Presse-Berichte

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Juli 2012

Quelle der Artikel, falls nicht besonders gekennzeichnet, Eifeler Zeitung.
Berichte aus 2008- 2012 finden Sie im Archiv

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Berichte aus der Tagespresse, ungekürzt und unzensiert.
Inhalt/Themen
Juli 2012
EWV liefert weiterhin GAS
STAWAG anstelle RWE
Vereinsleben
Aufschwung Arbeitsmarkt
Bausgebiet Sportplatz
Eine Nummer zu hoch
Hauptschule Entlassfeier
Bebauungsplan Buschgasse
Jedes Kind betreut werden
Steuer reduziert
Weitere Windräder




Simmerath

01.08.2012

Energiepartneraus der Region
Gemeinde Simmerath vergibt Erdgas-Konzession für 20 weitere Jahre an die Stolberger EWV

Das 50 Kilometer lange Netz soll ausgebaut werden.

Tinte trocken: Vertreter der Gemeinde Simmerath und der Stolberger EWV unterzeichneten den neuen Konzessionsvertrag. Foto: H. Schepp

Eine Woche nach der Neuvergabe der Strom-Konzession hat die „Energiegemeinde“ Simmerath einen weiteren Schritt in die Zukunft der Energieversorgung unternommen. Am Dienstag unterzeichneten Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns und Kämmerer Bruno Laschet für die Gemeinde Simmerath sowie Geschäftsführer Manfred Schröder und Klaus Berghausen für die Stolberger Energie- und Wasserversorgung GmbH den neuen Vertrag für die Erdgas-Konzession bis 2033. „Damit können wir die bewährte und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der EWV fortsetzen“, freute sich der Bürgermeister und sprach mit Blick auf die Vergabe der Strom-konzession an die Aachener Stawag vor einer Woche (wir berichteten) von „nunmehr zwei regionalen Partnern an unserer Seite“.

Noch kein Gas im Osten

Diplom-Ingenieur Manfred Schröder erinnerte an den Vorgängervertrag, den die Gemeinde 1993 damals noch mit der Aachener Westgas abgeschlossen und den die EWV dann als Rechtsnachfolger übernommen hatte. Seither hat der Gasversorger sein Leitungsnetz in der Gemeinde auf rund 50 Kilometer ausgebaut. Von Stolberg über Lammersdorf kommend sind derzeit Paustenbach, Bickerath und hauptsächlich der Zentralort Simmerath samt Gewerbegebiet an das Erdgasnetz angeschlossen. Die östlichen Gemeindeteile inklusive Rurtal sind aktuell noch ein weißer Fleck auf der Gasversorgungskarte – was sich laut EWV aber schrittweise ändern soll und nach Verlängerung der Konzession auch wird: „Der Abschluss für 20 Jahre gibt uns Sicherheit, um weitere Investitionen in Simmerath tätigen zu können“, sprach Schröder von einem „Ausbau um jährlich mehrere Kilometer“. Ganz konkret steht nun die Erdgasversorgung des Gewerbegebietes in Rollesbroich an, die seit Jahren im Gespräch sei und nun umgesetzt werde.

Derzeit 600 Hausanschlüsse

Der EWV-Geschäftsführer betonte, dass es beim Konzessionsvertrag um den Netzbetrieb in der Gemeinde gehe; bei den Hausanschlüssen – derzeit rund 600 in der Gemeinde Simmerath – stehe selbstverständlich jedem Kunden offen, zu einem anderen, womöglich preiswerteren Anbieter zu wechseln. Auch Bürgermeister Hermanns unterstrich, dass der Konzessionsvertrag der Gemeinde nichts mit der Belieferung der Privathaushalte und Unternehmen zu tun habe: „Der Erdgaskunde ist nicht betroffen“.

Mit dem Simmerather Abschluss ist die EWV im Südkreis der Städteregion alleiniger Konzessionär, denn neben Monschau wird das Stolberger Unternehmen ebenfalls für 20 weitere Jahre auch die Gemeinde Roetgen weiter mit Erdgas versorgen. In der kleinsten Nordeifelgemeinde, wo die EWV mit 60 Kilometern das bislang längste Netz unterhält, wird der neue Konzessionsvertrag kommende Woche unterzeichnet.(hes)

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath

23.07.2012

Stromnetz Simmerath: 
Jetzt betreibt die Stawag das Stromnetz

Das Simmerather Stromnetz wird in Zukunft nicht mehr von RWE sondern von den Aachener Stadtwerken (Stawag) betrieben.

Foto: Gabbert

Den Konzessionsvertrag haben Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns und Stawag-Vorstand Dr. Peter Asmuth am Montag unterschrieben.

Über 40 Jahre hatte das RWE das Stromnetz in der Gemeinde betrieben. Der letzte Vertrag lief über 20 Jahre. Nun galt es, die Konzession für die nächsten 20 Jahre neu zu vergeben. Dafür hatte der Gemeinderat im Vorfeld neun Vergabekriterien festgelegt. Punkte, die dabei eine Rolle spielten, waren die Sicherheit des Netzbetriebes, regionale Energiekonzepte und die Förderung dezentraler Stromerzeugung. Weiter wollte sich die Verwaltung dazu nicht äußern.

In einem nicht öffentlichen Ausschreibungsverfahren entschied sich der Rat schließlich für die Vergabe der Konzession an die Stawag. Sie konnte sich mit ihrem Konzept gegen mehrere Bewerber durchsetzen. Bei der Entscheidung habe man sich strikt an die Vergabekriterien, die auch den Unternehmen bekannt gewesen seien, gehalten, betonte Hermanns. Das Prozedere sei «sehr formaljuristisch» abgelaufen. Am Ende habe das Angebot der Stawag den Kriterien am meisten entsprochen.

Damit bereitet der Bürgermeister Spekulationen, die Vergabe könne auch mit dem geplanten Pumpspeicherkraftwerk, an dem über den Betreiber Trianel auch die Stawag beteiligt ist, kein Ende.

Die Energieversorgung von morgen müsse heute aktiv gestaltet werden, sagte Hermanns «Simmerath möchte sich noch stärker zu einer Energiegemeinde entwickeln, in der Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt und gespeichert wird. Ich bin davon überzeugt, mit der Stawag einen verlässlichen und kommunalen Partner aus der Region gefunden zu haben, der sich auf die Fahnen geschrieben hat, sich auch im Bereich der erneuerbaren Energien einzubringen.»

Dr. Peter Asmuth erkennt in der Vergabe der Stromnetzkonzession an die Stawag einen Gewinn für beide Partner. Die Stawag sei seit ihrer Gründung zu hundert Prozent ein kommunales Unternehmen, das kommunale und wirtschaftliche Interessen in Einklang bringe. «In die neue Zusammenarbeit bringen wir nicht nur profundes Know-how als Netzbetreiber ein. Vielmehr holen wir nun als lokales Unternehmen Wertschöpfung in die Region zurück», sagte Asmuth.

Bürgermeister Hermanns sprach von einer «wichtigen Entscheidung für Simmerath und auch für die Region». Das RWE sei kein schlechter Vertragspartner gewesen und habe auch kein schlechtes Angebot abgegeben, erklärte Hermanns.

Der Beigeordnete Roger Nießen unterstrich dies: «Wir haben uns für ein absolut faires und transparentes Verfahren entschieden, da wir mit der Vergabe der Netzkonzession wichtige Entscheidungen für die Zukunft treffen. Dass das beste Angebot von einem regionalen und gleichzeitig kommunal betriebenen Unternehmen abgegeben wurde, freut uns und könnte richtungsweisend sein, wobei wir betonen möchten, dass der Altkonzessionär in der Vergangenheit auch stets ein zuverlässiger Partner war.»

Der Konzessionsvertrag regelt das zukünftige Betriebskonzept sowie alle weiteren Aufgaben des Netzbetriebes - von der Betriebsführung über Planung und Bau des Stromnetzes bis hin zur Verlegung von Neuanschlüssen und Zählerbetrieb. «In den nächsten Jahren wird ein Schwerpunkt unserer Aktivitäten im Bereich der Substanzerhaltung liegen», erläuterte Stefan Ohmen, Geschäftsführer der Stawag-Netz-GmbH.

Dabei sei zu berücksichtigen, dass die Zunahme dezentraler Einspeisungen einen Umbau der Netze weg von der reinen Verteilung erfordere. «Schließlich stellt ein modernes Stromnetz einen wichtigen Wert für eine Gemeinde dar, von dem sie auch in Zukunft profitieren wird.»

Gesteuert wird das Stromnetz zukünftig von der Netzleitstelle in der Aachener Lombardenstraße. In Zusammenhang mit der Übernahme gibt es außerdem Überlegungen, Mitarbeiter des RWE zu übernehmen. Zusätzlich ist eine Betriebsstelle in Simmerath geplant. Zurzeit wird nach Räumlichkeiten dafür gesucht.

Diese Betriebsstelle soll auch Anlaufpunkt bei Störungen und Fragen rund um das Netz sein. Außerdem soll ein Mitarbeiter zweimal wöchentlich für vier Stunden als Ansprechpartner vor Ort sein, etwa bei Fragen zu Photovoltaik-Anlagen oder zu Hausanschlüssen bei Baustellen.

Vergabekriterien

Quelle: Eifeler Zeitung

 


Nordeifel

21.07.2012

Ist Facebook besser als das Vereinsleben?

Vereine sind immer weniger beliebt bei den Jugendlichen. Die virtuellen Gemeinschaften werden zunehmend zu einem Ersatz.

von Alissa Bauer

Egal, ob Musikkapelle, Fußballclub oder Schützenbruderschaft, die Vereinsvielfalt kennt in unserer Region kaum Grenzen. Für jeden ist hier etwas dabei, was Spaß macht und zur Lieblingsbeschäftigung werden kann. In Vereinen findet man Abwechslung, man kommt unter Leute, lernt Teamwork und Verantwortungsbewusstsein. Warum ist es trotzdem für viele Vereine schwer, Jugendliche zu interessieren und für sich zu gewinnen?

Nicht nur eine Ursache

Das lässt sich nicht allein auf eine Ursache zurückführen, es ist an verschiedene Faktoren gebunden. Die Umgebung, das Vereinsmanagement und das Angebot anderer Vereine sind wichtige Einflüsse, und die betroffenen Vereine müssen sich den Gegebenheiten anpassen. „Es hat viel mit Management zu tun, ob der Verein auch für junge Leute attraktiv ist. Traditionell ausgerichtete Vereine kommen eben nicht so gut an wie modernere“, weiß Werner Wamser vom Musikerverband Aachen. Die Musikvereine könnten aber insbesondere dann viele Jugendliche zur Musik bringen, wenn den Vereinen eigene Musikschulen zur Verfügung ständen. Das sei ein sehr positiver Faktor, weil die Kinder dort professionell ausgebildet würden, erläutert Wamser weiter.

Die Vereine haben Konkurrenz, und das auf allen Ebenen. Zunächst stehen dort andere Vereine, die beispielsweise mehr Jugendarbeit betreiben und so potenzielle Mitglieder abwerben.

Allerdings bieten auch die Arbeit an Projekten, AGs oder ähnliche weniger langfristige Beschäftigungen den Jugendlichen eine Alternative, die sehr beliebt ist. Die Begründung dafür ist simpel. Man will lieber ausprobieren und sich nur für kurze Zeit verpflichten, statt sich über lange Zeit in einem Verein aktiv zu beteiligen, wie auch die Shell-Studie „Jugend 2010“ bestätigt: „Jugendliche wollen sich weniger binden, besonders in ihrer Freizeit.“ Daher kommen Projekte, in denen man sich nur für eine begrenzte Zeit engagiert, zum Beispiel bis man ein bestimmtes Ziel erreicht, gut an. Zudem stehen Jugendliche in der Schule und der Ausbildung oft unter großem Druck. Da geht Lernen oder die Lehrstelle vor, so dass ein Hobby meist zu kurz kommt.

Diesen Trend beschreibt auch Wolfgang Genenger vom Diözesanverband Aachen: „Die Interessen und Prioritäten der Jugendlichen verändern sich mit 17 oder 18 Jahren einfach.“ Daher sei es schwer, Schützenvereine für Teenager attraktiver zu gestalten, trotz der intensiven Jugendarbeit.

Mobilität immer wichtiger

Vor allem aber ist die Jugend von heute mobil und ständig online. Egal ob Twitter, Facebook oder WhatsApp, stets ist man auf dem Laufenden und teilt sein Leben mit wem man will, wo auch immer man ist. Sogar SMS gelten als veraltet, wie soll man als Verein da hinterherkommen? In einer Zeit der sozialen Netzwerke verliert das reale soziale Umfeld für die Jugend mehr und mehr an Bedeutung. Schließlich kann man im digitalen Netzwerk Gruppen gründen, wenn man Gleichgesinnte sucht und sich austauschen möchte. Die virtuellen Gemeinschaften ersetzen für viele junge Menschen das Vereinsleben und erfreuen sich steigender Beliebtheit.

Die immer mobilere Jugend ist gleichzeitig aber auch eine schrumpfende Jugend. Der demografische Wandel ist besonders in ländlichen Regionen wie der Eifel zu spüren, was heißt: Es gibt immer weniger junge und immer mehr alte Menschen.


Hansa-Jugend Simmerath

Das macht sich auch in den Vereinen bemerkbar. „Die Eifel ist ein sehr aktives Gebiet, was die Jugendarbeit im Fußball angeht, aber der demografische Wandel macht den Vereinen zu schaffen. Das ist sehr schade für die vielen spielerisch sehr guten Mannschaften. Doch die Clubs helfen sich untereinander und bilden Spielgemeinschaften, um den Jugendlichen dennoch die Möglichkeit zu geben, weiter spielen zu können“, erklärt Raphael Lamm, Kreisvorsitzender Aachen des Fußballverbandes Mittelrhein.

„Der demografische Wandel macht den Vereinen zu schaffen.“
Raphael Lamm,
Fussballverband Mittelrhein

Insgesamt ist die Eifel momentan in einer recht guten Situation, was die Mitgliederzahlen in den Clubs, Mannschaften oder Bruderschaften angeht, jedoch stehen viele Vereine vor der großen Zukunftsfrage: Wie geht es weiter?

Früher Kontakt

In den Musikvereinen müsse verstärkt auf einen früheren Kontakt von Kindern mit Musik hingearbeitet, in den Kindergärten und Grundschulen wieder mehr gesungen und musiziert werden, um die Kinder früher an die Musik heranzuführen, sagt der Vorsitzende des Aachener Musikerverbandes, Werner Wamser. So könnte den Kindern anschließend eine kürzere Ausbildung geboten werden und sie hätten schneller die Möglichkeit, Teil des Vereins zu werden.

Wolfgang Genenger sieht die Situation in den Schützenvereinen als schwieriger an, denn gegen einen Wandel der Interessen könne man wenig tun, auch wenn eine intensive Jugendarbeit selbstverständlich in den Vereinen sei. Man veranstalte Feiern und Jugend-Discos, doch zum Beispiel die GEMA-Gebühren seien für viele Vereine unbezahlbar geworden, so dass diese Veranstaltungen leider oft auf Eis gelegt werden müssten.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

Berlin

16.07.2012

Weiterhin Aufschwung am Arbeitsmarkt

Deutschland steht sehr gut da. Die guten Rahmenbedingungen am Arbeitsmarkt zahlen sich aus.

Schon heute haben wir in einigen Regionen Deutschlands Vollbeschäftigung. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sieht für Deutschland sogar einen weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit voraus.

Die Arbeitslosenquote in Deutschland liegt nach internationalen Maßstäben heute bei 5,4 Prozent.
Damit hat sie sich in der Regierungszeit Angela Merkels gegenüber der rot-grünen Bundesregierung halbiert.

Die OECD erwartet sogar einen weiteren Rückgang der Arbeitslosenquote auf 5,2 Prozent bis Ende 2013 – das ist mehr als ein Drittel niedriger als vor Beginn der Krise Ende 2007. In den anderen Ländern der EU steigt die Arbeitslosigkeit im gleichen Zeitraum im Durchschnitt um mehr als drei Viertel.

Die Jugendarbeitslosigkeit bei uns ist die niedrigste in der EU. Die Erwerbstätigenquote Älterer ist EU-weit die zweithöchste. Die Erwerbstätigenquote von Frauen ist bei uns seit 2005 stärker gestiegen als in allen anderen EU-Ländern.

Die OECD lobt die Strukturreformen am Arbeitsmarkt. Der Abbau von Anreizen zur Frühverrentung, höhere Arbeitszeitflexibilität und die Kurzarbeiterregelung in der Krise sind wesentliche Ursachen
für die Erfolge am Arbeitsmarkt.

Diese Erfolge machen Mut für die Zukunft. Die CDU arbeitet dafür, dass sich diese gute Entwicklung fortsetzt. Wir stellen die Weichen für eine sichere Zukunft.

Quelle: Eifeler Zeitung

 


Simmerath

Rat gibt grünes Licht für Neubaugebiet

Von Andreas Gabbert 11.07.2012

Die Entwicklung des Neubaugebietes «Josef-Jansen-Sportstätte» kann beginnen. Der Rat der Gemeinde Simmerath hat jetzt Grünes Licht gegeben. Gebaut wird auf dem bisherigen Gelände der «Josef-Jansen-Sportstätte» mit Sportheim und Schwimmhalle.

Entstehen soll ein attraktives, zentral gelegenes Neubaugebiet, von dem aus Arztpraxen, Geschäfte, Schulen und alle öffentlichen Einrichtungen gut zu erreichen sind.

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So wie auf diesem Entwurf stellen sich die Planer das Neubaugebiet «Josef-Jansen-Sportstätte» vor: Sobald Planungsrecht besteht und die Sportanlagen zurück gebaut sind, kann mit der Bebauung der ersten Grundstücke begonnen werden.

Die Planungen, die Herstellung der Erschließungsanlagen und die Vermarktung wird die «Grundstücksentwicklung Simmerath GmbH» übernehmen. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Gesellschaft der Gemeinde Simmerath und der S-Immo.

Der Rat der Gemeinde Simmerath hat den Beigeordneten Roger Nießen als neuen Geschäftsführer in die gemeinsame Gesellschaft entsandt. Er wird die Gesellschaft mit Franz Jansen, Geschäftsführer der S-Immo, leiten und löst in dieser Funktion Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns ab. Nießen und Jansen erwarten eine hohe Nachfrage nach den Grundstücken.

Nach den Vorgaben der Gemeinde sind vorwiegend Grundstücke für frei stehende Einfamilienhäuser vorgesehen. Geplant sind rund 40 Einzelhäuser mit einer durchschnittlichen Grundstücksgröße von 500 bis 600 Quadratmetern. «Das Gelände soll etwas großzügiger gestaltet sein als andere Gebiete», sagt Jansen.

Die Bebauung soll nicht zu eng werden und damit ein eher dörflicher Charakter bewahrt werden. Das sei auch der Wunsch des Gemeinderates gewesen. Viele alte Bäume sollen erhalten werden. Zur Abgrenzung der Grundstücke sollen Hecken gepflanzt werden. «Die großzügige Bebauung mit entsprechenden Grünflächen und Verkehrswegen macht neben der zentralen Lage den Reiz der neuen Baugrundstücke aus.»

An der Lohmühlenstraße sind außerdem zehn Doppelhaushälften geplant. Auf dem heutigen Parkplatz an der Kreuzung der Lohmühlen- und der Sportplatzstraße sollen drei Mehrfamilienhäuser entstehen.

Der Zeitplan für die Umsetzung dieses Projektes ist durchaus ehrgeizig. Ziel der GmbH ist es, im Frühjahr 2013 mit der Erschließung zu beginnen. Sobald Planungsrecht besteht und die Sportanlagen zurück gebaut sind, kann mit der Bebauung der ersten Grundstücke begonnen werden.

Eine verbindliche Aussage über den Preis der Grundstücke können Jansen und Nießen noch nicht treffen. «Das wird sich an den ortsüblichen Preisen orientieren», sagt Jansen.

Die Gemeinde werde Familien beim Kauf der Grundstücke mit dem so genannten «FamBis-Programm» unterstützen, erklärte Nießen. Pro Kind erlässt die Gemeinde 10 Prozent des Kaufpreises. Die maximale Entlastung beträgt 30 Prozent.

Mit dem Erlös aus den Grundstücksverkäufen sollen die Kosten der geplanten Schwimmhalle teilweise aufgefangen werden, erklärt Niessen.

Wo die Hansa Simmerath in Zukunft Fußballspiele austragen wird, steht noch nicht fest. Zurzeit werden mehrere Lösungen diskutiert.

Im Gespräch sind unter anderem ein Naturrasenplatz hinter dem BGZ, gegenüber der Hauptschule, und eine Kooperation mit anderen Vereinen.


Die Gemeinde Simmerath möchte Familien durch die Gewährung einer Förderung beim Erwerb eines gemeindlichen Baugrundstückes einen Anreiz bieten, Wohnhäuser zum Eigenbedarf im Gemeindegebiet neu zu bauen. Hierfür wurde die Förderrichtlinie «FamBiS» erlassen, die seit dem 12.11.2008 in Kraft ist.

Gefördert wird der Erwerb eines gemeindeeigenen Baugrundstückes zum Zweck der Bebauung mit einem selbstgenutzten Wohnhaus als Hauptwohnsitz.

Anspruch auf Förderung im Rahmen des Programms FamBiS haben Eltern, Alleinerziehende oder Lebensgemeinschaften mit kindergeldberechtigten, minderjährigen Kindern, die gemeinsam am neu gebauten Wohnsitz gemeldet sind.

Der Nachlass beträgt je kindergeldberechtigtem, minderjährigen Kind 10 Prozent auf den Preis je Quadratmeter des gemeindeeigenen Grundstückes, jedoch maximal insgesamt 30 Prozent auf den Quadratmeterpreis.

Quelle: Eifeler Zeitung

 


Simmerath

30.06.2012

Keine dreigeschossige Bebauung im Ort
Simmerather Planungsausschuss lehnt Antrag einer Investorin aus grundsätzlichen Erwägungen ab

Aus dem geplanten dreigeschossigen Haus an der Kammerbruchstraße in Simmerath wird wohl nicht, denn der Planungsausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung eine dreigeschossige Bebauung in Simmerath grundsätzlich abgelehnt.

An der Kammerbruchstraße will eine Bauherrin ein Wohn- und Geschäftshaus errichten und damit „eine bisherige Baulücke im Zentrum von Simmerath“ schließen. Im Erdgeschoss sollen ein oder zwei Läden mit einer Gesamtfläche von 450 Quadratmetern eingerichtet werden. Im ersten Obergeschoss sollen Büro- und Praxisräume entstehen. Im zweiten Obergeschoss wie auch im Dachgeschoss sind Wohnungen vorgesehen, „um den Bedarf an dringend benötigtem Wohnraum zu sichern“, heißt es im Antrag an die Gemeinde, den Bebauungsplan 102 zu ändern. Nach Ansicht der planenden Immobilien GmbH fügt sich das Gebäude trotz der Dreigeschossigkeit in die Kammerbruchstraße ein.

„Das ist uns zu hoch“

„Das ist uns zu hoch“, lehnte Bruno Löhrer für die CDU-Fraktion ab. Es wurde daran erinnert, dass die Gemeinde vor Jahren schon einmal ein dreigeschossiges Gebäude abgelehnt habe. Der Bauherr habe damals seinen Antrag zurückgezogen, allerdings unter der Maßgabe, die Gemeinde dürfe auch künftig in Simmerath keine dreigeschossigen Gebäude zulassen. Ist die Bauherrin trotzdem bereit, dort an der Kammerbruchstraße ein Gebäude zu errichten? Jens Wunderlich(CDU) merkte an, das Gebäude werde, sollte es zweigeschossig ein Satteldach erhalten, höher als bei einer Dreigeschossigkeit. (rpa)

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath

30.06.2012

Entlassfeier an der Hauptschule Simmerath
Zehn Jahre gereift – ein guter Jahrgang

Am Freitag erhielten 30 Schüler der Hauptschule Simmerath ihre Abschlusszeugnisse. Foto: Kornelia Breuer

Die Entlassschüler der Hauptschule in Simmerath sind sich einig: Sie haben eine schöne Schulzeit verbracht, sie sind eine tolle Gemeinschaft aus Schülern und Lehrern, kurz ein guter Jahrgang!

Am Freitag trafen sie sich zunächst mit ihren Eltern und Lehrern in der Pfarrkirche in Simmerath. Hier feierten sie einen Dankgottesdienst mit Pastor Volker Böhm und Gemeindereferent Sven Riehn unter dem Motto „Berg“.

Anschließend begrüßte Konrektor Rolf Sieben die Schüler, ihre Eltern, das Lehrerkollegium und Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns in der festlich geschmückten Aula der Hauptschule. Er machte an drei Stichpunkten fest, was Schule und Lehrer sein für ihn und sein Team bedeutet: 1. Kinder werden groß; 2. Man hat sie lieb und 3. man lässt sie los. „Unter diesen Gesichtspunkten möchten wir euch zu selbstbewussten, lebensfähigen Erwachsenen erziehen.“

Das dies gelungen ist bestätigte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, der in seiner Ansprache die Zahlen bekannt gab. Von den 14 Absolventen der Klasse 10 a gehen neun in eine Ausbildung und fünf werden eine weiterführende Schule besuchen. Die 10 b hatte 16 Schüler, von denen fünf den Abschluss mit Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe erhielten, zehn haben eine Ausbildungsstelle, sechs Schüler werden weiter eine Schule besuchen. Hermanns bedankt sich bei allen, die zu diesen guten Ergebnissen beigetragen haben und wünscht den jungen Erwachsenen alles gute für ihren weiteren Lebensweg. Er freut sich den Gästen mitteilen zu können, dass es an dieser Schule nach den Ferien wieder eine Eingangsklasse mit Schülern aus Simmerath, Monschau und Roetgen geben wird.

Schülersprecherin Maria Keßel berichtet von vielen positiven Erlebnissen in den letzten sechs Jahren, von spontanen Aktionen, einer tollen Klassenfahrt und resümiert: „in zehn Jahren sind wir gereift, und wir sind ein besonderer Jahrgang.“

Nachdem die Klassenlehrer Stefan Wynands und Helga Gombert in ihren Ansprachen auf diesen „besonderen Jahrgang“ eingegangen waren, konnten die Gäste sich an Hand eines liebvoll zusammengestellten Bildervortrages einen Eindruck verschaffen.

Die Zeugnisausgabe wurde ebenfalls durch eine Bildpräsentation eingeleitet, hier wurden die Schüler einzeln, in Bild und Ton vorgestellt.

Die Schüler nahmen gut gelaunt ihre Abschlusszeugnisse entgegen und bedanken sich mit einem Gedicht und kleinen Präsenten bei ihren Lehrern.

Anschließend eröffnete Sieben das Büffet und man nahm in gemütlicher Atmosphäre Abschied von einem entscheidenden Lebensabschnitt um frohen Mutes in einen neuen zu starten. (breu)

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath-Eicherscheid

«Untere Buschgasse»:
Simmerath stellt Bebauungsplan auf

29.06.2012

Hier hinter dem Sportplatz sollen später die neuen Häuser gebaut werden: Eicherscheids Ortsvorsteher Günter Scheidt hat in Gesprächen festgestellt, dass die überwiegende Mehrheit der Grundstückseigentümer mit der Erschließung einverstanden ist: Foto: A.Gabbert

Platz für 20 bis 27 neue Häuser: Für den Bereich der «Unteren Buschgasse» in Eicherscheid wird die Gemeinde Simmerath einen Bebauungsplan aufstellen. Das hatte der Planungsausschuss bereits Ende November vergangenen Jahres beschlossen.

Das Büro Becker (Planungs- und Entwicklungsgesellschaft Becker in Kall) hat mehrere Varianten ausgearbeitet, wie das Gebiet erschlossen werden kann. Dass die Untere Buschgasse erschlossen werden soll, damit ist die «überwiegende Mehrheit der Grundstückseigentümer einverstanden», wie Ortsvorsteher Günter Scheidt in Gesprächen festgestellt hat.

Bernd Becker hat nun im Planungsausschuss mehrere Erschließungsvarianten vorstellt, zwei Varianten werden nach einem Beschluss des Ausschusses weiter untersucht und ausgearbeitet. Nach Variante 2b ist das Baugebiet 3,7 Hektar groß, Platz ist dann dort für 27 neue Häuser, dabei sind die Grundstücke im Durchschnitt 950 Quadratmeter groß. Erschlossen werden soll das Gebiet über eine neue Straße mit einem Gefälle von drei Prozent.

Nach der Variante 3 ist das Baugebiet 4,7 Hektar groß, der Platz reicht dann für 20 neue Häuser, die Grundstücke sind im Durchschnitt 1000 Quadratmeter groß. Eine neue Straße braucht nicht gebaut zu werden, allerdings gibt es im Innenbereich große Grünflächen.

Das Planungsbüro hatte Verwaltung und Ausschuss mit der Variante 2b überrascht. Diese Möglichkeit, das Gebiet zu erschließen, soll nun weiter untersucht und mit dem Ortsvorsteher erörtert werden, danach will der Ausschuss erneut mit dem Baugebiet Untere Buschgasse beschäftigen und entscheiden.

Zu klären ist, ehe der Bebauungsplan aufgestellt wird, noch dies: Sind die Grundstückseigentümer bereit, die Kosten für Aufstellung des Bebauungsplanes zu übernehmen?

Quelle: Eifeler Zeitung


Nordeifel

Jedes Kind kann betreut werden
Nachfrage an Plätzen für unter Dreijährige in Städteregion wird erfüllt

15.06.2012



Für alle unter Dreijährigen gibt es in der Städteregion schon in diesem Sommer einen Platz. Foto: CDU

„Im nächsten Kindergartenjahr können alle angemeldeten Kinder in Kitas oder Kindertagespflege betreut werden. Dies gilt für über Dreijährige und unter Dreijährige.“ Mit dieser Kernaussage konnte der Jugendamtsleiter der Städteregion Aachen, Adolf Mainz, jetzt im Kinder- und Jugendhilfeausschuss aufwarten.

Die Städteregion ist für die Städte Baesweiler und Monschau sowie die Gemeinden Roetgen und Simmerath zuständig. In diesem Bereich beträgt die Nachfrage an U-3-Betreuungsplätzen zum kommenden Kindergartenjahr 34,6 Prozent aller Kinder in diesem Alter. Für 38,8 Prozent der unter Dreijährigen steht dann schon ein Platz zur Verfügung. Das bedeutet konkret, dass sogar im Laufe des Jahres noch „hineinwachsende“ Kinder in U-3-Betreuung in die Tagesstätten aufgenommen werden können. „Das ist auch der kontinuierlichen und vorausschauenden Planung der Städteregion zu verdanken. Wir können schon in diesem Sommer allen Eltern in den vier Kommunen einen Platz für ihr unter dreijähriges Kind anbieten“, ist Adolf Mainz auch ein wenig stolz auf das Erreichte.

„Wir können schon in diesem Sommer allen Eltern in den vier Kommunen ein Platz für ihr unter dreijähriges Kind anbieten.“
Adolf Mainz, Jugendamtsleiter
städteregion
 

Interessant ist auch eine weitere Entwicklung: Für Kinder im Alter zwischen zwei und drei Jahren ist die Nachfrage nach einem Kindergartenplatz enorm hoch. Etwa 70 Prozent der insgesamt 461 Kinder in Monschau, Roetgen, Simmerath und Baesweiler in diesem Alter wurden für die Tagesbetreuung ab Sommer angemeldet. „Was früher eine absolute Ausnahme war, ist heute die Regel. Das normale Kindergarteneintrittsalter liegt inzwischen bei zwei statt früher drei Jahren“, so Mainz.

In den nächsten Wochen ändert sich an der Kindergartenlandschaft in Roetgen schon einiges. Zum 1. Mai wird die neue Kindertagesstätte der AWO auf der Roetgener Hauptstraße 26 mit vier Gruppen zur gemeinsamen Betreuung (Inklusion) für behinderte und nichtbehinderte Kinder im Alter von vier Monaten bis sechs Jahren in Betrieb gehen. Der Waldorf-Kindergarten Roetgen wird im Laufe des Kindergartenjahres 2012/13 in das bisherige AWO-Gebäude an der Wilhelmstraße umziehen. Dann wird auch in diesem Viertel von Roetgen wieder ortsnah eine Kindertageseinrichtung zur Verfügung stehen.

Zwei offene Fragen sollen in den nächsten Wochen endgültig geklärt werden. „Es geht darum, wie wir das ortsnahe Angebot in Dedenborn und Rohren mit pädagogisch sinnvollen und finanziell vertretbaren Lösungen sichern. Dabei steht eine Schließung ausdrücklich nicht zur Debatte,“ so Adolf Mainz. Es soll auslotet werden, ob Kita-Verbünde, Großtagespflegestellen oder konzentrierte Angebote für die U-3-Betreuung möglich sind. Neben der Kostenfrage ist dabei immer auch die Frage zu beantworten, was pädagogisch sinnvoller ist. Dazu sind schon Gespräche mit der Gemeinde Simmerath und der Stadt Monschau vereinbart.

Zweiter wichtiger Punkt ist, dass jetzt schon Konzepte für erweiterte Öffnungszeiten (sogenannte Randzeitenbetreuung) entwickelt werden sollen. Dabei stellen sich Standortfragen in Verbindung mit Betreuungsangeboten und inhaltlich pädagogischen Fragen. Berücksichtigt werden soll auch die organisatorische und personelle Struktur in den Tagesstätten. Es ist aktuell noch ein sehr überschaubarer Bedarf für Baesweiler und die Eifel angemeldet. „Wir müssen aber das Gras wachsen hören und uns zeitgemäß aufstellen. Die Familienbefragung in der Städteregion hat gezeigt, dass erweiterte und flexible Öffnungszeiten vermisst werden,“ ist Mainz überzeugt, dass hier einiges im Fluss ist.

Ein Konzept für erweiterte und flexible Öffnungszeiten wird gemeinsam mit den freien Trägern entwickelt. Dafür ist auf der Trägerkonferenz ein Arbeitskreis gebildet worden. Die Ergebnisse werden mit den Jugendamtskommunen abgestimmt und dem Jugendhilfeausschuss noch in diesem Jahr vorgelegt.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

Simmerath

Vergnügungssteuer in Simmerath wird deutlich reduziert

Bei Tanzveranstaltungen sind künftig nur noch 12 statt bisher 22 Prozent des Eintrittspreises an die Gemeindekasse abzuführen

13.06.2012


Gerd Altmann/shapes:photoshopgraphics.com / pixelio.de

Wenn das Tanzbein geschwungen wird, lacht auch das Herz des Kämmerers. Nun ja, angesichts eines Ertrags von gut 4000 Euro jährlich bewegen sich die Vergnügungssteuer-Einnahmen der Gemeinde Simmerath im Bereich von «Peanuts», bemühte UWG-Sprecher Claus Brust das Unwort des Jahres 1994.

Nach einem Beschluss des Simmerather Hauptausschusses am Dienstagabend aber werden diese «Erdnüsse» nun sogar noch halbiert, denn die Politiker beschlossen eine Senkung der Vergnügungssteuer bei allgemeinen Tanzveranstaltungen von 22 auf 12 Prozent, für Schulabschlussfeten sogar auf nur noch 6 Prozent des Eintrittspreises.

Die noch deutlichere Absenkung der Besteuerung von Abschlussfeten begründete die Gemeinde unter anderem damit, dass mit den Feteneinnahmen in der Regel Abschlussfahrten finanziert würden.

Dass die Gemeindeverwaltung diese Steuer, deren Höhe man an der Mustersatzung des Städte- und Gemeindebundes orientiert hatte, nun thematisierte, lag an verschiedenen Ausrichtern besagter Tanzveranstaltungen.

Diese waren an die Gemeinde herangetreten hatten deutlich gemacht, dass man bei einer Abgabe von fast einem Viertel des meist ohnehin geringen Eintrittsentgelts und angesichts horrender Gema-Rechnungen solche Feten kaum noch kostendeckend durchführen könne.

Vor allem der Ausrichter der größten Tanzveranstaltung im Gemeindegebiet hatte angekündigt, das Fest in eine preiswertere Nachbarkommune zu verlagern, wenn die Gemeinde bei ihrem hohen Satz bleibe. Claus Brust empfand dies als «Erpressung», aber Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns stellte fest, dass man dann doch wohl lieber einen Schritt auf den Veranstalter zugehe als überhaupt keine Einnahme mehr zu haben.

Immerhin mache diese eine Veranstaltung rund ein Drittel der gesamten Vergnügungssteuer-Jahreseinnahme aus, stellte der Bürgermeister fest. Und Hermann-Josef Bongard (FDP) wandte ein, dass es doch auch darum gehe, der Jugend auch künftig solche Veranstaltungen in ihrer Heimatgemeinde anbieten zu können.

Klaus Stockschlaeder (Grüne) interessierte sich wie Siegfried Lauscher (SPD) für die Frage, wie hoch diese Abgabe denn bei den Nachbarn sei, was die Verwaltung nicht adhoc beantworten konnte. Nach Recherchen unserer Zeitung erheben sowohl Monschau wie auch Roetgen seit der letzten Änderung Ende 2002 ebenfalls einen Satz von 22 Prozent des Eintrittsentgelts.

Bruno Löhrer (CDU) empfand einen Satz von 12 Prozent als «immer noch sehr hoch», gab aber schließlich, so wie alle Fraktionen, das Okay der Christdemokraten zum deutlich reduzierten Satz.

Betroffen sind von dieser Empfehlung an den Gemeinderat nach Verwaltungsangaben etwa zehn Veranstaltungen jährlich. Nicht betroffen davon sind - auch kommerzielle - Rock- und Musikkonzerte, die nach derzeitiger Rechtslage nicht vergnügungssteuerpflichtig sind.

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath

Nur im Wald ist Platz für weitere Windräder

29.06.2012

Wind gibt es wohl genug, doch sind nur wenige Bereiche in der Gemeinde Simmerath geeignet, um darin Windparks einzurichten. Zonen, in denen Windkraftanlagen konzentriert werden können, gibt es lediglich im Lammersdorfer Wald, rechts und links der Bundesstraße 399.

Die Gemeinde wird, so hat nun der Planungsausschuss entschieden, den Flächennutzungsplan ändern und im Lammersdorfer Wald sogenannte «Windenergiekonzentrationszonen» ausweisen. Die für die «Windräder» vorgesehene Fläche (Ausweisung im Flächennutzungsplan) ist etwa 739 Hektar groß, möglich sind dort insgesamt höchstens 20 Windkraftanlagen.

Besonders wichtig dabei ist: Durch die künftigen Anlagen darf die Bevölkerung in Lammersdorf nicht zusätzlich zu den bisherigen Emissionen belästigt werden, dies forderte nun vor allem Manfred Sawallich von der SPD-Fraktion. Und Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns versicherte: Der Abstand zwischen Wohnbebauung und Windkraftanlage werde mindestens 1000 Meter betragen, auch wenn rechtlich ein geringerer Abstand möglich sei.

Mit dem Thema «Windkraft» hat sich nun eingehend der Simmerather Planungsausschuss befasst, dabei stellte Angelika Halbig vom Büro «Björnsen Beratende Ingenieure GmbH» die aktuelle Windkraft-Potenzialstudie für die Gemeinde Simmerath vor.

In dieser Studie wurde untersucht, welche Gebiete im Bereich der Gemeinde Simmerath geeignet sind, als Konzentrationszonen für die Windenergie ausgewiesen zu werden. Angelika Halbig listete auf, was alles berücksichtigt werden muss, ehe Konzentrationszonen ausgewiesen werden können. Besondere Beachtung müssen Wohngebiete, Einzelgehöfte (Abstandswerte) und Schutzgebiete finden.

Insgesamt gibt es in der Gemeinde Simmerath 31 Schutzgebiete, das größte Schutzgebiet ist mit fast 540 Hektar der Dedenborner Buchenwald. In den verschiedenen Schutzgebieten leben Vogelarten (wie der Schwarzstorch, der Rotmilan und der Wespenbussard), die besonders windkraftempfindlich sind. In der Wasserschutzzone I sind Windenergieanlagen grundsätzlich unzulässig.

Zudem gibt es in den Wäldern schutzwürdige Biotope, die bei der konkreten Planung der Standorte für die «Windräder» berücksichtigt werden müssen. Wichtig ist nicht zuletzt auch das Windaufkommen. Die Potenzialanalyse kommt schließlich zu dem Ergebnis: Nur im Lammersdorfer Wald können links und rechts der B 399 Konzentrationszonen ausgewiesen werden.

Die Fläche nordwestlich der B 399 ist etwa 200 Hektar groß, ebenso die Teilfläche südöstlich. Beide Flächen haben in Ost-West-Richtung die größte Ausdehnung von 1,7 km. In diesen Gebieten weht (in einer Höhe von 100 Metern) im Durchschnitt der Wind um die 6,6 Meter pro Sekunde.

Eine kleine Fläche, etwa 100 Hektar, könnte im Bereich nördlich der Landesstraße 246 (Buhlert) als Kernzone für Windenergieanlagen ausgewiesen werden. Doch die Gemeinde wird dieses Thema vorerst zumindest nicht weiter erörtern, zumal ohnehin nur ein Teil der Fläche für die Windenergie genutzt werden kann, denn im westlichen Bereich soll nach den bisherigen Plänen das Oberbecken des Pumpspeicherkraftwerkes angelegt werden.

Eifrig diskutiert wurde im Ausschuss über den Schutz der Bevölkerung in Lammersdorf vor Schall und Schatten. Mit Mehrheit abgelehnt wurde die Forderung von Manfred Sawallich von der SPD, im Beschluss festzuschreiben, dass die Bevölkerung in Lammersdorf durch neue Windkraftanlagen über das bisherige Maß nicht zusätzlich durch Lärm belästigt werden dürfe.

Frank Ewert von der CDU sah dafür auch keinen Grund, denn der «Gesetzgeber sorgt dafür, dass die Bevölkerung ausreichend geschützt» werde. Abhängig ist die Emission auch vom Typ (Bauart) der Windkraftanlage, daher müsse jeder Fall einzeln geprüft werden. Vom Ergebnis hängt auch der konkrete Abstand zur Wohnbebauung ab. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns sicherte zu: «Auf jeden Fall wird der Abstand mindestens 1000 Meter betragen, auch wenn baurechtlich ein geringerer Abstand möglich ist».

Der Planungsausschuss hat dann entschieden, im Lammersdorfer Wald links und rechts der B 399 Konzentrationszonen für die Windenergienutzung auszuweisen und den Flächennutzungsplan entsprechend zu ändern. Einzelheiten dazu müssen noch festgelegt werden. Dies geschieht dann vor allem in den Baugenehmigungsverfahren.

Einzig Hermann-Josef Bongard von der FDP lehnte die Ausweisung ab, weil die FDP in Simmerath sich grundsätzlich gegen den «ungeheuren Auswuchs der Windkraftanlagen» wehrt.

Der FDP-Sprecher sorgt sich um das Landschaftsbild, das immer weiter beeinträchtigt werde. Das Ziel der Gemeinde Simmerath: Die Umsetzung der Windparks soll möglichst so erfolgen, dass die Wertschöpfung in der Gemeinde Simmerath verbleibt.

Quelle: Eifeler Zeitung





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Letzte Änderung: 14-Mär-2013

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