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Wie lassen sich die Eifelkommunen besser anbinden?
Aachener Verkehrsverbund (AVV) lässt bessere Anbindung von Roetgen, Simmerath und Monschau prüfen. Schienengebundene Lösung?



Städteregion Der Einführung der Stadtbahn haben die Aachener per Bürgerentscheid im Jahr 2013 abgelehnt. Jetzt steht ein neues Schienenprojekt zur Diskussion: Die Regio-Tram könnte in ein paar Jahren die Städte Baesweiler, Herzogenrath, Alsdorf, Würselen und Stolberg untereinander und mit dem Oberzentrum Aachen verbinden.

Die Projektidee „Regio-Tram“ sieht eine schienengebundene Anbindung des Nordraumes der Städteregion an die Aachener Innenstadt in Ergänzung des seit vielen Jahren erfolgreichen Euregiobahn-Netzes vor. Die Bahn würde über bestehende Gleisanlagen bis an die Jülicher Straße herangeführt und von dort bis in die Innenstadt zum Bushof fahren.

Als Voraussetzung zur Entwicklung des Projektes Regio-Tram soll zunächst eine Machbarkeitsstudie erstellt werden, die der Aachener Verkehrsverbund (AVV) jetzt ausgeschrieben hat. Der AVV und seine Partner, die Städteregion Aachen, die Stadt Aachen sowie die betroffenen Städte haben eine zweistufige Machbarkeitsstudie vorgesehen.

In der ersten Stufe sollen grundsätzliche Machbarkeit und Umsetzbarkeit des Projekts geprüft werden. Mit „Stufe 2“ schließt sich eine Detaillierung der Untersuchung und Konkretisierung der Planung an. Erste Ergebnisse werden im Sommer 2020 erwartet. Mit einer emissionsfreien, elektrisch betriebenen Tram-Lösung werde ein wesentlicher Beitrag zur Luftreinhaltung erwartet, indem deutliche Verkehrsverlagerungen auf den schienengebundenen ÖPNV auf einer der stärksten Verkehrsachsen initiiert werden könnten, erklärte der AVV jüngst.

Gleichzeitig soll im Rahmen der Machbarkeitsstudie auch eine erste Potenzialanalyse und -abschätzung für eine verbesserte ÖPNV-Anbindung der drei Eifelkommunen Roetgen, Simmerath und Monschau an das Oberzentrum Aachen durchgeführt werden, welche auch ausdrücklich eine mögliche schienengebundene Lösung betrachtet.

Nach Vorliegen erster Ergebnisse aus der Machbarkeitsstudie ist im weiteren Projektverlauf eine Bürgerbeteiligung vorgesehen. In Zusammenhang mit diesem Projekt sind auch wieder Rufe aus dem politischen Raum laut geworden, die Regio-Tram als Einstieg in ein übergeordnetes Schienennetz zu betrachten. Basis dieser Ideen sind Pläne für eine Aachener Stadtbahn, die unter anderem eine Bahnlinie von Brand bis zum Klinikum und nach Vaals vorsahen.


„Bürger werden sich sehr früh einbringen können“

Tim Grüttemeier erläutert Pläne für Regio-Tram: Mahnendes Beispiel Stadtbahn. Auch Süd-Trasse Richtung Eifel wird geprüft.

Städteregion Das Scheitern der Stadtbahn gilt als mahnendes Beispiel. Tim Grüttemeier hat noch gut in Erinnerung, wie das ambitionierte Projekt in Aachen vor sechs Jahren per Bürgerentscheid begraben worden ist. Bei der Regio-Tram soll Vergleichbares nicht passieren, versichert der Städteregionsrat: „Die Bürger werden sich sehr früh einbringen können.“

Vielleicht greift das Angebot schon im nächsten Sommer, wenn die Ergebnisse der vom Aachener Verkehrsverbund (AVV) in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie vorliegen sollen. Untersucht werden bis dahin die grundsätzliche Machbarkeit des Vorhabens und – wenn diese gegeben ist – mögliche konkrete Vorschläge für die Umsetzung. Vorgesehen ist laut Grüttemeier in einem ersten Schritt die Verbindung zwischen dem (Forschungs-) Flugplatz Merzbrück und dem Aachener Bushof, danach soll Alsdorf angebunden werden. „Vor allem die Trassenführung durch Würselen und Aachen wird mit massiven Einschnitten in die bestehende Infrastruktur verbunden sein“, betont der Städteregionsrat. „Mir ist klar, dass es dagegen auch Widerstände geben wird.“ Reibungsärmer könnte die Realisierung einer Südtrasse der Regio-Tram verlaufen. „Die Bürgermeister der Eifelkommunen sind mit dem Vorschlag an mich herangetreten, auch eine solche Verbindung in die Überlegungen aufzunehmen“, berichtet Tim Grüttemeier. „Das mache ich gerne, auch wenn es sicher nicht möglich sein wird, eine Verbindung bis nach Höfen einzurichten.“ Die zumindest teilweise Verlagerung der Pendlerströme zwischen Roetgen und Aachen könnte eine spürbare Entspannung vor allem auf der mitunter völlig überlasteten Monschauer Straße bewirken. Dagegen hätte sicherlich auch die Stadt Aachen nichts einzuwenden, die dort seit Jahren (vergeblich) nach einer Lösung sucht. (gro)

Quelle: Eifeler Zeitung