Presse-Berichte

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September 2012

Quelle der Artikel, falls nicht besonders gekennzeichnet, Eifeler Zeitung.
Berichte aus 2008- 2012 finden Sie im Archiv

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Berichte aus der Tagespresse, ungekürzt und unzensiert.
Inhalt/Themen
September 2012
Ortsumgehung Kesternich
Hauptstr. Simmerath
Neues Schwimmbad
Breitband Kesternich
Hauptstr. Simmerath
Pumpspeicherwerk
Neues Feuerwehrhaus
Neues Schwimmbad




Simmerath

So gut wie keine Chance für Ortsumgehung Kesternich

21.09.2012

Die Realisierung liegt vorerst auf Eis, „bis wieder Kapazitäten frei sind.“
Abkürzung über Maarstraße soll bald ein Ende haben.


Foto: P. Stollenwerk

Einmal mehr wurde über die Ortsumgehung Kesternich diskutiert: Ein Sachstandsbericht lag am Donnerstag dem Tiefbau-, Verkehrs- und Denkmalausschuss der Gemeinde Simmerath vor.

Im Straßenbedarfsplan des Landes NRW ist die Ortsumgehung Kesternich in den nachrangigen Bedarf eingestuft worden; dies bedeutet, dass vorerst daraus nichts werden kann. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns hat im Juli den neuen Landesminister für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr, Michael Groschek, angeschrieben und ihn zu einem Besuch nach Simmerath eingeladen, auch um diese Angelegenheit zu besprechen. Ihm wurde mitgeteilt, dass „die Planung ruht, bis wieder Kapazitäten frei sind“.

Gisela Kampshoff-Enderle (Grüne) betonte, ihre Partei wolle nicht, dass der Plan weiter verfolgt werde. Sie gibt der Realisierung so gut wie keine Chance und weist darauf hin, dass man sich zurzeit sperre, überhaupt andere Lösungen zu suchen. Marc Topp (SPD) stellte den Antrag, den Bürgermeister zu beauftragen, die Parteien in Kesternich an einen Tisch zu bringen, damit ein Konsens erzielt werde. Daraufhin wurde Ulrich Offermann, der Ortsvorsteher von Kesternich, deutlich: „Nie wird einer, dem die Autos drei Meter vor dem Fenster vorbei fahren, nein zur Umgehung sagen. Und nie wird einer ja dazu sagen, der eine Umgehungsstraße direkt neben seinem Grundstück dulden soll.“ Der Ausschuss einigte sich mehrheitlich, die Verwaltung zu beauftragen, vor Fortschreibung des Verkehrswegeplanes Gespräche zu führen, damit die Ortsumgehung Kesternich positiv bewertet wird.

Der Wohnmobilparkplatz in Rurberg soll erweitert werden, neun neue Stellplätze mit Stromanschluss für den ganzen Platz sind anvisiert. Man verspricht sich höhere Einnahmen durch eine stärkere Frequentierung. Ursula Harth (CDU) hält die Maßnahme für dringend erforderlich: „Sie müssen an Wochenenden mal gucken kommen, das ist manchmal eine Katastrophe!“ Der Ausschuss beschloss, Fördermöglichkeiten ausfindig zu machen und den Rat zu beauftragen, über diese Maßnahme (Kosten ca. 100 000 Euro) im Rahmen der Haushaltsplanungen für das Jahr 2013 abschließend zu beraten.

Eine „Abkürzung“ für schlaue Autofahrer wird es in Kesternich demnächst nicht mehr geben. Ulrich Offermann erläuterte, dass nicht wenige Ortskundige den Weg über die Hauptkreuzung mit Ampel scheuen, deshalb in der Maarstraße geradeaus weiterfahren in den Wirtschaftsweg, um von dort aus auf die Straucher Straße zu kommen. Besonders seit dieser Wirtschaftsweg baulich verbessert wurde, ist die Abkürzung noch beliebter geworden. Dies bedeutet für die Anwohner der Maarstraße eine arge Belästigung. Damit ist jetzt Schluss. Der Ausschuss beschloss, dass „möglichst kurzfristig“ Absperrpfosten beschafft und montiert werden sollen. (ale)

Quelle: Eifeler Zeitung



Simmerath

Verkehrssituation:
In Simmerath herrscht Handlungsbedarf

21.09.2012

Die Verkehrssituation in der «kleinen Hauptstraße» in Simmerath ist unbefriedigend - hier könnte sich bald etwas ändern. Das regte jedenfalls der Tiefbau-, Verkehrs- und Denkmalausschuss der Gemeinde Simmerath auf seiner Sitzung am Donnerstag an.

Die Parallelstraße zur Hauptstraße, an der zahlreiche Geschäfte liegen, ist einfach zu eng, meint Ortsvorsteher Stefan Haas. Dem Wunsch der Kunden, direkt vor einem Geschäft parken zu können, werde entsprochen.

Aber regelmäßig werde hier in den Fahrbereich hinein geparkt. Er schilderte im Ausschuss die Probleme, die sich ergeben, wenn auf beiden Seiten geparkte Autos stehen und Ware angeliefert wird «Der Zustand ist unhaltbar», findet Stefan Haas. Der Ausschuss hatte sich vor seiner Sitzung vor Ort ein Bild der Lage gemacht und erfuhr nun vom Ingenieurbüro Linscheid, Schleiden, welche Varianten praktikabel sein könnten, um hier eine Verbesserung zu erzielen.

Ortsbesichtigung

Tatsächlich ist der vorhandene Parkstreifen von nur 1,60 bis 1,70 Meter Breite sehr knapp bemessen, zwei Meter seien üblich. Es wird vorgeschlagen, eine Aufweitung in Richtung Grünanlage vorzunehmen. Dadurch könnte man auf beiden Seiten der Einbahnstraße je zwei Meter Parkstreifen anbieten und in der Mitte eine Fahrbahn von 3,67 Meter Breite.

Die Ausschussmitglieder schlossen sich weitgehend dieser Variante an. Die Kosten würden etwa 100.000 Euro betragen, diese sind in der Finanzplanung bereits berücksichtigt. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns sieht in dieser Maßnahme eine Unterstützung des Gewerbes. Es wird noch geprüft, ob bei diesem Ausbau eine Gebührenpflicht für Anlieger besteht.

Jens Wunderlich regte an, eine Befragung der betroffenen Bürger vorzunehmen. Nach eingehender Diskussion beschloss der Ausschuss, eine Bürgerinformation durchzuführen, die Anregungen und Bedenken der Anlieger aufzunehmen und die Ergebnisse in der nächsten Ausschusssitzung vorzutragen.

Ebenfalls sieht Stefan Haas Handlungsbedarf in der Hauptstraße, um hier ein besseres Parken zu ermöglichen. Er hält die jetzige Einfassung der Bäume durch Bordsteine für eine Behinderung und würde gerne Baumscheiben anbringen lassen, diese sind aus Guss und würden genügend Wasser einsickern lassen. Gisela Kampshoff-Enderle (Grüne) lehnte den Vorschlag ab, weil dadurch die Situation der Bäume sich verschlechtern würde.

Einstimmig beschloss der Ausschuss, den Antrag des Simmerather Ortsvorstehers zunächst zurückzustellen.

Quelle: Eifeler Zeitung

SPD gegen den Ausbau der parallelen Hauptstraße

Wie bereits gegen den bewährten Kreisverkehr Ecke Humboldt-Straße/In den Bremen, plädierte die SPD gegen den Ausbau der kleinen Hauptstraße.

In Anbetracht der Haushalts-situation müsse man sparen und überhaupt, dass die Maßnahme auf der Tagesordnung stehe, habe bei der SPD Irritation und Verwunderung hervorgerufen.

Staunen bei der Mehrheits-fraktion und der Verwaltung. CDU-Sprecher Jens Wunderlich erinnerte die SPD daran, dass bei den Haushaltberatungen für 2012 der Antrag des Ortsvorstehers, Stefan Haas, beraten und einstimmig verabschiedet wurde.

Außerdem so der Bürgermeister, habe im Vorfeld dieser Sitzung für die Simmerather Rats-vertreter eine Vorinformation stattgefunden, wobei der SPD-Ratsvertreter nicht erschienen sei.

Mehr Beratung und Information geht nicht !

Der Vorschlag von Jens Wunderlich, die Maßnahme zunächst mit den Anwohnern zu besprechen, wurde einstimmig angenommen. In der nächsten Ausschusssitzung soll die Beschlussfassung hierüber erfolgen.


Simmerath

Ab 22. Oktober soll geschwommen werden
Arbeiten in Simmerath um einen Monat verzögert


Pixelio Symbolfoto

Vorfreude herrscht im Struktur- und Hochbauausschuss der Gemeinde Simmerath: Am Montag, 22. Oktober, soll die neue Schwimmhalle eröffnet werden.

Nachdem der Ausschuss die Baustelle vor seiner Sitzung am Dienstag besichtigt hatte, äußerten sich die Mitglieder weitestgehend sehr zufrieden. Christoph Poschen meinte, der Bau mache von außen schon was her; er freue sich darauf, „bald in ein mit Wasser gefülltes Becken gucken zu können“. Der Vorsitzende des Ausschusses, Jens Wunderlich, erläuterte, am kommenden Montag werde das Becken gefüllt, und anstehende Untersuchungen würden vorgenommen.

„Einladender als in Monschau“

Siegfried Peeters (SPD) ist überzeugt: „Unser Schwimmbad ist deutlich einladender als das in Monschau, die Farben wirken angenehm, die Gestaltung der Wände ist schön. Eine Hubvorrichtung ist vorgesehen, die auch Gehbehinderten die Nutzung ermöglichen wird.“ Klaus Stockschläder (Grüne) meinte: „Es ist schade, dass wir noch nicht fertig sind. Eigentlich sollte das neue Schwimmbad am 17. September fertig sein. Aber wenn man sieht, was in Berlin so los ist, dann können wir einen Monat Verzögerung verkraften!“ Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns betonte, es gebe keinen offiziellen Eröffnungstermin; anvisiert sei der 22. Oktober, der Montag nach den Herbstferien. „Wichtig ist, dass es ans Laufen kommt“, sagte Hermanns und meinte mit Blick auf die Gäste aus der Hansa-Gemeinschaft, die zur Sitzung gekommen waren, man wolle lieber Qualität als eine übereilte Eröffnung. Hermanns erinnerte daran, dass der Sport- und Kulturausschuss ein kostenfreies Wochenende versprochen habe, damit jeder das neue Schwimmbad ausprobieren könne. Jens Wunderlich lobte die engagierte Arbeit der Strukturabteilung, die das Bauvorhaben zügig vorangetrieben habe.

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath-Kesternich

Ausbau der Breitbandversorgung soll auch
in Kesternich erfolgen

(ale) | 19.09.2012

Simmerath. Seinen Unmut über die fehlende Breitbandversorgung des Ortes Kesternich äußerte der Ortsvorsteher Ulrich Offermann mit deutlichen Worten. Die unbefriedigende Situation ist dem Struktur- und Hochbauausschuss der Gemeinde bekannt, trotzdem wurde um Geduld gebeten.

«Das Internet ist keine Spielerei, jeder braucht es. Wir können doch hier nicht im Tal der Ahnungslosen sein», schimpfte Ulrich Offermann. Ihm stimmten Jens Wunderlich und Siegfried Peeters zu, die aber darauf hinwiesen, dass es auch in Hechelscheid, Rurberg und Woffelsbach ähnlich schlecht um die Geschwindigkeit der Datenübertragung bestellt sei.

Bernd Goffart, der in Kesternich wohnt, betonte, schnelles Internet sei für viele Berufstätige ein Standortfaktor, und eine Übertragung von 700 kbit/s sei indiskutabel. «Wenn ich ein Foto verschicke, dauert es fünf Minuten», berichtete er und warnte: «Jemand der beruflich das Internet braucht, der wird nicht nach Kesternich ziehen. Wir müssen an die Landesregierung gehen.»

Siegfried Lauscher (SPD) äußerte sich verwundert über den Ärger des Kesternicher Ortsvorstehers: Es sei doch alles Nötige in die Wege geleitet, und im Haushalt sei der Eigenanteil der Gemeinde für den Ausbau des Netzes veranschlagt.

Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns informierte, dass er am 4. September bei der Bezirksregierung vor stellig geworden sei; ein «Zuwendungsbescheid» sei für diesen Herbst in Aussicht gestellt worden. Auch dem SPD-Landtagsabgeordneten Stefan Kämmerling habe er in einem Gespräch diese Thematik ans Herz gelegt, dieser sei mit der Problematik vertraut.

André Koll von der Strukturabteilung bestätigte: «Kesternich ist tatsächlich der ärmste Ort in Simmerath, was das Internet angeht. Jedoch war das Gespräch bei der Bezirksregierung wirklich sehr positiv.»

Auf die Frage von Siegfried Peeters, wie lange es denn dann noch dauere, bis wirklich eine zuverlässige Breitbandversorgung gewährleistet sei, antwortete André Koll: «Wenn wir den Zuwendungsbescheid haben, wird ein Kooperationsvertrag abgeschlossen. Und dann ist der Anbieter in der Pflicht und muss spätestens nach zwölf Monaten die Breitbandversorgung gewährleisten.»

Quelle: Eifeler Zeitung

 

Simmerath

07.09.2012

Tiefbauausschuss am 20. Sept. 2012
Antrag des Ortsvorstehers Stefan Haas mit Unterstützung des CDU-Ortsverbandes Simmerath

1. Umgestaltung der Parallelstraße zur Hauptstraße in Simmerath

Der Ausbau soll so erfolgen, dass bei einer akzeptablen Fahrspur, ausreichend Parkraum entsteht. Auch soll die Verengung der Straße im Bereich des Kriegerdenkmals entschärft werden.

2. Einbau von Baumscheiben in der Hauptstraße in Simmerath

Parksituation im Bereich der Hauptstr.
Für sogenannte 3-Minuten-Geschäfte werden die Plätze hauptsächlich von Kurzparker genutzt. Die Pflanzbeete behindern ein ungefährdetes und zügiges Ein- und Ausfahren auf die Hauptstr. Ein Verlassen des Parkplatzes ist nur geradeaus bis zur Mitte der Hauptstr. möglich, da die hohen Randsteine der Pflanzbeete ein frühes Einschlagen der Vorderräder verhindern. Die Bäume könnten durch Baumroste geschützt werden. Außerdem sind die Parkplätze, gemäß der heutigen Fahrzeuggeneration viel zu kurz angelegt. SUV-Fahrzeuge ragen teilweise bis in die Straße oder im vorderen Bereich über die Bordsteinkante hinaus in den Fahrradweg.
Ein Wegfall der Blumenbeete würde auch den Winterdienst erheblich erleichtern.
Die Gesamtsituation sollte geprüft werden, insbesondere auch die Radwegführung an dieser Straßenseite.

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath-Strauch

03.09.2012

Umweltminister gibt der Region Verantwortung
NRW-Minister Johannes Remmel zum Thema Pumspeicherkraftwerk Rursee:
Letztlich wird vor Ort entschieden. Dialog mit Bürgern in Strauch.

Umweltminister Johannes Remmel (Mi.) war gestern Abend zu Gast in Strauch. Im Pfarrheim ebenfalls am Diskussionstisch waren Dr. Wolfgang Firk (Wasserverband Eifel-Rur), Ortsvorsteher Bruno Löhrer, Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns und Städteregionsrat Helmut Etschenberg (v. li.). Foto: P. Stollenwerk


Die Landesregierung will, Betreiber Trianel will und auch der Gemeinderat Simmerath will: Jetzt ist es Sache der Bürger Position zum Pumspeicherkraftwerk Rursee zu beziehen. „Die Entscheidung fällt letztlich vor Ort“, übertrug NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) der Region ein großes Stück Verantwortung für die Realisierung des Projektes, das sich noch in der Planungsphase befindet. „Letztendlich wird vor Ort entscheiden“, machte der Minister bei einem Besuch in der Gemeinde Simmerath deutlich. Gestern Abend diskutierte der Landespolitiker mit anderen Projektbeteiligten über das Thema Pumspeicherkraftwerk. Gut 80 Bürger hatten sich im Pfarrheim Strauch eingefunden, um den neuesten Sachstand des 750-Millionen-Projektes zu erfahren; schließlich soll das geplante Oberbecken direkt bei Strauch entstehen.

Für Johannes Remmel gibt es auch keinen Zweifel daran, dass „die nächsten fünf Jahre entscheidend bei der Energiewende sind.“ Ein wichtiger Schritt sei mit der Diskussion um das Pumpspeicherkraftwerk Rursee bereits in der Region erfolgt. Der Minister sah eine positive Grundeinstellung in der Bevölkerung zum Kraftwerk, und lobte auch das transparente Verfahren, indem die Bürger hier „vorbildlich und frühzeitig“ mitgenommen würden. Remmel: „Viele schauen jetzt auf die Eifel, um zu sehen, wie die das machen.“

Die Landesregierung verfolge das Ziel, dass der Anteil der Stromgewinnung von derzeit 10 Prozent aus regenerativem Strom bis zum Jahr 2025 auf mindestens 25 Prozent gesteigert werde.

Zuvor hatte Dr. Christoph Schöpfer vom Projekt-Initiator Trianel (ein Verbund aus 54 kommunalen Stadtwerken) über den aktuellen Sachstand berichtet. „Aus der Beschäftigung mit dem Projekt heraus entstehen immer neue Fragen“, und es sei viel Geld notwendig, um diese Fragen alle zu beantworten. Ein wesentlicher Punkt sei auch die Frage, wie die touristische Nutzung des Rursees fortgeführt werden könne.

Zurzeit verfolgt Trianel bundesweit noch drei mögliche Standorte für ein Pumpspeicherkraftwerk. Im Laufe des kommenden Jahres soll sich die Festlegung auf einen Standort konkretisieren.

Zu Beginn des Abends hatte Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns dafür geworben, dem Projekt eine Chance zu geben, zumal es auch aus finanzieller Sicht für die Gemeinde „einen positiven Faktor“ darstelle. (P. St.)


Johannes Remmel:
Umweltminister streckt der Gemeinde die Hand aus

04.09.2012

Die Energiewende biete den Regionen und Kommunen in NRW neue Chancen, die es gelte, gemeinsam wahrzunehmen, erklärte NRW-Umweltminister Johannes Remmel bei seinem Besuch in Strauch. Mit Blick auf das geplante Pumpspeicherkraftwerk bei Strauch werde die Landesregierung den Planungsprozess unterstützen.

«Letztlich müssen Sie sich aber entscheiden. Das Land streckt die Hand aus, ich hoffe, Sie tun es auch», sagte Remmel den rund 80 Anwesenden im Straucher Pfarrheim.

Zuvor hatte Trianel-Projektleiter Dr. Christoph Schöpfer das Vorhaben noch einmal vorgestellt. Dabei waren dem ehemaligen Bürgermeister der Gemeinde Simmerath, Hubert Breuer aus Strauch, einige Dinge zu kurz gekommen. Er hätte sich weitere Lagepläne und Angaben zur Größe der geplanten Anlage gewünscht. Außerdem wünschte er sich Aussagen über den zu erwartenden Lastwagen-Verkehr, Belastungen durch mögliche Emissionen während der Bauphase und eine touristische Nutzung des Projektes.

Es sei geplant, den Aushub für den Bau der Dämme des Pumpspeicherkraftwerks wiederzuverwenden. So ließe sich die Zahl der Transporte verringern. Natürlich sei in der Bauphase auch mit Staub zu rechnen, dieses Problem sei aber technisch lösbar, erklärte Schöpfer. Lärm werde es sicher auch geben, eine Antwort auf die Frage, wie damit umzugehen sei, müsse in der Detailplanung aber noch gefunden werden. Eher zurückhaltend zeigte sich Schöpfer in Bezug auf die touristische Nutzung des Großprojektes. Sicher sei aber, dass es ein Besucherzentrum geben werde. Die Entscheidung für einen Standort werde Mitte des Jahres 2013 fallen, dann werde man direkt in das Projekt einsteigen und auch eine Anlaufstelle bieten.

Hans Roßkamp sprach für die Landwirte in der Städteregion und erinnerte daran, dass die für das Pumpspeicherkraftwerk benötigte Fläche der Landwirtschaft verloren gehe. Es gelte nun einen vernünftigen Weg des Ausgleichs zu finden. Diesbezüglich habe es bereits Überlegungen gegeben. «Geben Sie uns die Chance, diese Überlegungen umzusetzen, dann kommen sie mit den Landwirten zurecht», sagte Roßkamp.

Wilfried Jansen, Vorsitzender der Kreisbauernschaft, forderte im Rahmen des Ausbaus der erneuerbaren Energien keinen Flächenausgleich zu schaffen. NRW-Umweltminister ging auf die Landwirte zu und erklärte, dass der Flächenausgleich an vorderster Stelle mit berücksichtigt werden solle, und dass der Ausgleich so zu gestalten sei, dass er nicht zusätzlich auf Kosten der Landwirtschaft gehe.

Für die Wassersport treibenden Vereine am Rursee sprach Prof. Dr. Detlef Müller-Böling. «Als Bürger sind wir auch für die Energiewende, aber wir haben Fragen», sagte Müller-Böling. Für die Wassersportler komme es darauf an, dass es keine Verschmutzung des Wassers durch das Aufwirbeln von Sedimenten entstehe. Außerdem müssten die Steganlagen auch bei einem starken Hub nutzbar sein. Müller-Böling betonte, dass es nicht nur um den Tagestourismus gehe und erklärte sich zu einem konstruktiven Dialog bereit.

Städteregionsrat Helmut Etschenberg erkannte eine Chance für den ländlichen Raum, an der Energiewende teilzuhaben und dabei die Wertschöpfung in der Gemeinde zu halten und so mit den Bürgern einen Mehrwert zu bieten. Dieses Projekte bedeute «ein Stück Zukunftssicherung für die Gemeinde». Aber auch die Kommunen Heimbach und Nideggen könnten von dem Projekt profitieren. Es gelte nun gemeinsam die ausgestreckte Hand des Landes NRW anzunehmen.

Auch WVER-Vorstand Prof. Dr. Wolfgang Firk signalisierte für den Wasserverband die Bereitschaft, an dem Projekt konstruktiv mitzuarbeiten.

Walter Weinberger sprach für den Kreis Düren und trat der Sorge entgegen, dass dieser eine sehr skeptisch Position vertrete. Die erneuerbaren Energien seien kein neues Thema für die Stadt, man wolle weitere Schritte folgen lassen und erkenne eine Chance für die weitere Ausrichtung. Grundsätzlich stehe man dem Projekt positiv gegenüber, es sei aber auch nicht verwerflich, früh Fragen zu stellen.

Am Ende hatte Umweltminister Remmel den Eindruck, dass noch einige Punkte zu klären seien, was aber sehr konstruktiv und in einem offenen Dialog geschehe. «Wir bleiben im Gespräch», sagte Remmel zum Abschluss.

Simmerath Bürgermeister Karl-Heinz Herrmanns kündigte in absehbarer Zeit weitere Einladungen zu Bürgerinformationsveranstaltungen an.

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath

«Haus der Superlative» für die Feuerwehr

(P. St.) | 02.09.2012

Die historische Handspritze aus dem Jahr 1883 ist der Stolz der Feuerwehr Steckenborn, die jetzt anlässlich der Einweihung ihres neuen Gerätehauses auch den Wechsel in der Löschgruppenführung vornahm: Frank Braun (2. v. re.) übergab die Leitung an Martin Stollenwerk. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns (re.) und Simmeraths Gemeindewehrführer Christian Förster (li.) übernahmen den offiziellen Teil. Foto: P. Stollenwerk

Die offizielle Feier zur Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses in Steckenborn war am Sonntagmittag gerade beendet, da gab es leichte Unruhe unter den versammelten Feuerwehrleuten, denn einige Kameraden mussten sich bereithalten für einen möglichen Einsatz im Kreis Düren mit dem Gerätewagen Messtechnik der Städteregion Aachen, den die Löschgruppe Steckenborn 2007 übernommen hat.

Feier und Feuer lagen also auch am Sonntag wieder eng beieinander, als ein weiterer großer Festtag in der 105-jährigen Geschichte der Feuerwehr Steckenborn anstand und nach über dreijähriger Bauzeit unter großer Anteilnahme der Bevölkerung das neue Gerätehaus offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde.

Bei herrlichem Spätsommerwetter herrschte buntes Treiben im Ortszentrum zwischen altem und neuem Gerätehaus, und Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns sprach bei seiner Begrüßung zu Recht von einem «großen Ereignis für ganz Steckenborn». Er verschwieg aber auch nicht mitunter «turbulente Bauphasen, Wartezeiten und Missverständnisse», die das Projekt begleiteten. Doch am Ende zähle das Ergebnis, «und dieses Gebäude kann Steckenborn niemand mehr wegnehmen».

Dieses Ergebnis hat mit fast 700.000 Euro Gesamtkosten aber auch seinen Preis. Die stolze Summe von 500.000 Euro steuerte «trotz schwieriger Finanzlage», so Hermanns, die Gemeinde Simmerath bei. Die über 10.000 ehrenamtlich eingebrachten Arbeitsstunden der Löschgruppe Steckenborn entsprachen weiteren 190.000 Euro an Eigenleistung.

Simmeraths Gemeindewehrführer Christian Förster dankte der Löschgruppe Steckenborn dafür, dass diese sich bereit erklärt habe, den Messwagen (GW Mess), der nun selbstverständlich neben dem Löschfahrzeug im neuen Gerätehaus seinen dauerhaften Platz findet, zu übernehmen. Diese «anspruchsvolle Aufgabe» erfordere eine permanente Fortbildung. Der Gemeinde Simmerath dankte er dafür, dass die Kommune ungeachtet einiger Turbulenzen gegen Ende der Bauphase ihre Verpflichtung für einen leistungsfähigen Feuerschutz zu sorgen erfüllt habe. Der Gerätewagen ist eine wichtige Unterstützung bei umweltrelevanten Einsätzen.

«Gewaltige Herausforderung»

Auch Steckenborns Löschgruppenführer Frank Braun sprach von einer «gewaltigen Herausforderung» durch den GW Mess. 15 junge Wehrleute hätten im Jahr 2008 einen über 1000 Ausbildungsstunden umfassenden Lehrgang absolviert. Mit dem neuen Gerätehaus habe man nicht nur ein Domizil für das zusätzliche Fahrzeug sondern auch einen Beitrag zur Dorfverschönerung geleistet anstelle des dem Verfall geweihten Bauernhauses.

Steckenborns Ortsvorsteher Alex Stiel sprach von einem «Haus der Superlative» wohl wissend, dass diese «Investition in die Zukunft» nicht nur mit angenehmen Begleitumständen versehen war.

Nachdem Pfarrer Michael Stoffels das Haus unter den Segen Gottes gestellt hatte und Kreisbrandmeister Bernd Hollands die Löschgruppe Steckenborn zur ihrer Leistung beglückwünscht hatte, erinnerte Dr. Axel Thomas von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Städteregion als Projektleiter daran, dass nicht weniger als 40 Firmen am Neubau beteiligt gewesen seien. Wenn man die enorme Eigenleistung umrechne, dann habe jeder Einzelne am Bau beteiligte Feuerwehrmann etwa eine 5000-Euro-Spende eingebracht.

Mit Geld warteten auch ortsansässigen Banken auf. 3000 Euro gab es von der Sparkasse Aachen, 1800 Euro von der Raiffeisenbank Simmerath für die Anschaffung eines Rauchhauses, das als Anschauungsobjekt wichtige Dienste bei der Brandschutzerziehung leistet.

Eingebunden in die Einweihung des Gerätehauses wurde auch der Wechsel in der Führung der Löschgruppe Steckenborn. Brandoberinspektor Frank Braun, 1985 in die Wehr eingetreten, war 1999 zum Löschgruppenführer ernannt worden. Seinen «enormen Einsatz» würdigten Gemeindewehrführer Christian Förster und Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, ehe mit Martin Stollenwerk für die nächsten sechs Jahre ein junger Nachfolger vorgestellt wurde.

Der 26-Jährige ist bereits seit 2008 stellvertretender Löschgruppenführer und setzt die Tradition der Löschgruppe Steckenborn fort, dass man jungen Leuten schon frühzeitig Führungsverantwortung überträgt. Zum seinem Stellvertreter wurde Lukas Breuer ernannt.

Kein Kirchturmdenken mehr

Abschließend meinte Frank Braun in einer persönlichen Bilanz, dass er sich besonders darüber freue, dass das Kirchturmsdenken in den Löschgruppen inzwischen der Vergangenheit angehöre. Sein Vorgänger Karl Stollenwerk bescheinigte ihm, dass er sich in besonderer Weise um die Feuerwehr verdient gemacht habe.

Dann war Feuer frei fürs ausgiebige Feiern; die Swingband Melano sorgte für musikalische Unterhaltung und die Feuerwehr versorgte die Bevölkerung mit vielfältigen Informationen.

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath

30.08.2012

Neues Schwimmbad:
Kostenfreies «Kennenlern-Wochenende»

(P. St.) | 30.08.2012


Symbolfoto Pixelio

Einen Eröffnungstermin und einen griffigen Namen gibt es noch nicht, aber in der Theorie hat der Betrieb in der neuen Simmerather Schwimmhalle am künftigen Sport- und Schulzentrum im Kranzbruch schon längst begonnen.

Noch aber umschwirren die Baukolonnen das würfelförmige Gebäude am Kranzbruchvenn, das in Teilen der Farbgebung eine erstaunliche Deckungsgleichheit zum neuen Monschauer Vennbad aufweist, aber ansonsten seinen eigenen Charakter besitzt.

Für die Namensfindung können die Bürger noch bis zum 20. September weitere Vorschläge einreichen.

Freuen dürfte die Bürger, dass das Bad künftig 38 Stunden statt bisher 33,5 Stunden geöffnet haben wird. Dreimal in der Woche (6.30 bis 8 Uhr) wird Frühschwimmen angeboten, und der gesamte Donnerstagvormittag steht der Öffentlichkeit zur Verfügung. Die Öffnungszeiten von 16 Uhr bis 21 Uhr (freitags bereits ab 15 Uhr und mittwochs nur bis 20 Uhr) sind je nach Erfahrungswerten nach der Startphase noch variabel, betonte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns in der Sitzung des Kultur- und Sportausschusses.

Der Samstagnachmittag steht nicht zum Schwimmen zur Verfügung (ausdrücklich verwies die Verwaltung in diesem Zusammenhang auf die Öffnungszeit im Vennbad Monschau) während dafür in Simmerath der Sonntagnachmittag als Familienbad angeboten wird.

Wünsche aus dem Ausschuss, wie zum Beispiel längere Öffnungszeiten in den Ferien sollen ebenfalls beizeiten Berücksichtigung finden.

Höchstes Lob im Ausschuss fand die Initiative der Verwaltung, ein kostenfreies «Kennenlern-Wochenende» anzubieten. Von Freitag bis Sonntag soll allen Besuchern die Möglichkeit eingeräumt werden, die neue Schwimmhalle kostenlos zu nutzen. Der Termin wird noch bekanntgegeben.

Allgemein als «moderat» wurden die Benutzungsentgelte bezeichnet. Zum Einsatz wird ein Kassenautomat kommen, vor allem um Personalkosten einzusparen. Nach Barzahlung an einem Automaten erhält man ein Ticket, womit das Drehkreuz am Eintritt entsperrt wird. Beim Verlassen erfolgt das gleiche Verfahren, das Ticket wird dann allerdings eingezogen.

Das Eintrittsgeld für die unbegrenzte Badedauer für Erwachsene wurde auf drei Euro festgesetzt, Kinder bis 17 Jahre zahlen zwei Euro, Inhaber der Ehrenamts- und Familienkarten ebenfalls zwei Euro.

Das Frühschwimmen (1,5 Stunden maximal) kostet 2,50 Euro für Erwachsene. Das Zehnerticket ist für 25 Euro (Kinder 15 Euro) zu haben, die Frühschwimmer-Zehnerkarten gibt es für 20 Euro.

Für das Schulschwimmen bietet die neue Halle die Möglichkeit der zeitgleichen Benutzung durch mehrere Klassen. Je Schulstunde könnten somit bis zu 50 Kinder aktiv sein.

Quelle: Eifeler Zeitung





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Letzte Änderung: 19-Nov-2012

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