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CDU Gemeindeverband Simmerath

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Herzlich willkommen bei der CDU Simmerath

Wir freuen uns, dass Sie unsere Homepage besuchen und laden Sie ein, mehr über unseren Gemeindeverband und unser kommunalpolitisches Engagement zu erfahren.

Mit unseren 11 engagierten Ortsverbänden leisten wir entscheidende Beiträge zur politischen, gesellschaftlichen und sozialen Gestaltung unserer schönen Heimatgemeinde.

Mit unserem Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns setzen sich derzeit 17 CDU-Gemeindeverordnete tatkräftig für die Belange der Simmeratherinnen und Simmerather ein.

Fordern Sie uns, schreiben Sie uns und kommen Sie zu unseren politischen und geselligen Veranstaltungen. Unterstützen Sie uns aktiv dabei zum Wohle Simmeraths beizutragen und werden Mitglied unserer starken und kommunikativen Gemeinschaft.

 
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Den Hardlinern in der CSU, Söder und Dobrindt, geht es nur darum Merkel zu stürzen, koste was es wolle. Die AfD hat es skandiert, die CSU setzt es um.
 

Hoffnung für die Geburtshilfe
Sondersitzung des Gemeinderates

Bürgermeister Hermanns gibt nicht auf und kämpft seit Tagen für den Erhalt der Geburtshilfe:

"Den Blick nach vorne richten und nach Möglichkeiten für den Erhalt der Geburtshilfe suchen. Wenn es stimmt, dass das Krankenhaus die wichtigste Einrichtung in der Region ist, dann ist die Geburtshilfe ihr Herz".

Aktuell ist Bürgermeister Hermanns mit NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann im Gespräch. Während der Sitzung erreichte ihn die Nachricht, dass alle im Vorgespräch genannten Optionen geprüft würden. Der Minister habe erklärt, die Geburtshilfe in Simmerath sei für die Versorgung der Schwangeren notwendig.


Christoph Poschen:

„Wir können hier als Ratsvertreter nicht viel tun. Aber das, was wir tun können, werden wir tun“, fasste CDU-Sprecher Christoph Poschen zusammen und sprach dabei für die Kollegen der anderen Fraktionen.

Diese bat Poschen schließlich auch, einen vorgelegten Beschlussvorschlag, der eher den Charakter einer Resolution hat, mitzutragen. Wörtlich heißt es darin unter anderem: „Der Rat der Gemeinde Simmerath stellt fest, dass die Eifelklinik St. Brigida Simmerath eine unverzichtbare Einrichtung für die Menschen in der hiesigen Eifelregion ist und die Geburtshilfe quasi das Herzstück der Einrichtung darstellt. Der Rat begrüßt die bisher durch den Bürgermeister geführten Gespräche und durchgeführten Bemühungen zum Erhalt der Geburtshilfe in Simmerath.

Er bittet Gesundheitsminister Laumann eindringlich, zumindest für eine Übergangszeit eine Ausnahmegenehmigung von dem Erfordernis, dass Hebammen bei einer Geburt zugezogen werden müssen, zu erteilen. Der Rat der Gemeinde Simmerath fordert die Verantwortlichen der Eifelklinik Simmerath sowie die Hebammen auf, weiterhin alles ihnen Mögliche zu veranlassen, die Geburtshilfe auch über den 30. Juni hinaus aufrecht zu erhalten.“

bericht Eifeler Zeitung



Die Akteure sind einig:
Die Geburtshilfe ist notwendig !
Quelle: Eifeler Zeitung / Nachrichten

Dienst am Leben bleibt unattraktiv


Heiner Schepp - Eiifeler Zeitung / Nachrichten kommentiert:

„Die Eifelklinik schenkt weiter Leben“, jubilierte vorletzte Woche eine Eifeler Wochenzeitung, doch das scheint ein frommer Wunsch zu bleiben. Völlig überraschend nach den eher positiven Wasserstandsmeldungen der letzten Wochen kam die Ankündigung der Klinikleitung, die Geburtshilfe bereits Ende Juni zu schließen.
Die Entscheidung begründete der Träger mit der Hebammensituation und schob damit den Schwarzen Peter jenen Geburtshelferinnen zu, die mit ihren Kündigungen einen Missstand aufgezeigt hatten.

Dabei wird „übersehen“, dass die Beleghebammen über Jahre im Viererteam genau das gestemmt haben, was nun mit „13 potenziellen Kolleginnen“ bzw. „sechs einbindungswilligen Hebammen“ angeblich nicht mehr zu schaffen ist.

Diese Schuldzuweisung aber löst das Problem ebenso wenig wie der Vorwurf an die Adresse des Trägers, er habe aus rein wirtschaftlichen Gründen gehandelt. Dann sollte sich die gemeinsame Kritik besser gegen die Gesundheitspolitik (Krankenhausplan NRW) richten, die mit dem Zwang zur lückenlosen Rufbereitschaft seit 2013 das viel gelobte Simmerather Beleghebammensystem systematisch ausgehöhlt hat.

Dass der Krankenhausträger nun diese Vorgabe wegen eines eklatanten Fachkräftemangels nicht erfüllen kann (oder will), hat letztlich seine Ursachen noch viel tiefer in der Gesellschaft. Denn so lange man in diesem unserem Lande mit Aktien, Versicherungen und Autos viel mehr Geld verdient als mit dem Dienst am Leben, werden so wichtige Berufe wie die der Erzieherin, Pflegekraft und eben auch der Hebamme für junge Menschen auch in Zukunft unattraktiv bleiben.
Quelle: Eifeler Zeitung / Nachrichten

Schließung der Geburtshilfe nicht einfach hinnehmen!
Einfach so hinnehmen will die CDU die Schließung der Geburtshilfe nicht, auch wenn die Möglichkeit der Einflussnahme recht gering ist. Die Sicherstellung einer flächendeckenden Versorgung mit Hebammenhilfe und der Erhalt der Geburtshilfe sind in Simmerath von besonderer Bedeutung.

Nicht zu schnell Fakten schaffen
„Es sollte weiterhin eine Geburtshilfe geben“, fordert Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, der zur Zeit intensive Gespräche mit allen Beteiligten, bis auf Ministerebene, führt.

Vehement weist Hermanns den Vorwurf zurück, die personelle Situation bei den Hebammen sei für den Träger eine willkommene Gelegenheit, eine defizitäre Abteilung zu schließen: „Artemed hat über Jahre das Defizit der Geburtshilfe mit anderen Abteilungen abgedeckt und große Investitionen in den Kreißsälen getätigt. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns ist Vorsitzender des Krankenhaus-Beirats.

Öffentliche Sondersitzung
Gemeinderat Simmerath
Mittwoch, 13.06.2018 - 18:30 Uhr
im Sitzungssaal des Rathauses

Schließung der Geburtshilfe
der Eifelklinik "St.-Brigida"
Im Jahre 2008 war Minister Laumann vor Ort und hat sich für den Erhalt unseres Krankenhauses eingesetzt. Damals noch in Trägerschaft der Malteser. Während es seinerzeit einzig und allein um die Finanzierung bzw. die zukünftige Trägerschaft der Klinik ging, ist die Situation heute völlig anders:

Ende März teilten alle an der Klinik tätigen Hebammen – von einer Vertreterin abgesehen – mit, dass sie ab dem 1. Mai 2018 nur noch für die prä- und postnatale Versorgung von Müttern, nicht mehr jedoch für die geburtshilfliche Begleitung im Klinikrahmen zur Verfügung stünden.
Eine Situation die - so wie es aussieht - nicht der Klinik anzulasten ist.
Auch ist die Bereitschaft zur weiteren Mitarbeit der Hebammen, weder mit einer Demo, noch mit einer Resolution zu erreichen. Deshalb unterstützen wir Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, der zur Zeit mit allen Beteiligten intensive Gespräche führt und hoffen auf ein gutes Ergebnis.

Für viele ist die Nordeifel ohne Geburtshilfe undenkbar
Von: hes/ag
7. Juni 2018



29. März 2008: 3000 Menschen gehen in Simmerath für den Erhalt des Krankenhauses – damals noch in Trägerschaft der Malteser – und vor allem die Fortführung der Geburtshilfe auf die Straße. Ging es damals jedoch einzig und allein um die Finanzierung der Klinik, so scheint dieses Mal der Fachkräftemangel die Ursache für die Schließungspläne sein. Foto: CDU

Mit Entsetzen, Wut und Trauer hat die Öffentlichkeit auf die Nachricht vom Ende der Geburtshilfe am Krankenhaus Simmerath reagiert. „Das ist ein trauriger Tag für die Eifel“ oder „Es geht leider nur noch um Profit!“ war überall zu hören und in den sozialen Netzwerken zu lesen.

Viele Bürger und Betroffene aber wollen die Entscheidung noch nicht als endgültig hinnehmen, sie wollen, wie 2008, notfalls für den Erhalt der Geburtshilfe auf die Straße gehen und sehen nun vor allem die Politik in der Pflicht. Die Lokalredaktion Nordeifel hat dazu Reaktionen gesammelt.

„Das ist ein tief-schwarzer Tag für die Eifelklinik und alle werdenden Mütter in der Eifel“, kommentierte Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns die Mitteilung des Krankenhauses, die er selbst erst eine halbe Stunde vor der Veröffentlichung telefonisch erhalten hatte. Er sei als Vorsitzender des Krankenhaus-Beirats in die Bemühungen um eine Fortführung der Geburtshilfe einbezogen gewesen und habe bis zuletzt an eine positive Lösung geglaubt.

„Um so überraschter war ich am Mittwochabend über die Nachricht von Dr. Behar.“ Er werde nächste Woche „ein weiteres, intensives Gespräch mit der Krankenhausleitung“ führen, kündigte Hermanns an, wobei es auch um die Frage gehe, ob die Schließungspläne das letzte Wort sind.

Vehement wies Hermanns den Vorwurf zurück, die personelle Situation bei den Hebammen sei für den Träger eine willkommene Gelegenheit, eine defizitäre Abteilung zu schließen: „Artemed hat über Jahre das Defizit der Geburtshilfe mit anderen Abteilungen abgedeckt und große Investitionen in den Kreißsälen getätigt. Der Vorwurf der Profitgier trifft hier nun wirklich nicht zu“, glaubt er.

Das sieht Hermanns‘ Monschauer Kollegin Margareta Ritter, völlig anders: „Ich bin voller Enttäuschung und Wut über das Vorgehen einer Klinikleitung, die vermutlich wirtschaftlichen Interessen folgt, eine Hebammenunterversorgung in den Vordergrund stellt und die Geburtshilfe für unsere ganze Region so einfach einstellt.

Die angeführten Argumente scheinen nicht glaubhaft und wären mit gutem Willen und finanzieller Bereitschaft aus meiner Sicht lösbar. Leider bleiben viele Fragen offen. Es scheint so, als hätte man bewusst in diese Personalsituation hineingesteuert, um die Geburtsstation schließen zu können. Diese Vorgehensweise ist unseriös und ein Skandal.

Solidarbeitrag denkbar

Die Stadt Monschau hat in der Vergangenheit zum Erhalt des Krankenhaus, ihren finanziellen Beitrag geleistet. Bei einer völligen Transparenz der Kosten, besonders der Hebammen und mit vertraglichen Garantien kann ich mir einen Solidarbeitrag einiger Kommunen in unserer Region vorstellen. Aber nur, wenn es den Hebammen zugute kommt.“

Axel Wirtz, stellvertretender Städteregionsrat: „Ich bin enttäuscht, dass das Thema jetzt wieder so heftig aufschlägt. Wir haben ja seinerzeit mit allen regionalen politischen Akteuren und lokalen Verantwortungsträgern eine tragfähige Lösung gefunden. Jetzt müssen schnellstens Gespräche geführt werden und muss alles daran gesetzt werden, dass eine Lösung gefunden wird. Das darf nicht daran scheitern, dass es keine sozialverträgliche Lösung für die Hebammen gibt. Für mich ist die Nordeifel ohne Geburtshilfe undenkbar.“

Stefan Kämmerling, Landtagsabgeordneter für die Nordeifel: „Nach der Schließung der Geburtenstation in Eschweiler vor anderthalb Jahren ist das nun die zweite, sehr bedauerliche, gesundheitsrelevante Nachricht für unsere Heimat – und das innerhalb weniger Monate. Wie zuvor in Eschweiler, so erfüllt mich auch die Entwicklung in Simmerath, von der ich leider erst aus der Tageszeitung erfahren habe, mit großer Sorge. Da mir persönlich keine näheren Informationen vorliegen, habe die ich Geschäftsführung und den Personalrat der Eifelklinik heute um ein kurzfristiges Gespräch gebeten.“

Marcus Laschet, Betriebsratsvorsitzender des Krankenhauses: „Wir haben in den vergangenen Wochen eng mit allen Beteiligten rund um die Geburtshilfe zusammengearbeitet und können guten Gewissens sagen, dass seitens des Hauses die Bereitschaft da war, die Abteilung wirklich zu jedem Preis aufrechtzuerhalten. Sei es durch das Angebot jeder denkbaren Anstellungsart für die Hebammen, die Übernahme der teuren Haftpflichtversicherung oder übertarifliche Bezahlung. Entgegen der öffentlichen Meinung hat Geld hier tatsächlich keine Rolle gespielt. Trauriger Fakt ist: ohne Hebammen keine Geburtshilfe – und diese erfordert nun mal 672 Stunden Rufbereitschaft im Monat. Und diese wurden nun mal nicht angeboten. Für uns als Betriebsrat hat der Erhalt der Arbeitsplätze im Haus oberste Priorität. Entsprechend freuen wir uns sehr, hier sicher sagen zu können, dass sich niemand Sorgen um seinen Arbeitsplatz machen muss. Für deren Erhalt haben wir gemeinsam mit der Geschäftsführung in jedem Falle gesorgt. Hier suchen wir in den kommenden Tagen und Wochen im persönlichen Gespräch mit den Mitarbeitern eine individuelle Lösung.“

Dr. Behar: „Geburtsprozess ist weit weniger attraktiv als Vor- und Nachsorge“

Die Artemed-Gruppe als Träger der Eifelklinik Simmerath hat in der Stellungnahme zur Aufgabe der Geburtshilfe an die Entwicklung der Abteilung in ihrer Trägerschaft erinnert und Details zu den Bemühungen um die Fortführung der Geburtshilfe veröffentlicht.

Die Geburtshilfe in der Eifelklinik habe schon vor der Übernahme durch die Artemed vor acht Jahren auf tönernen Füßen gestanden, vor allem aufgrund geringer Geburtenzahlen. „Allerdings wussten wir immer, welche Bedeutung die Abteilung für die Region hat“, erklärt Geschäftsführer Dr. Benjamin Behar. „Ich bin selbst Vater dreier Kinder und weiß, wie wichtig es werdenden Müttern ist, an einem Ort entbinden zu können, an dem sie sich wohlfühlen. Vor diesem Hintergrund haben wir in den letzten Jahren erhebliche Maßnahmen unternommen, um die Qualität der Geburtshilfe zu erhöhen bzw. sicherzustellen.“

Nach und nach hatte sich die Abteilung weiter zum Positiven entwickelt – die Kreißsäle wurden unter modernsten Gesichtspunkten neu gebaut und die neue Wochenbettstation eröffnet. Nach der Verabschiedung von Chefarzt Dr. Sohr in den Ruhestand 2017 gelang es Chefarzt Dr. Cousin, der Klinikleitung und der Gemeinde Simmerath mit vereinten Kräften, großem Aufwand und nicht zuletzt dem immensen Engagement des verbleibenden Teams, die Abteilung mit der Einstellung von Facharzt Dr. Wilhelm Jost auch personell wieder stabil aufzustellen.

Im Zuge einer nachhaltigen Vorwärtsstrategie habe man sich sogar bemüht, die Versorgung um eine Neonatologie zu erweitern, um die Qualität und Sicherheit der Simmerather Geburtshilfe noch weiter zu verbessern.

„Umso größer die Überraschung, als Ende März alle an der Klinik tätigen Hebammen – von einer Vertreterin abgesehen – mitteilten, dass sie ab dem 1. Mai 2018 nur noch für die prä- und postnatale Versorgung von Müttern, nicht mehr jedoch für die geburtshilfliche Begleitung im Klinikrahmen zur Verfügung stünden“, heißt es in der am Mittwochabend verbreiteten Erklärung des Krankenhauses. Nach ersten Gesprächen konnte diese Frist noch einmal um vier Wochen verlängert werden.

„Wir haben uns sehr intensiv mit der Frage auseinandergesetzt, ob wir unsere Beleghebammen, mit denen wir über viele Jahre ein sehr vertrauensvolles und partnerschaftliches Verhältnis gepflegt haben, in ihrer Belastung wirklich einfach nicht gehört haben“, so Chefarzt Dr. Andreas Cousin. „Allerdings hatten wir über die Jahre hinweg sowohl angeboten, das Team zu erweitern als auch in den letzten Wochen Gespräche mit 13 potentiellen Kolleginnen geführt. Schlussendlich aber wurde deutlich, dass auch mit neuen Kolleginnen kein lückenloser Dienstplan aufgestellt werden kann.“

Auf Nachfrage hinsichtlich ihrer zeitlichen Präferenzen und Verfügbarkeiten hätten zwei der Hebammen, die zum 31. Mai ausgeschieden waren, insgesamt sechs Zwölf-Stunden-Dienste pro Monat angeboten, ausschließlich im Tagdienst. „Sechs weitere Kolleginnen zeigten sich im höheren Maße einbindungswillig.

Damit einen Rufdienstplan aufzustellen, der den Einsatz rund um die Uhr inklusive Urlaubs- und Krankheitsvertretungen gewährleisten kann, war jedoch auch in einem letzten großen gemeinsamen Termin trotz Durchspielen verschiedenster Modelle, inklusive des Angebots einer Festanstellung oder der Übernahme der teuren Haftpflichtversicherung, nicht möglich. Letzten Endes blieb ein Drittel der Dienste unbesetzt“, so Pressesprecherin Esther Fernholz.

„Offenbar ist der Geburtsprozess, der sich ja durchaus auch über 24 Stunden und mehr hinziehen kann, in Bezug auf Zeitaufwand und Vergütung sehr viel weniger attraktiv als die Vor- und Nachsorge. Dass sich die Hebammen gerade vor familiären und gesundheitlichen Hintergründen hinsichtlich der Aufgabenverteilung innerhalb ihres Berufs umorientieren möchten, respektieren wir natürlich. Dennoch ist es eben die Geburtsbegleitung, auf die wir in der Eifelklinik angewiesen sind. So sehr wir uns wünschen würden, die Abteilung weiter zu betreiben: Uns sind an dieser Stelle leider die Hände gebunden“, resümiert Dr. Benjamin Behar.

Quelle: Eifeler Zeitung 08.06.2018


Ab Juli keine Geburten mehr in der Eifelklinik St. Brigida

Artemed muss die Geburtshilfe am Simmerather Krankenhaus „trotz intensivster Anstrengungen abmelden“. Kein Dienstplan möglich .

Ein trauriger Tag für die Nordeifel: Bereits ab dem kommenden Monat wird es an der Eifelklinik Sankt Brigida in Simmerath keine Geburten mehr geben. Diese traurige Mitteilung machte Geschäftsführer Dr. Benjamin Behar am Mittwochabend im Namen des Trägers Artemed öffentlich. In der kurz vor 19 Uhr verbreiteten Pressemitteilung heißt es unter anderem:

„Nach aufreibenden Wochen und Monaten ist heute Nachmittag in der Eifelklinik St. Brigida in Simmerath die Befürchtung Gewissheit geworden: Nachdem drei der vier im Haus tätigen Beleghebammen kurzfristig und völlig überraschend ihr Engagement gekündigt hatten und auch vor dem Hintergrund der Einbeziehung potentieller neuer Kolleginnen kein lückenloser Dienstplan aufgestellt werden konnte, wird man die Geburtshilfe des Hauses nun abmelden müssen. Den werdenden Müttern, die die Geburt ihres Kindes bereits in der Eifelklinik angemeldet haben, steht das Klinikteam mit allen verbleibenden Mitteln zur Seite.“

Man habe sich, so heißt es weiter, „sehr intensiv mit der Frage auseinandergesetzt, ob wir unsere Beleghebammen, mit denen wir über viele Jahre ein sehr vertrauensvolles und partnerschaftliches Verhältnis gepflegt haben, in ihrer Belastung wirklich einfach nicht gehört haben“, so Chefarzt Dr. Andreas Cousin. „Allerdings hatten wir über die Jahre hinweg sowohl angeboten, das Team zu erweitern als auch in den letzten Wochen Gespräche mit 13 potentiellen Kolleginnen geführt. Schlussendlich aber wurde deutlich, dass auch mit neuen Kolleginnen kein lückenloser Dienstplan aufgestellt werden kann.“

Kooperation mit Luisenhospital

Für den Juni habe man die Durchführung hebammengestützter Geburten in der Eifelklinik noch sicherstellen können – das betrifft knapp die Hälfte der 47 Schwangeren, die sich bereits bis Mitte Oktober zur Geburt im Simmerather Krankenhaus angemeldet haben. „Diejenigen, deren geplanter Entbindungstermin nach dem 30. Juni liegt, werden in den nächsten Tagen persönlich von Chefarzt Dr. Cousin telefonisch kontaktiert und beraten. Eine Kooperation mit dem Aachener Luisenhospital steht bereits. Ebenso wird eine ärztliche Notrufnummer im Simmerather Krankenhaus eingerichtet, an die sich schwangere Frauen rund um die Uhr wenden können.“(hes)

Quelle: Eifeler Zeitung 07.06.2018



Wie konnte es soweit kommen ?
In Deutschland hat jede Schwangere Anspruch auf Hilfe durch eine Hebamme – wenn sie denn eine findet. Die Arbeitsbedingungen für Geburtshelferinnen in Deutschland werden immer schwieriger.

Hebamme gesucht

Hebammen rebellieren Geburtshilfe am Simmerather Krankenhaus droht das Aus zum 31. Mai –


Interessanter Einblick in die Waldarbeit
5. Juni 2018



Auf einer Waldfläche in Rurberg wurde dem Forstausschuss ein kombiniertes Arbeitsverfahren im Holzeinschlag mit Seilkranunterstützung (Bild) gezeigt und erläutert. Foto: Alexander Mießen

Der eigene Wald bereitet der Gemeinde Simmerath derzeit viel Freude. Die Bewirtschaftung wirft seit Jahren trotz Nachhaltigkeit satte Gewinne ab, und der Forst ist in einem guten, buchstäblich aufgeräumten Zustand, wie sich der Umwelt-, Forst- und Agrarausschuss des Rates nun wieder einmal persönlich überzeugen konnte.

Wald wirft 2017 fast 266.000 Euro Gewinn ab

Nach Abschluss des Forstwirtschaftsjahres 2017 weist der Forstwirtschaftsplan für das vergangene Jahr im vorläufigen Ergebnis einen Überschuss von 265.700 Euro aus. Damit wurde der im Ansatz berechnete Gewinn von 202.780 Euro um 63.000 Euro übertroffen. Der erhöhte Gewinn sei vor allem in den Wenigeraufwendungen für Personalkosten begründet, erläuterte die Verwaltung. Krankheitsbedingte Ausfälle des eigenen Personals hätten aber durch Mehreinsatz von Firmen in der Holzernte aufgefangen werden können, hieß es. Dies habe zwar zu einem Mehraufwand von 34.000 Euro in diesem Bereich geführt, sei aber durch das Einsparen der Personalkosten mehr als kompensiert worden, so die Verwaltung.

„Ich kann mich nicht an einen derartiges Plus in den letzten 20 Jahren erinnern“, freute sich Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns im Forstausschuss über das positive Ergebnis. (hes)

Alljährlich findet in der Frühjahrssitzung des Gremiums eine Besichtigung im Gemeindewald unter Führung des Forstbetriebsleiters (FBL) Dietmar Wunderlich statt. In diesem Jahr besuchte man zuerst eine Waldfläche in Rurberg. Dort wurde ein kombiniertes Arbeitsverfahren im Holzeinschlag mit Seilkranunterstützung gezeigt und erläutert.

Diese Holzeinschlagsmaßnahme, die unter erschwerten Bedingungen in einem Steilhang in Rurberg erfolgt, wird von den Forstwirten der Gemeinde Simmerath unter der praktischen Leitung von Forstwirtschaftsmeister Alexander Mießen durchgeführt und von einem hiesigen Unternehmer mit Seilkran unterstützt.

Den Ausschussmitgliedern wurden die verschiedenen Sicherheitsaspekte dargelegt und insbesondere die Helmfunkausstattung, die einen unmittelbaren Dialog mit dem Seilkranführer gewährleistet, vorgeführt. Das anfallende Holz muss zum Abtransport den Hang hinauf an die Straße gerückt werden. Dankenswerterweise stellen zwei private Grundstückseigentümer ihre Parzellen zur Verfügung, um die Seilkranarbeiten zu ermöglichen.

Im Schilsbachtal bei Woffelsbach wurde die Entwicklung des Bachtales durch Dietmar Wunderlich vorgestellt. In diesem Tal findet man naturnahe Erlen- und Eschenwälder mit erhöhtem Altholzanteil vor.

Das Tal wurde in den letzten Jahren ökologisch aufgewertet, indem die Altholzbestände unberührt der Sukzession überlassen werden und kleinere Entfichtungsmaßnahmen mit anschließender Entnahme der Verjüngung getätigt wurden. Die ökologischen Maßnahmen sind im Landschaftsplan verankert und werden durch Zuteilung von Ökopunkten vergütet, die der Gemeinde Simmerath als Ausgleich für andere bauliche Maßnahmen im Gemeindegebiet dienen.

Zukünftig sollen im Schilsbachtal einzelne Verrohrungen entnommen und Betonkastenprofile eingesetzt werden, um die Durchgängigkeit der Fließgewässer wieder herzustellen. Durch die Abstürze und Ausläufe ist momentan kein Durchkommen für Fische und andere Gewässerorganismen möglich. Voraussichtlich erfolgt hier eine Bezuschussung durch die Städteregion Aachen, so dass der Gemeinde Simmerath keine Kosten entstehen.

Eschen von Pilz befallen

Darüber hinaus wies Gemeindeförster Wunderlich auf einen Eschenbestand hin, der an dem Pilz „Falsches weißes Stängelbecherchen“ erkrankt ist. Dieser Pilz ist der Verursacher des Eschentriebsterbens. Es gibt in Deutschland kaum noch einen Eschenbestand, der nicht von dieser Krankheit betroffen ist. Geeignete Gegenmaßnahmen wurden bisher noch nicht gefunden. Die Wissenschaft ist in diesem Fall gefordert, genetisch resistentes Material für die Forstpflanzenzüchtung bereitzustellen. Im Gemeindegebiet Simmerath nimmt diese Baumart allerdings nur einen ganz geringen Flächenanteil in Anspruch.

Im Waldbereich Buhlert konnten sich die Mitglieder des Umwelt-, Forst- und Agrarausschusses einen Fichten- und Douglasienmischbestand anschauen, an dem die Folgen vergangener Sturmwurfereignisse erläutert wurden. Die Wasserspeicherkapazität der basenarmen, flachgründigen Böden im Buhlert ist als sehr gering zu bezeichnen. Die flachwurzelnde Fichte ist dort anfälliger für Pilzbefall und Sturmwurfereignisse, wie zuletzt beim Sturm „Burglind“ wieder ersichtlich wurde.

Bereits sturmgeschädigte Bestände drohen bei den nächsten Sturmereignissen weiter aufzureißen. Folgeschäden, wie der Borkenkäferbefall, stellen die Forstwirtschaft zusätzlich vor eine wirtschaftliche und ökologische Herausforderung. Hier machen sich auch klimatische Veränderungen bemerkbar.

Wegebauplanung

Am Ende der Exkursion wurde auf die Wegebauplanung 2019 eingegangen. Hierzu besichtigte der Ausschuss den für 2019 zur Instandsetzung vorgesehenen Weg. Es handelt sich um einen rund 2000 Meter langen Rundweg im Buhlert, nahe der Westwallbunker, der in Teilbereichen wieder hergerichtet werden soll. Die Kosten für die Wegeinstandsetzung werden voraussichtlich 30 000 Euro betragen.

Die Ergebnisse der Besichtigungstour und weitere anstehende Beratungspunkte besprachen die Ausschussmitglieder dann bei der anschließenden Sitzung im Rathaus. Dort dankten die Vertreter der Fraktionen für eine aufschlussreiche Führung und dankten der Forstabteilung und ihrem Leiter für ausgezeichnete Arbeit.

Quelle: Eifeler Zeitung

Ein Fest für alle 75-Jährigen aus Simmerath
Die Sozialstiftung hatte in den Antoniushof nach Rurberg geladen, und fast 100 Gäste kamen
Gut besucht war der Seniorennachmittag der Simmerather Sozialstiftung im Rurberger Antoniushof , worüber sich auch Karl-Heinz Hermanns (v. l.), Peter Borsdorff , Bernd Goffart , Monika Johnen, Raimund Löhrer und Dr. Hartmut Wiechmann freuten. Foto: Karl-Heinz Hoffmann
Quelle: Eifeler Zeitung

Wichtiger Schritt für den Glasfaserausbau

In Lammersdorf, Eicherscheid, Roetgen und auch in Simmerath wurden Verteilerkästen von der Deutschen Glasfaser aufgestellt
Von Tyrone Schwark

Überall werde er schon länger darauf angesprochen, wie es denn mit dem Glasfaserausbau aussehen würde, sagt Simmeraths Bürgermeister, Karl-Heinz Hermanns. „Deswegen ist das hier ein positives Signal zur Realisierung der Glasfaserverbindung in der Eifel.“ Das hier, das ist einer der sogenannten PoP-Gehäuse, also ein Verteilerhäuschen für Glasfaseranschlüsse. Am Donnerstag wurde es in Simmerath an der Schwester-Maria-Alberta-Straße aufgestellt. Es ist sogar das größte in der Nordeifel und dient nach der Inbetriebnahme für etwa 3600 Haushalte als Knotenpunkt für schnelles Internet.

Quelle: Eifeler Zeitung

Erinnerung an Alfons Fritz bleibt lebendig
Im Rahmen des Kraremanntages wird der Dr.-Fritz-Platz in Erinnerung an den ehemaligen Leiter des Krankenhauses eröffnet
Die Eröffnung des Dr.-Fritz-Platzes zu Ehren des ehemaligen Arztes und Simmerather Ehrenbürgers war einer der Höhepunkte des 16. Kraremanns-Tages (v. l.): Dr. Andreas Fritz (Sohn von Dr. Alfons Fritz), Ferdinand Grotegut (Schwiegersohn von Dr. Alfons Fritz), Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns sowie Erich Kogel (Arbeitskreis „Alt-Simmerath“). Foto: Max Stollenwerk
Es war eine Idee des Arbeitskreises „Alt-Simmerath“: Dem ehemaligen Arzt, Leiter des Simmerather Krankenhauses sowie Simmerather Ehrenbürger Dr. Alfons Fritz sollte ein eigener Platz gewidmet werden. Im Rahmen des 16. Simmerather Kraremanntages wurde nun der 870 Quadratmeter große, neu gestaltete sogenannte kleine Rathausplatz gegenüber der Eifelklinik St. Brigida an der Kammerbruchstraße/ Ecke Robert-Koch-Straße offiziell in „Dr.-Fritz-Platz“ umbenannt.
Quelle: Eifeler Zeitung


Merkel trifft Netanjahu
" Nach wie vor unterschiedliche Meinungen"

Auf seiner Europareise will Israels Premier ein "Bündnis gegen Iran" schmieden. Beim Treffen in Berlin aber zeigt sich: Kanzlerin Merkel ist nicht bereit, ihre Position zum Atomabkommen zu ändern.


 
Jugendcafé Simmerath
 
 
 



Sabine Verheyen MdeP
Helmut Etschenberg

 

 

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Letzte Änderung am 17-Jun-2018

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