Presse-Berichte

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März 2011

Quelle der Artikel, falls nicht besonders gekennzeichnet, Eifeler Zeitung.
Berichte aus 2008- 2010 finden Sie im Archiv

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Berichte aus der Tagespresse, ungekürzt und unzensiert.
Inhalt/Themen
März 2011

Woffelsbacher Bucht

Langschoß: Katholikenrat Ärger

Schule: Bessere Raumkonzept

RAVEL-Radweg Roetgen

Monschau Schulstadt

Real-Markt kein Thema
CDU-Lammersdorf-MV-2011
CDU-Simmerath Pressegespräch
CDU-Simmerath zur Gemeinschaftsschule
Mitgliederversammlung Kesternich
A. Wirtz zur: Gemeinschaftsschule
Monschau: Gemeinschaftsschule
Etschenberg, Zusammenarbeit
Monschau informiert Eltern
Strauch ist Stolz
Zeit für Proteste
Mitgliederversammung Dedenborn
Schulzukunft auf den Weg gebracht

Simmerath-Woffelsbach

Pläne sollen die Perspektive nicht mehr einschränken
Planungsausschuss gibt dem überarbeiteten Entwurf für die Woffelsbacher Bucht grünes Licht. Diskussion über Wohnwagenplätze.

Von Christoph Classen

Natürlich soll die Planung für den Ort neue Perspektiven bringen, dass ist der Grund, weshalb sie auf den Weg gebracht wurde. Zunächst allerdings gab es Kritik an den Ideen für das künftige Erscheinungsbild der Woffelsbacher Bucht. Und zwar, weil es die Perspektive erheblich einschränke. Zumindest die der Anwohner, die ihren gewohnten Blick auf den Rursee, wie berichtet, in Gefahr sahen.

Woffelsbach Foto: H. Schepp

Die Bedenken wurden von der Politik ernstgenommen und so stellte Bernd Becker vom verantwortlichen Architekten- und Ingenieurbüro in der jüngsten Sitzung des Simmerather Planungsausschusses einen überarbeiteten Entwurf für die Woffelsbacher Bucht vor.

Auf dem Gelände des vorhandenen Campingplatzes soll bekanntlich ein Jugendferiendorf entstehen. Die Errichtung eines Gemeinschaftshauses und mindestens vier weiterer Gebäude ist anvisiert. Sollten diese laut ursprünglichem Entwurf zweigeschossig gebaut werden, um dem noch zu findenden Betreiber Platz zur Entfaltung zu geben, wurde die Höhe der Bauten mittlerweile reduziert. Höchsten eingeschossig sollen sie sein und das vorhandene Rezeptionsgebäude dürfen sie keinesfalls überragen. Damit wird die Höhe der geplanten Bebauung auf 297,5 Meter gedeckelt.

Für die Woffelsbacher Bucht gibt es aktuell noch drei verschiedene Varianten.

Sie unterscheiden sich hauptsächlich in Anzahl und Anordnung der kleineren Gebäude. Unabhängig davon, welche der Varianten letztlich realisiert wird, versprach Planer Bernd Becker: „Die Sichtverhältnisse der Anwohner zum See sind durch die neue Bebauung nicht betroffen.“ Was übrigens ebenfalls für die umgekehrte Perspektive gelte, da auch der Blick vom See Richtung Ufer „nicht verstellt“ werde.

Zufrieden mit Kompromiss

Daneben sehen die überarbeiteten Pläne vor, dass der Grundriss des geplanten Gemeinschaftshauses statt 16 mal 10 Meter 24 mal 12 Meter betragen soll, außerdem soll im Norden des Plangebietes die überbaubare Fläche um 10 mal 15 Meter erweitert werden.

Da der überarbeitete Entwurf von den Mitgliedern des Planungsausschusses als gelungener Kompromiss gewertet wurde, sollte er schließlich mit breiter Mehrheit beschlossen werden. Auch die Vertreter der UWG hoben die Hand dafür, nicht ohne zu betonen, dass man die Pläne zwar gut finde, aber mit Blick auf den klammen Haushalt „gegen eine Realisierung der Woffelsbacher Mitte zum jetzigen Zeitpunkt“ sei, wie Helmut Keischgens formulierte.

Zuvor allerdings von Seiten der Verwaltung der Vorschlag vorgebracht, den Entwurf um die Planung von zehn bis zwanzig Wohnmobil-Stellplätzen zu erweitern. Begründet wurde dies mit dem Wunsch, auf der Fläche zusätzliche Einnahmen generieren zu können.

Damit mochte sich Klaus Stockschlaeder (Grüne) nicht arrangieren. Er argumentierte folgendermaßen: „Der durchschnittliche Wohnmobilfahrer ist älter als 65 Jahre. Ich finde es fraglich, ob er in ein Jugendferiendorf passt.“ Als Stockschlaeder dann eine Passkontrolle vorschlug, um nur jungen Wohnmobil-Fahrern Zugang zum Gelände zu gewähren, machte im Ausschuss das Wort „Diskriminierung“ die Runde.

Ulrich Offermann (CDU) vertrat dagegen die Auffassung, eine Altersmischung sei sogar wünschenswert. Manfred Sawallich (SPD) sagte: „Der Markt wird das schon regeln“ und sprach sich ebenfalls für die Wohnmobil-Stellplätze aus. So wurde dann auch beschlossen. Daneben beschloss der Ausschuss zwecks Bürgerinformation einstimmig eine erneute Offenlag des Bebauungsplans. Auf das der Blick Richtung Woffelsbacher Bucht ungetrübt bleibt.

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath

Langschoß:
Katholikenrat sorgt für Ärger bei der Gemeinde Simmerath

(P. St.) | 28.03.2011

Der Besuch einer Delegation des Katholikenrates Aachen in der Flüchtlingsunterkunft Langschoß in der vergangenen Woche hat in der Nachbetrachtung einige Misstöne hervorgerufen.
Die Gemeinde Simmerath war über den Abstecher der Gäste in die Unterkunft im Lammersdorfer Wald nicht informiert und konnte sich somit auch nicht gegen vor Ort geäußerte Kritik zur Wehr setzen.

Im Zusammenhang mit der Vorstellung des Sozialberichtes 2010 in der Sitzung des Sozialausschusses ging Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns auf den Besuch in Langschoß ein und wehrte sich gegen die durch die Gäste erfolgte «pauschal negative Darstellung». Unter anderem waren Bezeichnungen wie «schlimmer Ort» und «Lager» gefallen.» Langschoß sei sicher kein optimaler Standort für die Unterbringung von Flüchtlingen, aber sowohl der Hausmeister als auch die Mitarbeiter des Sozialamtes kümmerten sich im täglichen Einsatz intensiv um die Menschen.

Der Hausmeister wohne sogar vor Ort und zeige ein außergewöhnliches hohes Engagement. Auch die vom Katholikenrat genannte Zahl der täglichen Busverbindungen treffe nicht zu, kritisierte der Bürgermeister eine «Verdrehung der Tatsachen».

Nach dem Besuch hatte Marianna Stiel als Vertreterin des Sozialausschusses direkt Kontakt mit Dr. Herbert Kaefer vom Flüchtlingsrat Aachen aufgenommen und ihr Befremden mitgeteilt. Kaefer, Pfarrer i.R., habe sich daraufhin «tief betroffen» gezeigt, berichtete Marianna Stiel im Ausschuss. Offenbar habe er sich vor den «Karren eines Radikalpoeten spannen» lassen. Bei dem Besuch war auch der Liedermacher und Radikalpoet Heinz Ratz dabei, der Flüchtlingsunterkünfte besucht und «Konzerte gegen die Unmenschlichkeit» gibt.

Einer abschließenden Betrachtung von Ausschussmitglied Gisela Kampshoff-Enderle, dass die geografische Lage der Unterkunft Langschoß sicher nicht optimal sei und man im Einzelfall sehen sollte, ob eine Unterbringung von Flüchtlingen auch in den Orten möglich sei, konnte sich der Ausschuss anschließen.

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath

Gemeinschaftsschule:

Simmerath sieht das bessere Raumkonzept

25.03.2011



Nicht gut zu sprechen war der Schulausschuss der Gemeinde Simmerath in seiner Sondersitzung auf das bisherige Vorgehen Nachbarkommunen Monschau beim Projekt Gemeinschaftsschule für die Kommunen Monschau, Roetgen und Simmerath. Die Diskussion über die Standortfrage hat inzwischen tiefe politische Gräben aufgerissen.

Zur Beruhigung trug da auch nicht eine noch kurz vor der Sitzung geführte Korrespondenz der beiden Verwaltungsspitzen bei.

Die Monschauer Bürgermeisterin Margareta Ritter hatte darin noch einmal betont, dass für eine Gemeinschaftsschule ein alleiniger Standort an der Elwin Christoffel-Realschule (ECR) Monschau favorisiert werde. Die Gemeinde Simmerath sei aber mit ihrer Hauptschule eingeladen, sich ebenfalls am Schulversuch der Gemeinschaftsschule zu beteiligen.

An Deutlichkeit nichts vermissen ließ dann auch der Beschluss des Simmerather Schulausschusses, der weiterhin an zwei Standorten für eine Gemeinschaftsschule festhalten möchte. Man sei bereit einer Kompromisslösung zuzustimmen, wenn zumindest alle Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6 aus Monschau, Roetgen und Simmerath komplett in Simmerath beschult würden, wurde bei einer Gegenstimme (Gisela-Kampshoff-Enderle/Grüne) beschlossen. Sollte das Ergebnis der Elternbefragung keinen Schulstandort Simmerath ergeben, werde man dieses Ergebnis akzeptieren, aber zugleich auch von einer Trägerschaft der Gemeinschaftsschule in Monschau absehen, hieß es weiter im Beschluss.

Aufhorchen ließ in der Sitzung, der auch einige Ratsvertreter aus Monschau beiwohnten, ein Leitfaden des NRW-Schulministeriums, der, so Josef Mohren (CDU), « bisher übersehen worden ist.» Darin heißt es, dass es in Zeiten rückläufiger Schülerzahlen kaum vertretbar sei, «auf der einen Seite neuen Schulraum zu bauen, während andernorts qualitativ gute Schulgebäude leer stehen.»

Daraus folgerte der Schulausschuss, dass zum Beginn des Schulversuchs im Schuljahr 2012/13 mit der Gemeinschaftshauptschule Simmerath ein den Belangen einer Gemeinschaftsschule «voll entsprechendes Gebäude» zur Verfügung stehe. Im Hinblick auf die Schülerzahlen (die überwiegende Zahl der zu erwartenden Gemeinschaftsschüler komme aus der Gemeinde Simmerath) und von den Raumkapazitäten her sah der Ausschuss die Hauptschule Simmerath «als den geeigneteren Standort.»

Fahrtkilometer errechnet

Bezug genommen wurde dabei auch auf den aktuellen Schulentwicklungsplan der Stadt Monschau, wonach sowohl im Hauptschulgebäude Monschau wie auch in der Elwin-Christoffel-Realschule die für eine Gemeinschaftsschule erforderlichen Räume nicht zur Verfügung stehen würden. Diese Situation, so hieß es im Ausschuss, könne bei der Genehmigung zum Problem werden. Zudem berichtete Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, dass laut Information des Städte- und Gemeindebundes zum nächsten Schuljahr 14 Gemeinschaftsschulen in NRW starten würden; für das Schuljahr 2012/13 würden zudem mehr als 40 weitere Interessensbekundungen vorliegen. Da das Land aber eine Obergrenze von 50 Gemeinschaftsschulen festgelegt habe, dürften einige Projekte nicht zum Zuge kommen.

Eine interessantes Detail zur Standortfrage hatte Siegfried Peeters (SPD) ausgearbeitet, indem er die Fahrtkilometer von den einzelnen Orten nach Monschau bzw. Simmerath auflistete. Aus dieser Aufstellung ergab sich, dass zwar vor allem die Kinder aus Höfen und Kalterherberg eine weitere Fahrstrecke in Kauf nehmen müssten, ansonsten aber Simmerath zentraler liege und daher die «nahe liegende Lösung» sei.

Bernd Goffart (CDU) fand nicht nur in den Geburtenzahlen (zuletzt 63 in Monschau und 111 in Simmerath) weitere Argumente, die für einen Standort der Gemeinschaftsschule in Simmerath sprechen würden. Ein Einstieg in Simmerath bringe mehr Zulauf, und aus Monschau ginge der Gemeinschaftsschule «kein Kind verloren», da sich in Monschau keine Alternativen böten, wohl aber für die Simmerather Kinder mit Angeboten in Nideggen, Kleinhau und Hürtgenwald.

Auch Günther Scheidt (CDU) sah eine 5. und 6. Klasse in Simmerath «hervorragend aufgehoben.» Für einen alleinigen Standort verfüge die Elwin-Christoffel-Realschule nicht über genügend Kapazitäten; allein schon für den Schulsport sei die dortige Sporthalle zu klein.

Emotional auf den bisherigen Verlauf der Verhandlungen reagierte Hermann-Josef Bongard (FDP): «Mit Monschau ist eine Kooperation einfach nicht hinzukriegen,» störte er sich an der «Arroganz, Monschau als alleinigen Schulstandort einzufordern.» Wenn Monschau seinen eigenen Weg gehe, «dann ist das Projekt zum Scheitern verurteilt.»

Tief saß der Stachel der Enttäuschung auch bei Ulrich Offermann (CDU): Er sei «unvorstellbar enttäuscht» über das Verhalten aus Monschau, die Nachbarkommune lasse jedes Feingefühl und den Willen zur Gemeinsamkeit vermissen. Es müsse doch wohl erlaubt sein, die Vorteile eines Schulstandortes Simmerath herauszustellen.

Alle Beteiligten, unabhängig von kommunaler Zugehörigkeit, haben erklärt, dass der Elternwille das Maß aller Dinge dafür sein, ob für die 5. und 6. Klasse ein Standort der Gemeinschaftsschule in Simmerath einegrichtet wird. Diese Befragung startet in der kommenden Woche.


Kommentar
Emotionale Debatte

Pädagogische Konzeption im Hintertreffen

Peter Stollenwerk

Unter schwierigen Voraussetzungen startet in der Nordeifel das Projekt Gemeinschaftsschule. Die Kommunen Monschau und Simmerath sind sich noch nicht einmal einig, welchen Namen sie dem gemeinsamen Kind geben sollen; die Diskussion dreht sich derzeit weniger um den pädagogischen Nutzen des Schulversuchs als vielmehr um die Standortfrage. Das überrascht nicht, da es für konkurrierende Kommunen hier auch um attraktive Strukturen für die Zukunft geht.

Vor diesem Hintergrund gerät nun das Projekt Gemeinschaftsschule in die Gefahr, zerredet zu werden. Ein Heilsbringer mit der rettenden Idee, wie er derzeit bei vielen Fußball-Bundesligisten eingekauft wurde, ist nicht in Sicht. Auch die kommende Elternbefragung fokussiert sich viel zu sehr auf die Standortfrage. Ohne eine emotionalisierte Debatte im Vorfeld würde die Entscheidung vielleicht anders ausfallen, ob der Unterricht an einem oder zwei Standorten stattfinden kann. Über welche pädagogischen Stärken das eine oder andere Modell verfügt, ist bislang noch nicht herausgearbeitet worden.

Es wäre keine Überraschung, wenn sich Monschau als Standort für eine Gemeinschaftsschule Nordeifel durchsetzen würde. Dann würde sich Simmerath nicht an einer Trägerschaft und damit auch nicht an den Kosten beteiligen. Diese Reaktion ist verständlich, aber dennoch wäre Simmerath damit nicht auf alle Zeiten von einer Finanzbeteiligung befreit, denn sollte Monschau eine Gemeinschaftsschule aus eigener Kraft einmal nicht mehr finanzieren können, dann müsste die Städteregion einspringen, die nach bewährter Methode die Mittel über eine Umlage bei allen angehörigen Kommunen einfordern würde.

Spannender noch als die Standortfrage aber wird jetzt die Einschätzung des NRW-Schulministeriums sein, das in einem Leitfaden zur Gemeinschaftsschule nicht nur Konsensbildung zwischen Nachbarkommunen verlangt, sondern auch erwartet, dass vorhandener Schulraum genutzt wird und qualitativ gute Schulgebäude nicht leer stehen, während auf der anderen Seite neuer Schulraum gebaut werde. Das Land dürfte keine Interesse daran haben, sich mit der Genehmigung einer Gemeinschaftsschule ein Problem einzuhandeln.

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath-Lammersdorf

Führt Radweg zur Revolution?
An einigen Stellen, an denen die Ravel-Route die Straßen kreuzt, sollen Velos stets Vorfahrt haben. In Simmerath wird die Planung skeptisch gesehen.

Von Christoph Classen

24.03.2011

Sollte der Ravel-Radweg tatsächlich so verwirklicht werden, wie es die derzeitige Planung vorsieht, dann führt er zu einer Revolution der Straßenverkehrsordnung. Einer kleinen zumindest, wenigstens an einigen Stellen. Dort nämlich, wo die Route Straßen quert, die von verhältnismäßig wenigen Autos befahren werden, sollen Radler bedingungslos Vorfahrt haben. In der jüngsten Sitzung des Simmerather Tiefbau-, Verkehrs- und Denkmalauschusses (TVDA) sorgten die Pläne Pläne für eine lebhafte Diskussion. Der Reihe nach.

Die Ravel-Route soll nach ihrer Fertigstellung im Jahr 2012 auf einer Gesamtlänge von etwa 130 Kilometern die Städte Aachen, Monschau, St. Vith und Ulfingen miteinander verbinden. Dabei führen 28,5 Kilometer über das Gebiet der Städteregion. Letztere steuert 650 000 Euro zur Realisierung des Projekts bei, das voraussichtlich mit Gesamtkosten in Höhe von 11,3 Millionen Euro zu Buche schlägt. 5,1 Millionen Euro fließen aus Mitteln der EU.

Investitionen, die sich lohnen sollen. Städteregionsrat Helmut Etschenberg sprach beim ersten Spatenstich von einer „Flagschiffradroute“, die es „als Rückgrat des Fahrradtourismus“ zu etablieren gelte. Schön und gut, so der einhellige Tenor der Mitglieder des TVDA, gegen das Projekt habe man ja generell nichts einzuwenden, im Gegenteil. Aber die uneiheitliche Regelung der Vorfahrt, die an manchen Stellen den motorisierten Verkehr und an anderen die Fahrradfahrer bevorzugt, wurde parteiübergreifend als Problem gesehen.

Die Vorfahrt für Radfahrer widerspreche dem „allgemeinen Verkehrsgefühl“, es werde dadurch „auf den Kopf gestellt“, sagte Franz-Josef Hammerstein (SPD). Gefährliche Situationen an den Querungsstellen seien programmiert. Jens Wunderlich (CDU) teilt die Bedenken. Er sagte: „Wir müssen klären, wie das woanders läuft. In Roetgen zum Beispiel.“

Von Seiten der Verwaltung wurde hervorgestrichen, dass es für Simmerath keine Sonderregelung gebe. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass die uneinheitliche Vorfahrtsregelung für den gesamten Verlauf der Route auf dem Gebiet der Städteregion gilt.

Konkret geht es im Falle Simmeraths um Querungsstellen an der B 399 in Höhe Hoscheiter Straße/Bahnhofstraße, am Wiehweg, Im Venn und Im Brand (alle Lammersdorf). Geplant ist, dass zukünftig allein an der Bundesstraße Autofahrer Vorfahrt vor den Velos haben werden. An den anderen drei Stellen wird es dagegen freie Fahrt für Radler geben. Dort wo die Route die Straßen quert soll dies durch Rampen – 12 Zentimeter hoch, bis zu 1,70 Meter lang – verdeutlicht werden.

Der Vorschlag von Marc Topp (SPD) in die nächste Sitzung einen Vertreter der Städteregion einzuladen, der über die Beweggründe der Vorfahrtsregelung aufklärt, fand eine einstimmige Mehrheit. „Ich gehe davon aus, dass die Planer sich über diesen Punkt Gedanken gemacht haben“, sagte der Beigeordnete Roger Nießen.

Damit liegt er richtig. „Wir haben uns da lange, lange, lange Gedanken gemacht“, sagt Manfred Strang auf Anfrage unserer Zeitung. Strang ist bei der Städteregion als Projektleiter für die Ravel-Route zuständig und erklärt, wie es zu der gemischten Vorfahrtregelung gekommen ist.

Letztlich ausschlaggebend seien eine Empfehlung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs und der der eigene Anspruch an das Projekt. „Wenn man alle 300 Meter anhalten muss, wird das kein Premium-Radweg“, sagt Strang.

Er betont allerdings, dass er die in Simmerath vorgebrachten Bedenken nachvollziehen könne, gleichsam sagt der Projektleiter, dass man alles tue, damit sie sich im Nachhinein nicht als begründet erweisen. So würde jede Querung unübersehbar markiert und beschildert. „Und jeder Radfahrer ist eben ein Verkehrsteilnehmer, der die Augen offen halten muss“, sagt Strang. Er würde sich auch auf der Ravel-Route gegenseitige Rücksichtnahme wünschen. Revolution klingt anders.

Quelle: Eifeler Zeitung


Monschau

„Monschau ist traditionell die Schulstadt der Region“
Gemeinsames Papier der fünf Monschauer Ratsfraktionen zur Gemeinschaftsschule. Bei Standortfrage zählt Elternwille.

24.03.2011

„ Die Region wird gemeinsam gewinnen oder einzeln verlieren.“ Unter diesen Gedanken stellen alle fünf im Rat der Stadt Monschau vertretenen Fraktionen jetzt eine gemeinsame Position zur Schulentwicklung der weiterführenden Schulen und Sicherung des Bildungsangebotes in der Region. „Die Region muss hier ihre Kräfte bündeln, um ein attraktives und vielfältiges Bildungsangebot für unsere Kinder vorzuhalten,“ heißt es in dem von Micha Kreitz (CDU), Gregor Mathar (SPD), Werner Krickel (Die Grünen), Kurt Victor (FDP) und Reinhard Germ/Bürgerforum 21/Die Linke) unterzeichneten Papier.

Der Dank an alle, die sich bislang konstruktiv an diesem Prozess beteiligt hätten, gelte insbesondere den Schulleitungen und Kollegien der vier betroffenen Schulen in Monschau und Simmerath, aber auch dem Erprobungsstufenkoordinator des Gymnasiums. „Sein Appell in der Sache ist objektiv und im Interesse der Kinder getroffen worden. Wir nehmen ihn ausdrücklich in Schutz gegenüber den jüngsten unsachlichen Angriffen.“

Es gehe um die besten Bildungschancen für alle Kinder, „nicht um Ideologien oder standortbezogene Schaukämpfe.“ Entscheidend sei der Elternwille.

Das vorliegende, von allen Schulen gemeinsam erarbeitete Konzept der Gemeinschaftsschule gebe allen Kindern die Chance auf eine individuelle Schullaufbahn.

„Wir möchten die Gemeinschaftsschule in gemeinsamer Trägerschaft von Monschau, Simmerath und Roetgen führen. Wie dies konkret aussehen soll, muss in den nächsten Monaten noch erarbeitet werden,“ erklären die fünf Monschauer Fraktionsvorsitzenden. Monschau sei traditionell „die Schulstadt der Region“. Auch wegen der räumlichen Nähe und der engen pädagogischen Verzahnung zum Kooperationspartner St. Michael-Gymnasium solle Monschau der Standort für eine Gemeinschaftsschule sein.

Ein möglicher Teil-Standort der Gemeinschaftsschule in Simmerath für die Jahrgänge 5 und 6 „ist für uns nur denkbar, wenn die Eltern der zukünftigen Schülerinnen und Schüler dies mehrheitlich so wollen.“ Man werde den Elternwillen zur Standortfrage akzeptieren und wolle eine gemeinsame Schule mit den Nachbarkommunen. „Es verwundert uns, wenn andernorts Gemeinsamkeit nur gewünscht ist, wenn die Eltern so entscheiden, wie es den Lokalpolitikern passt,“ heißt es abschließend.

Quelle: Eifeler Zeitung


Monschau

Real-Markt in Imgenbroich:
«Umsiedlung ist für uns kein Thema»

22.03.2011

Im Zusammenhang mit der planungsrechtlich auf den Weg gebrachten Ausweisung des Gewerbegebietes Imgenbroich-Nordwest wird auch immer wieder von Umsiedlungsabsichten des Real-Marktes gesprochen, der im alten Gewerbegebiet ansässig ist und einem Umzug an die B258 gegenüber dem Himo nicht abgeneigt sein soll.
Die zuletzt verstärkt geführte öffentliche Diskussion um die Zukunft des Vollsortimenters hat nun auch die Betroffenen auf den Plan gerufen. Der Immobilienverwalter und Vertreter der Eigentümergesellschaft des Real-Standortes in Imgenbroich, die in Düsseldorf ansässige Gebau Fonds GmbH, zeigt sich sowohl über die bislang veröffentlichten Planungen wie auch den dabei verwendeten Stil «sehr verwundert».

Man könne die Argumente der Stadt zur Erweiterung der Gewerbefläche «nicht nachvollziehen», teilt Markus Johannknecht von der Gebau GmbH mit.

Das den Planungen zugrunde gelegte Einzelhandels- und Zentrenkonzept (EZK) wird als Versuch bezeichnet, «eine bereits bestehende Investorenplanung rückwirkend zu rechtfertigen».

Laut EZK liege die Umsatz-Kaufkraft-Relation in der Stadt Monschau bei circa 110 Prozent, was bedeute, dass der Gesamtumsatz circa zehn Prozentpunkte über der in Monschau vorhandenen Kaufkraft liege, so dass eine mehr als ausreichende Versorgung der Bevölkerung in Monschau gegeben sei.

In diesem Zusammenhang werde in der öffentlichen Diskussion der Eindruck erweckt, als seien die Weichen für eine Umsiedlung des Real-Marktes bereits gestellt. Johannknecht: «Das ist aber für uns in keiner Weise nachvollziehbar. So besteht heute noch eine langfristige Bindung des Betreibers an den heutigen Standort und auch das von Seiten der Stadtspitze dargestellte Interesse und die Bereitschaft von Real an einer Umsiedlung ist für uns nicht erkennbar.»

Auch Aussagen, es bestehe von Seiten des Real oder des Eigentümers kein Interesse mehr an Investitionen in den Standort an der Industriestraße, seien nicht nachvollziehbar. So werde aktuell die gesamte Dachfläche für rund eine Viertelmillion Euro saniert. Es gebe zudem «weitreichende Planungen, die ebenfalls wieder mit großen Investitionen verbunden sind, den Markt besser an die heutigen Bedürfnisse der Kunden anzupassen und das Erscheinungsbild zu optimieren», lässt die Gebau GmbH wissen.

Auch die in der Öffentlichkeit dargestellte Nachnutzung der Immobilie durch einen Baumarkt sei Gebau nicht bekannt.

Aktuelle Umsiedlungspläne in Imgenbroich verweist man auch bei der Real-SB-Warenhaus GmbH in Mönchengladbach ins Reich der Spekulation. «Eine Umsiedlung ist derzeit für uns nicht denkbar. Uns liegen auch keine Informationen vor, wie eine solche Umsiedlung konkret aussehen könnte,» stellt Markus Jablonski, Hauptabteilungsleiter der Real-Unternehmenskommunikation, auf Anfrage unserer Lokalredaktion fest.

Jablonski bestätigt, dass in der Tat für den Standort Imgenbroich noch ein langfristig laufender Mietvertrag existiere. Zu Vertragsdetails wolle man sich nicht äußern.

Das Unternehmen sei an einer «zukunftsgerichteten Entwicklung unseres Standorts» interessiert. So plane man in den nächsten Jahren Investitionen am vorhandenen Standort, die die Attraktivität als Einkaufsstätte «deutlich steigern» sollen, bestätigt man die Darstellung der Gebau.

Dennoch sei Real immer «offen für alle Vorschläge, die «einer Verbesserung der Infrastruktur dienen». Im Vordergrund müsse dabei jedoch eine Lösung im Sinne aller Beteiligter stehen. «Die Versorgungslage für die Einwohner darf nicht verschlechtert werden», ebenso wenig die betriebswirtschaftliche Situation des Unternehmens.

Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter sieht den Bebauungsplan Imgenbroich-Nordwest, der am Dienstagabend im Planungsausschuss zur Beratung ansteht, in die Zukunft orientiert. Es gehe dabei nicht nicht nur um Gewerbeansiedlungen sondern auch um Verbesserung der Verkehrssituation und des ÖPNV. Die Stadt können ihre Planungen daher auch nicht von einem Fonds-Anleger abhängig machen.

Was eine mögliche Umsiedlung des Real-Marktes betreffe, wolle man dem Unternehmen «einen Anreiz bieten, sich neu zu orientieren». Die Planung verfolge die Absicht, «attraktive Standorte zu entwickeln».

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath-Lammersdorf

Ländlicher Raum leidet unter Mittelkürzung
Bei der CDU Lammersdorf ging es auch um die von der Landesregierung beschlossene Kürzung der Abwasserbeihilfe.
Mittel für den Neubau der Naturkundliuchen Bildungsstätte im Haushalt bereit gestellt.

20.03.2011

Die Neuwahl des Ortsverbandsvorstandes stand bei der Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes im „Lammersdorfer Hof“ als Hauptpunkt auf dem Programm. Mit Andreas Hermanns wurde dabei ein neuer Vorsitzender gewählt (s. a. weiteren Bericht auf dieser Seite). Mit Arndt Schiffler wählten die Mitglieder gleichfalls einen neuen Stellvertreter.

Andreas Hermanns (Bildmitte) ist neuer Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Lammersdorf.
Foto: Hoffmann

Der bisherige Vorsitzende Guido Nußbaum hatte zunächst die Versammlung eröffnet und als Gäste Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, vom Städteregionstag Hans-Josef Hilsenbeck, Bernd Goffart als Gemeindeverbands-Vorsitzenden und Ortsvorsteher Robert Johnen begrüßt. Dieser wies in einem Rückblick unter anderem darauf hin, dass auf dem Dorfplatz die Fläche für das Festzelt vergrößert wurde, die Sonntagstraße eine neue Fahrbahn erhalten habe, dies demnächst auch für die Stüttgesgasse ansteht und für die Naturkundliche Bildungsstätte, die am Bauernmuseum neu errichtet werden soll, Mittel im Haushalt für 2011 zur Verfügung stehen.

Bernd Goffart würdigte zu Beginn seiner Ausführungen zuerst die Arbeit von Guido Nußbaum und kam dann auf die Haushalts- und Schuldensituation des Landes zu sprechen, unter dem vor allem der ländliche Raum leiden müsse. Hiervon sei auch die Gemeinde Simmerath mit 1,45 Millionen Euro weniger Schlüsselzuweisungen stark betroffen. Goffart führte hierzu weiter an, dass die Abwassergebühren-Beihilfen in diesem Jahr auf vier und im nächsten Jahr auf zwei Millionen Euro zurückgefahren werden, so dass steigende Abwassergebühren in der Gemeinde Simmerath die Folge sei.

Der Gemeindeverbandsvorsitzende sprach in dem Zusammenhang von einer unverantwortlichen Schuldenpolitik der Landesregierung.

Bürgermeister Hermanns machte hiernach auf die Bedeutung des Industriestandortes Lammersdorf mit der Firma Junker nebst Tochter Induga für die ganze Region aufmerksam. Außerdem rührte er auch noch einmal die Werbetrommel für die neue Schwimmhalle in Simmerath, die Mitte nächsten Jahres eröffnet werden soll und sprach dazu von einer Investition für die Zukunft.

Hans-Josef Hilsenbeck nahm schließlich kurz zum schwelenden Konflikt zwischen Städteregion und Stadt Aachen Stellung. Er geht davon aus, dass das Modell Städteregion letztlich erfolgreich sein wird. (ho)


Hermanns zum Vorsitzenden gewählt
Ein Neuer an Lammersdorfs CDU-Spitze. Nachfolger von Guido Nußbaum.

An ein neues Gesicht müssen sich die Mitglieder des CDU-Ortsverbandes Lammersdorf gewöhnen.

Am Donnerstagabend wurde auf der Mitgliederversammlung im „Lammersdorfer Hof“ Andreas Hermanns zum neuen Vorsitzenden gewählt.

Hermanns trat die Nachfolge von Guido Nußbaum an, der nicht mehr für den Vorsitz des Ortsverbandes kandidierte. Der aus Stolberg stammende 39-jährige Andreas Hermanns ist von Beruf Polizeibeamter und wohnt seit gut drei Jahren in Lammersdorf.

In die Eifel hatte es ihn aber schon vor elf Jahren verschlagen, als er in Huppenbroich seine Zelte aufschlug.

Dort wurde er auch politisch aktiv, trat 2003 in die CDU ein und war danach sachkundiger Bürger im Umweltschutz-, Forst- und Agrarausschuss sowie im Generationen-, Schul- und Sozialausschuss der Gemeinde Simmerath.

Dass Hermanns auf lokalpolitischer Ebene kein unbeschriebenes Blatt ist, zeigt sich auch daran, dass er in Huppenbroich als Geschäftsführer im Vorstand tätig war und an der Erneuerung der Dorfmitte mitwirkte. (ho)

 

Quelle: Eifeler Zeitung

 

Simmerath

20.03.2011

Die äch:

Bruno Löhrer Jens Wunderlich Bernd Goffart

zu den Themen:
Gemeinschaftsschule,
weniger Abwasserbeihilfe des Landes,
Gewerbegebiet Imgenbroich,
unser neues Hallenbad

Abwasserhilfe:
«Vom Land im Stich gelassen»


20.03.2011

CDU Simmerath verteidigt die vorgenommen Steuererhöhungen für 2011. „Vorschlag der SPD hätte nicht ausgereicht.“

Zu Unrecht angegriffen fühlt sich die CDU Simmerath aufgrund der beschlossenen Steuererhöhungen im Rahmen der Verabschiedung des Haushaltes 2011. Die SPD-Fraktion hatte den Etat abgelehnt, weil die von der CDU beantragte Erhöhung der Grundsteuer B von 391 auf jetzt 450 Prozentpunkte für die Sozialdemokraten die „Schmerzgrenze“ überstieg; maximal 420 Prozentpunkten hätten man zustimmen können, machte die Simmerather SPD jetzt auch noch einmal in einem Flugblatt deutlich.

Die Behauptung der SPD, dass mit dieser reduzierten Erhöhung der Grundsteuer B ein Nothaushalt für die Gemeinde ebenfalls hätte abgewehrt werden können, wird von der CDU scharf zurückgewiesen. „Der Vorschlag der SPD hätte nicht ausgereicht, um das Abrutschen einen Nothaushalt zu verhindern“, macht Bernd Goffart, Vorsitzender CDU-Gemeindeverbandes Simmerath, deutlich. Mit einem Nothaushalt sei es beispielsweise nicht möglich gewesen, den Neubau der Schwimmhalle auf den Weg zu bringen.

70 Cent mehr Gebühren?

Grundsätzlich sieht Goffart das Problem der überall schwächelnden Kommunalhaushalte darin, dass die Schlüsselweisungen des Landes drastisch gekürzt worden seien (für Simmerath sind es 1,45 Millionen Euro weniger). Besonders die ländlichen Gebiete seien „im Stich“ gelassen worden.

Spürbar auf die finanzielle Belastung der Bürger wirke sich auch die durch das Land gekürzte Abwassergebührenhilfe um jetzt zwei und später noch einmal zwei Millionen Euro aus. Eine direkte Folge sei, dass die Abwassergebühr in Simmerath im nächsten Jahr wohl um 70 Cent pro Kubikmeter steigen werde. Zusammengefasst bedeuteten die Kürzungen der Landesregierung, dass ein Durchschnittshaushalt in Simmerath im kommenden Jahr um 140 Euro pro Jahr zusätzlich belastet werde, so Bernd Goffart.

CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer vermisst vor allem den Solidaritätsgedanken bei der Landesregierung. Die Solidarität dürfe sich nicht nur bei der Verteilung der Soziallasten in den Ballungsgebieten eingefordert werden, sondern dieser Gedanke gelte ebenso auch bei den unterschiedlichen Abwassergebühren. (P. St.)

Quelle: Eifeler-Zeitung


Gewerbegebiet Imgenbroich:
Abwarten statt spekulieren

Verständnis zeigt Simmeraths CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer für die Simmerather Unternehmer, die sich in einem vom Bürgermeister unterstützten Appell gegen die befürchtete massive Ausweitung der Gewerbeflächen in Imgenbroich gewandt hatten. Man sehe zwar die Sorgen, aber es sei nicht die Aufgabe eines Kommunalpolitikers, den Geschäftsleuten eine Konkurrenzsituation fernzuhalten. Gegen eine angemessene Entwicklung in der Stadt Monschau sei nichts einzuwenden. Nur wenn die Behauptungen der Simmerather Geschäftsleute wirklich zutreffen würden, dass eine „ruinöser Wettbewerb“ ausgelöst werde, „werden wir unsere Zurückhaltung aufgeben.“ Auch für den CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Bernd Goffart ist wesentlich, dass das Gleichgewicht erhalten bleibt, wobei zwischen den Aussagen aus dem politischen Raum in Monschau und denen der Simmerather Geschäftsleute „Welten liegen.“ Statt jetzt zu spekulieren, sollte man zunächst einmal das Gutachten zum Gewerbegebiet Imgenbroich abwarten. „Dann sehen wir weiter.“

Quelle: Eifeler-Zeitung


Schwimmbad:
Eigenes Schwimmbad die bessere Lösung



Mit Nachdruck unterstreicht die CDU Simmerath, dass die Entscheidung für die Errichtung eines neuen Schwimmbades an der Hauptschule richtig gewesen sei. Durch die Vergabe an einen Generalübernehmer und die Festlegung einer Kostenobergrenze von vier Millionen Euro sei die Gemeinde finanziell auf der sicheren Seite. In einem möglichen gemeinsamen Schwimmbad-Standort für Simmerath und Monschau im Bereich Imgenbroich hätten sich für Simmerath nicht unbedingt finanzielle Vorteile ergaben, zumal dann auch die vertraglich festgelegte Abnahme von Fernwärme aus aus dem Biomasse-Keinzkraftwerk Simmerath ein Problem dargestellt hätte.

Von der Kapazitätsanforderung her hätte ein gemeinsames Schwimmbad mindestens doppelt so groß ausfallen müssen, was nicht unbedingt einen finanziellen Vorteil bedeutet habe. Nicht zuletzt erinnert die CDU daran, dass die Entscheidung in Monschau, das eigene Schwimmbad am vorhandenen Standort zu sanieren, bereits frühzeitig gefallen sei.
 

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath

Thema Gemeinschaftsschule

Die CDU Simmerath sieht in Monschau kein Interesse an einem zweiten Standort.
Verärgert über Positionierung des Gymnasiums.

17.03.2011

Die Pläne für die derzeit laufende Sanierung des Hauptschulgebäudes in Simmerath sehen auch die Errichtung einer Mensa (Zeichnung) vor. Von den Kapazitäten her biete das Gebäude beste Voraussetzungen als Teilstandort für eine Gemeinschaftsschule, ist die CDU Simmerath überzeugt.


Elternwille zählt

Wenn in Kürze die Entscheidung über die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule für die Kommunen Monschau, Roetgen und Simmerath fällt, dann ist auch für die CDU-Fraktion in Simmerath der Elternwille maßgebend, ob die neue Schule an einem oder zwei Standorten errichtet werden soll.
Dies betonte jetzt der Vorstand der Simmerather Mehrheitsfraktion, bestehend aus Bruno Löhrer, Bernd Goffart und Jens Wunderlich im Gespräch mit der Lokalredaktion.

Ob es zu zwei Standorten für eine Gemeinschaftsschule in Monschau und Simmerath kommt, hängt für den Fraktionsvorsitzenden Bruno Löhrer allein vom Elternwillen ab. Doch bei der Infoveranstaltung in Monschau habe sich bereits abgezeichnet, dass der politische Wille in Monschau wohl auf einen Standort in Monschau hinauslaufe. Als «erstaunlich» empfindet es Löhrer, dass hier mit Blick auf Simmerath von einem «Neben-Standort» gesprochen worden sei.

Keine Akzeptanz?

Löhrer erinnert daran, dass der Erkenntnis, dass die Hauptschulen in Monschau und Simmerath keine Akzeptanz mehr bei den Eltern gefunden hätten, die Überlegung gefolgt sei, gemeinsam mit Monschau einen Zweckverband für eine Gemeinschaftsschule zu gründen. Darin sei man sich «bis auf den Standort» einig gewesen.

Da das Hauptschulgebäude in Simmerath «beste Voraussetzungen» biete, sei in Gesprächen mit der Bezirksregierung und den beiden Bürgermeistern die Standortteilung (5. bis 7. Klasse in Simmerath, 8. bis 10. Klasse in Monschau) als realistisch betrachtet worden, zumal von den derzeit 17 Gemeinschaftsschulen in NRW fünf an zwei Standorten angesiedelt seien.

Wenn aber nun der Elternwille entscheide und mehrheitlich ein Schulstandort in Monschau gewünscht werde, dann sei ein Zweckverband und damit auch eine Beteiligung an der Finanzierung «kein Thema» mehr.

Verwunderung und Verärgerung hatte bei der CDU Simmerath «die Einmischung» von Lehrern des St. Michael-Gymnasiums Monschau in die aktuelle Diskussion um die Standortfrage ausgelöst. Bruno Löhrer: «Ich kann mich nur wundern, dass sich das Gymnasiums zum jetzigen Zeitpunkt so klar für einen Standort positioniert.» Als persönliche Konsequenz kündigte er seinen Austritt aus dem Förderverein an.

Als «bemerkenswert» bezeichnete es auch die die Simmerather CDU-Spitze, dass ein von den Kapazitäten her geeignetes Gebäude wie die Hauptschule Simmerath möglicherweise ungenutzt bleibe, zumal auch der Leiter der Elwin-Christoffel-Realschule Monschau davon gesprochen habe, dass für die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule ein weiterer Ausbau des ECR, vor allem die Schaffung einer Mensa, erforderlich sei.

In einem zweiten Standort der Gemeinschaftsschule in Simmerath sieht Jens Wunderlich durchaus Vorteile, da Simmerath zentraler liege und damit auch das Einzugsgebiet vergrößert werde. Ein stärkerer Zulauf zur Gemeinschaftsschule wirke sich nicht zuletzt auch positiv auf die Zahl der Übergänger zum Monschauer Gymnasium aus.

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath-Kesternich

16.03.2011

Kesternicher CDU:
Suche nach Akzeptanz bei Umgehungsstraße

(breu)

Die Neuwahl des Ortsverbandsvorstandes stand am Dienstagabend im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung des CDU Ortsverbandes Kesternich in der Gaststätte Jousten. Überraschungen gab es nicht.
Vorsitzender Ulrich Offermann und sein Team wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Unter dem Einfluss der Ereignisse in Japan, bat Offermann um eine Gedenkminute für die Opfer. «Wer will schon Atomstrom?» fragte der Vorsitzende in die Runde.

Ulrich Offermann berichtete über die Ereignisse in Kesternich. Ein Hauptthema sind die Straßen, die sich nach Ansicht der CDU in einem «Top-Zustand» befinden. «Das Thema Umgehungsstraße ist schon oft besprochen worden. Es gibt im Augenblick nichts Neues», so Offermann: «Ich wünsche mir eine vernünftige Lösung. Voraussetzung dafür ist zunächst ein sorgfältige Planung.» Die Pläne für den Bau des Sport- und Kulturzentrums liegen vor, und über den Antrag zum Ausbau der Versorgungsleitungen wird die Gemeinde in Kürze beschließen.

Der alte Friedhof hinter der Kirche wird nach dem baldigen Ablauf der Liegezeiten eingesät und gepflegt. Nach den Unwettern im Winter ist der Emsenbach wieder über seine Ufer getreten und hat Wege mit Schlamm und Geröll überflutet. An einer dauerhaften Lösung dieses Problems wird gearbeitet.

Einige Bürger hatten Beschwerden wegen der Gullireinigung. Offermann erklärte die Vertragsmodalitäten mit dem Unternehmen und bat um mehr Verständnis. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns erklärte zu diesem Thema: «Selbstverständlich kann die Gemeinde solche Verträge ausweiten, das wird dann teurer und muss im Haushaltsplan auf die Gebühren umgelegt werden. Höhere Kosten gehen zu Lasten der Gebühren, die die Bürger zahlen müssen.» zu Umgehungsstraße erklärte der Verwaltungschef, die Pläne seien in Auftrag gegeben. Sobald sie vorlägen, werde zu einer Bürgerinformation eingeladen.

Gerechte Lösung für alle Kesternicher

Einige Mitglieder brachen eine Diskussion über den Abstand der Umgehungsstraße zur Bebauung vom Zaun, so Anwohner der Rurberger Straße: «Wir sind keine Gegner der Umgehungsstraße. Wir bitten lediglich um eine gerechte Lösung für alle Kesternicher.» Der Bürgermeister bat um Toleranz und wünschte sich ebenfalls eine Lösung mit größtmöglicher Akzeptanz.

Sascha Schmitz begann seinen Bericht mit den Worten: «Ich kann es nicht schönreden, die Junge Union Simmerath/Monschau hat Probleme. Leider finden wir keine jungen Leute, die bereit sind, sich hier zu engagieren. Viele Jugendliche sind bereits eingebunden in Ortsvereine oder durch Ausbildung und Studium zeitlich eingeschränkt.»

Er appellierte an junge Menschen, die sich für das politische Geschehen in ihren Heimatorten zu interessieren und sich gegebenenfalls bei ihm zu informieren (Sascha_Schmitz@t-online.de). Ernst Wilden hingegen war angenehm überrascht war, wie viele junge Menschen im Generationenbeirat der Gemeinde zu finden seien.

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath-Monschau

14.03.2011

Gemeinschaftsschule für Monschau, Simmerath und Roetgen positiv

Axel Wirtz MdL

Im Hinblick auf die aktuelle schulpolitische Situation in der Eifel zählt das, was die Räte in den Kommunen für sich als geeignet ansehen. Das sagt mir meine kommunalpolitische Erfahrung. Deshalb findet die Entscheidung für die Gemeinschaftsschule meine volle Unterstützung.

Mit dem am Samstag vom CDU-Landesparteitag verabschiedeten schulpolitischen Leitlinien ´Jedem Kind gerecht werden´, bekennt sich die CDU klar zu einer Schulvielfalt, in der Eltern und Kinder wohnortnah die Schule wählen können, die dem Kind entspreche. Aufgrund der demografischen Entwicklung und Akzeptanzproblemen insbesondere von Hauptschulen müssen und wollen wir reagieren. So wäre eine Verbundschule wünschenswert gewesen, um einen gesonderten Hauptschulzweig anbieten zu können. Da jedoch die Kommunalparlamente und die Schulkonferenzen inklusive der darin vertretenen Eltern sich deutlich für eine Gemeinschaftsschule ausgesprochens haben, findet dies meine ausdrückliche Unterstützung.

Die CDU orientiert sich am Elternwillen, der insoweit auch in der Standortfrage (Klassen 5+6 in Simmerath?) gelten muss.

Es kommt hinzu, dass eine Verbundschule schon aus tatsächlichen Gründen deshalb ausscheidet, weil die erforderliche Anmeldezahl von 18 Schülern für die Eingangsklasse des Hauptschulzweiges nicht erreicht wird (es liegen nur 15 Anmeldungen vor). Dies wird sich auch erkennbar in den kommenden Jahren nicht zugunsten der Hauptsschule verbessern.

Es ist eine passgenaue und richtige Lösung für Monschau, Roetgen und Simmerath, eine Gemeinschaftsschule einzurichten, wobei eine intensive Zusammenarbeit mit dem städtischen St. Michael-Gymnasium in Monschau für alle Beteilgten Vorteile bringen wird.

Quelle: Eifeler Zeitung


Monschau

Monschau akzeptiert auch zwei Schulstandorte
Gemeinschaftsschule:
Wie positioniert sich die Gemeinde Simmerath?
Die Elternbefragung gibt letztlich den Ausschlag.

16.03.2011

„ Das Separieren von Kindern im 5. und 6. Schuljahr ist pädagogisch nicht sinnvoll“, erklärte Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter am Dienstagabend im Haupt- und Finanzausschuss der Stadt. Die Gemeinde Simmerath habe sich in dieser Frage noch nicht positioniert, und es stehe noch nicht fest, ob die Nachbargemeinde bei der Gemeinschaftsschule auf dem Modell der zwei Standorte beharre.

In der bisherigen Diskussion der Standortfrage habe sich, so eine Vorlage der Stadtverwaltung, herauskristallisiert, das mehrheitlich ein Standort favorisiert werde. Als weitere Möglichkeit sei ein zweigeteilter Standort mit den Klassen 5 und 6 in Simmerath sowie 7 bis 10 in Monschau diskutiert worden. Erkennbar nicht gewünscht sei ein Standort mit einer Beschulung ausschließlich Simmerather Kinder in den Klassen 5 und 6.

Nach Info-Abenden für die Eltern solle schließlich der Elternwille abgefragt werden. Sollte diese Abfrage ergeben, dass es Wille der Eltern sei, in Simmerath einen Standort zu behalten, dann, so Bürgermeisterin Margareta Ritter, müsse die Stadt Monschau bereit sein, diesem Elternwillen zu folgen. Die Verwaltungschefin: „Sollte Simmerath sich nach der Elternbefragung so positionieren, dass die Klassen 5 und 6 in Simmerath und der Klassen 7 bis 10 in Monschau beschult werden, dann sollten wir das machen.“

Ausschließlich versöhnliche Töne waren im Rathaus zu hören. CDU-Fraktionsvorsitzender Micha Kreitz: „Die CDU Monschau hat die Hand ausgestreckt. Jetzt sollten wir den Weg gemeinsam zu Ende gehen.“ Brigitte Olschewski, stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende: „Das Konzept verträgt eigentlich keine zwei Standorte. Aber die SPD ist mit Bauchschmerzen bereit, sich auf die beiden Schulstandorte einzulassen.“ Werner Krickel, Fraktionssprecher der Grünen: „Wenn jemand vor einem Jahr gesagt hätte, dass die betroffenen Schulen ein solch hervorragendes Konzept erstellen würden, hätte man ihn einen Fantasten genannt.“

Mehrheit müsse Mehrheit sein, forderte der Grüne. Sobald die Auswertung der Elternbefragung vorliege und die Stimmen addiert seien, müsse jede Kommune bereit sein, das Votum zu akzeptieren. Krickel: „Wir müssen für die Eltern Sicherheit schaffen.“ (ess)

Quelle: Eifeler Zeitung

 

Städteregion

Etschenberg:
Zusammenarbeit ist «erheblich gestört»

15.03.2011

Städteregionsrat Helmut Etschenberg hat gerade zum ersten Mal öffentlich eingeräumt, dass die Zusammenarbeit zwischen ihm und dem Aachener Oberbürgermeister Marcel Philipp «erheblich gestört» sei.

Das sagte er bei einer Pressekonferenz nachdem der Aachener OB am Montagabend mit seinen Ideen zur politischen Fortentwicklung der Städteregion vorgeprescht war.

Etschenberg fand es «bemerkenswert», dass Philipp ein persönliches Gespräch benutzt habe, um vor der Vorstellung eines Rechtsgutachtens am heutigen Dienstag zum Rechtsstatus der Städteregion seine Sicht der Dinge zu äußern.

Dennoch betonte der Städteregionsrat: «Eine weitere Zusammenarbeit muss möglich sein.» Aber sie müsse eine neue Qualität haben. «Und dazu gehört Vertrauen», sagte Etschenberg.


Die "Väter" der Städteregion (Dr. Linden, K. Meulenbergh), sind nicht mehr dabei.
Re. Baesweilers Bürgermeister Dr. W. Linkens

Quelle: Eifeler Zeitung


Monschau

12.03.2011

Stadt Monschau informiert Eltern über Gemeinschaftsschule

Die Stadt Monschau möchte alle betroffenen Eltern und interessierte Bürger über das Modellvorhaben «Gemeinschaftsschule» informieren und hat deshalb für Mittwoch, 16. März, um 18 Uhr in die Aula der Elwin-Christoffel-Realschule, Wilhelm-Jansen-Straße 5 in Monschau, eingeladen.

In einem Schreiben an die Eltern der aktuellen Zweit- und Drittklässler der Monschauer Grundschulen heißt es: «Die allgemeine demographische Entwicklung mit einem Rückgang der Geburten macht auch vor der Stadt Monschau und der Region nicht Halt.

Mit den prognostizierten Schulanmeldezahlen ist es für die kommenden Jahre nicht mehr möglich, in den Hauptschulen eigenständige Schuleingangsklassen zu bilden. Der aktuell in Arbeit befindliche Schulentwicklungsplan für die weiterführenden Schulen zeigt auf, dass auch die Realschule mittelfristig von den sinkenden Schülerzahlen erfasst werden wird.

Angesichts dieser Perspektiven ist Handlungsbedarf gegeben. Oberstes Ziel der Stadt Monschau ist es, auch weiterhin dauerhaft eine wohnortnahe Beschulung unserer Kinder im Bereich der Sekundarstufe 1 zu ermöglichen.

Gemeinsam und ganztägig

Die Landesregierung NRW ermöglicht es nunmehr, im Rahmen eines Schulversuches so genannte Gemeinschaftsschulen einzurichten. In einer Gemeinschaftsschule werden alle Kinder im 5. und 6. Schuljahr gemeinsam und ganztägig in Orientierung an gymnasialen Standards unterrichtet. Darüber hinaus kooperiert die Gemeinschaftsschule mit einem Gymnasium.

Die Stadt Monschau möchte bei der Landesregierung einen Antrag stellen, in Monschau eine solche Gemeinschaftsschule zu errichten. Diese soll durch die Zusammenführung der Elwin-Christoffel-Realschule, der Gemeinschaftshauptschule Monschau-Roetgen und der Hauptschule Simmerath in Kooperation mit dem Städtischen St. Michael-Gymnasium errichtet werden und würde mit Beginn des Schuljahres 2012/2013 starten.

Verständlicherweise führen solche Änderungen teilweise zu Verunsicherungen bei den betroffenen Eltern. Daher bietet die Stadt Monschau als Schulträger eine entsprechende Informationsveranstaltung an.»

Nach der Informationsveranstaltung am 16. März werden über die Kinder ein Fragebogen und ein Informationsblatt zur Gemeinschaftsschule verteilt. Ziel dieser Befragung ist die Feststellung des Elternwillens, der ebenfalls zur Grundlage in diesem Entscheidungsprozess gemacht wird.

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath-Strauch

09.03.2011

Strauch ist stolz auf das neue Kindergartengebäude
CDU-Verband zieht positive Bilanz der Ortspolitik. Dieses Jahr nicht für Dorfwettbewerb gemeldet. Bruno Löhrer wiedergewählt.

Die Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes Strauch hatte am Aschermittwoch eine umfangreiche Tagesordnung zu bewältigen. Dabei zeigten sich die Mitglieder des Ortsverbandes mit der Arbeit ihres Vorstandes sehr zufrieden. Als Gäste weilten an diesem Abend in Strauch Hans-Josef Hilsenbeck als stellvertretender Städteregionsrat und als Geschäftsführerin des Gemeindeverbandes Simmerath, Ulla Harth.

Mit fast unveränderter Mannschaft geht der Straucher CDU-Ortsverband
in die nächste Amtsperiode. In diesen zwei Jahren gilt es aber, für den
angekündigten Generationswechsel Lösungen zu finden. Foto: F. Mertens

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Bruno Löhrer berichtete Hans-Josef Hilsenbeck über die Arbeit im Regionstag und über die Förderungsmöglichkeiten für die Vereine. Für den Gemeindeverband erinnerte Ulla Harth an die Mitgliederwerbung und bat alle, diese Aktion nach Kräften zu unterstützen. Auf überörtlicher Ebene zeichnet Hans Josef Dautzenberg für den Internet­auftritt der Ortsverbände verantwortlich. In einer Arbeitsgruppe Kommunikation soll diese Aufgabe gebündelt werden. Vor Ort sollen Internetbeauftragte die Arbeitsgruppe unterstützen.

In seinem Jahresrückblick ging Bruno Löhrer zunächst auf die Arbeit innerhalb des Ortsverbandes ein. Arthur Johnen sei für seine 25-jährige Zugehörigkeit zum Gemeinderat zum Ehrenratsherrn ernannt worden. Bruno Löhrer selber und Hubert Breuer vertreten Strauch schon seit 15 Jahren im Simmerather Gemeinderat.

Der Ort werde nach einem gemeinsamen Beschluss des Ortsverbandes und des Ortskartells in diesem Jahr nicht am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ der Städteregion teilnehmen. Stolz sei man auf das neue Kindergartengebäude. „Ein Umbau des altes Kindergartens wäre nie in vergleichbarer Qualität möglich gewesen“, meinte Löhrer. Lob und Dank verteilte er an alle, die zum Gelingen der Erweiterung von Pfarrheim und Feuerwehrhaus beigetragen haben. In einem Arbeitsausschuss mit sechs Mitgliedern bereite man das Programm für die 650-Jahrfeier des Ortes vor. Die Feier soll mit dem Erntedankfest verbunden werden.

Aus der Ratsarbeit berichtete Löhrer über die Haushaltslage, Fragen der Schulpolitik und der Gewerbeansiedlung. Das ursprüngliche Defizit von über drei Millionen Euro sei bis zur Beschlussfassung im Rat auf über vier Millionen angewachsen. Als Hauptursache dafür führte Löhrer Verschlechterungen bei den Schlüsselzuweisungen und der Abwasserhilfe des Landes an. Mittelfristig sehe er keine Möglichkeit, Einnahmen und Ausgaben wieder auszugleichen. „Im Schreiben der SPD-Ratsvertreter an die Bevölkerung wird verschwiegen, dass diese Verschlechterungen auf die Beschlüsse der SPD-geführten Landesregierung zurückgehen“, schimpfte der Vorsitzende.

In der Schulpolitik führe wegen der wegbrechenden Schülerzahlen kein Weg an der Gemeinschaftsschule vorbei. Erste Gespräche mit den Monschauer und Roet­gener Ratsvertretern seien auf gutem Weg. Eine Elternbefragung soll Klarheit in der Standortfrage bringen. Wie es konkret mit der neuen Schulform weitergehe, sei noch völlig offen. Zur Diskussion um die Gewerbeansiedlung in Imgenbroich sei eine klare Position erst möglich, wenn der genaue Stand der Planungen bekannt sei.

Dem alten Vorstand erteilte die Versammlung anschließend Entlastung und bestätigte Bruno Löhrer für weitere zwei Jahre im Amt. Er kündigte an, nach Ablauf dieser Wahlperiode nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung zu stehen. Der Vorstand möge sich deshalb schon jetzt Gedanken über seine Nachfolge machen.

Rücktritt in zwei Jahren

Als sein Vertreter fungiert weiter Friedel Strauch. Hubert Breuer arbeitet wie bisher als Geschäftsführer mit. Auch er wird in zwei Jahren auf eine erneute Wiederwahl verzichten. Als Beisitzer gehören dem Vorstand demnächst Alex Frings, Christoph Breuer und Karl-Heinz Plum an. Der vierte Beisitzerposten bleibt vorerst unbesetzt. Im Gemeindeverband wird Christoph Breuer den Ort vertreten. Als Delegierten für den Kreisparteitag bestimmte die Versammlung Hubert Breuer. Abschließend legte der Vorstand noch die Grundzüge für die Arbeit des kommenden Jahres fest. (fm)

Quelle: Eifeler Zeitung


Nordeifel

02.03.2011

„Jetzt ist es Zeit für Proteste“
MdL Axel Wirtz: Haushalt sieht drastische Benachteiligung der Eifel vor. Abwassergebühren steigen, Schlüsselzuweisungen werden gekürzt.

Vergangene Woche wurde der Haushaltsentwurf 2011 (Gemeindefinanzierungsgesetz/GFG) der rot-grünen Minderheitsregierung im Landtag erstmals diskutiert und ohne Veränderungen zur Beratung an die Ausschüsse verwiesen.

Der Entwurf sehe eine Verschlechterung bei den Schlüsselzuweisungen für Monschau in Höhe von 600 000 (23 Prozent) und für Simmerath von 1,45 Mio. (31,1 Prozent) gegenüber 2010 vor, teilt jetzt der CDU-Landtags­abgeordnete Axel Wirtz (VDU) mit. „Noch drastischer“ würden die Gebührenzahler in Monschau, Roetgen und Simmerath belastet. Die landesweite Reduzierung der Abwassergebührenhilfe von 6,029 Mio. auf 4,2 Mio. bedeute für Monschau ein Minus von 166 480 Euro, für Roetgen ein Minus von knapp 100 000 Euro und für Simmerath minus 160 000 Euro.

Axel Wirtz: „Da die Gebührenhaushalte für 2011 bereits beschlossen sind und für das nächste Jahr eine erneute Absenkung von ca. zwei Mio. Euro landesweit durch die rot-grüne Minderheitsregierung angekündigt ist, macht dies bei den Abwassergebühren im Jahr 2012 pro Kubikmeter in Simmerath rund 70 Cent, in Monschau ca. 50 Cent und in Roetgen etwa 40 Cent aus. „Jetzt ist die Zeit für Proteste und Appelle an die Fraktionen im Landtag gekommen“, so der CDU-Kreisvorsitzende Axel Wirtz weiter: „Ich hoffe sehr, dass die Resolutionen der Kommunen, die in Düsseldorf vorliegen, ihre Wirkung erzielen und gehe davon aus, dass das BBKE und IG Kanal nun in Aktion treten.“

Auch der Städte- und Gemeindebund halte im landesweiten Vergleich das Anliegen der Abwassergebührenhilfe für Kommunen mit überdurchschnittlich hohen Abwassergebühren für absolut berechtigt. Nach den Beratungen im Haushaltsausschuss wird sich der Landtag in zweiter Lesung mit dem Gesetz Mitte April befassen.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

Simmerath-Dedenborn-Hammer

02.03.2011

Mit Eigenleistung auf einem guten Weg
CDU-Ortsverband Dedenborn wählt neuen Vorstand. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns gegen Angriffe in Schutz genommen.

Der CDU-Ortsverband Dedenborn/Hammer hatte jetzt zur Mitgliederversammlung eingeladen. Der Vorsitzende Arno Braun freute sich insgesamt 19 Mitglieder des 70 Mitglieder starken Ortsverbandes begrüßen zu können.

Ortsvorsteher Hans-Josef Hilsenbeck berichtete über die Aktivitäten des vergangenen Jahres und die Pläne für 2011: Dedenborn und Hammer sind die kleinsten Orte in der Gemeinde, aber hier tut sich was!“ Die Orte im Tal sind mit dem begehrten DSL-Anschluss versorgt worden, im Neubaugebiet Auf den Feldern wird an drei Stellen gebaut, die Kita Dedenborn besteht seit 17 Jahren und wird in 2011, für die U 3-Betreuung, um einen Schlafraum erweitert, das Gemeindezentrum erhält ein neues Dach und die Außenmauern werden trockengelegt, die freiwillige Feuerwehr hat in Eigenleistung einen Übungsraum erstellt, die Rurbrücke in Hammer wurde in zwei Schritten saniert, ein Verkehrsspiegel an der Kirche erhöht die Sicherheit in Hammer, der Straßenbelag an der L 106 am Ortseingang wurde verbessert und eine Tempobeschränkung in diesem Bereich eingerichtet.

Helmut Kaulard (2.v.l) wurde zum Vorsitzenden des CDU Ortsverband Dedenborn/Hammer gewählt. Arno Braun (4.v.l)
ist sein Stellvertreter. Die anderen Vorstandsmitglieder wurden in ihren Ämtern bestätigt. Foto: Kornelia Breuer

Einige Arbeiten werden in diesem Jahr weitergeführt und zu Ende gebracht, außerdem soll in Hammer ein Rast- und Ruheplatz neben der Kirche angelegt werden, die Fenster im Feuerwehrhaus in Hammer müssen erneuert werden. Bedingt durch das Hochwasser sind Arbeiten an Wegen, Brücken und Böschungen notwendig.

Hilsenbeck lobte das enorme Engagement der Dedenborner Bevölkerung, viele notwendige Arbeiten würden in Eigenleistung erbracht. Besonders erwähnte er das Freischneiden der Bänke und Kreuzwegstationen, die Anfertigung und Aufstellung von Ruhebänken, den Blumenschmuck im Dorf und Aufräumarbeiten an den Aussichtsplätzen.

Vorstandsmitglied Walter Steffens aus Hammer wünschte sich ein solches Engagement auch von seinen Mitbewohnern in Hammer.

Der neue Vorstand

Für die anstehenden Neuwahlen des Vorstandes wurde Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns als Wahlleiter benannt. Der bisherige Vorsitzende wohnt nicht mehr in Dedenborn und stellte seinen Posten zur Verfügung. Helmut Kaulard wurde einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Arno Braun übernimmt nach ebenfalls einstimmiger Wahl das Amt des 2. Vorsitzenden und Sigrid Miano wurde als Geschäftsführerin wiedergewählt. Zu Beisitzern wurden Bernd Jansen, Stefan Steinebach, Hans-Jürgen Jansen, Wolfgang Schmidt und Walter Steffen gewählt.

Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns berichtet über wesentliche Ereignisse in der Gemeinde Simmerath: Kürzlich seien die Verträge für den Bau der neuen Schwimmhalle unterzeichnet worden, und das Altenheim Seliger Gerhard sei ebenso wie das St. Brigida-Krankenhaus von der Artemed Gruppe übernommen worden, und die Sporthalle an der Hauptschule sei nach der Sanierung wieder zugänglich. Auch der Bürgermeister zeigte sich voll des Lobes für das enorme Engagement der Bürger: „Vieles ist nur möglich durch die Eigenleistungen!“

Der Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes Bernd Goffart zeigte sich erstaunt über die Kritik an Bürgermeister Hermanns durch Parteifreunde aus anderen Orten in Zusammenhang mit dem Appell von Simmerather Geschäftsleuten, die im Entwicklungskonzept der Stadt Monschau einen „ruinösen Wettbewerb“ befürchtet hatten. „Der Bürgermeister ist Ansprechpartner für alle Bürger der Gemeinde und da gehören Unternehmer ebenso dazu wie Kinder, Jugendliche und ältere Menschen.“

Hans-Josef Hilsenbeck sprach auch im Namen der Städteregion seine Anerkennung für die Arbeit des Bürgermeisters aus: „Hermanns ist jetzt ein Jahr im Amt und er macht einen Job auf rauer See.“ Er versicherte dem Bürgermeister den Rückhalt durch den Ortsverband.

In einer angeregten Diskussion wurde das Thema „Abwassergebühren“ aufgegriffen. Hermanns erläuterte die Situation in der Städteregion und im Land und musste eingestehen, dass die Situation der Eifelbewohner bedauerlich sei. „Leider ist es wohl so, dass landesweit einheitliche Gebühren wünschenswert sind, aber objektiv wohl nicht erreichbar sind.“

Er versicherte der Versammlung, dass er das Thema nicht vernachlässigen werde und gemeinsam nach Lösungen suchen werde. (breu)

Quelle: Eifeler Zeitung


Monschau

Die Schul-Zukunft auf den Weg gebracht

01.03.2011

Die Gemeinschaftsschule Monschau-Simmerath-Roetgen ist auf dem Weg - das war die wichtigste Botschaft nach über drei Stunden Information und Diskussion am Montagabend in der Aula der Monschauer Realschule. Dort, an der Elwin-Christoffel-Realschule, wird der Schulversuch ab dem Schuljahr 2012/13, so scheint es, auf jeden Fall starten.

Die Frage ist aber, ob nur dort unterrichtet wird oder möglicherweise auch noch an einem zweiten Standort Simmerath. Denn alleine an dieser Frage schieden sich bei der großen Zusammenkunft aller drei Gemeinderäte am Montagabend die Geister.

1800 statt 2500 Schüler

«Die Region wird gemeinsam gewinnen oder einzeln verlieren». Diese Aussage aus dem aktuellen Schulentwicklungsplan schwebte auch mahnend über der zweiten Sitzung des großen Nordeifeler Stadt- und Gemeinderates, zu der Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter rund 150 Kommunalpolitiker, Vertreter der Schulen und interessierte Bürger begrüßte.

In großer Runde für die gesamte Region: Die Informationsveranstaltung zum Thema Gemeinschaftsschule für Monschau, Simmerath und Roetgen brachte nicht nur die drei Räte sondern auch zahlreiche Zuhörer in der Elwin-Christoffel-Realschule Monschau zusammen. Foto: P. Stollenwerk

Wolf Krämer-Mandeau vom Bonner Büro «biregio» versorgte die Zuhörer mit Zahlen und Statistiken, steckte die demografischen Rahmenbedingungen der Schul-Zukunft ab. Kernaussagen: In sechs Jahren wird die «Bildungsregion Eifel» 27 Prozent weniger Einschulungen haben, was auch zu Lasten der Real- und Mittelschulen, besonders aber der Hauptschulen gehen wird. Schon jetzt habe sich auch in der Nordeifel eine Viertelung der Akzeptanz für die Hauptschule gegenüber 2004 eingestellt. Auch der Rückgang der Gesamtschülerzahl ab Sekundarstufe I von heute 2500 auf 1800 gebe die Maxime vor: «Aufbrechen statt bedingungslos ergeben». Für die biregio ist die Gemeinschaftsschule der einzig gangbare Weg, der nach heute vorliegenden Zahlen auch bis 2025 abgesichert wäre - auch wenn erst kürzlich von der Städteregion andere, noch alarmierendere Zahlen vorgelegt werden.

Der Information über den Status Quo und über das Rahmenkonzept für die Gemeinschaftsschule (s. weiteren Bericht) folgte die gut 90-minütige Diskussion. In ihrem Konzept hatten die Schulvertreter angeregt, in der Orientierungsstufe 5/6 mit zwei Standorten zu arbeiten, «um Eltern und Kinder der Gemeinde Simmerath besser und dauerhaft an die neue Schule zu binden». In nahezu allen Wortbeiträgen der Simmerather Gemeinderatsvertreter - gleich welcher Coleur - wurde aber deutlich, dass dieser Kompromiss dort als nicht weitreichend genug bewertet wird.

«Das Konzept ist hervorragend, aber sinnvoller wäre es, die Eingangsstufe 5/6 komplett in Simmerath zu fahren und ab der siebten Klasse in Monschau», meinte Günter Scheidt, und auch sein CDU-Kollege Bruno Löhrer glaubt, man könne die Kinder aus Randbereichen wie Schmidt oder Eiruhr nur dann für die hiesige(n) Schule(n) zurückgewinnen, wenn die Wege nicht zu weit seien. Für Simmeraths SPD-Vertreter Franz-Josef Hammelstein ist es gar schon «ein Riesenfehler, im Zusammenhang mit Simmerath das Wort ÈDependance» ins Spiel gebracht zu haben», denn dies bezeichne einen «kleinen, untergeordneten Ableger». Tatsächlich komme aber nur eine Lösung mit zwei gleichberechtigten Standorten in Frage, unterstrich Hammelstein.

«...damit Simmerath etwas hat»

Micha Kreitz, schulpolitischer Sprecher der Monschauer CDU, hielt es für wenig zielführend, «die Diskussion mit semantischen Spitzfindigkeien und Wortklaubereien» zu führen, «über dieses Stadium sind wir doch eigentlich schon hinweg», stellte er fest, «dass in drei von vier Punkten Einvernehmen der Verantwortlichen in der Region herrscht».

Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns erinnerte aber an den einstimmigen Beschluss des Simmerather Gemeinderats, der nur für eine Gemeinschaftsschule an zwei Standorten votiert habe. «Es ist nicht sinnvoll, eine oder zwei Klassen in Simmerath anzubieten, nur damit Simmerath etwas hat», so Hermanns, der aus einem Gespäch bei der Bezirksregierung berichtete, dass man sich auch dort eine Aufteilung von je rei Jahrgängen für Monschau und Simmerath vorstellen könne.

Gleichsam zwischen den Fronten liegend, tendierten die Vertreter aus Roetgen zu einer Lösung mit einem Standort: «Durch unsere geographische Lage und die vierte Aachener Gesamtschule wird der Elternwille in Roetgen ohnehin schon sehr zerpflückt. Das würde ein zweiter Standort nicht leichter machen», merkte Silvia Bourceau (UWG) an, und Janine Köster, Mutter, Lehrerin und Schulexpertin der Roetgener SPD wagte «zu bezweifeln, dass ein zweiter Standort den Eltern gefällt». Und Roetgens Bürgermeister Manfred Eis unkte, dass auch die Gemeinschaftsschule wohl nichts daran ändern könne, dass viele Roetgener ihren Lebensmittelpunkt in Aachen hätten. Bei einer Gemeinschaftsschule mit Ortswechsel nach der sechsten oder siebten Klasse werde die Elternentscheidung wohl noch eher für eine Aachener Einrichtung fallen, mutmaßte Eis.

«Das Konzept ist wichtiger als die Stadortfrage», merkte Stefan Weber von der Simmerather UWG an, und auch Ronald Borning (CDU Roetgen) regte an, die Standortfrage nach dem Elternwille auszurichten, die Grundschulen in die Entscheidungsfindung einzubeziehen und vor allem «die Schule positiv zu bewerben».

Den Elternwillen zu erforschen, dies wird nun die Aufgabe eines wohl formulierten Fragebogens sein, den die «biregio»-Experten entwerfen werden und der im Zusammenhang mit Informationsveranstaltungen verteilt werden wird. Ebenfalls innerhalb der kommenden sechs Wochen werden alle Schulkonferenzen tagen und müssen die Gemeinderäte entsprechende Beschlüsse fassen.

Verantwortungsbewusstsein

«Wir haben heute zwar nichts verabschiedet, aber doch etwas auf den Weg gebracht», fasste Bernd Goffart, Simmeraths CDU-Vorsitzender zusammen, und Margareta Ritter dankte «allen Beteiligten für Ihr großes politisches Verantwortungsbewusstsein».

Quelle: Eifeler Zeitung

Gemeinschaftsschule:
Verfrühte Laufbahnentscheidungen gibt es nicht

01.03.2011

.Ein überzeugendes pädagogisches Rahmenkonzept hat die «Projektgruppe Gemeinschaftsschule Monschau-Simmerath-Roetgen» in relativ kurzer Zeit entworfen, das auch bei der gemeinsamen Informationsveranstaltung für die Kommunen in der Monschauer Elwin Christoffel-Realschule auf ungeteilte Zustimmung stieß.

In dem Projekt wirkten mit: Für die Elwin Christoffel-Realschule Monschau: Schulleiter Peter Groten, stellv. Schulleiter Albert Rieger und Dietmar Deuster; für die Gemeinschaftshauptschule Monschau-Roetgen: Konrektor Franz-Josef Prümmer, Margitta Isaac und Ruth Wolff; für die Gemeinschaftshauptschule Simmerath: Konrektor Rolf Sieben und für das St. Michael-Gymnasium Monschau: Schulleiter Dr. Lothar Stresius.

In der neu einzurichtenden Gemeinschaftsschule sollen die Realschule Monschau sowie die beiden Hauptschulen Monschau und Simmerath zusammengeführt werden. Die Schule bietet eine gebundene Ganztagsbetreuung. Zum Einstieg werden heterogene (also gemischte Klassen) in den Jahrgangsstufen fünf und sechs gebildet.

In diesen Gruppen sollen die Schüler mit unterschiedlichen Begabungen miteinander und voneinander lernen. Das gemeinsame Lernen aus der Grundschule wird also fortgesetzt. Verfrühte Laufbahnentscheidungen, die später korrigiert werden müssen, fallen somit weg. Ab Klasse sieben wird der Unterricht in kooperativer Form stattfinden, wobei auch in den Klassen sieben und acht die Durchlässigkeit der Bildungsgänge erhalten bleibt.

Als Abschlüsse sind der Realschulabschluss und der Hauptschulabschluss möglich. Mit dem St. Michael-Gymnasium besteht ein Kooperationsvertrag, der bei einem qualifizierten Abschluss der Sekundarstufe I die Übernahme in die gymnasiale Oberstufe garantiert. Dazu werden besondere Förderangebote der Gemeinschaftsschule in Abstimmung mit dem Gymnasium installiert. Gemeinsame Fachkonferenzen und Lehrerfortbildung sowie der Austausch von Lehrkräften sind ebenfalls Teil der Kooperationsvereinbarung.

Ab Klasse sieben wird in differenzierten Bildungsgängen unterrichtet. Dann werden auch so genannte «ASA-Klassen» (angestrebter Schulabschluss) eingerichtet. Ergänzungsstunden, eigenverantwortliches Lernen sollen der Sicherung des gymnasialen Standards dienen.

Ab der Klasse acht erfolgt eine intensive Beratung im Hinblick auf den weiteren Bildungsgang und den angestrebten Schulabschluss.

Als Fazit hält die Projektgruppe fest: «Die Gemeinschaftsschule nutzt die Chance, die Schülerinnen und Schüler nach neuesten Erkenntnissen der Unterrichtsforschung auf ihr zukünftiges Leben in Beruf und Gesellschaft vorzubereiten - unter Berücksichtigung der persönlichen Begabungen und Interessen.»

Quelle: Eifeler Zeitung





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Letzte Änderung: 01-Okt-2011

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