Presse-Berichte

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Oktober 2011

Quelle der Artikel, falls nicht besonders gekennzeichnet, Eifeler Zeitung.
Berichte aus 2008- 2010 finden Sie im Archiv

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Berichte aus der Tagespresse, ungekürzt und unzensiert.
Inhalt/Themen
Oktober 2011
CDU-Ehrenabend 2011
Sportplatzbereisung 2011
Modell Landeszuweisungen 2012
Artenschütz nicht abwägen
Verschuldung der Kommunen
 B258 Simmerather vertreten
 Edisonstraße wird ausgebaut
 Bruchsteinmauer Einruhr
 Bürger zur Kasse gebeten
 Ausbau B258 Eifel betroffen

Simmerath-Einruhr

1080 Mitgliedsjahre in der CDU
Gemeindeverband Simmerath ehrt im Heilsteinhaus langjährige Mitglieder

Im Heilsteinhaus in Erkensruhr ehrte der CDU-Gemeindeverband zahlreiche Mitglieder für ihre 25-, 40- und 50-jährige Mitgliedschaft. Die Ehrungen wurden von Bernd Goffart (links) und MdB Helmut Brandt (5. v. r.) vorgenommen.
Foto: Hoffmann

Zu einem geselligen Nachmittag, der von Bernd Goffart als Ehrennachmittag bezeichnet wurde, hatte der CDU-Gemeindeverband am Samstag nach Einruhr ins Heilsteinhaus geladen. Dort stand immerhin mit der Ehrung von 30 Jubilaren, die es insgesamt auf 1080 Mitgliedsjahre brachten, ein nicht alltägliches Ereignis auf lokalpolitischer Ebene an. Mit Stolz konnten dabei auf eine 25-jährige bzw. 40-jährige Mitgliedschaft jeweils zwölf Christdemokraten hinweisen. Paul-Günther Küpper, Norbert Linzenich, Karl Lutterbach, Arthur Johnen, Ewald Niehsen und Theo Strauch waren der CDU bereits 1961 beigetreten und konnten somit das stolze Jubiläum von 50 Jahren Parteizugehörigkeit feiern.

Griff in die Geschichtskiste

Bernd Goffart würdigte bei seiner Begrüßung das Engagement der Jubilare und erinnerte Dank emsiger Internetrecherche, die ihm abschließend viel Lob einbrachte, an einige Ereignisse aus den Jahren, als die Jubilare der CDU beigetreten waren. 1961, als die heute Ältesten sich entschlossen, der Partei mit dem großen „C“ beizutreten, wurde John F. Kennedy zum US-Präsidenten gewählt, der Mauerbau erfolgte und das ZDF wurde gegründet.

Zehn Jahre später (1971) als beispielsweise in Simmerath Robert Rolf Herbrand, Friedhelm Hoß und Bruno Küpper CDU-Mitglied wurden, erfolgte der Rücktritt von Walter Ulbricht, und Helmut Schmidt erlaubt bei der Bundeswehr Haarnetze. Hierzu merkte Goffart in Anspielung auf sein geflochtenes Haar im Nackenbereich grinsend an, dass dies für ihn sicher interessant gewesen wäre.

Auch die 25jährigen Jubilare bekamen von Bernd Goffart einige geschichtliche Details zu ihrem Eintrittsjahr mitgeteilt. Dazu gehörten ebenso die 2:3-Niederlage der DFB-Kicker gegen Argentinien und der Geburtstag von Lady Gaga.

Natürlich kam Goffart auch auf lokalpolitische Themen zu sprechen. Die aktuelle Situation im Zusammenhang mit der Sekundarschule und der Möglichkeit, differenziert zu unterrichten, wurde von ihm kurz angesprochen. Knackpunkt hierbei sei jedoch letztlich, wie viele Kinder angemeldet würden. Er brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass an beiden Schulstandorten (Simmerath und Hürtgenwald) jeweils die Klassen 5 bis 10 unterrichtet werden könnten. Am Ende seiner Ausführungen entschuldigte Goffart den in Urlaub weilenden Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, bevor er das Wort an den aus Berlin angereisten Bundestagsabgeordneten Helmut Brandt übergab.

MdB Brandt, der am 24. Oktober seinen 62. Geburtstag feiert, nahm vorab zur Finanzsituation und Eurokrise Stellung, die am letzten Freitag auch Gegenstand einer am frühen Morgen stattgefundenen Fraktionssitzung in Berlin waren. Zur Eurokrise vermisste Brandt verlässliche Aussagen, wie man aus dieser Situation herauskommen könnte.

Zusammen mit Bernd Goffart zeichnete Helmut Brandt dann die anwesenden Jubilare für ihre langjährige Mitgliedschaft aus, um danach zum gemütlichen und geselligen Teil bei Kaffee und Kuchen über zu gehen. (ho)


Treue Simmerather Christdemokraten
Geehrt wurden folgende Mitglieder:

25 Jahre:

Karl-Heinz Bongard, Karl-Heinz Breyer, Richard Frings, Harald Klinkhammer, Gertrud Pleus, Maria Scheidt, Christoph Poschen, Michael Wolgarten, Frank Ewert, Robert Johnen, Markus Lauscher, Udo Jung.

40 Jahre:

Hans-Georg Jost, Fritz Bexten, Siegbert Heup, Wilhelm Hüpgen, Jürgen von der Weiden, Friedhelm Hoss, Bruno Küpper, Ludwig Niessen, Ernst Schroeder, Arno Berzborn, Sophia Heinen, Robert Rolf Herbrand.

50 Jahre:

Paul-Günther Küpper, Norbert Linzenich, Karl Lutterbach, Arthur Johnen, Ewald Niehsen, Theo Strauch.


Quelle: Eifeler Zeitung



Simmerath

Zufrieden mit dem Zustand der Sportplätze
 

21.10.2011

(v.l. Günter Scheidt, Ernst Breuer, Günter Mießen, Frank Breuer, Egon Krins, Alex Stiel, Manfred Nellessen, Kurt Koll, Foto: Thomas Förster)

Wie in jedem Jahr wurden auch in diesem Herbst alle Sportplätze im Gemeindegebiet von den Mitgliedern der Sportplatzbesichtigungs-kommission der Gemeinde Simmerath besucht und begutachtet.

Bei der Bereisung wurde festgestellt und bestätigt, dass die Sportanlagen durch die Sportvereine hervorragend gepflegt werden und das bereits seit vielen Jahren in gleichbleibend hoher Qualität.

Der Vorsitzende der Kommission, Ratsherr Alex Stiel, und die mitreisenden Gemeindevertreter, Hauptamtsleiter Manfred Nellessen, Ernst Breuer (Sport) und Frank Breuer (Tiefbau), dankten den Vereinsvertretern im Namen der Gemeinde und stellten erfreut fest, dass „sich der Abschluss von Pflegeverträgen zwischen der Gemeinde Simmerath und den Vereinen bewährt hat.“

Die Wünsche der Vereine auf Erstattung von Materialkosten für die Reparatur und Erneuerung von Ballfangittern, Barrieren und Torräumen wurden der Kommission von den Vereinsvertretern vorgestellt. Der Kultur- und Sportausschuss wird in der Sitzung am 17. November über die vorliegenden Anträge der Sportvereine beraten.

Quelle: Eifeler Zeitung


Nordeifel

Monschau erhält noch 27 500 Euro, Roetgen nichts

Von Ernst Schneiders | 27.10.2011

Das liest sich gut für die Gemeinde Roetgen. Nach einer ersten Berechnung des NRW-Innenministeriums erhält die Gemeinde im kommenden 74.366 Euro mehr an allgemeinen Landeszuweisungen, dann sollen es 607.083 Euro sein.
Laschet tritt auf die Euphoriebremse

Diese satte Steigerung von 14 Prozent wird von der Gemeinde Simmerath noch deutlich getoppt. Um 30,4 Prozent sollen die allgemeinen Zuweisungen aus Düsseldorf 2012 gegenüber 2011 wachsen. In Zahlen ausgedrückt ist das ein Plus von 979.244 Euro auf 4.201.940 Euro.

Nun könnte man meinen, Simmeraths neuer «Finanzminister» Bruno Laschet würde von Freude im Sechseck hüpfen. Weit gefehlt, Laschet tritt auf die Euphoriebremse. Zunächst müsse das umfangreiche Zahlenwerk genau geprüft werden. Auch werde sich noch «einiges verschieben», bevor die endgültigen Zahlen auf den Tisch lägen. Laschet: «Ob dann wirklich noch alles so erfreulich ist, werden wir sehen.» Nach wie vor müsse es das Ziel des Landespolitik sein, die kleinen Kommunen finanziell besser auszustatten.

In diese Kerbe haut auch Roetgens Kämmerer Heinz Mertens, in der Verwaltung von finanziellem Mangel inzwischen mit reichlich Praxis ausgestattet. Über die fast 75.000 Euro mehr in der Kasse kann er sich denn auch nicht wirklich freuen, weil die in Rede stehenden Zuweisungen «mehr oder weniger zweckgebunden» seien.

Bei den so genannten Schlüsselzuweisungen, den Zuweisungen, die eine Kommune am Leben erhalten, sieht es zappenduster aus. Wie schon in diesem Jahr läuft es wohl auch für 2012 darauf hinaus, das die Gemeinde keine Schlüsselzuweisungen erhält. Heinz Mertens: «Wenn dieser Fall eintritt, dann ist das für uns das Schlimmste!»

Sollte Roetgen auch im nächsten Jahr nicht zu den Empfängern gehören, liegt das sicherlich auch an der ungebrochen hohen Steuerkraft, die man der Gemeinde, wenn auch zunächst vorläufig, bescheinigt und die gegenüber 2011 nur um 0,9 Prozentpunkte auf dann 6 818 035 Euro sinkt. Für Simmerath hat man ein Minus von 6,2 Prozent errechnet, was eine Steuerkraft von 9.865.609 Euro bedeutet.

Und Monschau? Der Stadt Monschau hat die Düsseldorfer Ministerialbürokratie einen Anstieg der Steuerkraft um 8,7 Prozent auf 11.014.209 Euro attestiert. Allerdings gibt es bei den allgemeinen Zuweisungen ein deutliches Minus von 13,9 Prozent oder 274.451 Euro. Und bei den Schlüsselzuweisungen besteht auch kein Grund zum Jubel.

Sage und schreibe 27.500 Euro werden es im kommenden Jahr sein, nachdem es 2011 noch rund 880.000 Euro waren. Im Jahr 2010 sprach man noch über 1,3 Millionen Euro, davor über 1,7 oder 1,8 Millionen. Diesen Absturz in die Fünfstelligkeit bezeichnete Bürgermeisterin Margareta Ritter als «bitter». Hauptgrund für das dicke Minus ist für die Verwaltungschefin die hohe Steuerkraft der Stadt.

Ritter: «Wir haben in der Stadt viele Neuentwicklungen und gute Firmen. Monschau gilt wirtschaftlich als stark, und man geht in Düsseldorf davon aus, dass Monschau sich zu einem Großteil selber helfen kann.» Das Grundprinzip, dass der Schwache mehr Unterstützung benötige als der Starke, «ist ja nicht verkehrt», aber es lähme die Stadt bei deren Konsolidierungsbemühungen im Haushalt doch erheblich. Jammern führe allerdings zu nichts, so die Bürgermeisterin: «Dann müssen eben viele gute Ideen erdacht werden!»

Auch habe man beim Land die Problematik der Kommunen erkannt, deren Einwohnerzahl zwar vergleichsweise niedrig, deren zusätzlicher Aufwand jedoch sehr hoch sei. Monschau sei eine solche Kommune und dürfe deshalb mit einer Einmalzahlung in Höhe einer halben Million Euro rechnen.

Im Roetgener Rathaus hat bereits vor längerer Zeit der Galgenhumor Einzug gehalten: «Wir sparen uns zu Tode, koste es, was es wolle.»

Quelle: Eifeler Zeitung


Woffelsbach

«Artenschutz lässt sich nicht abwägen»

20.10.2011

Baulandverzicht, Fledermäuse festgestellt

Bis zuletzt hatte ein Bürger aus Woffelsbach dafür gekämpft, dass im Rahmen der Aufstellung des neuen Flächennutzungsplans (FNP) für die Gemeinde Simmerath zusätzliche Wohnbauflächen am Ortsrand von Woffelsbach ausgewiesen werden.

Doch auch der Gemeinderat wies die während einer erneuten, eingeschränkten Offenlage des Plans vorgebrachten Bedenken in seiner jüngsten Sitzung zurück. Nun soll die Genehmigung des FNP bei der Bezirksregierung beantragt werden und die Schlussbekanntmachung erfolgen.

Der Privatmann hatte Widerspruch gegen die Entscheidung des Planungsausschusses eingelegt, dass ein Fichtenwaldstück in der Gemarkung Gansberg nicht als Wohnbaufläche ausgewiesen worden war, obwohl dies der Ausschuss in einer vorangegangenen Sitzung bereits beschlossen hatte.

Nach Meinung des Bürgers und auch dessen Anwalt hätte der Planungsausschuss der Gemeinde Simmerath nicht noch einmal über über die fraglichen Flächen abstimmen dürfen. Der Gemeinde sei nämlich zuvor von der Bezirksregierung beschieden worden, dass der FNP aus formalrechtlichen Gründen nicht genehmigungsfähig sei.

Die Gemeinde war dem Rat der Bezirksregierung gefolgt, hatte den Plan zurückgezogen und eine erneute Offenlage beschlossen.

«Ein paar Fledermäuse»

Zu der betreffenden Fläche in Woffelsbach teilte die Bezirksregierung mit, dass diese von der Genehmigung ausgeklammert werde, falls am Beschluss festgehalten werde, diese als Wohnfläche auszuweisen.

Dieser Bereich werde dann als «weiße Fläche» markiert, was bedeute, dass hier über keinerlei Bauvorhaben entschieden werden dürfe. Außerdem hatten die Planer der Kölner Behörde bemängelt, dass die Ausweisung der Fläche als Wohngebiet ohne eingehende Abwägung der Belange des Artenschutzes erfolgt sei.

Das Thema Artenschutz spielte für den Antragsteller allerdings nur ein untergeordnete Rolle: «Wenn man wegen ein paar noch nicht endgültig nachgewiesener Fledermäuse dringend benötigtes Bauland nicht ausweisen will, wie soll dann ein Wasserspeicherkraftwerk jemals genehmigt werden?»

Das Artenschutzgutachten zum FNP kommt hingegen zu der Auffassung dass das als Wohnfläche vorgesehene Gebiet «eine hohe Bedeutung für den Tierartenschutz hat.» Eine Darstellung als Wohnbaufläche würde «artenschutzlichrechtliche Verbotstatbestände» nach sich ziehen. In dem betroffenen Gebiet seien beispielsweise sieben «planungsrelevante Fledermausarten» festgestellt worden.

«Keine andere Möglichkeit»

Unter diesen Umständen sah die Gemeinde keine Chance, in diesem Bereich neue Wohnbauflächen auszuweisen, was Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns jetzt auch noch einmal in der Sitzung des Gemeinderates unterstrich. Nach aktueller Rechtslage sei ein Artenschutzgutachten nicht wegzudiskutieren: «Artenschutz lässt sich nicht abwägen.» Leider bleibe der Gemeinde keine andere Möglichkeit als auf die Ausweisung zu verzichten, wobei der Bürgermeister die Weiterentwicklung von Woffelsbach als nicht gefährdet betrachtete.

«Keine neuen Argumente» in der Diskussion erkannte CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer. Gerne würde man den Einwänden des Privatmannes folgen, aber weder für die Gemeinde noch für Woffelsbach sei darin ein Vorteil erkennbar.

Anderer Meinung war Manfred Sawallich (SPD): Man hätte das strittige Gebiet durchaus als weiße Fläche im FNP belassen können.

Dagegen sah Helmut Keischgens (UWG) «weder Bedarf noch eine Notwendigkeit» für die Ausweisung weiterer Wohnbauflächen in Simmerath. «Wir waren von Anfang an dagegen.»

Bei vier Nein-Stimmen und einer Enthaltung wurde dann der Einwand des Bürgers zurückgewiesen.

Quelle: Eifeler Zeitung


Aachen

Verschuldung der Kommunen:
Die ersten Alarmglöckchen läuten

Von Jutta Geese

19.10.2011

Der Schuldenberg, den die Kommunen aufgetürmt haben, ist gigantisch. Mit 56,8 Milliarden Euro standen die Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen Ende 2010 bei Banken und Sparkassen in der Kreide - mit 2,5 Milliarden sind die Kommunen in der hiesigen Region dabei.

Und trotz aller Sparbemühungen kommen viele nicht mehr auf einen grünen Zweig. Sie müssen sogar in immer stärkerem Maße Kassenkredite - vergleichbar mit den überzogenen Girokonten von Privatleuten - aufnehmen, um laufende Kosten wie Gehälter zahlen zu können. Bisher konnten selbst hoch verschuldete Städte wie Stolberg oder Würselen darauf vertrauen, dass ihnen der Kredithahn nicht gänzlich abgedreht wird. Doch die Zeiten werden härter, in Westfalen ist einer Kommune bereits von einer Bank ein weiteres Darlehen verweigert worden.

«Bisher haben wir noch kein Pro­blem, Kredite zu bekommen», sagt Stolbergs Kämmerer Wolfgang Zimdars. Wenn die Banken aber tatsächlich verstärkt Kommunen Kredite verweigern würden, dann träfe das wohl als erstes die 34 Kommunen in NRW, denen das Land noch in diesem Jahr mit dem «Stärkungspakt Stadtfinanzen» aus der größten Not helfen will - «also auch uns» - genauso wie Nideggen, Übach-Palenberg und Würselen.

«Höllisch aufpassen»

Würselens Bürgermeister Arno Nelles hat mit Banken «im Moment noch keine Probleme», auch wenn «die ein oder andere Bank bei Krediten nicht mehr so bereitwillig vorgeht wie früher». Grund zur Panik sieht er nicht, wohl aber zur Vorsicht: «Bei unserer Haushaltsgestaltung werden wir immer im Hinterkopf behalten müssen, dass früher oder später alle Banken sich die Frage stellen werden, ob sie ein Rating für Kommunen einführen.» Günstige Zinsen für Kommunen seien kein festgeschriebenes Gesetz.

«Wir müssen insbesondere bei den Kassenkrediten höllisch aufpassen, wann die Zinsen steigen und möglichst auf langfristige Kredite umsteigen. Da sind wir in engem Kontakt mit der Sparkasse Aachen.» Die örtlichen Geldinstitute sind für Nelles stets «erste Ansprechpartner» für seine Stadt. «Wenn schon jemand Geld an uns verdient, dann sollten es die Banken vor Ort sein», meint er. Unabhängig vom Verhalten der Banken gelte natürlich, «dass wir deutliche Einsparbemühungen aufzeigen».

Das sieht der Dürener Kämmerer Harald Sievers genauso. Die Stadt, deren Finanzsituation er als «beängstigend» bezeichnet, fährt bereits seit 2008 einen strikten Sparkurs, ist aber noch längst nicht über den Berg. Und auch Sievers schließt nicht aus, dass es für Kommunen immer schwieriger werden wird, sich Geld zu beschaffen. Für die Stadt Düren sei eine Insolvenz aber «aus heutiger Sicht ein eher theoretisches Szenario». Das gilt wohl auch für die Kommunen im Kreis Heinsberg und den Kreis selbst, die überwiegend eine vergleichsweise geringe Verschuldung aufweisen und laut Sprecher Ulrich Hollwitz «keinerlei Pro­bleme bei der Kreditbeschaffung» haben.

Und was machen die Banken? Zumindest die örtlichen Institute sehen keinen Anlass, ihr Verhalten gegenüber den Kommunen zu ändern. «Wir haben bis heute alle Kreditwünsche von Kommunen erfüllt», betont etwa Hubert Herpers, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Aachen. «Aus heutiger Sicht sehen wir auch keinen Änderungsbedarf. Wir stehen den Kommunen weiterhin als zuverlässiger Partner zur Verfügung.» Ähnlich äußert sich Hans-Josef Kaulen von der VR-Bank Würselen: «Wir haben nichts geändert, und wir werden auch nichts ändern. Wir sehen Kommunen wie bisher gerne als Geschäftspartner.»

Bei den überörtlichen Banken hört sich das ein wenig anders an. So leiht die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau seit dem 1. August Kommunen nur noch maximal 750 Euro je Einwohner. Diese Grenze werde unabhängig von der finanziellen Situation der jeweiligen Kommune ermittelt, betont Sprecherin Sonja Höpfner. Für Kommunen mit KfW-Darlehen bis zu fünf Millionen Euro gelte diese Grenze nicht.

Die Deutsche Bank, die überwiegend Kassenkredite zur Verfügung stellt, hat laut Bereichsleiter Jens Michael Otte bereits vor zehn Jahren eine interne Risikoabschätzung zur Überprüfung der Bonität von Kommunen eingeführt. Dabei würden nicht nur die wirtschaftlichen Voraussetzungen und Veränderungen etwa bei der Einwohnerzahl, sondern auch die Qualität der Verwaltung bewertet. «Wir stellen das den Kommunen transparent dar.»

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath

«Simmerather Interessen» sollen artikuliert werden

14.10.2011

Die Forderung einer besseren Verkehrsanbindung der Eifel an das Oberzentrum Aachen ist nicht neu. Besonders aus den beiden Eifelkommunen Monschau und Simmerath ist dieser Forderung seit Jahrzehnten zu hören. Jetzt meldet sich wieder einmal die Gemeinde Simmerath zu Wort, nachdem die Ausbaupläne möglicherweise in eine entscheidende Phase eintreten.

Wie berichtet favorisiert die Stadt Aachen inzwischen einen reduzierten Ausbau der Monschauer Straße. Demnach soll der Streckenabschnitt von der Autobahnauffahrt Lichtenbusch bis zur Einmündung Pascalstraße in Oberforstbach nur noch dreispurig ausgebaut werden, das restliche Stück L 233 soll wie gehabt zweispurig bleiben. Dabei hatte der Landesbetrieb Straßenbau bereits vorzeigefertige Pläne eines vier- bzw. dreispurigen Ausbaus in der Schublade liegen.

Die in Aachen eingekehrte Bescheidenheit bei den Ausbauplänen hat nun in den vergangenen Wochen vielfache Diskussion ausgelöst. In der Simmerather Ratssitzung am Donnerstagabend stellte CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer den Antrag, dass der Rat den Bürgermeister beauftragen möge, «die Interessen der Gemeinde Simmerath für eine leistungsfähige Verkehrsanbindung» deutlich zu artikulieren.

Gemeint seien damit neben der Monschauer Straße auch die B 258. Dem Wunsch des CDU-Sprechers, dass man diese Thematik parteiübergreifend betrachten möge, schlossen sich die Ratskollegen einstimmig an. Wie und wo Bürgermeister Hermanns die Interessen einbringen wird, bleibt ihm überlassen.

Problemphase am Morgen

Bruno Löhrer sah auch die «schützenswerten Interessen» der Anwohner in Oberforstbach, aber ein «vernünftiger Zugang» der Gemeinde Simmerath zur Autobahn sein unabdingbar. Hermann-Josef Bongard (FDP) stellte das «vitale Interesse» der Gemeinde Simmerath an einer leistungsfähigen Anbindung heraus. «Das ist nicht nur die Sache der Stadt Aachen. Da dürfen wir uns einmischen.» Für die Anwohner in Oberforstbach könne ein Ausbau der Monschauer Straße durchaus vorteilhaft sein, da dieser auch mit effektiven Lärmschutzmaßnahmen verbunden sei.

Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns ging auf eine Einlassung der Grünen-Bundestagsabgeordneten Bettina Herlitzius ein, die von einer nur geringen Steigerung des Verkehrsaufkommens auf der Monschauer Straße in den letzten zehn Jahren gesprochen hatte. Dies, so Hermanns wolle er nicht abstreiten, aber es gehe um die Problemphase für die Pendler am frühen Morgen mit ständig langen Staus. 70 Prozent der Simmerather Arbeitnehmer pendelten nach Aachen aus. Außerdem sei eine verbesserte Verkehrsanbindung auch ein wesentlicher Faktor für die Attraktivität des Standortes Simmerath und damit der Ansiedlung von Unternehmen.

Marc Topp (SPD) wünschte sich, dass die Beteiligten in einen Dialog über die beste Lösung treten würden. Seiner Meinung würde bereits ein Veränderung der Ampelschaltung zu den Stoßzeiten auf der Monschauer Straße spürbare Entlastung bringen, «aber das ist nicht gewollt.»

Quelle: Eifeler Zeitung

 

Simmerath-Rollesbroich

Edisonstraße wird jetzt endlich ausgebaut

06.10.2011

Was vor genau 20 Jahren begonnen wurde, wird nun endlich zu Ende geführt: Noch in diesem Jahr soll mit dem Endausbau der Edisonstraße im Gewerbegebiet Rollesbroich begonnen werden.

«Mit ein wenig Wetterglück haben wir bis Weihnachten schon einiges geschafft», sagte Ingenieur Wolfgang Lützenberger nun bei der Vorstellung der Planung im Tiefbauausschuss der Gemeinde Simmerath.

Vorangehen wird den Bauarbeiten aber eine öffentliche Informationsveranstaltung. Die Erschließung der Edisonstraße begann 1991 mit der Erstellung einer Baustraße und der Kanalisation, 1999 erst wurde der dritte Bauabschnitt dieses ringförmigen Ablegers der Völlesbruchstraße abgeschlossen.

«Normalerweise erfolgt fünf bis zehn Jahre nach Fertigung der Baustraße der endgültige Ausbau», konstatierte Lützenberger, wertete es aber als Indiz für «damals gute Arbeit der Baufirma», dass auch das Provisorium bis heute in Ordnung sei.

Nun aber geht es an den Endausbau dieser viel befahrenen Trasse, und dies wird nicht nur die hier täglich fahrenden Berufstätigen, Kunden, Besucher und den hier rollenden Schwerlastverkehr freuen. Auf 500 Meter Straßenlänge wird die Fahrbahn von jetzt 4,50 bis 4,75 Meter auf sechs Meter ausgebaut, die heute nur asphaltierte Frostschutzschicht ohne Seitenbefestigung weicht einer solide ausgebauten Decke mit einseitiger Wasserführung und mit einem Mehrzweckstreifen.

«Dieser Streifen ist für die An- und Abfahrt und das Be- und Entladen gedacht, nicht als Dauerparkstelle», unterstrich der Planer, traf mit dieser Auffassung aber auf allgemeine Skepsis. Es werde sich nicht vermeiden lassen, dass mancher Mitarbeiter hier seinen Wagen morgens abstelle, war die herrschende Meinung im Ausschuss.

Die Wasserführung mündet im Kanalnetz und in den Seitengräben, letztere liegen aber auf dem Eigentum der Anlieger und müssen somit auch von diesen gepflegt werden, wie Rollesbroichs Ortsvorsteher Marc Topp betonte: «Die Firmen sollten ein Auge auf die Pflege und Durchlässe der Gräben haben», appellierte er, freute sich aber ansonsten auf «ein ganz anderes Bild, das diese Straße mit dem Endausbau erhalten wird».

Leise Kritik übte Topp daran, dass der Bereich hinter dem Hochbord lediglich mit Split verfüllt werden soll. «Wir haben oben im Gewerbegebiet einen üppig ausgebauten, gepflasterten Weg neben der Straße, da ist es nicht ganz nachzuvollziehen, dass wir in der Edisonstraße, wo die stärkste Frequentierung herrscht, nur mit Split verfüllen», so der Ortsvorsteher.

Für den Endausbau der Edisonstraße stehen im Haushaltsplan 2011 120.000 Euro zur Verfügung, außerdem ist ist dort eine Verpflichtungsermächtigung für 2012 in Höhe von 210.000 Euro veranschlagt. Die Gesamtausbaukosten für den Endausbau wurden vom Ingenieurbüro Lützenberger mit 330.000 Euro veranschlagt, zuzüglich der Ingenieurkosten in Höhe von 26.000 Euro.

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath-Einruhr

Ortstypische Bruchsteinmauern in die Jahre gekommen

06.10.2011

Es ist ein Ort der Stille und der Andacht, eine Parkanlage in wunderschöner Landschaft hoch über dem Dorf am See: Den Friedhof in Einruhr erreicht man nur über einen steilen Weg bergauf über Wilhelmsgarten, Römerstraße oder Wiesentalstraße, geschützt durch eine markante, 160 Meter lange und 1,20 bis 1,50 Meter hohe Bruchsteinmauer.

Nach der Aufstockung des Obersees in den 50er Jahren bekam Einruhr einen neuen Friedhof, der mit einer charakteristischen Bruchsteinmauer eingefriedet wurde. Nun nagt der Zahn der Zeit am Mauerwerk.
Foto: Schepp


Das mindestens 50 Jahre alte und seit geraumer zeit leider bröckelnde Mauerwerk hoch über Einruhr war nun Auslöser einer Grundsatzdebatte im Tiefbauausschuss der Gemeinde Simmerath.

Das Ergebnis der kontroversen Diskussion: Simmerath strebt eine Bestandsaufnahme der vielen alten Bruchsteinmauern im gesamten Gemeindegebiet an, mit dem Ziel, ein Sanierungsprogramm zu erstellen, ähnlich dem Straßeninstandsetzungsprogramm.

32.000 Euro als Kosten geschätzt

Der Vorschlag der SPD, den «Fall Einruhr» zunächst in diese Bestandsaufnahme einzubinden, wurde von der CDU/FDP überstimmt. Stattdessen soll die Friedhofsmauer im Oberseedorf in jedem Fall saniert werden, mit einem geschätzten Kostenaufwand von 32.000 Euro und unabhängig von der Frage, wie viele dieser Mauern im Gemeindegebiet noch saniert werden müssen.

Für Einruhr hatte Ortsvorsteher Christoph Poschen die Gemeinde um Hilfe gebeten: «Die Friedhofsmauer ist in weiten Teilen stark beschädigt und vom Verfall bedroht», hatte er im Juni berichtet und Einstellung entsprechender Haushaltsmittel für eine Sanierung einzuplanen, «damit die Schäden nicht ausufern». 17 laufende Meter besonders zerfallene Mauer waren deshalb bereits im Juni instandgesetzt worden.

Amt für Agrarordnung winkt ab

Auf die Anfrage des Einruhrer Ortsvorstehers hin kontaktierte die Gemeindeverwaltung das Dezernat 33 bei der Bezirksregierung, ehemals Amt für Agrarordnung, dass schon häufig Maßnahmen der Dorfpflege unterstützt hat. Im Falle Einruhr aber lehnte das Amt nach einer Ortsbesichtigung eine Kostenbeteiligung ab, die Begründung: Aufgrund der Randlage des Friedhofs sei die Mauer nicht ortsbildprägend und stelle suich nicht alsd historisches Mauerwerk dar.

Das sah man im Simmerather Ausschuss ganz anders. Die Bruchsteinmauer in Einruhr sei sehr wohl ortstypisch und unbedingt zu erhalten», unterstrich Jens Wunderlich (CDU), und auch sein SPD-Gegenüber Marc Topp sprach von «sehr schönen alten Mauerwerken, die unsere Dörfer prägen». Der Sozialdemokrat war es dann auch, der buchstäblich den Stein einer Gesamterfassung aller alten Mauern ins Rollen brachte: «Diese Mauern sind alle ortstypisch und alle in die Jahre gekommen», sieht er auf die Gemeinde in den nächsten Jahren einiges zukommen.

Die Mehrheit im Ausschuss aber entschied, vor der Bestandserfassung die Mauer in Einruhr zu retten, gleichwohl der Kostenansatz von 32.000 Euro für Jens Wunderlich zu knapp bemessen schien: «Das ist wenig Geld für viel Mauer», so Wunderlich, der anregte, die Sanierung notfalls in mehreren Abschnitten zu vollziehen. Andere Stimmen im Ausschuss regten an, die Mauer zumindest stellenweise durch die nicht minder eifeltypische Buchenhecke zu ersetzen, was die Gemeinde weit preiswerter komme.

Zunächst aber wird nun ermittelt, mit welchem Aufwand die Mauer des Friedhofs in Einruhr saniert werden muss. In einem zweiten Schritt werden dann auch in den anderen Orten die Bruchsteinmauern erfasst. Und gleich mit dem nächsten Beratungspunkt nahm der Tiefbauausschuss Kurs auf das nächste Instandsetzungsprogramm: Gegenstand sind die vielen Brücken im Gemeindegebiet, Auslöser diesmal: die dringend sanierungsbedürftige Brücke in Erkensruhr.

Auch hier beschloss der Ausschuss, die Kosten für eine Sanierung zu ermitteln und im Haushalt 2012 Mittel für ein Brückeninstandsetzungsprogramm bereitzustellen.

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath-Einruhr-Erkensruhr

Bürger werden kräftig zur Kasse gebeten

05.10.2011

Auf die Bürger in Einruhr und Erkensruhr kommen enorme Beiträge zu, wenn dort in den kommenden Monaten die Anliegerstraßen kanalisiert und endausgebaut werden.

Betroffen sind die Römerstraße und der davon abzweigende Weg «Auf dem Römer» in Einruhr sowie der ehemalige Hangweg in Erkensruhr. Für das Projekt in Erkensruhr wurde nun im Tiefbauausschuss die Ausbauplanung vorgestellt, für die Erneuerung der Römerstraße wurde die Verwaltung in gleicher Sitzung beauftragt, die entsprechenden Haushaltsmittel für 2012 bereitzustellen und die Arbeiten auszuschreiben.

In schlechtem Zustand und schadstoffhaltig ist der derzeitige Belag der Römerstraße und der Nebenstraße Auf dem Römer in Einruhr. Die Straße soll deshalb mit einem Gesamtaufwand von 928 000 Euro ausgebaut werden, wobei gleichzeitig das Trennsystem erneuert wird.
Foto: Heiner Schepp

Das Ausbauprogramm für die Römerstraße wurde im Juli der Öffentlichkeit uns insbesondere den Betroffenen vorgestellt, «die vorgestellte Planung fand die Zustimmung der Versammlung», berichtet die Verwaltung darüber. Weiter hätten sich die Anwesenden an jenem Abend für eine zügige Durchführung der Arbeiten, möglichst in einem Jahr» ausgesprochen, hieß es in der Niederschrift.

Der Ausbau sieht eine fünf Meter breite Fahrbahn zwischen den Bordsteinen vor, auf der rechten Seite (gerade Hausnummern) wird ein 1,30 Meter breiter Gehweg gepflastert.

Für die Erneuerung der dortigen Kanalisation wurden 483.000 Euro, für den Straßenausbau 445.000 Euro als Baukosten geschätzt, wobei für die Erneuerung der Trennkanalisation keine Kanalanschlusskosten mehr veranschlagt werden können, heißt es im Bericht der Verwaltung.

Allerdings müssen die Anlieger 50 Prozent der Kosten für die Fahrbahnerneuerung einschließlich Entwässerung und 60 Prozent der Kosten für die Gehweganlagen mit Parkstreifen tragen, insgesamt rund 260.000 Euro, wie die Verwaltung errechnete.

Kosten von insgesamt 455.000 Euro kommen auf die betroffenen Anlieger in Erkensruhr zu, wo ein Reststück des ehemaligen Hangweges auf einer Länge von 600 Metern gemäß Abwasserbeseitigungskonzept kanalisiert werden muss.

«Wir haben es lange vor uns hergeschoben, aber jetzt sind wir in der Pflicht», sagte Jens Wunderlich (CDU) im Tiefbauausschuss, wo Monika Linscheidt vom gleichnamigen Planungsbüro die Ausbauplanung vorstellte. Die Ingenieurin unterstrich, dass die Maßnahmem bis Mitte 2012 umgesetzt sein müsse, «da ansonsten einige Kleinkläranlagen geschlossen bzw. umgenutzt werden müssen».

Auf dem 600 Meter langen Teilstück der Straße Erkensruhr - bislang nur bis Haus Nummer 284 kanalisiert - sind im Trennsystem 530 Meter Regen- und 525 Meter Schmutzwasserkanal sowie 350 Meter Grundstücksanschlussleitungen vorgesehen.

Während die höherliegenden Grundstücke im Freigefälle entwässert werden können, ließen sich für die hangseitigen Hebeanlagen nicht vermeiden, erläuterte die Planerin. Überlegt werde derzeit mit dem Perlbachverband, ob die Guss-Wasserleitung aus den 60er-Jahren im Zuge der Maßnahme ebenfalls erneuert werden könne.

Um beim Ausbau «keine bösen Überraschungen» aufgrund der topographischen Besonderheiten und des hohen Felsanteils zu erleben, empfahl Monika Linscheidt ein Bodengutachten. Die Planerin stellte zwei Varianten vor, die in Kürze auch bei einer Bürgerinformation vorgestellt werden sollen.

In der preiswerteren Form ist eine Straßenbreite von 3,50 Meter geplant, wobei alle 140 bis 170 Meter Ausweichbuchten den Begegnungsverkehr erleichtern sollen. In der aufwendigeren Variante misst die Straße 4,50 Meter und muss teils durch massive Stützbauwerke getragen werden. Im Tiefbauausschuss favorisierten die Redner aller Fraktionen aber die preiswertere Lösung, zumal das Vorhaben die Anlieger auch so «eine Stange Geld kosten wird», so Jens Wunderlich.

Auch Marc Topp (SPD) erwähnte die enormen Kosten, die für die Betroffenen «sehr schmerzhaft, aber der besonderen Lage geschuldet und letztlich absehbar» gewesen seien.

Ortsvorsteher Christoph Poschen sprach von einer «unausweichlichen Kanalmaßnahme» und «einem der letzten Projekte dieser Art». Auch Poschen hält die schmalere Variante für ausreichend, zumal Stützbauwerke für eine breitere Straße sogar das Ortsbild im malerischen Erkensruhr trüben würden.

Die Nachfrage, ob nicht eine noch schmalere (und somit preiswertere) Ausführung mit Einbahnverkehr möglich sei, verneinte die Planerin mit Hinweis auf den Winterdienst, der 3,25 Meter Straßenbreite für seine Schneepflüge benötigt.

Jens Wunderlich empfahl den Eigentümern noch nicht bebauter Grundstücke, sich bereits jetzt der Kanalanschlussbeiträge zu entledigen: «Es wird nicht billiger, wenn man das später macht», so der Unionssprecher.

Für 2012 werden Haushaltsmittel in Höhe von 710.000 Euro eingestellt, 2013 werden dann die Anlieger in einer Höhe von 455.000 Euro zur Kasse gebeten.

Zunächst aber wird die Gemeinde alle Bürger zur Informationsveranstaltung einladen.

Quelle: Eifeler Zeitung

 

Nordeifel

„Auch Eifel betroffen“
Ausbau Monschauer Straße: MdB Brandt übt Kritik

29.09.2011

Die Bitte der Monschauer Christdemokraten an die Stadt Aachen, den Beschluss für das Teilstück der B 258 von der Autobahnausfahrt Lichtenbusch bis zur Pascalstraße noch einmal zu überdenken, unterstützt Helmut Brandt, CDU-Bundestagsabgeordneter in der Städteregion.

Bessere Abstimmung gewünscht

„Sicherlich haben die Anlieger die Last des Verkehrs auf diesem Teilstück zu tragen, doch Helmut Brandt MdBist keinem gedient, wenn der Verkehr dort weiterhin nicht optimal fließen kann. Deshalb ist langfristig für mich nur der vom Landesbetrieb Straßen NRW vorgelegte Plan sinnvoll“, so MdB Helmut Brandt.

Dieser sieht vor, das Teilstück der Monschauer Straße von der Autobahnausfahrt Lichtenbusch bis zur Pascalstraße vierspurig und dann bis zur „Himmelsleiter“ dreispurig auszubauen sowie die Einmündungsbereiche zu optimieren.

„Man muss bedenken, dass 49 000 Menschen aus dem ehemaligen Kreis Aachen jeden Tag nach Aachen pendeln. Von diesen kommen 15 Prozent aus den drei Eifelkommunen Roetgen, Monschau und Simmerath. Somit sind auch die umliegenden Kommunen von der Entscheidung der Stadt Aachen betroffen“, findet Brandt und stellt fest: „Es wäre vorteilhaft für alle Beteiligten gewesen, wenn es eine bessere Abstimmung zwischen den betroffenen Kommunen und den Entscheidungsträgern gegeben hätte.“ Das bisherige Verfahren bezeichnete MdB Brandt als „suboptimal“.

Quelle: Eifeler Zeitung




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Letzte Änderung: 01-Nov-2011

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