42

Simmerath. Der blauschillernde Feuerfalter ist ein hübscher kleiner Tagfalter und wirklich sehr klein. Lycaena helle heißt er biologisch korrekt. Seine Vorderflügellänge beträgt nur 12 bis 14 Millimeter.

Er ist einer der seltensten Schmetterlinge in Deutschland und sogar vom Aussterben bedroht. Der blauschillernde Feuerfalter ist somit ein Problemfalter.

Und das ist das Problem nicht nur für die Naturschützer sondern auch für die Gemeinde Simmerath. Ausgerechnet dort, wo der Feuerfalter vorkommt, möchte die Gemeinde ihr bestehendes Gewerbegebiet vergrößern.

Verfahren auf der Kippe

Seitdem das Vorkommen des Falters bekannt ist, steht das Verfahren auf der Kippe, und die Chancen, dass der Bebauungsplan zur Erweiterung des Gewerbegebietes Simmerath ab Betonwerk in Richtung Kesternich zu einem positiven Ende führt, sind steig gesunken. Noch immer nicht sind alle Bedenken des Umweltamtes des Kreises Aachen im ökologisch sensiblen Erweiterungsgebiet ausgeräumt.

Dies machte jüngst auch Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns deutlich, als er im Rahmen der Mitgliederversammlung der CDU den Dauerbrenner aufgriff und deutlich machte, dass man sich keine allzu großen Hoffnungen auf eine Erweiterung machen solle. «Noch ist keine Entscheidung gefallen», sagte Hermanns gestern auf Nachfrage, «aber der blauschillernde Feuerfalter stellt in der Tat eine besondere Schwierigkeit für das Verfahren dar.» Es sei nicht möglich, den gefährdeten Falter in ökologisch vergleichbare Gebiete umzusiedeln; die Art müsse am Standort verbleiben. Im Laufe des Jahres werde die politische Entscheidung fallen, wie man mit der zehn Hektar großen Erweiterungsfläche verfahre. Denkbar sei auch eine mögliche Reduzierung der Erweiterungsfläche.

Bereits seit dem Jahr 1998 laufen die Voruntersuchungen für das Erweiterungsgebiet. Schon die erste Standortuntersuchung vor zehn Jahren machte deutlich, dass es mit der Erweiterung schwierig werden würde. Der ursprünglich im Flächennutzungsplan dargestellte Standort in unmittelbarer Nähe des Naturschutzgebietes Fischbach wurde daher auch aufgegeben und der Standort in Richtung Kesternich verschoben.

Karl-Heinz Hermanns: «Im Verlaufe des langen Bearbeitungszeitraumes des Verfahrens hat sich eine stetig verschärfende Gesetzgebung entwickelt.»

Nach intensiven Untersuchungen wurde mit den beteiligten Behörden Übereinstimmung darüber erzielt, dass das Niederschlagswasser mit Hilfe eines Bodenfilterbeckens vor Ort versickern soll. Diese Lösung aber konnte die Bedenken beim Umweltamt des Kreises Aachen nicht aus der Welt schaffen. Seitens der Unteren Landschaftsbehörde wurde die Befürchtung geäußert, dass das tiefer liegende Feuchtgebiet dennoch trocken fallen könnte, da eine Störung der Wasserführung in den unterirdischen Schichten durch die Bebauung nicht ausgeschlossen werden könne.

Das Umweltamt erwartet nun eine definitive Aussage des Gutachters für den Fall, welche zu Maßnahme zu treffen seien, falls das Feuchtgebiet entgegen aller Erwartungen doch trocken falle würde.

Karl-Heinz Hermanns hält fest, dass es bei allen Schwierigkeiten, weiterhin das Ziel der Gemeinde Simmerath sei, ortsnahe Arbeitsplätze zu schaffen. Auch wenn im Gewerbegebiet Rollesbroich noch Kapazitäten vorhanden seien, «müssen wir perspektivisch denken.»

Quelle: Eifeler Zeitung

 


25.01.2009

Städtregion. Die Christdemokraten aus Stadt und Kreis Aachen sind gerüstet für die Wahlen zum Städteregionstag: Nachdem sie bereits im November mit Kreisdirektor Helmut Etschenberg ihren Spitzenkandidaten für die Position des Städteregionsrates nominiert hatten, wählten sie am Freitagabend in der Alsdorfer Stadthalle ihre 36 Bewerber um ein Direktmandat sowie die Kandidaten für die Reserveliste.

Sie stehen auf den vorderen Plätzen der Reserveliste der CDU (v.l.): Sibylle Lorz-Leonhardt, Helmut Etschenberg, Axel Wirtz, Sonja Rothe, Rolf Einmahl und Klaus Dieter Wolf. Foto: Ralf Roeger Quelle: Aachener Zeitung

Letztere führt Helmut Etschenberg an, gefolgt von Axel Wirtz, Rolf Einmahl, Klaus Dieter Wolf, Sonja Rothe und Sibylle Lorz-Leonhardt auf den Plätzen zwei bis sechs.

Leider sei es nicht gelungen, das Frauenquorum von einem Drittel bei der Kandidatenaufstellung zu erreichen, bedauerte Aachens Parteichef Armin Laschet zu Beginn der Kandidatenkür. Dafür aber hätten alle sechs Direktkandidatinnen einen Platz unter den ersten 13 auf der Reserveliste.

Die Chance, die Frauenquote zu erhöhen, vergaben die 193 anwesenden Delegierten im Laufe der Wahlversammlung bei der einzigen Kampfabstimmung: Für den Wahlbezirk 22 (Aachen-Zentrum/St. Jakob) kandidierte Brigitte Klinkhammer gegen den von den beiden Kreisvorständen vorgeschlagenen Franz-Josef Plum. Doch die 45-Jährige, die erst seit drei Jahren Mitglied in der CDU ist, verlor mit 43 zu 125 Stimmen gegen den 62-jährigen Fraktionsgeschäftsführer der Aachener CDU-Ratsfraktion. Alle anderen Kandidaten wurden jeweils mit deutlicher Mehrheit gewählt.

«Wir haben die riesige Chance, als Sieger aus dieser Wahl hervorzugehen und die Zukunft der Städteregion zu gestalten», hatte Axel Wirtz, Parteichef im Kreis Aachen, die Delegierten auf den bevorstehenden Wahlkampf eingestimmt. Und Laschet erinnerte daran, dass es stets die CDU gewesen sei, die Neues auf den Weg gebracht habe, auf Bundes- und Landesebene ebenso wie jetzt mit Gründung der Städteregion auf kommunaler Ebene.

«Wir wollen, dass die CDU so stark wird, dass ohne uns in der Städteregion keiner regieren kann», gab er das Ziel vor. Und dazu braucht sie «begeisterte Abgeordnete», die die Bürger vom Mehrwert der Städteregion überzeugen», mahnte Landrat Carl Meulenbergh, dem Laschet für seinen unermüdlichen Einsatz für die Städteregion dankte. Meulenbergh erinnerte daran, dass in den vergangenen Jahren manch Hindernis aus dem Weg geräumt werden musste. Dabei «waren manche aktiv, andere immerhin ein gutes Publikum». Und er forderte seine Parteifreunde auf: «Machen wir aus Zuschauern begeisterte Beteiligte.»

«Wegbereiter für Städteregion»

Ein solcher war stets Marcel Philipp, derzeit Vize-Vorsitzender der Zweckverbandsversammlung der Städteregion. Jetzt kandidiert er für das Amt des Aachener Oberbürgermeisters, wird im künftigen Städteregionstag nicht vertreten sein. Aber, betonte er: «Ich bin stolz darauf, in dieser vorbereitenden Phase ein Stück weit mit Wegbereiter für die Städteregion zu sein.» Und er sei überzeugt davon, dass es richtig ist, die Zusammenarbeit von Stadt und Kreis Aachen in dieser Form auszubauen.

Die Direktkandidaten der CDU für die Wahl zum Städteregionstag

Folgende 36 Direktkandidaten schickt die CDU ins Rennen: Wahlbezirke 1 und 2, Baesweiler: Franz Körlings, Peter Timmermanns; Wahlbezirke 3 bis 5, Alsdorf: Helmut Brandt, Edgar Spiertz, Peter Steingass; Wahlbezirke 6 bis 8, Herzogenrath: Dieter Gronowski, Herbert Horbach, Reimund Billmann; Wahlbezirke 9 und 10, Würselen: Gudrun Ritzen, Günther Kuckelkorn; Wahlbezirk 11, Würselen/Eschweiler: Wilhelm Bündgens; Wahlbezirke 12 bis 14, Eschweiler: Horst Felber, Sibylle Lorz-Leonhardt, Klaus Gunkel; Wahlbezirke 15 bis 29, Aachen: Dr. Heiner Berger, Ferdinand Corsten, Sebastian Exner, Sonja Rothe, Jutta Lehnen, Herbert Dondorf, Christian Herbert Steins, Franz-Josef Plum, Rolf Einmahl, Ulla Thönnissen, Cemile Giousouf, Hans Herff, Harald Baal, Michael Kirsch, Wolfgang Königs; Wahlbezirk 30, Aachen/Stolberg: Walter Welter; Wahlbezirke 31 bis 33, Stolberg: Klaus Dieter Wolf, Kunibert Matheis, Axel Wirtz; Wahlbezirk 34, Roetgen/Aachen: Roland Borning;

Wahlbezirk 35, Simmerath: Hans-Josef Hilsenbeck;

Wahlbezirk 36, Monschau: Alexander Lenders.

Quelle: Eifeler Zeitung

 


„Alle Kommunen im Kreis werden Geld erhalten“

CDU-Spitzenpolitiker aus der Region sagen Hilfen aus Konjunkturpaket II zu. Höhe der Zuschüsse steht aber noch nicht fest.

Aachen. Noch ist das Konjunkturpaket nicht komplett geschnürt. Aber Axel Wirtz, CDU-Chef im Kreis Aachen und Landtagsabgeordneter, hat eine „klare Botschaft: Alle Kommunen im Kreis Aachen werden Gelder aus dem kommunalen Investitionsprogramm erhalten“. Wie hoch die Zuschüsse ausfallen werden, sei indes noch nicht klar, betont der CDU-Bundestagsabgeordnete Helmut Brandt.

„Ich würde es selbstverständlich auch begrüßen, wenn in unsere Region rund 100 Millionen Euro fließen würden, doch ist diese Zahl zum momentanen Zeitpunkt nicht gesichert“, reagiert Brandt auf eine entsprechende Einschätzung seines SPD-Bundestagskollegen Achim Großmann, der zugleich Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bau und Verkehr ist. „Momentan ist aber lediglich sicher, dass insgesamt rund 17 Milliarden Euro für das kommunale Konjunkturpaket zur Verfügung stehen“, sagt Brandt und fügt hinzu: „Gemeinsam mit meinen Kollegen im Düsseldorfer Landtag werde ich mich dafür einsetzen, dass die Kommunen im Kreis Aachen einen angemessenen Anteil erhalten.“

Faires Verfahren

Die Landesregierung habe ein faires Verfahren zur Verteilung der Mittel zugesagt, erläutert Wirtz. Und der CDU-Landtagsabgeordnete Reimund Billmann betont: „Es geht um schnelle Zuschüsse zur zeitnahen Umsetzung von Infrastrukturprojekten in unseren Kommunen. Daher muss nun eine unkomplizierte Abwicklung erreicht werden.“

Für Brandt als Mitglied im Bildungs- und Forschungsausschuss des Bundestages ist die Sanierung von Hochschulen und Forschungseinrichtungen ein wichtiger Bestandteil des Programms. Zudem unterstreicht er, dass sinnvolle Investitionen in Kindertagesstätten und Schulen getätigt werden sollten. Dabei betont Kreisdirektor und Städteregionsratskandidat Helmut Etschenberg (CDU), dass „die Kommunen im Kreis bereits wichtige Projekte in Planung haben, die mit dem Investitionsprogramm unterstützt werden sollten“. Für Etschenberg sind aber auch Gelder im Bereich der Sanierung und vor allem der energietechnischen Sanierung von Krankenhäusern wichtig. „Hier machen wir uns als Union dafür stark, dass auch öffentliche Träger Gelder aus dem Maßnahmenpaket der Bundesregierung erhalten“, fügt Brandt hinzu.

Erfreut zeigten sich die Politiker aus Bund, Land und Kreis auch über den zügigen Ausbau des Breitbandinternets. „Das Tilgen der noch bestehenden weißen Flecken ist unverzichtbar für die betroffenen Kommunen. Heute und besonders für die Zukunft ist schnelles Internet so bedeutsam und grundlegend wie früher die Anbindung an das Straßen- oder Schienennetz“, heißt es. (red)

Quelle: Eifeler Zeitung


Malteser-Krankenhaus baut 33 Arbeitsplätze und 42 Betten ab

20.01.2009

Simmerath. 33 Vollzeit-Arbeitsplätze weniger, Abbau von 42 Betten, geänderte Arbeitsabläufe, eine räumliche Neuordnung - dies ist das «neue» Krankenhaus St. Brigida in Simmerath. Die Umbauarbeiten haben bereits begonnen, Ende September sollen die Arbeiten beendet sein.

Bis zum Jahresende wird die Zahl der Beschäftigten von 144 Vollzeitkräften auf 111 reduziert. Die Zahl der Betten insgesamt: 93 statt 135 im Jahr 2007. Die neue Struktur des Krankenhauses war am Dienstagnachmittag Thema beim Neujahrsempfang, zu dem die Krankenhausleitung eingeladen hatte.

«Im Rahmen der Umstrukturierung wird die diagnostische Ausstattung erweitert, so dass jederzeit die richtige medizinische Versorgung gewährleistet werden kann», kündigt die Leitung des Krankenhauses an. «Wie bereits heute praktiziert, werden in unserem Krankenhaus der Grundversorgung Patienten, deren Versorgung ein höheres Fachspektrum erfordert, an Krankenhäuser höherer Versorgungsstufe überwiesen. Hierzu zählt die bereits gut angelaufene Kooperation mit der orthopädischen und der Gefäß- und thoraxchirurgischen Abteilung des Medizinischen Zentrums des Kreises Aachen (MZ). Darüber hinaus bauen wir die Zusammenarbeit mit dem MZ weiter aus.»

Umbau bis Ende September

Die «neue Struktur» des Krankenhauses hat einige Baumaßnahmen zur Folge. Die Bauphase bezüglich der räumlichen Neuordnung erfolgt in vier Schritten. Der Startschuss ist bereits gefallen, der Umbau endet voraussichtlich Ende September 2009.

Mit Beginn der Baumaßnahme wird die Umstrukturierung offiziell eingeleitet. Zur Überbrückung der Baumaßnahmen werden die Räumlichkeiten der Station 1 (Ambulante Station) mit 34 Betten wieder hergerichtet. Gleichzeitig wird ein Teilbereich der Station 2 für den Umzug der Station 1 vorbereitet. Die Vorbereitungsphase wurde in diesen Tagen bereits abgeschlossen.

Am Dienstag wechselte die Station 4 auf die Station 1 und wird zur Kurzliegerstation (Montag bis Freitag). Die Station 1 wechselt auf einen Teilbereich der Station 2. Parallel beginnt auf der Station 2 die Umbaumaßnahme für die OP-Schleuse.

Ab 2. Februar zieht die Station 6 auf Station 4, so dass der Umbau der Station 6 ab dem 3. Februar beginnen kann. Parallel startet der Umbau der Intensivstation.

Ab 16. Mai kehrt die Station 6 wieder zurück auf ihre neue Station mit 24 Betten und der Umbau der Station 4 kann beginnen.

Bis Ende August 2009 ist die Kurzliegerstation (Station 4) fertig gestellt, so dass das Team der Station 4 wieder zurückkehren kann, und ab 1. September 2009 wird die Station 1 außer Betrieb genommen. Bei den Zeitangaben handelt es sich um Anhaltstermine, die sich jedoch aus technischen Gründen durchaus verschieben können, so die Malteser.

Malteser-Kuratorium: Krankenhaus nicht schlechtreden!

21.01.2009

Simmerath. Auf Zukunft und Fortbestand ausgerichtet - das ist das Malteser-Krankenhaus in Simmerath. «Eine bessere Perspektive als die jetzige» habe es «seit Ende des letzten Jahrtausends nicht mehr gegeben», sagte Antonius Freiherr Geyr von Schweppenburg nun beim Neujahrsempfang des Krankenhauses (wir berichteten).

Und mit Blick auf die neue Struktur meinte der Kuratoriumsvorsitzende: «Wir haben allen Grund für eine mitreißende Aufbruchstimmung».

93 Betten auf fünf Stationen, 111 Vollzeitkräfte, Notfallversorgung vor Ort, Kompetenzzentrum der medizinischen Grundversorgung, mehr Patienten, ein besseres Image, eine deutlich verbesserte Wirtschaftlichkeit und ein Anstieg der Behandlungsqualität - das sind die wichtigsten Kriterien für das «neue» Malteser-Krankenhaus St. Brigida in Simmerath.

Freiherr von Schweppendorf jedoch bedauerte und beklagte, dass selbst die «positiven Aussagen» über das Krankenhaus und dessen Zukunft «durch die Bank mehr oder weniger negativ» wiedergegeben werden, er gestand in seiner Ansprache auch dies: Wegen des Krankenhauses in Simmerath habe er «einige Nächte äußerst schlecht geschlafen».

Der Grund dafür war ein vertraulicher Brief, den ein «Mitglied unserer Dienstgemeinschaft» ihm kurz vor Weihnachten vertraulich geschrieben hatte, die Klage darin: Die Stimmung in diesem Haus sei «so schlecht wie noch nie».

In Gesprächen mit anderen Mitarbeitern sei ihm diese Aussage «vom Grundsatz her» bestätigt worden, berichtete der Vorsitzende, wunderte sich jedoch: Vor gut einem Jahr, als noch keiner gewusst habe, wie es in Simmerath mit dem Krankenhaus weitergehen sollte, als es um die Frage gegangen sei, wie man den Fortbestand von St. Brigida sichern könne, da hätte er «so eine Aussage noch verstanden».

«Heute fehlt mir dazu jedes Verständnis», betonte der Freiherr, der dann hervorhob: NRW-Gesundheitsminister Laumann habe «sich mehrfach mit seiner Aussage zur Zukunftssicherung dieses Hauses festgelegt». Das Krankenhaus habe Geld für den Umbau erhalten. «Das ist doch ein ungeheures politisches Signal, dass es weitergeht.»

Hilfe von Kreis und Land

Auch der Kreis Aachen wie die umliegenden Kommunen haben ihre Hilfe zugesagt, um die Geburtshilfe in Simmerath zu sichern. «Kein anderes Haus in NRW als eben das Krankenhaus Simmerath habe eine so «positive Zusage» wie die des Ministers erhalten.

«Und diese Konstellation bekommt von der Mehrzahl der in diesem Hause Tätigen die schlechteste Note», bedauerte der Vorsitzende des Kuratoriums, Antonius Freiherr Geyr von Schweppenburg, der als ein Fazit seiner Ansprache deutlich machte: Das Krankenhaus will seine Zukunft langfristig sichern.

Die gesteckten Ziele, so Freiherr Geyr von Schweppenburg, sollen durch eine neue Struktur erreicht und gewährleistet werden.

Antonius Freiherr von Schweppenburg appellierte eindringlich an die gesamte Belegschaft und an alle, die Verantwortung für das Krankenhaus tragen: «Wir brauchen eine positive Grundstimmung, eine mitreißende Aufbruchstimmung im Haus, die «auf der Straße und überall» dieses Stimmungsbild vermittelt: Ja, wir glauben an das Krankenhaus in Simmerath und an dessen Zukunft.

Quelle: Eifeler Zeitung

 


Monschauer Realschule soll bleiben wo sie ist

21.01.2009

Monschau. In zwei Jahren wird sie runde 50 Jahre alt, die städtische Elwin-Christoffel-Realschule in Monschau, benannt nach Elwin Bruno Christoffel, einem 1829 in Monschau geborenen Mathematiker von Weltruf.

Das Jubiläum soll würdig gefeiert werden - und zwar in Monschau, «denn die städtische Realschule bleibt, wo sie ist», beendeten Bürgermeister Theo Steinröx und Schulleiter Peter Groten nun die Standortdiskussion.

Ausgelöst hatten diese der Simmerather CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer und der Beigeordnete Karl-heinz Hermanns in unserer Ausgabe am vergangenen Samstag.

In der Diskussion um die Finanzierung der weiterführenden Schulen in der Nordeifel hatten die Vertreter der Nachbarkommune eine Beteiligung der Gemeinde Simmerath in Aussicht gestellt, allerdings nur dann, wenn die Gemeinde auch Träger einer weiteren Einriuchtung sei.

Dabei hatten Löhrer und Hermanns dann auf die Elwin-Christoffel-Realschule verwiesen, die man sich durchaus auch in Simmerath vorstellen könne.

«Wir begrüßen die Gedanken und Ideen, die man sich in Simmerath zum Thema Schulen macht und werden das Thema in einer gemeinsamen Runde aller drei Nordeifeler Bürgermeister am 5. Februar erörtern», kündigte Theo Steinröx im Pressegespräch an.

Allerdings werde diese Unterredung zunächst intern geführt, so der Monschauer Bürgermeister, der dann bekräftigte: «Allerdings wird sich in diesen Gesprächen nicht die Standortfrage stellen», reagierte Steinröx auf das «unmoraische Angebot» der Nachbarn.

«Die städtische Realschule war immer in Monschau, da ist sie und da bleibt sie», meinte Theo Steinröx, der vier Jahre Fördervereins-Vorsitzender der ECR war «und von daher mit viel Herzblut an dieser Schule hängt».

Man habe die 1961 noch an der Schleidener Straße als «Realschule für Jungen» gegründete Einrichtung seit 2001 mit rund 2,3 Millionen Euro an Mitteln und hohem Engagement von Lehrer-, Eltern- und Schülerschaft sowie der Stadt saniert, diese Rundumerneuerung stehe nun vor dem Abschluss, so der Bürgermeister.

Als nächstes stünde der Aus- und Umbau der Turnhalle nun unmitelbar bevor, auch die benachbarte Schwimmhalle werde alsbald einer Sanierung unterzogen, kündigte Steinröx an.

Der Bürgermeister sprach von einem «florierenden Schulleben» und verwies auf stabile Schülerzahlen, eine «gegen den Trend steigende Zahl von Anmeldungen» und dem Ausbau der Übermittagsbetreuung, der in diesem Jahr mit knapp 200.000 Euro im zweiten Gebäude realisiert werde.

Quelle: Eifeler Zeitung

 


Bürgermeister Eis:
Roetgen nimmt das Gymnasium

19.01.2009

Bilden die Nordeifelgemeinden Monschau, Simmerath und Roetgen einen Zweckverband, um die Kosten der weiterführenden Schulen gemeinsam zu tragen? Mit diesem Vorschlag hat vergangene Woche die Gemeinde Simmerath den «Hilferuf» der Stadt Monschau beantwortet, die mehr Unterstützung bei der Unterhaltung ihrer drei weiterführenden Schulen eingefordert hatte.

Die Anregung aus Simmerath wie auch das Ersuchen aus Monschau hat nun Roetgens Bürgermeister Manfred Eis veranlasst, das Thema Schulen seinerseits zu kommentieren.

Seltsame Blüten im Wahlkampf

«Zuerst habe ich mich gefragt, in welchem Stadium vor der Kommunalwahl befinden wir uns eigentlich? Ergebnis: Der Wahlkampf ist offenbar schon in vollem Gange und er treibt recht eigenartige Blüten», findet Eis und wundert sich: «Da mahnt Frau Beigeordnete Ritter die finanzielle Beteiligung der Nachbarkommunen zu den Schülerfahrkosten an, wohlwissend, dass die Stadt Monschau zu jeder Zeit vehement für den Erhalt und den Ausbau als dortigen Schulstandort eingetreten ist. Es sollte jetzt bitte niemand so tun, als ob die damit zwangsläufig verbundene Finanzbelastung etwas Neues wäre.

Es sieht so aus, als ob Frau Ritter über die Konsequenz einer landesgesetzlichen Änderung zu den Schülerfahrkosten (Kostenträger = Wohnortgemeinde statt wie jetzt Schulstandortgemeinden) nicht bis in die Tiefen des Gemeindefinanzierungsgesetzes nachgedacht hat. Logischerweise wäre eine solche Verlagerung mit erheblichen finanziellen Einbußen für die Stadt verbunden, weil zumindest teilweise die Anrechnung der Schüler dann bei den Wohnsitzgemeinden erfolgen muss.

Also, ob sich die ganze Geschichte für die Stadt Monschau rechnet, ist fraglich», glaubt der Roetgener Bürgermeister, der mit seinem Alternativvorschlag allerdings offene Türen bei seinem Monschauer Kollegen Theo Steinröx einrennt: «Stattdessen sollte man besser das Land ermuntern, den ländlich geprägten Schulstandort mit mehr Geldmitteln auszustatten», wiederholt er eine auch von Steinröx immer wieder geäußerte Forderung.

Den Simmerather Vorschlag, die Nordeifeler Schullandschaft grundlegend neu zu strukturieren und auch über andere Schulstandorte nachzudenken, mag Manfred Eis kaum ernst nehmen:

«Mit Erstaunen lese ich, dass die Gemeinde Roetgen als Zweckverbandsmitglied für mehrere Monschauer Schulen vorgesehen ist. Ich frage mich, wie ernst dieser des Beigeordneten Hermanns und des Fraktionssprechers Löhrer gemachte Vorschlag wirklich ist, zumal mit dem Roetgener Bürgermeister jedenfalls bisher noch niemand über diesen Gedanken gesprochen hat.

Klare Ansage der Herren ist der Wunsch, die städtische Realschule aus Monschau nach Simmerath zu verlagern. Weshalb soll die Gemeinde Roetgen eigentlich zurückstehen? Man könnte über die Umsiedlung des städtischen Gymnasiums nach Roetgen nachdenken; ein Grundstück findet sich schnell.

Dies wäre doch eine gerechte Aufteilung der Schulen, zumal Monschau, großzügig wie wir sind, die Hauptschule behalten kann. Ach ja, St. Ursula und die Grundschulen gibt es ja auch noch», stellt Manfred Eis augenzwinkernd fest und beklagt: «Für mich bleibt bei diesem karnevalistisch eingefärbten Wahlkampfgetöse die immer wieder propagierte friedliche und sachliche Zusammenarbeit der drei Südkreiskommunen auf der Strecke.

«Sechsaugengespräch»

Genau die möchte ich anmahnen, denn unsere BürgerInnen haben sicher kein Verständnis für kurzfristiges Kirchturmdenken», bietet Eis ein «Sechsaugengespräch mit seinen Bürgermeisterkollegen Hubert Breuer und Theo Steinröx an.

Manfred Eis abschließend: «Wir reden ständig über unsere Städteregion und die gemeinsamen Ziele. Dann sollten wir uns auch entsprechend verhalten.»

Quelle: Eifeler Zeitung



Weihnachtsbaumaktion hilft auch Trägerverein Ganztagsschulen


Die vor vier Wochen geschlagenen Weihnachtsbäume im Buhlert dürfte größtenteils schon wieder entsorgt sein, aber Nachwirkungen zeigt die Aktion dennoch: Dem Trägerverein Offene Ganztagsschulen in der Gemeinde Simmerath wurde jetzt seitens der Gemeinde Simmerath ein kleiner Scheck überreicht. Im Rahmen der Aktion „Weihnachtsbäume selber schlagen“ hatten Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung in Eigeninitiative Glühwein, Kakao und Plätzchen im Buhlert angeboten, um für die Besucher ein wenig vorweihnachtliche Atmosphäre zu schaffen. Der Tages-Erlös in Höhe von 340 Euro wurde jetzt dem Trägerverein zur Verfügung gestellt. Bürgermeister Hubert Breuer lobte diese Geste seiner Mitarbeiter ebenso wie auch Dr. Jürgen Kremer, der Vorsitzende des Trägervereins. Diese Summe stehe umgerechnet für die Finanzierung von 170 Mittagessen, denn oft genug hätten Eltern Schwierigkeiten, die Übermittagsbetreuung ihrer Kinder in den Ganztagsgrundschulen zu finanzieren.

Foto: P. Stollenwerk

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath will Verantwortung mittragen

 

 

17.01.2009

Die Nachbarkommune bietet Monschau zur Finanzierung der weiterführenden Schulen eine gemeinsame Trägerschaft in Form eines Zweckverbandes an. Realschule nach Simmerath? Kritik an „Profilierungsversuchen.“

Sie wollen die von der Stadt Monschau eingeforderte gemeinsame Verantwortung für die weiterführenden Schulen gerne übernehmen: Simmeraths CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer (re.) und CDU-Bürgermeisterkandidat Karl-Heinz Hermanns. Foto: P. Stollenwerk

An Schärfe zugenommen hat in jüngster Zeit die Diskussion um die Finanzierung der weiterführenden Schulen in der Schulstadt Monschau. Dem dabei entstandenen Eindruck, dass die Schüler aus der Gemeinde Simmerath auf Kosten der Stadt Monschau die dortigen Schulen besuchen, tritt die CDU Simmerath jetzt mit einem bemerkenswerten Vorschlag entgegen. Die Gemeinde Simmerath, so erläutern jetzt CDU-Bürgermeisterkandidat Karl-Heinz Hermanns und Fraktionssprecher Bruno Löhrer in einem Pressegespräch, sei bereit, Verantwortung und Kosten für das überörtliche Bildungsangebot im Südkreis zu übernehmen.

Vorgeschlagen wird, einen Schulzweckverband der Kommunen Monschau, Simmerath und Roetgen zu gründen.

Grundvoraussetzung dafür sei aber, dass die Gemeinde Simmerath auch (Mit-) Träger dieser Schulen sei. Um die von der Monschauer CDU-Bürgermeisterkandidatin und städtischen Beigeordneten Margareta Ritter eingeforderte „gemeinsame Verantwortung für die Schulen“ auch zu realisieren, schlägt die CDU Simmerath vor, die städtische Realschule Monschau und das städtische Gymnasium Monschau einem Zweckverband, bestehend aus den Kommunen Monschau, Roetgen und Simmerath, zu übertragen. „Dabei sollte der Standort des Gymnasiums wie bisher in Monschau sein. Der Schulstandort der Realschule sollte im Rahmen der gemeinsamen Aufgabenwahrnehmung künftig in Simmerath sein“, lautet der konkrete Vorschlag von Karl-Heinz Hermanns und Bruno Löhrer. Eine solche Struktur könnte es der Stadt Monschau ermöglichen, die angesprochenen hohen Sanierungskosten der städtischen Schulen in Monschau zumindest zu reduzieren.

„Eine Verlegung der Realschule nach Simmerath könnte in Simmerath im Rahmen der anstehenden energetischen Sanierung der Hauptschule Simmerath mit berücksichtigt werden,“ konkretisiert man den Vorstoß. „Ob im Rahmen einer derartigen Zweckverbandsbildung auch die beiden Hauptschulen in Monschau und Simmerath auf den Zweckverband übertragen werden sollten, wäre in diesem Zusammenhang ebenfalls zu prüfen.

Bruno Löhrer: „Die CDU Simmerath lehnt es jedenfalls ab, dass die Gemeinde Simmerath Schulkosten der Stadt Monschau übernimmt, ohne auch für die Schulen mit zuständig zu sein. Auch für die Gemeinde Simmerath wäre die Ansiedlung einer Realschule ein Standortvorteil. Deshalb ist die CDU Simmerath bereit, auch hierfür gemeindeseitig finanzielle Lasten zu übernehmen.“

Auslöser der Gegen-Offensive der CDU Simmerath waren Äußerungen der Monschauer CDU-Bürgermeisterkandidatin Margareta Ritter, die den Bürgermeistern aus Roetgen und Simmerath fehlendes Engagement und Passivität in der Frage der Finanzierung der weiterführenden Schulen, insbesondere im Hinblick auf die Schülerfahrtkosten, vorgehalten hatte.

„Verwundert“ über diese öffentlichen Äußerungen zeigt sich Bruno Löhrer. Dies sei kein angemessener Umgang zwischen Parteifreunden. „Offensichtlich wollte sich Frau Ritter mit der öffentlichen Behandlung dieses Themas bei ihren Wählern profilieren. Wir lehnen solche Profilierungsversuche auf unserem Rücken ab“, kontert Bruno Löhrer: „Die CDU Simmerath spricht Frau Ritter das Recht ab, in der Öffentlichkeit über die Gemeinde Simmerath, speziell über das Verhalten unseres Bürgermeisters Hubert Breuer zu urteilen. Dies steht weder der Monschauer CDU-Bürgermeisterkandidatin noch der Monschauer Beigeordneten zu“, fordert Löhrer „mehr Zurückhaltung“ bei Äußerungen über die Nachbarkommune. Die Kritik aus Monschau hatte die Simmerather Parteifreunde hart getroffen und sogar den äußerst seltenen Fall einer Fraktions-Sondersitzung nach sich gezogen.

Eine enge Zusammenarbeit der Nordeifelkommunen setze voraus, dass man sich gegenseitig als gleichberechtigte Partner akzeptiere. „Die CDU Simmerath hat bei den Darlegungen von Frau Ritter nicht das Gefühl, dass diese Akzeptanz vorhanden ist,“ kommentiert Löhrer die Vorgehensweise.

In der Sache hält die CDU fest, dass es zu begrüßen sei, dass die Stadt Monschau auch den Simmerather Kindern die Möglichkeit zum Besuch ihrer Realschule und ihres Gymnasiums gebe. „Offiziell an die Gemeinde Simmerath gerichtete Äußerungen oder Forderungen zur Kostenbeteiligung hierzu von der Stadt Monschau sind der CDU Simmerath bisher nicht bekannt“, hält Bruno Löhrer fest. Dieses Thema sei auch bei den vielen Kontakten zwischen der Monschauer und der Simmerather CDU von Monschauer Seite bislang nicht angesprochen worden.

Auch detaillierte Zahlen zu einem durch Simmerather Schüler ausgelösten Defizit seien nicht bekannt. Forderungen an die Gemeinde Simmerath auf finanzielle Ausgleiche seien bisher auch nicht von anderen kommunalen Schulträgern (Schleiden, Nideggen, Hürtgenwald) erhoben worden, obwohl auch Simmerather Kinder in größerer Anzahl deren Schulen besuchen.

Simmeraths CDU-Bürgermeisterkandidat Karl-Heinz Hermanns unterstreicht die unbedingte Notwendigkeit einer Kooperation der Nachbarkommunen; alles andere schade Simmerath und Monschau. Er wünsche sich, dass der Vorschlag, einen Schulzweckverband für den Südkreis zu gründen, sachlich diskutiert werde „und die Stadt Monschau auf diesen wirklich ernst gemeinten Vorschlag eingeht.“ (P. St.)

Quelle Eifeler Zeitung

Auslöser der Offensive:
Pressegespräch der Monschauer Bürgermeisterkandidatin Margareta Ritter

Monschau. „Monschau setzt auf Investitionen in Bildung und Betreuung. Dass wir diesen Schwerpunkt legen, beruht auf der Einschätzung, dass es Investitionen in unsere Zukunft sind. In Monschau werden die Kinder der Region beschult und darauf sind wir stolz!“, betont die Monschauer CDU-Bürgermeisterkandidatin Margareta Ritter jetzt im Pressegespräch.

Anlass zu dieser klaren Aussage waren die laut Ritter „doch etwas leichtfertigen“ Äußerungen der Bürgermeister der Nachbarkommunen, Hubert Breuer aus Simmerath und Manfred Eis aus Roetgen, dass diese Bildungsaufgabe und deren finanzielle Abwicklung nur eine Aufgabe der Stadt Monschau sei. Die CDU-Bürgermeisterkandidatin . . . . . . . .



Landeszuweisungen für Simmerather Schüler fließen nach Monschau

Die CDU Simmerath hat in den Haushaltsplan der Stadt Monschau für das Jahr 2008 geschaut, und einige interessante Zahlen ausfindig gemacht. Demnach besuchen rund 220 Schüler aus Simmerath die städtische Realschule und rund 290 Schüler aus Simmerath das städtische Gymnasium in Monschau.

Für jeden Simmerather Realschüler hat die Stadt Monschau im Jahr 2008 eine Landeszuweisung von rd. 765 Euro und damit insgesamt rd. 170 000 Euro erhalten. Für jeden Simmerather Gymnasiasten gab das Land der Stadt Monschau rd. 815 Euro und damit insgesamt rd. 233 000 Euro. Damit erhielt die Stadt Monschau im Jahr 2008 über 400 000 Euro Landeszuweisung ausschließlich für die Simmerather Schüler.

Die Gemeinde Simmerath hat für diese Simmerather Schüler keine Zuweisungen erhalten. Dennoch hatte die Stadt Monschau nach den Angaben im Haushaltsplan 2009 bezogen auf die Simmerather Realschüler einen städtischen Eigenanteil von knapp 60 000 Euro (trotz einer Beteiligung des Kreises Aachen am Defizit der Realschule Monschau) aufzubringen und bezogen auf die Simmerather Gymnasiasten einen städtischen Eigenanteil von rd. 130 000 Euro (insgesamt als rd. 190 000 Euro) aus eigenen Mitteln beizusteuern.

Die Gemeinde Simmerath und auch die Simmerather CDU weisen darauf hin, dass sie in den vergangenen Jahren bei Kontakten mit Landespolitikern immer wieder deutlich darauf hingewiesen hätten, dass die Streichung der Landeszuschüsse für die Schülerbeförderung rückgängig gemacht werden müsse. Insofern sei man einer wesentlichen Forderung aus Monschau - nämlich die Stadt Monschau bei ihren Bemühungen um Landeszuschüsse für die hohen Schülertransportkosten zu unterstützen - bereits seit Jahren nachgekommen.


Quelle: Eifeler Zeitung


Auch die Kommunen in der Eifel wollen profitieren
Konjunkturpaket II stellt Milliarden Euro zur Verfügung. In unserer Region sollen damit Straßen und Schulen saniert werden.

Von Andreas Gabbert

Nordeifel. Rund 10 Milliarden Euro sind im Konjunkturpaket II bundesweit für Investitionen von Kommunen und Ländern vorgesehen. „Abgesehen vom unmittelbaren wirtschaftlichen Nutzen kann dies Aufbruchstimmung erzeugen, wenn das Erscheinungsbild der Städte und Gemeinden wieder verbessert wird“, erklärt der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes NRW, Dr. Bernd Jürgen Schneider.

Natürlich hoffen auch die Eifel-Kommunen von dem Konjunkturpaket zu profitieren. „Wir hoffen, dass etwas für uns abfällt“, sagt Heinz Mertens, Kämmerer bei der Gemeinde Roetgen. Mögliche Mittel würde die Gemeinde gerne in den Straßenbau, insbesondere in die Sanierung einer Brücke investieren. Außerdem würde die Gemeinde Roetgen versuchen, beim Schulbau Eigenmittel durch Gelder aus dem Konjunkturprogramm zu ersetzen, bzw. aus anderen Töpfen wegfallende Mittel aufzufangen. Noch sei aber alles sehr vage, das Verfahren der Mittelvergabe müsse noch geklärt werden, erklärte Mertens. „Zu Karneval sind wir schlauer.“

„Wir brauchen zunächst Fakten“, sagt auch Monschaus Bürgermeister, Theo Steinröx. Er begrüßt das Paket und hält es für „notwendig und richtig“. Vor allem die Investitionen in Kommunen und Bildung sind für Steinröx wichtig. Hausintern sei in Monschau bereits eine Arbeitsgruppe gebildet worden, die sich mit dem Thema befasse. Außerdem stehe man in engem Kontakt zur Landesregierung in Düsseldorf. Sollte die Stadt Monschau Mittel aus dem Konjunkturpaket II erhalten, will die Verwaltung dem Rat vorschlagen, das Geld zur Sanierung von Straßen, Schulen und der Schwimmhalle zu verwenden.

Noch völlig ungewiss

„Momentan ist es noch völlig ungewiss, welche Beträge für welche Zwecke unter welchen Bedingungen vergeben werden“, erläutert der Beigeordnete der Gemeinde Simmerath, Karl-Heinz Hermanns. Gehe man davon aus, dass den Kommunen 10 Milliarden Euro zur Vefügung gestellt werden und bei der Verteilung der Einwohnerschlüssel zu Grunde gelegt werde, dann würden für die Gemeinde Simmerath 1,9 Millionen Euro abfallen. „Aber auch das ist völlig ungewiss“, betont Hermanns. Sollte die Gemeinde Mittel erhalten, will sie diese in Bildung und Maßnahmen der Energie-Effizienz investieren. Im Vordergrund stehe dabei die Hauptschule. Auch die Sanierung anderer Gebäude hält Hermanns für sinnvoll. Wert legt er darauf, dass nicht nur in bauliche Maßnahmen investiert wird, sondern auch in den Ausbau der Offenen Ganztagsschulen. „Es soll nicht nur in Beton, sondern auch in Köpfe investiert werden“, bringt es der Beigeordnete auf den Punkt. Im Rahmen des Konjunkturpaketes soll auch der Ausbau von Breitbandinternet voran getrieben werden, Hermanns hofft, dass die Gemeinde davon profitieren kann.

Kommunen würden durch das Konjunkturpaket in die Lage versetzt, dem Handwerk vor Ort wieder Aufträge zu erteilen, erklärt der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes NRW weiter. Das Land NRW sei nun gefordet, dem Beispiel des Bundes zu folgen und ebenfalls kommunale Investitionen zu unterstützen. Die Städte und Gemeinden seien in der Lage, solche Projekte rasch umzusetzen, Kommunen wüssten sehr genau, wo Sanierungsbedarf bestehe. „Das Geld würde hier rasch Wirkung zeigen“, macht Schneider deutlich.

Es müsse jedoch sichergestellt werden, dass das Geld aus dem Konjunkturprogramm II nicht einseitig den großstädtischen Siedlungsgebieten zugute komme. Auch der ländliche Raum stehe vor großen Modernisierungsaufgaben. „Hier ist das Land gefordert, die nötige Verteilungsgerechtigkeit sicherzustellen“, fordert Schneider.

Quelle: Eifeler Zeitung


Verwaltung die Treue gehalten

15.01.2009

Gemeinde Simmerath ehrt langjährige Beschäftigte und aus dem Dienst geschiedene Mitarbeiter bei einer Feierstunde im Rathaus

Simmerath. Die Gemeinde Simmerath beginnt das neue Jahr traditionell mit der Ehrung von Dienstjubilaren und Verabschiedung der Mitarbeiter, die im abgelaufenen Jahr in den Ruhestand traten.

In einer Feierstunde in der Rathaus-Kantine würdigten Bürgermeister Hubert Breuer, Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns und Personalratsvorsitzender Manfred Prinz mit Glückwünschen, Blumen und Präsenten das langjährige Engagement der Jubilare und Pensionäre.

Bürgermeister Breuer rief wesentliche Stationen im Erwerbsleben der Geehrten in Erinnerung.

Brigitte Jansen aus Steckenborn trat 1983 als Schreibkraft der Gemeindekasse in den öffentlichen Dienst und ist seit dem Herbst vorigen Jahres in der Abteilung für Grundstücksmanagement, Wirtschaftsförderung und Tourismus beschäftigt. Im Juli 2008 feierte sie ihr 25-jähriges Dienstjubiläum.

Günter Kaulen, ebenfalls 25 Jahre im öffentlichen Dienst beschäftigt, begann seine Laufbahn mit der Ausbildung zum Verwaltungsangestellten bei der Gemeinde Hürtgenwald, wechselte dann als Sachbearbeiter in das Steueramt der Gemeinde Simmerath und ist seit Oktober 2008 Leiter der Abteilung für Grundstücks- und Gebäudemanagement, Wirtschaftsförderung und Tourismus.

Christoph Nellessen aus Rurberg ist ebenfalls 25 Jahre im Dienst. Er begann als Gemeindearbeiter in der damaligen Arbeitskolonne Rurtal, wurde im Jahre 2000 zum Bauhof Simmerath versetzt und zugleich zum Gemeindevorarbeiter befördert.

Artur Läufer, Lammersdorf, wurde 1968 als Waldarbeiterlehrling in der früheren Gemeinde seines Heimatortes eingestellt. Er legte die Prüfung zum Waldfacharbeiter ab und wurde im Zuge der kommunalen Neugliederung in den Dienst der Gemeinde Simmerath übernommen. Im Herbst 2008 feierte Artur Läufer 40-jähriges Dienstjubiläum.

Nach mehr als 31-jähriger Tätigkeit schied Gertrud Jung aus Steckenborn Ende Juli 2008 aus ihrem Arbeitsverhältnis. Sie hatte 1977 als Reinigungskraft in der Gemeinde-Grundschulturnhalle ihres Heimatdorfes begonnen.

Werner Schlagloth aus Simmerath wurde 1985 als Verwaltungsangestellter für die Telefonzentrale im Rathaus engagiert; aufgrund des Bezugs von Altersrente schied er Ende November 2008 aus dem Dienst.

Herma Lauscher war in ihrem Heimatort Woffelsbach ab 2002 als Gemeindebotin unterwegs, seit Ende vergangenen Jahres ist auch sie Rentnerin.

In seinem heimatlichen Zustellbezirk Lammersdorf war Alfred Läufer als Gemeindebote im Einsatz, und zwar seit 1990. Nach mehr als 18-jähriger Tätigkeit wurde der Arbeitsvertrag des inzwischen 82-Jährigen aufgelöst.

Mit einer gemeinsamen Kaffeetafel, lebhaften Gesprächen und Erinnerungen an lange Schaffensperioden klang ein Nachmittag der Ehrungen aus. (M. S.)

Quelle: Eifeler Zeitung


Jugendfeten im Gewerbegebiet Rollesbroich?

14.01.2009

Simmerath. «Für die Durchführung von Jugendfeten und anderen Veranstaltungen für Jugendliche stehen im Südkreis immer weniger geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung», beklagt jetzt die Simmerather CDU-Fraktion.

Abhilfe könnte im Gewerbe- und Industriegebiet Rollesbroich geschaffen werden, regt Fraktionssprecher Bruno Löhrer jetzt in einem Antrag an Bürgermeister Hubert Breuer an.

Die jetzige Situation führe dazu, «dass unsere Jugendlichen immer öfter weite Fahrten nach Aachen und darüber hinaus zurücklegen müssen, um Veranstaltungen für Jugendliche besuchen zu können,» heißt es in dem Schreiben.

Bau einer Halle durch Verein

Der CDU-Bürgermeisterkandidat Karl-Heinz Hermanns habe vor kurzem in einer Parteiveranstaltung vorgeschlagen, dass die Gemeinde Simmerath ihre grundsätzliche Bereitschaft erklären solle, im Gewerbe- und Industriegebiet Rollesbroich ein geeignetes Grundstück zum Bau einer Halle zur Durchführung von Jugendveranstaltungen u.ä. bereitzustellen, wenn ein Verein oder ein Privatmann beabsichtige, ein solches Gebäude zu errichten.

Bruno Löhrer: «Die CDU-Ratsfraktion nimmt diesen Vorschlag auf und beantragt hiermit, dass die Gemeinde Simmerath ein entsprechendes Grundstück im Industriegebiet Rollesbroich im Bedarfsfall zur Verfügung stellt, um mitzuhelfen, dass den hiesigen Jugendlichen neue, dauerhafte Möglichkeiten zum Besuch von Jugendfeten u.ä. geboten werden, ohne weite Fahrten zurücklegen zu müssen.

Hierzu wird beantragt, dass sich der zuständige Fachausschuss der Gemeinde mit der Angelegenheit befasst.»

Quelle: Eifeler Zeitung


Fehlentwicklungen Riegel vorschieben
Bei der Änderung des Bebauungsplanes Einruhr lässt die Frage des Bestandsschutzes die Wogen hochschlagen. Härten vermeiden.


Foto: Eifeler Zeitung (Münker)

Einruhr. Viele Bürger waren der Einladung ins Heilsteinhaus gefolgt, wo die Gemeinde mit dem Planungsbüro Becker und Ruth Roelen von der Regionalentwicklung beim Kreis die wesentlichen Punkte bei der vorgesehenen Änderung des Bebauungsplans Einruhr vorstellten.

Was ist verträglich?

Notwendig war die Änderung geworden, weil Fachbehörden in Frage gestellt hatten, ob eingereichte Bauanträge städtebaulich noch verträglich seien. Denn der alte Bebauungsplan hatte Bauvorhaben zugelassen, die nun als Präzedenzfälle herangezogen wurden, um weitere Bauvorhaben in ihrer Zulässigkeit zu begründen. Doch gerade für den Bereich Wollseifener Straße und Am Hostertberg wollte man nicht alten baulichen Fehlentwicklungen neue folgen lassen.

Allerdings wurden die Bürger in einem Ausmaß mit Informationen überschüttet, dass sie nur gut beraten sind, wenn sie sich bei der anstehenden Offenlegung der Bebauungsplanänderung das Ganze im Rathaus noch einmal in Ruhe ansehen und erläutern lassen.

Es beginnt schon bei der Frage, für welche Bereiche die geänderten textlichen Festsetzungen Gültigkeit haben. Dabei wurde zumindest bei einem Teil der Bürger anerkannt, dass die Neuplanung ihnen auch mehr Individualität bei ihren Bauvorhaben zugesteht.

Anstoß zum Ärgernis gaben vor allem zwei Punkte: Einmal hatten Neubürger Grundstücke von der Gemeinde am Hostertberg gekauft und mussten nun erfahren, dass sie wegen der ausgesprochenen Veränderungssperre mit dem Bau nicht beginnen durften, schlimmer noch, die Bebaubarkeit der Grundstücke gegenüber der Rechtssituation beim Kauf eingeschränkt werden sollte.

Und nicht zu Unrecht beschwerten sich diese nun: Von der Gemeinde als Verkäufer hätte man den Hinweis erwarten müssen, dass das Baurecht, nach altem Bebauungsplan bauen zu können, sieben Jahre nach Inkrafttreten des Plans erlischt.

Und geradezu erbost reagierten viele Bürger auf die Mitteilung, dass sie Häuser – etwa nach einem Brand – nicht wieder in den alten Dimensionen aufbauen dürfen, sondern sich an die neuen Festsetzungen halten müssen. „Das nenne ich Enteignung“, hieß es.

„Finger hoch, wer für Bestandsschutz ist“, forderte ein Bürger, und sogleich hoben sich fast alle Hände in die Höhe.

Bürgermeister Hubert Breuer sagte zu, dass Verwaltung und Rat nach einem Weg suchen würden, unnötige Härten zu vermeiden, doch versprechen könne er nichts, die endgültige Entscheidung liege in den Händen von Planungsausschuss und Rat. Allerdings deutete er schon an, in welcher Richtung nach einer Lösung gesucht werde, für den Fall nämlich, dass unvorhersehbare Ereignisse zum Verlust eines Gebäudes führten: Keinesfalls könne die Garantie von Bestandsschutz freie Hand geben, den Bagger anrollen zu lassen.

Fragen wurden auch laut nach der Begründung für den Zuschnitt des Bereichs, der mit besonders strengen Auflagen rechnen muss. Die einfache Begründung: Man orientiere sich einmal an alten Planungsgrenzen, zum anderen eben daran, welche Grundstücke noch unbebaut seien.

„Die Diskussion läuft nicht mehr sachlich“, schaltete sich Ortsvorsteher Christoph Poschen ein, als der Verdacht ausgesprochen wurde, mit der Planänderung sollten nur ganz bestimmte Bauvorhaben verhindert werden. „Wir sollten nicht so tun, als hätten bestimmte Bauvorhaben nicht für Diskussion im Ort gesorgt.“ Viele Bürger hätten ihm gegenüber die Meinung geäußert: „So kann es nicht weitergehen.“ Und selbst der Bürger, der sich zuvor so vehement für Bestandsschutz „ohne wenn und aber“ eingesetzt hatte, bekannte sich nun dazu, in dem Bereich (Hostertberg) sehr behutsam zu bauen. (Mü)

Quelle: Eifeler Zeitung


Gemeinsame Verantwortung für die Schulen
Monschaus CDU-Bürgermeister-Kandidatin Margareta Ritter verwundert über „etwas leichtfertige Äußerungen“ der Nachbarn.

Monschau. „Monschau setzt auf Investitionen in Bildung und Betreuung. Dass wir diesen Schwerpunkt legen, beruht auf der Einschätzung, dass es Investitionen in unsere Zukunft sind. In Monschau werden die Kinder der Region beschult und darauf sind wir stolz!“, betont die Monschauer CDU-Bürgermeisterkandidatin Margareta Ritter jetzt im Pressegespräch.

Anlass zu dieser klaren Aussage waren die laut Ritter „doch etwas leichtfertigen“ Äußerungen der Bürgermeister der Nachbarkommunen, Hubert Breuer aus Simmerath und Manfred Eis aus Roetgen, dass diese Bildungsaufgabe und deren finanzielle Abwicklung nur eine Aufgabe der Stadt Monschau sei.

Die CDU-Bürgermeisterkandidatin sieht in diesen Äußerungen „mangelndes Verantwortungsgefühl und fehlende Akzeptanz“ für die Aufgaben, die die Stadt Monschau für die Bildung aller Kinder in der Region als Schulstadt übernimmt.

„Ich vermisse ein deutliches Bekenntnis der Führungsspitzen der beiden Nachbarkommunen zu der enormen Leistung, die die Stadt Monschau als Schulstadt übernimmt. Ich vermisse Dank und Anerkennung gegenüber Monschau und erwarte mehr Verantwortungsgefühl gegenüber den Familien in den beiden Nachbarkommunen für diese Bildungsaufgabe, die wir gerne für die Entwicklung und Bildung der Kinder aus der Gemeinde Simmerath und Gemeinde Roetgen übernehmen.“

Die Stadt Monschau stelle sich dieser Aufgabe mit erheblichen Aufwendungen in die Schulbildungsinfrastruktur seit vielen Jahren.

Die jährliche Schulpauschale, die das Land gewähre, diene als Anteilsfinanzierung für die Schulinfrastruktur. Sie beträgt in 2008 480 000 Euro und ab 2009 530 000 Euro. Darin enthalten sind natürlich auch die Schülerzahlen der Nachbarkommunen. Margareta Ritter: „Dies ist ein wichtiges und richtiges Zeichen der Landesregierung“, doch reiche die Schulpauschale bei der Vielzahl der Aufgaben bei weitem nicht aus.

„Ich habe zwar Verständnis für die Haltung der beiden Nachbarkommunen, dass es keine gesetzliche Verpflichtung gibt, dass die Nachbarkommunen die Schülerfahrtkosten für ihre Kinder erstatten. Dafür müsste das Schulgesetz vom Wohnortprinzip ausgehen und nicht vom Schulortprinzip. Kein Verständnis habe ich aber für seltsame Äußerungen, ein Anliegen der Stadt Monschau zur Kostenbeteiligung an den Schülerfahrtkosten läge nicht vor, wenn es um die Zukunft unserer Kinder in der ganzen Region geht!“

Den Nachbarkommunen sei die hohe finanzielle Last der Stadt Monschau bekannt. Der Fahrkostenanteil der Kinder aus diesen Gemeinden liege bei 320 000 Euro. Und dieser Anteil werde eben nicht über die Schlüsselzuweisungen abgedeckt.

Es ist nicht Absicht der Stadt Monschau, die finanzielle Last ohne gesetzlichen und damit rechtlichen Anspruch von den Nachbarkommunen einzufordern, „erwartet wird aber, dass die Bemühungen der Stadt Monschau, eine bessere Verteilung der Finanzlast auf Ebene der Landesregierung zu erreichen, von den Nachbarkommunen ausdrücklich unterstützt wird“, fordert Margareta Ritter mehr Solidarität ein.

Dabei helfe es überhaupt nicht, „dass rückwärts gewandte historisierende Erlebnisse der Vergangenheit mit Schadenfreude hochbeschworen werden“. Anstatt Unwissenheit vorzuspielen, sollte man gemeinsam die regionale Entwicklung in abgestimmten Prozessen verantwortlich schultern und gestalten. „Dies ist die Haltung der Stadt Monschau, meiner Partei und meine persönliche zukünftige Ausrichtung!“

Ein in die Zukunft gewandtes Beispiel sei die gemeinsame Verantwortung, die Geburtshilfe am Malteser-Krankenhaus Simmerath zu erhalten. „Dies ist für die Stadt Monschau ein großes, parteiübergreifendes Anliegen und eine Selbstverständlichkeit, dass wir uns im Schulterschluss mit den Nachbarkommunen auch finanziell in die Pflicht haben nehmen lassen.“ (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung


Dazu äußerte sich unser Bürgermeister Hubert Breuer :

Zuletzt habe es zwar einige „unverbindliche Äußerungen“ gegeben, aber eine konkrete Anfrage der Stadt Monschau liege nicht vor. Daher sehe er auch derzeit keinen Anlass, das Thema Beteiligung an Schülerfahrtkosten auf die Tagesordnung zu setzen.

Die Rechtslage ist eindeutig.
Das Schulgesetz geht vom vom Schulortprinzip aus.

Wegen ihrer Aufgaben als Schulstadt komme Monschau ja auch in den Genuss einer höheren Schulpauschale und höherer Schlüsselzuweisungen des Landes.

Wenn man über eine finanzielle Beteiligung spreche, dann gehörten alle Ein- und Ausgaben auf den Tisch.

In diesem Zusammenhang erinnert Hubert Breuer daran, dass es mehrere Versuche gegeben habe, in der Gemeinde Simmerath eine Realschule zu etablieren, diese Initiative aber unter anderem auch an „erheblichen Widerständen“ aus Monschau gescheitert sei.


Zusätzliche Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren

07.01.2009

Nordeifel. Bis zum 31. Januar sollten Eltern ihre Kinder in Monschau, Roetgen und Simmerath anmelden, wenn sie zwischen dem 1. August 2009 bzw. bis zum 31. Juli 2010 in einem Kindergarten aus diesen Wohnorten aufgenommen werden sollen.

Nur durch eine frühzeitige Anmeldung ist sichergestellt, dass ein Kindergartenplatz dann zur Verfügung gestellt werden kann, wenn er benötigt wird.

Die Kindergärten erhalten für jedes angemeldete Kind eine Pauschale. Nur für die Kinder, für die dem Kindergarten eine Anmeldung vorliegt und für die er rechtzeitig eine Kindpauschale beantragt hat, stehen die notwendigen Finanzmittel zur Betreuung zur Verfügung.

25, 35 oder 45 Stunden buchbar

Die Eltern können eine Betreuungszeit von 25, 35 oder 45 Stunden buchen. Die Elternbeiträge für 35 Stunden liegen nur geringfügig höher als für 25 Stunden. Die Eltern sind dazu aufgerufen, die Betreuungszeit zu buchen, die ihrem wirklichen Betreuungsbedarf entspricht. Die Kindergärten setzen die gebuchten Zeiten dann bedarfsgerecht um.

In Monschau, Roetgen und Simmerath werden im Rahmen der vorhandenen Platzkontingente zusätzliche Betreuungsmöglichkeiten für Kinder im Alter unter drei Jahren geschaffen. Drei- bis sechsjährige Kinder haben nach wie vor einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz; daher haben diese Kinder Vorrang vor der Aufnahme unter Dreijähriger. Ergänzend zu den Angeboten für unter Dreijährige in Kindergärten und falls Öffnungszeiten nicht bedarfsentsprechend angeboten werden können, gibt es das Angebot der Kindertagespflege.

Eine Entscheidung darüber, welcher Kindergarten welche Betreuungsmöglichkeiten anbietet, trifft der Kreisjugendhilfeausschuss am 16. März.

Die Anmeldungen können direkt in den Kindergärten erfolgen. Die Eltern der noch nicht aufgenommenen Kinder werden über die Notwendigkeit einer frühzeitigen Anmeldung und zu den Buchungszeiten zusätzlich schriftlich informiert.

Für Kinder, die bereits in einem Kindergarten aufgenommen sind, kann die Buchungszeit zum neuen Kindergartenjahr oder mit einer Frist von drei Monaten in Absprache mit der Kindergartenleitung an den jeweiligen Bedarf angepasst werden.

Fragen beantworten die Kindergärten und Alexandra Theuwis vom Amt für Kinder, Jugend und Familienberatung per Mail unter kigaboerse@kreis-aachen.de bzw. unter 0241 5198-2502.


Quelle: Eifeler Zeitung

Gelber Sack auch ganz in der Nähe
06.01.09
Peter Stollenwerk

Zwar sind es in den Gemeinden Roetgen und Simmerath nur noch zehn Prozent der Haushalte, die ihre Leichtstoffe über den gelben Sack entsorgen (der Rest verfügt über die gelbe Tonne), aber auch diese Minderheit wird nicht vergessen. Wie berichtet können diese Haushalte jetzt jederzeit gelbe Säcke nachordern, indem sie über die Servicenummer Abholkarten bestellen, die mit der Post zugesandt werden.

In den Rathäusern können gelbe Säcke gegen diese Abholkarten eingetauscht werden. Gut 500 Rollen mit gelben Säcken wurden so im vergangenen Jahr unters Volk gebracht.

Die Kerpener Gesellschaft T & H, die den Auftrag zur Sammlung der Verpackungsabfälle erhalten hat, erwähnt nicht eigens den Service, dass der Bürger wie bisher mit der Abholkarte auch gelbe Säcke direkt vom Fahrer des Entsorgungsfahrzeugs erhalten kann, wobei nur ein begrenzter Vorrat mitgeführt werden kann. Aber möglich ist es nach wie vor. Es soll ja Bürger geben, die nie das Rathaus betreten.


Quelle: Eifeler Zeitung

Berichte aus der Tagespresse, ungekürzt und unzensiert.
Inhalt/Themen
Juni 2009

CDU-Simmerath und Schwimmhalle

Gemeinsame Schwimmhalle?

Abfallverbrennung

Abwasser Gerechtigkeit

Sozialbericht 2008

Zufriedenheit mit Jugendarbeit

Ortsumgehung Kesternich

Europawahl

Wanderraststation Einruhr

Mai 2009

Offener Vorstand Eicherscheid

Kraremann-Karree Spatenstich

CDU-Spende für Schulen

Parkplatz freigegeben!

Monschaus Müll in Simmerath?

Neues Angebot Laubsack

Situation Friedhöfe

Verkehrssitiation/Gewerbegebiet

Konjunkturprogramm

Kindergarten Strauch

Neuer Eingang Rathaus

Sendemast Strauch

Sendemast Strauch (Kommenar)

April 2009

W. Bosbach in Rurberg

Hermanns liest vor!

Axel Wirtz nominiert

Förderschule Eicherscheid

Dürener Straße wird saniert

Neuer Kindergarten Strauch

Ortsdurchfahrt Rollesbroich

Statistik Parksünder

Mobilfunkmast-Ärger

Ärger um UWG - Sitzungsgeld

März 2009

Mobilfunkmast Strauch/Steck.

Europäischer Senioren-Kongress

CDU-Gemeindeverband gewählt

Einruhr möchte Kurort werden

Erneuerbare Energien

Kindergarten Strauch

Februar 2009

Gemeinschaftshauptschule

Einigkeit in Einruhr

Ortsumgehung Kesternich

Reitplatz Rollesbroich

Keine Bedenken Dorfzentrum

Neuer Standort für Schuppen

Kraremann-Karree

Kein Riesen-Windrad

Feuerwehrhaus Steckenborn

Jugendfeten in Rollesbroich?

Delegierten Versammlung

CDU kritisiert SPD-Kandidat

Schulfinanzen

Konjunkturprogramm II

Ortsumgehung Kesternich

Januar 2009

Krankenhaus "Neue Angst"

Abwasserkonferenz

Personal gewählt Städteregion

Kleiner Schmetterling

Bewerber Städteregion

Alle bekommen Geld

Malteser nicht schlechtreden!

Realschule bleibt wo sie ist

Roetgen nimmt das Gymnasium

Weihnachtsbaum-Aktion

Schulkosten Monschau-Simmerath
Konjunkturpaket II
Gemeinde-Jubilare
Jugendfeten in Rollesbroich?
Bebauung Einruhr
Schulkosten Monschau
Zusätzliche Betreuungsplätze
Gelber Sack vom Fahrer




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Letzte Änderung: 24-Nov-2011

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