Presse-Berichte

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Archiv Juli - Dez. 2009


Quelle der Artikel, falls nicht besonders gekennzeichnet, Eifeler Zeitung.
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Simmerath

Krankenhaus Simmerath
Malteser geben das St.-Brigida-Krankenhaus auf

Von Peter Stollenwerk 17.12.2009

Nach 12-jähriger Geschäftstätigkeit am Standort Simmerath werfen die Malteser das Handtuch: Der Orden gibt das St. Brigida-Krankenhaus auf und zieht sich als Träger zurück.

Im Laufe des nächsten Jahres soll die Städteregion Aachen das mehr als 100 Jahre alte Haus in Simmerath übernehmen, verbunden mit der Hoffnung auf bessere Zeiten und der festen Absicht, das in den zurückliegenden Jahren von vielen Veränderungen erschütterte Haus auf gesunde Füße zu stellen.

Malteser-Geschäftsführer Karl Prinz zu Löwenstein, der noch vor fünf Monaten verkündet hatte «Wir Malteser bleiben in Simmerath!» wird am Freitag die Belegschaft des Krankenhauses über den Trägerwechsel informieren.

Städteregionsrat Helmut Etschenberg
Städteregionsrat:
Helmut Etschenberg:

« Wir sind sehr froh, dass eine gesicherte Zukunft für den Standort Simmerath in greifbarer Nähe ist.»
Bürgermeister
Karl-Heinz Hermanns:

Als wichtigste Einrichtung in Simmerath und der Region bezeichnet Hermanns das Krankenhaus, für dessen Fortbestand er mit vielen anderen Kräften mit vollem Einsatz kämpft.
CDU-MdL Axel Wirtz


„Jede Lösung für das Simmerather Krankenhaus ist nur möglich unter Erhalt der Geburts-hilfestation.“

Die Entscheidung der Malteser, Simmerath zu verlassen, war bereits nach einem Gespräch am Montag im NRW-Gesundheitsministerium konkret geworden. Am Mittwochabend fiel dann im Rahmen einer Aufsichtsratssitzung der Malteser-Trägergesellschaft auf höchster Ebene die endgültige Entscheidung, das Krankenhaus in andere Hände zu übergeben. In der Bevölkerung löste dieser überraschende und gravierende Richtungswechsel durchweg positive Reaktionen aus.

Am Freitagmittag wird Städteregionsrat Helmut Etschenberg in einer Pressekonferenz Details zur künftigen Struktur des Krankenhauses und dessen Zukunftsfähigkeit bekannt geben. Weiterhin sagt Etschenberg auf Anfrage der Lokalredaktion: «Wir sind sehr froh, dass eine gesicherte Zukunft für den Standort Simmerath in greifbarer Nähe ist.»

Wie aus dem Umfeld der Verhandlungsrunde zu vernehmen war, an der auch der Simmerather Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns teilnahm, standen die Malteser kurz vor dem finanziellen Kollaps. Bereits seit einigen Wochen war versucht worden, kirchliche Organisationen als Träger zu gewinnen. Diese Bemühungen der Malteser führten aber nicht zum Erfolg, sodass automatisch die Städteregion als örtlicher Träger der öffentlichen Gesundheitsversorgung in der Pflicht stand.

Quelle: Eifeler Zeitung

Initiative von CDU-MdL Axel Wirtz

Beim erwähnten Gespräch im Gesundheitsministerium mit Minister Karl-Josef Laumann, das auf Initiative von MdL Axel Wirtz terminiert worden war, wurde dann ein Trägerwechsel als einzig machbare Lösung gesehen.

Auf Anfrage der Lokalredaktion sagte Axel Wirtz, der sich gestern in einer Sitzung des Landtages befand, wo gerade über die Zukunft des ländliches Raumes debattiert wurde, dass die Städteregion als wirtschaftlich gefestigter Träger „vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Gremien in der Städteregion“ über eine neue Grundstruktur für das Simmerather Krankenhaus nachdenken werde, um auch in einem noch stärkeren Verbund mit den beiden anderen Städteregions-Krankenhäusern langfristig eine Zukunftsfähigkeit herzustellen.

Krankenkassen „sehr froh“

„Jede Lösung“, nennt Axel Wirtz sogleich eine Bedingung, „ist aber nur möglich bei Erhalt der Geburtshilfestation.“

Eine gefestigte Zukunft bedeute aus seiner Sicht auch, dass das Haus wirtschaftlich so aufgestellt werde, dass es nicht dauerhaft auf den Sicherstellungs-Zuschlag des Landes angewiesen sei, sondern der Fehlbetrag „gegen Null“ laufe. Hilfreich hierbei sei die Möglichkeit von Synergie-Effekten mit anderen Krankenhäusern in Trägerschaft der Städteregion.

Die Krankenkassen, die derzeit in den Budget-Verhandlungen stehen, zeigten sich laut Wirtz „sehr froh“ über den anstehenden Trägerwechsel.

Ein entscheidender Faktor für den Landtagsabgeordneten ist auch, dass die Region beim Thema Krankenhaus stets Solidarität gezeigt habe, zuletzt durch freiwillige Zuwendungen der Kommunen für den Erhalt der Geburtshilfe. Der Vertrag über diese zugesicherten Gelder läuft 2010 aus. Wie damit dann verfahren wird, ist Gegenstand weiterer Gespräche.

Der wichtigste Aspekt für Axel Wirtz ist aber, „dass mit der Städte­region als starker Partner wieder das Vertrauen der Bevölkerung und der Ärzteschaft in die Kompetenz des Simmerather Krankenhauses zurückkehren würde.“

Axel Wirtz: „Jetzt herrscht endlich Klarheit. Der Knoten ist durchschlagen!“

Quelle: Eifeler Zeitung

siehe auch:

www.rettet-das-krankenhaus.de

 

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

Der Frust über das Defizit lähmt alle Aktivitäten
Ein Minus in Höhe von 5,1 Millionen Euro lässt in der Gemeinde Simmerath nur wenig Spielraum zu. Bürgermeister Hermanns: „Heile Welt ist vorbei.“

Der Gestaltungsspielraum wird angesichts der sich dramatisch entwickelnden Finanzlage für die Kommunen immer geringer. So klang auch bei der Beratung über die Haushaltssatzung in der Gemeinde Simmerath im Hauptausschuss unüberhörbar der Frust durch.

Für den Haushalt 2010 muss Simmerath mit einem Defizit in Höhe von 5,1 Millionen Euro leben. Das Gesamtvolumen des Etats beläuft sich auf 32 Millionen Euro. Allein 30 Prozent davon müssen für die Städteregionsumlage aufwendet werden. Diese hohe Belastung für die Kommunen war somit mal wieder ein Diskussionsthema, zumal nach den aktuellen Berechnungen die Umlage noch einmal um zwei Prozent erhöht werden muss, was für Simmerath eine stolze Zusatzbelastung von 765 000 Euro bedeutet.

Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns fand dennoch anerkennende Wort für Städteregionsrat Helmut Etschenberg, der entgegen bisheriger Praxis die Kommunen der Region lediglich mit 50 Prozent der entstandenen Zusatzkosten belaste, die andere Hälfte werde der Ausgleichsrücklage der Städteregion entnommen.

Die Kommunen fühlten sich als Partner wahrgenommen, und dieser Weg sei seiner Meinung die einzige Möglichkeit, um dem Land die Notwendigkeit eines neuen Gemeindefinanzierungsgesetzes deutlich zu machen.

Ein Defizit von 5,1 Millionen Euro sei für Simmerath „nicht akzeptabel“, hielt CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer fest, und auch SPD-Fraktionschef Gregor Harzheim sprach von einem „sehr ernüchternden Haushaltsplan.“ Entsprechend knapp fielen auch die Änderungsanträge der Fraktionen im Gemeinderat aus.

UWG: Überall zwei Prozent sparen

Kritisch sah Harzheim die Erhöhung der Städteregionsumlage, selbst wenn die Kommunen nur mit 50 Prozent belastet würden.

Für Hermann-Josef Bongard (FDP) war es wichtig, „dass es in Woffelsbach weitergeht“, indem 2010 Mittel für die Gestaltung der „Neuen Mitte“ eingesetzt worden seien.

UWG-Sprecher Claus Brust hatte im Gegensatz zu CDU und SPD keine konkreten Änderungsanträge für den Haushalt eingebracht. Sein Sparvorschlag lautete, „quer durch alle Investitionen“ zwei Prozent einzusparen und ebenso die Personalkosten der Gemeindeverwaltung um zwei Prozent zu reduzieren.

Diese Forderung rief Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns auf den Plan. „Durch Gegensteuern kann man überhaupt nichts mehr erreichen“, machte er die Dimension deutlich. Allein die Hilfen zur Erziehung seien in der Städteregion um eine Million Euro gestiegen. Hinzu komme eine enorme Steigerung bei den Sozialhilfekosten, da der Bund sich immer mehr aus der Finanzierung zurückziehe. Hermanns: „Die heile Welt ist vorbei.“

Die Forderung nach Personaleinsparungen bei der Verwaltung wies der Simmerather Bürgermeister scharf zurück. „Einige Mitarbeiter stehen bereits vor dem Kollaps“, beschrieb er die Fülle an Aufgaben. Wenn man den Bürger-Service, wie z. B. die künftige Öffnung des Rathauses am Donnerstag bis 19 Uhr, aufrecht erhalten wolle, könne man dies nicht mit noch weniger Personal leisten.

Was die Änderungsanträge zum Haushalt betrifft (s. Box), bot Bruno Löhrer den anderen Fraktionen ein interfraktionelles Abstimmungsgespräch im Vorfeld der im Januar anstehenden Verabschiedung des Hauhalts an. (P. St.)

Kein neues Mobiliar für den Sitzungssaal?
Nach Möglichkeit Einigkeit wollen die Simmerather Ratsfraktionen im interfraktionellen Gespräch über die eingebrachten Änderungsanträge zum Haushalt 2010 erzielen, zumal der hoch defizitäre Etat ohnehin kaum Gestaltungsspielraum lässt.

Für die CDU-Fraktion brachte Bruno Löhrer unter anderem folgenden Änderungswünsche ein:

- Die größten Schäden in der Stüttgesgasse in Lammersdorf sollen bereits 2010 behoben werden. - Die Straße zwischen Erkensruhr und Hirschrott soll vor einem Ausbau zunächst auf ihren Gesamtzustand überprüft werden.

- Der Kreisverkehr In den Bremen/Humboldtstraße im Gewerbegebiet Simmerath soll erst 2011 umgesetzt werden.

- Die Wartehalle an der Jägerhausstraße in Lammersdorf (Höhe Junker-Parkplatz) soll bereits 2010 errichtet werden.

- Wirtschaftswege in Kesternich sowie in Strauch am Sportplatz Richtung Steckenborn sollen im nächsten Jahr saniert werden.

- Für die Neue Mitte Woffelsbach sollen als Startsignal 100 000 Euro Planungskosten für 2010 eingesetzt werden (bei 80 Prozent Zuschuss).

Für die SPD beantragte Gregor Harzheim folgende Änderungen:

- Die Anschaffung von neuem Mobilar für den Sitzungssaal (26 000 Euro) soll im nächsten Jahr eingespart werden.

- Die Investition für das Regenüberlaufbecken am Gewerbegebiet Simmerath soll zurückgestellt werden.

- Kanalsanierungen in Rollesbroich und Strauch sollen ebenfalls zurückgestellt werden.

- Für die DSL-Anbindung des Gewerbegebietes Rollesbroich sollen 100 000 Euro im Jahr 2010 bereitgestellt werden.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

Simmerath

Eine Angleichung der Gebühren wird nicht erreicht
Die ab 1. Januar 2010 geltende neue Friedhofssatzung in der Gemeinde Simmerath erfüllt noch nicht die Erwartungen.

Wenn ab 1. Januar 2010 die neue Friedhofssatzung der Gemeinde Simmerath in Kraft tritt, dann wurde ein wichtiges Ziel nicht erreicht: Der bislang bestehende hohe Kostenunterschied zwischen einer Erdbestattung und einer Urnenbeisetzung konnte nicht ausgeglichen werden.

Dennoch schafft die neue Satzung viel Raum für neue Bestattungsformen, wie z. B. das pflegefreie Gemeinschaftsgrab. Hier erfolgen auf einer ausgewiesenen Fläche Urnen- oder Erdbestattungen, wobei die Gemeinde ein gemeinschaftliches Denkmal errichtet, woran kleine Tafeln mit den Namen der Verstorbenen angebracht werden. Diese Form der Bestattung, so die Vermutung, dürfte in zukünftig an Attraktivität gewinnen, aber preiswert ist das Gemeinschaftsgrab nun bei weitem nicht, da der Gesamtaufwand aufgeteilt werden muss. Demnach ergeben sich bei einer Erdbestattung Kosten in Höhe von 2700 Euro; bei einem Urnengrab sind es 1950 Euro.

Nach erneuter Beratung verabschiedete der Haupt- und Finanzausschuss die neue Satzung einstimmig in seiner Sitzung am Dienstagabend.

Die Verwaltung hatte errechnet, dass sich der Gesamtaufwand für 2010 um 17 000 Euro erhöhen wird, was auf die gestiegenen Personalkosten für die Gemeindearbeiter zurückzuführen ist. Zudem geht man von einer leicht steigenden Anzahl der Bestattungen aus (135 gegenüber 130 im Vorjahr).

Trotz steigender Zahl nimmt aber die Benutzung der Leichenhallen aufgrund der nach wie steigenden Feuerbestattungen weiterhin ab. Die zwangsläufige Folge ist, dass auch die Gebühr für die Leichenhalle erhöht werden muss, die übrigens bei Aufbewahrung einer Urne gleich hoch ist.

Die Verwaltung geht im Jahr 2010 trotz angenommener 135 Bestattungen von nur 75 Leichenhallenbenutzungen aus und nur 115 neuen Grabnutzungsrechten (20 Urnenbeilegungen).

Ein wesentlicher Anlass, die Friedhofssatzung zu erarbeiten, war die immer stärkende Kostendifferenz zwischen einer Urnenbestattung und einer Erdbestattung, doch nach einer ersten Kalkulation für das Jahr 2010 kann die Verwaltung keine Entlastung in Aussicht stellen, im Gegenteil: Die Gebühr für eine Erdbestattung erhöht sich von 585 auf 620 Euro, während sich die Gebühr bei der Urnenbestattung um 105 Euro (von 325 Euro auf 220 Euro) verringert.

Die Verwaltung sieht sich jedoch in der Pflicht, „verursachergerecht“ die Gebühren zu ermitteln. In der Stadt Aachen zum Beispiel erhebt man für Urnen- und Reihengrab pauschal die gleiche Gebühr, in Simmerath hält man laut Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns eine solche Regelung für rechtlich problematisch.

Die Kosten für ein Gemeinschaftsgrab seien in der Tat „recht hoch“, stellte auch CDU-Sprecher Bruno Löhrer fest. Möglicherweise könne man die Gebühr nach den ersten Erfahrungen später anpassen. Man müsse andererseits aber bedenken, dass weder Kosten für Grabgestaltung noch die Pflege anfielen.

Insgesamt könne man mit der neuen Satzung noch nicht zufrieden sein, da die Urnenbeisetzungen deutlich günstiger ausfielen und sich die Hoffnung auf eine Angleichung nicht erfüllt hätten, aber eine andere Regelung sei wohl rechtlich „nicht vertretbar“. Löhrer rechnete aus, dass ein Reihengrab künftig 309 Euro teurer werde. Lediglich das Doppel-Wahlgrab werde um 491 Euro günstiger.

„Nicht ganz glücklich“ zeigte sich auch SPD-Sprecher Gregor Harzheim mit der neuen Satzung. Eigentlich habe man verhindern wollen, dass Bürger sich aus finanziellen Gründen für eine bestimmte Bestattungsform entscheiden würden. Dies sei nicht gelungen, aber aus rechtlicher Sicht müsse man wohl so verfahren.

Für UWG-Sprecher Claus Brust war wichtig, dass eine jährliche Überprüfung der Gebühren erfolge; soviel Vertrauen setze er in die Verwaltung. (P. St.)

Die neuen Friedhofsgebühren auf einen Blick
Folgende Friedhofsgebühren in der Gemeinde Simmerath werden im Jahr 2010 erhoben:

Leichenhalle bis zu drei Tagen: 270 Euro;

Bestattungsgebühren: Erdbeisetzung 620 Euro; Urnenbeisetzung 220 Euro;

Nutzungsrecht an einem Reihengrab: 1130 Euro (für 30 Jahre) und 565 Euro für 15 Jahre;

Nutzungsrecht an einem Urnenreihengrab: 700 Euro (für 25 Jahre) und 350 Euro für 7,5 Jahre.

Wahlgräber: 1665 Euro für ein Einzelwahlgrab und 3330 Euro für ein Doppelwahlgrab (bei 40-jähriger Nutzung).

Urnenwahlgrab: 500 Euro für ein Einzelwahlgrab und 1000 Euro bei einem Urnendoppelwahlgrab (bei 40-jähriger Nutzung).

Gemeinschaftsgrab: 2700 Euro für ein Erdgrab und 1950 Euro für ein Urnengrab.

Beilegung einer Urne: 565 Euro in einem Reihengrab und 832 Euro in einem Doppelgrab.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

Rathaus wird dicht gemacht

(Mü) 06.12.2009

324.000 Euro wurden der Gemeinde aus Mitteln des «Konjunkturpakets II» zur Sanierung ihres Rathauses bewilligt. Im Hochbauausschuss stellte Architekt Wilfried Huppertz vor, was mit diesem Geld gemacht werden soll.

Klar ist nämlich, dass die Mittel nicht reichen, um das in den Jahren 1975 und 1976 erbaute Rathaus vollständig zu sanieren. Der gesamte Dachbereich wie auch die Fassaden weisen nur eine Wärmedämmung von vier Zentimetern auf und vor allem die Fenster im Treppenhaus sind nur mit Einfachverglasung ausgerüstet; auch sonst haben die Fenster allenfalls Doppelverglasung. Dazu sind schon viele Fugen im Blendmauerwerk schadhaft, teilweise brechen Teile der Steine heraus.

Der Architekt hatte zwei Varianten durchgerechnet, mit unterschiedlichem Dämmmaterial. Dabei lagen die Kosten für die Sanierung der Dächer über Bürgermeisterzimmer, Sitzungssaal und Büros bei 125.000 und 106.000 Euro. Die Erneuerung der Verkleidung an den Dachaufbauten (mit Schiefer oder Wärmedämmputz) war mit 81.000 Euro angesetzt. Schließlich kamen noch Aufwendungen für einen kleinen Teil der Fassade, Windfang und Balkon hinzu, so dass Kosten von 328.000 oder im anderen Fall von 305.000 Euro erreicht wurden.

Der Architekt war sich sicher, dass die von ihm ermittelten Preise die Obergrenze seien, es könne auch billiger werden, machte er den Ausschussmitgliedern Mut. So beschloss der Ausschuss einstimmig die Arbeiten ergänzt um eine dritte Materialvariante ausschreiben zu lassen.

Sobald die Ergebnisse vorliegen, will der Ausschuss entscheiden, was gemacht werden kann. Dabei war man sich einig, dass auch die neuen Materialien für die Wandverkleidung den Charakter des Bauwerks nicht verändern dürften.

Deshalb wolle man dargestellt sehen, wie sich das Rathaus in neuem Gewand präsentiere.


Starke Zweifel an Ladestation für Elektrofahrzeuge

06.12.2009

Im Hochbauausschuss sind gleich mehrere strittige Projekte besprochen worden.

Zwar ging es allein darum, der Städteregion Maßnahmen zur Förderung des Fremdenverkehrs zu melden, betonte Bürgermeister Karl-Heinz Herrmanns, doch mehrere Ausschussmitglieder befürchteten, dass damit schon eine Vorentscheidung fallen könne nach dem bekannten Muster: Wenn wir Zuschüsse erhalten, wird es auch umgesetzt.

Einig war man sich darin, Mittel für die Ausweisung eines Heckenwegs in Eicherscheid zu beantragen. Im Gegensatz zu Höfen sollen damit bei Eicherscheid die Flurhecken ins rechte Licht gerückt werden, die zum Teil schon vor 200 Jahren in Karten aufgenommen wurden. Erhalten haben sie sich, weil es in Eicherscheid keine Flurbereinigung gab.

Erwartet werden für einen 6,6 Kilometer langen barrierefreien Weg Kosten von 30.000 Euro, wobei man auf eine Bezuschussung von 50 Prozent hofft.

Umstritten war dagegen das zweite Projekt, eine Ladestation für Elektrofahrzeuge (nicht nur Fahrräder) in Rurberg.

Zwar wurde damit geworben, dass versucht werde, angesichts der Kosten von zunächst einmal 20.000 Euro Partner «mit ins Boot zu nehmen», doch Ausschussmitglieder sahen unüberwindbare Schwierigkeiten Noch konnte keiner sagen, wie lange ein Ladevorgang etwa für einer Elektrofahrrad dauere, und der Idee, man könne dann an der Station einen vollen Akku gegen den eigenen leeren eintauschen, wurde auch nicht vertraut.

Wenn ohnehin andere Partner mit eingebunden werden sollten, so Hermann-Josef Bongard von der FDP, so sollte man doch gleich das ganze Projekt privatwirtschaftlich organisieren.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

Kaum Neues zur Ortsumgehung
Kesternich: Variante ist inzwischen in der Umweltverträglichkeitsprüfung

Kesternich. Nicht viel Neues gibt es zum Thema Ortsumgehung Kesternich. Auf der Grundlage eines Behördentermins vor Ort Anfang September ist eine neue Variante im südlichen Bereich der geplanten Trasse am Ortsausgang Richtung Einruhr technisch untersucht worden. Wie Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns dem Tiefbau-, Verkehrs- und Denkmalausschuss mitteilte, ist nach Aussage des Landesbetriebes Straßen NRW die technische Planung der neuen Trassenführung abgeschlossen und dem Gutachter zur ökologischen Prüfung übergeben worden. Die Umweltverträglichkeitsprüfungen soll bis zum Jahresende über die Bühne gehen, so dass im neuen Jahr konkrete Daten vorliegen.

Um Missverständnissen vorzubeugen, betonte Hermanns, nicht die Gemeinde Simmerath trage die Baulast, sondern der Landesbetrieb. Dessen ungeachtet werde die Gemeinde allerdings ihren gesamten Einfluss geltend machen, „um eine Trasse zu verwirklichen, die möglichst vielen Kesternichern dient“. Das bedeute gleichzeitig, dass dort, wo die Trasse „in relativer Nähe“ zur Wohnbebauung verlaufe, ein „möglichst effektiver Schallschutz“ errichtet werden müsse.

Sprecher von SPD und CDU bedauerten, dass die zahlreich erschienenen Kesternicher Bürger ohne große Neuigkeiten wieder nach Hause gehen müssten, sicherten aber jegliche Unterstützung zu. Marc Topp (SPD) versprach, im Frühjahr ein politisches Signal zu setzen und „als Sprachrohr der Bürger“ zu fungieren. Jens Wunderlich (CDU) beruhigte: „Die Bürger brauchen keine Angst zu haben, dass schon irgendetwas festgezurrt ist.“ (ess)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

Gräber, die keiner pflegen muss

In der Gemeinde Simmerath sind künftig Bestattungen in Gemeinschaftsgrabfeldern möglich. Auf denen wächst nichts außer Gras. Das Ganze geht auch anonym. Platz für ein Konterfei auf dem Grabmal.

Gestorben wird immer, und die lieben Verblichenen sollen würdig unter die Erde. In welcher Form das künftig in der Gemeinde Simmerath vonstatten gehen kann, entschied am Dienstag der Tiefbau-, Verkehrs- und Denkmalausschuss einvernehmlich. Völlig neu ist dabei die Möglichkeit, auf allen elf Friedhöfen im Gemeindegebiet die Toten in einer pflegefreien Gemeinschaftsgrabstätte zu bestatten.

Die gestalterischen Details sind noch nicht zu Papier gebracht, aber das System funktioniert denkbar einfach und ist vor allem für die Hinterbliebenen nicht mit Arbeit verbunden. Die Urne wird bestattet und auf einer Stele oder einem Findling in der Nähe wird ein Schild mit dem Namen des Verstorbenen angebracht. Dort können auch Blumen und Kränze abgelegt sowie Kerzen aufgestellt werden. Das Gräberfeld soll lediglich mit Rasen bedeckt sein.

„Baumbestattung“

Buchstäblich Gras über die Sache wachsen lassen kann man auch auf andere Weise: Die Grasnarbe wird ab- und eine kleine Mulde ausgehoben. Dort hinein wird die Asche aus der Urne verstreut. Die Begräbnisstätte wird anschließend wieder mit der Grasnarbe verschlossen. Wer’s anonym mag, verzichtet halt auf das Namensschild.

Auf einen „Friedwald“, wo die Asche der Toten rund um die Bäume verstreut wird, wollte die Verwaltung wegen den Nähe zu anderen „Friedwäldern“ verzichten. Das mochte die schwarz-gelbe Mehrheit indes nicht. CDU-Sprecher Jens Wunderlich warnte vor einer pauschalen Ablehnung, denn auch diese Bestattungsform sei in Vorgesprächen und Bürgerversammlungen ein Thema gewesen. Man solle vielmehr überlegen, ob es auf einem der Friedhöfe der Gemeinde ein geeignetes Terrain gebe, wo man diese Bestattungsform zentral anbieten könne. Sollte es soweit kommen, muss die Gemeinde sich überdies vom Begriff „Friedwald“ trennen, denn der ist geschützt und seine Benutzung kostet dann extra. Das Wort „Baumbestattung“ machte im Ausschuss bereits die Runde.

Urnengräber können künftig komplett abgedeckt werden. Auf Gräbern mit Erdbestattungen ist das nur zur Hälfte erlaubt, um die uneingeschränkte Verwesung der sterblichen Überreste zu gewährleisten. In Zukunft wird es sowohl in Reihen- als auch in Wahlgräbern möglich sein, Urnen beizulegen. Die Ruhezeiten werden entsprechend angepasst. Auf einem noch zu bestimmenden Friedhof wird die Verwaltung in einem geologischen Gutachten klären lassen, ob für Erdbestattungen Ruhezeiten von nurmehr 20 Jahren ausreichend sind.

Wer es konventionell mag, kann sich nach wie vor in einem Reihen- oder Wahlgrab bestatten lassen. Wahlgräber kann man zu Lebzeiten allerdings nicht erwerben, weil dadurch ein zu großer Flächenbedarf auf den Friedhöfen entstehen würde. Gemeinschaftsgrabfelder für Familien oder Freundeskreise werden in der Gemeinde Simmerath derzeit nicht angeboten.

Wohl aber besteht die Möglichkeit, das Konterfei des/der Verstorbenen auf dem Grabmal anzubringen. Die Fläche ist auf 10x15 Zentimeter begrenzt. Ein Poster geht also nicht. (ess)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

Bares und Besucher zum Fest
Gemeinde Simmerath passt Jubilarehrung dem demografischen Wandel an

Wer in der Gemeinde Simmerath ein Altersjubiläum feiert, der bekommt künftig nur noch ab einem Alter von 90 Jahren Besuch vom Bürgermeister oder einem seiner Vertreter. Dies hat der Generationenausschuss nun angesichts der kräftig gestiegenen und weiter steigenden Zahl von Bürgern, die das 85. Lebensjahr erreichen, beschlossen. Besuch erhalten die betagten Geburtstagskinder zum 80. und 85. Geburtstag aber weiterhin vom jeweiligen Ortsvorsteher, und auch die Geldgeschenke der Gemeinde bleiben trotz Finanznot in der bisherigen Höhe, wie der Ausschuss weiter verfügte.

Alle fünf Jahre macht die Gemeinde ihren betagten Bürgern ihre Aufwartung. Zum 80. Geburtstag kommt der Ortsvorsteher und bringt zehn Euro mit, die aber nicht direkt aus der Gemeindekasse kommen, sondern die der Ortspolitiker aus seinem eigenen „Pott“ für diese Zwecke finanziert.

Bei 85-Jährigen verdoppelt sich das Geldgeschenk, das der Ortsvorsteher dann künftig alleine vorbeibringt. Wer sein 90., 95. oder gar 100. Lebensjahr vollendet, darf sich auf Bürgermeister, Ortsvorsteher und 35 Euro freuen, wobei man sich im Ausschuss einig war, dass der hohe Besuch den Bürgern sehr viel bedeute, während das Geldgeschenk zwar eine nette Geste sei, „den Leuten aber nicht so wichtig“, wie Günter Scheidt als Ortsvorsteher von Eicherscheid aus eigener Beobachtung wusste. Auch Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns stellt bei seinen Jubilarbesuchen immer wieder fest, „dass das Geld den Leuten nicht so wichtig ist, sie sich aber sehr über den Besuch der Gemeinde freuen“. Und Heribert Vroemen wusste gar, „dass viele Frauen extra zum Frisör gehen, wenn der Bürgermeister oder der Ortsvorsteher kommt“.

Wenn der Bürgermeister aber auch weiterhin schon die 85-jährigen Geburtstagskinder besuchen würde, dann käme er bald gar nicht mehr zu seinen übrigen Amtsgeschäften. Denn während diese Geste im Jahr 1990 noch 16 Besuche bei 85-Jährigen bedeutete, so stieg ihre Zahl im Jahr 2000 schon auf 35. Und wenn das laufende Jahr zu Ende ist, wird der Bürgermeister, sein Vorgänger oder einer seiner Vertreter bei 52 85. Geburtstagen gewesen sein. Nächstes Jahr sind es dann schon 78 Bürger, die „85“ werden und deshalb „nur“ noch den Ortsvorsteher werden empfangen dürfen. „Das ist die erfreuliche Seite des demografischen Wandels, dass unsere Bürger immer älter werden“, so Günter Scheidt.

Das zeigt sich übrigens auch bei den dreistelligen Geburtstagen, deren im nächsten Jahr in Simmerath auch mehrere anstehen, darunter nach jetzigem Stand sogar ein 102. Geburtstag. Ab der „100“ kommen Bürgermeister und Ortsvorsteher dann jährlich und bringen auch jedes Jahr 35 Euro mit, wie der Ausschuss nun ergänzend beschloss.

50 Euro für hohe Ehejubiläen

Besuch und Geschenk der Gemeinde Simmerath gibt es aber nicht nur für Geburtstagskinder, sondern auch für Ehejubiläen. Wer Goldene (50), Diamantene (60) oder Eiserne (65) Hochzeit feiert, darf sich auch künftig über Doppel-Besuch samt Kuvert mit 50 Euro freuen. (hes)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

Hubert Breuers Abschied:
Rückblick auf eine «gute Zeit»

(P. St.) 29.11.2009

Eicherscheid. Eigentlich wollte Hubert Breuer keinen großen Abschied, aber die Gemeinde Simmerath ließ es sich dennoch nicht nehmen, ihren langjährigen Bürgermeister gebührend und ganz offiziell zu verabschieden.

Zur großen Abschiedsparty in der Eicherscheider Tenne fanden sich zahlreiche Weggefährten, Freunde und Kollegen aus Simmerath und den Nachbarkommunen ein, um Hubert Breuer, den ersten hauptamtlichen Bürgermeister in den wohlverdienten Ruhestand zu begleiten.

Mehr als 12 Jahre, davon zehn Jahre hauptamtlich, prägte er als Bürgermeister mit seinem rustikalen und gradlinigen Führungsstil die Gemeinde Simmerath und durfte am Ende seines beruflichen Lebens eine positive Bilanz ziehen.

Opa hat jetzt mehr Zeit: Auch die Enkelkinder Mario (1) und Robin (4) freuen sich mit Ehefrau Agnes, dass Hubert Breuer als Alt-Bürgermeister der Gemeinde Simmerath sich nun wieder mehr dem Privatleben widmen kann. Foto: P. Stollenwerk

Sein Nachfolger, Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, zeichnete den Lebensweg seines langjährigen Mitstreiters im Rathaus nach und stellte fest, dass Hubert Breuer sich stets den unterschiedlichen und oft nicht einfachen Anforderungen gestellt habe. Der berufliche Einstieg fand bei der Firma Junker statt, er studierte Maschinenbau an der Fachhochschule Aachen, und vor seinem Eintritt in die Politik war er 18 Jahre lang bei der Handwerkskammer, zuletzt als stellvertretender Leiter des BGZ Simmerath, beschäftigt.

Das Interesse, politisch an der Entwicklung seiner Heimatgemeinde mitzuwirken, entwickelte sich nach dem Eintritt in die Junge Union in den 70er Jahren, setzte sich fort als Ratsvertreter von 1975 bis 1984 und dann wieder seit 1994. Von 1985 bis 1998 war er Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes Simmerath, und am 18. März 1997 trat er die Nachfolge des heutigen Ehrenbürgermeisters Heinrich Karbig an. 1999 und 2004 wählten ihn die Bürger dann jeweils zum hauptamtlichen Bürgermeister der Gemeinde Simmerath.

„Hubert Breuer hat stets den Kontakt zu anderen Menschen gesucht“, wusste Karl-Heinz Hermanns, und in der Ära Breuer habe die Gemeinde eine „sehr positive Entwicklung“ genommen. Mehrfach an diesem Abend hervorgehoben wurde die Tatsache, dass es Hubert Breuer gelungen sei, die enormen touristischen Möglichkeiten der Gemeinde zu erkennen und zu entwickeln. Beispielhaft nannte Hermanns den Bau der Tourist-Info in Rurberg und die Neugestaltung des dortigen Rurseezentrums.

Aber auch die schwierigen Zeiten als Bürgermeister blieben nicht unerwähnt, wobei Karl-Heinz Hermanns an die kritische Phase des Wasserversorgungszweckverbandes Perlenbach erinnerte. Als dessen Verbandsvorsteher habe er sich teils massiver Attacken vom damaligen Leiter des Staatlichen Umweltamtes Aachen erwehren müssen. Intensiv eingebracht sich Hubert Breuer auch die Bemühungen, das Krankenhaus Simmerath zu erhalten.

Seine ehrenamtliche Tätigkeit sei vor allem durch die 28-jährige aktive Tätigkeit als Feuerwehrmann in der Löschgruppe Strauch geprägt worden.

Auch CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer würdigte die vielfältigen Aktivitäten von Hubert Breuer, mit denen dieser sich „bis zur Grenze der Belastbarkeit“ für das Allgemeinwohl eingesetzt habe. Die

„Ein aufrechter Mann aus der Eifel, aus kerniger Eiche geschnitzt, immer ein humorvolles Bonmot auf den Lippen, rundum ein Typ, den man mag.“

Helmut Etschenberg, Städteregionsrat, über Hubert Breuer

Nachfolge des „politischen Schwergewichtes“ Heinrich Karbig sei kein leichter Start gewesen. Die Amtszeit von Hubert Breuer werde einmal „als gute Zeit für die Gemeinde Simmerath“ in die Geschichte eingehen, zeigte sich der politische Weggefährte überzeugt.

Von freundschaftlicher Verbundenheit geprägt war auch die „politische Abrechnung“ von Gregor Harzheim. Der Vorsitzende der SPD-Fraktion sah sich zwar als „ersten Gegenspieler“ von Hubert Breuer, aber man habe auch für die Gemeinde „gemeinsam gestritten und gearbeitet.“ Für die strukturelle Entwicklung Simmeraths habe er bleibende Zeichen gesetzt. Zwar habe Hubert Breuer nie „die Kunst der geschliffenen Diplomatie“ gepflegt, „aber man wusste stets, wo man dran war.“

„Einfach und schnörkellos“

Die offene Form der Zusammenarbeit stellte für den Personalrat der Verwaltung Manfred Prinz und für die Abteilungsleiter Edmund Kreutz heraus, ehe Städteregionsrat Helmut Etschenberg ehrliche und persönliche Worte zum Abschied fand. „Schlicht, einfach und schnörkellos“, wenn auch mit dem nötigen Ernst, aber auch „humorvoll und lebensfroh ansteckend“, habe er sein Amt ausgeübt. Sein Verdienst über die Zeit hinaus werde sein, dass er die Chancen des Nationalparks Eifel erkannt habe und sie für eine erfolgreiche Entwicklung der Gemeinde Simmerath genutzt habe.

Abschließend zeigte sich Hubert Breuer „überrascht und etwas erstaunt“ über die vielen Superlativen.“ Die aufzeigten Leistungen seien aber nur im Team möglich gewesen. Für Ehefrau Agnes gab es dann einen großen Blumenstrauß, für Mitarbeiterin Ingrid Stollenwerk aus dem Vorzimmer ein dickes Lob („Auf sie war immer 100 Prozent Verlass“) und politische Milde ließ er für die UWG walten („Ihr könnt Euch ja noch bessern“).

Mit einem guten Ratschlag entließ Hubert Breuer dann die Gäste in den zwanglosen Teil des Abends: „Verliert nie den Humor. Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag.“ In diesem Sinne ließen die rund 150 Gäste den Tag ausklingen, musikalisch begleitet von romantischen Klängen des Gesangsduos „Syl’n’ Dan aus Eicherscheid. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

 

Simmerath

Vom Neugeborenen bis zum Greis: Ein Ausschuss für Generationen

Mit vielen neuen Gesichtern und einem neuen Namen hat der Generationen-, Schul- und Sozialausschuss der Gemeinde Simmerath am Donnerstag seine Arbeit auf genommen. «Wir haben sehr unmittelbar mit Menschen zu tun, wahrscheinlich mehr als jedes andere Gremium dieser Gemeinde», erinnerte Ausschussvorsitzender Franz-Josef Hammelstein (SPD) die Mitglieder an ihre «besondere Verantwortung».

Mit der Hinzunahme des Tätigkeitsbereiches «Generationen» trage man der demografischen Entwicklung Rechnung, sagte Hammelstein vor der Verpflichtung sechs neuer sachkundiger Bürger sowie die Pfarrer Volker Böhm (evangelisch) und Michael Stoffels (katholisch) als Vertreter beider Kirchen.

Kompetenzen erweitert

Einstimmig erweiterte der Ausschuss seine Kompetenzen dahingehend, dass er Sachverhalte künftig nicht nur beraten, sondern auch entscheiden kann, wie sich alle Fraktionen einig waren.

Unterstützt wird der Ausschuss vom sogenannten Generationenbeirat, zu dessen Führung es aber kontroverse Standpunkte gab. Einig waren sich alle Vertreter im Ausschuss, dass der Beirat 18 ordentliche Mitglieder haben wird, und zwar je sechs aus den Altersgruppen 16 bis 25 Jahre, 25 bis 65 Jahre und über 65 Jahre. Die Fraktionen sollen sich einvernehmlich auf eine Besetzung verständigen, auch unter Berücksichtigung der genannten Altersklassen.

Einigkeit herrschte auch noch, dass Monika Johnen vom Sozialamt Geschäftsführerin des Generationenbeirates sein wird. Am Vorsitz des Beirates aber schieden sich die Geister. Während die Verwaltung vorschlug, Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns solle dem Beirat als 19. Mitglied vorstehen, beantragte die SPD, der Vorsitzende möge aus Reihen des Beirats demokratisch gewählt werden.

«Dieses Gremium sollte frei und selbstbestimmend diskutieren, und zwar ohne Bürgermeister», rief Stephan Kaever auf, «mehr Demokratie zu wagen» und den Beirat «an der langen Leine» zu lassen. «Der Bürgermeister hatte persönlich die Idee zu diesem Beirat, und als Mitglied und Vorsitzender des Generationenbeirats ist die bestmögliche Umsetzung und Information gewährleistet», widersprach Günter Scheidt für die CDU dem SPD-Ansinnen. Karl-Heinz Hermanns selbst wunderte sich über die SPD-Formulierung für «mehr Demokratie», schließlich sei er «demokratisch gewählter Bürgermeister dieser Gemeinde».

Bei der Abstimmung stimmten dann lediglich SPD und Grüne für eine Wahl des Vorsitzenden im Beirat. Einstimmigkeit herrschte hingegen wieder darin, dass der Beirat grundsätzlich nichtöffentlich tagen wird, von einem Drittel der Mitglieder einberufen werden kann und die behandelten Themen (siehe Box) unmittelbar im nächsten Generationen-, Schul- und Sozialausschuss auf die Tagesordnung kommen.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

Gebührenentwicklung weniger dramatisch

(P. St.) | 26.11.2009

Es hätte schlimmer kommen können: Vor 15 Jahren hätte jedes Simmerather Ratsmitglied einen Abwassergebührensatz wie er jetzt für 2010 beschlossen wurde, liebend gerne unterschrieben.

Zu Beginn der 90er Jahre gab es dramatisch klingende Prognosen. Gebührensätze von bis zu 30(!) Deutsche Mark pro Kubikmeter wurden prophezeit. An diese Phase erinnerte Hermann-Josef Bongard (FDP) jetzt noch einmal bei der Verabschiedung der aktuellen Gebührensätze.

Zwar seien die Abwassergebühren «immer noch zu hoch», aber zumindest erfreulich sei, dass die einst befürchtete Entwicklung nicht eingetreten sei.

Erstmals werden die Abwassergebühren jetzt nach der gesetzlich vorgeschriebenen Regelung getrennt nach Schmutzwasser- und Niederschlagswasseranteil berechnet, was Franz-Josef Hammelstein (SPD) dazu veranlasste, das RWE als Absender der Gebührenbescheide darum zu bitten, die Abrechnung «kundenfreundlich und verständlich» zu gestalten.

Zuvor hatte CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer darauf hingewiesen, dass es sich bei der Niederschlagswassergebühr nicht um eine zusätzliche Gebühr handelte. Wichtig sei auch der Hinweis, dass sich die Grundgebühr in Höhe von 66 Euro beim Niederschlagswasser auf je angefangene 500 Quadratmeter abflusswirksame Grundfläche beziehe; somit also auch Flächen unter 500 Quadratmeter erfasse.

Dass der Gebührensatz gegenüber dem Vorjahr um sieben Cent gesenkt werden konnte, wertete Löhrer als Folge der vom Land gewährten Abwasserhilfe, die noch einmal um zwei Millionen Euro aufgestockt wurde und 25 NRW-Kommunen mit besonders hohen Gebühren unterstützt.

UWG-Fraktionssprecher Claus Brust forderte eine Halbierung der Grundgebühr von derzeit 120 Euro beim Schmutzwasser. Er lobte die CDU dafür, dass sie sich in der Frage der Grundgebühr zuletzt «bewegt hat.» Die UWG wolle nicht die Grundgebühr abschaffen; es gehe ihr allein um Höhe.

Die Abwasserhilfe des Landes sah Brust wenig euphorisch. Es handelte sich um einen Zuschuss, für den es keine Langzeit-Garantie gebe. Außerdem werde man mit Interesse beobachten wie sich die Abwassergebührenhilfe nach der Landtagswahl im Mai entwickele.

Einen Zusammenhang zum Wahltermin zu konstruieren, war für Bruno Löhrer nicht nachvollziehbar. Die weitaus meisten der 396 NRW-Kommunen erhielten schließlich keinen Zuschuss. Zudem würde das Geld aus der Verbundmasse für alle Kommunen entnommen. Und damit lasse sich wohl kaum Wahlkampf machen.

Die reine Verbrauchsgebühr beim Schmutzwasser in Höhe von 3,98 Euro pro Kubikmeter (ohne Einrechnung der 120 Euro Grundgebühr) bezeichnete Klaus Stockschlaeder (Grüne) bei einem so wertvollen Rohstoff wie Trinkwasser als «nicht so schlimm». Das sei trotz einiger Härten eine vertretbare Gebühr für sauberes Wasser. Es sei an der Zeit, sich vom ständigen Wachstumsgedanken zu verabschieden.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

Horror-Haushalt schockt Simmerath
2010 ist mit einem Fehlbedarf von 4,5 Millionen Euro zu rechnen. Kämmerer empfiehlt Steuererhöhung und Verkauf von Gebäuden.

Dass das Jahr 2010 die Gemeinde Simmerath finanziell schwer belasten würde, zeichnete sich bereits früh ab, dass aber die 2008 begonnene Banken- und Finanzkrise die Kommunen so massiv in den Abgrund reißen würde, schockte Rat und Verwaltung aber doch ziemlich, als Bürgermeister und Kämmerer in der Ratssitzung am Dienstagabend den Horror-Haushalt für das kommende Jahr einbrachten.

Hoher Fehlbedarf

Der Fehlbedarf der Gemeinde Simmerath liegt laut Haushaltsplanentwurf im kommenden Jahr bei knapp 4,5 Millionen Euro. Bezogen auf den aktuellen Fehlbedarf 2009 (1,2 Millionen Euro) entspricht das einer Steigerung um 260 Prozent. Da konnte es auch kein echter Trost von Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns sein, dass im kommenden Jahr keine Kommune in der Städteregion einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen könne. Schlimmer noch: Das Ende der Talfahrt ist noch nicht erreicht. Hermanns prognostiziert, dass die „wahre Stunde“ erst im Jahr 2011 kommen werde. Daher sei jetzt bereits der Zeitpunkt gekommen, um strukturelle Maßnahmen zur Stabilisierung der Gemeindefinanzen zu ergreifen.

Wie kommt es nun zum finanziellen Absturz in den Kommunen? Für die Gemeinde Simmerath erläuterte der Bürgermeister, dass aufgrund von massiven Steuerausfällen, bundesweit in Höhe von 2,1 Milliarden Euro, die Kommunen nicht mehr in der Lage seien, ihre Pflichtaufgaben zu erfüllen. Diesen gravierenden Lücken stehe in der Gemeinde Simmerath im kommenden Jahr zudem eine Vielzahl großer kostenintensiver Investitionen gegenüber. Die Einnahmen bei Gewerbesteuer, Einkommensteuer und Schlüsselzuweisungen sinken in Simmerath um 1,3 Millionen Euro, 700 000 Euro fallen weg aus der Sanierung der Kanalhausanschlüsse in Lammersdorf, die Umlage an die Städteregion steigt vor allem durch deutlich erhöhte Kosten beim Jugendamt um fast 2,8 Millionen Euro. Dem Städteregionshaushalt, der vor allem durch erhebliche Sozialausgaben belastet wird, ergeht es nicht anders.

Immerhin etwas Positives konnte Karl-Heinz Hermanns im Finanzdesaster erkennen: Die freiwilligen Ausgaben für Schulen und Vereine werde unverändert aufrecht erhalten. „Der ehrenamtliche Bereich ist gerade in der heutigen Zeit von großer Bedeutung.“

Als konkrete, aber ebenso drastische Maßnahme zur Reduzierung des Fehlbedarfs denkt die Verwaltung über eine massive Erhöhung der Grundsteuer B (das ist die Steuer für bebaute oder unbebaute Grundstücke) nach. Die Erhöhung des Hebesatzes von derzeit 391 auf 465 Prozentpunkte würde zu einer jährlichen Haushaltsverbesserung um 450 000 Euro führen. Dies wäre eine Möglichkeit, dem Zwang der Kommunalaufsicht zur Erstellung eines Haushaltssicherungskonzepts zu entkommen und die finanzielle Eigenständigkeit der Gemeinde zu erhalten. Die Steuererhöhung, die erst für 2011 in Betracht käme, soll aber nicht das letzt Wort sein. Bürgermeister und Kämmerer hoffen gemeinsam mit dem Rat, die finanziellen Weichen für die Zukunft so stellen zu können, dass es nicht zur Steuererhöhung kommt.

Finanzsog

Derzeit keine Möglichkeit für die Kommunen, sich dem negativen Finanzsog zu entziehen, sieht Kämmerer Edmund Kreutz. In seiner 20-minütigen düsteren Prognose sah er die Kommunen mal wieder „als letztes Glied in der Kette“. Der Fehlbedarf der Gemeinde Simmerath für 2010 wäre noch höher ausgefallen, wenn die Gemeinde nicht schon die Unterhaltung von Straßen und Gebäuden vor sich herschiebe.

Eine Besserung der Gemeindefinanzen sieht der Kämmerer vorerst nicht. Daher empfahl er, dass die Gemeinde sich von nicht unbedingt notwendigen Gebäuden trennen, oder die Unterhaltung auf andere Schultern verteilen sollte. Kreutz: „Auf Dauer halte ich eine ordnungsgemäße Unterhaltung der Vielzahl von Gebäuden für nicht mehr finanzierbar.“

Auch sollten in die Vereinshäuser nur noch dann Mittel eingebracht werden, „wenn vorher geklärt ist, wie die weitere Unterhaltung gesichert ist“. Den Vorschlag der massiven Erhöhung der Grundsteuer B („Sie werde mich jetzt vielleicht für völlig übergeschnappt oder pensionsreif halten“) sollte man dennoch zunächst einmal sacken lassen. Die Steuererhöhung würde zu einer gerechteren Lastenverteilung führen und keinen zusätzlichen Verwaltungsaufwand bedeuten. Allerdings gebe es auch durchaus Alternativen zur Verbesserung der gemeindlichen Finanzen. Nicht verlassen wollte sich der Kämmerer allerdings auf die seit Jahren geforderte bessere Finanzausstattung durch Land und Bund.

In der Tat können die Fraktionen die unerfreulichen Zahlen jetzt einmal sacken lassen. Am 15. Dezember erfolgt die Haushaltsberatung im Haupt- und Finanzausschuss, am 12. Januar 2010 soll die Haushaltssatzung verabschiedet werden. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

Hundesport in Lammersdorf und Fläche für Hotel
Bürger haben noch ein weiteres Mal die Möglichkeit, sich zum neuen Flächennutzungsplan der Gemeinde Simmerath zu äußern.

Simmerath. Der Planungsausschuss der Gemeinde Simmerath brachte den neuen Flächennutzungsplan mit Empfehlungen an den Rat nun auf den Weg. Er kann nun offengelegt werden, so dass Bürger nochmals die Gelegenheit haben, ihre Bedenken und Anregungen vorzubringen. Um das gesamte Aufstellungsverfahren nicht noch einmal durchlaufen zu müssen, wurde zuvor empfohlen, einige, inzwischen schon erkennbar notwendig werdende Änderungen in den Plan einzuarbeiten.

Da geht es einmal um eine Parkplatzfläche unterhalb der Firma Junker in Lammersdorf, wo Hundesportler ein Trainingsgelände einrichten wollen. Sichergestellt ist, so wurde auf Anfragen im Ausschuss berichtet, dass dort keine Hundezwinger, unter Umständen verbunden mit nächtlichem Lärm, gebaut werden dürfen.

In Lammersdorf auch wird die Bebauung auf der Ley um ein Grundstück abgerundet, allerdings mit der Auflage, dass auch für eventuell notwendige Aufschüttungen ein Mindestabstand von zehn Metern zu einer schützenswerten Flurhecke eingehalten wird.

In Simmerath soll auch im Flächennutzungsplan festgeschrieben werden, dass hier zwei Gewerbebetriebe die Möglichkeit zu einer rückwärtigen Erweiterung haben, der Beschluss, einen entsprechenden Bebauungsplan aufzustellen, war schon vor den Kommunalwahlen gefasst worden. Ebenso soll in der Nähe des Rathauses eine Fläche ausgewiesen werden, auf der das in Aussicht gestellte Hotelprojekt verwirklicht werden kann.

Und schließlich soll die Spielplatzfläche an der Fuggerstraße als Parkplatzfläche ausgewiesen werden, um Entwicklungsmöglichkeiten offenzuhalten. Die Verwaltung versicherte, dass der Spielplatz dort zunächst Bestandsschutz genieße. Es liege in der Hand der Ratsvertreter, ob sie Geld zur Verfügung stellten, um den doch arg heruntergekommenen und deshalb derzeit nicht mehr nutzbaren Spielplatz wiederherzustellen.

Einig war man sich im Ausschuss auch, dass nur der nördliche Teil des von der Gemeinde in Woffelsbach erworbenen Campingplatzes als Parkplatz ausgewiesen werden soll. Der südliche Bereich wird als gemischte Baufläche ausgewiesen, nachdem er zunächst als Wohnbaufläche dargestellt war.

Über den Antrag eines Bürgers auf Ausweisung von Bauland am Gansberg wurde nicht diskutiert. Vorweg wird der Plan dort nicht schon jetzt geändert, allerdings erwartet man zumindest einen entsprechenden Antrag im Rahmen der offiziellen Offenlegung des Flächennutzungsplans.

Einstimmig wurde die Offenlage einschließlich dieser Änderungen im Plan beschlossen. (Mü)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Nordeifel

Zweiter Streetworker nimmt Arbeit in der Nordeifel auf
Mit Gerold Gröbel soll dem wachsenden Bedarf an mobiler Jugendarbeit Rechnung getragen werden. Seit 1. September im Einsatz.

Nordeifel. In Monschau, Roetgen und Simmerath gibt es mit Gerold Gröbel ab sofort einen zweiten Streetworker für die mobile Jugendarbeit.

Mit Gerold Gröbel gibt es einen zweiten Streetworker für die mobile Jugendarbeit in der Nordeifel. Er unterstützt Heidi El-Hallani, die bereits seit 2004 als Streetworkerin in den drei Eifelkommunen aktiv ist

Heidi El-Hallani arbeitet bereits seit 2004 als Streetworkerin der Städteregion Aachen sehr erfolgreich in den drei Eifelkommunen. Seit dem 1. September wird sie nun von Gerold Gröbel unterstützt, der als zweiter Streetworker dem wachsenden Bedarf an aufsuchender Jugendarbeit im Süden der Städteregion Rechnung trägt.

Gerold Gröbel ist 29 Jahre alt und ausgebildeter Erzieher. Seit 2001 hat er in verschiedenen Jugend- und Bildungseinrichtungen vielfältige Erfahrungen in der Kinder- und Jugendarbeit sammeln können.

„Mit Jugendlichen ins Gespräch kommen, vertrauensvolle Beziehungen aufbauen, um bei Problemen Hilfe und Unterstützung zu leisten oder sich einfach auch für ihre Interessen einzusetzen, das finde ich total klasse,“ so Gerold Gröbel. „Und vielleicht kann man mit den Jugendlichen, die sonst nur abhängen, mal gemeinsam coole Freizeitaktionen machen.“

Events und Freizeitaktionen

Die Arbeit beider Streetworker richtet sich insbesondere an Jugendliche im Alter zwischen zehn und 25 Jahren, die mit den herkömmlichen Freizeitangeboten wie sie zum Beispiel Vereine und Jugendeinrichtungen bieten, nur bedingt erreicht werden. Dabei erstreckt sich das Tätigkeitsfeld der Streetworker von der Organisation jugendspezifischer Events und Freizeitaktionen über punktuelle Projektarbeit in weiterführenden Schulen zu aktuellen Themen bis zur Unterstützung von offenen Jugendeinrichtungen.

Aufgabe ist zudem das Aufsuchen von Jugendlichen an informellen Treffpunkten oder die Begleitung von jungen Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Gerade diese Jugendlichen liegen den Streetworkern besonders am Herzen.

Gerold Gröbel steuert auch den neuen Jugendbus des Amtes für Kinder, Jugend und Familienberatung der Städteregion Aachen, der den Zugang zu Jugendlichen vor Ort wesentlich vereinfacht. Hier kann man sich auch bei schlechtem Wetter treffen, quatschen und „chillen“.

Einen weiteren Schwerpunkt seiner Arbeit sieht Gröbel in der Kinder- und Jugendarbeit in Roetgen und Rott sowie in der Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen und Trägern.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

 

Kesternich

Nächster Schritt für das Sportzentrum Kesternich

(Mü) | 20.11.2009

Kesternich. Der Planungsausschuss hat einstimmig beschlossen, den Bebauungsplan für das Sportzentrum Kesternich aufzustellen.

Auf dem gut zwei Hektar großen Gelände sollen ein Kunstrasenplatz für die Fußballer sowie ein Volleyballfeld entstehen, dazu ein zweigeschossiges Gebäude mit Gemeinschaftsräumen, das gegenüber der ursprünglichen Planung des Sportvereins ergänzt wurde um einen Raum für eine Schießanlage der Schützen sowie um einen Raum für die Musikvereine. Auf der dem Ort abgewandten Seite des Gebäudes kann ein Zelt aufgebaut werden auf einer Fläche, die auch als Parkplatz genutzt werden kann.

Erschlossen wird das Gelände im Bebauungsplan durch eine sechs Meter breite Straße von der Bundesstraße her auf der Trasse eines Wirtschaftswegs, die auch Begegnungsverkehr möglich sein lässt. Dafür ist allerdings noch Grunderwerb notwendig.

Für CDU die hoffte Bruno Löhrer, dass man nun die Voraussetzungen schaffen könne, dass der Kesternicher Sportverein sein Vorhaben umsetzen könne. Und um weitere Unruhe im Ort zu vermeiden, riet er, die Frage weiterer, alternativer Erschließungen im Plan gar nicht erst anzusprechen. Unterstützt wurde er für die SPD von Manfred Sawallich, denn ein anderer als der hier dargestellte Erschließungsweg sei nicht im Sinne der Bürger.

Dem Sportverein sei klar, betonte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, dass er als Träger der Baumaßnahme auch die nicht unerheblichen Erschließungskosten zu schultern habe. Wie weit die Gemeinde aus Erlösen bei einer anderen Nutzung des ehemaligen Sportplatzes helfen könne, sei nicht abzusehen.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

Wasserversorgungszweckverband
Die sachkundigen Bürger müssen leider draußen bleiben

(P. St.) | 19.11.2009

Eine Unmenge von Gremien, Verbänden und Organisationen hatte der neugewählte Rat der Gemeinde bei seiner konstituierenden Sitzung neu zu besetzen. Vertreter und Stellvertreter waren zu benennen - Namen soweit das Auge reicht.

Doch auch jeder noch so formale Vorgang muss seine Richtigkeit haben, damit er gerichtsfest ist und nicht später jemand kommt und Beschlüsse torpediert.

In zwei Punkten waren dem neuen Rat als beschlussfassendes Gremium und der Verwaltung bei der Besetzung nun kleine Fehler passiert. Auf diese Panne machte jetzt Ratsvertreter Claus Brust in der öffentlichen Sitzung des Simmerather Hauptausschusses aufmerksam, wenngleich der Vorgang intern längst geklärt war.

Der UWG-Fraktionsvorsitzende hatte ein Schreiben der Verwaltung erhalten, mit dem Hinweis, dass der von der UWG benannte Vertreter für die Verbandsversammlung des Wasserversorgungszweckverbandes Perlenbach, Karl-Heinz Lotze, nicht an der Sitzung teilnehmen dürfe. Als Vertreter in Zweckverbänden mit Beteiligung der Kommune seien nur Ratsvertreter, nicht aber sachkundige Bürger wie Karl-Heinz Lotze zugelassen. Der Fehler fiel der Gemeinde Simmerath auf, als sie dem Wasserwerk ihre Vertreter meldete.

Für die Verwaltung war nun schnelles Handeln angesagt, denn die konstituierende Sitzung der Verbandsversammlung fand bereits vergangenen Mittwoch statt. Man fand eine elegante Lösung, indem der persönliche Vertreter, Ratsherr Klaus Stockschlaeder von den Grünen, eilends nachgeladen wurde, um den «verhinderten» Karl-Heinz Lotze zu vertreten.

«Lösung für einen Tag»

Diese «Lösung für einen Tag» schützte die Gemeinde Simmerath vor unerwünschten Nebenwirkungen. In der Ratssitzung am Dienstag soll dann die offizielle Neubenennung des Wasserwerks-Vertreter erfolgen. Gleiches muss auch noch für die Verbandsversammlung des Volkshochschulzweckverbandes erfolgen. Auch hier war beim Abstimmungsmarathon mit Gisela Kampshoff-Enderle von den Grünen eine sachkundige Bürgerin benannt worden, die nun ebenfalls ersetzt werden muss.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

Abwasser:
Gebührensenkung als Gemeinschaftsleistung?

(P. St.) | 19.11.2009

Simmerath. Der Erfolg hat bekanntlich viele Väter, und darauf pochte auch die UWG Simmerath bei der Beratung über die Kanalgebühren 2010, die in der Gemeinde «nun bereits zum dritten Mal in Folge» (Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns) reduziert wird.

Wie berichtet, sinkt die Kubikmetergebühr unter Einrechnung der 120 Euro Grundgebühr jährlich auf jetzt 4,92 Euro (bisher 4,99 Euro) je Kubikmeter Schmutzwasser.

Gesondert berechnet wird wegen der erstmals angewendeten gesplitteten Gebühr der Niederschlagswasseranteil in Höhe von 81 Cent (80 Cent bisher) pro Quadratmeter unter Einrechnung von 66 Euro Grundgebühr. Und so herrschte auch im Hauptausschuss allgemeine Freude über die Trendwende, wenngleich alle Fraktionen sich einig waren, dass die Kanalgebühr in Simmerath immer noch «viel zu hoch» sei.

Die aktuelle Entwicklung sei vor allem dem Landtagsabgeordneten Axel Wirtz zu verdanken, «der in Düsseldorf dicke Bretter gebohrt hat», betonte CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer. Man solle daher auch nicht versuchen, den Bürgern zu vermitteln, «dass ein einmaliger Besuch in Düsseldorf dafür ausreicht», spielte Löhrer auf die Übergabe einer Petition durch das Bürgerbündnis Kanal/Entsorgung Simmerath (BBKE) an.

UWG-Sprecher Claus Brust bedauerte, dass Löhrer nun «die Keule gegen das BBKE herausholt.» Die Gewährung der Abwasserbeihilfe durch das Land sei ein «Verdienst aller Bürger»; das BBKE sei seinerzeit für die Gebührensenkung auf die Straße gegangen.

Das BBKE fühlte sich auch durch CDU-MdL Axel Wirtz bestätigt, der erklärt hatte, «dass wir alle gemeinsam in den letzten Monaten für unsere Eifelkommunen und deren Probleme eine Menge erreichen konnten.» Dies gelte sowohl für die direkte finanzielle Unterstützung wie auch für die langfristige Verbesserung de Situation.

Weiter hatte Wirtz gesagt: «Dabei ist jede sinnvolle Aktivität, das Augenmerk der zuständigen Stellen in Düsseldorf auf uns zu richten, willkommen und sinnvoll und findet meine volle Unterstützung».

25 Städte und Gemeinden in NRW liegen mit ihren Gebührensätzen so hoch, dass sie von der Abwasserbeihilfe profitieren. Bereits im Jahr 2008 konnte dieser Betrag von zwei auf vier Millionen Euro verdoppelt werden. Im Haushaltsentwurf für 2010 ist der Betrag nun nochmals erhöht worden - von vier auf sechs Millionen Euro. Davon fließen insgesamt 842.511 Euro Abwassergebührenhilfe in die drei Kommunen der Nordeifel, nämlich nach Simmerath 385.563 Euro und nach Monschau 285.003 Euro. Roetgen erhält erstmals seit vielen Jahren überhaupt wieder Förderung aus diesem Topf, nämlich 171.945 Euro.

Bürgermeister Hermanns machte an einem Rechenbeispiel deutlich, dass für einen Haushalt mit 100 Kubikmetern Frischwasser- Jahresverbrauch die Ersparnis 60 Euro und für einen Haushalt mit 200 Kubikmeter Verbrauch die Reduzierung 100 Euro betrage.

Dass die Gebühren gesenkt werden konnten, sah Franz-Josef Hammelstein (SPD) auch als Folge der Senkung der kalkulatorischen Zinsen von sechs auf fünf Prozent. Letztendlich werde man aber erst beim Eintreffen der Gebührenbescheide sehen, «wer auf der Gewinner und wer auf der Verliererseite steht», meinte er mit Blick auf die gesplittete Gebühr.

siehe auch hier

Quelle: Eifeler Zeitung

 

Simmerath

Für den wilden Müll müssen alle bezahlen

(P. St.) | 18.11.2009

Ein Anblick kennt jeder: Auf Rast- und Parkplätzen quellen die Papierkörbe über, neben den Abfallbehältern liegen blaue Müllsäcke, Kartons und prall gefüllte Plastik-Tragetaschen. Illegale Müllablagerungen nennt man das, aber zu dem Ärger über diese unterentwickelte Müllmoral mancher Zeitgenossen kommt auch noch der Kostenfaktor.

Die Kommune entsorgt den zusätzlichen Müll, und die dadurch entstehenden Mehrkosten gehen auf die Kappe der Allgemeinheit. Mit anderen Worten: Für den wilden Müll müssen alle bezahlen.

Dieser Faktor spielt auch bei der Berechnung der Abfallgebühren in der Gemeinde Simmerath für das Jahr 2010 wieder eine Rolle: Von 120 auf 145 Tonnen steigerte sich der Anteil des wilden Mülls gegenüber dem Vorjahr. «Wir gehen davon aus, dass dieser Trend anhält», schätzte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns bei der Beratung der Gebühren im Hauptausschuss die Lage realistisch ein.

14.000 Euro mehr muss die Gemeinde Simmerath zusätzlich für die Beseitigung illegaler Müllablagerung und die Leerung von Straßenpapierkörben einsetzen, aber es sind auch noch andere Faktoren, die für die Steigerung der Müllgebühren zwischen sechs bis acht Prozent je nach Gefäß verantwortlich sind.

Insgesamt muss eine Kostensteigerung von 170.000 Euro aufgefangen werden. Die Verbrennungskosten für den Restmüll in der Müllverbrennungsanlage Weisweiler (MVA) steigen um 23.000 Euro, der Erlös beim Altpapier, das im Moment unter einem extremen Preisverfall leidet, ist um 49.000 Euro gesunken. Hinzu kommen weitere Kosten (19.000 Euro) für die jüngst eingeführte und nicht kostendeckende Grünschnitt-Sammlung.

MVA Weisweiler
Foto: MVA

MVA wird deutlich teurer

Die von der überwiegenden Anzahl der Bürger genutzte 60 l-Restmülltonne mit Reduzierung kostet künftig 131,28 Euro statt bisher 123 Euro. Bürgermeister Hermanns erinnerte daran, dass man damit wesentlich unter den Kosten des Jahres 2006 liege, wo die gleiche Restmülltonne noch 170,40 Euro gekostet habe.

Auf Nachfrage von Bruno Löhrer (CDU), wie der «eklatante Anstieg» der MVA-Verbrennungskosten (von 166 auf 190 Euro je Tonne) zu erklären sei, erläuterte Lars Nieveler von der Gemeindeverwaltung, dass die Umrüstung der Rauchgas-Entschwefelungsanlage, die langfristig zwar zu geringeren Betriebskosten führe, im kommenden Jahr zunächst einmal Zusatzkosten verursache.

«Nicht begeistert» zeigte sich Franz-Josef Hammelstein (SPD) von der Gebührensteigerung, selbst wenn es sich für die meisten Bürger nur um sechs bis acht Euro im Jahr handele. Offenbar «machtlos» sei man gegen den wilden Müll. Man wolle keine Müllpolizei; wohl müsse deutlich gesagt werden, dass die entstehenden Zusatzkosten der Allgemeinheit aufgebürdet würden.

Nicht nachvollziehen konnte auch Claus Brust (UWG) die Steigerung bei den MVA-Gebühren. «Es soll sich doch um die angeblich modernste Anlage der Bundesrepublik handeln.» Zu hoch angesetzt und nicht ausreichend transparent dargestellt sah er aber auch die Verwaltungskosten der Gemeinde.

Bürgermeister Hermanns entgegnete, dass der Personalaufwand konkret errechnet worden und gegenüber dem Vorjahr sogar um 3000 Euro geringer angesetzt sei.

Auch Günter Mießen (Grüne) wunderte sich über die MVA-Erhöhung, die auch Hermann-Josef Bongard (FDP) als «sehr bedenklich» bezeichnete.

Während Günter Mießen sich durchaus vorstellen könnte, dem wilden Müll mit zusätzlichem Personaleinsatz zu begegnen, sprach sich Hermann-Josef Bongard für eine Reduzierung der Straßen-Papierkörbe aus. «Je mehr Papierkörbe vorhanden sind, desto mehr sammelt sich daneben der wilde Müll.»

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

17.11.2009

Trendwende in Simmerath:
Die Abwassergebühr sinkt

Die effektive Gebühr beträgt aktuell 4,92 Euro und sinkt damit um sieben Cent. Leichte Steigerung bei den Abfallgebühren.

Keinen Stoff zu politischen Auseinandersetzungen liefern die aktuellen Gebührenbedarfsberechnungen der Gemeinde Simmerath, die gestern abend Gegenstand der Beratung in der ersten Sitzung des neu konstituierten Haupt- und Finanzausschusses waren. Die viel beschworene Trendwende bei den Abwassergebühren in der Gemeinde Simmerath nimmt konkrete Formen an, denn die Gebühr soll ab 2010 sinken.

Erstmals zum Tragen kommt in der Berechnung die gesplittete Abwassergebühr, getrennt nach Schmutz- und Niederschlagswasser. Demnach reduziert sich die effektive Gebühr (mit Einrechnung der Grundgebühr) beim Schmutzwasser um sieben Cent von bisher 4,99 auf 4,92 Euro. Beim Niederschlagswasser gibt es eine minimale Erhöhung der effektiven Gebühr von 80 auf 81 Cent je Quadratmeter.

In der Sitzung nannte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns mehrere „positive Faktoren“, die diese Entwicklung ermöglichten. Besondere Erwähnung fand dabei die für Simmerath um 128 000 Euro erhöhte Abwasserhilfe des Landes auf jetzt 385 000 Euro, die die Gemeinde an die Gebührenzahler weitergibt.

Leichte Steigerungen gibt es hingegen bei den Abfallgebühren; die Restmüllgefäße werden zwischen sechs bis acht Prozent teurer. Die Gemeinde muss in der Prognose für 2010 eine Kostensteigerung von 170 000 Euro auffangen. Hervorgerufen werden diese Mehrkosten durch höhere Verbrennungskosten der MVA Weisweiler, Mehrkosten durch Beseitigung des wilden Mülls und nicht zuletzt auch durch den radikalen Verfall der Altpapierpreise auf dem Weltmarkt. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

CDU Kreis Aachen

Wirtz fährt ein „ehrliches Ergebnis“ ein
Landtagsabgeordneter als CDU-Kreisparteichef mit 79,3 Prozent bestätigt. Zufrieden mit Wahljahr 2009. Parteiinterne Baustellen.

Von Udo Kals

Simmerath. Es hat schon deutlich bessere Ergebnisse für Axel Wirtz bei der Wahl zum CDU-Kreisparteichef gegeben: Erhielt er vor zwei Jahren 90 Prozent der Stimmen, waren es gestern Abend beim Kreisparteitag in Simmerath 79,3 Prozent. Und so dankte der Landtagsabgeordnete aus Stolberg, der seit 1999 CDU-Vorsitzender ist, den rund 120 Delegierten für ein „ehrliches Ergebnis“, das er durchaus so erwartet habe. Denn: „Es ist normal, dass man Leuten auf die Füße tritt, wenn man Führungsaufgaben übernimmt“, sagte Wirtz mit Blick auf die zahlreichen Wahlen und die damit verbundenen Personalentscheidungen sowie auf parteiinterne Querelen in den vergangenen beiden Jahren.

Der fast komplette CDU-Vorstand: Parteichef Axel Wirtz (2. v. r.) mit Helmut Brandt (Alsdorf/v. l.), Margareta Ritter (Simmerath) und Josefine Lohmann (Würselen). Es fehlt Frank Kortz (Eschweiler). Foto: Udo Kals

Auf diese beiden Punkte war Wirtz auch zuvor in seiner Parteitagsrede eingegangen, in der er ein für die Kreis-CDU besonders bei den Bundestags- und Kommunalwahlen erfolgreiches Jahr 2009 bilanziert hatte. „Es ist schon eine grandiose Mannschaftsleistung, dass wir die Schwelle zur Städteregion als erster Sieger überschritten haben, um weiter an diesem regionalen Haus zu bauen“, sagte der Stolberger mit Blick auf Städteregionsrat Helmut Etschenberg und die schwarz-grüne Kooperation im Haus der Städteregion, ohne das von Helmut Brandt gewonnene Direktmandat für den Bundestag zu vergessen.

Doch bei aller Zufriedenheit legte der Landtagsabgeordnete auch die Finger in parteiinterne Wunden. Während er die CDU in Eschweiler nach etlichen Querelen mit der Wahl von Willi Bündgens zum neuen Parteichef auf dem Weg der Besserung sieht, stehen in Alsdorf noch Entscheidungen an. Der Zustand der Partei sei „auf die Führungsschwäche des dortigen ehemaligen Vorsitzenden zurückzuführen, der zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht einmal die Kraft besitzt, aus der Partei auszutreten, nachdem er eine eigene Fraktion neben der der CDU gegründet hat“, ging Wirtz hart mit Bernd Mortimer ins Gericht, gegen den – und vier weitere Abweichler – ein Parteiausschlussverfahren läuft. Danach, so hofft Wirtz, werde auch in Alsdorf wieder Ruhe einkehren.

Und die Kreis-CDU? Die sieht Wirtz gut aufgestellt. Und in Zukunft wird eine noch engere Zusammenarbeit mit den Parteifreunden in Aachen angestrebt. Das Wort Fusion nahm Wirtz zwar nicht in den Mund. Jedoch sollen den Gesprächen mit dem Aachener Parteichef Armin Laschet nach der Landtagswahl im Mai 2010 „ganz konkret erste Schritte für die gemeinsame Zukunft der beiden Kreisverbände“ folgen.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

Simmerath

Sammlung für Grünschnitt gefragt
Bisher positive Resonanz in Simmerath

Die Gemeinde Simmerath bietet seit 10. Oktober 2009 erstmals eine Grünschnitt-Sammlung an, bei der im Gewerbegebiet Rollesbroich und im Rurtal Garten- bzw. Grünabfälle aus privaten Haushaltungen angenommen werden.

Schon 53 Tonnen

Die Erfahrungen der ersten Wochen belegten, dass dieses neue Angebot durch die Simmerather Bürger in hohem Maße angenommen werde, berichtet die Gemeindeverwaltung. Zwischenzeitlich hätten rund 340 Bürger diesen Service genutzt. 53 Tonnen Grünabfall seien dadurch einer ökologischen Verwertung zugeführt worden. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns bringt es auf den Punkt: „Neben der Einführung einer Laubsacksammlung, bei der Herbstlaub bereits seit September direkt an der Haustüre abgeholt wird, konnten wir einen großen Wunsch der Bevölkerung für eine Grünschnittsammlung auch größerer Mengen erfüllen.”

Die Containersammlung der Gemeinde Simmerath wird noch bis zum 5. Dezember neben den bisherigen Annahmestellen an folgenden Orten angeboten:

Gewerbegebiet Rollesbroich, Firma Simmerather Recycling GmbH, Völlesbruchstraße 20. Die Annahmezeiten sind: Montag - Freitag von 8 bis 12.30 Uhr und von 13 bis 18 Uhr und samstags von 8 bis 14 Uhr.

Die Containerstandort im Rurtal: im wöchentlichen Wechsel zwischen Rurberg, Parkplatz am Feuerwehrgerätehaus Steinbüchelstraße, und Einruhr, Parkplatz am Kinderspielplatz Auf dem Römer/Franz-Becker-Straße.

Die Termine in Rurberg sind: 21. November und 5. Dezember.

Die Termine in Einruhr: , Heute, 14. November und 28. November. Die Annahmezeiten sind samstags von 11 bis 14 Uhr. Als Gebühr wird drei Euro je angefangenen Kubikmeter erhoben.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

Simmerath

Neue Friedhofssatzung:
Auf Simmeraths Friedhöfen wandelt sich das Bild

(P. St.) | 12.11.2009

Ein einheitliches Gestaltungsbild existiert längst nicht mehr auf den Friedhöfen in der Gemeinde Simmerath. Die individuelle Form der Bestattung gewinnt auch im ländlichen Raum immer mehr Raum. Vom Friedwald über anonyme Grabfelder bis zum Doppelwahlgrab reichen die Möglichkeiten.

Vor dem Hintergrund dieser sich rasant verändernden Bestattungskultur ist die Friedhofssatzung der Gemeinde nicht mehr zeitgemäß. Die Satzung soll an die neuen Vorstellungen und Wünsche angepasst werden und bereits zum 1. Januar 2010 in Kraft treten.

Anregungen erwünscht

Zuvor aber gibt es noch viel zu besprechen. Um den Diskussionsprozess in seinem ganzen Umfang zu erfassen, hatte die Verwaltung zu zwei Informationsveranstaltungen eingeladen, um Anregungen von den Bürgern zu erhalten, die dann auch bei der Aufstellung der neuen Satzung Berücksichtigung finden sollen. Der Fachausschuss wird den neuen Entwurf einschließlich der überarbeiteten Gebührensatzung bereits in seiner Sitzung am 1. Dezember diskutieren.

Am Mittwochabend fanden sich rund 40 Bürger im Ratssaal ein, die sich lebhaft an der gut 90-minütigen Diskussion beteiligten, am Donnerstagabend stand eine weitere Veranstaltung in Rurberg auf dem Programm.

Beim Termin in Simmerath wies Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns darauf hin, dass Anregungen aus der Bevölkerung ausdrücklich erwünscht seien. Bereits 2007 sei der Antrag diskutiert worden, Urnen in bereits vorhandene Doppelwahlgräber beizulegen. Es sei aber kein Beschluss gefasst worden, sondern man habe sich darauf verständigt, die Friedhofssatzung insgesamt zu überarbeiten.

Gerade aber das Thema Urnenbeilegung in bereits existierende Grabstätten ist ein Thema, das viele Menschen bewegt, wie im Verlaufe der Diskussion auch deutlich wurde. Die Satzung ließ bisher diese Bestattungsform nur in «begründeten Ausnahmefällen» zu - eine Formulierung, mit der die Gemeinde zuletzt vor Gericht das Nachsehen hatte.

Die Beilegung von Urnen in Grabstätten werde immer häufiger gewünscht, sah auch Karl-Heinz Hermanns, dass sich in diesem Punkt der Satzung eine Änderung abzeichnet. Dass die Gemeinde diese Bestattungsform bislang grundsätzlich abgelehnt habe, habe nichts damit zu tun, dass die Einnahmeverluste befürchte, betonte der Bürgermeister. Hermanns: «Die Gemeinde verdient nichts an den Friedhöfen.» Man müsse wohl die Gebühren so bemessen, dass die Gesamtkosten des Friedhofswesens, die auf die Allgemeinheit umgelegt würden, gedeckt seien.

Auch gelte es zu bedenken, dass eine spätere Urnenbeilegung zu einer Verlängerung der Ruhefristen führe, wobei aus den Reihen der Bürger der Einwand kam, dass eine Ruhefrist von 30 Jahren bei einer Urne «ein Witz» sei.

Als Kompromissverschlag stellte Ratsherr Alex Stiel die Möglichkeit in den Raum, eine Urnenbeilegung bis zu einem Zeitraum von 10 Jahren nach Inanspruchnahme eine Erdgrabstätte zu ermöglichen. Die Erfahrung zeige, dass eine 30-jährige Ruhefrist von der Mehrheit der Bevölkerung gewünscht werde. Deutlich gesagt wurde aber auch, dass eine Urnenbeilegung auf keinen Fall gebührenfrei erfolgen kann. Ratsherr Bruno Löhrer: «Diese Bestattungsform darf nicht zu einer Mehrbelastung der Allgemeinheit führen.»

Deutlich wurde im Rahmen der Diskussion aber auch, dass die die Gemeinde nicht ihre eigene Satzung zurechtlegen kann, sondern an die Landesgesetzgebung gebunden ist, die zum Beispiel gleich lange Ruhefristen für Urnen- und Erdbestattung vorschreibt. Daher sah es Ratsherr Günter Scheidt als unumgänglich an, möglichst im Verbund mit anderen Kommunen die Landesregierung zu einer Gesetzesänderung zu bewegen.

Ein weiterer Diskussionspunkt war die komplette Abdeckung von Grabstätten, um den Pflegeaufwand besonders bei Wahlgräbern (2,20 x 2,40 Meter) zu reduzieren. Ein Problem ist dabei allerdings die verzögerte Verwesung. In der neuen Satzung ist daher womöglich eine Abdeckung zu 50 Prozent der Fläche denkbar.

Eine Komplett-Abdeckung wie auch Umrandungen stellten zudem ein statisches Problem dar, machte Steinmetz Karl Goffart deutlich, der aus fachlicher Sicht wichtige Aspekte in die Diskussion einbrachte.

Ein weniger ausgeprägter Wunsch in der Gemeinde Simmerath scheint das Angebot eines «Friedwaldes» zu sein, was aber nicht ausschließt, dass zu einem späteren Zeitpunkt das Thema neu aufgelegt wird.

Die «häufigste Bestattungsform in 20 Jahren», so die Prognose von Bruno Löhrer, wird aber das pflegefreie Gemeinschaftsgrab sein. Dabei errichtet die Gemeinde eine Gemeinschaftsdenkmal auf einer pflegefreien Fläche. Am Denkmal besteht dann die Möglichkeit, auf einer kleinen Tafel an den Verstorbenen zu erinnern.

Die gesamte Diskussion aber wurde auch immer wieder von einem Gedanken begleitet: Egal, welche Bestattungsform zum Tragen kommt, der Wille des Verstorbenen soll respektiert werden.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Nordeifel

Kanalsanierung wird gefördert:
Land erhöht Abwassergebührenhilfe für Monschau, Roetgen und Simmerath auf 850 000 Euro.
Weiterer Anstieg der Gebühren soll gestoppt werden

11.11.2009

Die Kanalgebühren in den drei Eifelkommunen Monschau, Roetgen und Simmerath sind immer noch unerträglich hoch. Die Südkreiskommunen gehören zu den 25 Städten und Gemeinden landesweit mit den höchsten Gebührensätzen.

Die Abwassergebührenhilfe, von der neben Monschau und Simmerath auch im kommenden Jahr Roetgen wieder profitiert, betrug im Jahr 2005 insgesamt nur zwei Millionen Euro. Im Jahr 2008 konnte dieser Betrag auf vier Millionen Euro verdoppelt werden.

Nachdem der Haushaltsentwurf für 2010 durch die Landesregierung im Sommer vorgelegt wurde, startete CDU-Abgeordneter Axel Wirtz eine weitere Initiative, mit dem Ziel, die Abwassergebührenhilfe nochmals zu erhöhen.

Er konnte sich in den Gremien der CDU durchsetzen und eine Erhöhung von vier auf sechs Millionen Euro erreichen, die jetzt durch die Koalitionsfraktionen von CDU und FDP beschlossen wurde.

Damit fließen insgesamt 842511 Euro Abwassergebührenhilfe in die Nordeifel: Simmerath erhält 385.563 Euro, Monschau 285.003 Euro. Roetgen erhält erstmals seit vielen Jahren überhaupt wieder Förderung aus diesem Topf, nämlich 171.945 Euro.

«Wir haben Wort gehalten», lässt MdL Axel Wirtz wissen. Neben diesen direkten Fördermitteln werde es auch durch das Umweltministerium weiterhin zusätzliche Unterstützung geben, «die sich mittel- und langfristig gebührenmindernd auswirken wird.»

Im Bereich der Stadt Monschau und der Gemeinde Simmerath bestehen bekanntlich erhebliche Probleme mit Fremdwassereinträgen, und zwar gleichermaßen im öffentlichen und im privaten Bereich.

Teilweise kommt an den Kläranlagen das Dreifache des Schmutzwassers an, als es nach den Frischwasserbezügen und den versiegelten Flächen sein dürfte. Dies verursacht extrem hohe Reinigungskosten, die nicht anfallen würden, wenn die Fremdwassereinträge vermieden würden. Hier wurde nach mehrfachen Gesprächen mit Umweltminister Uhlenberg, Staatssekretär Dr. Schink und zwischen dem Ministerium und Bürgermeisterin Ritter und Bürgermeister Hermanns, auch erhebliche Förderung zugesagt.

Auch Regierungspräsident Lindlar hat seine Unterstützung erklärt. Ziel ist es, die Probleme in der Örtlichkeit zunächst zu ermitteln, um dann in weiteren Schritten in den kommenden Jahren mit Hilfe des Landes die Kanalsanierungen durchzuführen.

2010 ist zunächst ein Fremdwasserbeseitigungskonzept für Konzen bei einer 80-prozentigen Förderung vorgesehen, Imgenbroich und Mützenich sollen folgen.

In Lammersdorf wurde bereits ein großer Teil Kanalnetzes durch ein vom Land NRW gefördertes Pilotprojekt saniert; die Schmutzwasserfracht konnte in erheblichem Maße reduziert werden. Das Pilotprojekt soll hier fortgesetzt werden und dann später auch für Teile der Ortslage Simmerath angewendet werden.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

Auch die SPD stellt einen Bürgermeister
Bernd Goffart (CDU) zum ersten, Marc Topp zum zweiten Stellvertreter in Simmerath gewählt. Ortsvorsteher einstimmig gewählt.

In durchweg entspannter Atmosphäre kam der Simmerather Gemeinderat zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Allerdings dauerte es über drei Stunden, ehe die umfangreiche Tagesordnung abgehandelt worden war und die über 20 Pflicht-Tagesordnungspunkte abgearbeitet waren , von der Wahl der Ortsvorsteher bis zur Besetzung der Ausschüsse.

Der neue Rat zählt wie bisher 32 Mitglieder (CDU: 16, SPD: 8, UWG: 4, Grüne: 2, FDP: 4). Dem hauptamtlichen Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns werden zwei ehrenamtliche Stellvertreter zur Seite gestellt. Zum ersten Stellvertreter wurde in geheimer Abstimmung Bernd Goffart (Kesternich) als gemeinsamer Kandidat von CDU und FDP mit 17 Ja-Stimmen gewählt (eine Stimme war ungültig). Nach dem Höchstzahlverfahren entfiel das Amt des zweiten Stellvertreters auf Marc Topp (SPD), der 14 Ja-Stimmen von der gemeinsamen Liste, bestehend aus SPD, UWG und Grünen, erhielt.

Völlig unproblematisch verlief die Wahl der elf Ortsvorsteher, die allesamt einstimmig gewählt wurden und bis auf Marc Topp, Rollesbroich (SPD), alle der CDU angehören. Neu im Amt ist Hans-Josef Hilsenbeck (Dedenborn), der Arno Braun ablöst. In Lammersdorf tritt Robert Johnen die Nachfolge von Manfred Offermann an. Im Simmerath wird Stefan Haas aus Wit­zerath neuer Ortsvorsteher, der Andreas Hermanns ablöst. Im Amt bleiben Heiner Jansen (Rurberg) und Reinhold Jansen (Woffelsbach), die aber nicht mehr dem Gemeinderat angehören.

Bestätigt im Amt wurden ferner; Günter Scheidt (Eicherscheid), Christoph Poschen (Einruhr), Ulrich Offermann (Kesternich), Alex Stiel (Steckenborn) und Bruno Löhrer (Strauch).

Nicht durch kamen SPD und UWG mit ihrem Antrag, die freihändige Auftragsvergabe des Bürgermeisters auf eine Summe von 20 000 Euro zu beschränken. Es bleibt wie bisher bei einer Höchstsumme von 40 000 Euro, wobei die Verwaltung zugesagt hat, dass sie auch in Zukunft den Fachausschuss bei Auftragsvergaben von grundsätzlicher Bedeutung beteiligen wird, unabhängig von der Höhe der Auftragssumme.

Die durch die Bürgermeisterwahl freigewordene Bürgermeister-Stelle soll vorerst nicht neu besetzt werden. Zu gegebener Zeit, kündigte Karl-Heinz Hermanns an, werde er das Thema zur Diskussion stellen. Einstimmig als Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters wurde Kämmerer Kreutz gewählt, zu dessen Stellvertreter (Verhinderungsvetreter) Bruno Wilden, der Leiter des Ordnungsamtes.

Zügig abgehandelt war auch die Besetzung der neuen Ausschüsse, die zum Teil umbenannt wurden. Um so zäher hingegen gestaltete sich die abschließende Wahl von Gemeindevertretern in über 30 Verbände, Vereine und Institutionen. Hier hatte die SPD jeweils einen Alternativvorschlag unterbreitet, so dass es zu einer wenig effektiven Einzelabstimmung kam, da erwartungsgemäß die CDU/FDP-Mehrheit in stetiger Wiederholung den Vorschlag der SPD/UWG/Grünen-Liste jeweils überstimmten. Die letzten Zuschauer verließen unterdessen den Sitzungssaal.

In den beiden vorangegangenen interfraktionellen Gesprächen waren offenbar doch nicht alle Fragen zur Sprache gekommen. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

Den Bürger künftig stärker einbinden
Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns vereidigt.

Rathaus hat künftig donnerstags bis 19 Uhr geöffnet.

Der Bürger soll stärker als bisher in die Arbeit von Rat und Verwaltung eingebunden werden. So lautet eines der wichtigsten Ziel des neuen Simme­rather Bürgermeisters Karl-Heinz Hermanns, der am Dienstagabend im Rahmen der konstituierenden Ratssitzung auch ganz offiziell in sein Amt eingeführt und vereidigt wurde. Als Bürgermeister im Amt ist Hermanns bereits seit dem 21. Oktober.

Eine beachtliche Anzahl von Bürgern und Mitarbeitern der Verwaltung hatte sich im Ratssaal und vor dessen Türen eingefunden, um der Zeremonie beizuwohnen, darunter auch als „Überraschungsgast“, die tags zuvor vereidigte neue Monschauer Bürgermeisterin Margareta Ritter, die viele Jahre bei der Gemeinde Simmerath beschäftigt war.

Dem Altersvorsitzenden des Gemeinderates, Neu-Mitglied Egon Krins, fiel die Aufgabe zu, die Vereidigung vorzunehmen. Im Anschluss nahm Karl-Heinz Hermanns eine Vielzahl von Blumen und Glückwünschen entgegen.

„Ich freue mich auf die Arbeit als Bürgermeister“, bekannte er, und bot den Ratsvertretern aller fünf Fraktionen eine „konstruktive Zusammenarbeit“ an.

Die Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen soll verstärkt werden, sagte Hermanns, zu dessen ersten Amtshandlungen bereits Abstimmungsgespräche mit der Bürgermeisterin Margareta Ritter und und auch dem Amtskollegen Manfred Eis in Roetgen gehörten. Die Gemeinde Simmerath stehe vor großen Herausforderungen, und mit den Volksvertretern wolle er gemeinsam „für eine gute Zukunft“ arbeiten.

Die angekündigte verbesserte Bürgernähe soll durch die Einrichtung eines Servicestelle im Eingangsbereich des Rathauses umgesetzt werden, wie auch durch eine Ausdehnung der Öffnungszeiten des Rathauses donnerstags bis 19 Uhr. Donnerstags wird künftig auch eine regelmäßige Sprechstunde des Bürgermeisters (16.30 bis 18.30 Uhr) angeboten. Darüber hinaus können die Bürger künftig über Internet einen kostenlosen „Newsletter“ der Gemeinde bestellen. Auch sollen in den einzelnen Orten künftig bei Bedarf Informationsveranstaltungen angeboten werden.

Karl-Heinz Hermanns möchte als Bürgermeister das Ehrenamt stärker würdigen, und neu eingerichtet werden soll ein Generationenbeirat als repräsentatives Forum für die Bürger, (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

Partnersuche beendet, FDP gefunden

Von Ernst Schneiders | 27.10.2009

Simmerath. 16 + 2 = 18, das ist klar die Mehrheit im neuen Simmerather Gemeinderat. CDU und FDP wollen im Parlament in den kommenden fünf Jahren gemeinsame Sache machen und haben am Montagabend das dazu gehörige Kooperationspapier unterzeichnet.

Die Tinte kann trocknen: Soeben haben (von links) Bernd Goffart und Bruno Löhrer (beide CDU) sowie Hermann-Josef Bongard und Detlev Bröcker (beide FDP) die Kooperationsvereinbarung bis 2014 unterzeichnet. Ganz rechts Benjamin Steinborn, neuer Pressesprecher der Liberalen. Foto: Ernst Schneiders

Mit einem Glas Sekt stießen Christ- und Freidemokraten anschließend auf ein Bündnis an, dessen inhaltliche Gestaltung noch weitgehend im Ungefähren liegt.

Das ist, so der alte und neue CDU-Fraktionschef Bruno Löhrer, aber nicht weiter verwunderlich, weil viele Themen erst im Laufe der Legislaturperiode aufs Tapet kommen. «Wichtig ist der Geist der Vereinbarung.»

Der sieht dann im politischen Alltag so aus: Rats- und Ausschusssitzungen werden in gemeinsamen Fraktionssitzungen vorbereitet. Meinungsunterschiede sollen ausdiskutiert und ein gemeinsames Abstimmungsverhalten festgelegt werden.

Sollten die Meinungen hart aufeinander prallen, sollen die strittigen Themen von der Tagesordnung genommen werden, bis weißer Rauch aufsteigt.

Und sollte das trotz aller Vermittlungsversuche nicht möglich sein, soll das unterschiedliche Abstimmungsverhalten keinerlei Einfluss auf die weitere Zusammenarbeit haben.

Konkret wird es dann doch im einigen Fällen: Unter anderem Senkung der Gewerbesteuer, sobald sich im Haushalt ein Spielraum dafür abzeichnet. Gegen den Willen der FDP soll es keine weiteren Windkraftanlagen auf Gemeindegebiet mehr geben.

Keine weiteren Mobilfunkmasten sollen gebaut werden, wo nicht hinreichend Abstand zur Wohnbebauung besteht. Darüber hinaus verweisen beide Fraktionen auf ihre Wahlprogramme und sagen sich gegenseitig Unterstützung bei der Einhaltung ihrer Wahlversprechen zu.

Eine Liebesheirat ist das schwarz-gelbe Bündnis keinesfalls. In der Vergangenheit gehörte das Simmerather Rathaus zu den schwärzesten der nördlichen Hemisphäre.

Diese einstmals großen Mehrheiten sind seit der Kommunalwahl restlos verschwunden. Bruno Löhrer: «Wir haben die absolute Mehrheit verloren und damit unser Wahlziel nicht erreicht. Wir können mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein. Wir stehen damit vor der für uns neuen Situation, uns einen Bündnispartner suchen zu müssen.»

Dieser für die Union so bedauerliche Umstand verhilft der FDP unverhofft zu einem Platz an den Fleischtöpfen der Macht.

Erklärtes Ziel im Wahlkampf sei es gewesen, so Fraktionschef Hermann-Josef Bongard, die Mehrheit der CDU zu knacken. Das sei gelungen «und ist das Verdienst aller Oppositionsfraktionen».

Die Liberalen hätten sich unter anderem auch deshalb für die CDU entschieden, weil es jenseits der Union keine Mehrheit gebe.

Auch mit Grünen verhandelt

Nur mit FDP und Grünen hat die CDU Kooperationsgespräche geführt, wobei die größeren Schnittmengen mit der FDP letztlich den Ausschlag gegeben hätten.

Löhrer: «Auch die Verhandlungen mit den Grünen waren gut.» Allerdings habe es doch in einigen Punkten sehr unterschiedliche Meinungen gegeben.

Gespräche mir SPD und UWG hätten für die CDU keinen Sinn gemacht. Löhrer: «Die SPD war nicht unsere erste Präferenz.»

Auf die Bürgermeistermehrheit, die entscheidende 17. Stimme im Rat, wollen sich die Christdemokraten nicht verlassen, auch wenn Karl-Heinz Hermanns einer der Ihren ist.

Hermanns sei der «Bürgermeister für alle Simmerather», könne deshalb nicht automatisch mit seiner Partei stimmen und dürfe in manchen Fragen ohnehin nicht mitstimmen.

Außerdem könne es sein, dass der Bürgermeister gesetzlich gezwungen sei, Entscheidungen zu treffen, die die CDU politisch nicht mittragen wolle. Auch deshalb regiert in Simmerath künftig Schwarz-Gelb.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

Mit guter Bilanz ohne Wehmut aus dem Amt

Für den Simmerather Bürgermeister Hubert Breuer ist nach zehnjähriger Amtszeit heute der letzte Arbeitstag im Rathaus. „Eine schöne Zeit.“

Das Büro ist schon aufgeräumt, die Schlüssel liegen bereit zur Übergabe, nur die Daten auf dem PC müssen noch bereinigt werden: Dann ist Feierabend. Für Hubert Breuer, den hauptamtlichen Bürgermeister der Gemeinde Simmerath, ist am heutigen Dienstag, 20. Oktober, der letzte Arbeitstag gekommen. In einer Woche wird in der ersten Ratssitzung der neuen Legislaturperiode sein Nachfolger vereidigt.

Heute Nachmittag wird Hubert Breuer noch beim ebenfalls ausscheidenden Amtskollegen Theo Steinröx in der Nachbarkommune Monschau vorbeischauen, und am Abend dann beim scheidenden Landrat Carl Meulenbergh.

Dann leert sich rasch der mit Verpflichtungen stets überladene Terminkalender und das Privatleben kann beginnen. „Die Zeit als Bürgermeister hat mir viel Spaß gemacht, es war eine schöne Zeit, aber jetzt gehe ich ohne Wehmut aus dem Amt“, sagt Hubert Breuer, der sich auf „den neuen Lebensabschnitt mit neuen Aufgaben und Zielen“ freut.“ Die offizielle Verabschiedung von der Gemeinde am 27. November gehört dabei zu den angenehmen Pflichten.

Dem 65-Jährigen wird sein Platz im Geschichtsbuch der Gemeinde Simmerath sicher sein, war er doch zugleich letzter ehrenamtlicher wie auch erster hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Simmerath. 1997 übernahm er von Heinrich Karbig zur Hälfte der Legislaturperiode das Bürgermeisteramt, ehe er erstmals 1999 bei den Kommunalwahlen zum Bürgermeister gewählt wurde.

An Arbeit in der Zukunft wird es keinen Mangel geben. Als Vorsitzender der Fördervereine der Hauptschule Simmerath und des Krankenhauses, als stellvertretender Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Monschau sowie als Vorsitzender der Stiftung Nationalpark Eifel wird das Ehrenamt nicht vernachlässigt, und auch der Investitionsstau am Eigenheim in Strauch kann nun endlich zügig abgearbeitet werden. Die Hobbys Radfahren und Wandern, die wie viele andere private Dinge auch in den zurückliegenden zehn Jahren der beruflichen Dauer-Präsenz untergeordnet wurden, kommen nun auch wieder zu ihrem Recht.

Sicher ist für Hubert Breuer auch, „dass die Politik für ihn ab sofort keine Rolle mehr spielen wird. Da gibt es einen klaren Schlussstrich. Vielleicht lasse ich mich schonmal bei der Seniorenunion blicken“.

Wenn Hubert Breuer auf seine zehnjährige hauptamtliche Bürgermeister-Tätigkeit zurückblickt, dann zieht er für sich persönlich eine „gute Bilanz.“

Er nennt die abgeschlossene Kanalisation in Huppenbroich, Eicherscheid, Dedenborn, Hammer und Steckenborn, „wodurch in diesen Ortschaften überhaupt erst eine Entwicklung möglich wurde“.

Zur Chefsache erklärte Hubert Breuer die touristische Entwicklung in der Gemeinde Simmerath. „1999 gab es für die Belange des Tourismus lediglich eine Halbtagsstelle in Verwaltung“, blickt er auf den Beginn der Professionalisierung zurück. Zwar hätten Widerstände abgebaut werden müssen, aber heute seien auch die Leistungsträger froh mit dieser Entscheidung. Die Gesamtentwicklung in Rurberg und Einruhr bestätige dies, und nun gelte es noch, „auch Woffelsbach in diesen Kontext einzubinden.“

Das dortige Projekt „Neue Mitte“ hätte er eigentlich noch gerne in seiner Amtszeit auf den Weg gebracht, bekennt der scheidende Bürgermeister, der auch die Sorge um die Entwicklung des Krankenhauses mit den Ruhestand nehmen muss. „Es gibt noch keinen Anlass, sich beruhigt zurückzulehnen“, warnt er. Eine Demonstration für den Erhalt des Krankenhauses sei durchaus positiv, doch die Akzeptanz in der Bevölkerung sei der entscheidende Faktor. Was die medizinische Kompetenz angeht, sieht er das Malteser-Krankenhaus in Kooperation mit dem Medizinischen Zentrum Würselen hervorragend aufgestellt.

Ein prägendes Ereignis in der Amtszeit von Hubert Breuer war die Einrichtung de Nationalparks Eifel: „Etwas Besseres konnte der Region nicht passieren.“

Die weitere Entwicklung in der Gemeinde Simmerath wird der scheidende Bürgermeister mit Interesse verfolgen. „Die Zeiten werden härter“, lautete seine Prognose. Nicht nur die veränderte politische Konstellation im Gemeinderat, auch die Auswirkungen der Finanzkrise würden die Kommunen massiv treffen.

Rückblickend betrachtet Hubert Breuer das politische Klima im Gemeinderat als „frei von Anfeindungen“, selbst wenn die UWG die Einladung zu seinem 60. Geburtstag leider nicht angenommen habe.

Viele positive Rückmeldungen habe er während seiner Amtszeit aus der Bürgerschaft („Meine Tür stand immer offen“) erhalten. „Wir sind für die Bürger da“, charakterisiert Hubert Breuer die Hauptaufgabe der Verwaltung. In Simmerath sieht Hubert Breuer „eine gut aufgestellte Mannschaft“, von deren Qualität das Erscheinungsbild der Verwaltung abhänge. „Es ist wichtig zu wissen, wie die Mannschaft denkt. Das ist das beste Kapital.“ Diesen menschlichen Aspekt siedelt Hubert Breuer hoch an, und unter dieser Voraussetzung sieht er auch, dass sein Nachfolger Karl-Heinz Hermanns die Arbeit kontinuierlich fortsetzen kann. (P. St.)


Simmerath/Rurberg

CDU-Fraktion verabschiedet Bürgermeister Hubert Breuer

Auch andere ausscheidende Politiker werden mit Dank und Präsenten bedacht.

Eifelbücher von Peter Stollenwerk überreicht.

Beim Fraktionsabend verabschiedete Vorsitzender Bruno Löhrer die ausscheidenden Ratsmitglieder. Der Stellvertetende Vorsitzende Jens Wunderlich überreichte ihnen ein Geschenk (v.l.): Jens Wunderlich, Heiner Jansen, Hubert Breuer, Arno Braun, Josef Heinen, Reinhold Jansen, Ulla Harth, Manfred Offermann, Christof Richter, Guido Nußbaum und Bruno Löhrer. Foto: Kornelia Breuer

Einmal im Jahr trifft die CDU Fraktion sich zu einem gemütlichen Beisammensein, in Form eines Ausfluges oder eines geselligen Abends.

In diesem Jahr hatte man sich im Antoniushof getroffen. Die „alten“ und „neuen“ Fraktionsmitglieder und ihre Partner Waren eingeladen, sich nähe kennen zu lernen.

Nach dem Essen vom Buffet ergriff Fraktionsvorsitzender Bruno Löhrer das Wort: „Die alte Fraktion lebt noch so grade, die neue steht in den Startlöchern. Er bedankte sich bei allen für die geleistete, politische Arbeit. Ein besonderer Dank gilt den ausscheidenden Ratsmitgliedern. Mit kurzen Worten erläuterte Löhrer die Tätigkeiten und der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Jens Wunderlich überreichte ihnen zum Dank das neue Eifelbuch von Peter Stollenwerk.

Josef Heinen ist nach 30 Jahren Tätigkeit „ein halbes Leben in der Politik“, davon war er 20 Jahre Ortsvorsteher in Eicherscheid. Andreas Hermanns gehört der Fraktion seit 1999 an und seitdem auch Ortsvorsteher von Simmerath. Heiner Jansen war 25 Jahre im Rat tätig. Er scheidet als Fraktionsmitglied aus, bleibt aber Ortsvorsteher in Rurberg. Er wird weiterhin seine Erfahrung in den Ausschüssen einbringen. Reinhold Jansen bleibt ebenfalls Ortsvorsteher in Woffelsbach, nach vier Jahren scheidet er jedoch aus dem Rat aus. Guido Nussbaum war fünf Jahre Ratsmitglied für den Ortsverband Lammersdorf. Manfred Offermann hat sich zehn Jahre im Rat und als Ortsvorsteher von Lammersdorf engagiert. Nach fünf Jahren Ratsmitgliedschaft scheidet Christof Richter ebenfalls aus. Arno Braun war seit 1999 Ortsvorsteher von Dedenborn, er war nicht im Rat vertreten. Auch er erhielt ein herzliches Dankeschön und das Präsent.

„Er hat noch zwei Tage, dann ist seine zeit als Bürgermeister zu Ende. Alle seine Verdienste auf zu führen wurde zu lange dauern und geschieht an anderer Stelle, “ so Bruno Löhrer. Bürgermeister Hubert Breuer war vor seiner Zeit als hauptamtlicher Bürgermeister lange Jahre in der Fraktion und erhielt an diesem Abend dafür einen Dank.

Bruno Löhrer freut sich auf die Zusammenarbeit mit den neuen Ratsmitgliedern und wünscht allen noch einen schönen Abend „es darf getanzt werden.“ (breu)


Quelle: Eifeler Zeitung

 

Simmerath

„Datenfeldweg“ wird zu einer Schnellstraße
Bis Mai 2010 werden auch Hammer, Huppenbroich, Eicherscheid und Teile von Lammersdorf mit DSL versorgt. Finanzierung durch Konjunkturpaket.

Von Sarah Maria Berners

Viele Ortschaften haben es schon lange und auch Dedenborn hat es seit einigen Tagen. Aber Hammer, Huppenbroich und Eicherscheid haben es noch nicht: eine schnelle DSL-Verbindung in das weltweite Netz. Wer in diesen Ortschaften im Internet surfen will, muss geduldig sein. Von wegen Datenautobahn, die Verbindung gleicht eher einer Datenlandstraße.

Viele Übergangslösungen

Wer an einem Rechner online etwas erledigen möchte, muss geduldig sein. Dabei zeigen sich beispielsweise die Hammeraner sehr flexibel und nutzen alle technischen Möglichkeiten, die sich ihnen bieten. Einige gehen über ihre Telefonleitung via ISDN oder Modem ins Netz, andere nutzen die Funkverbindung ihres Mobiltelefons für die Verbindung zur digitalen Außenwelt. Anders als in Großstädten gibt es aber auch dabei eine eingeschränkte Geschwindigkeit. Sogar die Verbindung via Satellit wird genutzt, allerdings ist da die Hardware sehr teuer. Noch sind Hammer, Huppenbroich und Eicherscheid also quasi isoliert.

Weil auf dem Land große Strecken zurückgelegt und mit entsprechenden Leitungen überbrückt werden müssen, rechnet sich das für die Anbieter gerade bei kleinen Ortschaften nicht. Daher herrscht absolute Unterversorgung.

Die Leerrohre für die Glasfaserleitungen von Eicherscheid nach Hammer liegen zwar schon eine Weile, aber noch machen sie ihrem Name alle Ehre und sind eben leer. Aber es gibt Hoffnung. „Die Gemeinde Simmerath hat von der Telekom die Zusage, das die Leitungen bis Mai 2010 liegen“, sagt Günther Kaulen von der Gemeindeverwaltung auf Anfrage. Das ist zwar noch lange hin, aber es ist immerhin früher, als viele Anwohner erwartet hatten.

In absehbarer Zeit werden also die Bagger anrücken, und Arbeiter werden Rohre verlegen. Firmen werden Eicherscheid mit Huppenbroich und Huppenbroich mit Simmerath verbinden. Dann können die leeren Rohre mit Glasfaserkabeln gefüllt werden. Und dann wird gesurft.

Um allen Bewohnern in der Gemeinde eine angemessene Internetverbindung zur Verfügung zu stellen, hat die Gemeinde Simmerath zwei Kooperationsverträge mit der Telekom abgeschlossen. In diesen Verträgen verpflichtet sich die Gemeinde, einen Teil der Kosten zu übernehmen. „Diese Deckungslücke können wir aus Mitteln des Konjunkturpaketes finanzieren“, sagt Günter Kaulen. Über die Höhe der Kosten, die die Gemeinde tragen wird, gab es allerdings keine Auskunft.

DSL für die Waldsiedlung

Der zweite Kooperationsvertrag betrifft Lammersdorf. Dort sollen einige Straßenzüge und zudem der Bereich Waldsiedlung angebunden werden.

Die Firmen im Rollesbroicher Gewerbegebiet können sich künftig auf das „High-Speed-Surfen“ freuen. Zwar herrscht dort keine Unterversorgung, „aber einige Firmen müssen größere Datenmengen übertragen“, weiß Kaulen. Ein Zeitplan dafür steht allerdings noch nicht.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

Große Pläne für Schwimmhalle in Simmerath
Neues Becken soll 25-Meter-Bahnen erhalten. Sanierung würde mindestens 3,5 Millionen Euro kosten. „Dringender Handlungsbedarf“ gegeben.

10.10.2009

Für die Neugestaltung der Schwimmhalle Simmerath gibt es große Pläne: Das Becken der Josef-Jansen-Sportstätte soll auf 10 x 25 Meter vergrößert werden (die bisherige Größe ist 8 x 20 Meter). Die Schwimmhalle muss für dieses Vorhaben teilweise abgerissen werden. Verbunden mit der Maßnahme ist eine umfangreiche bauliche und energetische Sanierung.

Um das Schwimmbad in Simmerath langfristig zu erhalten, sei „dringender Handlungsbedarf gegeben“, sagte Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns in der Ratssitzung am Donnerstagabend. In nicht öffentlicher Sitzung stellte ein Ingenieurbüro die Pläne vor, und konfrontierte die Gemeindevertretung mit den Realitäten: 3,5 bis 3,7 Millionen Euro würde die Umgestaltung des Bades kosten.

Nach längerer Diskussion beschloss der Gemeinderat einvernehmlich, die bauliche und energetische Sanierung der Schwimmhalle (nach Passivhaus-Standard) verbunden mit der Vergrößerung des Beckens in Angriff zu nehmen.

Noch ungeklärt ist aber der wichtigste Punkt des Projektes: die Finanzierung. Ein Kostenvolumen zwischen 3,5 und 3,7 Millionen Euro setzen die Fachleute an, die die bauliche und energetische Situation des 45 Jahre alten Gebäudes unter die Lupe genommen hatte. Die Verwaltung wurde beauftragt, Möglichkeiten zu erkunden, wie man an Fördermittel kommt, denn allein kann die Gemeinde Simmerath die Kostenlast nicht tragen.

Untersuchungen der Bausubstanz und der Schwimmhallentechnik hatten zuvor deutlich gemacht, „dass die Halle in diesem Zustand auf Dauer nicht genutzt werden kann“, sagte Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns auf Anfrage. Um den Schwimmbetrieb aufrecht zu erhalten, sind bereits einige Verbesserungen kurzfristig erfolgt. „Wenn es uns gelingt, ein Finanzierungskonzept aufzustellen, dann erreichen wir für Simmerath eine klare Verbesserung“, hofft Karl-Heinz Hermanns auf erfolgreiche Verhandlungen.

Mit der Erweiterung käme man auch einem lang gehegten Wunsch der Schwimmabteilung der Hansa Simmerath mit ihren rund 200 Aktiven entgegen, denen eine Schwimmhalle mit Normmaßen neue Möglichkeiten der Ausübung ihres Vereinssportes bieten würde. Aber auch für das Schulschwimmen, betonte der Beigeordnete, wäre eine Halle mit 25 Meter-Bahnen ein großer Gewinn.

Über Einzelheiten des Umbaus, der vor allem nach funktionalen Gesichtspunkten erfolgen soll, wird nun der Bauausschuss beraten. Unter anderem stellte sich die Frage, ob der bisherige Whirlpool erhalten bleibt oder auch, ob es eine Möglichkeit gibt, den Außenbereich einzubinden. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

 

Simmerath

Grünabfallentsorgung

10.10.2009

Ab Samstag - 10.10.2009 - stehen Container bereit

Jetzt beginnt auch in der Gemeinde Simmerath das Zeitalter der geregelten Grünabfallentsorgung. Erstmals stehen ab diesem Samstag Container bereit, in die Bürger Heckenschnitt, Laub und Rasenschnitt entsorgen können.

Die Gemeinde hat inzwischen mit für die Annahme in Frage kommenden Firmen im Gewerbegebiet Rollesbroich Gespräche geführt, wie Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns jetzt in der Sitzung des Gemeinderates bekanntgab. Demnach hat die Firma Simmerather Recycling das kostengünstigste Angebot abgegeben.

Die Grünabfallsammlung in der Gemeinde Simmerath wird in Kooperation mit der Regioentsorgung eingeführt. Angenommen werden bei dieser Containersammlung Rasenschnitt, Strauch- und Heckenschnitt sowie Laub von privaten Haushaltungen aus der Gemeinde Simmerath in haushaltsüblichen Mengen. Da der eingesammelte Grünschnitt zu hochwertigem Kompost verarbeitet wird, dürfen die Gartenabfälle nicht in Kunststoffsäcke verpackt werden, da diese den Kompostierungsprozess stören würden.

Die Annahmegebühr für die Entsorgung von Grünschnitt beträgt für den nicht gewerblichen Bereich je angefangenen Kubikmeter 3 Euro.

Die Annahmestelle im Gewerbegebiet Rollesbroich bei der Firma Simmerather Recycling, Völlesbruchstr. 20, 02473 939130, ist zu folgenden Zeiten geöffnet: Montag bis Freitag von 8 bis 12.30 Uhr und von 13 bis 18 Uhr, Samstag von 8 bis 14 Uhr;

Für die Rurtal-Orte (die sich natürlich auch der Annahmestelle in Rollesbroich bedienen können) wird im wöchentlichen Wechsel ein Container-Standort eingerichtet zwischen Rurberg (Parkplatz am Feuerwehrgerätehaus Steinbüchelstraße) und Einruhr (Parkplatz am Kinderspielplatz, Auf dem Römer/Franz-Becker-Straße) beginnend am 10. Oktober in Rurberg.

Die weiteren Termine in Rurberg: 10. und 24. Oktober, 7. und 21. November und 5. Dezember.

Die Termine in Einruhr: 17. und 31. Oktober und 14. und 28. November. Die Annahmezeiten sind samstags von 11 bis 14 Uhr.

Entladen leicht gemacht

Die Annahmestelle im Gewerbegebiet Rollesbroich ist bis zum 9. Dezember eingerichtet. Es bleibt der Gemeinde vorbehalten, bei einem frühen Wintereinbruch mit entsprechender Schneelage einzelne Termine an den Containerstandorte in Rurberg und Einruhr ausfallen zu lassen.

Für weitere Informationen stehen die Mitarbeiter/innen des Ordnungsamtes, 02473 607122 sowie der Regioentsorgung, 0800 00223255 zur Verfügung.

Die für den Grünabfall zur Verfügung Container sind nur 80 Zentimeter hoch, sodass das Entladen des Grünschnittes leichtgemacht wird. Außerdem steht Aufsichts- und gegebenenfalls auch Hilfspersonal zur Verfügung.

Die erste Phase der Grünabfall-Sammlung in der Gemeinde Simmerath soll zwei Monate dauern. Eine langfristige Regelung, auch unter Berücksichtigung des künftigen Stellenwertes der Biotonne, soll dann an dem Frühjahr 2010 erfolgen.


Lösung für Grünschnitt-Entsorgung in Sicht

28.09.2009

In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am kommenden Dienstag möchte die Verwaltung einen Vorschlag unterbreiten wie künftig die Grünschnitt-Entsorgung in der Gemeinde Simmerath aussehen soll.

Diese Absicht bekundete Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns jetzt in der Sitzung des Umweltausschusses. Weil in den nächsten Wochen wieder verstärkt Laub anfällt, hat die Verwaltung zunächst mit dem Angebot eines Laubsackes eine Übergangslösung angeboten.

Der voll verrottbare Laubsack kann vom 5. Oktober bis 27. November im Rathaus zum Preis von 1,89 Euro erworben werden. Die Säcke können dann von den Bürgern an die Straße gestellt werden, wo sie im Rahmen Abfuhr der Biotonne entsorgt werden.

«Das ist keine Lösung auf Dauer, aber ein Einstieg», betonte Karl-Heinz Hermanns. Das Ziel seine Entsorgung in verbesserter Form. Für die Entsorgung von Rasenschnitt will die Verwaltung im kommenden Frühjahr einen Vorschlag unterbreiten, da sich die Vegetationsperiode ohnehin dem Ende nähert. Entsprechende Verhandlungen mit der Regioentsorgung sollen aufgenommen werden.

Dem Einwand von Josef Heinen (CDU), dass man den Grünschnitt derzeit günstiger bei einem Betrieb im Gewerbegebiet Rollesbroich anliefern könne, hielt die Verwaltung entgegen, dass die Laubsäcke abgeholt würden.

Vor Einführung der Grünschnitt-Sammlung

30.09.2009

An vier Standorten sollen in der Gemeinde ab Oktober Container aufgestellt werden. Auch der Laubsack kommt übergangsweise.

In der gestrigen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses unterbreiteten die Verwaltung und die Regioentsorgung einen Vorschlag, wie künftig die Grünschnitt-Entsorgung in der Gemeinde Simmerath aussehen soll. Demnach sollen an vier Standorten (in den Gewerbegebieten Simmerath und Rollesbroich an sechs Tagen sowie wechselweise samstags zwischen 13 und 16 Uhr in Rurberg und Einruhr) Container aufgestellt werden. Von Oktober bis Dezember soll eine Probephase laufen. Anlieferungen von jeglichem Grünschnitt (Heckenschnitt, Laub, Rasenschnitt) sind gegen eine Gebühr von vier Euro je angefangenen Kubikmeter möglich. Im dreimonatigen Probezeitraum geht die Verwaltung aufgrund der bisherigen Erfahrungen gewerblicher Anbieter von einer Anliefermenge von insgesamt 20 Tonnen aus.

Weil in den nächsten Wochen wieder verstärkt Laub anfällt, will die Verwaltung auch einen voll verrottbaren Laubsack anbieten; dieser kann vom 5. Oktober bis 27. November im Rathaus zum Preis von 1,89 Euro erworben werden. Die Säcke können dann von den Bürgern an die Straße gestellt werden, wo sie im Rahmen der Abfuhr der Biotonne entsorgt werden.

Für die kostengünstige Entsorgung von Rasenschnitt über eine Biogasanlage will die Verwaltung im kommenden Frühjahr einen Vorschlag unterbreiten, da sich die Vegetationsperiode ohnehin dem Ende nähert und die Qualitätsanforderungen der Anlage zum Ende des Jahres nicht mehr erreicht werden. Der Grund dafür liegt im hohen Anteil von Herbstlaub. (P. St.)

Einstieg mit einem Container für Grünschnitt

Zweimonatige Testphase für die Entsorgung von Grünabfällen in der Gemeinde Simmerath. Vorschlag für den Rasenschnitt folgt im nächsten Frühjahr.

01.10.2009

Simmerath. Ein regelmäßiges Angebot für die Entsorgung von Grünschnitt steht den Bürgern der Gemeinde Simmerath ab sofort zur Verfügung. Für eine Testphase von zwei Monaten sollen (wie bereits kurz berichtet) an zwei Standorten in den Gewerbegebieten Simmerath und Rollesbroich Grünabfallcontainer an sechs Tagen in der Woche aufgestellt werden sowie an zwei Standorten in Rurberg und Einruhr (allerdings hier nur samstags wechselweise zwischen 13 und 16 Uhr).

Die genauen Standorte will die Verwaltung zu Beginn der Sammlung noch bekanntgegeben. Entgegen der ursprünglichen Absicht der Verwaltung soll in der Testphase die Anlieferung pro Kubikmeter Grünabfall nicht mit vier sondern mit drei Euro berechnet werden. Dieses Verfahren beschloss der Haupt- und Finanzausschuss jetzt bei einer Gegenstimme.

„Wir sind beim Bürger im Wort“, sagte CDU-Sprecher Bruno Löhrer, der auch die Reduzierung auf drei Euro pro Kubikmeter zuvor beantragt hatte. Während sich Hermann-Josef Bongard (FDP) dafür aussprach, in der Probezeit die Anlieferung kostenfrei zu halten, um eine höhere Akzeptanz zu erreichen, sah Gregor Harzheim (SPD) in der Grünschnitt-Sammlung auch einen Anlass, über die Zukunft der Biotonne nachzudenken.

Bürgermeister Hubert Breuer warnte vor einem kostenlosen Angebot zum Einstieg, da eine spätere Einführung der Gebühr möglicherweise auf wenig Verständnis bei den Bürgern stoße. Zudem würden auch die Nachbarkommunen Roetgen und Monschau Grünabfall-Gebühren erheben.

Auch Günter Mießen (Grüne) warnte vor dem Experiment einer kostenlosen Testphase, zumal dadurch das Bild der tatsächlich anfallenden Mengen verzerrt werde.

Alex Stiel (CDU) begründete die Notwendigkeit einer Gebühr mit dem Verursacherprinzip. Bürger, die keinen Grünanfall produzierten, hätten kein Verständnis dafür, wenn die Containerkosten in den allgemeinen Gebührenhaushalt einfließen würden.

Die Regioentsorgung möchte den Prozess der Laub- und Grünschnittentsorgung fachlich begleiten. „Wir stehen erst am Anfang eines Diskussionsprozesses. Entscheidend ist, was die Kommune will“, sprach sich Geschäftsführer Ulrich Reuter für eine Abwägung von Kosten und Bürgerservice aus.

Ein wichtiger Aspekt bei der Grünabfall-Entsorgung ist auch die Verwertung in einer örtlichen Biogas-Anlage. Dafür kommt aber nur sauber getrennter Rasenschnitt in Betracht. Vor Beginn der Vegetationsperiode im kommenden Frühjahr soll ein Lösungsvorschlag für eine getrennte Grünabfall-Sammlung unterbreitet werden.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

Quelle: Eifeler Zeitung

 

Rollesbroich

Neuer CDU-Kandidat für Rollesbroich wird gesucht
Nach Schlappe bei der Kommunalwahl erklären Horst Jansen und sein Stellvertreter Jürgen Braun Verzicht auf das Ratsmandat

Rollesbroich. Nach der Kommunalwahl saß bei den Rollesbroich–er Christdemokraten die Enttäuschung über das schwache Abschneiden tief. Jetzt folgen aus der Wahlschlappe auch personelle Konsequenzen: Sowohl der gewählte CDU-Kandidat Horst Jansen wie auch sein persönlicher Vertreter Jürgen Braun erklärten ihren Verzicht auf das Ratsmandat. Gegenüber Bürgermeister Hubert Breuer, dem Wahlleiter bei der Kommunalwahl, hatte zunächst der über die Reserveliste gewählte Ratsvertreter Horst Jansen schriftlich seinen Verzicht erklärt. Als persönlicher Vertreter wäre dann Jürgen Braun in die Vertretung nachgerückt, der aber ebenfalls seinen Verzicht erklärte.

Dies hat zur Folge, dass nun der Steckenborner Ratsherr Ralph Löhr als nächster Kandidat der Reserveliste nachrückt und für weitere fünf Jahre dem Rat angehört. Während Steckenborn nach der konstituierenden Ratssitzung Ende Oktober wieder mit zwei CDU-Vertretern im Rat vertreten sein wird, ist Rollesbroich in der kommenden Legislaturperiode nicht durch einen CDU-Vertreter im Gemeinderat vertreten.

Bei der Kommunalwahl am 30. August hatte die CDU in Rollesbroich nur 19,1 Prozent Stimmenanteil erreicht. SPD-Gegenkandidat und Ortsvorsteher Marc Topp war mit 73,6 Prozent, dem höchsten Einzelergebnis im Kreis Aachen, überlegener Wahlgewinner.

Für Horst Jansen war nach kurzer Frustbewältigung klar, „dass ich mit 19 Prozent Stimmenanteil im Rat nichts zu suchen habe“, zog er die politischen Konsequenzen. Diese Entscheidung wolle er akzeptieren, sich im CDU-Ortsverband aber weiter engagieren, um einen neuen Kandidaten für Rol­lesbroich aufzubauen. Bei der Bundestagswahl habe sich gezeigt, dass die CDU im Ort über wesentlich mehr Potenzial verfüge.

Auch für Nachrücker Jürgen Braun ist der Verzicht nur logisch und konsequent: „Mit diesem Ergebnis sehen wir uns nicht in der Verpflichtung, als Rollesbroicher CDU die Interessen des Ortes im Rat zu vertreten“. Man sei bei der Kommunalwahl regelrecht „abgeschmiert“, und da wäre es auch unfair gegenüber Kandidaten aus den anderen Orten, die gute Ergebnisse erzielt hätten, das Mandat anzunehmen. Auch für Jürgen Braun hat nun die Aufbauarbeit im Ortsverband Priorität: „Die CDU Rollesbroich ist nicht tot“, sagt der Vorsitzende des Ortsverbandes voller Entschlossenheit.

Der künftige Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns – er stammt aus Rollesbroich – sieht nicht die Möglichkeit, ersatzweise als CDU-Mann den Rollesbroicher Interessen im Gemeinderat Nachdruck zu verleihen: „Ich bin nicht der CDU-Vertreter für Rolles­broich, sondern als Bürgermeister für die gesamte Gemeinde Simmerath gewählt worden“, betont er.

Neuaufbau in Rollesbroich

CDU-Fraktionsvorsitzender Bruno Löhrer hofft nun, dass der Neuaufbau in Rollesbroich „nach dem frustrierenden Wahlergebnis“ zügig gelingt. Die Entscheidung, auf das Mandat zu verzichten, sei den Rollesbroicher Vertretern überlassen worden; in der Fraktionsarbeit hätten einzelne Wahlergebnisse nie eine Rolle gespielt.

CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Bernd Goffart akzeptiert die Entscheidung der Rollesbroicher

Parteifreunde, denen er ausdrücklich für ihr Engagement im Wahlkampf dankt. Man werde Rollesbroich jetzt „nicht aus den Augen verlieren“ und habe auch keine Sorge, dass die Rollesbroicher Interessen nicht mehr im Rat vertreten sein würden. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

Einruhr

Kamera soll Gäste erfassen
Videoüberwachung im Heilsteinhaus Einruhr soll der Gästebetreuung dienen. FDP im Kreis Aachen betrachtet die Anlage als nicht unproblematisch.

Einruhr. Im Heilsteinhaus in Einruhr gehen die Gäste ein und aus. Seit Einrichtung des Nationalparks Eifel ist das Haus enorm stark frequentiert. Lockte vorher schon der immerwährend sprudelnde Brunnen im Innenhof mit dem wohltuenden Heilsteinwasser zahlreiche Menschen an, so ist mit der Einrichtung eines Nationalpark-Infopunktes und zuletzt der Öffnung der Wanderraststationen noch einmal eine deutliche Steigerung der Besucherzahlen erreicht worden. Durch die Lage am Premium-Wanderweg Eifelsteig und dem Wildnis-Trail ist Einruhr zu einem Zentrum der Wander-Aktivitäten in der Region geworden.

Als das Heilsteinhaus seinerzeit einer öffentlichen Nutzung zugeführt wurde, konnte man diese Entwicklung noch nicht voraussehen, sonst lägen der Nationalpark-Infopunkt und der Innenhof mit Wanderraststation heute baulich nicht so weit voneinander entfernt. Durch die Lage des Infopunktes im Untergeschoss ist kein Blickkontakt zum Innenhof möglich. Diese Situation soll nun durch die Installation einer Videokamera verändert werden.

Die Beratung in der zurückliegenden Sitzung des Kreisausschusses über die Finanzierung dieser Maßnahme sorgte allerdings auch für kritische Fragen. Die Verwaltung hatte die Anschaffung der Videokamera empfohlen, „um bei starker Nutzung des Innenhofes auf den Gast reagieren zu können.“ Dadurch könne man den Service für die Gäste verbessern, und auch der Unfallschutz sei ein Grund für die Maßnahme. Schließlich wies man noch auf einen weiteren Aspekt hin: „Die unsachgemäße Nutzung der Infrastruktur“ könnte ebenfalls mit Hilfe einer Videokamera vermieden werden. Die Kosten für die Geräte und die Installation würden rund 2500 Euro betragen.

„Keine Notwendigkeit“

Überhaupt nicht begeistert von der Idee, eine Kamera zu installieren, zeigte sich bei der Beratung im Ausschuss Franz-Josef Zwingmann von der FDP-Fraktion. Der Vertreter der Liberalen aus Roetgen sah weder „konkrete Anlässe“ für die Notwendigkeit einer Kamera noch eine „Rechtsgrundlage dafür“. Zwingmann, im Hauptberuf Polizeibeamter, sah im Heilsteinhaus einen öffentlichen Bereich, der nicht mit einem Geschäft zu vergleichen sei, das sich vor Ladendiebstahl schützen müsse. Ungeklärt seien auch noch die Fragen, wer Zugriff auf die gespeicherten Aufnahmen erhalte, wer sie verwerte bzw. vernichte und wer befugt sei, Bildaufzeichnungen von Nutzern der touristischen Einrichtungen im Heilsteinhaus zu veranlassen. Zwingmann sah es als unbedingt erforderlich an, zunächst die Rechtsgrundlage und Datenschutzaspekte zu klären. Außerdem wollte er Auskunft darüber erhalten, was mit den Aufzeichnungen geschehe.

Da die Beantwortung der Fragen in der Sitzung nicht erfolgen konnte, wurde auch die Beschlussfassung über die Anschaffung einer Videokamera bis zur Sitzung des Kreistages am kommenden Donnerstag zurückgestellt.

In erster Linie Betreuung

Simmeraths Bürgermeister Hubert Breuer hebt auf Anfrage der Lokalredaktion auch noch einmal den Sinn und Zweck einer Video­überwachung hervor. In erster Linie gehe es darum, dass das Personal im Untergeschoss darüber im Bilde sei, ob Gäste im Innenhof betreut werden müssten. Abstreiten wolle er nicht, dass auch der Sicherheitsaspekt aufgrund der zusätzlichen Einrichtungen in Einruhr eine Rolle spiele. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

Hotelprojekt liegt Vereinen auf dem Magen
4-Sterne-Haus mitten in Simmerath vorgesehen. Private Investoren sind Geschäftsleute aus dem Ort. Der bisherige Dorfplatz muss geopfert werden.

02.10.2009

Von Ernst Schneiders

„Aber was ist, wenn...?“ Mit diesen Worten begannen am Mittwochabend die meisten Redebeiträge im Ratssaal, wo Vereinsvertretern aus Simmerath das Großprojekt vorgestellt wurde, das seine Schatten bereits auf die kleine Eifelgemeinde wirft: Ein 4-Sterne-Hotel auf dem Dorfplatz hinter dem Rathaus soll dem Ort die Ankunft im 21. Jahrhundert erleichtern. Das sehen viele Vereinsleute mit Bauchschmerzen, zumal sie ihren Dorfplatz opfern müssen. Ersatz ist versprochen, schöner, besser, größer. „Aber was ist, wenn...?“

Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns, gewählter Bürgermeister der Gemeinde, kämpfte am Mittwoch bereits wie ein Löwe für ein Projekt, welches, so Hermanns, noch nicht in trockenen Tüchern und keine Kopfgeburt aus dem Rathaus ist. Die Idee stammt von, so der Beigeordnete, namhaften Geschäftsleuten aus Simmerath und anderen Orten, die sowohl aus persönlichen wie auch geschäftlichen Gründen einen Mangel beseitigen wollen: Es fehlt bisher an geeigneten und ausreichenden Übernachtungsmöglichkeiten für deren Geschäftspartner.

120 Zimmer, 240 Betten

Diese Geschäftsleute haben eine Hotel-Gesellschaft gegründet, treten zunächst als Investoren auf und wollen damit zunächst einmal ihre eigene wirtschaftliche Lage verbessern, aber auch den Kernort Simmerath attraktiver machen. Denn der fünfgeschossige Komplex mit 120 Zimmern, 240 Betten und mit allen Annehmlichkeiten und dem Luxus eines Hauses dieser Kategorie soll nicht nur Geschäftsreisenden, sondern auch Touristen zur Verfügung stehen. Das zu Preisen, die laut Hermanns „nicht jenseits von gut und böse sind und die sich unsereiner nicht leisten kann“. Bisher ist das Angebot an Hotellerie im Hauptort eher dürftig, im Gegensatz zu den Orten am Rursee.

Betreiber bereits am Start

Während ein Betreiber für das Hotel, welches unter einer bestimmten, aber noch nicht preisgegebenen Marke geführt werden soll, bereits per Vorvertrag am Start ist, läuft die Suche nach einem so genannten End-Investor, der die Geschäftsleute, salopp gesagt, aus ihren Darlehensverträgen herauskauft und selbst weiter Geld in das Projekt steckt. Die Gemeinde Simmerath bleibt sich aus der Tasche, verkauft der Hotel-Gesellschaft allerdings das kommunaleigene Grundstück.

Bevor allerdings beim Notar die Tinte trocknen kann, will die Gemeinde die Interessen ihrer Vereine und Bürger sichern. Das ist zum einen die Nutzung des neugestalteten Platzes über einer Tiefgarage für 60 Fahrzeuge und mit 80 weiteren kostenlosen Parkplätzen ebenerdig. Auf diesem Platz, und das soll laut Hermanns festgeschrieben werden, können große Festzelte aufgebaut werden, wenn die Vereine, aus welchen Gründen auch immer, nicht den 650 Personen fassenden Saal im Hotel nutzen wollen. Auch das stets geräuschvolle Spektakel in der Mainacht ist nicht in Gefahr. Hermanns: „Die Fenster werden spezial verglast und sind so gut wie schalldicht. Wer aber glaubt, in dieser Nacht bei offenem Fenster schlafen zu müssen, der hat eben diese Geräuschkulisse.“ Noch nicht gefunden sind die neuen Standorte für die Skater- und die Boulebahn.

Die Bedenken der Vereinsleute und Bürger drehten sich um ihre Einschätzung, dass der Kernort nach und nach zubetoniert wird und keine Grünflächen mehr hat. Es ging um das Fassungsvermögen des Saales bei Stuhl- oder bei Tischreihen, um eine mögliche Überdimensionierung des Projekts für das kleine Simmerath und um den Standort („Nichts gegen das Hotel, aber muss es ausgerechnet dorthin?“).

Städtisches Flair

Erwin Finken, Vorsitzender des Ortskartells, wollte gar wissen, ob der Saal im Hotel von den Vereinen kostenlos genutzt werden könne. Das, antwortete Karl-Heinz Hermanns, könne man vom Betreiber wohl kaum verlangen. Aber die Konditionen seien natürlich Verhandlungssache. „Wenn einem Verein die Preise nicht passen, kann er vor dem Hotel sein Zelt aufschlagen. Die Räumlichkeiten im Hotel sind ein zusätzliches Angebot an die Vereine. Alle Optionen sind offen.“

Während der Beigeordnete dem Projekt nur Gutes abgewinnen konnte und von städtischem Flair schwärmte, auf 40 neue Vollzeitarbeitsplätze verwies und auf die Aufträge zunächst an Baufirmen aus der Region und später an Bäcker, Metzger und alle anderen Fachbetriebe, die ein Hotel regelmäßig beliefern, blieb die Skepsis bei etlichen Vereinsvertretern haften. Sie bedankten sich für die Informationen zu einem so frühen Zeitpunkt und blicken gespannt auf den 8. Oktober, wenn der Gemeinderat über die Grundstücksfrage entscheidet.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

Getrennte Gebühr ist für die Meisten gut
Neue Entwässerungssatzung für Simmerath beschlossen. Unterschiedliche Auffassungen im Gemeinderat in einzelnen Punkten.

10.10.2009

Viel Arbeit und Zeit kostete auch die Gemeinde Simmerath der Erlass der vom Gesetzgeber erzwungenen neuen Entwässerungssatzung, die künftig die Erhebung einer getrennten Gebühr nach Regenwasser- und Schmutzwasseranteil verlangt. Der Gemeinderat verabschiedete in der letzten Sitzung der laufenden Legislaturperiode die neue Satzung, die zum 1. Januar 2010 in Kraft tritt, bis auf einige Gegenstimmen bei Einzelbeschlüssen, weitgehend einstimmig.

Im Vorfeld waren umfangreiche Erhebungen erforderlich. Unter anderem musste in jedem Einzelfall der Grundstücksanteil von versiegelten Flächen ermittelt werden. Diese Arbeit übernahmen von der Verwaltung beauftragte Fachbüros. Die Kosten dafür beliefen sich auf 75 000 Euro und werden Eingang in die Gesamt-Gebührenrechnung finden.

Der Vorschlag des CDU-Fraktionsvorsitzenden Bruno Löhrer, „diese Rechnung eigentlich an das Oberverwaltungsgericht Münster zu schicken, das uns diese Satzung eingebrockt hat“, ging allerdings nicht in die Beschlussfassung ein.

Bei der Beratung war für den CDU-Sprecher allerdings von wesentlicher Bedeutung, „dass für die Mehrheit der Bürger die Gebühren gesenkt werden“. Bewusst sei die Grundgebühr beim Niederschlagswasser (66 Euro pro Jahr/je 500 Quadratmeter abflusswirksame Fläche) hoch angesetzt worden. Auch dadurch sei man dem Ziel, eine möglichst hohe Gebührengerechtigkeit zu erreichen. „sehr nahe gekommen.“ Die Verbrauchsgebühr beim Schmutzwasser wurde auf 4,04 Euro festgesetzt. Als richtig und im Sinne der Bürger habe es sich auch erwiesen, mit der Beschlussfassung bis zum jetzigen Zeitpunkt zu warten.

Unterstützt wurde er in dieser Auffassung von FDP-Sprecher Hermann-Josef Bongard, der mit Blick auf Veröffentlichungen vor der Kommunalwahl der UWG vorhielt: „Was Sie den Leuten weismachen wollen, stimmt einfach nicht.“

Vielmehr hätten die Bürger nun Zeit gewonnen, um beispielsweise nach anderen Möglichkeiten zu suchen, das Regenwasser versickern zu lassen. Darüber hinaus habe sich die Senkung des kalkulatorischen Zinssatzes von sechs auf fünf Prozent kostengünstiger für die Bürger ausgewirkt.

Die UWG hatte in ihrer „Info-Post“ vor der Kommunalwahl behauptet, dass die Mehrheitsfraktion „wegen zu erwartender Gebührensteigerungen die Bürger vor der Kommunalwahl nicht verärgern“ wolle und die CDU „negative Auswirkungen auf das Wahlverhalten der Bürger“ fürchte.

UWG-Sprecher Helmut Keischgens meinte, dass Grundlagen für einen Beschluss über die Gebühr auch schon vor zwei Monaten vorgelegen hätten. Ferner kritisierte er die Höhe der Grundgebühr beim Niederschlagswasser, die reduziert werden müsse.

Bei der Beratung über die Entwässerungssatzung hatte die SPD ihre Zustimmung verweigert, weil man laut Sprecher Gregor Harzheim die Definition darüber, was als öffentliche Abwasseranlage zu bezeichnen sei, nicht mittragen könne. Konkret ging es um die Definition, wo der öffentliche Teil des Kanals beginnt. Laut Satzung der Gemeinde Simmerath gehört der Kanalanschluss vom Hauptsammler bis zur Grundstückgsgrenze noch zum Privatbereich des Bürgers. So hielten es rund 50 Prozent der Kommunen in NRW, erläuterte Bürgermeister Hubert Breuer, und es sei auch die gerechteste Lösung. „Nicht gerecht“ fand Gregor Harzheim diese Lösung allerdings für die Bürger in Lammersdorf, wo umfangreiche Sanierungsmaßnahmen erfolgt seien.

Wenn man die Regelung in Lammersdorf nun aufhebe, so der Einwand des Beigeordneten Karl-Heinz Hermanns, und die Gemeinde die Kosten für die Kanalsanierung von der Grundstücksgrenze bis zur Kanalleitung übernehme, dann ginge das zu Lasten aller Bürger in der Gemeinde, die dann „doppelt bezahlen“ müssten, weil die Kosten dafür in den Gebührenhaushalt einfließen und sich in höheren Kanalgebühren niederschlagen würden.

Der Auffassung der SPD schloss sich auch die UWG an, die sich der Stimme enthielt und meinte, dass man bei einer rechtzeitigen Änderung der Satzung das „Problem Lammersdorf“ (Helmut Keischgens) hätte vermeiden können.

Hermann-Josef Bongard (FDP) meinte allerdings, dass es weder gerecht noch zweckmäßig sei, mitten in einem Verfahren „die Modalitäten zu wechseln.“

Ein Vorschlag von CDU-Sprecher Bruno Löhrer ging noch in die Beschlussfassung ein. In der Satzung solle die Möglichkeit der Befreiung von der Niederschlagsgebühr geregelt werden.

In der Fragestunde zur Ratssitzung hatte zuvor ein Bürger eine „flexiblere Regelung“ bei der Erhebung der Niederschlagsgebühr gefordert, und dies mit der Tatsache begründet, dass es im Jahr 2009 an zwei Monaten nicht geregnet habe.

Klaus Stockschlaeder (Grüne) meinte, dass man die Gebührenermittlung nicht an Einzelereignissen, sondern nur an der Gesamt-Statistik orientieren könne. Die Freude über die Senkung des kalkulatorischen Zinssatzes konnte er im Übrigen nicht teilen. Damit werde der Haushalt belastet, und man sei gespannt darauf, ob die Kommunalaufsicht dieser Regelung auch im nächsten Jahr noch zustimmen werde. (P. St.)


Abwassergebühr: CDU geht auf Distanz zum Bürgerbündnis

30.09.2009

Eigentlich hätte die Unabhängige Wählerfraktion Simmerath (UWG) zurückrudern müssen, wie CDU-Fraktionsvorsitzender Bruno Löhrer es in der Sitzung des Hauptausschusses forderte, als der Ausschuss recht einmütig die Satzung über die Einführung einer getrennten Abwassergebühr in der Gemeinde Simmerath unter Dach und Fach brachte.

Vor der Kommunalwahl habe die UWG in ihren Publikationen behauptet, dass die CDU eine Beschlussfassung über die getrennte Gebühr vor der Wahl bewusst zurückhalte, weil auf den Bürger wohl eine Gebührensteigerung zukomme, erinnerte Löhrer an Veröffentlichungen in der «Info-Post» der UWG Simmerath. Da sich im Ergebnis aber nun gezeigt habe, dass es keine Gebührensteigerungen für die Bürger gebe, wäre es nach Meinung Löhrers angebracht gewesen, dass die UWG ihre Aussage revidiere.

Dies sei aber nicht geschehen sei, woraus der CDU-Fraktionschef folgerte, dass die UWG kein wirkliches Interesse an einer Diskussion über Gebührensenkungen habe, sondern in erster Linie Interesse «an Krawall in der Öffentlichkeit».

Die Kritik von Bruno Löhrer traf auch zugleich das Bürgerbündnis Kanal/Entsorgung Simmerath (BBKE). Man müsse sich fragen, ob dieses Bündnis wirklich noch die Interessen der Bürger vertrete oder nur «ein Anhängsel der UWG» sei. Denn auch das BBKE habe fast wortgleich vor der Wahl ebenfalls behauptet, dass die CDU aus «wahltaktischen Gründen» eine Beschlussfassung über die getrennte Abwassergebühr zurückhalte. Dies seien genau die Worte der UWG. Von Seiten der CDU werde man daher den Kontakt zum BBKE abbrechen und zudem prüfen, ob eine Mitgliedschaft von CDU-Mitgliedern im BBKE «noch sinnvoll» sei.

...... Derzeit legt die Mehrheitsfraktion des Rates (CDU) erneut ein Verhalten an den Tag, über das man nur den Kopf schütteln kann. Informationen über die Gestaltung der neuen Gebühren für Kanal- und Niederschlagswasser, wozu die Gemeinden durch Verwaltungsgerichtsurteil gezwungen wurden, sind von der Verwaltung zu den Ausschusssitzungen vorgelegt worden. Danach steigen die Gebühren für die Mehrzahl der Bürger in erheblichem Maße.

Die Aussagen in einer Info der CDU in Lammersdorf sind in soweit nicht zutreffend. Zur Erinnerung: Im Juni 2008 (!) mußten alle betroffenen Bürger ihre Fragebögen innerhalb von drei Wochen zurückgeben. Danach konnte sich eine eigens unter Vertrag genommene Firma und eine gebildete Arbeitsgruppe an die Arbeit machen. WIR fragen: Wieso besteht dann im Juli 2009 laut CDU immer noch Beratungsbedarf?

Da fragen WIR - genau wie das BÜRGER-BÜNDNIS KANAL / ENTSORGUNG e.V. - warum die Bürger immer noch nicht erfahren dürfen, was demnächst Abwasser und Niederschlagswasser kosten? Will man wegen zu erwartender Gebührensteigerungen die Bürger vor den Kommunalwahlen nicht noch verärgern? Fürchtet die CDU negative Auswirkungen auf das Wahlverhalten der Bürger.........

Auszug UWG-Info vom 10.08.2009

UWG-Sprecher Claus Brust unterstrich hingegen seine Nähe vom Bürgerbündnis: «Ich bin stolz darauf, Mitglied des BBKE zu sein.»

Die Diskussion über die Einführung der getrennten Abwassergebühr selbst zeigte im Hauptausschuss keine größeren Differenzen mehr auf, nachdem in der zurückliegenden Sitzung des Arbeitskreises aus den Fraktionen und Verwaltung ein aus der Sicht der Bürger erfreuliches Ergebnis erzielt worden war und es für die weit überwiegende Zahl der Bürger nicht zu Gebührenerhöhungen kommt. Die Verwaltung hatte zwischenzeitlich die Betriebskostenabrechnung für das Jahr 2008 vorlegen können, auf deren Grundlage sich einige kostenmindernde Faktoren ergaben.

CDU-Fraktionsvorsitzende Bruno Löhrer bedauerte, dass die UWG ausgerechnet in dieser Sitzung des Arbeitskreises nicht vertreten gewesen sei, «wo es um die konkrete Gestaltung der Gebühr ging.» UWG-Sprecher Claus Brust begründete das Fernbleiben mit Terminschwierigkeiten.

Für die Bürger, resümierte Löhrer die monatelange Diskussion mit viel Rechenaufwand, sei eine «verträgliche Lösung» erzielt worden. Es habe sich auch als richtig wiesen, mit der Beschlussfassung bis nach der Sommerpause zu warten, nachdem eine gesicherte Abrechnung vorgelegen habe.

«Insgesamt wird der Gebührenzahler nicht stärker belastet», war auch SPD-Fraktionsvorsitzender Gregor Harzheim unter dem Strich zufrieden, nachdem das Rechnungsergebnis 2008 vorgelegen habe. Eine wesentliche Forderung der SPD, die kalkulatorischen Zinsen von sechs auf fünf Prozent zu senken, sei erfüllt worden.

«Es war ein guter Zug, nicht schon vor drei Monaten zu entscheiden», hielt auch FDP-Fraktionsvorsitzender Hermann-Josef Bongard fest. Das Gebührenaufkommen werde nicht höher, und nur die an den Kanal tatsächlich angeschlossenen Flächen würden berechnet.

Für Bürgermeister Hubert Breuer war abschließend noch der Hinweis wichtig, dass die Zinssenkung nicht anders als eine «Subvention des Gebührenzahlers» bedeute, und diese Ausgaben anderer Stelle im Haushalt wieder eingespart werden müssten.

Mit großer Mehrheit, wurde dann, zum Teil bei Enthaltungen und Gegenstimmen der UWG (die unter anderem ihre Forderung nach Halbierung der Grundgebühr wiederholt hatte), die neue und ab dem Jahr 2008 rückwirkende Gebührensatzung verabschiedet.

Die getrennte Gebühr in Zahlen

Die Kommunen in NRW, also auch Simmerath, sind per Geset­zesentscheid zur Erhebung einer getrennten Gebühr für Schmutzwasser und Regenwasser verpflichtet worden. Ein entscheidender Faktor für die aus Sicht der Bürger günstige Gestaltung der Satzung, die ab dem Jahr 2008 in der Gemeinde Simmerath wirksam wird, war das erfreuliche Rechnungsergebnis des Jahres 2008, das Anfang September vorlag. Insgesamt ergab sich eine Verbesserung um 172 000 Euro.

Verwaltung und Fraktionen kamen im Arbeitskreis überein, dass beim Niederschlagswasser eine möglichst hohe Grundgebühr angesetzt werden soll, um ein weiteres Abklemmen des Niederschlagswassers vom Kanalnetz möglichst unattraktiv zu gestalten. In der Diskussion wurde zudem noch gefordert, private Regenwasseranlagen genauer zu definieren.

Aufgrund der aktuellen Berechnung ergibt sich folgende Gebühr für 2008: Beim Schmutzwasser bleibt die Gebühr unverändert bei 120 Euro/Jahr. Die Verbrauchsgebühr wurde mit 4,32 Euro/Kubikmeter festgesetzt. Beim Niederschlagswasser beträgt die Grundgebühr 66 Euro/Jahr, die Verbrauchsgebühr 39 Cent/Quadratmeter. Die Zahlen für 2009: Schmutzwasser: Grundgebühr 120 Euro; Verbrauchsgebühr 4,04 Euro; Niederschlagswassergebühr: 66 Euro Grundgebühr; Verbrauchsgebühr 50 Cent/Quadratmeter.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

Simmerath

Hotelprojekt in Simmerath in Vorbereitung
Hinter dem Rathaus am Musikpavillon hat eine Investorengemeinschaft einen Standort ins Auge gefasst. Bürgerinformation am Mittwoch.

29.09.2009

Der Wunsch nach einem Hotel mit größeren Kapazitäten in der Gemeinde Simmerath ist schon häufiger geäußert worden. Jetzt könnte ein solches Projekt Wirklichkeit werden. Bei der Gemeindeverwaltung sind die ersten vorbereitenden Schritte vorgenommen worden, nachdem eine Investorengemeinschaft beabsichtigt, auf dem gemeindeeigenen Grundstück hinter dem Rathaus vor dem Musikpavillon ein Hotelprojekt zu verwirklichen. Genutzt werden soll für das Gebäude auch der asphaltierte Platz, auf dem derzeit die Skateranlage eingerichtet ist.

Die Vorbereitungen laufen: Eine Investorengemeinschaft möchte auf dem Platz hinter dem Simmerather Rathaus und in Nachbarschaft zum Musikpavillon ein größeres Hotelprojekt verwirklichen. Foto: P. Stollenwerk

Um alle interessierten Bürgerinnen und Bürger über das Vorhaben zu informieren, lädt die Gemeindeverwaltung Simmerath zu einer Bürgerversammlung für Mittwoch, 30. September, um 19 Uhr, im Sitzungssaal des Rathauses in Simmerath ein, wo das Hotelprojekt näher erläutert werden soll.

Vor allem angesprochen sind hier die Simmerather Ortsvereine, da für das Vorhaben bisher öffentlich genutzter Raum in Anspruch genommen werden soll.

Das Ortskartell Simmerath unter Vorsitz von Erwin Finken hat seinerseits noch einmal ausdrücklich auf den Termin hingewiesen. „Um den berechtigten Interessen und Wünschen in Bezug auf die weitere Nutzung des Dorfplatzes und des leider minder frequentierten Musikpavillons Nachdruck zu verleihen, bitten wir um zahlreiches Erscheinen,“ fordert der Vorsitzende dazu auf, möglichst viele Aspekte in die Diskussion einzubringen.

So stellt sich für die Vereine unter anderem die Frage, welche Auswirkungen für ihre Aktivitäten ein Hotelprojekt in der Nachbarschaft hätte.

Gerade dieser Aspekt ist es auch, der die Gemeinde dazu veranlasst, frühzeitig in die Öffentlichkeit zu treten. „Uns ist absolut bewusst, dass öffentlicher Raum durch ein solches Projekt verloren gehen würde“, sagt Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns, der bei der morgigen Bürgerversammlung nähere Erläuterungen zum Projekt geben möchte, bei dem es sich um eine millionenschwere Investition handeln soll.

In nicht öffentlicher Sitzung wird heute Abend der Haupt- und Finanzausschuss über das Vorhaben informiert.

Am Mittwoch solle den Vereinen „eine vertretbare Alternative“ angeboten werden, deutet Hermanns an. Er würde sich freuen, wenn zum jetzigen Zeitpunkt bereits möglichst viele Aspekte in die Diskussion eingebracht würden. Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Informationsveranstaltung zum jetzigen Zeitpunkt nicht, aber Karl-Heinz Hermanns sieht darin einen Schritt zu mehr Bürgernähe und Transparenz: „Wir wollen mit offenen Karten spielen“, betont der künftige Bürgermeister.

Der Versuch, ein großes Hotel in Simmerath zu etablieren, sei schon länger die Absicht der Gemeinde gewesen. Jetzt biete sich die die Chance dafür. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

„Für FDP noch mehr Potenzial vorhanden“
Wahl: Auch Simmerath wollte „Schwarz-Gelb

29.09.2009

Als nach dreimaligem Nachzählen am Sonntagabend auch abschließend das Bundestagswahlergebnis aus Steckenborn vorlag, war endgültig gewiss, was sich schon vorher abgezeichnet hatte: Auch in der Gemeinde Simmerath regierte der bundesweite Trend, wenn auch mit leichten Abweichungen. Die Verluste der SPD, bundesweit bei elf Prozent angesiedelt, fielen in Simmerath nicht so schwer ins Gewicht. Bei den Zweitstimmen verloren die Sozialdemokraten 7,2 Prozent.

Mit ihren 17,7 Prozent ist die FDP nun der Volkspartei SPD (19,7 Prozent) in Simmerath dicht auf den Fersen. Der Unterschied betrug nur noch 185 Stimmen.

Die Verluste der CDU in Simmerath mit 4,3 Prozent bei den Zweitstimmen lagen fast das Dreifache über dem Bundesdurchschnitt. Die Christdemokraten konnten dennoch einen sorgenfreien Abend verbringen, denn ihr Bundestagskandidat Helmut Brandt übersprang klar die 50-Prozent-Hürde und ließ den noch recht unbekannten Konkurrenten Martin Peters von der SPD, der nur auf 23,9 Prozent kam, mehr als deutlich hinter sich.

Die Begeisterung bei den Grünen fiel trotz der Zugewinne bei den Zweitstimmen (1,6 Prozent) recht bescheiden aus. Das Ergebnis von 7,9 Prozent relativiert sich nämlich beim Blick auf die Linken, die auf 7,4 Prozent (684 Stimmen) kamen und in der Gemeinde nur 41 Stimmen hinter den Grünen zurückblieben, die sich noch soeben als drittstärkste Kraft behaupten konnten

Das höchste Einzelergebnis holten die Linken in Rurberg (15,2 Prozent), was immerhin 63 Stimmen bedeutete.

Ganz stark trumpfte die FDP in Hammer auf, wo sie fast 30 Prozent der Stimmen holte, und die SPD (12,5 Prozent) deutlich überflügelte. In nicht weniger als zwölf der 26 Simmerather Wahlbezirke (darunter die drei Briefwahlbezirke) lagen die Liberalen mit den Sozialdemokraten gleichauf oder überholten sie sogar.

Selbst in Lammersdorf, ihrer Hochburg, blieben die Sozialdemokraten bei maximal 28,3 Prozent hängen, und auch in Rollesbroich, der absoluten SPD-Hochburg der Kommunalwahl (fast 75 Prozent) , fiel die SPD auf ihr wohl realistisches Stammwählerpotenzial von 25 Prozent zurück.

Nur noch in drei Bezirken kam die CDU bei den Zweitstimmen über 50 Prozent, in Kesternich­Oberdorf, Einruhr und Dedenborn; anders dagegen bei den Erststimmen: Hier war CDU-Kandidat Helmut Brandt in allen Wahlbezirken klar vorne, in 15 Bezirken sogar über 50 Prozent.

Bernd Goffart, CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender in Simmerath, freute sich über das „historische Ergebnis“ von Helmut Brandt, der einen eigentlich „roten Kreis“ direkt gewonnen habe. Auf Bundesebene sei es erfreulich, dass es gelungen sei, eine schwarz-gelbe Mehrheit zu installieren, die selbst ohne Überhang-Mandate regierungsfähig sei. Goffart: „Auch in Simmerath wollten die Bürger eine schwarz-gelbe Mehrheit.“ Das hervorragende Ergebnis der FDP in Simmerath habe diese auch den vielen Leinstimmen der CDU zu verdanken. Die SPD habe viele Stimmen an die Linken verloren, und der „große Fehler“ der Sozialdemokraten sei es gewesen, dass sie ihre Position zu den Linken nicht klar definiert habe.

Gregor Harzheim, Fraktionsvorsitzender der SPD Simmerath, kann zumindest der Tatsache, dass die SPD Simmerath mit ihren Verlusten unter dem Bundesdurchschnitt geblieben ist, einen positiven Aspekt abgewinnen. Für den neuen, jungen Kandidaten Martin Peters sei es schwer gewesen, die Nachfolge von Achim Großmann zu übernehmen. „Das konnte er noch nicht einbringen.“ Mit Blick auf die Kommunalwahl meinte Harzheim, dass dieses Ergebnis mit Blick auf die jetzigen Verluste umso erfreulicher zu bewerten sei und eine nachträgliche Anerkennung der Arbeit der SPD vor Ort bedeute.

Gestärkt fühlt sich Hermann-Josef Bongard, der Vorsitzende der FDP Simmerath. In Simmerath sei man nun „fast auf Augenhöhe mit der SPD“. Das Ergebnis zeige, dass offenbar noch reichlich liberales Potenzial in der Gemeinde vorhanden sei. Bongard: „Darauf müssen wir reagieren und uns personell besser aufstellen.“ (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Nordeifel

Auch in der Eifel ein Debakel für die Genossen

27.09.2009

CDU-Direktkandidat Helmut Brandt konnte sich auf «seine» Eifeler Wähler verlassen: Mit jeweils über 50 Prozent der Stimmen in Monschau und Simmerath setzte er sich klar gegen SPD-Neuling Martin Peters durch, der nur in Roetgen etwas näher an seinen christdemokratischen Gegenüber herankam. Bei den Zweitstimmen gab es fast allerorten den Bundestrend.

CDU stärkste Partei, viele «Leihstimmen» für die FDP und aufrückende Linke. In Monschau stürzten die Sozialdemokraten in Erst- und Zweitstimme um annähernd zehn Prozen ab und rutschten bei den Zweitstimmen gar unter die 20-Prozent-Marke.

Die FDP legte hier gut fünf prozent zu und liegt mit 16,6 prozewnt nur noch zwei Punkte hinter der SPD. Auch Grüne (+3,8 %) und Linke (+3,1%) profitierten vom SPD-Debakel. 113 Wähler machten das zweite Kreuz bei den Piraten, die sich mit 1,52% aber dennoch im Sumpf der «Sonstigen» verlieren.

Zur Kenntnis nahmen auch die rund 30 Bürger im Simmerather Rathaus das Bundestagswahlergebnis 2009, nachdem der Bundestrend zuvor die Richtung angedeutet hatte, die sich dann auch bestätigte.

Nach einem glänzenden Auftritt bei der Kommunalwahl vor vier Wochen wurden die Simmerather Sozialdemokraten wieder in die Realität zurückgeworfen. Dagegen setzte sich CDU-Bundestagskandidat Helmut Brandt auch in der Rurseegemeinde mit 51,5 Prozent klar durch; Gegenkandidat Martins Peters blieb bei knapp 24 Prozent hängen.

Bei den Zweitstimmen musste die SPD dem Bundestrend folgen und fiel sogar unter die 20-Prozent-Marke. Die wenigen Prozente, die die CDU (knapp 43 Prozent) gegenüber den letzten Bundestagswahlen einbüßte, dürften als Leihstimmen für FDP verbucht werden, die sich mit knapp 18 Prozent auch in Simmerath als Sieger feiern ließ und in mehreren Wahlbezirken sogar die SPD überflügelte. Belächelt werden mögen die Piraten, aber immerhin vereinigten sie 146 Stimmen auf sich, und waren somit unter den «Kleinen» die Größten.

Rückstand für Martin Peters

«Genosse Trend» machte auch vor Roetgen nicht Halt: schwere Verluste für die SPD (-6,9/-8,2 Prozent, nennenswerte Verluste für die CDU (-2,0/-3,6 Prozent) und Zugewinne der drei bisherigen Oppositionsparteien, wobei die die FDP mit einem Zuwachs von 4,6 auf 16,7 Prozent den Vogel abschoss. Die Linke legte um 3,2 auf 8,3 Prozent zu, die Grünen konnten sich über einen Zugewinn von 1,5 auf 13,3 Prozent freuen.

Die Piraten ragen mit 1,9 Prozent der Zweiststimmen aus dem großen, bunten Topf der «Anderen» heraus. Aller Anfang ist schwer. Das musste der junge SPD-Kandidat Martin Peters auch in der kleinsten Kommune des Kreises erfahren. Der Rückstand auf seinen CDU-Konkurrenten Brandt betrug satte 13 Prozent.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

 

Simmerath

24.09.2009

Nicht vom BBKE das „wahre Ausmaß“ erfahren
Nach Übergabe einer Petition durch die Eifeler Bürgerbündnisse in Düsseldorf: CDU-MdL Axel Wirtz begrüßt Aktivität, rückt aber „falschen Eindruck“ gerade

Nordeifel. „Jede sinnvolle, demokratische und inhaltlich untermauerte Aktion, die dazu dient, Gebührengerechtigkeit für den ländlichen Raum zu erreichen, findet meine ausdrückliche Zustimmung, zumal über Jahrzehnte immer schlimmere Regelungen durch die Ministerien und die Bezirksregierung beschlossen bzw. verfügt wurden“, kommentiert der CDU-Landtagsabgeordnete Axel Wirtz den Besuch der Delegation aus BBKE und IGKE in der Düsseldorfer Staatskanzlei, um hier eine Petition zu übergeben.

Es sei gut, „dass die Vertreter der BBKE und der IGKE jetzt in Düsseldorf vorgesprochen haben und ein erneutes Mal die Aufmerksamkeit auf die zu lösenden Probleme gelenkt haben,“ unterstreicht Wirtz. Er habe in der Zwischenzeit bereits mit dem Leiter der Staatskanzlei, Carsten Beneke sowie mit Umweltminister Eckhard Uhlenberg und auch mit Regierungspräsident Hans-Peter Lindlar über den Sachverhalt gesprochen.

Seit 2005 massiv bemüht

Es kommt hinzu, dass konkrete Hilfestellungen durch eventuelle Veränderungen bei der Gemeindefinanzierung im Zuständigkeitsbereich des Innenministeriums lägen. Über diese Thematik habe er jüngst mit Staatssekretär Palmen gesprochen.

Axel Wirtz stellt diese Aktivitäten heraus, „weil der im Artikel wiedergegebene Eindruck, die Mitarbeiter von Ministerium und Staatskanzlei hätten erst durch den Besuch das ‚wahre Ausmaß erfahren‘, nun wirklich falsch ist.“

Spätestens seit dem Landtagswahlkampf 2005 und massiv auch danach hätten sich viele Gremien und Verantwortungsträger im politischen Bereich mit den anstehenden Fragen befasst, und zwar konkret vor Ort in den Städten und Gemeinden, beim Kreis, beim Wasserversorger, beim WVER, bei der Bezirksregierung und auch in Düsseldorf.

Wirtz: „Ich darf daran erinnern, dass alleine schon für 2009 in Simmerath z.B. durch die Umschichtung von 30 Mio. Euro bei der Gemeindefinanzierung die Kanalgebühren um 10 Cent gesenkt werden konnten und auch in Monschau der weitere Anstieg der Gebühren durch Einflüsse politischer Entscheidungen vermieden werden konnte.“ Dies reiche natürlich bei weitem nicht, „und wir arbeiten mit Hochdruck an weiteren Verbesserungen“.

Axel Wirtz weiter: „Wir müssen die unterschiedlichen Lebensbedingungen zwischen den einzelnen Regionen im Lande besser ausgleichen, daran besteht kein Zweifel, und daran werde ich mit den Vertretern der Regierungskoalition in Düsseldorf und den Ministerien weiter engagiert arbeiten.

Der CDU-Landtagsabgeordnete aus Stolberg weist in diesem Zusammenhang darauf hin, „dass die gesamte Mangelverwaltung, die wir in Düsseldorf zu bewältigen haben, die Folge einer 40-jährigen, desaströsen Finanz-Misswirtschaft unter Verantwortung der SPD ist“. Man habe großes Verständnis für die Sorgen der Bürger in der Frage der Höhe und der künftigen Entwicklung der Kanalgebühren.

Die von der grünen Umweltministerin Höhn und dem SPD-Regierungspräsidenten Antwerpes nachhaltig geforderte Ausweisung einer Wasserschutzzone um den Obersee und die Olefleitung sowie auch die Ringleitung um den Obersee seien nicht realisiert worden, „da die CDU-Funktionsträger auf allen Ebenen hiergegen Widerstand geleistet haben“, betont Wirtz.

Für den Ausbau von Kläranlagen in der Eifel wurden insgesamt fast 20 Mio. Euro für die Bereiche Monschau und Simmerath an Landeszuschüssen gewährt, die auch wesentlich mit dazu beigetragen hätten, eine weitere Steigerung der Kanalgebühren zu vermeiden. Umweltminister Uhlenberg habe noch einmal ausdrücklich bestätigt, dass aus dem Bereich seines Ministeriums selbstverständlich auch in der Zukunft Unterstützung für die Eifel zu erwarten sei. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

24.09.2009

Eifel-Welt ist noch ziemlich in Ordnung
Nur die Probleme der Landwirte brennen ziemlich auf den Nägeln. CDU-Abgeordneter Helmut Brandt wahlkämpfte in Simmerath.

CDU-Politiker werfen in Simmerath immer noch lange Schatten. Der zukünftige Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns (rechts) erläutert MdB Helmut Brandt den Stand der Bauarbeiten am Kraremann-Karree. Foto: Ernst Schneiders

Viel unterwegs ist Helmut Brandt aus Alsdorf, in Berlin Abgeordneter für dem Kreis Aachen, in Wahlkampfzeiten. Und so führte ihn sein Weg wenige Tage vor dem Urnengang nach Simmerath. Es war quasi ein Heimspiel für den CDU-MdB. Begleitet wurde er von Bürgermeister Hubert Breuer, dem gewählten Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns und dem CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Bernd Goffart. Die Probleme der Landwirte, der Tourismus und die Zukunft des Krankenhauses standen auf dem Laufzettel des Bundespolitikers.

Bei letzterem ist Brandt erfreut über die Entwicklung, das Ergebnis gemeinsamer Bemühungen. Er teile die Zuversicht des neuen Geschäftsführers Harold van Donzel, dass es gelingen werde, das Malteser-Krankenhaus zu erhalten: „Die mir bekannten Konzepte erscheinen zukunftsträchtig.“ Dank der Unterstützung der Nordeifel-Kommunen und des Kreises Aachen habe das schlingernde Schiff „Geburtshilfe“ in ruhigeres Fahrwasser geleitet werden können. Brandt: „Jetzt müssen auch die anderen Abteilungen gestützt werden. Herr van Donzel und ich sind da guten Mutes. Die entsprechenden Konzepte werden demnächst mit dem Malteser-Orden zu diskutieren sein.“

Bald die nächsten Schritte

Die Zusammenarbeit zwischen dem St. Brigida-Krankenhaus und dem Medizinischen Zentrum des Kreises Aachen in Würselen funktioniere überaus gut. Es sei „erstaunlich zu sehen, wie viele Transferleistungen es da gibt“. Nächstes Ziel sei die Optimierung der Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten. Brandt: „Ich bin zuversichtlich, dass in den nächsten Monaten die nächsten Schritte getan werden können.“

Ausgesprochen erfreulich nannte der MdB die Entwicklung des Tourismus. Die „beträchtlich steigenden“ Gästezahlen seien ein Beleg dafür, dass der Eifelsteig, der Wildnistrail und andere Angebote die richtige Mischung seien. Dennoch dürfe man sich jetzt nicht selbstzufrieden zurücklehnen, sondern müsse gemeinsam die Anstrengungen in den kommenden Jahren noch verstärken.

Einige Sorgenfalten zeigten sich dann schon im Gesicht des Politikers, als er auf die Probleme der Landwirte zu sprechen kam. Auf dem Hof Marx in Rollesbroich konnte er sich vor Ort überzeugen, welch ein Aufwand betrieben werden muss, um das Lebensmittel Milch zu erzeugen. Fachkundige Berater waren neben Rolf Marx Kreislandwirt Hans Roßkamp, Wilfried Jansen, Vorsitzender der Kreisbauernschaft, und Manfred Graff, Vorstandsvorsitzender der Milch-Union Hocheifel (MUH).

Wichtig sei bei der Preisgestaltung, so Brandt, ein Durchbruch auf EU-Ebene. Auch die Bundesregierung habe es nicht geschafft, sich in Brüssel durchzusetzen und für mehr Marktgerechtigkeit und höhere Entgelte für die Milchproduzenten zu sorgen. Überdies müsse der Markt zum Schutz der Produzenten und der Verbraucher transparenter gemacht werden. Brandt: „Wenn irgendwo Käse draufsteht, muss da auch Käse drin sein.“ Schließlich und endlich bedürfe es verbindlicher Regelungen für diejenigen Landwirte, die aus dem Markt aussteigen wollten. Das müsse jedoch alles von der EU geregelt werden. Nationale Beschlüsse reichten da nicht aus. Brandt: „Bei den Koalitionsverhandlungen nach der Wahl werden das Forderungen sein, welche die CDU/CSU im Koalitionspapier festschreiben wird.“

Nicht einverstanden war Helmut Brandt mit den Verkippen von zigtausenden Litern Milch auf Feldern und Wiesen. Diese Form des Protestes komme bei den Verbrauchern nicht gut an, werde von vielen als „unanständig“ bezeichnet. Den Protest müsse man künftig anders artikulieren. In zwei Monaten gibt es ein erneutes Treffen mit den Landwirten, um zu sehen, wie sich die Lage entwickelt hat.

Kein Zukunftsmodell

Wie es Sonntag ausgeht, „weiß ich genauso wenig wie alle andern“. Helmut Brandt ist einerseits zuversichtlich, dass es für CDU/CSU und FDP reicht. Andererseits befürchtet er, dass die SPD doch noch mit der Linken gemeinsame Sache macht, wenn eine rot-rot-grünen Mehrheit im Parlament möglich sein sollte. Die große Koalition, die passable Arbeit geleistet habe, sei indes kein Modell für die Zukunft. Brandt: „Wir haben zwei Lager, das bürgerliche und das grün-linke. Zwischen diesen beiden Lagern muss der Wähler sich am Sonntag entscheiden.“

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

24.09.2009

Geldregen in Simmerath
Sanierung der Hauptschule: Regierungspräsident überbrachte den Bewilligungsbescheid von knapp 4,5 Millionen Euro. Ziel: Schulstandort erhalten.

Von Ernst Schneiders

Arbeitsteilung: Dem amtierenden Bürgermeister Hubert Breuer (links) drückte Regierungspräsdent Hans-Peter Lindlar den Bewilligungsbescheid in die Hand. Der künftige Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns (rechts) hat die Arbeit damit. Foto: Ernst Schneiders

Simmerath. Es sollte ein schöner Tag für Simmerath werden und es wurde ein schöner Tag. Denn Kölns Regierungspräsident Hans-Peter Lindlar kam wahlwirksam selbst in die Eifel, um seinen Parteifreunden einen dicken Geldsack in die Hand zu drücken. Dieser Geldsack bestand zwar nur aus ein paar Blättern Papier, die aber hatten es in sich: Mit knapp 4,5 Millionen Euro wird die energetische und sonstige Sanierung der Hauptschule Simmerath gefördert. Die Gemeinde packt noch einmal 2,2 Millionen Euro Eigenmittel drauf und ist wild entschlossen, den Standort der Hauptschule zu erhalten, womöglich in „modifizierter Form“, wie der gewählte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns formulierte.

Geld kommt in Raten

„Die Gemeinde hat offenbar einen guten Antrag gestellt“, freute sich der RP, das Füllhorn öffnen zu dürfen. Allerdings kommt das Geld nicht in einer Summe, sondern in Raten, orientiert an den Planungs- und Bauschritten. „Richtig und wichtig“ fand Lindlar das Anliegen der Gemeinde, in die Schule zu investieren. Sobald die Sanierung abgeschlossen sei, könne die Hauptschule „von Stund’ an“ jede Menge Energiekosten einsparen.

Überdies sei es in Zeiten sinkender Bevölkerungszahlen wichtig, die Leistungsfähigkeit einer Schule vor Ort zu stützen, auch um dem Ort selbst sowie Handwerk und Gewerbe den Nachwuchs zu sichern. Lindlar: „Für die Kommunen in der Eifel, die etwas abseits vom Schuss liegen, ist es schwer, die jungen Leute zurückzuholen, wenn die erst einmal in ein Oberzentrum wie Aachen abgewandert sind.“ Künftig, so der Kölner RP, werde nicht mehr um Kunden, sondern um qualifizierte Mitarbeiter gekämpft, „und dieser Kampf wird sich verschärfen“.

„Ich nehme den Bewilligungsbescheid hocherfreut entgegen“, erklärte Bürgermeister Hubert Breuer süffisant, „die Arbeit damit hat mein Nachfolger.“ Und es wird sich baulich und vor allem energetisch einiges tun an der Hauptschule, wie ein Mitarbeiter der VIKA Ingenieure anschaulich darstellte, die seit zehn Jahren in Sachen Energieeffizienz unterwegs sind und in Aachen eines der energieeffizientesten Gebäude überhaupt gestaltet haben.

Nur einige wenige Beispiele: Die sanierungsbedürftige Hauptschule mit dem Standard eines Gebäudes aus den 1970er-Jahren verbraucht derzeit 108 kw/h pro Quadratmeter und Jahr. Nach Abschluss der energetischen Sanierung sollen nurmehr 15 kw/h pro Quadratmeter und Jahr sein, quasi der Standard eines Passivhauses und eine Energieeinsparung von nahezu 85 Prozent. Die Wärmerückgewinnung durch den Luftaustausch wird bei etwa 80 Prozent liegen, bis zu 460 Tonnen C0 2 können jährlich eingespart werden und der Bedarf an Heizungsenergie wird rapide sinken. Die Körperwärme, die die Schüler abstrahlen, werde unter Umständen schon als „Heizung“ ausreichen, so der VIKA-Fachmann.

Der Erhalt der Hauptschule ist im Simmerather Rathaus ein großes Anliegen, an dessen Verwirklichung Rat und Verwaltung gemeinsam mit dem Lehrerkollegium gemeinsam arbeiten wollen. Denn es könne nicht sein, dass die mit 15 500 Einwohnern größte Nordeifel-Kommune irgendwann ohne Schule dastehe. Karl-Heinz Hermanns: „Monschau kapriziert sich als Schulstadt für Gymnasium und Realschule. Wir in Simmerath machen das mit der Hauptschule genauso.“

In diese Richtung äußerten sich auch Rolf Sieben, neuer Konrektor der Schule, und Lehrerin Maria Mertens. In einer Steuerungsgruppe würde das Kollegium jetzt ausloten, wie die Vorgaben der Bezirksregierung umzusetzen seien, so Maria Mertens. Auch in diesem Punkt ist Karl-Heinz Hermanns zuversichtlich, der im Lehrerkollegium eine „große Bereitschaft“ gespürt hat, zu guten Ergebnissen zu kommen. Simmeraths künftiger Bürgermeister kann sich auch ein stärkere Vernetzung mit dem BGZ und dem Berufskolleg vorstellen. Hermanns: „Beide Einrichtungen liegen sozusagen um die Ecke.“

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

Eine Hecke als Hürde für die Ortsumgehung
Annäherung an eine Lösung für Kesternich: Ortsvorsteher sieht auch Enttäuschung bei einigen Anwohnern. Neues Gutachten wird eingeholt.

Massiver Lärmschutz und fließender Verkehr, der möglichst weit weg ist von der Bebauung: Das sind die wichtigsten Forderungen an die geplante Umgehungsstraße in Kesternich. Ortsvorsteher Ulrich Offermann versicherte, er werde „ständig“ den Lärmschutz einfordern. Er rief die Bürger dazu auf, ebenfalls durch „Bedenken und Anregungen“ auf den Lärmschutz zu drängen.

Die geplante Ortsumgehung für Kesternich war nun abermals Thema im Simmerather Bauausschuss. Bürgermeister Hubert Breuer informierte den Ausschuss und die zahlreichen Zuhörer über das Ergebnis eines Behördentermins Anfang September. Teilgenommen hatten daran unter anderem Achim Großmann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, der Bundestagsabgeordnete Helmut Brandt sowie Edgar Klein und Edgar und Christoph Jansen vom Landesbetrieb Straßenbau NRW, Niederlassung Eifel-Ville, die Untere Landschaftsbehörde, die Kesternicher Ratsvertreter Bernd Goffart und Helmut Keischgens, Bürgermeister Hubert Breuer und Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns.

Im Ortstermin sei für die Trasse eine „Möglichkeit“ gefunden worden, die auch die Bewohner der Rurberger Straße „zufrieden stellen“ könne, „wenn auch nicht ganz“, sagte Hubert Breuer.

Aus seiner Sicht sei ein „akzeptabler und machbarer Kompromiss“ erreicht worden. Dazu gehöre auch, dass der Verkehr, der von Einruhr hoch kommt, über einen Kreisverkehr vor dem Ortseingang abgeleitet werde. Die neue Straße solle nordwestlich „hinter der Brücke am Einzelhaus“ abzweigen. Die Bewohner im Dreieck würden durch einen Wall (am wegfallenden Teilstück der L 166) vor dem Verkehrslärm geschützt.

Der Landesbetrieb wird nun die Kompromiss-Variante durchplanen, dazu gehört auch, dass die ökologischen Auswirkungen (Eingriffe in die Natur) gutachterlich überprüft werden. Der vorgeschlagene Kreisverkehr soll durch „Bypässe“ (wie in Würselen) verstärkt werden, damit der „Verkehr fließender“ werde, ergänzte Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns. Die „Bypässe“ seien zwar noch keine „beschlossene Sache“, sie sollen aber geprüft werden.

Ortsvorsteher Ulrich Offermann betrachtete die neue Variante der Streckenführung recht skeptisch: „Auch bei der neuen Trasse gibt es tüchtige Verlierer, die Leute sind sehr enttäuscht.“ Offermann sieht ein „Teilstück, wo nichts getan“ werde, dort rücke die „Trasse den Leuten auf die Pelle“.

Es müsse daher in Sachen Lärmschutz unbedingt etwas geschehen. Auch an die Anwohner der Rurberger Straße und der Ecke Nordstraße/Sief appellierte er, ebenfalls auf den Lärmschutz zu drängen.

Alex Stiel, Sprecher der CDU-Fraktion im Bauausschuss, zeigte sich sicher, dass die nun gefundene Variante der Trasse „voll den Konsens“ finde. Jetzt sei es notwendig, die „Grundplanung auf den Weg zu bringen“, in der Detailplanung könnten die Bürger dann wieder „Bedenken und Anregungen“ vorbringen.

Hermann Josef Bongard (FDP) zeigte sich überzeugt, dass mit der neuen Variante die Ortsumgehung „Schritt für Schritt in die richtige Richtung“ komme. Zu prüfen sei, ob es wirklich notwendig sei, dass an der vorhandenen 2,85 Meter hohen Brücke, die über den von der Rurberger Straße abgehenden Wirtschaftsweg führt, festgehalten werden müsse. Nach der aktuellen Überlegung kann erst hinter der Brücke mit einer möglichen Verschwenkung der neuen Trasse in Richtung Ortsausgang Einruhr begonnen werden. Hermann-Josef Bongard mahnte: Aufgabe der Umgehung müsse es sein, „den Verkehr konsequent aus dem Ort herauszuhalten“.

Zur vorhandenen Hecke merkte Bürgermeister Hubert Breuer an: „Die Hecke ist ökologisch sehr wertvoll“, daher könne die Trasse dorthin nicht geführt werden.

Das wiederum konnte Marc Topp (SPD) „nicht ganz verstehen, dass eine Hecke wichtiger ist als der Mensch“. „Doch da sind uns wohl die Hände gebunden“, sagte Topp, der es „interessant“ fand, „welche Tiere denn da kreuchen und fleuchen“.

Heribert Vroemen (UWG) zeigte sich besorgt: „Die Tiere können uns die Umgehung noch kippen“.

Nach mehr als halbstündiger Debatte stimmte der Bauausschuss „dem Ergebnis des Behördentermins“ zu, lediglich Günter Mießen von den Grünen sagte Nein, denn die Grünen lehnen eine Ortsumgehung wegen der massiven Eingriffe in die Natur ab, sie plädieren für „intelligente Lösungen“ durch Ampeln, Kreisverkehre, Vorfahrtsänderungen und ein besseres Angebot im öffentlichen Nahverkehr.

Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns kündigte an, dass die Bürger über die Detailplanungen in einer öffentlichen Versammlung informiert würden.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

„Schockiert“ über die Schäden am Rathaus

Streit um die Verwendung der Mittel aus dem Konjunkturpaket in Simmerath. SPD setzt Gelder für Bordsteinabsenkungen durch. Kompromiss gefunden.

Das Rathaus in Simmerath muss dringend saniert werden: Das Dach ist undicht, an einigen Stellen muss das Regenwasser schon in Eimern aufgefangen werden. Auch in die oberen Schichten der Verklinkerung ist Feuchtigkeit eingedrungen, die Fugen dort sind schon abgeplatzt, so dass die Steine nur noch lose aufliegen.

Finanziert werden soll die 400 000 Euro-Maßnahme aus dem Konjunkturpaket II, aus dem der Gemeinde noch 778 500 Euro zur Verfügung stehen.

Mehr als 32 000 Euro von der ursprünglichen Gesamtsumme in Höhe von von 811 179 Euro werden in den Breitband-Ausbau in Lammersdorf, Huppenbroich, Eicherscheid und Hammer investiert.

230 000 Euro sollen zudem für die Sanierung des gemeindeeigenen Gebäudes an der Bickerather Straße 1 (alte Volksschule) investiert werden.

Die Vorschläge der Verwaltung sorgten im Bauausschuss allerdings für eine hitzige Debatte und für massiven Streit. Am langen Ende (mit Unterbrechung der Sitzung) aber stand ein einmütiger und einstimmiger Kompromiss.

Völlig überrascht

Von der Vorlage der Verwaltung über die Sanierung des Rathauses („dringender Handlungsbedarf“) waren die Fraktionen am Tag vor der Sitzung völlig überrascht worden. Die CDU sei da „anderer Meinung“, erklärte Alex Stiel, der die Position der CDU erläuterte: 300 000 Euro sollen „zunächst“ für die Sanierung des Rathauses (Dach und Klinkerwände) reichen; und statt 230 000 Euro für das Haus an der Bickerather Straße will die CDU nur 70 000 Euro für eine neue Heizung ausgeben.

Eine Drehtür für das Rathaus gewünscht
Die Verwaltung hat mit Hilfe von Fachfirmen den Aufwand für die Sanierung des Simmerather Rathauses ermittelt: Um das Dach zu sanieren, sind 250 000 Euro nötig, dazu kommen noch 50 000 Euro für die Sanierung der Klinkerwände.

Dann sollen auch noch die Fensterflächen im Dachbereich erneuert und die Einfachverglasung im Erdgeschoss (Eingangsbereich und früheres Stabsstellenbüro) ausgetauscht werden (55 000 Euro). Auch soll noch die Eingangstür inklusive Windfang durch eine Karussell-Tür ersetzt werden, Kosten: 25 000 Euro. Alles zusammen gerechnet würde die Sanierung des 35 Jahre alten Rathauses 405 000 Euro kosten.

Unstrittig war für die CDU die vorgesehene Investition von 13 000 Euro für die Flutlichtanlage am Ausweichsportplatz in Lammersdorf wie auch die 18 000 Euro für Sanierungen an den Gerätehäusern der Feuerwehren. Somit blieben für weitere Projekte noch rund 377 000 Euro übrig.

Die SPD war „stinksauer“ über den Vorschlag der Verwaltung, 405 000 Euro für die Sanierung des Rathauses auszugeben, sagte Marc Topp, Sprecher der SPD-Fraktion im Bauausschuss. Auch sei er „schockiert“ über den plötzlichen Sanierungsbedarf am Rathaus. Da werde plötzlich so getan, als stünde das Rathaus „kurz vor dem Zusammenbruch“.

Von den Ortsvorstehern seien vor Wochen Vorschläge eingefordert worden, wie denn das „Gemeinwohl vor Ort gefördert“ werden könne. Nun würden diese Vorschläge plötzlich nicht mehr gelten. Topp: „Das nun vorgelegte Paket spiegelt nichts mehr von den Vorschlägen wider. Die ganze Arbeit war für die Katz“, schimpfte Marc Topp, der als Ortsvorsteher seinerseits vorgeschlagen hatte, mit Hilfe des Konjunkturpaketes, Rollesbroich mit Breitband zu versorgen und in den Orten an den Einmündungen die Bordsteine abzusenken (Barrierefreiheit).

Nach dem Vorschlag der CDU sollten unter anderem Wirtschaftswege in Strauch (26 000 Euro) ausgebaut werden; für eine Flutlichtanlage an einem neuen Kleinspielfeld in Simmerath sollten 11 700 Euro aufgebracht werden.

Weitere Projekte nach dem CDU-Vorschlag: 18 500 Euro für die Umstellung der Heizung im Gemeinschaftshaus in Eicherscheid von Elektro auf Gas, energetische Sanierung des „Haus des Gastes“ in Erkensruhr und des Eifelhauses in Einruhr; Ausbau eines Wirtschaftsweges in Kesternich, Sanierung der alten Schule in Paustenbach (30 000 Euro), neue Heizung in der ehemaligen Schule in Huppenbroich (35 000 Euro), Bau eines DFB-Kleinspielfeldes am Sportplatz in Steckenborn (25 000 Euro) und Erneuerung einer Sitzgruppe am Friedhof in Steckenborn und an der Parkecke an der K 12 von Steckenborn nach Woffelsbach. Vor allem über die Sitzgruppe in Steckenborn schimpfte Marc Topp: Das sei eine Farce, dass Sitzgruppen wichtiger sein sollten als die Barrierefreiheit an den Gehwegen, es sei eine „Unverschämtheit“, wenn Bürger, die auf einen Rollator angewiesen seien, die Bürgersteige nicht erreichen könnten.

„Dafür ist kein Geld da“

Es sei nicht möglich, in allen Orten die Bürgersteige abzusenken, konterte Alex Stiel, „dafür ist kein Geld da“. Marc Topp ließ aber nicht locker: Die Gemeinde könne die Gehwege an den Einmündungen nach und nach absenken, doch auch dafür plane die CDU keinen Ansatz.

Auch Heribert Vroemen (UWG) plädierte dafür, mit dem Absenken der Bordsteine im Interesse der Bürger zu beginnen, „das ist dringend nötig“.

Herrmann-Josef Bongard (FDP) drängte auf einen Konsens, die Sanierung des Rathauses und die Barrierefreiheit seien wohl „wichtiger als der Ausbau von Wirtschaftswegen“.

Günter Mießen (Grüne) äußerte die Sorge, dass die Vorschläge der CDU nicht geprüft seien. „Was werfen wir über Bord, wenn das Geld nicht reicht ?“ Alex Stiel hielt der SPD vor, auch sie hätte wie die CDU neue Vorschläge einbringen können, wie denn das „restliche Geld“ aus dem Konjunkturpaket verwendet werden könne.

Schließlich wurde die Sitzung unterbrochen – für interne Beratungen in den Fraktionen. Das Ergebnis: Die CDU verzichtet auf die Sitzgruppe in Steckenborn, auf den Ausbau der Wirtschaftswege, zudem reduziert sie den Ansatz für das „Haus des Gastes“ in Erkensruhr auf 60 000 Euro. Stattdessen werden nun, wie die SPD dies gefordert hatte, 65 000 Euro eingeplant für das Absenken von Bordsteinen an Einmündungen als ersten Schritt. Die Priorität liege dabei wegen der Seniorenheime im Zentralort in Simmerath; zudem werden nun noch 24 000 Euro vorgemerkt für neue Fenster im Rathaus.

Mit dem Kompromiss waren dann alle Fraktionen zufrieden, der Beschluss darüber wurde dann auch einstimmig gefasst. Der Anmerkung von Edgar Titz (SPD) dazu: „Jeder Ortsvorsteher hat was bekommen.“ fügte Ralf Löhr (CDU) hinzu: „Selbst der Marc Topp.“

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

Zum Einkauf durch den Kreisverkehr
Der Verkehr im Gewerbegebiet Simmerath wird geordnet. Auf der Robert-Koch-Straße gilt trotz Kraremann-Karree vorerst weiter „Rechts vor Links“.

Baumarkt und Elek­tronikhandel, Lebensmitteldiscounter, Frisör und Getränkemarkt – wer im Simmerather Gewerbegebiet seine Erledigungen tätigt, muss früher oder später über die Kreuzung Humboldtstraße/In den Bremen.

Probleme zu Stoßzeiten

So lange man auf der vorfahrtsberechtigten Straße In den Bremen fährt, stellt die Schnittstelle noch kein großes Problem dar. Mindestens genauso viele Fahrzeuge befahren jedoch die Humboldtstraße und haben vor allem zu Hauptstoßzeiten so ihre Probleme beim Abbiegen auf besagter Kreuzung. Doch die Lösung ist nahe, am Dienstagabend brachte der Strukturausschuss der Ge­meinde Simmerath den Bau eines Kreisverkehrs an dieser viel befahrenen Kreuzung auf den Weg.

Beschlossen wurden ferner einige kleinere, den Verkehr ordnende Maßnahmen im Simmerather Gewerbegebiet sowie – vorerst – die Beibehaltung der Rechts-vor-Links-Regelung auf der Robert-Koch-Straße.

Grundlage der Debatte im Strukturausschuss war das Ergebnis einer Besichtigung der Verkehrskommission des Landesbetriebs Straßen NRW. Dieser hatte sich, so berichtete Bürgermeister Hubert Breuer, „sehr viel Zeit genommen, um den Verkehr im Gewerbegebiet zu beobachten und zu analysieren“. Ein Ergebnis, das allerdings im Strukturausschuss teils kontrovers gesehen wurde: Die bestehende Rechts-vor-Links-Regelung auf der Robert-Koch-Straße (vom Zebrastreifen am Krankenhaus bis zum Imbiss „Geheimtipp“) sei optimal, weil sie den Verkehr sichtbar beruhige. Das sah CDU-Sprecher Christoph Poschen etwas anders: „Rechts vor Links ist hier eine heikle Sache, vor allem, wenn der Verkehr auf dieser Straße nach Fertigstellung des Kraremann-Karrees noch zunehmen wird.“ Franz-Josef Hammelstein teilte die Meinung des Landesbetriebs. „Rechts vor Links zwingt die Autofahrer hier zu besonderer Vorsicht“, so der SPD-Sprecher im Strukturausschuss.

80 000 Euro Gesamtkosten

Einigkeit herrschte dagegen in Sachen Kreisverkehr. „Das ist die richtige Regelung für einen sehr kritischen Punkt“, berichtete Christoph Poschen vor allem von den Problemen, an Samstagen vormittags diese Kreuzung zu queren. „Hoffentlich bleiben die Gesamtkosten im veranschlagten Rahmen von 80 000 Euro“, meinte Franz-Josef Hammelstein angesichts der doch recht aufwändigen Baumaßnahme. Immerhin muss hier das Gelände angeglichen werden, da die Kreuzung im Gefälle liegt, der Kreisverkehr aber eben sein wird. Auch die SPD befürwortet den Kreisverkehrsplatz aber ansonsten uneingeschränkt. Das tat auch Claus Brust (UWG), hob aber mahnend den Zeigefinger: „Man sollte beim Bau vor allem auch an größere Fahrzeuge denken. Nicht, dass wir am Ende noch so einen Kreisverkehr bekommen wie die beiden vorhandenen in Simmerath, wo jeder Lkw seine Probleme hat.“

„Enttäuscht von der Vorlage“ zeigte sich Hermann-Josef Bongard (FDP), da sei „nichts Großes herausgekommen“, vermisste er eine Detailplanung und Antworten auf Fragen, die er vor Monaten zum Thema „Verkehr im Gewerbegebiet“ gestellt habe. „Wir sind hier im Strukturausschuss; mit den Einzelheiten zum Kreisverkehrsplatz wird sich der Bauausschuss zu gegebener Zeit beschäftigen“, wies Bürgermeister Breuer die Kritik zurück.

Man werde nun zunächst die Fertigstellung des Kraremann-Karrees abwarten und die dann neue Verkehrssituation erneut mit der Verkehrskommission erörtern, zog Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns das Fazit. Die Kosten für Planung und Bau eines Kreisverkehrs mit acht Metern Radius sollen im Haushalt 2010 eingestellt werden, zuvor wird sich aber der Bau- und Denkmalausschuss noch mit den baulichen Details des dritten Simmerather Kreisverkehrs befassen. (hes)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

Wahlergebnis analysieren
Ursachen aufdecken

Von Heinz Thoma

Nach der Wahl ist vor der Wahl. Die Christdemokraten in Simmerath wissen nur zu gut, dass nur ein kurzes Durchschnaufen erlaubt ist. Der nächste Wahltag naht.

Am 27. September wird der Bundestag neu gewählt. Und sogleich machte der CDU-Bundestagsabgeordnete Helmut Brandt jetzt den Parteifreunden des Simmerather Ortsverbandes deutlich, dass alles andere als Ausruhen angesagt ist.

«Wir haben keine Stimme zu verschenken», machte der Kandidat der CDU für den mittlerweile schon fast zur Geschichte gehörenden Kreis Aachen deutlich.

Und er machte keinen Hehl daraus, dass ihm auch die «klaren Verluste» in den Eifelkommunen als dereinst «schwarze Hochburgen» zu schaffen machen. Der scheidende Bürgermeister Hubert Breuer suchte nach einem ersten Ausweg: «Wir müssen uns deutlicher positionieren.»

Auch der Simmerather CDU-Ortsverbandsvorsitzende Stephan Braun nutzte den Abend, um den Parteifreunden ins Gewissen zu reden: «Das war kein gutes Ergebnis», konstatierte er nüchtern angesichts eines Verlustes von über acht Prozent im gesamten Gemeindegebiet. Dabei sah er vor allem die Jungwähler unterrepräsentiert.

Die Jugendlichen ab 16 Jahren seien der Wahl in zu großer Anzahl ferngeblieben. «Wir müssen nun schonungslos nach den Ursachen dafür suchen», weiß auch Braun genau, dass in fünf Jahren die schon jetzt faktisch verloren gegangene Mehrheit im Gemeinderat gänzlich verloren gehen könnte.

Für Stephan Braun ist es aber auch Anliegen, die Zusammenarbeit innerhalb der drei Eifelkommunen zu stärken. «Wir müssen eine Troika der drei Eifelkommunen anstreben», ermunterte der seine Parteifreunde auch «alte Zöpfe abzuschneiden». Die angestrebte engere Zusammenarbeit mit dem CDU-Ortsverband Konzen ist aus Sicht von Stephan Braun sozusagen eine erste Form des Schulterschlusses in Richtung Monschau.

Einen weiteren Schwerpunkt möchte Braun mit seinen Kollegen des Ortsverbandes bei der Wirtschaftsförderung setzen. Allein am Beispiel des notwendigen Ausbaus der B258 könne man erkennen, dass die Stimme der Eifelkommunen gebündelt werden müsse. Und: «Wir müssen noch mehr Arbeitsplätze nach Simmerath holen», so seine Forderung, würden doch immer mehr Pendler fast unzumutbare Wegstrecken zur Arbeit auf sich nehmen. «Wir haben mehr Ab- als Zuwanderungen», stellte der Vorsitzende bezogen auf junge Arbeitskräfte fest.

Man müsse feststellen, dass der Wähler zusehends kritischer werde, suchte der CDU-Bundestagsabgeordnete und gleichzeitig neue Kandidat für den Kreis Aachen, Helmut Brandt, nach einer ersten Erklärung für die Verluste in den CDU-Hochburgen in Monschau und Simmerath. Sein erster Ansatz zur Besserung: Die Themen müssen in den Vordergrund gerückt werden. Die zumeist plakativen Äußerungen der anderen Parteien könnten am ehesten mit Sachargumenten gekontert werden, die aber gleichsam kurz und bündig an den Mann zu bringen seien.

Den Christdemokraten in Simmerath riet er, nunmehr Gespräche mit «allen in Betracht kommenden Parteien» über eine Kooperation aufzunehmen. Zudem dürfe man künftig bei der Arbeit im Rat keine der Parteien ausgrenzen.

Als «nicht einfach» bezeichnete Brandt den Bundestagswahlkampf. Die Darstellung der eigenen Leistungen innerhalb der großen Koalition seien nur schwer zu vermitteln. Dabei habe man sicher «große Erfolge» zu verzeichnen. Die zügige und zielgerichtete Reaktion der Bundesregierung auf die Bankenkrise sei nur ein Beispiel.

Die Christdemokraten in der Eifel hätten nunmehr auch die Aufgabe, «die eigenen Wähler zu mobilisieren». Nicht allein mit dem «Schreckgespenst Rot-Rot-Grün» dürfe man Stimmung nach alter «Rote-Socken-Manier» betreiben. Sachargumente in einfacher Form serviert seien nötig, um den politischen Gegner in Schach zu halten. Denn eines ist für Helmut Brandt klar: Kommt es nicht zum so genannten bürgerlichen Bündnis mit der FDP, so wäre eine Neuauflage der großen Koalition der «Niedergang der CDU».

Doch mochte Brandt die Eifel nicht ohne eine Portion Optimismus verlassen: «Die asiatischen Märkte und allen voran China streben wieder ein gutes Wirtschaftswachstum an», ist sich der Christdemokrat sicher, dass ein Ende der Krise absehbar sei.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 


Gemeinderatswahl

Gemeinderatswahl 2009
Quelle:
VoteManager


Eine Mehrheit auf dünnem Eis in Simmerath

(P. St.) | 31.08.2009, 13:36

Simmerath. 78 Stimmen fehlten der CDU, dann hätte sie im Simmerather Gemeinderat einen Sitz mehr und damit noch einmal die absolute Mehrheit erreicht. So aber rutschte sie knapp unter die 50 Prozent und ist nur noch stärkste Fraktion. 16 Sitze fielen der CDU zu, 16 Sitze auch den anderen Parteien (SPD: 8, UWG: 4, Grüne 2, FDP: 2).

Zwar kann die CDU im Gemeinderat noch auf die Stimme des Bürgermeisters zählen, aber die Mehrheit bewegt sich auf sehr dünnem Eis. Die CDU wird sich also um einen Partner bemühen müssen.

Die CDU hatte alle ihre 16 Direktkandidaten über die Reserveliste abgesichert. Dies erwies sich als kluge Voraussicht, da wegen des Total-Absturzes in Rollesbroich ansonsten kein örtlicher CDU-Vertreter im Gemeinderat vertreten gewesen wäre.

Die wenigen fehlenden Stimme der CDU führten auch dazu, dass für der Steckenborner CDU-Vertreter Ralph Löhr der eigentlich recht sicheren Reservelistenplatz 17 nicht mehr reichte und er somit nicht mehr Rat angehören wird.

Der Erdrutsch in Rollesbroich, wo SPD-Ortsvorsteher Marc Topp mit 73,6 Prozent triumphierte, hatte entscheidenden Anteil an der neuen Verhältnissen im Gemeinderat. Da nützten auch in letzter Minute von der Rollesbroicher CDU verteilte Flugblätter («Besser zwei Praktiker als eine Theoretiker») nicht mehr, um Marc Topp, der gute Prognosen besaß, zu stoppen. Rollesbroich scheint auf dem besten Wege, Lammersdorf als SPD-Hochburg abzulösen. Nicht gelungen ist der Wechsel allerdings bei der Bürgermeisterwahl. In seinem Heimatort kam der neue CDU-Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns zwar auf 52,1 Prozent, aber ein Plus von nur 27 Stimmen gegenüber SPD-Bewerber Gregor Harzheim dürfte kein Grund zum Jubeln sein.

Ansonsten gab es auch andernorts viel Bewegung. Die Verluste der CDU in Huppenbroich (-10,1 Prozent), Steckenborn (-15,2), Teilen von Simmerath (-18,7) , Rollesbroich (-23,4) werden der CDU zu denken geben.

Wirklich massive Verluste gab es für die SPD nur in Erkensruhr (-14,5 Prozent), ansonsten überwiegen die Zuwächse, allen voran Rollesbroich (+28,6), Simmerath-Nordwest (+17,9), Steckenborn (+17,1).

Guter Dinge war auch die UWG, die nur in Kesternich-Oberdorf (-9,9 Prozent) höhere Verluste quittieren musste, ansonsten aber durchweg zulegte, was unter dem Strich ja auch mit einem Sitz mehr belohnt wurde. In Kesternich-Unterdorf gaben die Wähler dem UWG-Kandidaten mit 33,1 Prozent eigentlich einen klaren Auftrag, aber Helmut Keischgens, der sich bewusst nicht auf der Reserveliste absichern ließ, wird dem neuen Gemeinderat nicht angehören.

FDP und Grüne, die jeweils ihre beiden Sitze behielten, traten praktisch auf der Stelle, abgesehen von einem kleinen Ausreißer der Grünen, die im Wahlbezirk Steckenborn-Ost mit 12,2 Prozent Zuwachs ihr Ergebnis (24,2 Prozent) glatt verdoppelten. Unter dem Strich aber herrschte bei den beiden kleinen Fraktionen Enttäuschung.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Städteregion

Politiker aus Stadt und Kreis müssen zusammenrücken

Es wird künftig kuschelig eng werden für die 72 Vertreter des Städteregionstages, der am 29. Oktober zur konstituierenden Sitzung zusammenkommt. bei der SPD 20 statt 17, bei den Grünen 14 statt 12 und bei der FDP 6 statt 5 Sitze.

Mussten bislang bei Sitzungen der städteregionalen Verbandsversammlung 60 Delegierte aus Stadt und Kreis samt Verwaltungsriege, Presse und Bürger im funktionalen Mediensaal des gelben Kreishaus-Erweiterungsbaus untergebracht werden, sind es nun zwölf Politiker mehr. «Es wird zwang eng, aber das ist kein Problem. Das haben wir für 72 Vertreter getestet», sagt der zuständige Dezernent Axel Hartmann.

Der amtierende Kreisdirektor Helmut Etschenberg hat sich mit rund 40 Prozent klar gegenüber Uwe Zink (SPD) durchgesetzt. Foto: Ralf Roeger

Während es im Städteregionstag keine Ausgleichsmandate gibt, sind es im Aachener Stadtrat gleich zehn - und das führt zu dramatischen Platzproblemen im historischen Ratssaal, der erst vor kurzem neu gestaltet und mit edlem Mobiliar samt moderner Medienequipment ausgestattet worden ist. Für 64 Ratsleute ist der «neue» Saal geplant worden und ist damit schon pickepacke voll. Sogar Zuschauerreihen mussten weichen. Und jetzt müssen zehn Ratsleute mehr untergebracht werden. Bis zur konstituierenden Sitzung Ende Oktober muss die Frage geklärt, ob der «Überhang» in de Ratssal passt oder der Rat gar ausquartiert werden.

Der Hintergrund: Weil die CDU in den Wahlbezirken so stark (oder die SPD so schwach) war, haben die Christdemokraten 28 der 32 Direktmandate geholt. Das aber sind vier Sitze mehr, als ihnen im neuen Rat angesichts ihrer rund 37 Prozent zugestanden hätten. Also müssen die anderen Parteien nun einen «Ausgleich» erhalten. Das macht Hinzu kommen Linkspartei mit drei Sitzen sowie UWG, FWG und Piratenpartei mit jeweils einem Mandat - schon ist der Rat mit 74 Sitzen größer als das Parlament der Städteregion.

Künftig wird der Städteregionstag aus sechs Fraktionen bestehen. Die CDU mit 27 Vertretern, die SPD mit 21, die Grünen mit 1, die FDP mit 6. UWG und Linkspartei erreichen mit drei die Mindestgröße. Für die Reps sitzt ein Einzelvertreter in dem Kommunalparlament, das im Vergelich zum jetzigen Kreistag um 16 Sitze vergrößert wird. Der Grund: Die Größe der Gremien ist an die Einwohnerzahl gekoppelt. Der Kreistag repräsentiert rund 310000 Einwohner, der Städteregionstag circa 570.000 Menschen in Stadt und Kreis.

Während derzeit alles auf eine schwarz-grüne Kooperation hinausläuft, die auf 38 Sitze plus Städteregionsrat Helmut Etschenberg (CDU) kommt, gibt es noch andere rechnerische Mehrheiten - neben einer großen Koalition etwa auch eine Ampel aus SPD, FDP und Grünen, die indes in der Stadt Aachen weitaus wahrscheinlicher ist als in der Städteregion. Schließlich kooperieren CDU und Grüne seit 15 Jahren im Kreis.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

Karl-Heinz Hermanns wird neuer Bürgermeister von Simmerath

Karl-Heinz Hermanns (CDU) ist für sechs Jahre zum neuen Simmerather Bürgermeister gewählt worden. Mit 54,89 Prozent (4505 Stimmen) ließ erden SPD-Konkurrenten Gregor Harzheim, der auf 45,11 Prozent (3703 Stimmen) kam um knappe 10 Prozent hinter sich.

Die Partei des neuen Bürgermeisters konnte allerdings ihrem Spitzenmann nicht folgen und rutschte erstmals bei einer Kommunalwahl unter die 50 Prozent-Marke. Mit 49,05 Prozent verlor sie die absolute Mehrheit im Gemeinderat und verschlechterte sich gegenüber 2004 um fast acht Prozent und verliert gleichzeitig zwei Sitze im Gemeinderat.

Die Christdemokraten sind damit die Wahlverlierer, während die SPD sich mit 25,25 Prozent um sieben Prozent verbesserte und zwei Sitze im Rat dazu gewann. Wahlgewinner ist auch die UWG, die sich mit 13,4 Prozent leicht verbesserte und einen Sitz mehr (jetzt vier) dazu gewann. Nur minimale Veränderungen gab es bei den Grünen (von 6,5 auf 6,2 Prozent verschlechtert) und bei der FDP (von 6,1 auf 6,2 Prozent verbessert), die bei je zwei Sitzen bleiben und sich enttäuscht zeigten.

Freier Fall der CDU Rollesbroich

Kurz vor 20 Uhr zeichnete sich ab, dass Karl-Heinz Hermanns es schaffen würde. Die Parteifreunde hielten ihn ständig auf dem Laufenden, während im Ratssaal, wo rund 50 Bürger die Wahl verfolgten, die Ergebnisse eintrafen. Es gab Beifall, als Wahlleiter Manfred Nellessen um 19.54 Uhr das Ergebnis bekanntgab. «Mit Freude» vernahm der neuen Bürgermeister das Ergebnis, das im übrigen nicht weit seiner persönlichen Prognose entfernt lag. Nicht in allen 16 Wahlbezirken hatte Karl-Heinz Hermanns die Nase vorn; in zwei Lammersdorfer Bezirken und in den beiden Steckenborner Bezirken war Gregor Harzheim der Gewinner, in Steckenborn-Ost waren es sogar fast 77 Prozent. Mit ebenfalls 77 Prozent erzielte Karl-Heinz Hermanns dieses Ergebnis in Einruhr, in Hammer brachte er es sogar auf 85 Prozent.

Aufhorchen ließ das geradezu sensationelle Ergebnis von Marc Topp (SPD) in Rollesbroich, der mit 73,6 Prozent sich gegenüber 2004 um fast 30 Prozent verbessert und die CDU im freien Fall auf 19,1 Prozent abstürzen ließ.

In Einruhr gab es für Christoph Poschen mit 81 Prozent den höchsten CDU-Sieg im Gemeindegebiet, was der UWG mit ihrem Bewerber Helmut Keischgens in Kesternich-Unterdorf mit 33 Prozent gelang.

Das Riesen-Ergebnis in Rollesbroich dürfte wohl der CDU im Gemeinderat wohl die absolute Mehrheit gekostet haben; sie besitzt jetzt nur noch die Hälfte der 32 Ratssitze, die 33. Stimme hat der Bürgermeister.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Kesternich

Zugeparktes Kesternich:
Behörden halten sich erst mal raus

(ess) | 26.08.2009

Kesternich. «Wir sind eigentlich raus aus dieser Nummer», schätzt Polizeisprecher Paul Kemen die Aktion in Kesternich ein, die für Samstag und Sonntag geplant ist.

Anwohner und Mitglieder der Aktion pro Umgehungsstraße Kesternich haben, wie berichtet, angekündigt, ihre Autos beiderseits der Straucher und der Bundesstraße in regelmäßigen Abständen nach den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung abzustellen. Das reiche schon aus, um an einem normalen Sommerwochenende möglicherweise Staus ohne Ende zu produzieren. Damit wollen die Bürger ihrer Forderung nach dem Bau einer Umgehungsstraße Nachdruck verleihen.

Die Polizei sieht zunächst keinen Handlungsbedarf, weil die angekündigte Aktion den ruhenden Verkehr betrifft, für den die Gemeinde Simmerath zuständig ist, wie Paul Kemen erläutert. Auch greife die Annahme «Gefahr im Verzug» in diesem Falle nicht, weil die Aktion nicht spontan, sondern programmiert sei. Kemen: «Das ist im Polizeigesetz klar geregelt.» Sollte es dort allerdings beispielsweise zu Auffahrunfällen kommen, dann sei die Polizei wieder «drin in der Nummer».

Karl-Heinz Hermanns, Beigeordneter der Gemeinde Simmerath, geht davon aus, dass die Aktion in Kesternich nach den gesetzlichen Vorschriften abläuft und Chaos vermieden wird. Hermanns: «Als Tourismus-Gemeinde tun wir uns keinen Gefallen damit, wenn diese Aktion aus dem Rahmen fällt.»

In der Sache selbst haben die Kesternicher die uneingeschränkte Unterstützung des Beigeordneten: «Ich bin absolut für die Ortsumgehung. Und wenn wir sie jetzt nicht in trockene Tücher bekommen, dann habe ich die Befürchtung, dass sie überhaupt nicht mehr kommt. Ich habe volles Verständnis dafür, dass die Kesternicher am Wochenende ein Zeichen setzen wollen.»

Große Hoffnung setzt Hermanns auf den 4. September, wenn mit Staatssekretär Achim Großmann, weiteren Politikern und Behördenvertretern vor Ort eine Lösung aus dem Hut gezaubert werden soll. «Diese Lösung muss kommen», so der Beigeordnete, denn die Naturschutz-Problematik, von der auch das Kesternicher Projekt maßgeblich berührt wird, werde in Zukunft nicht einfacher, gleichzeitig werde das Verkehrsaufkommen steigen.

Der Kreis Aachen als zuständige Straßenverkehrsbehörde sieht wie die Polizei keinen Handlungsbedarf. «Wenn sich alles im Rahmen der Straßenverkehrsordnung bewegt, müssen wir nicht eingreifen», so Pressesprecher Hans-Josef Heinen. Aber was ist, wenn's brennt?

Quelle: Eifeler Zeitung

 

Simmerath

Rursee ist der Gewinner
Deutlicher Gästezuwachs in der Gemeinde Simmerath entgegen dem Trend. Aktuelle statistische Zahlen aus dem ersten Halbjahr 2009.

Nordeifel. Das NRW-Landesamt für Statistik hat jetzt die Tourismus-Bilanz für das erste Halbjahr 2009 vorgelegt. Demnach hat der Rursee hat gewonnen: an Gästen, an Attraktivität, an Angeboten. Von Januar bis Juni wurden in den 35 Betrieben (mit mindestens 9 Betten) genau 93 268 Übernachtungen gebucht, das sind 15 Prozent mehr als im ersten Halbjahr des Vorjahres.

An Gästen sind sogar 20,7 Prozent mehr in der Urlaubsregion Simmerath-Rursee angekommen, insgesamt waren es 30 790, darunter waren auch 7724 Gäste aus dem Ausland, das sind wiederum 19,4 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Jahres zuvor.

Mit 22 400 Übernachtungen im Monat Mai gab es in Simmerath „nur unwesentlich weniger Übernachtungen als im gesamten Kreis Düren“, freut sich Sebastian Lindt, der Geschäftsführer der Rursee-Touristik fügt erfreut hinzu: Mit einer mittleren Aufenthaltsdauer von 2,9 Tagen lag Simmerath im Mai im Kreis Aachen sogar auf Platz 1. Seine Bilanz: „Im Gegensatz zum leicht negativen Trend in der Region Eifel im Mai präsentiert Simmerath positive Zahlen.“

In das Reisegebiet Eifel und Region Aachen kamen im ersten Halbjahr 2009 3,2 Prozent weniger Gäste als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, insgesamt waren es 429 483 Gäste, die es zusammen auf 1 031 871 Übernachtungen brachten, was wiederum 4,4 Prozent weniger Übernachtungen waren als im ersten Halbjahr 2008.

Der Tourismus in Monschau musste mit 1,4 Prozent ein leichtes Minus hinnehmen, bei der Zahl der Übernachtungen lag das Minus sogar bei 6,2 Prozent. Die konkrete Zahl für Monschau: 71 910 Gästeübernachtungen von Januar bis Juni, 76 689 Übernachtungen waren es im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Die Daten für Simmerath: 93 268 Übernachtungen im ersten Halbjahr 2009 gegenüber 81 104 Übernachtungen im ersten Halbjahr 2008.

In diesen Zahlen enthalten sind auch die Übernachtungen der Gäste aus dem Ausland. Auch hier muss Monschau ein Minus von 2,3 Prozent (insgesamt 23 993) hinnehmen, während Simmerath ein Plus von 10,7 Prozent notiert. Allerdings liegt die Zahl der Gäste aus dem Ausland und deren Übernachtungen in Monschau deutlich höher als in Simmerath. In Monschau wurden im ersten Halbjahr 11 524 Ankünfte von Gästen aus dem Ausland mit insgesamt 23 993 Übernachtungen registriert, in Simmerath waren es 7724 Gäste mit 18 748 Übernachtungen.

Besonders lange bleiben die Gäste nicht: in Monschau lag die mittlere Aufenthaltsdauer im ersten Halbjahr bei 2,3 Tagen, in Simmerath sind es 3,0 Tage. Für Roetgen notiert das Landesamt sogar nur 1,7 Tage. In Roetgen kann der Tourismus aber insgesamt Zuwächse verbuchen: 12,4 Prozent bei den Gästeankünften (insgesamt 5095). Darunter waren auch 686 Gäste aus dem Ausland, was einem Plus von 23,6 Prozent entspricht. Allerdings ist die Zahl der Übernachtungen um insgesamt 2,2 Prozent auf 8910 zurückgegangen. Bei den Übernachtungen der Ausländer aber notiert das Landesamt für Roetgen ein Plus von 25,2 Prozent (insgesamt 1079).

Die Verweildauer der Gäste zu verlängern und die Auslastung zu verbessern, dies gehört zu den Zielen der Bemühungen im Tourismus. Für den Zuwachs in Simmerath von 20,7 Prozent bei den Ankünften sieht Sebastian Lindt von der Rursee-Touristik mehrere Gründe: der Eifelsteig, der viele Wanderer anlockt und den „Wildnis-Trail, für den jetzt die 1000. Buchung bearbeitet wurde. Der „Wildnis-Trail“ (in vier Tagen durch den Nationalpark) ist zum „großen Renner“ geworden, zumal viele Wanderer da unterwegs sind, ohne eine Übernachtung zu buchen.

Positiv wirkt sich auch die neue Wander-Station im Heilstein-Haus in Einruhr aus. „Die Station kommt gut an“, sagt Sebastian Lindt, der zuversichtlich ist, dass auch das Rurseezentrum mit dem Freibad und dem neuen Antoniushof zunehmend Gäste an den Rursee lockt. Im Antoniushof ist eine „breite Palette“ an touristischen Angeboten möglich, Sebastian Lindt denkt an Ausstellungen, Lesungen und auch an Konzerte.

Das Rurseezentrum, so erläutert Simmeraths Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns, will das Angebot für junge Familien mit Kindern verbessern. So soll schon im kommenden Herbst auf der Sandfläche vor dem Badesee ein Spiel- und Kletterschiff aus Holz errichtet werden. Die neue Spielplatzfläche, so Hermanns, ist eine „gute Ergänzung zu den Familientagen im Nationalpark und den Ferienspielen im Sommer“.

Die „Neue Mitte Woffelsbach“ soll zu einer neuen Attraktion am Rursee werden. Ziel der Gemeinde ist es dabei auch, so Karl-Heinz Hermanns, „durch die Gestaltung einer wasserorientierten Freizeitlandschaft in der Bucht von Woffelsbach ein Angebot zu schaffen, das vor allem auf Jugendliche zugeschnitten“ sei. Der Antrag auf Fördermittel ist bereits gestellt, die Entscheidung darüber wird Ende September erwartet. (dm)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

Huppenbroich

Neue Mitte für Huppenbroich

Ortsmitte des kinderreichen Gemeindeteils deutlich aufgewertet. Viel Politprominenz bei der Eröffnung. 1900 Quadratmeter Pflaster und 15 Straßenlampen.

Huppenbroich ist ein familien- und kinderfreundlicher Ort – ein Viertel der ca. 400 Einwohner sind Kinder. Dass man hier eine hohe Lebens- und Wohnqualität hat, davon sind die Bewohner überzeugt. Und nun haben die Huppenbroicher auch noch eine neue Mitte.

Am Samstag wurde bei strahlendem Sonnenschein die neu gestaltete Ortsmitte gleichsam eingeweiht. Zwar sind die Maßnahmen noch nicht ganz vollendet, doch man hatte schon länger diesen Termin festgelegt.

Verkehrssituation verbessert

Hubert Breuer, der Bürgermeister der Gemeinde Simmerath, sah sich im Kreis vieler Kommunalpolitiker, als er die Begrüßungsworte sprach: Kreisdirektor Helmut Etschenberg und der stellvertretende Bürgermeister Hans-Josef Hilsenbeck sowie der Beigeordnete, Karl-Heinz Hermanns, waren gekommen, außerdem Vertreter der Simmerather Ratsfraktionen und Mitarbeiter des Planungsbüros Becker. Andreas Hermanns, der für Huppenbroich mit zuständige Ortsvorsteher von Simmerath, hatte sich aufgrund anderer Verpflichtungen entschuldigen lassen und wurde durch Jens Wunderlich vertreten.

Hubert Breuer ließ den Werdegang der Veränderungen in Huppenbroich Revue passieren. Als Maßnahme zur Förderung der ländlichen Entwicklung wurde das Projekt vom Land und von der Bezirksregierung unterstützt. Die Einwohner von Huppenbroich wurden im April 2008 über die geplanten Veränderungen informiert, und im September wurde mit den Bauarbeiten begonnen. „Schwierige Wetterverhältnisse“, so Breuer, ließen teilweise eine zügige Arbeit nicht zu. Es wurden 1900 Quadratmeter Pflaster und 1250 Quadratmeter Asphalt verlegt, 15 neue Straßenlampen wurden installiert. Nun zeigt der Dorfplatz vor der Kapelle sein neues Gesicht – zwar noch nicht begrünt und noch ohne Bänke, doch die gesamte Anlage passt ins Ortsbild und verbessert die Verkehrssituation. Der Bürgermeister bat die Huppenbroicher, pfleglich mit den neuen Gegebenheiten umzugehen.

Jens Wunderlich, überzeugter Huppenbroicher und leidenschaftlicher Fürsprecher für das schöne Dorf, wies darauf hin, dass diese Maßnahmen die Bewohner nichts zusätzlich kosten würden: „Nach dem Kanalbau mussten wir auf jeden Fall die Straße erneuern, da habe ich angefragt, ob wir es gleich auch noch etwas schöner machen können. Ich bekam von allen Seiten Zuspruch, von der Bevölkerung, den Ortsvereinen und der Politik. Nun ist der schönste Wohnort in Simmerath noch schöner geworden!“ Jens Wunderlich bedankte sich herzlich bei allen Beteiligten, besonders bei den zuständigen Mitarbeitern der Verwaltung „denen ich ständig auf die Füße getreten habe“.

Am Dorfweiher, am Schnittpunkt Weiherstraße/Tiefenbachtalstraße, wird im September gearbeitet: Er wird etwas tiefer gemacht, von dem starken Schilfbewuchs soll etwas entfernt werden, dann wird die Wasserfläche wieder sichtbar. Auch der „kleine Dorfplatz“ soll ein einladender Platz werden.

Helmut Etschenberg betonte, dass auch er gerne in der Eifel wohne. Er erinnerte daran, wie energisch Bürgermeister Breuer das Dorferneuerungsprogramm vorangebracht habe. „Die Seele des Dorfes sind die Menschen dieser Region“, sagte er.

Neues Klettergerüst

Bei der anschließenden kleinen Feier am Spielplatz gab es eine Zugabe für die Huppenbroicher: Das Geld, welches auf den Dorffesten der vergangenen Jahre gesammelt wurde, wird für ein neues Klettergerüst verwendet. (ale)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Rurberg

Der neue Antoniushof:
Dank an die Helfer!

Antoniushof seiner Bestimmung übergeben

Am 14. Aug. wurde der neue Antoniushof in Rurberg offiziell seiner Bestimmung übergeben. Regierungspräsident Hans-Peter Lindlar überbrachte dabei eine Bewilligung über eine zusätzliche Förderung von 250.000 Euro. Über die tolle Landesfoerderung durch den Regierungspräsidenten (2. v.l.) freuen sich Ortsvorsteher und GbR Geschaeftsfuehrer Heiner Jansen, MdL Axel Wirtz, Bürgermeister Hubert Breuer, Kreisdirektor Helmut Etschenberg und Karl-Heinz Hermanns.


Eine „kollektive Superleistung“ am Rursee

Nach knapp zweijähriger Bauzeit wurde der neue Antoniushof in Rurberg eröffnet. Das Land legte bei der Förderung noch einmal kräftig nach.

Von Peter Stollenwerk Eiifeler Zeitung

Rurberg. Viele Rurberger werden sich vielleicht noch daran erinnern, als sie im Herbst 2007 im Halbdunkel der etwas abgestandenen Räumlichkeiten des 50 Jahre alten Antoniushofes zusammen kamen und die Gemeinde Simmerath ihre forschen Pläne für den Ausbau zum „sozio-kulturellen Zentrum“ vorstellte.

Damals hätten es wohl nur wenige für möglich gehalten, dass hier Anfang 2009 schon Karneval gefeiert würde.

Gestern Nachmittag nun wurde die Premium-Adresse, direkt am romantischen Rurseezentrum gelegen, offiziell eröffnet. Wer hier ein privates Fest feiern möchte, muss lange vorausplanen. Bis Ende des Jahres sind die Wochenendtermine praktisch komplett ausgebucht.

Die großzügig gestalteten Räumlichkeiten mit Blick auf Rursee und Nationalpark bieten alle Voraussetzungen eines zeitgemäßen Veranstaltungsraumes.

Die Eröffnungsfeier mit rund 100 Gästen war nicht nur ein großer Tag für Rurberg, sondern auch für Bürgermeister Hubert Breuer, der zu Beginn seiner Amtszeit die Tourismusförderung zur Chefsache erklärte hatte. Mit der Sanierung des Antoniushofes sei ein weiterer wichtiger Abschnitt in der Fortentwicklung der Rursee-Region vollzogen worden. Dass man damit richtig liege, zeigten auch die jüngsten Gästezahlen, wonach Simmerath als einzige Kommune in der Region vom negativen Trend abweiche. Mit täglich 420 Besuchern an jedem Tag im Juli sei das unmittelbar in der Nähe befindliche Nationalparktor die am meisten frequentierte Einrichtung ihrer Art. Rund um den Antoniushof sei in den vergangenen fünf Jahren die Infrastruktur deutlich verbessert worden, listete er eine Vielzahl von Maßnahmen, vom Nationalparktor bis zum Badesee, auf.

Hubert Breuer räumte aber auch seine anfänglichen Zweifel am Gelingen des Projektes ein. Im Laufe der Umsetzung aber sei die Homogenität unter den Ortsvereinen gewachsen, die mit 100 ehrenamtlichen Helfern 14 000 Stunden Eigenleistung erbrachten. Selbst eine Kostensteigerung des Projektes von ursprünglich kalkulierten 728 000 Euro auf 900 000 Euro wurde verkraftet, denn das Land, das die Maßnahme mit 80 Prozent förderte, legte noch einmal kräftig nach, und pünktlich zur Eröffnung überbrachte Regierungspräsident Hans-Peter Lindlar gestern den Nachförderungsbescheid in Höhe von 250 000 Euro. Diese Ausnahmeregelung sei nur deshalb getroffen werden, weil der ehrenamtliche Einsatz vor Ort in hohem Maße anerkannt worden sei. Diese Arbeit mache den stattlichen Gegenwert von 200 000 Euro aus. Lindlar sprach beim Anblick des Gebäudes von einem „tollen Ergebnis in einer herrlichen Landschaft.“ Nun, nachdem das Projekt abgeschlossen sei, könnten sich die Rurberger auch gerne wieder von der Bezeichnung „sozio-kulturelles Zentrum“ trennen und wieder zum angestammten Namen zurückkehren, schmunzelte der RP.

Unverzichtbare Stützen beim Bau des Antoniushofes Rurberg; Erwin Lutterbach, Josef Bongard, Josef Müllejans und Christoph Nellessen (v. li.) .Foto: P. Stollenwerk

Zuvor hatte Heiner Jansen, Ortsvorsteher und zugleich Vorsitzender der Vereinsgemeinschaft, die den Antoniushof betreibt, den enormen Einsatz und das große Engagement der zahlreichen Helfer gewürdigt. Jansen ging auch darauf ein, dass man nun zur Tenne in Eicherscheid zwar im Wettbewerb stehe, aber jede Einrichtung verfüge über ausreichend Alleinstellungsmerkmale.

 

„ Als Ortsvorsteher könnte ich platzen vor Stolz, als Geschäftsführer der Vereinsgemeinschaft stöhne ich über die vielen Termine.“

Heiner Jansen, Team Antoniushof Rurberg

„Ihr habt Großartiges geleistet!“, rief er seinen Mitstreitern zu, die viele Tage und Stunden auf der Baustelle verbracht hatten. „Das ist eine kollektive Superleistung!“ Er äußerte den Wunsch, dass sich immer genügend Freiwillige finden würden, um den Antoniushof zu pflegen.

Von einem „weiteren Juwel“ in der Eifel sprach Kreisdirektor Helmut Etschenberg. Rurberg habe seine Chancen, die durch den Nationalpark eröffnet worden seien, genutzt. Der Antoniushof stehe „genau am richtigen Platz“. Bürgermeister Hubert Breuer habe damals die Zeichen der Zeit erkannt, und Etschenberg sah den Antoniushof als einen weiteren Baustein auf dem Weg zum großen Ziel, „dass die Eifel Naturerlebnisregion Nummer eins wird.“

Im Anschluss an die Feierstunde konnten die Gäste dann schon einmal ein Gefühl dafür entwickeln, wie es sich wohl im neuen Antoniushof feiern lässt.

Das Programm des Nachmittags hatte Bruno Nellessen moderiert, und aufmerksam lauschten die Gäste dabei auch den gekonnten Gesangseinlagen von Michelle Braun aus Steckenborn.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath/Monschau

Städteregion:
Zusammenarbeit zwischen Simmerath und Monschau

Gewerbegebiet «Am Gericht» wieder aktuell

(P.St.) | 12.08.2009

Hans-Josef Hilsenbeck Alexander Lenders Helmut Etschenberg
CDU-Kandidaten für den Städteregionstag CDU-Kandidat für den Städteregionsrat

Die oft mühsam beschworene Zusammenarbeit zwischen den Nachbarkommunen Monschau und Simmerath soll in Zukunft keine Worthülse mehr sein: Das jedenfalls ist der Wunsch der beiden Nordeifeler CDU-Kandidaten für den Städteregionstag, Alexander Lenders (Monschau) und Hans-Josef Hilsenbeck (Simmerath).

Gemeinsam mit ihrem Spitzenkandidaten für das Amt des Städtregionsrates, Helmut Etschenberg, sieht man jetzt die ideale Konstellation gegeben, um diese Zielsetzung mit Leben zu erfüllen. Dass Kreisdirektor Helmut Etschenberg in Monschau lebt, begünstigt ohne Zweifel das Vorhaben.

Immerhin symbolischen Charakter hatte es da schon, dass das Kandidaten-Trio an der kommunalen Schnittstelle Am Gericht sein Programm erläuterte.

Monschau und Simmerath sähen sich in der Verpflichtung, weiterhin Gewerbeflächen für ansiedlungswillige Unternehmen vorzuhalten. Um für Anfragen gerüstet zu seien, habe man sich ein interkommunales Gewerbegebiet «auf die Fahnen geschrieben.»

Auch Hans-Josef Hilsenbeck hält fest, dass ein gemeinsames Gewerbegebiet «keine Vision ist.» Im 2002 verabschiedeten Gebietsentwicklungsplan habe man Flächen Am Gericht vorsorglich als Sondernutzungsflächen ausgewiesen. Wenn beide Kommunen hierfür Bedarf anmeldeten, dann werde der Plan entsprechend geändert, und Hilsenbeck wagte die Prognose, «dass der Plan geändert wird.»

Die Städteregion, die im Herbst die 2009 den bisherigen Kreis Aachen ablöst und gemeinsam mit der Stadt Aachen ein überregional agierendes Gremium bilden wird, soll der Region «eine völlig neue Bedeutung geben», sind die CDU-Kandidaten überzeugt.

Gewinner in der Städteregion soll auch der Tourismus sein, den die Kandidaten in erster Linie als Wirtschaftsfaktor betrachten. Vom geplanten Vennbahn-Radweg verspricht man sich viele touristische Impulse, verbunden mit Erwartung, dass auch die privaten Leistungsträger die in letzter Zeit insgesamt stark verbesserte touristische Infrastruktur als Chance für neue Angebote nutzen.

Helmut Etschenberg schwebt vor, dass die Städteregion nicht nur den Boden für eine verstärkte touristische Zwischen der Stadt Aachen und der Eifel bereitet, sondern auch für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Warum sollten nicht Nationalpark Eifel und Hohes als gemeinsames Schutzgebiet ihre Stärken und Vorzüge zusammenführen, und der Region damit die Chance eröffnen, nicht nur die Wissens- und Bildungsregion Nummer eins sondern auch die Naturerlebnis-Region Nummer eins in Deutschland werden? Allein schon aus diesem Grund möchte Etschenberg weiterhin in den verschiedenen touristischen Gremien mitwirken.

Interkommunaler Treffpunkt Am Gericht: Die Eifeler CDU-Kandidaten für den Städteregionstag, Alexander Lenders (Monschau, li.) und Hans- Josef Hilsenbeck (Simmerath) wollen gemeinsam mit Spitzenkandidat Helmut Etschenberg (Mi.) die Kooperation der Nachbarkommunen konkretisieren. Foto: P. Stollenwerk

Ein zentrales Anliegen aus Eifeler Sicht, die Verbesserung der Verkehrsanbindung nach Aachen, soll mit der Städteregion endliche konkrete Formen annehmen. Der dazu erforderliche vierspurige Ausbau der B 258 außerhalb der Ortschaften soll zunächst vorrangig im Bereich Oberforstbach und der Autobahnauffahrt Lichtenbusch erfolgen.

Helmut Etschenberg sieht darin nicht nur eine erhebliche Erleichterung für die Pendler, sondern auch für den Wochenend-Verkehr. Der dringend erforderliche Ausbau der Straße diene somit der Attraktivität des gesamten Raumes. Selbst die Option eines Schienenanschlusses in die Eifel solle man zumindest offen halten.

Zur Verbesserung der Verkehrssituation gehört es für Hans-Josef Hilsenbeck, das restliche Straßennetz im Auge zu behalten. Hier spricht er die L 106 von Konzen ins Rurtal an, die sich in einem «katastrophalen Zustand» befinde. Ein dringliches Problem sei auch die lückenlose Fortführung des Rurufer-Radweges in Bereich Grünental. Die Unterbrechung des Weges auf diesem Stück werde «permanent nachgefragt.»

Auch Geld spielt bei der Städteregion eine wesentliche Rolle. Aus der Sicht der Kommunen, die oft «enorm unter der Kreisumlage gelitten haben», müsse die Städteregion auch konkrete Einsparungen leisten, fordert Alexander Lenders. Helmut Etschenberg will diesen «Nachweis der Glaubwürdigkeit» erbringen. Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen die jährlichen Personal- und Sachkosten um drei Millionen Euro (10 Prozent) heruntergefahren werden.

Ein wesentlicher Programmpunkt für die Zukunft ist für Helmut Etschenberg schließlich auch der Erhalt des Simmerather Krankenhauses unter «qualitativer Trägerschaft.» Simmerath ohne eine Krankenhaus sei schlicht und einfach «nicht vorstellbar.»

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

 

Simmerath

CDU Simmerath:
Erhalt des Krankenhauses als wichtigste Aufgabe

(P. St.) | 04.08.2009

Simmerath. Selbstbewusst und im Vertrauen auf die eigenen Stärken tritt die CDU Simmerath in die heiße Phase des Kommunalwahlkampfes. «Die CDU wird wieder die stärkste politische Kraft in der Gemeinde Simmerath und ihre absolute Mehrheit im Gemeinderat verteidigen», legt sich Gemeindeverbandsvorsitzender Bernd Goffart aus Kesternich bereits fest.

Das Spitzenquartett der CDU Simmerath, Städteregions-Kandidat Hans-Josef Hilsenbeck, Vorsitzender Bernd Goffart, Bürgermeister-Kandidat Karl-Heinz Hermanns und Fraktionssprecher Bruno Löhrer (v. li.) wollen auch weiterhin durch die Präsenz vor Ort dem Bürger nah sein. Foto: P. Stollenwerk

Als Mehrheitspartei werde man mit einem veränderten Team die «erfolgreiche Arbeit», die verantwortlich für die positive Entwicklung der Gemeinde gewesen sei, fortsetzen, betonen der Vorsitzende gemeinsam mit CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer (Strauch) und Hans-Josef Hilsenbeck (Dedenborn), dem Simmerather Kandidaten für den Städteregionstag im Pressegespräch.

Karl-Heinz Hermanns:
Tag des Ehrenamtes und attraktive Preise

Als neuer Bürgermeister der Gemeinde Simmerath möchte Karl-Heinz Hermanns einige Akzente setzen. Dazu gehört nicht nur ein verbesserter Service für die Bürger im Rathaus; es soll künftig jährlich ein Gemeindetag des Ehrenamtes stattfinden. Dabei soll „in einem würdigen Rahmen“ das überdurchschnittliche Engagement von Bürgern in Vereinen, aber auch außerhalb von Organisationen stärker als bisher hervorgehoben werden.

Neu eingerichtet werden soll in der Gemeinde ein Generationenausschuss, wo Alt und Jung im Hinblick auf die demographische Entwicklung in den Dialog treten sollen.

Bei der Wahlwerbung hat sich der CDU-Bürgermeister-Kandidat etwas Besonders einfallen lassen, indem er 10 größere Preise, vom Flachbildschirm bis zum schnurlosen Telefon, verlost. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass die Bürger den demnächst erscheinenden Flyer des Kandidaten, der eine Losnummer enthält, aufbewahren. Am Wahltag (30. August) soll um 17 Uhr in der Seniorenresidenz Simmerath die öffentliche Ziehung der Gewinner stattfinden.

Für den CDU-Bürgermeister-Kandidaten Karl-Heinz Hermanns (Rollesbroich) ist mit Blick auf die infrastrukturelle Entwicklung der Gemeinde der Erhalt des Simmerather Krankenhauses die wichtigste Aufgabe. Hermanns blickt voraus: «Wenn die Malteser den Erhalt des Krankenhauses nicht langfristig sichern können oder wollen, dann muss ein neuer kompetenter und starker Träger unter Einbeziehung der Städteregion gefunden werden.»

Was die Dorfentwicklung betrifft, rückt der kleine Ort Woffelsbach an die erste Stelle. Die «neue Mitte» mit dem Schwerpunkt Jugendtourismus soll endlich Formen annehmen. Wie das Projekt sich allerdings konkret darstellen wird, ist noch nicht bekannt. Dies hängt davon ab, in welchem Umfang EU-Zuschüsse genehmigt werden. Die Entscheidung darüber soll bis Ende September fallen. Karl-Heinz Hermanns: «Wir stehen bei den Bürgern im Wort.»

Nicht nur in diesem Punkt sieht Gemeindeverbandsvorsitzender Bernd Goffart die «Kompetenz und Kreativität» des CDU-Bürgermeister-Kandidaten bestätigt. Aus seiner täglichen Arbeit als Beigeordneter und seinem jahrzehntelangen Engagement für Vereine sei Hermanns den Bürgern bekannt, «nicht von Touren durch die Kneipen.»

Nähe zum Bürger

Überhaupt sei die Nähe zum Bürger «die absolute Stärke» der CDU mit ihren 600 Mitgliedern in elf Ortsverbänden. Die Ratsvertreter und sachkundigen Bürger seien in den der jeweiligen Dorfgemeinschaft verwurzelt und gestalteten vor Ort die Entwicklung mit. Dazu seien nicht alle Parteien in der Lage. Goffart: «Weiß ein Kandidat aus Lammersdorf wirklich, was die Bürger in Kesternich denken?»

Die Präsenz vor Ort will die CDU Simmerath dadurch unterstreichen, dass sie für jeden Ort ein spezielles und konkretes Wahlprogramm aufgelegt hat, das die demnächst per Flyer verteilen wird. Goffart: «Die Berücksichtigung der Bürgerinteressen vor Ort ist ein Alleinstellungsmerkmal der CDU.»

So solle der Wille der Bürger künftig noch stärker in die politischen Entscheidungsprozesse eingebunden werden, fügt Fraktionsvorsitzender Bruno Löhrer hinzu. Als Beispiele nennt die beabsichtige Neufassung der Friedhofssatzung oder eine Umgehungsstraße für Kesternich, «mit der alle Bürger leben können.» In diesem Zusammenhang blickt Hermanns auch auf die B 258 Richtung Aachen, deren vierspurigen Ausbau er fordert, wobei für die Ortsdurchfahrt Roetgen mit den Bürgern und Fachleuten «eine kreative Lösung» entwickelt werden solle.

Auch bei kleineren Entscheidungsprozessen, ergänzt Karl-Heinz Hermanns, wolle man den Bürger stärker einbinden. Als gelungenes Beispiel dafür sieht er die Entwicklung des Kraremann-Karrees in Simmerath. Durch die Mitwirkung der Anwohner sei die Akzeptanz der Baumaßnahme erhöht worden.

Von Cliquenbildung, wie von der UWG vorgehalten, könne keine Rede sein. Die Einbeziehung der Bürger, ist sich die Simmerather CDU-Spitze einig, gehöre «unbedingt zur Weiterentwicklung der Gemeinde.»

Quelle Eifeler Zeitung

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Nordeifel

Vierspuriger Ausbau der Bundesstraße 258 statt Umgehungsstraßen
Gespräch der CDU mit dem Landesbetrieb. Dreistreifiger Ausbau des für Pendler wichtigen Streckenabschnitts zwischen Pascalstraße und Kalkhäuschen steht an.

Nordeifel. Die Verantwortungsträger der CDU für die Eifel-Kommunen wollen sich auf allen politischen Ebenen für den konsequenten vierspurigen Ausbau der B258 zwischen Konzen und der Autobahnauffahrt zur A 44 in ­Aachen-Lichtenbusch einsetzen. Dies war der Tenor eines Treffens, das auf Einladung des CDU-Kreisvorsitzenden Axel Wirtz MdL nun im Kreishaus stattfand (wir berichteten).

Teilnehmer des Gesprächs waren neben Wirtz Kreisdirektor Helmut Etschenberg der Bundestagsabgeordnete Helmut Brandt, die Beigeordneten Margareta Ritter aus Monschau und Karl-Heinz Hermanns aus Simmerath, der Roetgener Fraktionsvorsitzende Michael Seidel aus Roetgen sowie der Leiter des Landesbetriebes Straßenbau, Niederlassung Eifel, Dipl. Ing. Edgar Klein.

Nur eine Zwischenlösung

Zur Zeit steht konkret der dreistreifige Ausbau des Streckenabschnitts zwischen Pascalstraße und Kalkhäuschen an, wie Edgar Klein berichtete. „Es geht vor allen Dingen jetzt zunächst darum, die Leistungsfähigkeit der Kreuzungen durch zusätzliche Fahrspuren und Einfädelungen zu verbessern“, so der Leiter des Landesbetriebs. Ebenfalls werde zeitnah konkret der dreispurige Ausbau des weiteren Streckenabschnitts zwischen Kalkhäuschen und dem Ortseingang Roetgen verfolgt, weil es hier immer wieder zu Gefahrensituationen komme.

Alle Gesprächsteilnehmer verdeutlichten, dass dies nur eine Zwischenlösung sein kann. Helmut Brandt kündigte an, sich dafür einzusetzen, dass der vierspurige Ausbau in der bundesweiten Fernstraßenbedarfsplanung bei der anstehenden Fortschreibung berücksichtigt werde; hierüber würden in Kürze Bund-Länder-Gespräche stattfinden.

Es bestand ebenfalls Einigkeit darin, dass der Gedanke einer Ortsumgehung Roetgen nicht weiter verfolgt wird. Vielmehr soll die Ortsdurchfahrt Roetgen durch entsprechende technische Maßnahmen sicherer gestaltet werden.

Konkret wurde Edgar Klein von allen Gesprächsteilnehmern gebeten, umgehend auch auf dem Streckenabschnitt zwischen Roetgen und Fringshaus eine Dreispurigkeit umzusetzen, wobei die „Mäusetunnel“ so schnell wie möglich beseitigt und die aus Lammersdorf kommende Einmündung an Frings­haus technisch verbessert werden müssen.

Insgesamt bekräftigten alle Gesprächsteilnehmer nochmals, dass aber auch der gesamte Abschnitt von Roetgen bis Konzen inklusive der über belgisches Hoheitsgebiet verlaufenden Teile vierspurig werden müsse. „Da es keine Entscheidungen und Planungen gegen den ausdrücklichen Willen der jeweiligen Kommune mit der CDU geben wird, werden sich unsere Verantwortlichen auf allen politischen Ebenen auch gegen eine Ortsumgehung Konzen und Imgenbroich aussprechen“, sagte Axel Wirtz im Namen aller Gesprächsteilnehmer.

Auf Dauer größere Probleme

„Wir müssen deutlich machen, dass wir ohne einen endgültigen vierspurigen Ausbau der gesamten Straßenverbindung zwischen ­Aachen und Monschau auf Dauer noch viel größere Verkehrsprobleme bekommen werden“, erklärte Kreisdirektor Helmut Etschenberg. „Daher bin ich sehr froh, dass wir im heutigen Gespräch Übereinstimmung hinsichtlich der kurzfristig zu erreichenden Verbesserungen erzielen konnten und auch der vierspurige Ausbau konkret angestrebt wird.“

Die Vierspurigkeit gelte natürlich nicht für die Ortsdurchfahrt Roetgen, wie es abschließend hieß. Hier gehe es vielmehr darum, „die berechtigten Interessen der Anlieger (Verkehrssicherheit, Lärmbelästigung) zu berücksichtigen und in Einklang mit der zügigen Abwicklung der Durchgangsverkehre zu bringen“, so die Presseerklärung der CDU.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

Rathausplatz
Wie viel Blech verträgt der Simmerather Rathausplatz?
Angeregte Diskussion zur Umgestaltung der Fläche im Herzen des Zentralortes. „Simmerath muss frei von Parkgebühren bleiben.“

Die Schwaben bezeichnen es gerne als „heiliges Blechle“, für die anderen ist es der ökologische Sündenbock schlechthin: Das Auto. Im Rahmen der Diskussion über die Umgestaltung des Simmerather Rathausplatzes, zu dem der Simmerather CDU-Ortsverband geladen hatte, sorgte des „Deutschen liebstes Kind“ für eine sehr angeregte Diskussion. Von „komplett autofrei“ bis zu einer verkehrsberuhigten Verkehrsführung als Einbahnstraße quer über den Platz reichte das bunte Spektrum an Meinungen. Doch auch das Parken der automobilen Glückseligkeit wurde zum Thema.

„Um ein gewisses Leben zu vermitteln“, sei das Auto nicht vom Rathausplatz zu verbannen, meinte der Beigeordnete und CDU-Bürgermeisterkandidat, Karl-Heinz Hermanns, der sich zwischen Verteufelung und Vergötterung durchaus auch den klassischen Kompromiss vorstellen konnte. Bezogen auf die derzeitig eher angespannte Parksituation merkte Hermanns an, dass sich mit dem möglichen Rückbau des Spielplatzes am oberen Ende der Fuggerstraße und der neu entstehenden Parkfläche für die Raiffeisenbank gegenüber dem Ärztehaus sowie den neuen Parkflächen, die nach Fertigstellung des Kraremann-Karrees entstehen werden, die „Lage sicher entspannen wird“. Der barrierefreie Zugang zum Platz sowie zum Rathaus seien weitere Elemente, um den Platz zu beleben. Denn: „Dieser Platz ist ein Aushängeschild für die gesamte Gemeinde Simmerath“, betonte der CDU-Bürgermeisterkandidat. Sehr deutlich sprach Hermanns aus, was sowohl Rat als auch Verwaltung dächten: „Egal wie die Haushaltslage der Gemeinde ist, Simmerath muss frei von Parkgebühren bleiben.“

Einheitliche Parkregelung

Der Vorsitzende des Gewerbevereins, Michael Hass, regte an, dass es eine einheitliche Regelung für die Beparkung der Flächen im Zentralort geben müsse. Eine Begrenzung des Parkens auf zwei Stunden sowie die Schaffung von Parkflächen außerhalb des Zentrums für Dauerparker seien aus seiner Sicht sinnvoll.

Karl-Heinz Hermanns brachte die automobile Diskussion der unterschiedlichen Interessenvertreter auf den Punkt: „Wir streben einen größtmöglichen Konsens an.“

Karl-Heinz Hermanns:
„Das ist keine Alibi-Veranstaltung“, entkräftet Karl-Heinz Hermanns die Befürchtung eines Bürgers, wonach die Würfel im Rathaus möglicherweise schon gefallen seien. Kurzum versicherte Hermanns: „Wir wollen möglichst viele Anregungen von denjenigen Menschen, die den Platz nutzen.“ An dieser Stelle machte der Beigeordnete Karl-Heinz Hermanns noch einmal deutlich, dass es noch keine umfängliche Konzeption gebe. Er warnte aber: „Was nutzt uns ein attraktiver Platz, der tot ist?"

Impressionen der Bürger-Diskussion
Foto: Thoma

Beschilderung und Beleuchtung, Bänke und Blumenbeete

Erster Meinungsaustausch zur Umgestaltung des Rathausplatzes in Simmerath. Vor allem die anliegenden Gewerbetreibenden tragen viele Anregungen vor.

Auf Damenschuh gerechtes Pflaster und eine Strom-Tankstelle für Elektro-Fahrräder ist zu achten. Der Auftrag der Bürger an den CDU-Ortsverband Simmerath war umfänglich. Die Christdemokraten hatten zum ersten Meinungsaustausch der anstehenden Umgestaltung des Rathausplatzes in die Stadtresidenz geladen. Vor allem die gewerbetreibenden Anrainer waren gekommen um ihre Anregungen und Wünsche zu äußern.

„Es geht heute ausdrücklich um einen ersten Meinungsaustausch“, betonte der Beigeordnete und CDU-Bürgermeisterkandidat Karl-Heinz Hermanns, der darauf hinwies, dass im Herbst seitens der Gemeindeverwaltung eine umfangreiche Bürger-Info stattfinden werde. Doch welchen Platz soll nach der Umgestaltung das Auto als des deutschen liebstes Kind erhalten? Diese Frage beschäftigte die Bürger an diesem Abend am meisten (siehe weiteren Bericht).

Mit einem ausdrücklichen Dank an den Hausherrn der Stadtresidenz eröffnete der erste Vorsitzende des Simmerather CDU-Ortsverbandes, Stephan Braun, den offenen Meinungsaustausch. Auch Braun machte deutlich, worauf es den Christdemokraten ankommt: „Wir möchten die Bürger offen beteiligen. Ihre Ideen und Anregungen sollen mit in die Planung einfließen.“ Diesen Wunsch äußerte auch der CDU-Ratskandidat Josef Mohren, der fortan fachmännisch und souverän die Leitung der Diskussion übernahm. „Unsere Aufgabe ist es, zu sammeln und sonst gar nichts“, betonte Mohren. Der Ortsverband sei ohne jede eigene Vorgabe in diese Bürgerveranstaltung gegangen.

Nachteile für Geschäfte befüchtet

Nach einem etwas zähen Beginn fielen die Ideen und Anregungen bald wie reife Früchte. Die bereitgestellte Tafel füllte sich mit Begriffen wie Beschilderung, verbesserte Beleuchtung, Blumenbeete, Flächen für die Gastronomie oder Verkehrsberuhigung. Und mit letzterem mochte sich auch der Vorsitzende des Gewerbevereins, Michael Haas, auseinandersetzen. Denn: Die Geschäftsleute rund um den Rathausplatz befürchten gar das Aus ihrer Geschäfte, sollte man das Auto gänzlich vom Platz verbannen.

Ausdrücklich begrüßte Haas das Bekenntnis der Gemeindeverwaltung sowie des Rates zur Kostenfreiheit der Simmerather Parkplätze. Schließlich sei dieser Umstand ein wertvolles Gut im Wettbewerb mit anderen Städten und Kommunen.

Einig waren sich alle in der Auffassung, dass momentan das „wilde Parken“ und die mitunter rasanten Verkehrsbewegungen auf dem Rathausplatz ein Ende haben müssten. Dies dürfe nicht nur dem Umstand geschuldet werden, dass es auf dem Platz immer mehr Senioren gebe, die gefährdet seien. „Man sollte großzügig mit Ruhebänken umgehen“, brachte Ortsvorsteher Andreas Hermanns ins Spiel. Zudem seien auch die Belange des Simmerather Marktes zu berücksichtigen.

Der CDU-Ratskandidat Josef Mohren machte deutlich, dass durch die Einplanung der Mittel im Haushalt eine zeitlich eher kurzfristige Schiene vorhanden sei. Auf die lange Bank solle die Umgestaltung nach der Fertigstellung der Stadtresidenz für Senioren nicht geschoben werden. Oder wie Mohren es formulierte: „Wir müssen so langsam in die Pötte kommen.“

„Das ist keine Alibi-Veranstaltung“, entkräftet Karl-Heinz Hermanns die Befürchtung eines Bürgers, wonach die Würfel im Rathaus möglicherweise schon gefallen seien. Kurzum versicherte Hermanns: „Wir wollen möglichst viele Anregungen von denjenigen Menschen, die den Platz nutzen.“

Belebt wurde die Diskussion durch die Bitte einer Bürgerin, die Umgestaltung des Platzes in ein „Gesamtkonzept“ mit den baulichen Visionen des noch nicht bebauten Teils am Musikpavillon einzubinden.

An dieser Stelle machte der Beigeordnete Karl-Heinz Hermanns noch einmal deutlich, dass es noch keine umfängliche Konzeption gebe. Er warnte aber: „Was nutzt uns ein attraktiver Platz, der tot ist?"

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Simmerath

Auf zwei Monate kommt es jetzt nicht mehr an“
Fünf Stunden und doch kein Beschluss über den Flächennutzungsplan der Gemeinde im Simmerather Planungsausschuss. Gespräch mit Landschaftsbehörde.

An die fünf Stunden dauerte es im Planungsausschuss, bis der Flächennutzungsplan nach Abstimmungen über alle Bedenken und Anregungen, die von Behörden und Bürgern bislang eingegangen waren, reif war zur Offenlage, doch dann kam es doch nicht dazu: Bei einigen neuralgischen Punkten will man erneut mit der Unteren Landschaftsbehörde verhandeln. Erst danach, wenn man über das – vorläufig – endgültige Aussehen des Flächennutzungsplans Klarheit gewonnen hat, will man dem Rat die Offenlage empfehlen.

20 Jahre Bestand

Und da noch ungewiss ist, ob man dann nicht mit den neuen Ergebnissen nochmals vorab die Gespräche mit Behörden und Bürgern suchen will, geht eine realistische Schätzung davon aus, dass man erst nach der Kommunalwahl mit dem endgültigen Entwurf in die Offenlegung gehen kann. Doch wenn es um eine Planung geht, die 20 Jahre lang Bestand haben soll, „kann es auf zwei Monate mehr nicht ankommen“, meinte Christoph Poschen.

Diplom-Ingenieur Georg Wiedemann hatte als Landschaftsplaner eindringlich darauf hingewiesen, dass man beim Wunsch nach neuen Baugebieten mit den Landschaftsbehörden zum Konsens kommen müsse. Dabei müsse nicht nur dem Schutz ganzer Gebiete, sondern auch dem Artenschutz Rechnung getragen werden. So könne man zwar nach Ausgleichsmöglichkeiten suchen, doch er warnte davor, durch Ausweisungen im Flächennutzungsplan Hoffnungen zu wecken, die später bei der Umsetzung in Bebauungspläne nicht erfüllt werden könnten.

Und die Hürden sind vom Gesetzgeber hoch gestellt, machte auch Diplom-Biologe Hartmut Fehr deutlich. Er hatte neun Strandorte untersucht, wo nach dem Willen der Ratsvertreter eine Ausweitung der Bebauung möglich gemacht werden sollte.

Einmal ging es um drei Bereiche in Einruhr, zweimal im Dengesfeld wo er eine Umsetzung als möglich ansah, doch bei der geplanten Ausweisung eines Parkplatzes im südlichen Bereich an der Bundesstraße sei schon vor Abschluss der Untersuchungen absehbar, dass einer Beanspruchung der vollen Fläche an der Erkensruhr nicht umsetzbar sei. Und sollte gar auch hier der Blauschillernde Feuerfalter gefunden werden , sei auch mit Schutzstreifen am Bach eine Genehmigung nicht zu erreichen.

In Huppenbroich waren zwei Gebiete beiderseits der Trift untersucht worden, wo er bei entsprechenden Schutzmaßnahmen für die beobachteten Greifvögel, Schwalben und Fledermäuse gute Chancen zur Umsetzung sah.

In Simmerath waren drei größere Gebiete am südlichen Ortsrand untersucht worden.

In den Flächen parallel zur neu erschlossenen Straße in der Mahr, „Am Heldter Hof“, hatte er großen Artenreichtum bei Vögeln (unter anderem Turmfalke, Schleiereule und Wachtel) und Fledermäusen (Zwergfledermaus und Großer Abendsegler) festgestellt, weshalb dort allenfalls im westlichen Teil eine Umsetzung denkbar erscheine.

Am unproblematischsten sei dagegen eine Ausweisung von Bauland auf rund 3,2 Hektar zwischen Landstraße und Wirtschaftsweg, endend in Höhe der letzten Häuser der Kranzbruch-Siedlung, da sich hier ohnehin schon die Störungsintensität der Landstraße auswirke, auch wenn hier verschiedene Fledermausarten beobachtet wurden.

Kein Bauland in der Landschaft

Nicht umsetzbar sei dagegen der Wunsch nach der Ausweisung von Bauland nördlich der Schilsbachstraße in Woffelsbach, denn „das ist kein Ortsrand mehr, das ist Landschaft“. Als Brutvögel hatte er hier oder in unmittelbarer Nähe erfasst Neuntöter, Schwarz- und Rotmilan, dazu Bechsteinfledermaus, Fransenfledermaus und Wimperfledermaus: Absehbar sei dass eine Planung aus artenschutzrechtlicher Sicht nicht realisierbar sei.

„Für Woffelsbach ist eine Entwicklung dann nicht mehr möglich“, befürchtete CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer. Gerade hier sei es notwendig, nochmals mit dem Kreis als unterer Landschaftsschutzbehörde zu sprechen. Bernd Becker vom Planungsbüro sah für alle Flächen Lösungsmöglichkeiten, bis auf eine „und das ist Woffelsbach“. Sein Rat: Den Plan ohne diese Fläche in Woffelsbach fertigzustellen, um dann später, wenn sich Lösungsmöglichkeiten abzeichneten, dieses Problem erneut aufzugreifen. Man solle immerhin bedenken, dass man mit 105 Hektar Bauland in die Beratung mit den Behörden gegangen sei, und jetzt habe man in der Gemeinde immerhin 87 Hektar Bauflächen sicher.

Anschließend ging es dann ins Detail, die Anregungen und Bedenken von Bürgern und Behörden wurden einzeln, teils auch kontrovers, beraten. Über die weitere Beratung werden wir noch berichten. (Mü)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

 

Monschau

Gedanken über eine gemeinsame Schwimmhalle
Vennbad: Standortfrage eifrig diskutiert

(hes) | 02.07.2009

Monschau. Das Thema Schwimmhalle bewegt die Gemüter - auch die der Altstädter. Ursprünglich war die «Marke Monschau» das Oberthema einer Gesprächsrunde, zu der die Monschauer CDU für Mitwochabend ins Aukloster eingeladen hatte.

Dann aber kam das Gespräch auf die Zukunft des Vennbades und die Frage nach dem Standort und der Finanzierung und wurde eifrig diskutiert.

«Wir können es drehen und wenden wie wir wollen: Monschau ist Schulstadt und Touristenstadt und da gehört ein Schwimmbad hin», sagte Rudolf Jansen vom Bürgerverein unter dem Beifall der Zuhörer.

Die städtische Beigeordnete und CDU-Bürgermeisterkandidatin Magga Ritter hatte zuvor aufgezeigt, dass es «in jedem Falle einen dicken Batzen kosten» werde, die Schwimmhalle wiederherzustellen. «Realistisch betrachtet muss man von sechs Millionen Euro ausgehen - bei einem Neubau an gleicher Stelle», so Ritter. Dabei werde man maximal mit einer Drittel-Förderung vom Land rechnen können, bedauerte Ritter, bezeichnete den Förderantrag aber als «auf der Zielgeraden».

Kreis Aachen entlassen?

Ein Weg der Restfinanzierung könne es sein, den Kreis Aachen aus seiner Dauerverpflichtung im Schwimmhallen-Zweckverband - rund 100.000 Euro Verlustabdeckung pro Jahr - zu entlassen und dafür eine Einmalzahlung zu erhalten. Hier laufen jedoch noch Gespräche über die Höhe der Kapitalisierung, die um die zwei Millionen Euro liegen würde. Diese Verfahrensweise aber hielt Hans-Benno Kaulard aus der Zuhörerschaft für kurzsichtig: «Dann lieber die Restsumme anderweitig mit Krediten finanzieren und den Kreis schön in seiner Verpflichtung belassen», riet der Monschauer Geschäftsmann.

Kontrovers geführt wurde aber vor allem die Standortfrage. «Meine persönliche Meinung ist, dass die Schule dort hingehört, wo die Schulen sind und der Schwerpunkt des Tourismus liegt», sprach sich Magga Ritter gegen eine Verlegung des Vennbades nach Imgenbroich aus.

Im gleichen Tenor äußerte sich Altstadt-Ratsvertreter Heinrich Jansen: «Wenn die Schwimmhalle nicht am gleichen Standort - so unglücklich wie er ist - erhalten werden kann, dann aber bitte nicht zum Gericht oder ins Gewerbegebiet, sondern dahin, wo die Schulen sind», brachte der ehemalige Stadtdirektor den Standort Haag ins Gespräch. Eine Schwimmhalle an der Walter-Scheibler-Straße aber hält der ehemalige Ratsvertreter Hilmar Weber für unglücklich: «Ich glaube, die Anwohner der Haag werden nicht erbaut sein, am schulfreien Wochenende auch noch 250 Autos von Schwimmhallenbesuchern vor der Haustüre zu haben», so Weber. Er regte an, über den Standort unterhalb der Flora, wo derzeit noch die Treibhäuser der ehemaligen Gärtnerei Fammels stehen, nachzudenken und mit dem Investor zu verhandeln, der dort auch ein Feriendorf errichten möchte. «Und die Nähe zu den Schulen wäre dort auch gegeben», glaubt Hilmar Weber.

Hans-Peter Dörr sprach sich gegen die in dieser Woche eifrig diskutierte Kooperation mit Simmerath beim Schwimmhallenneubau aus. «Wir sind zunächst einmal für unsere Kinder verantwortlich. Wenn Monschau und Simmerath gemeinsame Sache machen, bedeutet das auch deutlich mehr Schüler von en Simmerather Schulen. So groß können wir die Halle aber gar nicht bauen, dass dort die weiterführende Schulen und Grundschulen beider Kommunen ihre Schwimmzeiten bekommen», fürchtet der Mützenicher Ratsvertreter.

Schulentwicklungsplan

Man werde, kündigte Magga Ritter an, «nach der Wahl mit den Nachbarkommunen über den Schulentwicklungsplan insgesamt reden müssen», so die Beigeordnete. Und dazu werde neben der Frage nach den Schülerfahrtkosten und den Kosten für die Schulen insgesamt auch das Thema Schulsportstätten gehören.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

 

Berichte aus der Tagespresse, ungekürzt und unzensiert.
Inhalt/Themen
Dezember 2009
Städteregion übernimmt Malteser
Finanzlage "Heile Welt vorbei!"
Friedhofssatzung
Sanierung Rathaus und mehr
Ortsumgehung Kesternich
Friedhofssatzung
Bares zum und Besuch zum Fest
November 2009
Abschied Hubert Breuer
Generationenbeirat
Gebührenentwicklung
Horror-Haushalt
Flächennutzungsplan
Zweiter Streetworker
Sportzentrum Kesternich
Keine sachkundigen Bürger
Gebührensenkung Gemeinschl.
Wilder Müll bezahlen alle
Abwassergebühr sinkt
Wirtz wieder Kreisparteichef
Grünschnitt positive Resonanz
Neue Friedhofssatzung
Kanalgebührenanstieg stoppen
Oktober 2009
B. Goffart stellv. Bürgermeister
K.-H. Hermanns vereidigt
CDU macht Kooperation mit FDP
Letzter Arbeitstag H. Breuer
DSL-Verbindungen
Sanierung Schwimmhalle
Grünabfallentsorgung
Rücktritt Rollesbroich
Kamera im Heilsteinhaus?
Hotelprojekt Simmerath
September 2009
Abwassergebühr
Hotelprojekt in Simmerath
Wahl Bundestag
Debakel für Genossen
BBKE und A. Wirtz MdL
Eifel-Welt H. Brandt MdB
Geldregen 4,5 Millionen
Ortsumgehung Kesternich
Schäden am Rathaus
Kreisverkehr im Gewerbegebiet
Wahlergebnis analysieren
August 2009
Dünne Mehrheit
Kreis muss zusammenrücken
K.-H. Hermanns wird Bürgermeister
Zugeparkters Kesternich
Rursee ist der Gewinner
Neue Mitte Huppenbroich
Antoniushof Rurberg
Städtwregion Simmerath/Monschau
Wichtigste Aufgabe
Juli 2009
Vierspuriger Ausbau der B258
Rathausplatz

Flächennutzungsplan

CDU-Monschau und Schwimmhalle

 



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Letzte Änderung: 24-Nov-2011

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