CDU Gemeindeverband Simmerath

Presse-Berichte

 





März 2013

Quelle der Artikel, falls nicht besonders gekennzeichnet, Eifeler Zeitung.
Berichte aus 2008- 2013 finden Sie im Archiv

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Berichte aus der Tagespresse, ungekürzt und unzensiert.
Inhalt/Themen
März 2013
Simmerath verändert Gesicht
Schulverband
Sportheim u. Gerätehaus
Rathausvorplatz
Feuerfalter bremst


Kein gewerbliches Schlafen in Simmerath

Der Bebauungsplan für das Neubaugebiet am Sportplatz schreibt für das Eckgrundstück, das zur Tennisanlage des TC Simmerath an der Lohmühlenstraße hin liegt, nur eine eingeschossige Wohnnutzung vor. Man möchte damit einem späteren Konflikt zwischen den bisweilen lautstarken Aktivitäten der Tennisspieler („plopp-plopp“) und einem Hausbesitzer, der seine Ruhe möchte, vorbeugen.

Im Planungsausschuss diskutiert wurde daraufhin, ob denn dennoch zweigeschossig gebaut und die obere Etage dann beispielsweise für ein Büro genutzt werden könne, weil dies ja kein „wohnen“ sei. Auch tauchte die Frage auf, ob der künftige Besitzer des Eckgrundstücks im Obergeschoss vielleicht nur Schlafräume einrichten könne. „Fällt schlafen auch unter Wohnen?“, wollte ein Ausschussmitglied wissen.

Bruno Löhrer sponn den Gedanken noch weiter: „Es gibt auch gewerbliches Schlafen“, meinte er zur Erheiterung des Ausschusses, doch da beeilte sich Jürgen Förster von der Verwaltung einzuhaken: „Das ist laut Bebauungsplan nicht zulässig...!



Simmerath

21.03.2013

Der Zentralort verändert sein Gesicht

Im Zentralort tut sich was. Zukunftsweisende Projekte, die das Ortsbild von Simmerath nachhaltig verändern werden, darüber hatte der Planungsausschuss der Gemeinde am Dienstagabend zu beraten. So ging es um die Neugestaltung einer Gebäudezeile an der „kleinen Hauptstraße“ (Kirchplatz) und um das Neubaugebiet im Bereich des alten Sportplatzes und der Josef-Jansen-Sportstätte.

„ Hier soll einiges investiert werden“, umschrieb Bruno Löhrer, CDU-Sprecher im Planungsausschuss, die Pläne der Sparkasse, ihr Gebäude im Ortszentrum zu erneuern. Das Kreditinstitut hatte die Umgestaltung des Gebäudes in einem Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Die ersten Pläne und Ansichten des Wettbewerbsgewinners lagen dem Ausschuss nun zur Bebauungsplanänderung vor, wobei das in Simmerath ansässige Büro für Bauplanung und Projektsteuerung für die Nebendachflächen wie auch für das Hauptdach eine Flachdach-Form beantragt hatte. „Wenn zu der Planung Flachdächer dazu gehören, dann soll das eben so sein“, ließ Löhrer die Geschmacksfrage außen vor.

Nicht so Stephan Weber von der UWG. „Da wird der Ortskern mit einer klotzigen Flachdach-Gebäudezeile versehen“, meinte Weber und verwies darauf, dass die Planung nicht nur das heutige Sparkassen-Gebäude umfasse, sondern möglicherweise auch die daneben liegenden Geschäfte – einen Elektrohandel und eine Wäscherei. „Da verabschieden wir uns von einer ortstypischen Bebauung“, kritisierte der UWG-Vertreter, fügte aber gleich an: „Wir haben hier nicht über Geschmack zu entscheiden, sondern nur über Planrecht. Und wenn diese Form dem Wunsch des Bauherrn entspricht, dann ist dem so zuzustimmen“, sagte Weber, der sich bei der Abstimmung später aber ebenso enthielt wie die SPD-Vertreter.

Stephan Weber erinnerte sich an ein Seminar zum Thema „ortstypische Bebauung“, an dem die Kommunalpolitiker einst in Eicherscheid teilgenommen hätten. Dabei, so entgegnete Simmeraths Ortsvorsteher Stefan Haas, sei es aber in erster Linie um andere Orte der Gemeinde gegangen als um den Zentralort.

Lange Schallschutzwände

Ein weiterer Antrag, über den der Planungsausschuss zu beraten hatte, betrifft ein Gebiet nordöstlich vom Ortskern, im Bereich zwischen Schmiedstraße und Lehrer-Friesen-Straße. Hier werden durch Neufassung des Bebauungsplans neue Flächen für Wohnbebauung und Gewerbe geschaffen, wobei im Sinne des vorbeugenden Immissionsschutzes zwei 2,50 Meter hohe, massive Grenzmauern, 43 bzw. 52 Meter lang, zur Auflage gemacht werden. Wie die Verwaltung mitteilte, „ist zum jetzigen Zeitpunkt aber keine Erweiterung des dort ansässigen Metallbaubetriebs beabsichtigt“.

Schlussendlich hatte sich der Planungsausschuss am Dienstag mit den während der Offenlage eingegangenen Bedenken und Anregungen zum Bebauungsplan Lohmühlenstraße zu befassen. Im Neubaugebiet auf dem bisherigen Simmerather Sportplatz gebe es „das ein oder andere Problem mit der Entwässerung“, bewertete CDU-Sprecher Bruno Löhrer die ausführliche Stellungnahme der Städteregion zur Situation des Niederschlagswassers im Plangebiet. Jürgen Förster vom Bauamt der Gemeinde und Planer Bernd Becker bestätigten, dass sich im Zuge der Tiefbauplanung, insbesondere der Planung der Verkehrsflächen, gezeigt habe, dass auch aufgrund der hydrologischen Verhältnisse das Plangebiet um rund 60 Zentimeter angehoben werden sollte. „Dies hätte sowohl für die zukünftigen Grundstückseigentümer Vorteile bei der Bauwerksgründung als auch für die Gemeinde, da dadurch die Erschließungskosten geringer werden“, so die Verwaltung.

Eine andere Eingabe empfahl der Gemeinde, auf dem nördlichsten der rund 50 Baugrundstücke nur eingeschossige Wohnbebauung zuzulassen, um einem Konflikt mit dem direkt angrenzenden Tennisplatz aus dem Weg zu gehen.

Während Stephan Weber empfahl, die Parzelle deshalb besser ganz aus dem Plan zu nehmen, sahen Verwaltung und die Mehrheit im Ausschuss hier kein großes Problem: „Die Einschränkung einer nur eingeschossigen Wohnmöglichkeit wird so auch im Bebauungsplan und im Kaufvertrag stehen. Bei der Vermarktung wird sich dann zeigen, ob die Parzelle trotzdem das Interesse eines Käufers findet“, erläuterte Jürgen Förster, ehe ein Zwischenrufer anmerkte: „Vielleicht kauft es ja ein Tennisspieler!“

Die übrigen Grundstücke werden durch eine drei Meter hohe und 35 Meter lange Lärmschutzwand zu den Tennisplätzen des TC Simmerath hin abgegrenzt, ansonsten wird das Lärmproblem durch die Ausweisung einer ausgedehnten Grünzone gelöst, in die auch das Regenrückhaltebecken und ein Spielplatz integriert werden sollen.

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath

15.03.2013

Schulverband:
Aus Simmeraths Sicht kann‘s losgehen

Rat beschließt die Satzung zur Gründung des Schulzweckverbandes Nordeifel. Thema „Inklusion“ bleibt vorerst im Hinterkopf.

Der Gründung des Schulzweckverbandes Nordeifel steht nun aus Simmeraths Sichts nichts mehr im Wege. Nachdem im Generationen-, Schul- und Sozialausschuss am vergangenen Dienstag über die Satzung diskutiert worden war, entschieden sich alle Parteien einstimmig, dem Rat die Empfehlung auszusprechen, die Satzung zu verabschieden.

Zwei Anträge wurden im Laufe dieser Diskussion abgelehnt: Zum einen wurde der Antrag der SPD, das Thema Inklusion in die Präambel aufzunehmen und diese zu einem erklärten Ziel des Schulzweckverbandes zu bestimmen, abgewiesen. Zwar habe man dies im Hinterkopf, aber man könne ohne eine Äußerung des Landes und als Zweckverband ohnehin nicht über die pädagogischen Inhalte bestimmen, lauteten die Gegenstimmen.

Der zweite Antrag der Grünen, die Satzung um den Punkt einer ausdrücklichen Berichtspflicht zu ergänzen, wurde ebenfalls abgelehnt, da diese bereits in der Gemeindeordnung aufgeführt sei. Im Rat zeigten sich alle Parteien erfreut über den Fortschritt und „den Punkt, an dem man nun angelangt sei“.

Dank an die Eltern

Besonderer Dank galt allseits den Eltern, die der Sekundarschule bereits im Vorhinein ihr Vertrauen schenkten und ihre Kinder angemeldet haben. „Der kleine Wermutstropfen, dass die Hauptschüler aus Simmerath ab Sommer nach Monschau fahren müssen, hat sich auch ein wenig gelegt“, erklärte Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns.

„Am Samstag gab es einen Informationsveranstaltung in der Hauptschule Monschau, bei der man eindeutig erkennen konnte, dass sich die vor einiger Zeit noch emotional aufgeladene Sichtweise geändert hat.“ Einstimmig wurde daher vom Rat die Satzung beschlossen.

Insgesamt sechs Vertreter jeder Kommune werden in den Schulzweckverband entsandt, wobei Simmerath die erste Gemeinde ist, die sowohl die Satzung beschlossen als auch ihre Vertreter gewählt hat.

In den kommenden Wochen werden auch Monschau, Roetgen und Hürtgenwald über die Satzung abstimmen, damit diese schließlich zum 1. August in Kraft treten kann. (ck)

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath

08.03.2013

Grünes Licht für Sportheim und Gerätehaus

Ausschuss genehmigt An- und Umbaumaßnahmen des TUS Lammersdorf und den Bau einer neuen Unterkunft für die Woffelsbacher Feuerwehr


Noch fristet das 1952 errichtete Sportheim des TUS Lammersdorf ein bescheidenes und tristes Aussehen. Das soll sich ändern. In Eigenregie plant der Verein eine energetische Sanierung und moderne Erweiterung des Gebäudes. Foto: Hoffmann

Wenn in Ausschuss-Sitzungen zu den verschiedenen Beschlussvorlagen in zügigem Tempo allgemeine Übereinstimmung gegeben ist, strahlen auch deren Vorsitzende. Jens Wunderlich, Vorsitzender des Struktur- und Hochbauausschusses der Gemeinde Simmerath, machte am Donnerstagabend im öffentlichen Teil der 25. Sitzung dieses Gremiums da keine Ausnahme. Gewissenhaft aber gewohnt locker und salopp wurden von ihm die einzelnen Tagungsordnungspunkte behandelt, wobei am Ende alle vier Beschlussvorlagen einstimmig von den Vertretern der Parteien angenommen wurden. Diese zeigten sich am Ende im Konsens ebenso zufrieden, wie die Mitarbeiter der Verwaltung und Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns.

Strahlende Gesichter

Strahlend verließen zudem am Ende die Vertreter der Woffelsbacher Feuerwehr, deren neues Gerätehaus verwaltungstechnisch auf den Weg gebracht wurde, die Sitzung, denen die Vertreter des TUS Lammersdorf in ihrer euphorischen Stimmung in nichts nachstanden. Die von ihnen geplanten An- und Umbaumaßnahmen an ihrem 60 Jahre alten Sportheim an der Schießgasse bekamen einstimmig grünes Licht.

Viel in Eigenleistung

Dies verwunderte nicht, da der Gemeinde bis auf den Bauantrag keine Kosten entstehen, und der Verein das umfangreiche Projekt über das Sportstättenfinanzierungsprogramm der Landesregierung, durch Sponsoren und vor allem durch viel Eigenleistung stemmen will.

Dabei hatte es zunächst für den laut TUS-Vorsitzenden Axel Tings dringenden Umbau schlecht ausgesehen. Im November war ein Antrag des Vereins auf Gewährung eines Gemeindezuschusses zur Erweiterung und energetischen Sanierung des Sportheims wegen bestehender Grundsatzbeschlüsse abgelehnt worden. Flugs wählte der Verein dann im Februar die beschriebene Eigen-Finanzierungsvariante und bat die Gemeinde, die als Eigentümer des Geländes und des Gebäudes fungiert, um ihr Einverständnis zu den baulichen Maßnahmen.

Für seine Eigeninitiative erhielt der Verein auf der Sitzung von allen Seiten viel Lob. Außerdem wurde ihm von Bürgermeister Hermanns und Christoph Poschen (CDU) Planungssicherheit zum bestehenden Pachtvertrag zugesichert.

Rund 130 000 Euro

Die Baumaßnahmen mit einem Volumen von rund 130 000 Euro werden das TUS-Heim in ein kleines Schmuckstück verwandeln. Die Erweiterung wird hauptsächlich in Richtung Sportplatz erfolgen und unter anderem neue Sanitäranlagen und einen großen Mehrzweckraum, von dem beispielsweise die Zuschauer dem Spielgeschehen folgen können, umfassen.

Bauliche Veränderungen stehen auch für die Woffelsbacher Feuerwehr an, von der Ralf Herrler und Gerhard Schmitz dem Ausschuss den geplanten Neubau des Feuerwehrgerätehauses vorstellten. Hierbei erläuterten sie zunächst, dass das derzeitige Gebäude wegen seiner Größe und Ausstattung völlig unzureichend sei, um die heutigen Belange der Feuerwehr zu erfüllen. Deshalb sei es sinnvoll gewesen, dass die Gemeinde den am „Haus Rurseeklänge“ errichteten Anbau zum notwendigen An- und Umbau als Feuerwehrgerätehaus erworben habe.

Die Gesamtkosten des Neubaus belaufen sich auf 345 800 Euro, zu denen die Löschgruppe Woffelsbach durch Eigenleistung fast ein Viertel des Betrages (über 83000 Euro) beitragen will. Ein Neubau für die Wehrleute ist auch deshalb erforderlich, weil momentan der Platz zur Unterbringung der persönlichen Ausrüstungsgegenstände nicht ausreicht und Schutzvorschriften nicht umgesetzt werden können.

Nach Fertigstellung der Baumaßnahmen (2014) stehen den Wehrleuten neben einer größeren Fahrzeughalle auf drei Etagen moderne Räumlichkeiten nach heutigem Standard zur Verfügung. Der Struktur- und Hochbauausschuss beauftragte daher einstimmig die Verwaltung, das Bauvorhaben als Generalübernehmer-Leistung auszuschreiben.

Ferner sprach sich der Ausschuss auch zum Verkauf von zwei gemeindeeigenen Grundstücken in der Rollesbroicher Achterfeldstraße aus, wobei bei der Vergabe auch soziale Aspekte Berücksichtigung finden sollen. Zur Ko-Finanzierung des Regionalmanagements der Leader-Region-Eifel (Gemeindeanteil 2000 Euro im Jahr) empfahl der Ausschuss dem Gemeinderat abschließend, hierfür die Mittel in den jeweiligen Haushaltsplan einzustellen. (ho)

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath

07.03.2013

Rathausplatz sanieren, bevor Anwohner zahlen müssen

Die erwarteten Diskussionen und unterschiedlichen Auffassungen der Parteien zur Umgestaltung des Rathausplatzes, zwei neue LED-Straßenlampen für Lammersdorf und die Veränderung des Spielplatzes in der Fuggerstraße in einen Generationenplatz standen im Mittelpunkt der 19. Sitzung des Tiefbau-, Verkehrs- und Denkmalausschusses der Gemeinde Simmerath.

Plan aufrufen ...

Sanierung Rathausvorplatz

Daneben wurde der Antrag der Wassergewinnungs- und Aufbereitungsgesellschaft Nordeifel (WAG) zur Mehrentnahme von Wasser aus dem Obersee der Rurtalsperre nach Erläuterung des Beigeordneten Roger Nießen als Beschlussvorlage zügig durchgewunken.

In ähnlichem Tempo geschah dies auch mit dem Antrag des Lammersdorfer Ortsvorstehers Robert Johnen (CDU) zur Erweiterung der Straßenbeleuchtung für den Fußweg zwischen dem „Mittelvenn“ und der Firma Junker. Dieser Weg wird unter anderem allmorgendlich von Schulkindern zur Erreichung des Schulbusses genutzt. Franz-Josef Hammelstein (SPD), der in Vertretung von Marc Topp an der Sitzung teilnahm, lobte die Ausstattung der Lampen mit der LED-Technik und regte an, diesbezüglich im Gemeindegebiet einen weiteren Ausbau vorzunehmen.

Vom Planungsbüro Becker aus Kall stellte hiernach Bernd Becker die Planungen zur Umgestaltung des Rathausplatzes noch einmal eingehend vor und verwies darauf, dass die Anregungen aus der Bürgerinformationsveranstaltung vom 19. Februar eingeflossen seien und so weit wie möglich berücksichtigt wurden.

Sowohl er, als auch später Bernd Goffart verwiesen auf die inzwischen beschädigte Bausubstanz des Pflasterbelages, so dass eine Sanierung des Rathausplatzes allein aus Verkehrssicherungsgründen angezeigt sei.

Die Planung sieht im übrigen vor, den Rathausplatz nur bis zur Höhe des Bistros der Stadtresidenz für den Verkehr freizugeben und den oberen Teil als Fußgängerzone auszuweisen. Damit würden bisher vorhandene 13 Parkplätze wegfallen, die jedoch durch die Freigabe von 20 zusätzlichen Parkplätzen des Rathausparkplatzes kompensiert würden. Hierzu wurde von Seiten der Verwaltung angemerkt, dass die Reduzierung der Parkmöglichkeiten im Rahmen der Verkehrsberuhigung ein elementares Kriterium für die finanzielle Förderung (60 Prozent der Nettokosten) durch die Bezirksregierung in Köln sei.

Einwände zum Wegfall der Parkflächen vor den dort angesiedelten Geschäften erfolgten durch Gisela Kamps-Enderle (Grüne) und Franz-Josef Hammelstein (SPD), der den Rathausplatz in seinem jetzigen Zustand zudem als barrierefrei bezeichnete. Dies rief Bernd Goffart (CDU) auf den Plan, der dem heftig widersprach und zudem darauf hinwies, dass Rathausplätze anderweitig mustergültig aussehen und Simmerath als Touristenstandort dem nicht nachstehen solle. Ein wichtiges Argument wurde schließlich noch von Seiten der Verwaltung vorgebracht. Derzeit bestehe bei der geplanten Umgestaltung noch keine Anliegerbeitragspflicht, da die Substanz des Platzes noch nicht so angegriffen sei. Sofern sich dies in einigen Jahren geändert habe, müssten die Anlieger zwangsläufig zur Kasse gebeten werden.

Mit den Stimmen von CDU und FDP wurde schließlich dem Beschlussvorschlag zugestimmt. Der Vorsitzende des Ausschusses, Ulrich Offermann, gab danach Marcel Wüller von den Gemeindeverwaltung Gelegenheit, den geplanten Generationenplatz ausführlich vorzustellen.

Der jetzige Spielplatz in der Fuggerstraße ist derzeit so ausgerichtet, dass er als Zielgruppe Kleinkinder anspricht. Hier soll nun eine neue Begegnungsstätte für Jung und Alt entstehen, um auch die Kommunikation zwischen den Altersgruppen zu fördern.

Bernd Goffart brachte aus dem Generationenbeirat zur Gestaltung des Platzes, der innerhalb der Gemeine Pilotcharakter hat, weitere Anregungen ein, die in die Beschlussvorlage einfließen sollen. Danach soll unter anderem die geplante Tischtennisplatte entfallen und eine für alle Altersgruppen interessante Bowl-Bahn entstehen. Neben dem Generationenplatz, mit dessen Baumaßnahme nach Erhalt des Förderbescheides noch in diesem Jahr begonnen werden könnte, ist ein Parkplatz für Fahrräder ins Auge gefasst.

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath

26.02.2013

Artenschutz bremst Gewerbeansiedlung aus
Gebiet soll jetzt verkleinert werden. Seit 13 Jahren kämpft die Gemeinde Simmerath um neue Flächen.

Blauschillernde Feuerfalter bremst Simmerath aus

Wer sich auch nur ein wenig mit dem Planungsvorhaben der Gewerbegebietserweiterung in Simmerath beschäftigt, das seit inzwischen 13 Jahren regelmäßig auf der Tagesordnung steht, der kennt einen der Verfahrens-Beteiligten inzwischen ganz genau: Es ist der Blauschillernde Feuerfalter. Der vom Aussterben bedrohte kleine Tagfalter (Foto) könnte auch das Todesurteil für die Erweiterungsfläche in Richtung Kesternich sein, zumindest was die gewünschte Größe betrifft.

Deshalb hatte die Verwaltung dem Planungsausschuss in seiner Sitzung am Dienstagabend auch vorgeschlagen, den Rückzug anzutreten und sich dem Artenschutz zu beugen. Aus Sicht der Verwaltung sollte der problematische nördliche Bereich des Erweiterungsgebietes, wo sich neben dem Feuerfalter auch noch das Quellgebiet des Fischbachs befindet, zunächst von der Planung ausgenommen werden. Dafür soll nun das Augenmerk auf den unter naturschutzfachlichen Gesichtspunkten unproblematischen südlichen Bereich (zur Bundesstraße und Höhenstraße hin) gelegt werden. Dieser 32?000 Quadratmeter große Bereich soll nun separat entwickelt werden. Diese Variante ist recht kostenintensiv, da entlang der Erschließungsstraße vom Betonwerk bis zur Kreuzung Höhenstraße/Witzerkuhl zunächst nur eine überwiegend einseitige Bebauung möglich wäre.

Umsiedlung des Falters geplant

Diese Lösung entspricht dennoch dem politischen Willen, da Simmerath neue Gewerbeflächen benötigt. Sowohl in Simmerath wie auch in Rollesbroich wird das Grundstücksangebot immer knapper, zumal Simmerath im vorigen Jahr nach der Stadt Aachen die meisten Gewerbeflächen in der gesamten Städteregion veräußern konnte.

Der 20?000 Quadratmeter große nördliche Teil der Erweiterungsfläche in Simmerath soll nun solange unberührt bleiben, bis die Bedenken der Naturschutzbehörden ausgeräumt sind. Unter anderem soll durch ein bereits laufendes Artenschutzmonitoring nachgewiesen werden, ob der Feuerfalter eine Umsiedlung zu anderen Standorten innerhalb seines Aktionsradius akzeptiert. Da der Nachweis einer erfolgreichen Umsiedlung des Rote Liste-Insekts aber erst in fünf bis sieben Jahren möglich wäre, hat die Verwaltung Abstand von ihren bisherigen Plänen genommen.

Die Untere Wasserbehörde wie auch die Untere Landschaftsbehörde der Städteregion hatten bei einem kürzlich stattgefundenen Termin mitgeteilt, dass der südliche Erweiterungsbereich als unstrittig gelte und somit auch kurzfristig über einen separaten Bebauungsplan realisiert werden könnte.

Erst wenn die Langzeituntersuchung über die Wanderungsbewegungen des bisher erst wenig erforschten Blauschillernden Feuerfalters abgeschlossen ist, soll das Bebauungsplanverfahren für den problematischen Erweiterungsbereich wieder aufgenommen werden. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung





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Letzte Änderung: 03-Aug-2013

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